DE3542741A1 - Torsionsschwingungseinrichtung - Google Patents
TorsionsschwingungseinrichtungInfo
- Publication number
- DE3542741A1 DE3542741A1 DE19853542741 DE3542741A DE3542741A1 DE 3542741 A1 DE3542741 A1 DE 3542741A1 DE 19853542741 DE19853542741 DE 19853542741 DE 3542741 A DE3542741 A DE 3542741A DE 3542741 A1 DE3542741 A1 DE 3542741A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- polarization
- segment electrodes
- electrodes
- electrostrictive
- polarized
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
- 230000010355 oscillation Effects 0.000 title abstract description 4
- 230000010287 polarization Effects 0.000 claims abstract description 40
- 239000000463 material Substances 0.000 claims abstract description 13
- 239000002184 metal Substances 0.000 claims description 10
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 claims description 10
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 claims description 4
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 2
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 3
- 238000005520 cutting process Methods 0.000 description 2
- 230000005684 electric field Effects 0.000 description 2
- 230000001976 improved effect Effects 0.000 description 2
- 238000003754 machining Methods 0.000 description 2
- 238000012986 modification Methods 0.000 description 2
- 230000004048 modification Effects 0.000 description 2
- 238000004804 winding Methods 0.000 description 2
- RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N Copper Chemical compound [Cu] RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 239000004593 Epoxy Substances 0.000 description 1
- 230000015556 catabolic process Effects 0.000 description 1
- 239000000919 ceramic Substances 0.000 description 1
- 239000011248 coating agent Substances 0.000 description 1
- 238000000576 coating method Methods 0.000 description 1
- 239000011889 copper foil Substances 0.000 description 1
- 238000005034 decoration Methods 0.000 description 1
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 description 1
- 238000005516 engineering process Methods 0.000 description 1
- 238000009413 insulation Methods 0.000 description 1
- 239000012212 insulator Substances 0.000 description 1
- 238000003801 milling Methods 0.000 description 1
- 230000002093 peripheral effect Effects 0.000 description 1
- 238000007639 printing Methods 0.000 description 1
- 238000007740 vapor deposition Methods 0.000 description 1
- 239000002966 varnish Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B06—GENERATING OR TRANSMITTING MECHANICAL VIBRATIONS IN GENERAL
- B06B—METHODS OR APPARATUS FOR GENERATING OR TRANSMITTING MECHANICAL VIBRATIONS OF INFRASONIC, SONIC, OR ULTRASONIC FREQUENCY, e.g. FOR PERFORMING MECHANICAL WORK IN GENERAL
- B06B1/00—Methods or apparatus for generating mechanical vibrations of infrasonic, sonic, or ultrasonic frequency
- B06B1/02—Methods or apparatus for generating mechanical vibrations of infrasonic, sonic, or ultrasonic frequency making use of electrical energy
- B06B1/06—Methods or apparatus for generating mechanical vibrations of infrasonic, sonic, or ultrasonic frequency making use of electrical energy operating with piezoelectric effect or with electrostriction
- B06B1/0644—Methods or apparatus for generating mechanical vibrations of infrasonic, sonic, or ultrasonic frequency making use of electrical energy operating with piezoelectric effect or with electrostriction using a single piezoelectric element
- B06B1/0655—Methods or apparatus for generating mechanical vibrations of infrasonic, sonic, or ultrasonic frequency making use of electrical energy operating with piezoelectric effect or with electrostriction using a single piezoelectric element of cylindrical shape
-
- H—ELECTRICITY
- H10—SEMICONDUCTOR DEVICES; ELECTRIC SOLID-STATE DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H10N—ELECTRIC SOLID-STATE DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H10N30/00—Piezoelectric or electrostrictive devices
- H10N30/01—Manufacture or treatment
- H10N30/04—Treatments to modify a piezoelectric or electrostrictive property, e.g. polarisation characteristics, vibration characteristics or mode tuning
- H10N30/045—Treatments to modify a piezoelectric or electrostrictive property, e.g. polarisation characteristics, vibration characteristics or mode tuning by polarising
-
- H—ELECTRICITY
- H10—SEMICONDUCTOR DEVICES; ELECTRIC SOLID-STATE DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H10N—ELECTRIC SOLID-STATE DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H10N30/00—Piezoelectric or electrostrictive devices
- H10N30/20—Piezoelectric or electrostrictive devices with electrical input and mechanical output, e.g. functioning as actuators or vibrators
- H10N30/208—Piezoelectric or electrostrictive devices with electrical input and mechanical output, e.g. functioning as actuators or vibrators using shear or torsion displacement, e.g. d15 type devices
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Manufacturing & Machinery (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Electrical Machinery Utilizing Piezoelectricity, Electrostriction Or Magnetostriction (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Torsionsschwingungseinrichtung insbesondere zur Ver
wendung bei einer Werkzeugmaschine od. dgl. nach dem Oberbegriff des Patentan
spruchs 1 sowie ein Verfahren zur Herstellung eines Elektrostriktivelements
für eine solche Torsionsschwingungseinrichtung.
