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Die Erfindung betrifft einen Meldeschalter, der gewöhnlich als
Feuermeldeschalter verwendet werden kann, und der von
derjenigen Art ist, die als "von Hand betätigbare Meldestelle"
bekannt ist. Derartige Schalter sind in einem an einer Wand
angebrachten Kasten mit einer Vorderseite montiert, die ein
zerbrechliches Element aufweist. Ursprünglich war das
zerbrechliche Element eine Glasplatte, jedoch sind
befriedigendere Alternativen entwickelt worden. Die
Beschreibung der DE-C-615839, die verwendet worden ist, um den
Oberbegriff des Patentanspruchs 1 abzugrenzen, beschreibt eine
Notfall-Vorrichtung mit einer zerbrechbaren Glasplatte mit
getrennten zerbrechlichen Bereichen, die leicht zerbrochen
werden können. Das Ziel der Erfindung ist es, einen
verbesserten Schalter dieser Art bereitzustellen, der eine
bequeme Neueinstellung gestattet.
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Erfindungsgemäß ist ein Meldeschalter vorgesehen, umfassend
einen Kasten zum Anbringen an einer Wand; eine Stirnplatte für
den Kasten; ein zerbrechliches Element, das durch Drücken der
Stirnplatte zerbrochen werden kann, und eine als Folge der
Bewegung der Stirnplatte wegen des Zerbrechens des
zerbrechlichen Elements betätigte Schaltereinheit, wobei das
zerbrechliche Element eine Mehrzahl von zerbrechlichen
Bereichen umfaßt, die von ihm abgebrochen werden können, und
wobei ein Anschlagelement vorhanden ist, gegen das einer
dieser zerbrechlichen Bereiche drückt, so daß dieser
zerbrechliche Bereich durch Druck gegen die Stirnplatte
abgebrochen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die
zerbrechlichen Bereiche und das Anschlagelement relativ
zueinander beweglich sind, so daß der Schalter nach einem
Gebrauch neu eingestellt werden kann, indem man es so
einrichtet, daß das Anschlagelement mit dem nächsten
zerbrechlichen Bereich zusammenwirkt.
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Auf diese Weise wird eine Neueinstellung erleichtert.
Bevorzugt ist die besagte Bewegung eine Drehbewegung, wobei
die zerbrechlichen Bereiche um einen Kreis herum verteilt
sind. Alternativ kann die Bewegung jedoch geradlinig sein,
wobei die zerbrechlichen Bereiche in einer Linie angeordnet
sind.
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Die zerbrechlichen Bereiche können auf einem Körper angeordnet
sein, der relativ zu einem feststehenden Anschlag beweglich
ist. Alternativ kann der Anschlag relativ zu feststehenden
zerbrechlichen Bereichen beweglich sein. Bei einer
Ausführungsform der Erfindung sind die zerbrechlichen Bereiche
feststehend und bilden einen Teil der Stirnplatte. Der Begriff
"Körper" kann somit die Stirnplatte bedeuten.
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Zu Kontrollzwecken ist es wünschenswert, wenn man die
Stirnplatte in die Meldestellung drücken kann, ohne einen
zerbrechlichen Bereich zu zerbrechen. Dementsprechend sind
bevorzugt ein oder mehr Umgehungsbereiche zwischen den
zerbrechlichen Bereichen vorgesehen, wodurch sich der Körper
am Anschlag vorbeibewegen kann. Um den Schalter nach einer
Kontrolle neu einzustellen, ist es erforderlich, die
Stirnplatte zurückzuziehen und den Anschlag und den Körper
relativ zueinander zu bewegen, um die Platte mit Hilfe eines
zerbrechlichen Bereichs dem Anschlag gegenüber in Position zu
halten. Vorzugsweise ist eine spezielle Schlüssel- und
Mitnehmernut-Anordnung vorgesehen, um den Anschlag oder Körper
zu bewegen, und um die Platte zurückzuholen.
