DE3737469A1 - Verfahren zum annaehen eines aermelzuschnittes an ein bekleidungsteil - Google Patents
Verfahren zum annaehen eines aermelzuschnittes an ein bekleidungsteilInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Annähen
der Randzone eines Ärmelzuschnittes an die Randzone des
Ärmelausschnittes eines Bekleidungsteiles nach dem
Oberbegriff des Anspruches 1.
Die bisher bekannte Herstellungsweise zum Einnähen des
Ärmelzuschnittes in ein Bekleidungsteil besteht darin,
daß die Näherin fortlaufend aufeinanderfolgende
Abschnitte der zusammenzunähenden Randzonen der beiden
Nähgutteile übereinanderlegt und der Stichbildestelle der
Nähmaschine zuführt. Diese Maßnahme ist sehr aufwendig
und erfordert besonderes Geschick der Näherin.
Zum Vernähen von Nähgut mit gekrümmter Kontur auf
mechanisierten Nähanlagen muß das Nähgut oder die
Nähmaschine nicht nur in der üblichen Transportrichtung
sondern auch quer dazu bewegt werden. Dies ergibt
insbesondere bei größeren Werkstücken komplizierte
Transportverhältnisse. Zum Einnähen eines
Ärmelzuschnittes in einen Ärmelausschnitt eines
Bekleidungsteiles fehlen aber dazu die Voraussetzungen,
weil die zu vernähenden Randzonen der beiden Teile zur
Erzielung einer späteren räumlichen Ausbildung völlig
unterschiedliche Konturen aufweisen. Ein Zusammennähen
der Randzonen der beiden Teile ist daher bei normaler
Einspannung in Stoffklammern nicht möglich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Randzonen
der beiden miteinander zu verbindenden Nähgutteile so zu
gestalten, daß sie sich durch eine einfache Naht
vernähen lassen.
Diese Aufgabe wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren
des Anspruchs 1 durch dessen kennzeichnende Merkmale
gelöst. Dadurch ist nunmehr ein Annähen des
Ärmelzuschnittes in den Ärmelausschnitt des
Bekleidungsteiles durch eine geradlinige
Relativbewegung zwischen der Nähmaschine und den
Nähgutteilen möglich, so daß der Nähvorgang auf einer
vollmechanisierten Näheinrichtung ausführbar ist. Das
Verfahren geht dabei von der Voraussetzung aus, daß der
Außenbogen des Ärmelzuschnittes im wesentlichen
kreisförmig gestaltet ist.
Eine vorteilhafte Weiterbildung des Verfahrens zur
Überführung der durch Innenkurven gebildeten Randzonen
der Nähgutteile in eine Gerade ist in Anspruch 2
angegeben.
Durch die in den Ansprüchen 3 bis 5 angegebenen
Merkmale wird die Möglichkeit geschaffen, das Vernähen
der vorgeformten Randzonen der Nähgutteile weitgehend
zu vereinfachen und zu automatisieren.
Die Merkmale nach den Ansprüchen 6 bis 9 enthalten
besonders günstige Ausbildungen der Nähgutklammern zur
Abwandlung des an sich kurvenförmigen Randes des
Nähgutes in gerade Linien.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der
Anordnung zur Ausführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens dargestellt. Es zeigt:
Fig. 1 eine schematische Draufsicht auf die
Nähanordnung,
Fig. 2 eine vergrößerte Darstellung der Draufsicht auf
die Stoffklammer zur Verformung des
Ärmelausschnittes des Bekleidungsteiles,
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III der Fig. 2,
Fig. 4 eine Draufsicht auf die Stoffklammer zur Aufnahme
des Ärmelzuschnittes,
Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie V-V der Fig. 4,
Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie VI-VI der Fig. 1,
Fig. 7 eine Seitenansicht auf den Drehantrieb bei
aufgesetzter Stoffklammer,
Fig. 8 eine Draufsicht auf die Nähanordnung mit den
beiden Zuschnitteilen unmittelbar vor dem
Nähvorgang und
Fig. 9 eine der Fig. 8 entsprechende Darstellung mit
teilweise fertiggestellter Naht.
Die in Fig. 1 in einer schematischen Draufsicht
dargestellte Näheinheit enthält ein Gestell (1), eine
Nähmaschine (2), eine Nähgutklammer (3) für ein
Bekleidungsteil (B), einen Drehantrieb (4) für eine
Nähgutklammer (5) (siehe Fig. 4) zur Aufnahme eines
Ärmelzuschnittes (A).
