DE3802748A1 - Elektrostatisches filter - Google Patents
Elektrostatisches filterInfo
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- Exhaust Gas Treatment By Means Of Catalyst (AREA)
- Catalysts (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein elektrostatisches Filter zur
Reinigung der Luft in Innenräumen von Gebäuden, Fahrzeugen
und dergleichen mit einer Mehrzahl von Kollektorplatten,
die abwechselnd an die beiden Pole einer Hochspannungsquel
le angeschlossen sind und an denen sich in der Luft enthal
tene Verunreinigungen abscheiden, mit einem Gebläse, wel
ches die Kollektorplatten mit der zu reinigenden Luft be
aufschlagt.
Bekannte elektrostatische Filter dieser Bauweise besitzen
Kollektorplatten, die im wesentlichen aus massivem Mate
rial bestehen; auch Gitterstrukturen oder dergleichen aus
im wesentlichen massivem Material wurden beschrieben. Diese
bekannten elektrostatischen Filter haben in erster Linie
den Nachteil, daß ihre Oberfläche in verhältnismäßig kur
zer Zeit mit einem Schmutzfilm überzogen ist, so daß sie
einer Reinigung bedürfen. Aus diesem Grunde wurde bereits
in der älteren Patentanmeldung P 37 07 938.7 vorgeschlagen,
eine Abstreifeinrichtung vorzusehen, welche die verschmutz
ten Oberflächen der Kollektorplatten in regelmäßigen Ab
ständen oder kontinuierlich säubert.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein elektrosta
tisches Filter der eingangs genannten Art derart auszuge
stalten, daß ohne aufwendige mechanische Reinigungsvorrich
tungen lange Standzeiten erzielt werden können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die
Kollektorplatten aus einem Material mit offenen Poren und
mit hoher spezifischer innerer Oberfläche bestehen, das
zumindest an seiner Oberfläche elektrisch leitend ist.
Die Größe der Poren kann dabei zwischen 100 und 2000 µ,
vorzugsweise zwischen 300 und 900 µ liegen. Die spezifische
Porenzahl sollte zwischen 10 und 100 pro Zoll (PPI) betra
gen.
Günstig ist eine spezifische innere Oberfläche des Mate
rials der Kollektorplatten zwischen 500 und 2000 m2/g.
Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung
besitzt das Material der Kollektorplatten einen Kern aus
Kunststoffschaum, vorzugsweise einem porengesteuerten Poly
urethanschaum. Derartige Kunststoffschäume sind im Einsatz
als Luftfilter oder Flüssigkeitsfilter als bekannt. Sie
sind jedoch von Hause aus nicht elektrisch leitend.
Der Kunststoffschaum kann mit Aktivkohle imprägniert sein;
hierdurch wird die spezifische innere Oberfläche noch wei
ter erhöht, wie dies an und für sich für Aktivkohle bekannt
ist. Die Aktivkohle darf jedoch nicht frei an der Oberflä
che liegen, da sonst einerseits Brandgefahr besteht und
zum anderen nicht die erforderliche elektrische Leitfähig
keit erzielt wird.
Der Kunststoffschaum des Kernes des Materials, aus dem die
Kollektorplatten besteht, kann auch keramisiert sein.
Derartige keramisierte Kunststoffschäume sind ebenfalls im
Einsatz als Flüssigmetall- und Heißgasfilter an und für
sich bekannt.
Eine Ausgestaltung der Erfindung verdient ganz besondere
Beachtung: Bei dieser besteht die elektrisch leitende
Oberfläche der Kollektorplatten aus katalytisch akti
ver Substanz. Auf diese Weise kann das erfindungsgemäße
elektrostatische Filter zwei Funktionen gleichzeitig aus
führen: zum einen dient es in bekannter Weise als elektro
statisches Filter, schlägt also Staub und sonstige, in der
Luft enthaltene Schwebestoffe auf der mit hoher innerer
spezifischer Oberfläche versehenen äußeren Schicht nieder.