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Die Erfindung wird unter Bezugnahme auf die begleitenden
Zeichnungen weiter beschrieben, von denen:
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Fig. 1 eine Draufsicht auf einen Meldeschalter gemäß der
Erfindung ist;
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Fig. 2 ein Querschnitt des Schalters der Fig. 1 ist;
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Fig. 3 eine Draufsicht und eine Seitenansicht der Stirnplatte
des Schalters ist;
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Fig. 4 eine Stirnseitenansicht des Neueinstellungsschlüssels
für den Schalter ist;
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Fig. 5 eine Seitenansicht des Neueinstellungsschlüssels ist;
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Fig. 6 eine Draufsicht auf den Neueinstellungsschlüssel ist;
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Fig. 7 eine Draufsicht auf das zerbrechliche Element des
Schalters ist;
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Fig. 8 eine Seitenansicht des zerbrechlichen Elements ist;
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Fig. 9 eine Draufsicht auf den Rückholarm des Schalters ist;
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Fig. 10 eine Ansicht des Arms der Fig. 9 ist;
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Fig. 11 eine Abbildung einer alternativen Form des
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zerbrechlichen Elements und der Anschlaganordnung ist;
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Fig. 12 eine Draufsicht auf eine alternative Form der
Stirnplatte ist;
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Fig. 13 eine Seitenansicht der Stirnplatte der Fig. 12 ist;
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die Fig. 14 und 15 aufgebrochene perspektivische Ansichten
eines Meldeschalters gemäß einer anderen Ausführungsform der
Erfindung von verschiedenen Betrachtungspunkten aus sind; und
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die Fig. 16 bis 19 schematische Schaubilder von Stadien
einer Betätigung des Schalters sind.
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Bezugnehmend auf Fig. 1 umfaßt der Schalter einen Kasten zum
Anbringen an einer Wand mit einem Unterteil und einem Deckel
1. Eine durchsichtige Stirnplatte 2 aus Kunststoffmaterial ist
unmittelbar unterhalb des Deckel gelegen und wird durch eine
mittige Öffnung 3 im Deckel enthüllt. Ein zerbrechliches
Element 4 ist nahe der Oberseite des Kastens gelegen und
besitzt einen zerbrechlichen Bereich 5 hinter der Stirnplatte
2. Der Melder wird durch Drücken der Stirnplatte und Abrechen
des Bereichs 5 betätigt, woraufhin ein Schalter in einer Weise
betätigt wird, die beschrieben werden soll. Eine
Neueinstellung kann mittels eines in das quadratische Loch 6
im Element 4 eingeführten Neueinstellungsschlüssels erfolgen.
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Bezugnehmend auf Fig. 2 ist der Körper des Kastens bei 7
dargestellt und weist einen Mikroschalter 8 auf, der
benachbart zu einer aufrechten Wand 9 angebracht ist, die als
Drehpunkt für die Stirnplatte 2 dient, auf welcher diese nahe
einem Ende gehalten wird. Das andere Ende der Stirnplatte wird
von dem zerbrechlichen Bereich gehalten. Dieses andere Ende
kann als Anschlag betrachtet werden, der mit dem
zerbrechlichen Bereich 5 des Elements 4 zusammenwirkt. Der
Mikroschalter 8 wird mittels der Stirnplatte ausgeschaltet
gehalten; wenn jedoch die Stirnplatte gedrückt wird, so daß
der zerbrechliche Bereich abbricht, schwenkt sie, wobei die
Schalterkontakte den Kontakt herstellen und den Melder
betätigen.
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Fig. 2 zeigt eine Montagestütze 10, auf welcher das Element 4
so angebracht ist, daß es drehbar ist. Die Stütze weist
Schlitze 11 auf, durch welche ein Rückholarm 12 angebracht
ist, der durch eine Feder 13 vom Element 4 weg nach unten
gedrückt wird. Die Platte 2 besitzt zwei Seitenausleger,
welche den Arm 12 umfassen, von denen einer bei 14 dargestellt
ist. In einer Weise, die beschrieben werden soll, kann der Arm
12 mittels eines Neueinstellungsschlüssels zurückgezogen
werden, um die Stirnplatte anzuheben und den Schalter neu
einzustellen.
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Fig. 3 zeigt die Stirnplatte, die eine den Mikroschalter
betätigende Zunge 15 sowie Kerben 9a aufweist, die mit
Arretierungen auf dem oberen Ende der Wand 9 zusammenwirken.
Die Ausleger 14 sind ebenfalls dargestellt.
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Nunmehr bezugnehmend auf die Fig. 4 bis 6, weist der
Neueinstellungsschlüssel einen quadratischen Schaft 16 mit
einem abgesetzten Mittelteil 17 und einem Stirnteil 18 auf.
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Die Fig. 7 und 8 zeigen das zerbrechliche Element 4 mit
einem Körper 19 und einer quadratischen Platte 20, deren vier
Ecken die zerbrechlichen Bereiche 5 sind. Das Element kann
mittels des Neueinstellungsschlüssels gedreht werden, da der
quadratische Schaft des Schlüssels in das quadratische Loch 6
im Element paßt. Wenn durch Betätigung des Schalters eine Ecke
der Platte 20 abgebrochen worden ist, kann auf diese Weise
durch Drehen des Elements um 90º eine andere Ecke in Position
gebracht werden. Die Ecken sind durch die Stirnplatte hindurch
sichtbar, um zu zeigen, wenn der Schalter scharf gemacht ist.