Torsionsschwingungseinrichtungen haben eine Vielzahl von industriellen
Anwendungen. Wird beispielsweise eine Werkstückbearbeitung unter Anwen
dung von Ultraschallschwingungen auf eine Schnittkante an einer Werkzeug
maschine wie einer Drehbank, einem Fräser, einem Bohrer oder einem Gewin
deschneider, ausgeführt, so wird der Schnittwiderstand drastisch verrin
gert, die Bearbeitungsgenauigkeit erhöht, die Lebensdauer des Werkzeugs
entsprechend erhöht und die Bearbeitung von schwer zu bearbeitenden Ma
terialien erleichtert. Ein Torsionsschwingungsgenerator, der für derarti
ge Anwendungen geeignet ist, erfordert eine relativ große Antriebsleistung.
Zur Erreichung der zuvor erläuterten Effekte wird eine Torsionsschwingungs
einrichtung vorgeschlagen, die ein Elektrostriktivelement aufweist, das
in Umfangsrichtung polarisiert ist und in Abhängigkeit von einer in Dicken
richtung angelegten Betriebsspannung in Umfangsrichtung Schubschwingungen
erzeugt. Das Elektrostriktivelement wird zwischen Metallteilen gehalten,
insbesondere mit diesen integral verspannt, und wird aktiviert um Resonanz
schwingungen zu induzieren. Ein Beispiel eines bekannten Elektrostriktiv
elements wird unter Bezugnahme auf Fig. 1 der Zeichnung erläutert.
Bei dem in Fig. 1 gezeigten bekannten Elektrostriktivelement 1 sind mehre
re Elektroden 2 in gleichen Abständen über den Umfang des Elektrostriktiv
elements 1 verteilt. Die Elektroden 2 erstrecken sich dabei von einer Ober
fläche über eine Umfangsfläche zu der anderen Oberfläche. Eine hohe
Gleichspannung wird zwischen jeweils benachbarte Elektroden 2 angelegt,
um alle Elektroden nacheinander in Umfangsrichtung in der durch Pfeile
angedeuteten Weise zu polarisieren. Im Anschluß an die Polarisierung auf
dem gesamten Umfang werden die vollständigen Elektroden entfernt und an
schließend die Oberflächen nachbearbeitet, um so die durch die Polarisa
tion verursachten Oberflächenströme zu korrigieren. Danach werden erneut
Elektroden auf den beiden Oberflächen ausgebildet, um so das gewünschte
Elektrostriktivelement zu gewinnen. In einem beispielhaften Torsionsschwin
gungsgenerator (JA-PS 50-9 159) werden mehrere Elektrostriktivelemente
wechselseitig aufeinandergelegt, so daß sie elektrisch parallel liegen.
Nachdem dann Metallteile an die beiden Seiten angeschlossen worden sind,
werden alle miteinander mit Hilfe einer mittigen Schrauben od. dgl. ver
spannt.
Die voranstehenden Erläuterungen machen deutlich, daß bei dem bekannten
Elektrostriktivelement der Schritt der Polarisation jeweils benachbarter
Elektroden zur Ausbildung von Restpolarisierungen in Umfangsrichtung eine
der Anzahl von Abschnitten entsprechende Anzahl von Malen wiederholt wer
den muß. Außerdem muß die Anzahl von Abschnitten erheblich vergrößert wer
den, wenn man eine in Umfangsrichtung im wesentlichen gleichmäßige Polari
sation erreichen möchte. Das wiederum führt zu einer erheblichen Kompli
zierung des Arbeitsablaufs.
