DE3730816C2 - - Google Patents
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16K—VALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
- F16K11/00—Multiple-way valves, e.g. mixing valves; Pipe fittings incorporating such valves
- F16K11/02—Multiple-way valves, e.g. mixing valves; Pipe fittings incorporating such valves with all movable sealing faces moving as one unit
- F16K11/06—Multiple-way valves, e.g. mixing valves; Pipe fittings incorporating such valves with all movable sealing faces moving as one unit comprising only sliding valves, i.e. sliding closure elements
- F16K11/072—Multiple-way valves, e.g. mixing valves; Pipe fittings incorporating such valves with all movable sealing faces moving as one unit comprising only sliding valves, i.e. sliding closure elements with pivoted closure members
- F16K11/076—Multiple-way valves, e.g. mixing valves; Pipe fittings incorporating such valves with all movable sealing faces moving as one unit comprising only sliding valves, i.e. sliding closure elements with pivoted closure members with sealing faces shaped as surfaces of solids of revolution
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Multiple-Way Valves (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein sanitäres Einhebel-Mischventil mit
einem Gehäuse, mit einer ersten Steuerscheibe, welche im Gehäuse
feststeht und jeweils eine Einlaßöffnung für Warm- und Kaltwasser
enthält; mit einer zweiten Steuerscheibe, welche gegenüber
der feststehenden Steuerscheibe in zwei aufeinander senkrecht
stehenden Richtungen linear beweglich ist, wobei eine Verschiebung
in der ersten Richtung eine Veränderung der Menge und
in der zweiten Richtung eine Veränderung der Temperatur des
ausfließenden Mischwassers bewirkt; mit einem ausschließlich
in einer Ebene verschwenkbaren und um seine eigene Achse verdrehbaren
Stellschaft, mit einer verschwenkbaren Hülse, innerhalb
welcher der Stellschaft koaxial drehbar geführt ist; mit
einem Mechanismus, der eine Drehbewegung des unteren Endes
des Stellschafts in eine Linearbewegung der beweglichen Steuerscheibe
entlang der zweiten Richtung umsetzt.
Derzeit hat sich auf dem Markt eine Art von Einhebel-Mischventilen
durchgesetzt, bei denen eine bewegliche Steuerscheibe gegenüber
einer feststehenden Steuerscheibe eine kombinierte Dreh- und
Linearbewegung durchführt. Die Drehbewegung führt zu einer
Veränderung der Temperatur, die Linearbewegung zu einer Veränderung
der Menge des ausfließenden Mischwassers. Diese Bewegungen
werden über einen Stellschaft bewirkt, der einerseits
um eine im wesentlichen horizontale Achse verschwenkbar und
andererseits um eine im wesentlichen senkrechte Achse verdrehbar
ist; die Schwenkbewegung des Stellschaftes ist also in
verschiedenen Ebenen, welche die senkrechte Achse enthalten,
möglich. Die Drehbewegung der beweglichen Steuerscheibe bereitet
jedoch insofern Schwierigkeiten, als die notwendigen
Überdeckungen der beiden Steuerscheiben zu einer Mindestgröße
des Scheibendurchmessers bei gewünschter Literleistung führen,
die man gerne unterschreiten würde. Darüber hinaus ist die
Charakteristik dieser Einhebel-Mischventile nicht exakt linear;
das Mischungsverhältnis bleibt also nicht exakt konstant, wenn
die Menge des auslaufenden Mischwassers verändert wird.
Unter dem Gesichtspunkt der Scheibenabmessungen sowie der Linearität
wäre eine solche Führung der beweglichen Steuerscheibe
optimal, bei der sie zwei aufeinander senkrecht stehende Linearbewegungen
durchführt. Ein Beispiel hierfür ist in der US-PS
26 01 966 beschrieben. Hier werden die beiden Linearbewegungen
dadurch bewirkt, daß der Stellschaft selbst um zwei vorbestimmte,
aufeinander senkrecht stehende Ebenen verschwenkbar ist. Diese
Bedienungsart entspricht jedoch nicht dem, was der Verbraucher
gewohnt ist, und ist daher auf dem Markt nicht durchzusetzen.