Die Nähmaschine (2) ist auf einem Schlitten (6)
befestigt, der auf zwei im Gestell (1) angeordneten
Führungsstangen (7) verschiebbar gelagert ist. Die
Verschiebung des Schlittens (6) erfolgt in an sich
bekannter, nicht dargestellter Weise über eine zwischen
den Führungsstangen (7) angeordnete Kette (8).
Im Gestell (1) sind zwei weitere Führungsstangen (9)
befestigt, auf denen ein Schlitten (10) quer zu dem
Schlitten (6) verschiebbar gelagert ist. Die
Verschiebung des Schlittens (10) erfolgt über eine
zwischen den Führungsstangen (9) angeordnete Kette (11).
Auf dem Schlitten (10) ist die Nähgutklammer (3) (Fig.
2 und 3) an Lagern (12) schwenkbar gelagert. Die
Klammer (3) besteht aus einer Grundplatte (13), einer
durch Distanzbolzen (14) im Abstand davon gehaltenen
Deckplatte (15), zwei dazwischen angeordneten
Zahnsegmenten (16 und 17) und einer Rollenkette (18).
Diese liegt mit ihren Rollen (19) zwischen Zähnen (20)
der Zahnsegmente (16 und 17), wenn diese in ihrer in
Fig. 2 dargestellte Ausgangsstellung verschwenkt sind.
Durch ein Zahnstück (21), das in Aussparungen (16 a und
17 a) der Zahnsegmente (16 und 17) angeordnet ist und
das zwischen zwei Rollen (19) der Rollenkette (18)
ragt, wird diese in ihrem mittleren Teil fixiert. Das
Zahnstück (21) ist durch eine Schraube (22) mit der
Deckplatte (15) fest verbunden.
Zur Führung der Zahnsegmente (16 und 17) dienen Schlitze
(23 bis 26), die sowohl in der Grundplatte (13) als auch
in der Deckplatte (15) vorgesehen sind und in die in den
Zahnsegmenten (16 und 17) befestigte Bolzen (27 bis 30)
ragen. Die Bolzen (27 und 29) sind dabei nach oben
verlängert und mit Handgriffen (31 und 32) versehen.
Die Wälzlinie der Zähne (20) der beiden Zahnsegmente
(16 und 17) entspricht der Kontur der Randzone des
Ärmelausschnittes des Bekleidungsteiles (B).
Die Grundplatte (13) der Klammer (3) trägt auf ihrer
Unterseite einen Lagerbügel (35), der mit einer durch
einen Durchbruch (36) in der Tischplatte (10 a) des
Schlittens (10) ragenden Kolbenstange (37) eines
Pneumatikzylinders (38) verbunden ist. Dieser ist an
einem am Schlitten (10) befestigten Träger (39)
schwenkbar gelagert. Eine zwischen dem Schlitten (10)
und der Grundplatte (13) angeordnete durch Zapfen (40 a
und 40 b) geführte Feder (41) hält die Klammer (3)
normal in ihrer angehobenen Stellung.
Die Rollen (19) der Kette (18) sind nach unten mit
elastischen, zapfenförmigen Klemmelementen (42)
verbunden, die sich beim Absenken der Klammer (3) auf
die Randzone des Bekleidungszuschnittes (B) aufliegen
und sie festklemmen. Zum Anlegen der zu vernähenden
Randzone des Bekleidungszuschnittes (B) unter die
Klemmelemente (42) ist ein der Kontur des
Ärmelausschnittes entsprechender Anschlagwinkel (43)
auf dem Schlitten (10) aufgeschraubt.
Zur Aufnahme des Ärmelzuschnittes (A) dient die
Nähgutklammer (5) (Fig. 4 und 5). Ihre Randkante (45 a)
zur Aufnahme des der späteren Nahtzone des
Ärmelzuschnittes (A) benachbarten Bereiches ist im
Bereich des Innenbogens des Ärmelzuschnittes (A) der
Kreisbogenform dieses Innenbogens entsprechend
ausgebildet. An die kreisbogenförmige Randkante (45 a)
schließen sich die Ränder (45 b und 45 c) tangential an.
