DE3617246A1 - Verfahren zur bestimmung des gehalts an festen kohlenstoffverbindungen in bodenproben - Google Patents
Verfahren zur bestimmung des gehalts an festen kohlenstoffverbindungen in bodenprobenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bestimmung des Gehalts
an festen Kohlenstoffverbindungen in Bodenproben, insbesondere
in Humusböden, durchUmsetzen der festen Kohlenstoffver
bindungen mit einem Reaktanden in CO2 und Überführen des
CO2-Gases in eine Analysenvorrichtung.
Die Analyse von Bodenproben spielt insbesondere in der
Landwirtschaft eine erhebliche Rolle, sei es, um die
zweckmäßigste Art der Bepflanzung festzulegen, sei es,
um Düngepläne aufzustellen. Insbesondere in dem zuletzt
genannten Fall ist die Kenntnis des Gehaltes an Humus
wichtig, der aus organischen Substanzen besteht.
Es ist bekannt, zur Bestimmung des Humusgehaltes zwei
getrennte Analysenverfahren durchzuführen. In dem
einen Analysenverfahren wird durch Verbrennung bei
sehr hoher Temperatur, bei der auch Karbonate unter
Freisetzung ihres gesamten Kohlenstoffgehalts in
Form von CO2 zerfallen, der gesamte Kohlenstoffge
halt festgestellt. Die Verbrennung erfolgt durch Zufuhr
von Sauerstoff. In einem zweiten Verfahren wird unter
Verwendung einer zweiten identischen Bodenprobe der
sogenannte Karbonatgehalt festgestellt. Aus der
Differenz zwischen beiden Messungen lassen sich Rück
schlüsse auf den Humusgehalt ziehen. Es versteht sich,
daß aus der Menge an gemessenem CO2 Rückschlüsse auf
die speziellen kohlenstoffhaltigen Komponenten der
Bodenproben möglich sind.
Bei dem bekannten Verbrennungsverfahren ist jedoch die
Erzeugung einer einheitlichen Reaktionstemperatur bzw.
die Einleitung eines gleichmäßigen Verbrennungsvor
ganges innerhalb des gesamten Probenvolumens schwierig
und mit ungenauen Meßergebnissen verbunden, da die
physikalischen Eigenschaften derartiger Bodenproben
einer raschen und gleichförmigen Ausbreitung der er
forderlichen Reaktionstemperatur entgegenstehen.
Die Bestimmung des Karbonatgehalts von Bodenproben
war bisher noch weitaus schwieriger. Die betreffende
Analyse wurde auf naßchemischem Wege unter gleich
zeitigem, quantitativem Auffangen des freigesetzten
CO2 durchgeführt, wobei die Analysendauer je nach
der Beschaffenheit der Bodenproben zwischen 1 und
10 Stunden dauerte. Im allgemeinen wurden dabei die
Bodenproben in Form einer wässrigen Aufschlämmung
durch Zugabe einer wäßrigen bzw. wasserhaltigen
flüssigen Säure zersetzt, wobei CO2 freigesetzt und
ein Salz aus dem entsprechenden Metall und dem
Radikal der eingesetzten Säure gebildet wurde. Abge
sehen von der aufwendigen Analysenmethode konnte
hierbei nicht immer die Bedingung eingehalten werden,
daß der Humus in seiner vorliegenden Form nicht ange
griffen werden durfte. Ein weiterer Nachteil bestand
bei dem bekannten Verfahren darin daß das quantitative
Auffangen ein Ablesen erforderlich macht.
Weiterhin zeigte sich bei dem bekannten Verfahren die
Anwesenheit von Wasser als nachteilig, da das feuchte
CO2-Gas vor dem Einleiten in eine Analysenvorrichtung
sorgfältig von Wasserdampf befreit werden mußte, ohne
daß dieser Vorgang von einer Absorption von CO2 be
gleitet war. Auch auf der Seite der Reaktionsvor
richtung mußte im Hinblick auf die zu beachtende Tempera
turobergrenze ein entsprechender Aufwand getrieben
werden.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein
Verfahren der eingangs beschriebenen Gattung dahin
gehend zu verbessern und zu vereinfachen, daß ent
weder der Gesamtkohlenstoffgehalt oder der Gehalt
an Karbonaten in kürzerer Zeit und mit höherer Genauig
keit bei verringertem Aufwand bestimmt werden kann.
