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DE3515304A1 - Geschoss - Google Patents

Geschoss

Info

Publication number
DE3515304A1
DE3515304A1 DE19853515304 DE3515304A DE3515304A1 DE 3515304 A1 DE3515304 A1 DE 3515304A1 DE 19853515304 DE19853515304 DE 19853515304 DE 3515304 A DE3515304 A DE 3515304A DE 3515304 A1 DE3515304 A1 DE 3515304A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
penetrator
wing
projectile
wings
target
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19853515304
Other languages
English (en)
Inventor
Peter Dipl.-Ing. 4000 Düsseldorf Wallow
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Rheinmetall Industrie AG
Original Assignee
Rheinmetall GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Rheinmetall GmbH filed Critical Rheinmetall GmbH
Priority to DE19853515304 priority Critical patent/DE3515304A1/de
Publication of DE3515304A1 publication Critical patent/DE3515304A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B10/00Means for influencing, e.g. improving, the aerodynamic properties of projectiles or missiles; Arrangements on projectiles or missiles for stabilising, steering, range-reducing, range-increasing or fall-retarding
    • F42B10/02Stabilising arrangements
    • F42B10/04Stabilising arrangements using fixed fins
    • F42B10/06Tail fins

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aiming, Guidance, Guns With A Light Source, Armor, Camouflage, And Targets (AREA)