Die Nähgutklammer (5) weist einen Bügel (50) auf, der zum
Festklemmen des der anzunähenden Randzone benachbarten
Bereiches des Ärmelzuschnittes (A) dient. Dabei wird
der Bügel (50) durch zwei Drehfedern (51 a und 51 b) nach
unten gedrückt.
Die Nähgutklammer (5) ist mit einem im Mittelpunkt
ihrer kreisbogenförmigen Randkante (45 a) angeordneten
Zapfen (52) versehen, der Sechskantprofil aufweist und
damit zum lagegerechten Fixieren auf einem separaten
Arbeitstisch (53) dient. Der Arbeitstisch (53) ist zur
Aufnahme des Zapfens (52) mit einer Bohrung (54)
versehen, die ebenfalls Sechskantprofil aufweist.
Auf dem Arbeitstisch (53) ist ein Anschlagwinkel (58)
befestigt, der die Kontur der anzunähenden Randzone des
Ärmelzuschnittes (A) aufweist und an den diese sich
beim Auflegen auf die Nähgutklammer (5) anlegt. Hinter
dem mittleren Teil des Anschlagwinkels (58) ist auf dem
Arbeitstisch (53) ein Lagerbock (59) befestigt, an dem
ein Bügel (60) auf einer Achse (61) gelagert ist. Der
Bügel (60) weist Arme (62) auf, an denen eine
Klemmleiste (63) befestigt ist, deren Form dem
Innenteil der Randzone des Ärmelzuschnittes (A)
entsprechend kreisbogenförmig ausgebildet ist. Die
Klemmleiste (63) legt sich beim Absenken auf den
mittleren Teil der Randzone des Ärmelzuschnittes (A)
auf.
Am Bügel (60) ist eine Gabel (64) befestigt, die mit der
Kolbenstange (65) eines Pneumatikzylinders (66)
verbunden ist. Dieser ist an einem Lagerarm (67) des
Lagerbockes (59) angelenkt.
Seitlich des Lagerbockes (59) ist auf dem Arbeitstisch
(53) je eine Trägerplatte (70) (Fig. 4 und 6)
vorgesehen, die ein der Verformung des seitlichen
Randbereiches der anzunähenden Randzone dienende
Anordnung trägt. Die Trägerplatte (70) ist dazu auf
einer Kolbenstange (71) eines Pneumatikzylinders (72)
befestigt. Dieser ist in geeigneter Weise unterhalb des
Arbeitstisches (53) angeordnet, wobei die Kolbenstange
(71) eine Bohrung in dem Arbeitstisch (53) durchragt.
Auf der Trägerplatte (70) ist ein Winkelstück (74)
aufgeschraubt, an dessen freiem nach oben ragenden
Schenkel das eine Ende einer Blattfeder (75) befestigt
ist, deren anderes Ende mit der Kolbenstange (76) eines
Pneumatikzylinders (77) verbunden ist. Dieser ist auf
der Trägerplatte (70) gelagert. Die Blattfeder (75),
die um ihre Befestigung an dem Winkelstück (74)
schwenkbar ist, trägt in ihrem unteren Randbereich eine
elastische Klemmleiste (78). Die Anordnung ist dabei so
getroffen, daß sich die beiden Klemmleisten (78) nach
dem Absenken ihrer Trägerplatten (70) auf die zu
vernähende seitliche Randzone des Ärmelzuschnittes (A)
hinter dem Anschlagwinkel (58) auflegen.
Das Gestell (1) (Fig. 1) trägt eine Tischplatte (1 a)
zur Auflage des Bekleidungsteiles (B), wenn dieses mit
seiner zu vernähenden Randzone gegen den Anschlagwinkel
(43) auf dem Schlitten (10) angelegt wird. Seitlich
davon ist die Tischplatte (1 a) ausgeschnitten, um zwei
Führungsstangen (79) aufzunehmen, die einen
verschiebbaren Schlitten (80) tragen. In diesem ist das
Ende einer Klemmschiene (81) senkrecht verschiebbar
gelagert, deren Verschiebung durch einen unterhalb des
Schlittens (80) befestigten, nicht dargestellten
Pneumatikzylinder gesteuert wird. Die horizontale
Verschiebebewegung des Schlittens (80) auf den
Führungsstangen (79) bewirkt ein Motor (82) über eine
Kette (83), deren Enden an dem Schlitten (80) befestigt
sind.
