DE3644239A1 - Zwischenschicht zwischen dem treibsatz und der isolierschicht eines raketenfeststoff-treibsatzes - Google Patents
Zwischenschicht zwischen dem treibsatz und der isolierschicht eines raketenfeststoff-treibsatzesInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Zwischenschicht
zur Haftvermittlung und zur Verhinderung der Wanderung
flüssiger Komponenten zwischen dem Treibsatz und der
Isolierschicht eines Raketenfeststoff-Treibsatzes.
Um eine Spaltbildung zwischen Treibsatz und Brennkammerwand,
d. h. ein Hinterbrennen des Treibsatzes zu verhindern,
die Brennkammer vor den beim Abbrand des Treibsatzes
entstehenden heißen Gasen zu schützen und um dem
Treibsatz einen gewissen Schutz vor mechanischer Beanspruchung
zu verleihen, wird zwischen der Brennkammerwand
und dem Treibsatz eine solche Isolierschicht
vorgesehen. Sie besteht in der Regel aus einer härtbaren
Kunstharzmasse, insbesondere auf der Basis von Polyurethan.
Zur Verbesserung der mechanischen Eigenschaften
sowie zur Erhöhung der Wärmestandfestigkeit werden der
Bindematrix Füllstoffe, wie Oxamid, zugesetzt. In der
ausgehärteten Isolierschicht können von den Rohstoffen
her Verunreinigungen und nicht ausgehärtete Binderbestandteile
vorhanden sein, die dort als Weichmacher
wirken und durch Ausschwitzen oder Migration aus der
Isolierschicht auswandern können.
Der Treibsatz enthält seinerseits flüssige Komponenten,
So enthalten doppelbasige Treibstoffe neben Nitroglycerin
inerte Weichmacher, z. B. Di-n-propyladipat,
Di-n-butylphthalat oder Di-ethylphthalat sowie Stabilisatoren,
wie 2-Nitrodiphenylamin zur Stabilisierung
von Nitrocellulose.
Die Wanderung der Weichmacher und anderer flüssiger
Komponenten des Treibsatzes bzw. der Isolierschicht
führt zu einer Reihe von unerwünschten Veränderungen
sowohl am Treibsatz wie an der Isolierschicht. So
verarmt ein doppelbasiger Treibsatz an Nitroglycerin,
erleidet also einen Energieverlust. Er verliert ferner
Stabilisator, wodurch seine Gebrauchssicherheit verringert
und seine Gebrauchsdauer verkürzt wird.
Durch die Abgabe inerter Weichmacher geht seine mechanische
Belastbarkeit verloren. Andererseits quillt die
Isolierschicht durch einwandernde flüssige Treibstoffkomponenten
auf und verliert so an mechanischer
Festigkeit. Auch kann sie durch die eingewanderten
Verbindungen chemisch zersetzt oder unter Umständen
sogar brennbar werden. Die Migration von Nitroglycerin
kann ungünstige Veränderungen des Abbrandverhaltens zur
Folge haben, d. h. eine kleinere Brenngeschwindigkeit
und einen kegelförmigen Abbrand. Auch wird die Anzündung
des Treibsatzes erschwert oder unmöglich gemacht.
Schließlich kommt es durch Migration flüssiger Komponenten
zur Zerstörung des Treibsatzes durch Versprödung
oder zu einer Ablösung von der Isolierung.
Um die Wanderung dieser flüssigen Komponenten zu verhindern,
ist es bekannt, zwischen der Isolierschicht und
dem Treibsatz eine Zwischenschicht vorzusehen. Diese
Zwischenschicht hat zugleich die Aufgabe, den Treibsatz
mit der Isolierschicht fest zu verbinden, muß also gute
adhäsive Eigenschaften besitzen.
Es ist bekannt, die Zwischenschicht aus einem mehrwertigen
Isocyanat herzustellen. Dabei wird beispielsweise
ein Di- oder Triisocyanat in einem aprotischen,
organischen Lösungsmittel auf den Treibsatz aufgetragen,
das Lösungsmittel verdunstet und das Isocyanat mit
Luftfeuchtigkeit zu einem Polyharnstoff ausgehärtet
(DE-AS 12 00 184, DE-AS 25 24 843). Der mit der Zwischenschicht
versehene Treibsatz wird dann in einer Isolierform
angeordnet und der Ringraum zwischen der Form und
dem Treibsatz mit einer Isoliermasse ausgegossen, die
zur Isolierschicht ausgehärtet wird.