Die Lösung der gestellten Aufgabe erfolgt bei dem
eingangs beschriebenen Verfahren erfindungsgemäß
dadurch, daß man zu einer vorgegebenen Menge der
trockenen, gemahlenen Bodenprobe Metallpartikel zusetzt
und die trockene Masse in Gegenwart des Reaktanden
induktiv auf Reaktionstemperatur erhitzt.
Die induktive Beheizung erfolgt dabei bevorzugt
durch eine die Probe umgebende, mit Hochfrequenz (HF)
versorgte Induktionsspule. Ein derartiger "Hochfrequenz
ofen" ist einschließlich der zugehörigen Analysenvor
richtung im Handel und wird beispielsweise von der
Firma Leybold-Heraeus GmbH in Hanau, Bundesrepublik
Deutschland, unter der Bezeichnung "CSA 302" hergestellt.
Diese Analysenvorrichtung ist jedoch für die Analyse
rein metallischer Proben vorgesehen.
Es wurde nunmehr überraschend vorgestellt, daß
durch den Zusatz von Metallpartikeln zu an sich nicht
induktiv aufheizbaren Bodenproben eine weitgehend
homogene, schnelle und reproduzierbare Aufheizung der
Bodenproben möglich ist, und daß sehr genaue Analysen
ergebnisse innerhalb einer Zeit von weniger als 1 Minute
vorliegen.
Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich hinsichtlich
der Reaktanden wie folgt differenzieren.:
Bei einem Verfahren zur Bestimmung des Gesamtgehalts
an Kohlenstoffverbindungen durch Verbrennung wird
erfindungsgemäß so verfahren, daß man den Anteil an
Metallpartikeln im Gemisch zwischen 50 und 95
Gewichtsprozent wählt und die Reaktion im Sauerstoff
strom und bei einer Temperatur durchführt, bei der
sämtliche Kohlenstoffverbindungen in CO2 umgesetzt
werden.
Der Sauerstoff bildet in diesem Falle nicht nur das
Reaktionsmittel, sondern auch das Trägergas, durch
welches das aus einem Teil des Sauerstoffs durch
Verbrennung gebildete CO2 der Analysenvorrichtung
zugeführt wird. Daraus ergibt sich, daß der Sauerstoff,
bezogen auf stöchiometrische Verhältnisse im Über
schuß zugesetzt wird.
Bei einem Verfahren zur Bestimmung des Karbonatgehalts
durch Umsetzung der Karbonate mit einer Säure wird er
findungsgemäß so verfahren, daß man zu einer vorge
gebenen Menge der trockenen gemahlenen Bodenprobe
außer den Metallpartikeln eine feste, bei Raum
temperatur in der Masse nicht reagierende anorganische
Säure im Überschuß zusetzt, die Masse auf Reaktions
temperatur erhitzt und das gebildete CO2 mittels einer
Spülgasströmung aus einem Inertgas der Analysenvor
richtung zuführt.
Als anorganische Säure wird dabei bevorzugt im wesent
lichen wasserfreie Ortho-Phosphorsäure verwendet.
Diese Säure ist bei Raumtemperatur fest bzw. kristallin
und hat einen niedrigen Schmelzpunkt von 42,3°C.
Sie hat in geschmolzenem Zustand eine ausreichend ge
ringe Viskosität, um eine vollständige Umsetzung
der Karbonate zu CO2 und den entsprechenden Phosphaten
zu ermöglichen. Die Umsetzung erfolgt dabei in
40 bis 50 Sekunden, so daß eine Anzeige des Meß
und Rechenergebnisses in weniger als 60 Sekunden
möglich ist. Die Umsetzung erfolgt dabei auch bei
Temperaturen von maximal 280°C, so daß der etwa
vorhandene Humus nicht in der Weise angegriffen wird,
daß etwa aus ihm freigesetztes CO2 das Meßergebnis ver
fälschen könnte.
