DE3803282A1 - Verfahren zur herstellung eines kultivierbaren bodenersatzstoffes - Google Patents
Verfahren zur herstellung eines kultivierbaren bodenersatzstoffesInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines
kultivierbaren Bodenersatzstoffes, insbesondere für den
Landschaftsbau.
Im Landschaftsbau, beispielsweise bei der Rekultivierung
der Seitenbereiche von Straßen-, Eisenbahn- und Kanalbauten
oder sonstiger, bisher nicht bewachsener Freiflächen werden
große Mengen an Mutterboden benötigt, die in der Regel
auch dann nicht in den erforderlichen Mengen zur Verfügung
stehen, wenn zu Beginn der Arbeiten der in der Trasse vor
handene Mutterboden sorgfältig vom Planum abgeschoben und
deponiert wird. Insbesondere der bei derartigen Baumaßnahmen
deponierte Mutterboden verliert durch das Umsetzen und
insbesondere die lange Lagerung im Depot in erheblichem
Maße an Qualität, da die erforderliche Durchlüftung und
der damit verbundene Erhalt an aeroben Bodenbakterien fehlt.
Des weiteren macht sich bei der Rekultivierung derartiger
Flächen nachteilig bemerkbar, daß beim Vorbereiten der
Bodenoberfläche und beim Ausbringen des Mutterbodens die
Fläche mit schwerem Gerät befahren wird und dementsprechend
sowohl der Untergrund als auch die aufgebrachte Mutterboden
schicht in hohem Maße verdichtet sind, so daß eine anschlies
sende Bepflanzung nur mit großer Verzögerung anwächst,
da wegen der großen Bodendichte die Ausbildung der Bodenflora
und die Durchlässigkeit für Oberflächenwasser sich nur
sehr langsam ausbildet. Ein ähnlich großer Bedarf an Mutter
boden besteht bei der Erstellung von begrünten Lärmschutzan
lagen, insbesondere bei nachträglich erstellten Lärmschutzan
lagen, deren Pflanztröge ebenfalls mit Mutterboden gefüllt
werden müssen. In allen Fällen stehen die an sich erforder
lichen Mengen an Kompost, der zur Verbesserung eines einer
Deponie entnommenen Mutterbodens in jedem Falle erforderlich
ist, nicht zur Verfügung.
Sowohl in Kläranlagen als auch im industriellen Bereich
fallen erhebliche Mengen an Schlämmen an, die an sich zur
Bodenverbesserung auf das Erdreich aufgebracht werden könn
ten. Derartige Schlämme können jedoch insbesondere für
die vorstehend geschilderten Einsatzfälle nicht ohne weiteres
auf das Erdreich aufgebracht werden, da auch ihnen die
erforderliche Luftdurchlässigkeit fehlt.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
zur Herstellung eines bepflanzungsfähigen Bodenersatzstoffes
zu schaffen, das eine industrielle Herstellung in definier
ter Zusammensetzung und definierten Eigenschaften gestattet.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß ein
kleinstückiger, verrottbarer Feststoff und giftarme Schlämme
miteinander vermischt werden. Mit dem Begriff "giftarme
Schlämme" werden im Sinne der Erfindung solche Schlämme
bezeichnet, die weder Gifte im eigentlichen Sinne noch
Schwermetalle in unerlaubter Konzentration enthalten. Der
Vorteil dieses Verfahrens besteht darin, daß die in üblicher
weise mit einem hohen Wassergehalt vorliegenden Schlämme
durch den Mischvorgang an den feinstückigen Feststoff gebun
den werden, so daß ein praktisch schüttfähiges Endprodukt
mit hohem Porenvolumen entsteht. Bringt man einen derartigen
Bodenersatzstoff in der üblichen Schichtdicke von 20 bis
30 cm auf eine zu rekultivierende Freifläche aus, so ergibt
sich eine durchlüftete Bodenschicht, in der sich in kurzer
Zeit die notwendige Bodenflora ausbilden kann. Das durch
die Feststoffe gebildete "Gitterwerk" in der Bodenschicht
bietet hierbei den Wurzeln der eingebrachten Pflanzen einen
guten Halt.