Nicht zuletzt durch das eng vernetzte Polyharnstoffnetz
weisen die bekannten Zwischenschichten bei Verwendung
geeigneter Isocyanate wie Triphenylmethantriisocyanat
(DD-R), Thiophosphorsäure-tris(p-isocyanatophenylester)
(DD-RF) und dem aus drei Molekülen Hexamethylendiisocyanat
gebildeten Biurettriisocyanat (DD-N) verhältnismäßig
gute Barrierewirkung auf. Zugleich führen
sie beim Angießen einer Polyurethanisolierung innerhalb
eines eng begrenzten Ablüftungs- und Härtungszeitraumes
zu einer guten Haftung zwischen Treibsatz und Isolierschicht.
Nachteilig bei den bekannten Zwischenschichten ist
es auch, daß ihre Härtungsgeschwindigkeit stark von
dem jeweiligen Feuchtegehalt der Luft und der Temperatur
abhängig ist. Bei einer zu geringen Härtungsgeschwindigkeit
wandern dabei bereits hohe Mengen an Weichmacherkomponenten
aus dem Treibstoff in die noch unvollständig
ausgehärtete Zwischenschicht ein und schädigen diese
nachhaltig. Ebenso treten bei dickeren Polyharnstoffzwischenschichten
häufig Auskreidungen sowie Blasenbildung
durch CO₂ auf, das bei der Reaktion von Isocyanat
und Wasser freigesetzt wird. Um eine möglichst hohe
Sperrwirksamkeit zu erreichen, muß erfahrungsgemäß
auf eine bereits ausgehärtete, nicht zu dicke Zwischenschicht
eine zweite Schicht aufgebracht werden.
Außerdem ist aufgrund der großen Reaktionsfreude der
Isocyanatgruppen die Einhaltung eines sehr eng
begrenzten Ablüftungszeitraumes notwendig, um gute
Haftung durch Ausbildung chemisscher Bindungen zwischen
der Sperrschicht und der Isolation zu gewährleisten.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Zwischenschicht
zwischen dem Treibsatz und der Isolierschicht eines
Raketenfeststofftreibsatzes zu schaffen, an die, bei
gut reproduzierbarer Härtungsgeschwindigkeit, die
Isolierschicht innerhalb eines relativ langen Zeitraums
angegossen werden kann, und zwar ohne die Haftvermittler-
und Sperrwirkung herabzusetzen.
Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die
Zwischenschicht das Reaktionsprodukt aus einem mehrwertigen
Isocyanat und einem Polyol ist.
Als Isocyanate werden erfindungsgemäß Di- oder Tri-
Isocyanate bevorzugt. Als Triisocyanate haben sich
Triphenylmethantriisocyanat (DD-R), Thiophosphorsäuretris(p-isocyanatophenylester)
(DD-RF) und das aus drei
Molekülen Hexamethylendiisocyanat gebildete Biurettriisocyanat
(DD-N) als geeignet erwiesen. Am vorteilhaftesten
erwies sich aber das Triisocyanat, das durch
Umsetzung von drei Mol Toluylendiisocyanat und einem
Mol Trimethylolpropan erhalten, unter der Handelsbezeichnung
Desmodur L von der Bayer AG vertrieben und
nachstehend auch als "DD-L" bezeichnet wird.
Als Polyole werden erfindungsgemäß kurzkettige Diole
oder Triole bevorzugt, d. h. die Kette zwischen den
beiden Hydroxylgruppen eines Diols oder zwischen zwei
Hydroxylgruppen eines Triols soll nicht mehr als 10
Kohlenstoffatome besitzen. Dadurch wird ein Netzwerk im
Reaktionsprodukt erhalten, das ausreichend dicht ist,
um als Wanderungsbarriere zu wirken.
Besonders geeignete Polyole stellen 1,2-Propandiol
und Bisphenol A sowie Trimethylolpropan dar. Weiter
haben sich Ethylenglykol, 1,4-Trimethylolcyclohexan,
1,3-Propandiol, Diethylenglykol, Neopentylglykol sowie
Glycerin und 1,2,4-Butantriol als geeignet erwiesen.