Zum anderen dient es gleichzeitig als katalytisches Filter,
welches beispielsweise für eine Nachverbrennung gasförmiger
Schadstoffe in der zu reinigenden Luft bzw. für eine chemi
sche Umwandlung in ein weniger gefährliches Gas sorgt. In
der oben erwähnten älteren Patentanmeldung P 37 40 091.6
war für diesen Zweck eine gesonderte Filterstufe vorgesehen,
die selbstverständlich eigenen Platzbedarf hat. Dies ist
insbesondere für den Einsatzzweck in Kraftfahrzeugen, wo
nur wenig Einbauraum zur Verfügung steht, nachteilig.
Die katalytisch aktive Substanz kann die ungefähre folgende
Zusammensetzung aufweisen:
80 Gew.-% | |
Aluminiumoxid (Al₂O₃) | |
6,6 Gew.-% | Silber (Ag) |
6,6 Gew.-% | Platin (Pt) |
6,6 Gew.-% | Rhodium (Rh) |
Alternativ kann die katalytisch aktive Substanz Ruthenium
(Ru) oder eine Mischung (Legierung) aus gleichen Teilen
aus Platin (Pt) und Rhodium (Rh) oder auch eine Mischung
(Legierung) aus gleichen Teilen an Platen (Pt) und Ruthe
nium (Ru) sein. In allen Fällen werden diese Edelmetalle
am zweckmäßigsten im Vakuum durch Sputtern aufgetragen.
Dieser Vorgang läßt sich so steuern, daß erneut eine zu
sätzliche Mikroporosität entsteht, welche weiter zur Ver
größerung der spezifischen inneren Oberfläche und somit
zur Standzeit und Wirksamkeit des elektrostatischen Filters
beiträgt.
Bei einer besonderen Ausgestaltung der Erfindung ist ein
Stromwächter vorgesehen, der den von der Hochspannungsquelle
abgegebenen Strom überwacht und beim Überschreiten eines
bestimmten Stromwertes einen Alarm oder eine andere Hilfs
funktion auslöst. Bei dieser Variante der Erfindung wird
von der Biegsamkeit der erfindungsgemäßen Kollektorplatten
Gebrauch gemacht. Setzt sich eine dieser Kollektorplatten
(im allgemeinen zunächst die stromauf liegende) im Verlauf
des Betriebes des elektrostatischen Filters mit Verunrei
nigungen zu, so steigt der Druckabfall an dieser Kollektor
platte. Dies hat zur Folge, daß sich die Kollektorplatte
etwas zur benachbarten, stromabwärts liegenden Kollektor
platte durchbiegt und sich auf diese Weise der Abstand ver
ringert. Dies hat eine Vergrößerung des dort herrschenden
elektrischen Feldes zur Folge, was den Stromfluß ansteigen
läßt. Schließlich kann es zwischen den beiden benachbarten
Elektroden sogar zu elektrischen Durchbrüchen oder Spitzen
entladungen kommen. In jedem Falle wird dann ein Stromwert
erreicht, der von dem erfindungsgemäßen Stromwächter er
faßt und zur Auslösung eines Alarmes herangezogen wird.
Statt des Alarmes oder zusätzlich kann eine andere Hilfs
funktion eingeleitet werden, insbesondere kann die Hoch
spannungsquelle abgeschaltet werden.
Die höchste Wirksamkeit des erfindungsgemäßen elektrosta
tischen Filters wird dann erzielt, wenn die zu reinigende
Luft die Kollektorplatten im wesentlichen senkrecht durch
strömt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend an
hand der Zeichnung näher erläutert; es zeigen
Fig. 1 einen Teilschnitt durch ein elektrostatisches
Filter mit der zugehörigen elektrischen Beschal
tung;
Fig. 2 eine starke Vergrößerung des Materials der Kol
lektroplatten des in Fig. 1 gezeigten Filters;
Fig. 3 einen noch einmal vergrößerten Schnitt gemäß
Linie III-III von Fig. 2.