In besonders vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung
ist vorgesehen, daß als kleinstückiger Feststoff Holz,
vorzugsweise Abfallholz, eingesetzt wird. Diese Ausbildung
des Verfahrens hat den Vorteil, daß das in großen Mengen
anfallende Abfallholz, beispielsweise Transportpaletten,
Gemüse- und Obstkisten od. dgl., nicht mehr verbrannt zu
werden brauchen, sondern in umweltschonender Weise ent
sorgt werden kann. Ein weiterer Vorteil der Verwendung
von Holz ergibt sich dadurch, daß ein derartiger, auch
in großer Schichtdicke aufgebrachter Bodenersatzstoff seine
Luftdurchlässigkeit über einen verhältnismäßig langen Zeit
raum beibehält, daß jedoch zusätzlich die verrottenden
Holzbestandteile zur Verbesserung des Bodenersatzstoffes
beitragen, wobei der Zerfall der Holzbestandteile die gege
bene Porosität einer derartigen Bodenschicht aufrechterhält.
Besonders vorteilhaft ist es hierbei, daß für derartiges
Abfallholz minderwertige und damit leicht rottefähige Hölzer
verwendet werden.
In Ausgestaltung der Erfindung ist hierbei vorgesehen,
daß das Holz in Spanform in einer Stückgröße von 0,5 bis
10 cm Spanlänge eingesetzt wird. Die Zerkleinerung von
Holz, insbesondere von den bei Abfallholz anfallenden lang
faserigen Holzarten, ist verhältnismäßig einfach und
ergibt für den Mischvorgang eine hohe spezifische Oberfläche,
so daß beim Mischen mit den nassen Schlämmen die einzelnen
Holzteile mit einem Schlammantel "umhüllt" werden. Da anderer
seits das bei einer Zerkleinerung von Holz anfallende große
"Spanspektrum", d.h. die große unterschiedliche Spangröße
des anfallenden Spänekollektivs gleichwohl eine verhältnis
mäßig dichte Packung des Spänekollektivs ergibt, ist zugleich
sichergestellt, daß der hieraus hergestellte Bodenersatzstoff
den gebundenen Schlammanteil nach dem Ausbringen hält und
weitgehend gegen Erosion durch Wind und Wasser gesichert
ist, da das Faserkollektiv insbesondere in der ersten Zeit
die Funktion des Wurzelwerks der späteren Bepflanzung über
nimmt.
In Ausgestaltung der Erfindung ist ferner vorgesehen, daß
als Schlamm ausgefaulter und/oder kompostierter Klärschlamm
eingesetzt wird. Durch den gemäß der Erfindung hergestellten
Bodenersatzstoff ergibt sich die Möglichkeit, Klärschlämme
ohne eine zusätzliche weitere Entwässerung zu verarbeiten
und abzulagern. Soweit der Bodenersatzstoff nicht im landwirt
schaftlichen Bereich ausgebracht werden soll, sondern ledig
lich im Landschaftsbau, muß ein derartiger Klärschlamm
nur insoweit gift- und schwermetallarm sein, wie dies durch
die jeweils geltenden Bedingungen zum Schutze des Grundwassers
erforderlich ist.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen,
daß anstelle oder in Mischung mit Klärschlämmen Filterrück
stände, insbesondere organische Bestandteile enthaltende
Filterrückstände aus der Nahrungsmittel- und/oder Bierher
stellung eingesetzt werden. Derartige Filterrückstände
bestehen in der Regel aus der Filterhilfsschicht und den
von der Filterhilfsschicht zurückgehaltenen Feststoffen,
wie beispielsweise Kieselgur oder Filteraktivkohle. Insbe
sondere bei Filterrückständen mit organischen Bestandteilen
ist es zweckmäßig, wenn beim Einbringen der schlammförmig
anfallenden Filterrückstände ein alkalischer Zusatzstoff,
beispielsweise feinteiliges Calciumoxyd und/oder Calcium
hydroxyd zugesetzt wird. Hierdurch ist bei hohen Wasserge
halten der schlammartigen Filterrückstände zusätzlich eine
chemische Bindung der Wassergehalte möglich, so daß nach
dem Mischen mit den kleinstückigen Feststoffen, insbesondere
mit Holzspänen, ein schüttfähiger Bodenersatzstoff zur
Verfügung steht.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen,
daß zusätzlich Sande, insbesondere Feinsande in der Korn
größe 0 bis 2 mm, insbesondere Feinsande aus der Bauschutt
aufbereitung zugemischt werden. Hierdurch wird insbesondere
bei der Verwendung von Schlämmen mit einem hohen Anteil
an organischen und damit verrottbaren Bestandteilen die
Struktur der ausgebrachten Bodenschicht nach dem Rottevor
gang verbessert. Zugleich ergibt sich eine Möglichkeit
für die Entsorgung der bei der Bauschuttaufbereitung anfal
lenden Feinsande, die aufgrund ihrer geringen Korngröße
als Zuschlagstoffe für Bauzwecke nicht mehr verwendet werden
können.