Die ausgehärtete Zwischenschicht sollte eine möglichst
gleichmäßige homogene Molekularstruktur aufweisen. Das
NCO/OH-Verhältnis des Isocyanats zum Polyol beträgt
deshalb theoretisch vorzugsweise 1,0 : 1,0. Da aber ein
Teil der NCO-Gruppen z. B. mit den Hydroxylgruppen der
Nitrocellulose eines doppelbasigen Treibsatzes reagiert
und auch eine Nebenreaktion mit dem Wasser der Luft
nicht vollständig verhindert werden kann, bleiben auf
einer ausgehärteten Zwischenschicht erfindungsgemäß
stets eine größere Zahl von freien Hydroxylgruppen
erhalten. Diese Hydroxylgruppen zeigen sich nicht nur
sehr resistent gegen übliche Umwelteinflüsse wie Licht,
Feuchtigkeit und Staub, sie werden auch von Entfettungs-
und Lösemitteln wie Petrolether nicht angegriffen. Sie
stehen deshalb über einen nahezu unbegrenzten Zeitraum
als latente Rekationspartner für eine chemische Anbindung
der NCO-gruppenhaltigen Isolierung an die Sperrschicht
bzw. den Treibsatz zur Verfügung und gewährleisten
so auch nach langer Zwischenlagerung des mit der Sperrschicht
versehenen Treibsatzes eine ausgezeichnete
Haftung.
Zur Beschleunigung der Reaktion der Polyisocyanatkomponente
wird vorzugsweise ein metallorganischer Katalysator
verwendet, insbesondere eine Verbindung des
Zinns, Bleis oder des Quecksilbers wie Dibutylzinndilaurat,
Bleioctoat oder Phenylquecksilberoleat.
Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Zwischenschicht
wird vorzugsweise das Gemisch aus der Isocyanatkomponente
und der Polyolkomponente in aprotischen, polaren
Lösungsmitteln gelöst und die Lösung auf den Treibsatz
aufgetragen. Als aprotische, polare Lösungsmittel sind
dabei Butylacetat, Methylenchlorid, Aceton, Essigester
oder Tetrahydrofuran zu nennen.
Das Auftragen dieser Lösung erfolgt vorzugsweise durch
Spritzen. Jedenfalls ist ein Verfahren zu wählen, das
nicht zu einem übermäßigen Herauslösen von Komponenten
aus dem Treibsatz führt.
Die aufzutragende Lösung weist vorzugsweise eine Konzentration
an dem Polyisocyanat und dem Polyol von 5 bis
30 Gewichtsprozent auf. Die Konzentration des metallorganischen
Katalysators liegt vorzugsweise bei 0,01
bis 0,5%, bezogen auf das Gewicht der Lösung.
Zweckmäßig ist es, den Treibstoff vor dem Auftragen der
Zwischenschichtlösung mit einem Lösungsmittel, wie
Butylacetat zu besprühen. Dadurch wird der Treibsatz
leicht angelöst und leichter benetzbar.
Die Dicke der Zwischenschicht beträgt vorzugsweise
höchstens 150 µm und liegt vorzugsweise zwischen 80 und
100 µm. Eine zu große Dicke birgt die Gefahr des Reißens
in sich.
Die erfindungsgemäße Zwischenschicht ist insbesondere
für Isolierschichten auf Polyurethanbasis sowie doppelbasige
Treibsätze geeignet.
Das nachstehende Beispiel dient der weiteren Erläuterung
der Erfindung.
Ein zu isolierender doppelbasiger Treibsatz wird mittels
Schmirgelpapier oder Stahlwolle aufgerauht. Der Schleifstaub
wird entfernt und die Oberfläche mit einem unpolaren
Lösungsmittel, vorzugsweise Petrolether, entfettet.
Nach Ablüften des Lösungsmittels wird die
Zwischenschicht-Lösung durch Spritzen auf den Treibsatz
aufgebracht.
Die Zwischenschicht-Lösung setzt sich aus folgenden
Komponenten zusammen: Desmodur L (75%gew.-%ige Lösung
in Ethylacetat) 20 Gewichtsteile, Trimethylolpropan
2,2-Gewichtsteile Butylacetat 50 Gewichtsteile,
Methylenchlorid 50 Gewichtsteile, Aceton 21,5 Gewichtsteile,
Dibutylzinndilaurat (in Solvent-Naphtha) 0,2
Gewichtsteile.
Diese Lösung weist eine Topfzeit von ca. 20 Minuten
auf. Desmodur L, Butylacetat und Methylenchlorid einerseits
sowie Trimethylolpropan, Aceton und Dibutylzinndilaurat
andererseits können dabei in einem Kühlschrank
tagelang getrennt aufbewahrt werden.
Beim Spritzen, das bei Raumtemperatur erfolgt, werden
je 100 m² Treibsatzoberfläche 6 bis 7 g der obigen
Lösung benötigt. Die Zwischenschicht wird dann mindestens
5 Stunden bei Raumbedingungen ausgehärtet. Der
Anguß der Isolierschicht, bevorzugt auf Polyurethanbasis,
ist von diesem Zeitpunkt an über eine Periode
von mehreren Wochen ohne Haftungsverlust möglich.