Das in Fig. 1 gezeigte elektrostatische Filter umfaßt
ein Gehäuse 1 aus elektrisch isolierendem Kunststoffmaterial.
Die zu reinigende Luft tritt, wie dies durch Pfeile ange
deutet ist, über einen Lufteinlaß 2 in das Innere des
Gehäuses 1 ein und durchtritt dann im wesentlichen senk
recht - von einem Gebläse geführt - eine Vielzahl von Kol
lektroelektroden 3. Die Kollektorelektroden 3 sind in an
und für sich bekannter Weise abwechselnd an die beiden Pole
einer Hochspannungsquelle 6 gelegt, so daß zwischen den
Kollektorelektroden 3 hohe elektrische Felder mit abwech
selnder Richtung wirken. Ein Stromwächter 7 überwacht den
Strom, der von der Hochspannungsquelle 6 abgegeben wird,
und löst beim Überschreiten eines bestimmten Stromwertes
einen Alarm 8 aus. Hierauf wird weiter unten noch näher
eingegangen.
Bei den Kollektorelektroden 3 handelt es sich um offenpo
riges, oberflächlich leitendes, flexibles Material mit ho
her spezifischer innerer Oberfläche.
Die genaue Struktur des Materials, aus dem die Kollektor
platten 3 bestehen, sei nachfolgend anhand der Fig. 2
und 3 näher erläutert. Die Fig. 2 zeigt eine starke Ver
größerung, während die Fig. 3 einen weiter vergrößerten
Schnitt gemäß Linie III-III von Fig. 2 darstellt.
Das Material der Kollektorplatten 3 besitzt einen Kern 10
aus Polyurethanschaum mit offenen Poren 9. Die Porengröße
liegt bei etwa 600 bis 1000 µ, die Porenzahl beträgt etwa
10 bis 45 Poren pro Zoll (PPI) und die spezifische innere
Oberfläche liegt bei ca. 1200 m2/g. Derartige Schäume sind
kommerziell erhältlich.
Wie insbesondere der Fig. 3 zu entnehmen ist, ist der Kern
10 aus Polyurethanschaum mit einer Schicht 11 aus Aktiv
kohle imprägniert. Die Aktivkohleschicht 11 liegt jedoch
nicht frei, da hierdurch einerseits nicht die erforderli
che elektrische Leitfähigkeit erzielt würde und anderer
seits Brandgefahr bestünde. Aus diesem Grunde ist die Aktiv
kohleschicht 11 durch einen Sputtervorgang im Vakuum mit
einer metallischen Schicht 12 überzogen. Sie weist nicht
nur die erforderliche elektrische Leitfähigkeit sondern
zusätzlich katalytisch wirksame Funktionen auf. Hierzu be
sitzt sie die folgende Zusammensetzung:
80 Gew.-% | |
Aluminiumoxid (Al₂O₃) | |
6,6 Gew.-% | Silber (Ag) |
6,6 Gew.-% | Platin (Pt) |
6,6 Gew.-% | Rhodium (Rh) |
Bei alternativen Ausführungsformen der Erfindung besteht
die Metallschicht 12 aus Ruthenium (Ru) oder auch aus einer
Mischung (Legierung) aus gleichen Teilen an Platin (Pt)
und Rhodium (Rh) oder aus einer Mischung (Legierung) aus
gleichen Teilen an Platin (Pt) und Ruthenium (Ru).
Wie der Fig. 1 zu entnehmen ist, sind die Kollektorplatten
3 von einem Metallrahmen 5 gefaßt, der am Gehäuse 1 in ge
eigneter Weise befestigt ist, und der gleichzeitig dem An
schluß der Hochspannungsleitungen dient.