In weiterer Ausgestaltung des Verfahrens ist vorgesehen,
daß in Abhängigkeit vom Gehalt an düngenden Komponenten
im eingesetzten Schlamm zusätzliche Düngemittelkomponenten
zugemischt werden. So können beispielsweise bei der Verwen
dung von Klärschlämmen, die unter düngetechnischen Gesichts
punkten einen ausreichenden Phosphatgehalt aufweisen, zusätz
liche Nährsalze zugemischt werden, um dem fertigen Bodener
satzstoff den insbesondere für die Anfangsbepflanzung ge
wünschten Düngemittelgehalt zu geben.
Die kleinstückigen Feststoffe und die Schlämmen werden zweck
mäßigerweise in einem Volumenverhältnis von 0,5:1 bis 2:1,
vorzugsweise 1:1 bis 1,5:1 miteinander vermischt. Die
Vermischung der kleinstückigen Feststoffe mit den Schlämmen
erfolgt zweckmäßigerweise in einem umwälzenden Verfahren,
beispielsweise mit Hilfe eines Pflugscharmischers. Mit
Hilfe eines derartigen Mischverfahrens gelingt die gewünschte
"lockere Umhüllung" der Feststoffe mit den übrigen Bestand
teilen, insbesondere mit den Schlammbestandteilen, wobei
gleichzeitig gewährleistet ist, daß das aus der Mischeinrich
tung entnommene Produkt die erforderliche Schüttfähigkeit
aufweist.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird anhand eines schemati
schen Fließbildes näher erläutert.
In einer Zerkleinerungsmaschine 1 wird Abfallholz, beispiels
weise Gemüsesteigen, ausrangierte Transportpaletten od. dgl.
auf eine Spanlänge von etwa 0,5 bis 10 cm zerkleinert,
wobei die längeren Späne eine Dicke von 5 bis 10 mm aufweisen
können. Über einen Magnetscheider 2 werden die bei der
Zerkleinerung frei werdenden Eisenteile ausgesondert. Die
Holzspäne werden nunmehr dosiert in kontinuierlichem Strom
einem Mischer 3, beispielsweise einem Pflugscharmischer
zugeführt.
Über eine Fördereinrichtung 4 wird der zu verarbeitende
Schlamm, beispielsweise Klärschlamm, ebenfalls dosiert
der Mischeinrichtung 3 zugeführt. Die Schlämme werden zweck
mäßigerweise im Aufgabebereich des Mischers auf das zulau
fende Faserbett aufgegeben, so daß ein Anbacken in diesem
Bereich ausgeschlossen ist. Durch die Umwälzung beider
Komponenten im Mischerraum werden die Holzspäne und die
Schlämme innig miteinander vermischt, wobei der Wasserge
halt der Schlämme durch die hohe spezifische Oberfläche
der Holzspäne weitgehend gebunden wird. Ggf. kann der Misch
einrichtung noch Calciumoxyd oder auch Calciumhydroxyd
zugegeben werden, wenn die Schlämme einen so hohen Wasserge
halt ausweisen, daß eine Bindung durch die Oberfläche der
Holzspäne nicht ausreicht. Hierdurch erfolgt dann eine
zusätzliche chemische Bindung des Wassergehaltes. Eine
zusätzliche Bindung des in den Schlämmen enthaltenen Was
sers erfolgt auch dann, wenn Feinsande, beispielsweise
Feinsande aus der Bauschuttaufbereitung zugeführt werden.