Die erfindungsgemäße Zwischenschicht ist also relativ
unproblematisch in der Herstellung. Dennoch führt sie
zu einer ausgezeichneten Haftvermittlung und Sperrwirkung.
So wurde auf den gleichen doppelbasigen Treibsatz
die gleiche Isolierschicht auf Polyurethanbasis aufgetragen,
und zwar (i) ohne Sperrschicht, (ii) mit einer
Zwischenschicht nur aus Polyisocyanat und (iii) der
erfindungsgemäßen Zwischenschicht. Die Ergebnisse sind
in der nachstehenden Tabelle 1 wiedergegeben.
In der nachstehenden Tabelle 2 ist die Zugfestigkeit
der Treibsatz/Isolierungssystems für die Beispiele
2 bis 6 und 11 nach Tabelle 1 wiedergegeben.
Aus der Tabelle 1 ist ersichtlich, daß die Migrationswerte
der erfindungsgemäßen Zwischenschichten Nr.
7-11 gegenüber den durch Luftfeuchtigkeit gehärteten
Zwischenschichten Nr. 1-6 deutlich verbessert sind.
Der Tabelle 2 ist zu entnehmen, daß die Zugfestigkeit
und damit die Haftung der erfindungsgemäßen polyolgehärteten
Zwischenschicht größer ist wie die der wassergehärteten
Zwischenschichten. Weiterhin geht aus der
Tabelle 2 hervor, daß eine Langzeitlagerung bei +50°C
keinen negativen Einfluß auf die Haftfestigkeit der
erfindungsgemäßen Zwischenschichten hat.
Erfolgt bei den erfindungsgemäßen Zwischenschichten
der Anguß der Isolierung innerhalb eines Zeitraumes
von 6 Wochen, so ist die Haftung gleichbleibend gut,
während bei Verwendung von wassergehärteten DD-VL,
DD-N- und DD-L-Sperrschichten bereits nach wenigen
Tagen ein deutlicher Haftungsverlust zu beobachten
ist.
Claims (11)
1. Zwischenschicht zur Haftvermittlung und zur Verhinderung
der Wanderung flüssiger Komponenten zwischen dem Treibsatz
und der Isolierschicht eines Raketenfeststofftreibsatzes,
wobei die Zwischenschicht aus einem Reaktionsprodukt
besteht, das unter Verwendung eines mehrwertigen
Isocyanats gebildet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zwischenschicht das Reaktionsprodukt
aus dem mehrwertigen Isocyanat sowie einem Polyol
ist.
2. Zwischenschicht nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Isocyanat-Komponente ein Präkondensat aus
drei Mol Toluylendiisocyanat und einem Mol Trimethylolpropan
ist.
3. Zwischenschicht nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Polyolkomponente ein mehrwertiger
Alkohol mit einer Kette von höchstens 10 Kohlenstoffatomen
zwischen je zwei Hydroxylgruppen ist.
4. Zwischenschicht nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß als mehrwertige Alkohole Ethylen-, Diethylen-,
Triethylenglykol, 1,2-, 1,3-Propandiol, 2,2-Dimethyl-
1,3-Propandiol (Neopentylglykol), 1,4-Dimethylolcyclohexan,
Diphenylpropan (Bisphenol A), Glycerin, 1,2,4-
Butantriol oder Trimethylolpropan, Di-, Tri-, oder
Tetraglycerin verwendet werden.
5. Zwischenschicht nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Molverhältnis der
Isocyanatgruppen der Isocyanatkomponente zu den Hydroxylgruppen
der Polyolkomponente 0,8 : 1 bis 3 : 1,
vorzugsweise 1,0 : 1,0 ist.
6. Verfahren zur Herstellung der Zwischenschicht nach
einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Gemisch aus der Polyisocyanatkomponente und
der Polyolkomponente in aprotischen, polaren Lösungsmitten
gelöst und die Lösung auf den Treibsatz aufgetragen
wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß das Auftragen der Lösung durch Spritzen erfolgt.
8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet,
daß dem Gemisch oder der Lösung ein metallorganischer
Katalysator zugesetzt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß der metallorganische Katalysator eine Zinn-, Blei-
oder Quecksilberverbindung, vorzugsweise Dibutylzinndilaurat,
Bleioctoat oder Phenylquecksilberoleat ist.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß der Treibsatz vor dem Auftragen
der Lösung mit einem organischen Lösungsmittel behandelt
wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß das Lösungsmittel Butylacetat ist.
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