Weiter besteht ein Problem darin, daß die Polarisation nur jeweils teil
weise durchgeführt wird. Dadurch ist das Material in der Gefahr, aufgrund
der auftretenden Spannungen zu brechen, so daß der Ausschußanteil relativ
groß ist. Ist die Anzahl der Abschnitte klein, so können entgegengerich
tete elektrische Felder in anderen Bereichen durch eine Umfangsverschie
bung erzeugt werden, was dazu führt, daß die erwünschten Polaritäten aus
gelöscht werden. Damit wird die Wirkung der Polarisation verschlechtert.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Torsions
schwingungseinrichtung anzugeben, bei der lediglich ein einziger Polarisa
tionsschritt ausreicht zur Erzielung der vollständigen Polarisation, ohne
daß Bruchprobleme auftreten und mit einer gleichwohl verbesserten Wirkung
der Aufteilung in einzelne Abschnitte.
Die erfindungsgemäße Torsionsschwingungseinrichtung ist durch die Merk
male des Anspruchs 1 gekennzeichnet. Ein Verfahren zur Herstellung eines
besonders zweckmäßigen Elektrostriktivelements ist in Anspruch 3 an
gegeben.
In der vorliegenden Erfindung werden mehrere Elektroden auf der Oberfläche
eines ringförmigen Elements aus elektrostriktivem Material ausgebildet
und jeweils benachbarte Elektroden werden so polarisiert, daß sie in Um
fangsrichtung wechselseitig entgegengerichtet polarisiert sind. Der Pola
risationsschritt muß nur noch einmal ausgeführt werden und folglich gibt
es keine Bruchprobleme bei der Polarisation. Im übrigen wird eine merklich
größere Polarisationswirkung erreicht.
Weitere Erläuterungen zu der erfindungsgemäßen Torsionsschwingungseinrich
tung finden sich in der nachfolgenden Erläuterung eines bevorzugten Ausfüh
rungsbeispiels der Erfindung anhand der Zeichnung. In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 in perspektivischer Ansicht ein Ausführungsbeispiel eines be
kannten Elektrostriktivelements,
Fig. 2 in perspektivischer Darstellung ein Ausführungsbeispiel eines
Elements aus elektrostriktivem Material gemäß der Erfindung,
Fig. 3 in Draufsicht ein Elektrostriktivelement während der Polarisa
tion,
Fig. 4 in Draufsicht ein Elektrostriktivelement mit Steuer-Elektroden,
Fig. 5 in Draufsicht eine Elektrodenplatte,
Fig. 6 im Vertikalschnitt einen Torsionsschwingungsgenerator,
Fig. 7 eine perspektivische Darstellung zur Erläuterung der Schwingungs
vorgänge,
Fig. 8 eine Ansicht zur Erläuterung der Schwingungsvorgänge entsprechend
Fig. 7,
Fig. 9 und Fig. 10 in Draufsicht abgewandelte Ausführungsbeispiele von Elektro
striktivelementen und
Fig. 11 in einer Draufsicht ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel
einer Elektrodenplatte.
Nachfolgend wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der vorliegenden Er
findung unter Bezugnahme auf die Fig. 2 bis 8 näher erläutert. Das hier
dargestellte bevorzugte Ausführungsbeispiel einer Torsionsschwingungsein
richtung weist vier Segmentelektroden auf. Fig. 2 zeigt zunächst ein ring
förmiges Element 3 aus elektrostriktivem Material, bei dem sich die zu
polarisierenden Elektroden 5 von einer Außenfläche zur anderen Außenfläche
über eine Umfangsfläche erstrecken und einen gürtelartigen Kreuzbereich 4
in diametraler Richtung frei lassen. Eine Polarisations-Spannungsquelle 6
ist beim Element 3 mit diesem verbunden, um eine Polarisation in der Weise
auszuführen, daß die Polaritäten jeweils benachbarter Polarisations-Seg
mentelektroden 5 einander entgegengerichtet sind. Im Ergebnis werden also
wechselseitig entgegengesetzte Polarisationen in allen Bereichen zwischen
den Polarisations-Segmentelektroden 5 gleichzeitig erzeugt, wie das durch
die Pfeile in Fig. 3 angedeutet ist. Diese Polaritäten verbleiben als
Restpolaritäten (Remanenzpolaritäten) im Element 3 erhalten. Die Polari
sations-Segmentelektroden 5 werden nach der Polarisation entfernt und
auf einer Außenfläche des Elements 3 werden, wie in Fig. 4 gezeigt,
Steuer-Segmentelektroden 7 ausgebildet. Die Steuer-Segmentelektroden 7
weichen um 45° von den zuvor erläuterten Polarisations-Segmentelektroden 5
in Umfangsrichtung ab. Auf der gegenüberliegenden Außenfläche wird eine
gemeinsame Elektrode ausgebildet, die sich über die volle Außenfläche er
streckt. Insgesamt wird dadurch ein gewünschtes fertiges Elektrostriktiv
element 8 geschaffen.