Die Zugabe der weiteren Zuschlagstoffe ist durch die ober
halb der Fördereinrichtung 4 schematisch angegebenen Auf
gabevorrichtungen 5 und 6 angedeutet. Die Aufgabe dieser
Stoffe richtet sich jedoch jeweils nach der verwendeten
Mischeinrichtung und kann auch an anderer Stelle in den
Mischvorgang eingegeben werden. Der aus dem Mischer 3 abgezo
gene Bodenersatzstoff ist schüttfähig und auch deponiefähig
und kann ohne weitere Zwischenbehandlung ausgebracht werden.
Mit dem vorbeschriebenen Verfahren ist somit eine nutzbrin
gende Entsorgung von wesentlichen organischen Abfällen,
wie Holz, Klärschlämme und Filterrückständen aus dem Bereich
der Nahrungsmittelindustrie möglich. Neben den vorstehend
angegebenen Hauptkomponenten, nämlich feinstückigem Feststoff,
insbesondere Holzfasern und giftarme, organische Bestand
teile enthaltende Schlämmen, können auch bis zu einem
gewissen Grade weitere rottefähige Abfallstoffe zugegeben
werden, so beispielsweise zerkleinertes Papier. Hierbei
ist von Bedeutung, daß bei einer Verwendung des Bodenersatz
stoffes im Landschaftsbau nach dem Ausbringen und der Be
pflanzung in der Regel keine weitere Bodenbearbeitung mehr
erfolgt, so daß derartige Bestandteile, wie beispielsweise
Papier, ebenfalls verrotten können. In diesen Fällen ist
es aber auch möglich, bis zu einem gewissen Grade solche
Feststoffe in zerkleinerter Form einzumischen, die in sehr
langen Zeiträumen verrotten, so beispielsweise bestimmte
Kunststoffarten, die durch die Einwirkung der Bodenbakte
rien und der Humussäuren sich zersetzen.
Die einzusetzenden Schlämme können auch als Mischung von
Schlämmen unterschiedlicher Herkunft eingesetzt werden,
beispielsweise als Mischung aus Klärschlamm und Filterrück
ständen. Je nach Einsatzfall kann auch Kompost aus einer
Kompostieranlage zugemischt werden.
Claims (8)
1. Verfahren zur Herstellung eines bepflanzungsfähigen
Bodenersatzstoffes, insbesondere für den Landschaftsbau,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein kleinstückiger, verrottbarer Feststoff und gift
arme Schlämme, insbesondere Schlämme mit organischen Be
standteilen miteinander vermischt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
als kleinstückiger Feststoff Holz, vorzugsweise Abfallholz,
eingesetzt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Holz in Spanform in einer Stückgröße von 0,5 bis 10 cm
Spanlänge eingesetzt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß als Schlamm giftarmer ausgefaulter
und/oder kompostierter Klärschlamm eingesetzt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß als Schlamm organische Bestandteile
enthaltende Filterrückstände, insbesondere aus der Nahrungs
mittel- und/oder Getränkeherstellung eingesetzt werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß zusätzlich Sande, insbesondere Feinsande
in der Korngröße 0-2 mm, insbesondere Feinsande aus der
Bauschuttaufbereitung zugemischt werden.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß in Abhängigkeit vom Gehalt an düngenden
Komponenten im eingesetzten Schlamm zusätzlich Düngemittel-
Komponenten zugemischt werden.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß der kleinstückige Feststoff und die
Schlämme in einem Volumenverhältnis von 0,5:1 bis 2:1,
vorzugsweise 1:1 bis 1,5:1 miteinander vermischt werden.
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE3803282A DE3803282A1 (de) | 1988-02-04 | 1988-02-04 | Verfahren zur herstellung eines kultivierbaren bodenersatzstoffes |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE3803282A DE3803282A1 (de) | 1988-02-04 | 1988-02-04 | Verfahren zur herstellung eines kultivierbaren bodenersatzstoffes |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE3803282A1 true DE3803282A1 (de) | 1989-08-17 |
Family
ID=6346596
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE3803282A Withdrawn DE3803282A1 (de) | 1988-02-04 | 1988-02-04 | Verfahren zur herstellung eines kultivierbaren bodenersatzstoffes |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE3803282A1 (de) |
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- 1988-02-04 DE DE3803282A patent/DE3803282A1/de not_active Withdrawn
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