Die Funktion des beschriebenen elektrostatischen Filters
ist wie folgt:
Die zu reinigende Luft wird von dem in der Zeichnung nicht
dargestellten Gebläse im Sinne der Pfeile über den Luftein
laß 2 den Kollektorplatten 3 zugeführt und durchtritt die
se. Die elektrostatische Wirkung in den mit elektrischen
Feldern gefüllten Räumen zwischen den Kollektorplatten 3
tritt in bekannter Weise ein. Das heißt, in der Luft enthal
tene Schwebstoffe schlagen sich auf der äußeren, elektrisch
leitenden Metallschicht 12 des Materials, aus dem die
Kollektorplatten 3 bestehen, nieder. Die außerordentlich
hohe innere Oberfläche, welche der Kern 10 bereitstellt,
evtl. verstärkt durch eine zusätzliche Oberflächenstruktu
rierung der darüber aufgebrachten Schichten 11 und 12, sorgt
dafür, daß außerordentlich hohe Standzeiten des Filters
erzielbar sind, daß also sehr hohe Mengen an Schmutz gebunden
werden können. Beim Vorbeistreichen der Luft an der Metall
schicht 12 treten zudem deren katalytische Eigenschaften
in Funktion: Dabei werden insbesondere Kohlenmonoxid,
Nitrosegase (NO x ) und nicht verbrannte Kohlenwasserstoffe
(CH x ) nachverbrannt und in chemisch beständigere, weniger
schädliche im allgemeinen ebenfalls gasförmige Produkte
umgesetzt. Diese Funktion des beschriebenen elektrostatischen
Filters mußte bisher durch eine gesonderte Filterstufe
übernommen werden.
Die gereinigte Luft tritt dann aus dem Gehäuse 1 über eine
dem Lufteinlaß 2 gegenüberliegende, in der Zeichnung nicht
dargestellte, Öffnung aus.
Wenn sich die dem Lufteinlaß 2 am nächsten liegende Kollek
torplatte 3, die am stärksten mit Schmutz belastet wird,
im Laufe des Betriebes zusetzt, so vergrößert sich der an
ihr anliegende Druckabfall. Unter dem Einfluß dieses Druck
abfalles beginnt sich diese Kollektorplatte 3 auszubauchen
und nähert sich so weiter an die benachbarte, stromabwärts
liegende Kollektorplatte 3 an. Durch den verringerten Ab
stand bei gleichbleibender elektrischer Spannung erhöht
sich das elektrische Feld, was ein Ansteigen des Strom
flusses aus der Hochspannungsquelle 6 zur Folge hat. Das
elektrische Feld zwischen den beiden benachbarten Kollektor
platten 3 kann so hoch ansteigen, daß es zu elektrischen
Durchbrüchen oder Spitzenentladungen kommt. Dies spätestens
ist der Zeitpunkt, zu dem dann die Kollektorplatten ausge
tauscht und ggf. regeneriert werden müssen. Dieser Zeit
punkt wird durch einen charakteristischen Stromwert gekenn
zeichnet. Wird dieser Stromwert durch den Stromwächter 7
festgestellt, löst dieser einen Alarm 8 aus. Gleichzeitig
kann die Hochspannungsquelle 6 außer Funktion gesetzt wer
den.
Bei einem alternativen, in der Zeichnung nicht gesondert
dargestellten Ausführungsbeispiel des elektrostatischen
Filters besteht der Kern 10 des Materials, aus dem die Kol
lektorplatten 3 hergestellt sind, aus keramisiertem Poly
urethanschaum, der ebenfalls offene Poren 9 aufweist. Die
Daten für die Porenhäufigkeit und die innere Oberfläche
sind ähnlich wie beim oben beschriebenen ersten Ausfüh
rungsbeispiel. Eine gesonderte Imprägnierung mit Aktivkohle
ist in diesem Falle entbehrlich; die möglichen Zusammenset
zungen und die Art der Aufbringung der katalytisch aktiven
Metallschicht 12 stimmt jedoch mit dem ersten Ausführungs
beispiel überein.