Seitlich von der Auflagefläche für den
Bekleidungszuschnitt (B) ist der Drehantrieb (4) für
die Nähgutklammer (5) auf der Tischplatte (1 a) montiert.
Der Drehantrieb (4) (Fig. 1 und 7) enthält eine auf der
Tischplatte (1 a) befestigte Lagerstütze (85), in der
zwei Führungsstangen (86) verschiebbar gelagert sind.
Die Enden der Führungsstangen (86) sind einerseits mit
einem Träger (87) und andererseits mit einem
Verbindungsstück (88) verbunden. An dem
Verbindungsstück (88) ist eine Kette (89) befestigt,
die über ein an der Lagerstütze (85) gelagertes
Kettenrad (90) läuft und von einem Antriebsrad (91)
eines Motors (92) antreibbar ist, der ebenfalls auf
der Tischplatte (1 a) befestigt ist.
An dem Träger (87) ist ein Schrittmotor (97) befestigt,
dessen Welle (95) mit einer Auflageplatte (96)
verbunden ist. Die Welle (95) enthält eine axiale
Bohrung (98), die als Sechskant zur Aufnahme des
Zapfens (52) an der Nähgutklammer (5) für den
Ärmelzuschnitt (A) ausgebildet ist.
Im folgenden werden die Arbeitsschritte zum Einspannen,
zur Manipulation und zum Übergeben des Nähgutes an die
Nähposition sowie der eigentliche Nähvorgang
beschrieben.
In der Fig. 1 ist die Nähgutklammer (3) in ihrer
angehobenen Ausgangslage dargestellt, wobei der
Schlitten (10) in seiner an die Tischplatte (1 a)
herangefahrenen Position steht. Die Bedienungsperson
hat das Bekleidungsteil (B) auf die Tischplatte (1 a)
aufgelegt und die zu vernähende Randzone des
Ärmelausschnittes (A) an den Anschlagwinkel (43)
angelegt. Die Klemmschiene (81) befindet sich dabei
entgegen der Darstellung noch in ihrer rechten
Endstellung in angehobener Lage.
Nunmehr wird die Klammer (3) durch Einschalten des
Pneumatikzylinders (38) abgesenkt und die Klemmelemente
(42) legen sich auf die Randzone des Bekleidungsteiles
(B) auf. Die Bedienungsperson verschwenkt die
Zahnsegmente (16 und 17), indem sie die Handgriffe (31
und 32) auseinander zieht. Dabei bewegen sich die
Bolzen (27 bis 30) in ihren Schlitzen (23 bis 26) und
bewirken ein Abrollen der Zahnsegmente (16 und 17)
entlang der Rollenkette (18). Die Form der Schlitze (23
bis 26) ist dabei so gewählt, daß die Rollenkette (18)
im ausgeschwenkten Zustand der beiden Zahnsegmente (16
und 17) eine Gerade bildet. Diesen Zustand zeigt die
strichpunktierte Darstellung der Zahnsegmente (16, 17)
und der Rollenkette (18) in den Fig. 1 und 2. Das
Zahnstück (21), das bereits in dieser Geraden in die
Rollenkette (18) eingreift, bewirkt dabei eine
seitliche Fixierung der Kette (18). Mit der Rollenkette
(18) verschieben sich auch die Klemmelemente (42) und
bewirken eine Verlagerung der eingespannten Randzone
des Bekleidungsteiles (B) in eine Gerade unmittelbar
außerhalb des Randes der Tischplatte (1 a).
Die Klemmschiene (81) wird durch Antrieb des Motors
(82) nach links über das Bekleidungsteil (B) verschoben
und der nicht dargestellte Pneumatikzylinder für die
Vertikalbewegung der Klemmschiene (81) eingeschaltet,
so daß diese das Bekleidungsteil (B) unmittelbar neben
seiner in die Gerade verlagerten Randzone auf der
Tischplatte (1 a) festklemmt. Die Klammer (3) wird nach
Ausschalten des Pneumatikzylinders (38) durch die Feder
(41) angehoben und der Schlitten (10) fährt in seine
zurückgezogene Stellung.