Die Reaktion selbst wird dabei zweckmäßig in einem
entsprechend resistenten Keramik-Tiegel durchgeführt,
der selbst nicht an Hochfrequenz ankoppelt und auch
sonst die Reaktion nicht nachteiligt beeinflußt.
Bei den Karbonaten, die durch die erfindungsgemäße
Säurereaktion umgesetzt werden, handelt es sich bei
spielhaft um Karbonate des Kalziums (CaCO3), des
Magnesiums (MgCO3) sowie um Mischkarbonate wie CaMg (CO3)2,
wie sie vorrangig in Ackerböden gefunden werden.
Die Anwendung der erfindungsgemäßen Säure-Reaktion
ist überall dort möglich, wo aus Bodenproben der
Karbonatgehalt bestimmt werden soll, nämlich bei:
- a) land- und forstwirtschaftlich genutzten Böden,
- b) Ausgangsmaterial für die Aluminiumherstellung (Bauxit),
- c) als Teil der Gesamtanalyse zur Bestimmung des Humusgehaltes in Böden.
Der Erfindungsgegenstand hat den Vorteil, daß sowohl
das erfindungsgemäße Verbrennungsverfahren als auch
das erfindungsgemäße Säure-Reaktionsverfahren im
Zusammenhang mit ein und derselben Analysenvorrichtung
durchgeführt werden kann. Eine solche Analysenvor
richtung wird von der Firma Leybold-Heraeus GmbH in
Hanau/Bundesrepublik Deutschland unter der Bezeichnung
"BINOS" vertrieben. Es handelt sich hierbei um ein
Infrarot-Gasanalysengerät mit einem Mikro-Anemometer,
das in der DE-PS 26 14 181 im Detail be
schrieben ist. Benötigt werden für den Erfindungsgegen
stand entweder nur zwei Hochfrequenzöfen oder eine Um
schaltmöglichkeit für eine Gasversorgung entweder mit
Sauerstoff oder mit einem Inertgas (vorzugsweise
Stickstoff) in einem HF-Ofen.
Wie bereits weiter oben ausgeführt wurde, wird in der
Analysenapparatur der Gehalt an CO2 im Trägergas
quantitativ bestimmt und muß naturgemäß noch in eine
Relation zur Probenmenge und zu dem speziellen, in
der Probe vorhandenen Karbonat, gebracht werden.
Dies kann durch spezielle Faktoren erfolgen, die einem
Rechner gespeichert sind, der Teil der Analysenvor
richtung ist.
Als Metallpartikel kommen zahlreiche Metälle in Frage,
sofern sie nicht selbst störende Reaktionsprodukte er
zeugen oder zu unerwünschten Nebenreaktionen führen.
Bevorzugt kommt Kupferpulver in Frage. Es können je
doch auch Partikel aus ferromagnetischen Metallen einge
setzt werden, deren Ankopplung an das Hochfrequenzfeld
mit steigender Temperatur abnimmt, wie dies beispiel
haft beim Überschreiten der Curie-Temperatur der Fall
ist. Bei Verwendung eines solchen Metalls ergibt sich
vorteilhaft eine automatische Temperaturstabilisierung
mit einer durch die Wahl des Curie-Punktes festlegbaren
Temperatur-Obergrenze.
Es wird nachfolgend anhand eines Vergleichsdiagramms
noch aufgezeigt werden, daß die Analysenergebnisse
sehr gut mit denjenigen übereinstimmen, wie sie bis
her durch die umständlichen naßchemischen Verfahren
gewonnen wurden, die bereits erfolgreich Eingang in
die Praxis gefunden haben.
Um Inhomogenitäten innerhalb der Proben zu vermeiden,
ist es besonders vorteilhaft, die Bodenproben in
großerer Menge zu mahlen, beispielsweise in einer
Kugelmühle, und mehrere Teilmengen hieraus einzeln
zu analysieren und den Mittelwert aus den Analysener
gebnissen zu bilden. Das zweckmäßige Probengewicht
liegt hierbei - je nach der Größe des Analysentiegels -
zwischen etwa 0,2 und 1,0 g. Vorteilhaft werden der
Bodenprobe merklich größere Mengen an Metallpartikeln
und Säure (bei der Säure-Reaktion) zugesetzt, so daß
der Anteil der Bodenprobe an der durch Mischung herge
stellten Gesamtmasse zwischen etwa 5 und 20 Gewichts
prozent liegt.