Claims (16)
1. Elektrostatisches Filter zur Reinigung der Luft in In
nenräumen von Gebäuden, Fahrzeugen und dergleichen mit
einer Mehrzahl von Kollektorplatten, die abwechselnd an
die beiden Pole einer Hochspannungsquelle angeschlossen
sind und an denen sich in der Luft enthaltene Verunreini
gungen abscheiden, mit einem Gebläse, welches die Kollektor
platten mit der zu reinigenden Luft beaufschlagt, dadurch
gekennzeichnet, daß die Kollektorplatten (3) aus einem Ma
terial mit offenen Poren (9) mit hoher spezifischer innerer
Oberfläche besteht, das zumindest an seiner Oberfläche elek
trisch leitend ist.
2. Elektrostatisches Filter nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Größe der Poren (9) zwischen 100
und 2000 µ liegt.
3. Elektrostatisches Filter nach Anspruch 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Größe der Poren (9) zwischen 300
und 900 µ liegt.
4. Elektrostatisches Filter nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die spezifische
Porenzahl zwischen 10 und 100 pro Zoll (PPI) beträgt.
5. Elektrostatisches Filter nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die spezifische
innere Oberfläche des Materials der Kollektorplatten (3)
zwischen 500 und 2000 m2/g liegt.
6. Elektrostatisches Filter nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Material
der Kollektorplatten (3) einen Kern aus Kunststoffschaum
besitzt.
7. Elektrostatisches Filter nach Anspruch 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Kunststoffschaum ein Polyurethan
schaum ist.
8. Elektrostatisches Filter nach Anspruch 6 oder 7, da
durch gekennzeichnet, daß der Kunststoffschaum mit Ak
tivkohle imprägniert ist.
9. Elektrostatisches Filter nach Anspruch 6 oder 7, da
durch gekennzeichnet, daß der Kunststoffschaum kerami
siert ist.
10. Elektrostatisches Filter nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrisch
leitende Oberfläche der Kollektorplatten (3) aus kataly
tisch aktiver Substanz besteht.
11. Elektrostatisches Filter nach Anspruch 10, dadurch ge
kennzeichnet, daß die katalytisch aktive Substanz die
ungefähre folgende Zusammensetzung aufweist:
80 Gew.-%
Aluminiumoxid (Al₂O₃)
6,6 Gew.-% Silber (Ag)
6,6 Gew.-% Platin (Pt)
6,6 Gew.-% Rhodium (Rh)
12. Elektrostatisches Filter nach Anspruch 10, dadurch ge
kennzeichnet, daß die katalytisch aktive Substanz
Ruthenium (Ru) ist.
13. Elektrostatisches Filter nach Anspruch 10, dadurch ge
kennzeichnet, daß die katalytisch aktive Substanz eine
Mischung (Legierung) aus gleichen Teilen an Platin (Pt)
und Rhodium (Rh) ist.
14. Elektrostatisches Filter nach Anspruch 10, dadurch ge
kennzeichnet daß die katalytisch aktive Substanz eine
Mischung (Legierung) aus gleichen Teilen an Platin (Pt)
und Ruthenium (Ru) ist.
15. Elektrostatisches Filter nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Stromwächter
(7) vorgesehen ist, der den von der Hochspannungsquelle (6)
abgegebenen Strom überwacht und beim Überschreiten einer
bestimmten Stromstärke einen Alarm (8) oder eine andere
Hilfsfunktion auslöst.
16. Elektrostatisches Filter nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die zu reinigen
de Luft die Kollektorplatten (3) im wesentlichen senkrecht
durchströmt.
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE3802748A DE3802748A1 (de) | 1988-01-30 | 1988-01-30 | Elektrostatisches filter |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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DE3802748A DE3802748A1 (de) | 1988-01-30 | 1988-01-30 | Elektrostatisches filter |
Publications (2)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE3802748A1 true DE3802748A1 (de) | 1989-08-10 |
DE3802748C2 DE3802748C2 (de) | 1990-02-08 |
Family
ID=6346292
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE3802748A Granted DE3802748A1 (de) | 1988-01-30 | 1988-01-30 | Elektrostatisches filter |
Country Status (1)
Country | Link |
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DE (1) | DE3802748A1 (de) |
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Publication number | Publication date |
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DE3802748C2 (de) | 1990-02-08 |
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