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Die Abmessungen des Elements 4 sind derart, daß beim Drehen um
45º eine Seite der quadratischen Platte mit dem Rand der
Stirnplatte zum Fluchten gebracht wird, und die Stirnplatte
ist von der zerbrechlichen Platte 20 abgerückt. Somit kann die
Stirnplatte bewegt werden, um den Schalter zu Kontrollzwecken
zu betätigen.
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Der Rückholarm 12 ist in den Fig. 9 und 10 mit einem
mittigen Vorsprung 21 mit einem sternförmigen Loch 22
dargestellt. An den Enden des Arms sind erweiterte Bereiche 23
vorgesehen, die mit den Auslegern 14 der Stirnplatte
zusammenwirken. Der Stirnteil 18 des Neueinstellungsschlüssels
kann in das Loch 22 eingeführt werden, wenn der Schlüssel mit
dem Arm 12 fluchtet oder im rechten Winkel zum Arm
ausgerichtet ist, also wenn sich das Element 4 in der
scharfgemachten Position befindet. Durch Drehen des Schlüssels
um 45º nach dem Einführen in das Loch 22 kann der Arm 12
mittels des Schlüssel ergriffen und zurückgezogen werden,
womit die Stirnplatte zurückgezogen wird, da sich die
zerbrechliche Platte 20 nunmehr in der Kontrollposition
befindet. Ein weiteres Drehen des Schlüssels um 45º bringt
einen zerbrechlichen Bereich 5 unter die Stirnplatte 2 und
hält die Platte in Position. Der Schlüssel kann dann
zurückgezogen werden.
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Fig. 11 zeigt eine alternative Anordnung, wo die Stirnplatte
selbst mit den zerbrechlichen Bereichen versehen ist. Ein
Vorsprung 23 auf der Stirnplatte weist ein Loch 24 auf, in
welches hinein vier zerbrechlich Zähne 27 überstehen. Die
Stirnplatte wird durch Zusammenwirken von einem der Zähne mit
einem Anschlag 25, welcher das Ende eines Dreharms 26 ist, in
der scharfgemachten Position gehalten. Man wird sehen, daß
hier in Bezug zu der zuvor beschriebenen Anordnung die Rolle
des zerbrechlichen Elements und des Anschlags umgekehrt ist.
Hier ist es der Anschlag, der durch Drehung bewegt werden
kann, und nicht das zerbrechliche Element. In anderer Hinsicht
sind die Kontroll- und Neueinstellungs-Anordnung ähnlich.
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Die zerbrechlichen Bereiche können durch geeignete Wahl von
sprödem Material - zum Beispiel Kunststoff oder durch lokale
Schwächung, wie beispielsweise durch geringere Dicke oder
Einkerben zerbrechlich sein.
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Nunmehr bezugnehmend auf die Fig. 12 und 13, ist dort eine
alternative Anordnung für die Stirnplatte dargestellt. Bei
dieser Ausführungsform gibt es keine Zunge 15, jedoch dort ist
statt dessen ein Seitenausleger 15a vorhanden. Der
Mikroschalter (in den Fig. 12 und 13 nicht dargestellt) ist
bei dieser Ausführungsform mittig im Kasten angebracht, und in
Bezug zur Anordnung der Fig. 3 auf seiner Seite, und er wird
vom Ausleger 15a betätigt.
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Es sind keine Ausleger 14 vorhanden, sondern bei dieser
Ausführungsform steht die Platte unmittelbar mit dem
Rückholarm 12 im Eingriff. Diese Anordnung ermöglicht es, die
Einheit in einem flacheren Kasten unterzubringen.
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Bezugnehmend auf die Fig. 14 und 15 umfaßt der Schalter
einen Kasten zum Anbringen an einer Wand, mit einem Unterteil
107 und einem Deckel 101. Eine Stirnplatte 102 aus
Kunststoffmaterial, die unmittelbar unter dem Deckel gelegen
ist, wird durch eine mittige Öffnung 103 im Deckel enthüllt.
