DE3532910C2 - Abfüllmaschine für stückiges Füllgut - Google Patents
Abfüllmaschine für stückiges FüllgutInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Abfüllmaschine für feste, stückige
Füllgüter, insbesondere Nahrungsmittel, wie Blumenkohl,
Broccoli, Bohnen, Rosenkohl, gemischtes Gemüse, Kirschen und
andere Früchte, Karotten usw. in Konservendosen, Gläser oder
andere Behälter.
Vorrichtungen und Verfahren zum automatischen Füllen von
Behältern, etwa Konservendosen, mit Nahrungsmitteln oder anderen
Produkten sind weithin bekannt. Derartige Vorrichtungen werden
z. B. zum Füllen von Behältern mit flüssigen, halbflüssigen,
pasteusen oder festen Füllgütern verwendet. Dabei müssen die
Vorrichtungen so beschaffen sein, daß sie eine genaue Dosierung
des Füllgutes ermöglichen.
Vorrichtungen und Verfahren zum Füllen von Behältern mit
flüssigen oder pasteusen Produkten sind allgemein im Gebrauch.
Bekannte Abfüllmaschinen für feste Nahrungsmittel weisen jedoch
verschiedene Nachteile auf, etwa das Schneiden und Abscheren
eines Teiles der festen Produkte, wodurch die Gesamtqualität
verringert wird.
So ist aus der DE-AS 11 55 261 eine Einrichtung zum Dosieren von
vorzugsweise leicht rieselndem Füllgut bekannt. Die Einrichtung
besteht im wesentlichen aus einer schrittweise umlaufenden
Anordnung zum Aufnehmen und Weitergeben der über einen Behälter
jeweils zugeführten Füllgutmenge. Dabei weist die umlaufende
Anordnung nach oben offene, im wesentlichen zylinderförmige
Aussparungen auf, die nach unten über eine stationäre Platte
abgedichtet sind. In einer Ladestellung der umlaufenden
Anordnung ist es daher möglich, daß von oberhalb der Anordnung
aus dem Behälter zugeführte Füllgut aufzunehmen. Zur Weitergabe
des Füllgutes ist in der Platte eine Öffnung vorgesehen, die
bewirkt, daß das Füllgut in einer späteren Befüllungsstellung
der umlaufenden Anordnung in ein unter der Öffnung
positioniertes, nach oben hin offenes Behältnis, z. B. eine Dose
gelangen kann. Um die exakte Menge Füllgut dosieren zu können,
ist vor der Befüllungsstellung eine Dosierstellung mit einer
Dosiereinrichtung vorgesehen, die eine in der Platte angeordnete
Kolbeneinheit aufweist, die von unten in die zylindrische
Aussparung eingreift und das Füllgut anhebt, woraufhin ein Teil
des Füllgutes nach oben aus der Aussparung austritt und von
einem Schieber entfernt wird, wodurch eine gewünschte Menge an
Füllgut in der Aussparung zurückbleibt. Anschließend bewegt sich
der Kolben in seine Ausgangsstellung zurück und die Anordnung
kann in die Befüllungsstellung weiterbewegt werden. Der Hub des
Kolbens und somit die Dosiermenge ist einstellbar. Allerdings
verhindert dieses Verfahren nicht, daß ein Teil des Füllgutes
beschädigt wird, z. B. durch Quetschen, oder verlorengeht. Auch
benötigt dieses Verfahren mindestens drei Stellungen der
umlaufenden Anordnung, wodurch ein erheblicher technischer
Aufwand erforderlich ist.
Aus der DE-AS 15 11 518 ist eine Vorrichtung zum Dosieren von
fasrigem Gut, insbesondere Tabak, mit einer
Einführungseinrichtung, mit einem von diesem gespeisten
vertikalen Zuführungsrohr und einer Dosiereinrichtung für das
Gut bekannt. Die Einführungseinrichtung weist dabei eine Anzahl
von parallel zueinander beabstandeten Nadeln auf, die durch
Öffnungen im Zuführungsrohr einerseits in eine Sperrstellung
bewegt werden können, in der sie die Bewegung des Gutes
blockieren und andererseits in eine Öffnungsstellung bewegbar
sind, in der sie den Stofffluß freigeben. Allerdings wird beim
Überführen der Nadeln von der Öffnungsstellung in die
Sperrstellung ein Teil des Gutes beschädigt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Abfüllmaschine
zu schaffen, mit der sich stückiges, kleines Füllgut dosiert
in Behälter abfüllen läßt, ohne daß das Füllgut zerschnitten,
abgeschert oder sonstwie wesentlich beschädigt wird. Es wird
außerdem angestrebt, das Abfüllen schnell und genau auszufüh
ren.
Die Erfindung geht aus von einer Abfüllmaschine für feste,
stückige Stoffe, insbesondere Nahrungsmittel, mit einer Zufüh
rungseinrichtung für die Stoffe, mit einem von dieser
gespeisten Fallrohr, mit einer Dosiervorrichtung und mit einer
Behälterfüllstation, wobei die Dosiervorrichtung einen Dreh
tisch umfaßt, der eine Anzahl Hohlräume aufweist, die nachein
ander in Fluchtung mit dem Fallrohr gebracht werden können.
Die Lösung der Aufgabe ist gegeben durch einen Dosierkolben,
der in eine erste, obere Stellung bewegbar ist, in der er in
den jeweils unter dem Fallrohr liegenden Hohlraum hineinragt,
und in eine zweite, untere Stellung, in der er außerhalb des
Hohlraums liegt und die Bewegung des Drehtisches nicht behin
dert, und durch eine Anzahl Nadeln, die durch Öffnungen in dem
Fallrohr einerseits in eine Sperrstellung bewegbar sind, in
der sie die Bewegung der stückigen Stoffe blockieren, und ande
rerseits in eine Öffnungsstellung, in der sie den Stofffluß
freigeben.
Gemäß einer besonderen Ausführungsform sind die Nadeln parallel
im Abstand zueinander in einer Durchmesserebene des Fallrohres
angeordnet. Die Höhe dieser Durchmesserebene gegenüber dem un
teren Ende des Fallrohres ist dabei mitbestimmend für die abge
füllte Menge des Füllgutes.
Vorzugsweise sind die Nadeln in einem Abstand von dem unteren
Ende des Fallrohres angeordnet, der wenigstens gleich der
größtmöglichen Abmessung der einzufüllenden Stoffstücke ist.
Dadurch wird gewährleistet, daß bei der Weiterbewegung des
Drehtisches kein Stück des Füllgutes am unteren Ende des Fall
rohres abgeschert wird.
In gleichem Sinne wirkt die Weiterbildung, daß der Hub des
Dosierkolbens etwa das 1,5fache des Abstandes des Nadeln von
dem unteren Ende des Fallrohres beträgt.
Die Nadeln sind an ihren vorderen Enden vorzugsweise ange
spitzt.
Gemäß einer besonderen Ausführungsform ist der Drehtisch als
Scheibe ausgebildet, und die Hohlräume bilden koaxiale, zylin
drische Durchbrüche durch die Scheibe, welche in gleichem Win
kelabstand zur Achse des Drehtisches voneinander angeordnet
sind. Dadurch läßt sich eine einfache Positionierung der auf
einander folgenden Hohlräume unter das Fallrohr und über die zu
füllenden Behälter erreichen.
Die Unterseite des Drehtisches grenzt vorzugsweise eng anlie
gend an eine feststehende Platte an, die eine erste Öffnung
aufweist, die sich in Fluchtung mit dem Fallrohr befindet, so
wie eine zusätzliche Öffnung, die die Entleerungsöffnung für
die Hohlräume bildet. Dadurch wird erreicht, daß das in den
Hohlräumen befindliche Füllgut ohne Verlust und ohne sich zu
verklemmen bis an die Entleerungsöffnung transportiert wird.
Dabei ist günstig, wenn der Dosierkolben in seiner unteren
Stellung mit der Oberseite der unteren Platte bündig ist.
Vorzugsweise ist eine obere feststehende Platte vorgesehen,
die eng benachbart zur Oberseite des Drehtisches angeordnet
ist und in Fluchtung mit dem Fallrohr eine Öffnung aufweist.
Dadurch wird verhindert, daß artfremde Stoffe, Staub und der
gleichen in die Hohlräume gelangen können.
Eine Weiterbildung zeichnet sich aus durch eine Steuereinheit
zum synchronisierten Bewegen des Drehtisches, des Dosierkol
bens und der Nadeln derart, daß die Nadeln in die Sperrstel
lung vorgeschoben werden, wenn sich der Drehtisch dreht, und
daß die Nadeln in die Öffnungsstellung gebracht werden, wenn
ein Hohlraum sich in Fluchtung mit dem Fallrohr befindet.
Die Erfindung ist im folgenden anhand schematischer Zeichnun
gen an einem Ausführungsbeispiel näher beschrieben.
Fig. 1 ist eine perspektivische Ansicht einer
Vorrichtung zum Einfüllen von kleinen,
festen Nahrungsmittelprodukten in Behäl
ter;
Fig. 2 ist eine teilweise in einem Vertikal
schnitt ausgeführte Ansicht, die den
Dosiermechanismus zeigt;
Fig. 3 ist ein Schnitt längs der Linie 3-3 von
Fig. 2, die die nadelartigen Elemente
zeigt, und
Fig. 4 ist ein Schnitt längs der Linie 4-4 von
Fig. 2, die den Drehtisch zeigt.
Die in den Figuren dargestellte Abfüllmaschine dient zum Abfül
len von kleinen, festen Nahrungsmittelprodukten in Behälter,
etwa Dosen oder Flaschen. Die Abfüllmaschine umfaßt eine Zufüh
rungsrutsche zum Aufnehmen und Weitergeben von kleinen Nahrungs
mittelprodukten oder -stücken, etwa Blumenkohl, Broccoli, Boh
nen, Rosenkohl, gemischtem Gemüse, Kirschen und anderen Früch
ten, Karotten und dergleichen. An die Zuführungsrutsche 10
schließt sich ein Fallrohr 12 an, welches bis an eine Füllsta
tion hinabreicht. Diese umfaßt einen Drehtisch 14, der eine
Anzahl Hohlräume aufweist, die nacheinander beim Bewegen des
Drehtisches 14 über das Fallrohr 12 gefüllt werden. Der Dreh
tisch 14 bewegt sich stufenweise intermittierend, so daß die
Hohlräume nacheinander eine Zeitlang unter das Fallrohr 12 zu
liegen kommen, in welcher Zeit der betreffende Hohlraum mit
Nahrungsmittel gefüllt wird. Danach bewegt sich der Drehtisch
in die nächste Position, in der der benachbarte Hohlraum unter
das Fallrohr 12 zu liegen kommt und dann gefüllt wird.
Die gefüllten Hohlräume in dem Drehtisch 14 bewegen sich inter
mittierend von dem Fallrohr 12 zu einer Behälterfüllstation 16,
wo der Inhalt der Hohlräume in Dosen 18 abgegeben wird. Diese
Dosen werden mittels einer Fördereinrichtung, etwa eines För
derbandes 19, durch die Behälterfüllstation hindurchbewegt.
Dieser Teil der Maschine ist Stand der Technik und bildet kei
nen Teil der Erfindung, so daß er im folgenden nicht weiter be
schrieben ist.
Um eine sauberere Handhabung der Nahrungsmittel zu erreichen,
sind in Verbindung mit dem Fallrohr 12 Nadeln 20 vorgesehen
(Fig. 2 und 3), die praktisch parallel zueinander in einer ge
meinsamen Ebene liegen. Diese Ebene ist eine Durchmesserebene
des Fallrohres 12 und liegt im Abstand von dem Austritt des
Fallrohres.
In der Wand des Fallrohres 12 sind eine Anzahl im Abstand von
einander liegender Öffnungen 21 vorgesehen, die in der Ebene
der Nadeln 20 liegen und durch die sich jeweils eine Nadel er
streckt. Es ist ferner eine Einrichtung vorgesehen, um die
Nadeln intermittierend vorzuschieben, so daß sie sich durch
den Querschnitt des Fallrohres erstrecken, oder zurückzuziehen.
Im vorgeschobenen Zustand blockieren die Nadeln die Bewegung
der Nahrungsmittel.
Die Nadeln sind in Fig. 3 in der vorgeschobenen Stellung ge
zeichnet, in der sie sich durch die Öffnungen 21 durch den
freien Querschnitt des Fallrohres 12 erstrecken. Der Abstand
zwischen benachbarten Nadeln 20 kann variabel sein, je nach
der Art der einzufüllenden Nahrungsmittel. Beim Einfüllen
kleiner Nahrungsmittel, etwa gemischten Gemüses, müssen die
Nadeln natürlich ziemlich dicht beieinander liegen, um zu ver
hindern, daß noch Nahrungsmittelstücke hindurchfallen können.
Der Durchmesser der Nadeln kann über einen weiten Bereich
variieren, soll jedoch genügend groß sein, damit die Nadeln
stabil genug sind und die Nahrungsmittelstücke durchstoßen
können. Andererseits sollte der Durchmesser nicht so groß sein,
daß kleine Nahrungsmittelstücke unnötig beschädigt werden. Ein
bevorzugter Durchmesser liegt in dem Bereich von 0,5 bis 2,5
mm.
Die Nadeln sind an einem Halteblock 22 befestigt, der wiederum
an einem Ende einer hydraulisch betätigten Hubstange 23 eines
Arbeitszylinders 24 sitzt. Letzterer ist an dem Gestell der
Maschine befestigt und wird intermittierend mittels eines
Steuerventils 25 betätigt (Fig. 3), welches die Strömung der
Hydraulikfluid zu und von dem Arbeitszylinder steuert.
Mit dem Drehtisch 14 wirkt ein Dosierkolben 26 (Fig. 2) zusam
men, der unter dem Fallrohr 12 angeordnet ist und auf- und ab
bewegbar ist in dem jeweils unter dem Fallrohr liegenden Hohl
raum 15. Die Hohlräume sind zylindrisch gestaltet und an beiden
Enden offen. Der Dosierkolben 26 paßt eng in einen zylindri
schen Hohlraum hinein, so daß sich keine Nahrungsmittelstücke
zwischen der Innenwand der Hohlräume und der Mantelfläche des
Kolbens verklemmen können. Die Betätigung des Dosierkolbens 26
erfolgt über eine Kolbenstange 27, die von einem Arbeitszylin
der 28 betätigt wird, welcher an dem Gestell der Maschine be
festigt ist und mittels eines Steuerventils 29 hydraulisch be
tätigt wird. Anstelle der hydraulischen Arbeitszylinder können
auch irgendwelche anders betätigten Einrichtungen verwendet
werden.
Der Drehtisch 14 sitzt unmittelbar über einer flachen Platte
30, die eine Öffnung 31 aufweist, durch die der Dosierkolben
26 hindurchragt. Die Platte 30 bildet einen Boden für die Hohl
räume 15, wenn diese sich unter dem Fallrohr 12 bis an die Be
hälterfüllstation 16 vorbeibewegen. An letzterer ist eine zu
sätzliche Öffnung 32 in der Platte 30 vorgesehen, durch die
sich der Inhalt der Hohlräume 15 entleert und in einen darun
terstehenden Behälter oder eine Flasche fällt. Der Abstand
zwischen dem Drehtisch 14 und der Platte 30 sollte so klein
sein, daß keine Nahrungsmittelstücke in den Hohlräumen 15 sich
in dem Abstandsraum verklemmen können. Vorzugsweise beträgt
der Abstand etwa 0,1 mm und sollte nicht größer als 3 bis 4 mm
sein. Unmittelbar über dem Drehtisch befindet sich eine flache
obere Platte 33, deren Abstand zu dem Drehtisch in derselben
Größenordnung liegt wie der Abstand der unteren Platte 30. Die
obere Platte 33 deckt die Hohlräume 15 in dem Drehtisch 14 ab
und verhindert, daß Fremdmaterial in die Hohlräume gelangen
kann. Sie hat eine mit dem Auslaßende des Fallrohres 12 fluch
tende Öffnung 34, so daß die Nahrungsmittelteile durch das
Fallrohr direkt in den darunterliegenden Hohlraum 15 des Dreh
tisches 14 fallen können.
Der Drehtisch 14 kann als kreisrunde Scheibe ausgebildet sein
mit einer Anzahl zylindrisch geformter, als Durchbrüche ausge
bildeter Hohlräume 15. Der Drehtisch kann natürlich auch aus
im Abstand voneinander angeordneten Platten und dazwischen be
findlichen Rohrstücken zusammengesetzt sein, wobei die beiden
Platten dann mit den Rohrstücken fluchtende Öffnungen aufwei
sen.
Das Volumen der Hohlräume 15 des Drehtisches 14 sollte min
destens so groß sein wie das Volumen der zu füllenden Behälter
und am besten ein etwas größeres Volumen aufweisen. Die Nadeln
20 sollten mindestens in einem solchen Abstand vom oberen Ende
der Hohlräume 15 angeordnet sein, der größer ist als die
größte Dimension der einzufüllenden Nahrungsmittelteile, bei
spielsweise 20 bis 40 mm. Wenn die Nadeln 20 in ihre in Fig. 3
dargestellte Blockierstellung bewegt sind, in der der Durch
tritt der Nahrungsmittelstücke unterbunden wird, kann das
größte von einer Nadel aufgespießte Nahrungsmittelstück sich
nicht bis an die Oberseite des Drehtisches 14 erstrecken. Es
können daher durch die Bewegung des Drehtisches keine Nahrungs
mittelstücke abgeschert und beschädigt werden.
Der Dosierkolben 26 bewegt sich nach oben innerhalb der Hohl
räume 15 in eine Stellung, daß das oberhalb des Dosierkolbens
26 und unter den Nadeln 20 übrigbleibende Volumen gleich dem
Dosiervolumen ist, d. h. gleich dem Füllvolumen der abzufüllen
den Nahrungsmittel. Dieses Füllvolumen ist niemals größer als
das Volumen der Dosen oder Flaschen.
In der oberen Stellung des Dosierkolbens 26 werden die Nahrungs
mittel in die Hohlräume gefüllt und liegen auf dem Kolben auf.
Wenn der Dosierkolben in seine untere Stellung zurückbewegt
wird, gibt er die Unterseite des Drehtisches 14 frei. In die
ser Stellung befinden dich die Nahrungsmittel in dem betreffen
den Hohlraum 15, und beim Drehen des Drehtisches 14 gleiten sie
über die Oberfläche der Platte 30. Da das Füllvolumen nicht
größer ist als das Volumen eines Hohlraumes 15 und vorzugsweise
etwas kleiner ist als dieses, ragen die in den Hohlräumen be
findlichen Nahrungsmittel nicht über die obere Öffnung dersel
ben hervor und können daher von der oberen Platte 33 nicht ein
geklemmt oder beschädigt werden.
Zur synchronisierten Bewegung des Drehtisches 14, des Dosier
kolbens 26 und der Nadeln 20 dient eine Steuervorrichtung. Wie
in Fig. 2 dargestellt ist, treibt ein Motor 35 über ein Getrie
be 36 den Drehtisch 14 an. Dessen Drehbewegung wird durch eine
elektronische Steuereinheit 37 überwacht, welche einen Sensor
38 umfaßt, etwa einen Photosensor oder einen mechanischen Sen
sor. Die elektronische Steuereinheit 37 gibt periodisch Sig
nale an den Motor 35, so daß dieser den Drehtisch 14 dreht.
Die Steuereinheit 37 ist ebenfalls mit den hydraulischen Steu
erventilen 25 und 29 verbunden, die zum Bewegen der Nadeln 20
bzw. des Dosierkolbens 26 dienen. Als Steuereinheit 37 kann
ein entsprechend programmierter Mikroprozessor verwendet sein.
Vor und während der Bewegung des Drehtisches 14 aktiviert die
Steuereinheit 37 die Steuerventile 25 und 29, so daß die
Nadeln 20 in ihrer Sperrstellung sind und der Dosierkolben 26
außerhalb des Drehtisches 14 liegt. Wenn der Sensor 38 fest
stellt, daß der nächste Hohlraum in dem Drehtisch 14 in Fluch
tung unter dem Fallrohr 12 liegt, wird der Drehtisch angehal
ten. Sodann betätigt die Steuereinheit 37 das Steuerventil 29
welches Hydraulikfluid von einer Fluidquelle 41 unter Druck an
den Arbeitszylinder 28 gibt, so daß der Dosierkolben 26 nach
oben in den Hohlraum 15 bewegt wird.
Wenn dies geschehen ist, so daß ein bestimmtes Volumen zwischen
dem Kolbenboden und dem Nadeln 20 gebildet ist, aktiviert die
Steuereinheit 37 das Steuerventil 25 (Fig. 3), so daß Hydrau
likfluid unter Druck von einer Fluidquelle 40 zu dem Arbeits
zylinder 24 gelangt und die Nadeln 20 aus dem Fallrohr 12 zu
rückzieht. Sodann fallen die Nahrungsmittel in dem Fallrohr 12
nach unten bis auf den Boden des Dosierkolbens 26. Danach ak
tiviert die Steuereinheit 37 das Steuerventil 25 und gibt Druck
fluid an den Arbeitszylinder 24, so daß die Nadeln 20 wieder
in ihre Sperrstellung geschoben werden.
Danach wird das Steuerventil 29 betätigt und läßt Hydraulik
fluid von der Fluidquelle 41 an den Arbeitszylinder 28 strömen,
so daß der Dosierkolben 26 aus dem Hohlraum 15 zurückgezogen
wird. Die untere Stellung des Dosierkolbens liegt dabei in
einer Ebene mit der Oberfläche der flachen Platte 30. Sobald
der Dosierkolben sich in dieser Stellung befindet, wird der
Drehtisch 14 um einen solchen Betrag gedreht, daß sich der
nächste Hohlraum in Fluchtung unter dem Fallrohr 12 befindet.
Der Einfüllzyklus beginnt sodann von neuem, wobei die gefüll
ten Hohlräume intermittierend bewegt werden und sich von dem
Fallrohr 12 bis an die Behälterfüllstation 16 bewegen. An die
ser fallen die in einem Hohlraum über der zusätzlichen Öffnung
32 der Platte 30 befindlichen Nahrungsmittel in eine darunter
gestellte Konservendose 18 oder dergleichen.
Jedesmal, wenn ein Hohlraum entleert worden ist, wird das För
derband 19 intermittierend weiterbewegt, so daß die nächste
Konservendose 18 unter die Öffnung 32 zu liegen kommt und ge
füllt werden kann.
Claims (12)
1. Abfüllmaschine für feste, stückige Stoffe, insbesondere
Nahrungsmittel, mit einer Zuführungseinrichtung (10) für
die Stoffe, mit einem von dieser gespeisten Fallrohr (12),
mit einer Dosiervorrichtung und mit einer Behälterfüllsta
tion (16), wobei die Dosiervorrichtung einen Drehtisch
(14) umfaßt, der eine Anzahl Hohlräume (15) aufweist, die
nacheinander in Fluchtung mit dem Fallrohr (12) gebracht
werden können, gekennzeichnet durch einen
Dosierkolben (26), der in eine erste, obere Stellung be
wegbar ist, in der er in den jeweils unter dem Fallrohr
(12) liegenden Hohlraum (15) hineinragt, und in eine zweite,
untere Stellung, in der er außerhalb des Hohlraums (15)
liegt und die Bewegung des Drehtisches (14) nicht behin
dert, und durch eine Anzahl Nadeln (20), die durch Öffnun
gen (21) in dem Fallrohr (12) einerseits in eine Sperr
stellung bewegbar sind, in der sie die Bewegung der stüc
kigen Stoffe blockieren, und andererseits in eine Öffnungs
stellung, in der sie den Stofffluß freigeben.
2. Abfüllmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Nadeln (20) parallel im Abstand
zueinander in einer Durchmesserebene des Fallrohres ange
ordnet sind.
3. Abfüllmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Nadeln (20) in einem
Abstand von dem unteren Ende des Fallrohres (12) angeord
net sind, der wenigstens gleich der größtmöglichen Abmes
sung der einzufüllenden Stoffstücke ist.
4. Abfüllmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Abstand der Nadeln (20) von dem
unteren Ende des Fallrohres (12) 20 bis 40 mm beträgt.
5. Abfüllmaschine nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Hub des Dosierkolbens (26) etwa
das 1,5fache des Abstandes der Nadeln (20) von dem unteren
Ende des Fallrohres (12) beträgt.
6. Abfüllmaschine nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Nadeln (20) zylindrisch gestal
tet sind und einen Durchmesser zwischen 0,5 und 2,5 mm
haben.
7. Abfüllmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Nadeln (20) an ihren vorderen
Enden angespitzt sind.
8. Abfüllmaschine nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Drehtisch (14) als Scheibe aus
gebildet ist und daß die Hohlräume (15) koaxiale, zylin
drische Durchbrüche durch die Scheibe bilden, welche in
gleichem Winkelabstand zur Achse des Drehtisches voneinan
der angeordnet sind.
9. Abfüllmaschine nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Unterseite des Drehtisches (14)
eng anliegend an eine feststehende Platte (30) angrenzt,
die eine erste Öffnung (31) aufweist, die sich in Fluch
tung mit dem Fallrohr (12) befindet, sowie eine zusätzli
che Öffnung (32), die die Entleerungsöffnung für die Hohl
räume (15) bildet.
10. Abfüllmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Dosierkolben (26) in seiner
unteren Stellung mit der Oberseite der Platte (30) bündig
ist.
11. Abfüllmaschine nach Anspruch 1 bis 10, gekenn
zeichnet durch eine obere, feststehende Platte
(33), die eng benachbart zur Oberseite des Drehtisches
(14) angeordnet ist und in Fluchtung mit dem Fallrohr (12)
eine Öffnung (34) aufweist.
12. Abfüllmaschine nach Anspruch 1 bis 11, gekenn
zeichnet durch eine Steuereinheit zum synchroni
sierten Bewegen des Drehtisches (14), des Dosierkolbens
(26) und der Nadeln (20) derart, daß die Nadeln in die
Sperrstellung vorgeschoben werden, wenn sich der Drehtisch
dreht, und daß die Nadeln in die Öffnungsstellung gebracht
werden, wenn ein Hohlraum sich in Fluchtung mit dem Fall
rohr befindet.
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