In der DE-PS 27 38 461 ist ein sanitäres Einhebel-Mischventil
beschrieben, bei dem die Scheiben zwar die gewünschten Bewegungen
durchführen, dabei aber senkrecht stehen. Die Verschiebung
der beweglichen Steuerscheibe in einer der beiden Richtungen
wird durch eine diese Scheibe vollständig umgreifende
Hülse bewirkt, welche eine innere Kurvenfläche aufweist. Das
hier beschriebene Mischventil erfüllt zwar alle Anforderungen
an die Linearität der Charakteristik, baut jedoch aufgrund
der äußeren Hülse verhältnismäßig groß. Außerdem ist durch
die senkrechte Anordnung der Scheiben eine vollständig andere
Geometrie als bei gebräuchlichen Einhebel-Mischventilen gegeben,
so daß der Einsatz derartiger Mischventile eine vollständig
neu konstruierte Armatur erforderlich machen und sich auch
im äußeren Design dieser Armatur niederschlagen würde.
Demzufolge wurden verschiedene Bemühungen unternommen, ein
sanitäres Einhebel-Mischventil zu schaffen, bei dem die Scheiben
einerseits horizontal liegen, bei dem andererseits die bewegliche
Steuerscheibe zwei aufeinander senkrecht stehende Linearbewegungen
ausführen und bei dem schließlich die Betätigung
über den Stellschaft durch eine Verdrehung zur Veränderung
der Temperatur und durch eine Verschwenkung zur Veränderung
der Menge des Mischwassers führt. Ein Beispiel hierfür findet
sich in der DE-OS 27 37 479. Hier ist die Schwenkbewegung des
Stellschaftes auf eine Ebene beschränkt; außerdem läßt sich
der Stellschaft um seine eigene Achse verdrehen. Hierzu ist
er mit einem Kugelbereich im Gehäuse gelagert; ein geeigneter
Schlitz in einem gehäusefesten Teil legt die Schwenkebene des
Stellschaftes fest. Das untere Ende des Stellschaftes greift
in konventioneller Weise in eine Mitnahmeöffnung der beweglichen
Steuerscheibe ein. Wird der Stellschaft in seiner zugelassenen
Ebene verschwenkt, so bewirkt die Mitnahmeverbindung
am unteren Ende des Stellschaftes eine Verschiebung der beweglichen
Steuerscheibe in der Richtung, in welcher die Menge
des ausfließenden Mischwassers verändert wird. Bei dem aus
der DE-OS 27 37 479 bekannten Einhebel-Mischventil wird nun
versucht, die Drehbewegung des Stellschaftes um seine eigene
Achse dadurch abzukoppeln, daß der Stellschaft in einem mittleren
Bereich mit einem Vierkant versehen ist. Dieser Vierkant
durchsetzt eine komplementäre Öffnung einer horizontal liegenden
Scheibe, welche mit einem exzentrisch angeordneten Mitnahmefinger
ebenfalls von oben her in die bewegliche Steuerscheibe
eingreift. Der Gedanke ist, daß sich die horizontale
Scheibe bei der Verdrehung des Stellschaftes mitdrehen soll,
wobei dann der exzentrische Mitnahmefinger eine Kreisbewegung
durchführt. Durch einen geeignet ausgebildeten Schlitten ist
die Bewegung der beweglichen Steuerscheibe auf zwei zueinander
senkrecht stehende Richtungen beschränkt. Auf diese Weise soll
die Drehbewegung der horizontalen Scheibe in eine entsprechende
Linearbewegung der beweglichen Scheibe umgesetzt werden. Tatsächlich
ist aber das geschilderte Konzept nicht funktionsfähig,
da die horizontale Scheibe sich nur dann in der gewünschten
Weise verdrehen läßt, wenn die Achse des Stellschaftes senkrecht
zu ihr steht; ist die Achse dagegen geneigt, läßt sich die
horizontale Scheibe nicht mehr in der gewünschten Weise verdrehen.
Selbst dann, wenn der Stellschaft senkrecht zu der horizontalen
Scheibe steht, lassen sich Rückwirkungen der Drehbewegung,
die ja zu einer Bewegung entlang nur einer Richtung führen
sollen, auf die andere Richtung nicht vermeiden; diese Rückwirkungen
müssen durch Kraftaufwand am Stellschaft kompensiert
werden.