Eine Elektrodenplatte 9 ist in Fig. 5 dargestellt. Eine solche Elektroden
platte 9 besteht aus einer Leiterplatte für eine gedruckte Schaltung, die
ihrerseits dadurch erzeugt wird, daß Kupferfolien auf die beiden Außen
flächen einer dünnen Tragplatte 10 aus Epoxidharz oder einem anderen Kunst
stoff aufgebracht werden. Elektroden 11 als Steuer-Segmentelektroden 11,
die in der Form mit den Steuer-Segmentelektroden 7 von Fig. 4 übereinstim
men, sind auf den beiden Außenflächen mit dazwischen verbleibenden Ab
standsbereichen 12. Außerdem ist jede der Steuer-Segmentelektroden 11 mit
einem Anschluß 13 für den Anschluß an eine elektrische Spannung versehen,
der im hier dargestellten Ausführungsbeispiel als Anschlußlappen mit
einer mittiqen Öffnung 14 ausgeführt ist.
Das Elektrostriktivelement 8 und die Elektrodenplatte 9, die auf diese Wei
se hergestellt worden sind, werden in der in Fig. 6 dargestellten Weise
zur Herstellung eines Torsionsschwingungsgenerators 15 zusammengebaut. Die
Steuer-Segmentelektroden 7 werden auf beiden Seiten der Elektrodenplatte 9
an den dortigen Steuer-Segmentelektroden 11 zur Anlage gebracht. Ein Me
tallteil 16 wird an der Außenfläche eines der Elektrostriktivelemente 8
zur Anlage gebracht. An der vollständigen Außenfläche des anderen Elektro
striktivelements 8 wird eine Masseelektrode 17 angebracht und danach wird
auch an diese Außenfläche der Masseelektrode 17 ein Metallteil 18 zur An
lage gebracht. Im Metallteil 16 ist im hier dargestellten Ausführungsbei
spiel eine Gewindebohrung 19 ausgebildet, während Durchgangsbohrungen 20,
21, 22, 23 in der Elektrodenplatte 9, den beiden Elektrostriktivelementen 8,
der Masseelektrode 17 und dem weiteren Metallteil 18 vorgesehen sind. Ein
in die Gewindebohrung 19 durch die Durchgangsbohrungen 20, 21, 22, 23 ein
geschraubter Gewindebolzen 24 dient zur integralen Verspannung aller Teile
miteinander. Um zu verhindern, daß ein dielektrischer Durchschlag erfolgt,
der ansonsten unter Umständen durch Kriechströme zwischen den Elektroden
erfolgen könnte, wird in den Abstandsbereichen 12 zwischen den Elektroden
der Elektrostriktivelemente 8 und der Elektrodenplatte 9 ein Isolierlack
od. dgl. aufgebracht, bevor der Torsionsschwingungsgenerator 15 endgültig
zusammengebaut wird.
Die elektrischen Verbindungen werden in der in Fig. 4 dargestellten Weise
ausgeführt. Eine Primärwicklung 26 eines Übertragers 27 ist mit einer Be
triebsspannungsquelle 25 verbunden. Ein Abgriff 29 einer Sekundärwicklung 28
des Übertragers 27 ist mit der Masseelektrode 17 verbunden. Die beiden En
den der Sekundärwicklung 28 sind mit den Steuer-Segmentelektroden 7 so ver
bunden, daß die Polaritäten benachbarter Elektroden 7 einander entgegenge
richtet sind. Während das Metallteil 18 über die Masseelektrode 17 unmit
telbar mit Masse verbunden ist, ist das Metallteil 16 auf dem Weg über den
Gewindebolzen 24 und das Metallteil 18 ebenfalls damit verbunden.