Für die Durchführung der Säurereaktion ist es besonders
vorteilhaft, wenn der Anteil an Metallpartikeln zwischen
10 und 30 Gewichtsprozent, der Anteil an Ortho-Phosphor
säure zwischen 60 und 80 Gewichtsprozent und der An
teil der Bodenprobe mindestens 5 Gewichtsprozent an der
Gesamtmasse beträgt.
Die Ortho-Phosphorsäure ist in gewissem Umfange hygro
skopisch, so daß das Abwiegen nicht ohne besondere
Vorsichtsmaßnahmen möglich ist. Es empfiehlt sich daher,
unter Abschluß der Luftfeuchtigkeit abgewogene Portionen
in hermetisch abgeschlossenen Behältnissen bereit zu
halten, oder die Säure in Kapselform einzubringen. Es
ist dabei lediglich darauf zu achten, daß etwaige zur
Fernhaltung von Luftfeuchtigkeit dienende Begleitstoffe
kein CO2 absorbieren oder freisetzen.
Als Trägergas für die Säure-Reaktion ist naturgemäß
Sauerstoff nicht geeignet, da bei dieser Reaktion ver
mieden werden muß, daß ein Oxidationsvorgang statt
findet. Als Trägergas sind daher Inertgase, vorzugsweise
Stickstoff einzusetzen, wie er in Stahlflaschen im Handel
erhältlich ist.
100 g luftgetrockneter Boden wurde
in einer Kugelmühle des Typs "Pulverisette" (Herstellerin:
Firma Fritsch, Bundesrepublik Deutschland) 10 min
lang gemahlen. Das auf diese Weise gewonnene Analysen
gut besaß infolgedessen eine ausreichende Feinheit und
Homogenität für die nachstehend beschriebenen Analysen
verfahren.
200 mg des vorstehend beschriebenen Analysenguts wurden
mit 1000 mg reinem Eisenpulver vermischt und das Gemisch
in einem keramischen Analysentiegel mit einem Inhalt
von 5 cm3 gegeben. Der Tiegel wurde in die wasserge
kühlte Hochfrequenzspule eines Analysenofens eingesetzt,
der in einer gasdichten Kammer untergebracht war. Diese
Kammer und die über eine Leitung angeschlossene Analysen
vorrichtung ("BINOS") wurden zunächst ohne Erwärmung der
Probe mit reinem Sauerstoff gespült. Der Sauerstoff wurde
über eine Lanze zugeführt, deren Mündung oberhalb der
Probe im Analysentiegel lag. Nach ausreichender Spülung
wurde die Hochfrequenzspule an den zugehörigen Hoch
frequenzgenerator angeschlossen, worauf nach 2-3 s
Aufheizzeit der von starken Leuchterscheinungen begleitete
Verbrennungsprozeß einsetzte. Das hierbei freigesetzte
CO2 wurde mit dem in Überschuß zugeführten Sauerstoff
(ca. 40 ml/sec) als Spülgas durch die Analysenvorrichtung
geleitet, der CO2-Anteil bestimmt und nach entsprechender
Umrechnung als Karbonatgehalt der Probe angezeigt.
In die gleiche Analysenvorrichtung wie in Beispiel 2
wurde ein neuer Analysentiegel mit einem Probenge
wicht von 200 mg einer Probe nach Beispiel 1 einge
setzt, wobei dieser Probe 400 mg feines Kupferpulver
und 1800 mg Ortho-Phosphorsäure zugesetzt worden
waren. Vor dem Einschalten des Hochfrequenz-Generators
wurde die gesamte Apparatur sorgfältig mit Stickstoff
gespült. Zur Überwachung der Maximaltemperatur des
Reaktionsgemischs befand sich noch ein Thermoelement
im Tiegel. Alsdann wurde der Hochfrequenz-Generator
eingeschaltet, was sich in einem Temperaturanstieg
äußerte. Nach 20 s wurde zunächst ein Schmelzen und
dann ein Aufschäumen des Reaktionsgemischs beobachtet.