In der DE-OS 27 37 477, welche auch eine Linearbewegung der
beweglichen Steuerscheibe entlang zweier zueinander senkrechter
Richtungen anstrebt, ist der Stellschaft in konventioneller
Weise in variablen, die senkrechte Achse enthaltenen Ebenen
verschwenkbar. Bei der Verdrehung des Stellschaftes um die
senkrechte Achse wird die bewegliche Steuerscheibe auf einem
Kreisbogen geführt. Eine Entkoppelung der beiden Bewegungsarten
gelingt gerade bei der wichtigen Drehbewegung, welche zu einer
Veränderung der Mischwassertemperatur führen soll, nicht. Gleichzeitig
mit einer Veränderung der Mischwassertemperatur stellt
sich auch immer eine Veränderung der Menge des ausfließenden
Mischwassers ein.
Ein Einhebel-Mischventil der eingangs genannten Art ist in
der EP 00 96 005 A1 beschrieben. Es weist einen in einer einzigen
Ebene verschwenkbaren Stellschaft auf, der um seine eigene
Achse verdrehbar ist. Er ist dabei in einem ihn koaxial umgebenden
Teil, welches als Hülse bezeichnet werden kann, geführt,
das seinerseits an seinem unteren Ende im Gehäuse so gehaltert
ist, daß es eine Schwenkbewegung ausführen kann. Sowohl die
Hülse als auch das untere Ende des inneren Stellschaftes greifen
an einem sogenannten Führungskörper an, der um eine Welle einerseits
verkippt und andererseits auf der Welle axial verschoben
werden kann. Der Führungskörper seinerseits besitzt einen Mitnehmer
mit einem Mitnahmekopf, der in eine Mitnahmeöffnung
an der oberen Stirnseite der beweglichen Steuerscheibe eingreift.
Die Gesamtanordnung ist also so, daß die Krafteinleitung
in die bewegliche Steuerscheibe ausschließich durch den formschlüssigen
Eingriff des Mitnahmekopfes in die entsprechende
Aufnahmeöffnung der beweglichen Steuerscheibe erfolgt. Auf
diese Weise ist die bewegliche Steuerscheibe nur unzulänglich
geführt; zwischen dem Mitnahmekopf des Stellschaftes und der
Mitnahmeöffnung der Steuerscheibe wirken hohe lokale Kräfte.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Einhebel-Mischventil
der eingangs genannten Art so auszugestalten, daß die
bewegliche Steuerscheibe präzise geführt ist und dies dauerhaft
so bleibt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
- a) die Hülse im Bereich zwischen ihren beiden Enden am Gehäuse verschwenkbar gelagert ist;
- b) ein Schlitten vorgesehen ist, der gemeinsam mit der beweglichen Steuerscheibe entlang gehäusefester Führungsflächen in einer der beiden Richtungen verfahrbar ist und selbst hierzu senkrechte Führungsflächen aufweist, entlang welcher die bewegliche Steuerscheibe in der anderen Richtung verfahrbar ist;
- c) am unteren Ende der Hülse mindestens ein Mitnehmer angesetzt ist, der in eine Mitnahmeöffnung an der Oberseite des Schlittens eingreift;
- d) der Stellschaft den Schlitten durchsetzt;
- e) der Mechanismus, der die Drehbewegung des unteren Endes des Stellschaftes in eine Linearbewegung der beweglichen Steuerscheibe umsetzt, einen Exzentermechanismus umfaßt, der in eine Mitnahmenut an der Unterseite der beweglichen Steuerscheibe eingreift, wobei die Mitnahmenut parallel zur ersten Richtung verläuft.
Erfindungsgemäß wird also die Schwenkbewegung, die der Stellschaft
ausführt, durch eine gesonderte Hülse, in welcher der
Stellschaft koaxial gelagert ist, abgekoppelt. Die Schwenkbewegung
der Hülse wird auf einen Schlitten übertragen, der seinerseits
Führungsflächen für die bewegliche Steuerscheibe derart
aufweist, daß die Linearverschiebung des Schlittens die bewegliche
Steuerscheibe mitnimmt. Hierbei erfolgt eine Veränderung
der Menge des ausfließenden Wassers. Die Drehbewegung des Stellschaftes
dagegen wird durch einen gesonderten Mechanismus,
der zwischen dem unteren Ende des den Schlitten durchsetzenden
Stellschaftes und der beweglichen Steuerscheibe wirkt, in eine
Linearbewegung entlang der zweiten Richtung umgesetzt, welche
durch die Führungsflächen des Schlittens vorgegeben ist.