Bevor weiter unten die Funktionsweise des hier dargestellten Ausführungs
beispiels einer Torsionsschwingungseinrichtung erläutert wird, soll zu
nächst eine Erläuterung des Grundprinzips der Erzeugung von Schubschwin
gungen anhand der Fig. 7 und 8 gegeben werden. Zunächst werden auf den
Seiten A und B eines rechteckigen Elements aus elektrostriktivem Material
Elektroden ausgebildet und eine Polarisation in Längsrichtung er
zeugt. Dann werden die Elektroden auf den Seiten A und B entfernt und wei
tere Elektroden auf den Seiten C und D angebracht. Wird nun ein elek
trisches Feld in Dickenrichtung angelegt, das senkrecht zur Polarisations
richtung verläuft, so werden die Seiten C und D in Richtung der Polarisa
tion gegeneinander verschoben. Geschieht die Spannungsbeeinflussung mit
einer hochfrequenten Wechselspannung, die auf die Resonanzfrequenz für
die Schubschwingungen des rechteckigen Elements aus elektrostriktivem Ma
terial abgestimmt ist, so werden Resonanzschwingungen in Längsrichtung in
duziert.
Zurück zum Ausführungsbeispiel der dargestellten Torsionsschwingungsein
richtung ergibt die voranstehende Erläuterung, daß nach Anlegen einer Span
nung an die Steuer-Segmentelektroden 7 das Elektrostriktivelement 8 in
Polarisationsrichtung einer Verschiebung der Außenflächen gegeneinander,
also einer Scherung unterworfen wird. Die Bereiche des Elektrostrik
tivelements 8 unter den Steuer-Segmentelektroden 7 sind vorzugsweise so
polarisiert, daß die benachbarten Bereiche wechselseitig entgegengerich
tete Polaritäten in Umfangsrichtung aufweisen, daß aber die angelegte
Spannung hinsichtlich benachbarter Steuer-Segmentelektroden 7 entgegengerichtet
ist, so daß die resultierenden Schubkräfte in Umfangsrichtung gleichgerichtet
sind. Daraus folgt, daß der Torsionsschwingungsgenerator 15 eine
Resonanz-Torsionsschwingung erzeugt, die ihre maximale Amplitude an den
beiden Enden des Torsionsschwingungsgenerators 15 hat, jedoch in wechsel
seitig entgegengesetzten Richtungen umfangsmäßig schwingt.
Die Fig. 9 und 10 zeigen Beispiele von Abwandlungen des Elektrostriktiv
elements 8. Unter Bezugnahme zunächst auf die Abwandlung von Fig. 9 ist
darauf hinzuweisen, daß hier zwei Polarisations-Segmentelektroden 5
durch Aufteilung in Umfangsrichtung ausgebildet werden, wie das in Fig. 9a
dargestellt ist. Zur Ausbildung der in Fig. 9a gezeigten Polarisierungs
richtungen werden die Polarisations-Segmentelektroden 5 dann polarisiert.
Danach werden Steuer-Segmentelektroden 7 wie in Fig. 9b gezeigt ausgebildet.
Von diesem Ausführungsbeispiel unterscheidet sich die in Fig. 10 dargestellte
Modifikation lediglich dadurch, daß insgesamt sechs Segmentelektroden 5 bzw. 7
durch Aufteilung in Umfangsrichtung ausgebildet werden, wobei die Polari
sation in der zuvor erläuterten Weise abläuft.
Wenn auch im zuvor erläuterten Ausführungsbeispiel alle Teile des Tor
sionsschwingungsgenerators 15 miteinander mit Hilfe eines Gewindebolzens 24
verspannt sind, kann doch die Gesamtanordnung auch so abgewandelt werden,
daß die mittige Gewindebohrung entfernt und am Umfang angeordnete Bolzen
für die Verspannung der Teile verwendet werden. Auch kann eine größere An
zahl von Elektrostriktivelementen 8 verwendet werden. Die Elektrodenplat
te 9 in Form einer zuvor erläuterten Leiterplatte kann auch durch eine
Isolatorplatte aus Keramik od. dgl. mit darauf ausgebildeten Elektroden,
beispielsweise ausgebildet durch Aufdampfen, Beschichten oder Aufdrucken,
ersetzt werden. Auch kann der Torsionsschwingungsgenerator 15 mit nur einem
Elektrostriktivelement 8 mit Steuer-Segmentelektroden 11 auf nur einer
Seite der Elektrodenplatte 9 konstruiert werden.