Inzwischen legt die Bedienungsperson den Ärmelzuschnitt
(A) auf die auf dem Arbeitstisch (53) (Fig. 4 bis 6)
angeordnete Nähgutklammer (5) so auf, daß die zu
vernähende Kante an dem Anschlagwinkel (58)
anliegt.Durch Einschalten des Pneumatikzylinders (66)
senkt sich die Klemmleiste (63) auf den mittleren Teil
der Randzone des Ärmelzuschnittes (A). Anschließend
werden die unterhalb des Arbeitstisches (53)
befestigten Pneumatikzylinder (72) eingeschaltet, die
auf die jeweilige Tragplatte (70) einwirken und damit
die daran befestigten Klemmleisten (78) auf die beiden
seitlichen Randzonen absenken. Danach werden die
Pneumatikzylinder (77) eingeschaltet, wodurch die von
den Klemmleisten (78) gehaltenen beiden seitlichen
Randzonen zur Nähgutklammer (5) hin verschoben werden.
Sie bilden dann tangential an den kreisbogenförmigen
Mittelabschnitt der Randzone verlaufende gerade
Abschnitte. Das hinter den seitlichen Randzonen
liegenden Gewebe legt sich dabei in Falten und wird
durch Absenken des Bügels (50) auf den Ärmelzuschnitt
(A) festgeklemmt.
Nach Umschalten des Pneumatikzylinders (66) und der
Pneumatikzylinder (72) werden die Klemmleisten (63 und
78) angehoben. Nach Umschalten des Pneumatikzylinders
(77) bewegen sich die Blattfedern (75) wieder in ihre
Ausgangslage zurück.
Die Bedienungsperson überführt nunmehr die
Nähgutklammer (5) von ihrer Position auf dem
Arbeitstisch (53) auf die Auflageplatte (96) am
Tragkörper (87) des Drehantriebes (4). Der Tragkörper
(87) wurde inzwischen durch Einschalten des Motors (91)
in seine linke Endstellung über das Bekleidungsteil (B)
gefahren. Die Bedienungsperson legt die Nähgutklammer
(5) durch Einführen des Zapfens (52) in die Bohrung
(98) auf die Auflageplatte (96) so auf, daß die linke
anzunähende gerade Randzone des Ärmelzuschnittes (A)
den linken Teil der Randzone des Bekleidungsteiles (B)
überdeckt, wie die Fig. 8 zeigt. Durch die
sechskantförmige Ausbildung von Zapfen (52) und Bohrung
(98) wird die Drehlage der Nähgutklammer (5) auf der
Auflageplatte (96) gesichert.
Während nun die Nähmaschine (2) entlang des Randes der
Tischplatte (1 a) verschoben wird, beginnt der Nähvorgang
sobald die beiden Randzonen von Bekleidungsteil (B) und
Ärmelzuschnitt (A) in die Stichbildestelle einlaufen.
Gleichzeitig wird der Motor (82) angetrieben, der die
Klemmschiene (81) über den Schlitten (80) synchron mit
der Bewegung der Nähmaschine (2) nach rechts verschiebt
und so den Klemmbereich neben der vernähten Randzone des
Bekleidungsteiles (8) freigibt.
Nachdem die Nähmaschine (2) den geraden Teil der
Randzone des Ärmelzuschnittes (A) vernäht hat, betätigt
sie einen nicht dargestellten Endschalter, der sowohl den
Schrittmotor (97) als auch den Motor (92) einschaltet.
Der Schrittmotor (97) verdreht die Nähgutklammer (5)
über die Welle (95), während der Motor (92) über die
Kette (89) die Nähgutklammer (5) synchron mit der
Vorschubgeschwindigkeit der Nähmaschine (2) verschiebt,
so daß die Randzone des mittleren kreisbogenförmigen
Teiles des Ärmelzuschnittes (A) mit dem mittleren Teil
der Randzone des Bekleidungsteiles (B) vernäht wird
(Fig. 9). Sobald die Nähgutklammer (5) mit ihrer
Stellung (II) unter die Stichbildestelle der
Nähmaschine (2) verschwenkt wurde, wird der nicht
dargestellte Endschalter wieder abgeschaltet, so daß
Schrittmotor (97) und Motor (92) abgeschaltet werden.
Nunmehr wird der rechte gerade Teil der Randzone des
Ärmelzuschnittes (A) an die entsprechende Randzone des
Bekleidungsteiles (B) genäht, worauf die Nähgutklammer
(5) mit den zusammengenähten Teilen entnommen werden
kann und die einzelnen Antriebsaggregate wieder in ihre
Ausgangsstellung zurückfahren.
