DE3508728A1 - Verfahren zur verkompostierung von klaerschlamm - Google Patents
Verfahren zur verkompostierung von klaerschlammInfo
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Description
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- Verfahren zur Verkompostierung von Klärschlsmm Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verkompostierung von Klärschlamm durch Vermischen mit anderen Stoffen.
- Der in Kläranlagen anfallende glärschlamm enthält in unterschiedlicher Konzentration eine Reihe von Schadstoffen. Bei der Verwendung des Klärschlamms als Dünger für landwirtschaftlich genutzte Flächen bauen sich diese Schadstoffe nicht ohne weiteres ab, sondern werden durch Wasser, insbesondere durch Niederschläge, ausgewaschen und gelangen dadurch ins Erdreich. Außerdem hat die Praxis gezeigt, daß der an sich in den Kläranlagen gleichmäßig anfallende Klärschlamm nicht kontinuierlich von den Landwirtscha'tsbetrieben abgenommen wird, z. B.
- in der Vegetations- und der Ernteperiode, so daß er zwischengelagert werden muß. Je nach Gehalt an Schadstoffen kann der Klärschlamm nicht immer zur landwirtschaftlichen Düngung verwandt werden. Sehr oft werden bereits die Grenzen des Schadstoffgehalts erreicht und überschritten.
- Die im Klärschlamm enthaltenen Schadstoffe bleiben sowohl beim Ausfaulen, als auch beim Verbrennen des Klärschlamms erhalten. Entweder gelangen sie in die Atmosphäre oder in das Erdreich und tragen dadurch zur Umweltverschmutzung bei.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Verkompostierung von Klärschlamm zu schaffen, mit dem es gelingt, die im Klärschlamm enthaltenen Schadstoffe zu binden und damit zu neutralisieren.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Klärschlamm mit Abfall schlamm aus Zuckerrübenfabriken und mit Kompost vermischt und anschließend verkompostiert wird. weckmäßigerweise wird die Verkompostierung des Gemisches in Kompostmieten oder in Flächenkompostierung durchgeführt. In Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens werden dem Gemisch vor der Verkompostierung strukturfördernde kohlenstoffhaltige organische Stoffe beigemischt, insbesondere Stroh oder Strohhäcksel. Es ist vorteilhaft, wenn der Klärschlamm mit einer Trockensubstanz von mindestens 20 bis 25 « vermischt wird.
- Der aus Zuckerrübenfabriken stammende Abfall schlamm, der überwiegend aus Mutterboden und der Rest aus Zuckerrdbenabfällen, wie Blattreste und Rübenspitzen, besteht, wird in Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens im abgelagerten und trockenen Zustand dem Klärschlamm zugesetzt.
- Bei einer bevorzugten Ausführung des Verfahrens werden ca. 60 % Klärschlamm mit ca. 30 % Abfallachlamm aus Zuckerrübenfabriken unter Hinzufügung von ca. 5 % Kompost und ca. 5 ffi kohlenstoffhaltiger organischer Stoffe vermischt.
- Durch das erfindungsgemaße Verfahren werden die im Klärschlamm enthaltenen Schadstoffe zunächst durch den Humusanteil des Abfallschlammes gebunden und durch die Beimischung der nicht mit Schadstoffen belasteten Bestandteile im %-tualen Anteil gesenkt. Auf alle Fälle wird erreicht, daß die Schadstoffe durch Wasser nicht aus dem kompostierten Klärschlamm ausgewaschen werden und dadurch nicht in das Grundwasser gelangen.
- Der Abfallschlamm aus Zuckerrübenfabriken fällt nur in der Periode der Verarbeitung der Zuckerrüben an. Durch die zwischenzeitliche Lagerung dieses Abfallschlamms erfolgt bereits eine Kompostierung, so daß die Wertigkeit des zugesetzten Abfallschlamms verbessert ist.