Description

  • Beschreibung Die Erfindung betrifft ein flügelstabilisiertes, unterkalibriges Geschoß nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
  • Ein derartiges Geschoß ist aus der US-PS 36 20 167 bekannt. Geschosse dieser Art haben eine große endballistische Leistung und dienen daher vorzugsweise zur Bekämpfung gepanzerter Ziele.
  • Bei herkömmlichen Geschossen der eingangs näher bezeichneten Art sind die das Leitwerk des Geschosses bildenden Flügel in Richtung auf das Geschoßheck gepfeilt ausgebildet und ragen mit ihren Enden noch über das Heck des häufig auch als Penetrator bezeichneten Geschosses hinaus. Beim Auftreffen eines solchen Geschosses auf eine schräge Zielfläche, die im Normalfall anzutreffen ist und die etwa zwischen 60 und 85 angestellt ist, berühren die Leitwerksflügel beim Eindringen des Penetrators in das Zielmaterial die Zieloberfläche relativ großflächig, was zur Folge hat, daß eine große Kraft auf den Penetrator ausgeübt wird, die vorwiegend normal zur Geschoßachse gerichtet ist. Dadurch entsteht ein hohes den Penetrator überlastendes Biegemoment, das in einer Bruchbildung resultiert. Durch die Bruchbildung entsteht wiederum ein Masseverlust, da die abgebrochenen Teile des Penetrators kaum noch am Zieldurchschlag teilnehmen können und letztlich eine drastische Minderung der endballistischen Leistung des Geschosses.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein neuartiges Geschoß anzugeben, bei dem die zuvor beschriebenen Nachteile vermieden werden.
  • Diese Aufgabe wird, ausgehend von einem Geschoß der eingangs näher bezeichneten Art, durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.
  • Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor.
  • Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezug auf die Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigt: Fig. 1: ein herkömmliches Geschoß in Seitenansicht; Fig. 2: ebenfalls in Seitenansicht ein gemäß der Erfindung ausgebildetes Geschoß; Fig.3: ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung; Fig.4: ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung; Fig. 5: ein letztes Ausführungsbeispiel der Erfindung.
  • Fig. 1 zeigt ein herkömmliches, flügelstabilisiertes unterkalibriges Geschoß 10 in Seitenansicht während des Zielaufpralls. Das Geschoß umfaßt einen Penetrator 11 und in dessen Heckbereich angeordnete Flügel 12, die das Leitwerk bilden. Der nur zum Teil dargestellte Penetrator 11 ist dabei, in eine schräg angestellte Zielfläche 13 einzudringen. Im Bereich 13 a der Zielfläche 13 trifft dabei die Vorderkante 12 a eines Flügels 12 des Leitwerks auf die Zieloberfläche 13 auf. Aufgrund der relativ großen Auflage- bzw. Berührungsfläche zwischen dem Flügel 12 und der Oberfläche des Ziels 13 treten hohe Kräfte auf, deren Resultierende R vorwiegend normal zur Achse des Geschosses gerichtet ist.
  • Diese Kraft R führt zu einem hohen Biegemoment, das auf den Penetrator 11 übertragen wird und, wie durch zahlreiche Beschußergebnisse überprüft werden konnte, zu einem Bruch des Penetrators 11 in dessen Bereich 11 b führt Diese Bruchneigung besteht, insbesondere bei heute üblichen Penetratorwerkstoffen, aus Schwermetallzusammensetzungen wie Wolfram und Wolframverbindungen, die zum Teil in Sintertechnik hergestellt sind. Der Bruch des Penetrators 11 im Bereich 11 b führt zu einem erheblichen Massenverlust, da das abgebrochene Reststück des Penetrators 11 in der Regel nicht an der Zieldurchdringung teilnimmt. insgesamt gesehen führt somit der unerwünschte Bruch zu einer drastischen Reduzierung der endballistischen Leistung des Geschosses 10.
  • Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, die Flügel 12 des Leitwerks, wie in Fig. 2 dargestellt, negativ gepfeilt auszubilden derart, daß die Spitze 12 b des Flügels 12 des Leitwerks in Flugrichtung zeigt. Beim Eindringen des Penetrators 11 in die vorzugsweise schräg angestellte Zieloberfläche 13 trifft zwar die Flügelspitze 12 b ebenfalls auf die Zieloberfläche 13 auf. Bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung des Flügels 12 ergibt sich jedoch nur eine relativ kleine Kontaktfläche zwischen der Flügelspitze 12 b und der Zieloberfläche 13, so daß beim Aufprall nur relativ kleine Kräfte auf das Geschoß 10 übertragen werden. Wie durch die dargestellte resultierende Kraft R angedeutet wird, sind zudem diese Kräfte noch überwiegend paralell zur Längsachse des Geschosses 10 gerichtet, so daß nur ein minimales Biegemoment auf den Penetrator einwirkt. Durch die achsparallel wirkende Kraftkomponente wird eine Trennung des Leitwerks vom Penetrator begünstigt (Scherung im Bereich der Gewindeverbindung). Dies führt wiederum dazu, daß der Penetrator 11 nicht durch über die Flügel 12 übertragene Krafteinwirkungen zerbricht, so daß die gesamte Penetratormasse für den Zieldurchgang zur Verfügung steht. Hieraus ergibt sich wiederum eine optimale endballistische Leistung des Geschosses 10.
  • Die in Fig. 2 dargestellte Konfiguration der Flügel 12 des Geschoßleitwerks hat darüberhinaus noch den Vorteil, daß ein größerer Anteil der Flügelfläche innerhalb eines für die Funktion der Flügel 12 günstigen Strömungsbereichs liegt. Daraus folgt wiederum, daß mit einer wesentlich kleineren Flügelfläche der gleiche Stabilisierungseffekt wie bei herkömmlichen Geschossen mit einer wesentlich größeren Flügelfläche erreicht werden kann. Die kleinere Flügelfläche verbunden mit einer, in Längsachsenrichtung des Geschosses gesehen, kürzeren Leitwerkshülse führen zu einem leichteren Leitwerk, sodaß schließlich ein größerer Gewichtsanteil des Geschosses bei vorgegebenem Gesamtgewicht dem Penetrator 11 zugeteilt werden kann, der für die endballistischc Leistung des Geschosses 10 verantwortlich ist.
  • Schließlich ergibt sich durch die neuartige Konstruktion auch ein geringerer oder, im Grenzfall. gar kein Leitwerksüberstand über das Heckende 11a des Penetrators 11 hinaus, sodaß bei aufgrund der Waffe vorgegebener Patronenlänge ein endballistisch günstigerer längerer Penetrator 11 oder ein längerer Treibladungsanzünder in der Patrone untergebracht werden können.
  • In Fig. 3, Fig. 4 und Fig. 5 werden weitere Ausführungsformen der Erfindung erläutert. Die Figuren zeigen jeweils schematisch einen Teil eines Geschosses 10, bestehend aus einem nur teilweise dargestellten Penetrator 11 und einem Flügel 12 umfassenden Heckleitwerk. Fig. 3 zeigt dabei in der oberen Hälfte die herkömmliche Ausgestaltung eines Heckleitwerks mit einem positiv gepfeilten Flügel 12, während der untere Teil der Fig. 3 eine weitere Ausführungsform der Erfindung erläutert.
  • Geschosse der eingangs näher bezeichneten Art werden mit Hilfe eines Treibkäfigs verschossen, der in der Regel aus mehreren, vorzugsweise drei Segementen, besteht und der vom Geschoß 10 abgetrennt wird, nachdem dieses das Waffenrohr verlassen hat. Ein solcher Treibkäfig 30 ist in Fig. 3 schematisch angedeutet Der Treibkäfig 30 umschließt den Penetrator 11 höchstens auf einem Teil seiner Längserstrekkung und dient zur Führung des Geschosses 10 im Waffenrohr und zur Übertragung des Gasdrucks der Treibladungsgase auf den Penetrator 11. In besonders gelagerten Fällen ist es zweckmäßig den Treibkäfig 30 sehr weit zurückliegend auch im Heckbereich des Geschosses 10 anzuordnen.
  • Bei der Ausführungsform der Erfindung nach Fig. 2 können dabei Probleme bei der Ablösung des Treibkäfigs 30 entstehen, da die sich vom Penetrator 11 abtrennenden Treibkäfigsegmente von den Spitzen 12 b der Flügel 12 behindert werden. Um diese Behinderung möglichst zu vermeiden werden, wie in Fig.3 dargestellt, die Vorderkanten 12 a der Flügel 12 zweckmäßig winklig ausgebildet.
  • In dem weiteren Ausführungsbeispiel nach Fig.4 zeigt die Vorderkante 12a des Flügels 12 eine gekrümmte Form, wobei das vordere Ende der Flügelwurzel und die Flügelspitze 12b auf gleicher Höhe angeordnet sind.
  • In einer weiteren Variante der Erfindung, die in Fig. 5 dargestellt ist, ist die Flügelspitze 12b um eine Strecke x in Bezug auf die Vorderkante der Flügelwurzel zurückgesetzt angeordnet. Die in Fig. 3 bis Fig. 5 dargestellten Varianten der Erfindung ermöglichen eine ungestörte Ablösung eines weit zum Heckteil zurückgezogen angeordneten Treibkäfigs 30.
  • Die gegebenenfalls noch vorhandenen, in Radialrichtung wirkenden Kraftkomponenten geringen Betrags werden dadurch unschädlich gemacht, daß die in allen Ausführungsbeispielen der Erfindung nach Fig. 2 bis Fig. 5 hervorragenden Spitzen 12 b der Flügel 12 bei Krafteinwirkung federnd nachgeben und/oder verformt werden, so daß diese Kraftkomponenten sich überhaupt nicht zerstörend auf den Penetrator 11 auswirken können.
  • - Leerseite -

Claims (4)

  1. Patentansprüche 1. Unterkalibriges, flügelstabilisiertes Geschoß mit einem Penetrator und einem im Heckbereich des Penetrators angeordeneten, einzelne Flügel umfassenden Leitwerk, dadurch gekennzeichnet, daß die Flügel (12) des Leitwerks negativ gepfeilt ausgebildet sind.
  2. 2. Geschoß nachAnspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorderkante (12a) des Flügels (12) winklig ausgebildet ist.
  3. 3. Geschoß nach einem dettAnsprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorderkante (12a)des Flügels (12) bogenförmig ausgebildet ist.
  4. 4. Geschoß nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Spitze (12b) des Flügels (12) in Bezug auf die Spitze (12bb) der Flügelwurzel (120) in Heckrichtung zurückversetzt angeordnet ist
DE19853515304 1985-04-27 1985-04-27 Geschoss Withdrawn DE3515304A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19853515304 DE3515304A1 (de) 1985-04-27 1985-04-27 Geschoss

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Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19853515304 DE3515304A1 (de) 1985-04-27 1985-04-27 Geschoss

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE3515304A1 true DE3515304A1 (de) 1986-10-30

Family

ID=6269318

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19853515304 Withdrawn DE3515304A1 (de) 1985-04-27 1985-04-27 Geschoss

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DE (1) DE3515304A1 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3927918A1 (de) * 1989-08-24 1991-02-28 Rheinmetall Gmbh Fluegelstabilisiertes geschoss

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3927918A1 (de) * 1989-08-24 1991-02-28 Rheinmetall Gmbh Fluegelstabilisiertes geschoss

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