Claims (9)
1. Verfahren zum Annähen eines Ärmelzuschnittes an die
Randzone des Ärmelausschnittes eines
Bekleidungsteiles, gekennzeichnet durch folgende
Merkmale:
- a) Die an einen kreisförmig gestalteten Außenbogen anschließenden Randzonen der zu vernähenden Kontur des Ärmelzuschnittes (A) werden in eine den Außenbogen tangierende Gerade verformt und in dieser Form fixiert,
- b) die Randzone des Ärmelausschnittes des Bekleidungsteiles (B) wird in eine Gerade verformt und in dieser Form fixiert,
- c) die vorderen Bereiche der Randzonen des Bekleidungsteiles (B) und des Ärmelzuschnittes (A) werden in eine vorgegebene im wesentlichen deckungsgleiche Relativlage gebracht,
- d) die beiden Randzonen des Bekleidungsteiles (B) und des Ärmelzuschnittes (A) werden durch eine geradlinig verlaufende Naht miteinander verbunden, und
- e) während der Nahtbildung im Bereich der Kreiskontur wird der Vorschubbewegung des Ärmelzuschnittes (A) eine diesen auf dem Bekleidungsteil (B) abwälzende Drehbewegung überlagert.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die die Innenkurven bildenden Randzonen des
Bekleidungsteiles (B) und des Ärmelzuschnittes (A)
zur Verformung in eine Gerade in eine Nähgutklammer
(3, 5) mit relativ zueinander bewegbaren
Klemmelementen eingespannt werden, die von einer den
gekrümmten Verlauf der jeweiligen Randzone
erfassenden Einspannstellung in eine eine Gerade
bildende Übergabestellung für ein Klemmittel (81,
50) bewegbar sind.
3. Näheinheit zur Durchführung des Verfahrens nach
Anspruch 1 oder 2, mit einer den Ärmelzuschnitt (A)
aufnehmenden Nähgutklammer, dadurch gekennzeichnet,
daß diese mit einem über das fixierte Bekleidungsteil
(B) verfahrbaren Drehantrieb (4) kuppelbar ist.
4. Näheinheit nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kupplungsverbindung zwischen der
Nähgutklammer (5) und dem Drehantrieb (4) über eine
Schaftkupplung (52, 98) erfolgt.
5. Näheinheit zur Durchführung des Verfahrens nach
Anspruch 1 oder 2, mit einer die Randzone des
Ärmelausschnittes des Bekleidungsteils fixierenden
Klemmschiene, dadurch gekennzeichnet, daß die
Klemmschiene (81) zum Vernähen der zur Geraden
geformten Randzone des Bekleidungsteiles (B) mit dem
kreisbogenförmigen Teil der Randzone des
Ärmelzuschnittes (A) mit einem synchron zum
Nähtransport arbeitenden Antrieb (82) verbunden ist.
6. Nähgutklammer zur Ausführung des Verfahrens nach
Anspruch 1 oder 2 mit einer Mehrzahl von
Klemmelementen, welche zur Einspannung eines
parallel zu einer bogenförmigen Randzone ver
laufenden Bereiches des Nähgutes vorgesehen sind,
dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Teil der
Klemmelemente (42, 78) auf einem Tragmittel (18, 75)
befestigt ist, welches zwischen einer einen
gekrümmten Verlauf aufweisenden Einspannstellung und
einer eine Gerade bildenden Übergabestellung
bewegbar ist.
7. Nähgutklammer nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß das Tragmittel eine Rollenkette
(18) ist, deren Bewegung durch in der Nähgutklammer
(3) geführte Zahnsegmente (16, 17) erfolgt, deren in
die Rollenkette (18) eingreifenden Zähne (20) eine
der Kontur der zu vernähenden Randzone des Nähgutes
entsprechende Wälzlinie aufweist.
8. Nähgutklammer nach Anspruch 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Rollenkette (18) in ihrem
Mittelteil durch ein in der Geraden angeordnetes
Zahnstück (21) fixiert ist, das fest mit der
Nähgutklammer (3) verbunden ist und daß die Enden
der Rollenkette (18) an je einem der beiden
Zahnsegmente (16, 17) befestigt sind.
9. Nähgutklammer nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß das Tragmittel eine Blattfeder
(75) ist, deren eines Ende in der Geraden fixiert ist
und deren anderes Ende zwischen den beiden
Einspannstellungen bewegbar ist.
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