Die Hülse kann in einem einstückigen Ansatz des Deckels des
Gehäuses gelagert sein. Der Umriß des sich so bildenden Gehäuses
läßt sich praktisch vollständig dem Umriß bekannter Einhebel-
Mischventile annähern, so daß eine Verwendung bei praktisch
unverändertem Design des äußeren Armaturengehäuses möglich
ist.
Generell sind Mitnahmeverbindungen möglich, welche eine bestimmte
gewünschte Charakteristik der Bewegung der Steuerscheibe
herbeiführen, die insbesondere die Umsetzung der Drehbewegung
des Stellschaftes in die Linearbewegung der beweglichen Steuerscheibe
in einem Bereich spreizen, in welchem die Temperatureinstellung
besonders feinfühlig sein soll ("Komfortzone").
Der Stellschaft sollte an der Hülse axial fixiert sein. Hierzu
kann die Hülse einen inneren Ringwulst aufweisen, der elastisch
in eine Ringnut am Mantel des Stellschaftes eingreift. Die
Einführung des Stellschaftes in die Hülse wird in diesem Fall
dann erleichtert, wenn die Hülse ganz oder teilweise geschlitzt
ist.
Alle Ausführungsformen der Erfindung weisen einen großen Vorteil
gegenüber den derzeit handelsüblichen Einhebelmischventilen
auf: Während bei letzteren sich der effektive
Hebelarm, der bei der Einstellung der Wassertemperatur
wirkt, umso mehr verkürzt, umso weiter das Ventil geöff
net wird, bleibt dieser Hebelarm bei der Erfindung in
allen Öffnungsstellungen konstant. Mit einem erfindungsgemäßen
Ventil läßt sich die Temperatur des auslaufenden Wassers
somit in der vollen Offenstellung genau so feinfühlig
einstellen wie in der Schließstellung.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend an
hand der Zeichnung näher erläutert; es zeigen
Fig. 1 einen senkrechten Schnitt durch ein sanitäres
Einhebel-Mischventil;
Fig. 2 einen Schnitt gemäß Linie II-II von Fig. 1.
Das in der Zeichnung dargestellte sanitäre Einhebel-Misch
ventil umfaßt ein Gehäuse 1, in dem in bekannter Weise eine
feststehende Steuerscheibe 2 sowie eine bewegliche Steuer
scheibe 3 übereinander liegen. Die feststehende Steuerschei
be 2 ist mit Einlaßöffnungen 4 und 5 sowie einer Auslaßöff
nung 6 versehen. Die bewegliche Steuerscheibe 3 weist an
ihrer Unterseite einen Umlenkkanal 7 auf. Zur Veränderung
der Menge des auslaufenden Mischwassers führt die bewegli
che Steuerscheibe 3 eine Linearbewegung senkrecht zur Ebe
ne der Fig. 1 und zur Veränderung der Temperatur des aus
laufenden Mischwassers eine Linearbewegung parallel zur
Ebene der Fig. 1 aus.
Die Bewegungen der beweglichen Steuerscheibe 3 werden wie
folgt bewirkt:
Der Deckel des Gehäuses 1 ist mit einem einstückigen, ins
besondere also nicht verdrehbaren Ansatz 8 versehen. Durch
diesen Ansatz 8 verläuft eine Durchgangsöffnung 9 ins Ge
häuseinnere. Eine Hülse 10, die sich durch die Durchgangs
öffnung 9 hindurch erstreckt, ist mittels eines Schwenkzap
fens 11 an dem Ansatz 8 verschwenkbar befestigt. Die Achse
des Schwenkzapfens 11 verläuft dabei senkrecht zu der Bewe
gungsrichtung, in welcher die Menge des auslaufenden Misch
wassers verstellt wird. Das untere Ende der Hülse 10 greift
mit zwei seitlichen Mitnehmern 12 in Mitnahmeöffnungen 13
eines Schlittens 14 ein. Der Schlitten 14 wird von zwei
parallelen, an der Innenseite des Kartuschengehäuses 1 vor
gesehenen Führungsflächen 15 senkrecht zur Zeichenebene
von Fig. 1 geführt. Durch Verschwenken der Hülse 10 um
den Schwenkzapfen 11 kann also der Schlitten 14 in der von
den beiden Führungsflächen 15 gebildeten Nut hin- und her
bewegt werden.