- Der Kompost kann durch Verkompostierung von organischen Haushaltsabfällen gewonnen werden. Durch die Zusetsung der bereits verkompostierten organischen Abfälle wird dem Klärschlamm Humus zugeführt, der den Klärschlamm in die Lage versetzt, Feuchtigkeit zu binden. Dadurch wirken die Beimischungen bei der Verkompostierung als Katalysator und Sicherheitsfaktor. Dieser so verkompostierte Klärschlamm kann vorteilhaft weiter verwendet werden, da keine Gefahr mehr besteht, daß die Schadstoffe ausgewaschen werden.
- pas erfindungsgemäße Verfahren ist äußerst ökonomisch, da an sich nur minderwertige Materialien, die zudem in ausreichender Menge zur Verfügung stehen, dem Elärschlamm zugesetzt werden.
- Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens werden folgende Mengen miteinander vermischt: - 30 % Abfallschlamm aus Zuckerrübenfabriken; - 60 % Klärschlamm mit mindestens einer Trockensubstanz von 20 bis 25 %; - 5 % Kompost und - 5 ffi Stroh oder Strohhäcksel.
- Der Zusatz von Stroh oder Strohhäcksel erfolgt zur Erreichung einer besseren lurchlüftung und zur Verbesserung des Kohlenstoff/Stickstoffverhältnisses.
Claims (7)
- Patentansprüche: 1. Verfahren zur Verkompostierung von glärschlamm durch Vermischen mit anderen Stoffen, dadurch gekennzeichnet, daß der Klärschlamm mit Äbfallscblamm aus Zuckerrabenfabriken und mit Kompost vermischt und anschließend verkompostiert wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verkompostierung des Gemisches in Kompostmieten oder in Flächenkompostierung durchgeführt wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß dem Gemisch vor der Verkompostierung strukturfördernde kohlenstoffhaltige organische Stoffe beigemischt werden.
- 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß dem Gemisch vor der Verkompostierung Stroh oder Strohhäcksel beigemischt wird.
- 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Klärschlamm mit einer Trockensubstanz von mindestens 20 bis 25 % vermischt wird.
- 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Abfallschlamm aus Zuckerrübenfabriken überwiegend aus Mutterboden und der Rest aus Zuckerrübenabfällen, wie Blattreste und Rübenspitzen, besteht und im abgelagerten und trockenen Zustand dem Klärschlamm zugesetzt wird.
- 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß ca. 60 % Elärschlamm mit ca. 30 % Abfall schlamm aus Zuckerrübenfabriken unter Hinzufügung von ca. 5 % Kompost und ca. 5 % kohlenstoffhaltiger organischer Stoffe vermischt werden.- Beschreibung -
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DE3508728A DE3508728C2 (de) | 1985-03-12 | 1985-03-12 | Verfahren zur Kompostierung von Klärschlamm |
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Publications (2)
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DE3508728C2 DE3508728C2 (de) | 1986-06-05 |
Family
ID=6264915
Family Applications (1)
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DE3508728A Expired DE3508728C2 (de) | 1985-03-12 | 1985-03-12 | Verfahren zur Kompostierung von Klärschlamm |
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Cited By (4)
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EP0302179A1 (de) * | 1987-08-05 | 1989-02-08 | Hans-Georg Rhodovi | Verfahren zum Humifizieren von Klärschlämmen |
WO1993023181A1 (de) * | 1992-05-10 | 1993-11-25 | Klaus Grabbe | Verfahren zur immobilisation von schadstoffen in komposten |
DE4436659A1 (de) * | 1993-10-22 | 1995-04-27 | Georg Stefan Husz | Verfahren zur Erzeugung von Erde |
RU2651819C1 (ru) * | 2017-10-03 | 2018-04-24 | федеральное государственное бюджетное образовательное учреждение высшего образования "Белгородский государственный технологический университет им. В.Г. Шухова" | Искусственная почвосмесь |
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DE3015246A1 (de) * | 1980-04-21 | 1981-10-22 | Gebrüder Weiss KG, 6340 Dillenburg | Verfahren zum kompostieren von kommunalen klaerschlamm |
-
1985
- 1985-03-12 DE DE3508728A patent/DE3508728C2/de not_active Expired
Patent Citations (1)
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