Die Liefermenge des über die Lanze zugeführten Träger
gases (Stickstoff) betrug 50 ml/sec. Nach 45 s
war das Aufschäumen beendet, und die Anzeige der Analysen
vorrichtung ließ erkennen, daß der CO2-Transport beendet
war. Die Anzeige des Endergebnisses (Karbonatgehalt)
lag nach 55 s vor.
In Analogie zu Beispiel 3 wurden zahlreiche Proben unter
schiedlicher Böden in Form von Probengemischen mit
gleichen Anteilen ihrer Komponenten (Kupfer und Säure)
bei gleicher Spülgasdosierung untersucht. Parallel
hierzu wurden identische Bodenproben nach dem klassischen
naß-chemischen Verfahren nach "Scheibler" untersucht.
Die Analysenwerte wurden zu Vergleichszwecken in dem nach
folgenden Diagramm aufgetragen, in dem auf Abszisse
und Ordinate der Karbonatgehalt in Gewichtsprozent
an der gesamten Probe aufgetragen ist. Die Abszissen
werte stammen aus den herkömmlichen naß-chemischen
Verfahren, während die Ordinatenwerte mit dem er
findungsgemäßen Verfahren analog Beispiel 3 durchge
führt wurden. Die Regression beträgt r=0,997, die
Konstante ist -0,0636, die 1. Ordnung 1,018. M.a.W:
Der Korrelationskoeffizient von r=0,997 zeigt die gute
Übereinstimmung der Werte nach der Methode "Scheibler"
und nach der erfindungsgemäßen Methode. Die Konstante
von -0,0636 sagt aus, daß über den gesamten Konzen
trationsbereich zwischen den beiden Analysenmethoden
keine systematischen Abweichungen auftreten. Daraus
ergibt sich deutlich, daß die Korrelation sämtlicher
Analysenwerte sehr gut und für die Praxis ausreichend
ist.
Claims (7)
1. Verfahren zur Bestimmung des Gehalts an festen
Kohlenstoffverbindungen in Bodenproben, insbe
sondere in Humusböden, durch Umsetzen der festen
Kohlenstoffverbindungen mit einem Reaktanden in
CO2 und Überführen des CO2-Gases in eine Analysen
vorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß man zu
einer vorgegebenen Menge der trockenen gemahlenen
Bodenprobe Metallpartikel zusetzt und die trockene
Masse in Gegenwart des Reaktanden induktiv auf
Reaktionstemperatur erhitzt.
2. Verfahren nach Anspruch 1 zur Bestimmung des Gesamt
gehaltes an Kohlenstoffverbindungen durch Ver
brennung, dadurch gekennzeichnet, daß man den Anteil
an Metallpartikeln im Gemisch zwischen 50 und 95
Gewichtsprozent wählt und die Reaktion im Sauerstoff
strom und bei einer Temperatur durchführt, bei
der sämtliche Kohlenstoffverbindungen in CO2
umgesetzt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 zur Bestimmung des Karbonat
gehalts durch Umsetzung der Karbonate mit einer
Säure, dadurch gekennzeichnet, daß man zu einer vor
gegebenen Menge der trockenen, gemahlenen Boden
probe außer den Metallpartikeln eine feste, bei
Raumtemperatur in der Masse nicht reagierende
anorganische Säure im Überschuß zusetzt, die Masse
auf Reaktionstemperatur erhitzt und das gebildete
CO2 mittels einer Spülgasströmung aus einem Inert
gas der Analysenvorrichtung zuführt.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß man den Humusgehalt durch Bildung
der Differenz aus dem Gesamtgehalt an Kohlenstoff
verbindungen und dem Karbonatgehalt bestimmt.
5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß man als anorganische Säure im wesentlichen
wasserfreie Ortho-Phosphorsäure verwendet.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Anteil an Metallpartikeln zwischen 10
und 30 Gewichtsprozent, der Anteil an Ortho-
Phosphorsäure zwischen 60 und 80 Gewichtsprozent
und der Anteil der Bodenprobe mindestens 5 Gewichts
prozent an der Gesamtmasse beträgt.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Metallpartikel aus Kupfer bestehen.
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