Ein besonderes Ausführungsbeispiel einer Elektrodenplatte 9 ist in Fig. 11
dargestellt. Bei diesem Beispiel ist der Außendurchmesser größer als der
des Elektrostriktivelements 8, der hier strichpunktiert dargestellt ist,
und Schlitze 30 in Form eines Kreuzes erstrecken sich von einer mittigen
Ausnehmung her nach außen. Die in Fig. 11 noch gezeichneten, stehenblei
benden Verbindungsbereiche 31 außerhalb der Schlitze 30 werden nach er
folgtem Zusammenbau des Torsionsschwingungsgenerators 15 dann einfach
weggeschnitten, so daß sich separate Segmentelektroden 11 ergeben. Das
ist natürlich isolationstechnisch besonders zweckmäßig.
Entsprechend der zuvor erläuterten Erfindung wird eine gerade Anzahl von
Polarisations-Segmentelektroden 5 auf einem Element 3 aus elektrostrikti
vem Material ausgebildet und so polarisiert, daß jeweils benachbarte Po
larisations-Segmentelektroden 5 einander entgegengerichtete Restpolaritä
ten aufweisen. Folglich kann die erforderliche Polarisation in Umfangsrich
tung durch einen einzigen Arbeitsschritt ausgeführt werden, wobei sich ein
ganz erheblicher Wirkungsgrad der Polarisation ergibt. Dadurch wird die
Herstellung eines Hochleistungs-Torsionsschwingungsgenerators 15 erheblich
vereinfacht, Bruchprobleme während der Polarisation werden vermieden und
die Ausschußrate wird auf ein Minimum gesenkt.
Claims (4)
1. Torsionsschwingungseinrichtung mit mindestens einem Elektrostriktiv
element und Metallteilen, wobei die Metallteile an die Außenflächen des
Elektrostriktivelements angeschlossen und mit dem Elektrostriktivelement
integral verspannt sind, wobei das Elektrostriktivelement mehrere auf
einem ringförmigen Element aus elektrostriktivem Material verteilte Po
larisations-Segmentelektroden aufweist, die zwischen sich in Umfangsrich
tung polarisierte Bereiche bilden und wobei auf einer Seite des ringför
migen Elements mehrere Steuer-Segmentelektroden angeordnet und jeweils
auf die im ringförmigen Element ausgebildeten polarisierten Bereiche zen
triert sind, dadurch gekennzeichnet, daß das Elektro
striktivelement (8) eine gerade Anzahl von Polarisations-Segmentelektro
den (5) aufweist und jeweils benachbarte Polarisations-Segmentelektro
den (5) einander entgegengerichtete Polaritäten aufweisen, so daß je
weils benachbarte polarisierte Bereiche in Umfangsrichtung wechselseitig
entgegengesetzt polarisiert sind, und daß auf der anderen Seite des ring
förmigen Elements (3) eine gemeinsame Elektrode angeordnet ist.
2. Torsionsschwingungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß an jeweils benachbarte Steuer-Segmentelektroden (7; 11) einander in
der Phase entgegengerichtete Betriebsspannungen anlegbar sind.
3. Verfahren zur Herstellung eines Elektrostriktivelements für eine Tor
sionsschwingungseinrichtung, bei dem an einem ringförmigen Element aus
elektrostriktivem Material in Umfangsrichtung verteilt mehrere Polarisa
tions-Segmentelektroden ausgebildet, an die Polarisations-Segmentelektro
den Spannungen angelegt und so zwischen den Polarisations-Segmentelektro
den in Umfangsrichtung polarisierte Bereiche des Elements aus elektro
striktivem Material ausgebildet werden, dadurch gekenn
zeichnet, daß an alle Polarisations-Segmentelektroden gleichzeitig
Spannungen angelegt werden, und zwar an jeweils benachbarte Polarisations-
Segmentelektroden Spannungen mit einander entgegengerichteten Polaritäten.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß nach Ausbildung
der in Umfangsrichtung polarisierten Bereiche im Element aus elektrostrik
tivem Material die Polarisations-Segmentelektroden entfernt und auf die
polarisierten Bereiche zentrierte Steuer-Segmentelektroden aufgebracht wer
den und daß die Steuer-Segmentelektroden mit Steuerspannungen einander ent
gegengerichteter Polaritäten angesteuert werden.