An der Unterseite des Schlittens 14 ist wiederum eine Nut
mit zwei parallelen Führungsflächen 16 ausgebildet, die
nun aber senkrecht zu den Führungsflächen 15 verlaufen,
also parallel zur Zeichenebene von Fig. 1. Die Führungs
flächen 16 liegen an der beweglichen Steuerscheibe 3 an
und führen diese. Wird also der Schlitten 14 entlang der
Führungsflächen 15 senkrecht zur Ebene von Fig. 1 bewegt,
so wird die bewegliche Steuerscheibe 3 über die Führungs
flächen 16 des Schlittens 14 ebenfalls senkrecht zur Zei
chenebene mitgenommen.
Die zweite Bewegung der beweglichen Steuerscheibe 3, die
parallel zur Zeichenebene von Fig. 1 erfolgt, geschieht
nun in folgender Weise:
Koaxial durch die Hülse 10 und durch den Schlitten 14 hin
durch erstreckt sich ein im Querschnitt kreisrunder Stell
schaft 17, der innerhalb der Hülse 10 um deren Achse und
damit auch um seine eigene Achse verdrehbar ist. Zur Axial
fixierung des Stellschaftes 17 innerhalb der Hülse 10 weist
letztere an ihrer Innenfläche einen Ringwulst 20 auf, der
elastisch in eine Ringnut 21 in der Mantelfläche des Stell
schaftes 17 eingreift. Die Hülse 10 ist (in der Zeichnung
nicht erkennbar) zumindest teilweise längsgeschlitzt, so
daß der Stellschaft 17 leicht in die Hülse 10 eingeführt
werden kann.
Am unteren Ende des Stellschaftes 17 befindet sich ein ex
zentrischer Kulissenstein 18, der in eine Mitnahmenut 19
an der Oberseite der beweglichen Steuerscheibe 3 eingreift.
Die Mitnahmenut 19 verläuft parallel zu den Führungsflächen
15 am Gehäuse 1, also in der Richtung, in welcher die beweg
liche Steuerscheibe 3 zur Veränderung der Menge des auslau
fenden Mischwassers verschoben wird. Wird der Stellschaft
17 um seine eigene Achse verdreht, so führt die bewegliche
Steuerscheibe 3 aufgrund der Exzenterwirkung des Kulissen
steins 18 eine Linearbewegung entlang der Führungsflächen
16 des Schlittens 14 durch. Hierbei wird das Mischungsver
hältnis von Kalt- und Warmwasser und damit die Temperatur
des ausfließenden Mischwassers eingestellt.
Durch die Art der Mitnahmeverbindung, die zwischen dem un
teren Ende des Stellschaftes 17 und der beweglichen Steuer
scheibe 3 wirkt, ist es möglich, eine bestimmte Charak
teristik des Einhebel-Mischventiles bei der Temperaturein
stellung herbeizuführen. Insbesondere kann erreicht werden,
daß sich in einem bestimmten Bereich die bewegliche Steuer
scheibe 3 bei einer bestimmten Winkelverdrehung des Stell
schaftes 17 weniger weit als in einem anderen Bereich bei
derselben Winkelverdrehung des Stellschaftes 17 bewegt. Auf
diese Weise wird eine sogenannte "Komfortzone" geschaffen,
innerhalb der eine besonders feinfühlige Einstellung der
Temperatur des ausfließenden Mischwassers erfolgen kann.
Die Begrenzungslinien der regelnden Öffnungen in den beiden
Steuerscheiben 2 und 3 können aufgrund der linearen Bewe
gungsführung der beweglichen Steuerscheibe Rechtecke sein.
