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Schaltungsvorrichtung für das Zählwerk von Rechenmaschinen mit Druckwerk.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine weitere Ausbildung der Schaltungs--vorrichtung
-für das Zählwerk von Rechenmaschinen mit Druckwerk gemäß Patent 354900. Nach der
Haupterfindung soll das Zählwerk in dreifach verschiedenen Arbeitsgängen,
- je nachdem Stunmanden, Teilsummen oder Gesamtsummen gedruckt werden sollen,
dadurch, geschaltet werden, daß die Hubscheibe, auf welche das heb- und senkbare
Zählwerk sich stützt, durch zwei Schubstangen in dreifach, verschiedenen Arbeitsgängen
angetrieben werden kann, etwa dadurch, daß diese Schubstangen in verschiedenen Phasen
des Vor- und Rückwärtsschubes gehoben oder gesenkt werden.
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Durch die vorliegende weitere Ausbildung wird erreicht, daß im Tastenstellwerk
eingestellte Zahlen durch das Druckwerk registriert werden, ohne daß eine Übertragung
in das Zählwerk erfolgt.
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Zu diesem Zwecke ist die eine die Hub-
scheibe des Zählwerks
schaltende Schubstange im Gegensatz zum Hauptpatent mit einem symmetrischen T-förmigen
Schlitz versehen, der durch einen an ihr befestigtten Anschlag in der Normalstellung
zur Hälfte abgedeckt wird, so daß in der Noimalstellung dieses Anschlages die Wirkungsweise
durchaus die in dem Hauptpatent beschriebene ist. Soll dagegen die im Tastenwerk
eingestellte Zahl ohne Addition nur gedruckt werden, so wird dieser an der einen
Schubstange vorgesehene Anschlag so geschaltet, daß er die von ihm abgedeckte Hälfte
des Schubstangenschlitzes freigibt. Bei der Hubbewegung dieser Schubstange gleitet
alsdann der horizontale Teil des T-förmigen Schlitzes über den Zapfen der das Zählwerk
abstützenden Hubscheibe, ohne diesen mitzunehmen. Die Hubscheihe verharrt also in
ihrer Stellung, und das Zählwerk wird nicht geschaltet, bei wiederholtem Kurbelzug
demnach lediglich das Druckwerk betätigt, wodurch die im Tasten-werk eingeschaltete
Zahl so oft zum Abdruck kommt, als die Kurbel der Maschine gezogen -wird. In Verbindung
hiermit wird dann gleichzeitig das »Nichtaddier«-Zeichen
gedruckt,
indem durch einen an der einen Schubstange für die- Zählwerkshubscheibe sitzenden
Anschlag die Lenkstange für das die Zeichentypenstange einstellende Hebelwerk verschoben
wird.
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In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in beispielsweiser Ausführtingsforrn
dargestellt.
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Abb. i zeigt in perspektivischer Ansicht -die neue Schaltungsvorrichtung
in der Normalstellung, in welcher also Summunden-, Zwischenstimmen- oder Gesamtsummendruck
stattfindet, während Abb. 2 gleichfalls in perspektivischer Ansicht diejenige Stellun,-
veranschaulicht, bei welcher das Getriebe für »Druck ohne Addition« geschaltet ist.
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Abb. 3 stellt eine Einzelheit zu Abb. i, Abh. 4 eine solche
zu Abb. 2 dar.
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Wie bei dem Hauptpatent ist i die das Zählwerk abstützende Daumenscheibe,
auf deren Daumen:2 das Zählwerk ruht, und die um Zapfen3 ausgeschivungen werden
kann. Die Schaltung der Daumenscheibe erfolgt durch zwei nebeneinanderliegende Schubstangen8
und 9, welche mittels Schlitze den Zapfen 5 der Daumenscheibe i umgreifen.
Der Schlitz6 der einen Schubstange (der vorderen8) ist wie bei dem Hauptpatent als
Winkelschlitz gebildet, dagegen der Schlitz 7 der hinteren Schubstange
9 als T-förrniger Schlitz (Abb, 3 und 4), wobei die Länge des horizontalen
Teiles des Schlitzes dem Hub- der Schubstange 9 glei#ch ist. Ist also Schubstange
9 so gehoben, daß Zapfen 5
sich im horizontalen Teil des Schlitzes
7 befindet, so läuft die Schubstange 9 leer über den Zapfen
5, ohne die Zählwerkshiibscheib-. mitiunehmen.
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Damit nun in der normalen Arbeitslage, d. h. also wenn Summanden,
Zwischenstimmen oder Totalstimmen gedruckt werden sollen, die Arbeitsweise der Schaltungsvorrichtung
genau wie bei dem Hauptpatent erfolgt, ist an Schubstange 9 um Zapfen 6o
drehbar ein Anschlag 6 1 angeordnet, der in gehobener Stellung die eine Hälfte
des horizontalen Teiles des Schlitzes 7 abdeckt (Abb. 3), so daß in
dieser Anschlagstellung der Schlitz 7 als Winkelschlitz genau wie bei dem
Hauptpatent in Wirkung tritt. Wird dagegen Anschlag 61 uni Zapfen 6o nach abwärts
geschwenkt und gibt den horizontalen Teil des Schlitzes 7 frei, so gleitet
die Schuhstange 9 leer über den Zapfen 5, d. h. das Zählwerk wird
nicht geschaltet, bei wiederholtern Kurbelzug also lediglich der Abdruck der im
Tastenwerk eingestellten Zahl bewirkt. Diese Schaltung des Anschlages 61 für den
Druck ohne Addition erfolgt nun von einer Nichtaddiertaste 6--, aus, die
beim Niederdrücken einen uni Achse 63 schwenkbaren Hebel 64 dreht, an dessen
einem Arm die Lenkstange 65 für den drehlbaren Anschlag 6 1 sitzt.
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Da beim Druck ohne Addition auch das Nichtaddierzeichen zum Abdruck
gebracht werden muß, ist an der Schubstange 8 ein Anschlag 71 vorgesehen,
welcher eine Schubstange 32 für das Zeichendruckwerk mitnimmt, welche mittels
eines Hebels 31 in hier nicht in Betracht kommender Weise das Zeichendruckwerk auf
»Druck ohne Addition« einstellt. Damit nun die Schubstange 32 in den Bereich
der Bahn des Anschlages 71 bei Betätigung der Nichtaddiertaste 62 gehoben
wird, tungreift sie mittels Schlitzes 72, einen Zapfen 73 des Lenkers
65, so daß bei Hebung desselben vom Hebel 64 aus die Schubstange
3:2 mit angehoben wird.