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE19853542741 DE3542741A1 (de) | 1985-12-03 | 1985-12-03 | Torsionsschwingungseinrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE19853542741 DE3542741A1 (de) | 1985-12-03 | 1985-12-03 | Torsionsschwingungseinrichtung |
Publications (2)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE3542741A1 true DE3542741A1 (de) | 1987-06-04 |
DE3542741C2 DE3542741C2 (de) | 1988-12-01 |
Family
ID=6287500
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE19853542741 Granted DE3542741A1 (de) | 1985-12-03 | 1985-12-03 | Torsionsschwingungseinrichtung |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE3542741A1 (de) |
Cited By (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
FR2728755A1 (fr) * | 1994-12-23 | 1996-06-28 | Thomson Csf | Transducteur acoustique en anneau precontraint |
US5793148A (en) * | 1995-06-19 | 1998-08-11 | Tetra Laval Holdings & Finance S.A. | Arrangement in a drive unit for an ultrasound sealing unit |
Citations (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE2363236A1 (de) * | 1972-12-27 | 1974-07-11 | Ngk Spark Plug Co | Wandler zum erzeugen von drehschwingungen |
-
1985
- 1985-12-03 DE DE19853542741 patent/DE3542741A1/de active Granted
Patent Citations (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE2363236A1 (de) * | 1972-12-27 | 1974-07-11 | Ngk Spark Plug Co | Wandler zum erzeugen von drehschwingungen |
Non-Patent Citations (1)
Title |
---|
JP-P-8250-9.159 * |
Cited By (3)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
FR2728755A1 (fr) * | 1994-12-23 | 1996-06-28 | Thomson Csf | Transducteur acoustique en anneau precontraint |
WO1996020046A1 (fr) * | 1994-12-23 | 1996-07-04 | Thomson-Csf | Transducteur acoustique en anneau precontraint |
US5793148A (en) * | 1995-06-19 | 1998-08-11 | Tetra Laval Holdings & Finance S.A. | Arrangement in a drive unit for an ultrasound sealing unit |
Also Published As
Publication number | Publication date |
---|---|
DE3542741C2 (de) | 1988-12-01 |
Similar Documents
Publication | Publication Date | Title |
---|---|---|
DE3710874C2 (de) | ||
DE3635806C2 (de) | ||
EP1932191B1 (de) | Piezoelektrischer Transformator | |
DE3542443C2 (de) | ||
DE3005313C2 (de) | Halbleiteranordnung | |
DE69512164T2 (de) | Vibrationsangetriebener Motor | |
DE3927711C2 (de) | Lamellierte Induktivität | |
EP0031427A2 (de) | Dickschicht-Kondensator | |
DE2726040B2 (de) | Hochfrequenz-Halbleiteranordnung | |
DE3050661C2 (de) | Anordnung zur Verbindung zweier Leiterstabenden | |
DE1589808A1 (de) | Spulenanordnung zur Verwendung in einer magnetischen Formervorrichtung | |
DE3143336A1 (de) | Halbleitergleichrichterbaueinheit | |
DE19834461A1 (de) | Vielschicht-Piezoaktor | |
DE2018755C2 (de) | Hochspannungs-Stapelkondensator und Verfahren zu seiner Herstellung | |
DE68915885T2 (de) | Verbindungsvorrichtung zwischen einer integrierten Schaltung und einer elektrischen Schaltung und Herstellungsverfahren derselben. | |
EP3844866B1 (de) | Ultraschallaktor | |
EP0204976B1 (de) | Drahtführungsanordnung zur Führung einer Drahtelektrode einer Elektroerosionsmaschine | |
DE3542741A1 (de) | Torsionsschwingungseinrichtung | |
DE3630880C2 (de) | ||
WO2002024965A1 (de) | Vorrichtung zum induktiven aufheizen von werkstücken | |
DE2259133C3 (de) | Verfahren zum Kontaktieren einer Halbleiteranordnung und Anwendung des Verfahrens | |
DE1925064A1 (de) | Transformator | |
DE2839114A1 (de) | Elektrische maschine, wie transformator, drosselspule, spannungskonstanthalter, o.dgl. | |
EP0642204B1 (de) | Rotoranordnung für eine elektrische Maschine | |
DE1563016C3 (de) | Wicklung für eine rotierende elektrische Maschine |
Legal Events
Date | Code | Title | Description |
---|---|---|---|
OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
D2 | Grant after examination | ||
8364 | No opposition during term of opposition | ||
8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |