DE3518921A1 - Brennfluessigkeit - Google Patents
BrennfluessigkeitInfo
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- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10L—FUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
- C10L7/00—Fuels produced by solidifying fluid fuels
- C10L7/02—Fuels produced by solidifying fluid fuels liquid fuels
- C10L7/04—Fuels produced by solidifying fluid fuels liquid fuels alcohol
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C10L11/00—Fire-lighters
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Description
Brennflüssigkeit
Die Erfindung betrifft eine Brennflüssigkeit zum Entzünden
von Kohle und Holz.
Kohle- und Holzanzünder für einen Grill oder Kamin gibt es in verschiedenen Ausführungsformen, beispielsweise als Brennpasten
aus Brennspiritus und kolloidaler Kieselsäure, als mit Wachs getränkten Faserplatten, als Brennöl auf Erdölbasis
oder auch in Form von Brennspiritus. Alle diese Stoffe weisen aber Nachteile auf. So sind Brennpasten und in Stücken vorliegende
getränkte Faserplatten aufgrund ihrer Konsistenz auf bestimmte Stellen lokalisiert, wodurch nur die angrenzenden
Kohle- und Holzteilchen entzündet werden. Ausserdem verbrennen diese mehr oder weniger festen Anzünder niemals
rückstandsfrei und es können unerwünschte Crackstoffe entstehen. Dasselbe gilt auch für die Brennöle. Brennspiritus
als Anzünder benetzt zwar die Kohle- und Holzstücke, aber er verdampft und verbrennt zu schnell,um eine ausreichende
Zündwirkung zu entfalten und ausserdem besteht die Gefahr des Verpuffens und "Spritens".
Aufgabe der Erfindung ist es, einen flüssigen Kohle- und HoIzanzünder
zu schaffen, der eine gute flächige und andauernde Benetzung und durch ausreichend langsames Abbrennen ein
sicheres Entzünden der Kohle- und Holzstücke gewährleistet.
Diese Aufgabe wird durch eine Brennflüssigkeit zum Entzünden
von Kohle und Holz gelöst, die aus einem durch Wasserzusatz und mindestens einem alkohollöslichen Verdickungsmittel
phlegmatisierten Alkohol besteht.
Zweckmässige Zubereitungen der Brennflüssigkeit sind in den
Unteransprüchen gekennzeichnet.
Eine so phlegmatisierte Brennflüssigkeit bietet gegenüber
herkömmlichen Anzündern wesentliche Vorteile. Durch den Wasserzusatz wird eine gewisse Phlegmatisierung erreicht und
das Verbrennen des Alkohls verlangsamt. Durch Zusatz eines Verdickungsmittels wird die Brennflüssigkeit verdickt, wodurch
das "Spriten" - also das schnelle Auseinanderlaufen - auf den zu entzündenden Kohle- und Holzstücken sowie auf deren ünterlage
und das beim reinen Alkohol auftretende spontane Verdampfen und Abbrennen vermieden wird* Auch dieser Zusatz wirkt
somit phlegmatisierend und ausserdem brennflüssigkeltsBparend.
Mit_40 bis 50 ml der phlegmatisierten Brennflüssigkeit kann
praktisch jede Grillkohlenmenge verlässlich angezündet und zum Glühen gebracht werden. Zweckmässig wird die Brennflüssigkeit
aus als hochrein zu bezeichnenden Stoffen hergestellt, so dass davon ausgegangen werden kann, dass beim Verbrennen
keine physiologisch schädlichen Crackstoffe entstehen, die geruchlich, geschmack-lich und/oder gesundheitlich nachteilig
sind. Das Ausschalten solcher Nebenerscheinungen ist insbesondere bei Verwendung als Grillanzünder wesentlich. Die erfindungsgemäss
phlegmatisierte Brennflüssigkeit verbrennt praktisch rückstandsfrei. Durch das Verdickungsmittel kann
die Viskosität der Brennflüssigkeit nach Bedarf eingestellt werden. Sie soll in jedem Fall noch ausreichend flüssig sein,
um auf den anzuzündenden Kohle-'und Holzstücken auseinander
zu fliessen und diese im wesentlichen gleichmässig zu benetzen. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass die Brennflüssigkeit
zwischen den Kohle- und Holzteilchen verhältnismässig langsam abbrennt und diese entzündet werden. Durch das beim Abbrennen
verdampfende Wasser wird eine ständige Kühlung der brennenden Masse bewirkt, die dadurch langsamer verdampft und demzufolge
langsamer verbrennt. Es wurde beobachtet, dass die phlegmatisierte
Brennflüssigkeit mit kleineren. Flammen brennt als reiner Alkohol. Die Viskosität bevorzugter Zubereitungen,
wird so gewählt, dass diese durch Ausgabeöffnungen von mit SpezialVerschlüssen, beispielsweise Sicherheitsverschlüssen
versehenen Flaschen mit flexiblen, komprimierbaren Wandungen ausgegeben werden können. Auf diese Weise lässt sich die Ausgabemenge
vom Verbraucher leicht dosieren.
Es wurde gefunden, dass sich Isopropanol ganz besonders gut
als phlegmatisierter Brennstoff eignet. Sein Brennwert bei einem Zusatz von 15 Vol.-% Wasser entspricht demjenigen von
handelsüblichem Brennspiritus. Als Verdickungsmittel mit den gewünschten Eigenschaften, nämlich weitgehend oder vollständig
rückstandsfreies Abbrennen und Vermeiden unerwünschter nachteiliger Crackstoffe bieten sich Hydroxypropylcellulose
und Polyethylenoxid an.
Folgende Versuche veranschaulichen die vorteilhaften Ergebnisse,
die mit phlegmatisiertem Alkohol, insbesondere Isopropanol, erzielt werden.
GRILLANZÜNDVERSUCHE
HOLZKOHLE (30 g gehäuft)
Brennspiritus pur Isopropanol + 1.0 % H2O + 0,50 %
Hydroxypropylcellulose (300 cps)
aufgebrachte Menge 10g aufgebrachte Menge 10g
Brenndauer 4 min Brenndauer 6 min
Flammenhöhe 23 cm Flammenhöhe 12 cm
Kohle glüht nur an den Kohle glüht an den Kanten und im Kanten Zentrum der Schüttung
nach 8 min Glut erloschen auch nach 15 min noch Glut
Verpuffungsversuche an glühender Holzkohlenschüttung ohne
Flamme;
jeweils 10g Brennmittel aufgebracht und nach 5 Sekunden
mit Streichholz angezündet.
Brennspiritus pur
Brennspiritus + 0,50 % Hydroxypropylcellulose (300 cps)
starkes Verpuffen
Flammenhöhe 45-50 cm
schwaches Verpuffen Flammenhöhe
32-35 cm
Isopropanol + 10 % H0O +
0,50 % Hydroxypropylcellulose (300cps) schwaches Verpuffen Flammenhöhe
0,50 % Hydroxypropylcellulose (300cps) schwaches Verpuffen Flammenhöhe
25-30 cm
Brennversuche mit phlegmatisierter Bremsflüssigkeit auf
Weißblechunterlage
| Menge (g) |
benetzte Fläche (cm2) |
Brenndauer (S) |
Flammenhöhe (cm) |
|
| Brennspiritus pur | 2 | . 85 | 27 | 35-38 |
| Brennspiritus + 0,50 % Hydroxypropylcellulose |
2 . | 30 | 60 | 30-33 |
| Isopropanol pur | '2' ' | 95 | 28 | 38-45 |
| Isopropanol + 15 % HO | 2 | 77 | 30 | 35-40 |
| Isopropanol + 5 % H„0 + 0,50 % Hydroxypropylcellulose |
2 | ' ' 24 | 70 | 25-30 |
| Isopropanol + 10 % H3O + 0,30 % Hydroxypropylcellulose |
2 | 32 | 58 | 30-35 |
| Isopropanol + 10 % H3O + 0,40 % Hydroxypropylcellulose |
2 | 24 | 70 | . 25-28 |
| Isopropanol + 10 % H„0 + 0,50 % Hydroxypropyleellulose |
2 | 24 | 70 | 19-23 |
| Isopropanol + 15 % H9O + 0,40 % Hydroxypropylcellulose |
2 | 17,34 | 76 | ' 18-22 |
| Menge (g) |
benetzte Fläche (cm") |
Brenndauer > (S) |
Ploinmenhöhe (CU)) |
|
| Isopropanol + 20 % H-O + 0,40% Hydroxypropylcellulose |
2 | 1.8,85 | 67 | 2Q-25 |
| Isopropanol + 30% H„0 + 0,40% Hydroxypropylcellulose |
2 | 18,09 | 62 | 20-24 |
| Isopropanol· +15 % H„0 + 0,40% Polyethylenoxid Typ WSR 302 |
2 | 35,25 | 58 | 26-30 |
| Isopropanol + 15 % H„0 + 0,20% Hydroxypropylcellulose und 0,20% Polyethylenoxid ■Typ WSR 302 |
2 | 22,6 | 70 | 23-28 |
Die Versuche zeigen/ dass auch phlegmatisierter Brennspiritus
weitaus weniger verläuft und mehr als doppelt so lange brennt als reiner Brennspiritus.
Ausgezeichnete Ergebnisse werden mit Isopropanol erzielt, wobei optimale Ergebnisse mit einem Wasserzusatz von 10 bis 15 %
Wasser und 0,40 bis 0,50 % Hydroxypropylcellulose zu beobachten
sind. Auch ein Gemisch aus Hydroxypropylcellulose und Polyethylenoxid
ergibt sehr gute Werte.
Claims (5)
1. Brennflüssigkeit zum Entzünden von Kohle und HoIz7 bestehend
aus einem durch Wasserzusatz und mindestens einem alkohollöslichen Verdickungsmittel phlegraatisierten Alkohol.
2. Brennflüssigkeit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass sie 10 bis 30 Vol.-% Wasser und 0,3 bis 6 Gew.-% Verdickungsmittel enthält.
3. Brennflüssigkeit nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
dass das Verdickungsmittel eine Hydroxypropylcellulose und/ oder nichtionisches Polyethylenoxid ist.
Beta Europäischen Patentamt zugelassene Vertreter Prof. Representatives before the European Patent Office Mandatalres agrääs pres !'Office nuropion des brevets
4. Brennflüssigkeit nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
dass die Hydroxypropylcellulose und/oder dass Polyethylenoxid bei einem Zusatz von 0,4 bis 0,5 Gew.-% eine Viskosität
von mehr als 200 cps aufweist.
5. Brennflüssigkeit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass der Alkohol Isopropanol ist.
Priority Applications (5)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853518921 DE3518921A1 (de) | 1985-05-25 | 1985-05-25 | Brennfluessigkeit |
| AT86106268T ATE56743T1 (de) | 1985-05-25 | 1986-05-07 | Brennfluessigkeit. |
| EP86106268A EP0203427B1 (de) | 1985-05-25 | 1986-05-07 | Brennflüssigkeit |
| DE8686106268T DE3674245D1 (de) | 1985-05-25 | 1986-05-07 | Brennfluessigkeit. |
| US07/188,776 US5053057A (en) | 1985-05-25 | 1986-05-22 | Firelighting fluid consisting of alcohol, water and thickening agent |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853518921 DE3518921A1 (de) | 1985-05-25 | 1985-05-25 | Brennfluessigkeit |
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|---|---|
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Family Applications (2)
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|---|---|---|---|
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|---|---|---|---|
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| AT (1) | ATE56743T1 (de) |
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-
1986
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- 1986-05-07 AT AT86106268T patent/ATE56743T1/de not_active IP Right Cessation
- 1986-05-22 US US07/188,776 patent/US5053057A/en not_active Expired - Fee Related
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| US5053057A (en) | 1991-10-01 |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
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