Diese können sehr nahe aneinander angeordnet werden, da
der Überdeckung dienende Materialbereiche, wie sie bei dreh
baren Steuerscheiben erforderlich sind, nicht vorgesehen
werden müssen.
Sofern eine Rückführung des Wassers durch die feststehende
Steuerscheibe hindurch nicht gefordert wird, ist es auch
möglich, die bewegliche Steuerscheibe als einfache Platte
auszugestalten, welche durch ihre Überdeckung der Einlaß
öffnungen 4 und 5 der feststehenden Steuerscheibe 2 für
die gewünschte Regelung der Wasserströme sorgt.
Claims (5)
1. Sanitäres Einhebel-Mischventil mit einem Gehäuse, mit einer
ersten Steuerscheibe, welche im Gehäuse feststeht und jeweils
eine Einlaßöffnung für Warm- und Kaltwasser enthält; mit einer
zweiten Steuerscheibe, welche gegenüber der feststehenden Steuerscheibe
in zwei aufeinander senkrecht stehenden Richtungen
linear beweglich ist, wobei eine Verschiebung in der ersten
Richtung eine Veränderung der Menge und in der zweiten Richtung
eine Veränderung der Temperatur des ausfließenden Mischwassers
bewirkt; mit einem ausschließlich in einer Ebene verschwenkbaren
und um seine eigene Achse verdrehbaren Stellschaft, mit einer
verschwenkbaren Hülse, innerhalb welcher der Stellschaft koaxial
drehbar geführt ist; mit einem Mechanismus, der eine Drehbewegung
des unteren Endes des Stellschafts in eine Linearbewegung der
beweglichen Steuerscheibe entlang der zweiten Richtung umsetzt,
dadurch gekennzeichnet, daß
- a) die Hülse (10) im Bereich zwischen ihren beiden Enden am Gehäuse (1) verschwenkbar gelagert ist;
- b) ein Schlitten (14) vorgesehen ist, der gemeinsam mit der beweglichen Steuerscheibe (3) entlang gehäusefester Führungsflächen (15) in einer der beiden Richtungen verfahrbar ist und selbst hierzu senkrechte Führungsflächen (16) aufweist, entlang welcher die bewegliche Steuerscheibe (3) in der anderen Richtung verfahrbar ist;
- c) am unteren Ende der Hülse (10) mindestens ein Mitnehmer (12) angesetzt ist, der in eine Mitnahmeöffnung (13) an der Oberseite des Schlittens (14) eingreift;
- d) der Stellschaft (17) den Schlitten (14) durchsetzt;
- e) der Mechanismus, der die Drehbewegung des unteren Endes des Stellschaftes (17) in eine Linearbewegung der beweglichen Steuerscheibe (3) umsetzt, einen Exzentermechanismus (18) umfaßt, der in eine Mitnahmenut (19) an der Oberseite der beweglichen Steuerscheibe (3) eingreift, wobei die Mitnahmenut (19) parallel zur ersten Richtung verläuft.
2. Einhebel-Mischventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Hülse (10) in einem einstückigen Ansatz
(8) des Deckels des Gehäuses (1) gelagert ist.
3. Einhebel-Mischventil nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Stellschaft
(17) an der Hülse (10) axial fixiert ist.
4. Einhebel-Mischventil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Hülse (10) einen inneren Ringwulst
(20) aufweist, der elastisch in eine Ringnut (21) am Mantel
des Stellschafts (17) eingreift.
5. Einhebel-Mischventil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Hülse (10) geschlitzt ist.
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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DE19873730816 DE3730816A1 (de) | 1987-09-14 | 1987-09-14 | Sanitaeres einhebel-mischventil |
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---|---|---|---|
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---|---|
DE3730816A1 DE3730816A1 (de) | 1989-03-23 |
DE3730816C2 true DE3730816C2 (de) | 1991-11-07 |
Family
ID=6335963
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE19873730816 Granted DE3730816A1 (de) | 1987-09-14 | 1987-09-14 | Sanitaeres einhebel-mischventil |
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DE2911965C2 (de) * | 1979-03-27 | 1987-01-15 | Hansa Metallwerke Ag, 7000 Stuttgart | Mischventil |
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-
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- 1987-09-14 DE DE19873730816 patent/DE3730816A1/de active Granted
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