Eine drehbare Anschlagscheibe 104a mit einer Anschlagnase 104
ist unter einer Gruppe von zerbrechlichen Zähnen 105 gelegen,
die einen Teil der Stirnplatte 102 bilden. Der Melder wird
durch Drücken der Stirnplatte gegen die Nase 104 und Abbrechen
eines Zahns 105 an derselben betätigt, woraufhin ein Schalter
in einer Weise betätigt wird, die beschrieben werden soll.
Eine Neueinstellung kann mittels eines in das quadratische
Loch 106 im Element 104a eingeführten
Neueinstellungsschlüssels durchgeführt werden.
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Das Unterteil des Kastens ist bei 107 dargestellt, und weist
einen Mikroschalter 108 auf, der mit einem Ausleger 115a auf
der Stirnplatte zusammenwirkt. Die Stirnplatte schwenkt auf
einer Wand 109, auf der sie nahe einem Ende gehalten wird. Das
andere Ende der Stirnplatte wird von dem zerbrechlichen Zahn
gehalten. Der Mikroschalter 108 wird von der Stirnplatte
eingeschaltet gehalten; wenn jedoch die Stirnplatte gedrückt
wird, so daß der zerbrechliche Zahn abgebrochen wird, schwenkt
sie, so daß die Schalterkontakte einen Kontakt herstellen
(oder unterbrechen) und den Melder betätigen können.
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Die Stirnplatte weist einen Rückholarm 120 auf, der in Form
eines Bügels einstückig angeformt ist, wobei der Bügel einen
Ring 121 mit einem quadratischen Loch 122 einschließt (Fig.
16). Die Anschlagnase 104 weist ein ähnliches quadratisches
Loch 106 auf. Ein Neueinstellungsschlüssel 124 wird verwendet,
um die Stirnplatte zurückzuholen und den Melder nach einer
Betätigung oder Kontrolle neu einzustellen. Der
Neueinstellungsschlüssel besitzt einen quadratischen Schaft
125, der in das Loch 106 eingreift, einen quadratischen
Stirnteil 126, der in das Loch 122 eingreift, sowie einen
zylindrischen Mittelteil 127.
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Bezugnehmend auf Fig. 16, ist dort eine schematische Ansicht
des Melders in scharf gemachtem Zustand dargestellt. Die
Stirnplatte ruht an einem Ende auf der Wand 109 und am anderen
Ende mit Hilfe eines zerbrechlichen Zahns 105 auf der
Anschlagnase 104. Der Schalter 108 wird eingeschaltet
gehalten.
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Fig. 17 zeigt den Zustand des Melders, bei dem die
Stirnplatte gedrückt worden ist, um den Melder zu betätigen.
Der Zahn 105 ist gegen die Anschlagnase 104 abgebrochen
worden, wodurch die Stirnplatte herabfallen und der Schalter
108 schließen (öffnen) konnte, um den Melder zu betätigen.
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Die Fig. 18 und 19 zeigen, wie der Melder wieder
scharfgemacht wird. Der Neueinstellungsschlüssel wird durch
die Anschlagscheibe 104a eingeführt, und der Stirnteil 126
wird durch das Loch 122 eingeführt. Wenn der Stirnteil 126
vollständig durch das Loch 122 hindurchgetreten ist, wird der
Schlüssel um 45º gedreht. Dies ist wegen des zylindrischen
Mittelteils 127 möglich. Nach einem Drehen um 45º tritt der
Stirnteil des Schlüssels mit dem Ring 121 in Eingriff und
ermöglicht ein Zurückziehen der Stirnplatte. Die
Anschlagscheibe 104a ist um ein 45º gedreht worden, und die
Stirnplatte kann an der Nase 104 vorbeigezogen werden,
woraufhin eine weitere Drehung des Schlüssels um 45º die
Anschlagscheibe so dreht, daß die Nase unter dem nächsten
zerbrechlichen Zahn 105 plaziert wird, und den Stirnteil 126
mit dem Loch 122 fluchten läßt, so daß der Schlüssel
zurückgezogen werden kann, wobei der Melder dann neu
eingestellt worden ist, wie in Fig. 19 dargestellt.
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Um den Melder ohne ein Zerbrechen eines Zahns zu
kontrollieren, kann der Schlüssel verwendet werden, um die
Anschlagscheibe um 45º zu verdrehen, wodurch die Stirnplatte
nach innen fallen kann und den Schalter 108 schließt (oder
öffnet). Eine Neueinstellung wird wie oben beschrieben
erreicht.
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Da vier Zähne 105 vorhanden sind, sieht man, daß der Melder
viermal betätigt werden kann, bevor ein Ersatz der Stirnplatte
erforderlich ist.