DE3504650C2 - Bohrhammer mit Verstärkung der Betätigungskraft für die Kupplung des Schlagantriebes - Google Patents
Bohrhammer mit Verstärkung der Betätigungskraft für die Kupplung des SchlagantriebesInfo
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Description
Die Erfindung geht aus von einem Bohrhammer nach der Gattung des
Hauptanspruchs. Es ist schon ein derartiger Bohrhammer bekannt
(DE 33 11 265 A1), bei dem die Wirksamkeit der lösbaren Kupplung
zwischen Elektromotor und Antriebsglied des Schlagwerks von der
Andrückkraft abhängig ist, die von dem den Hammer Bedienenden
aufgebracht wird. Abgesehen davon, daß dadurch die Bedienung des
Hammers erschwert wird, ist eine zuverlässige Mitnahme des
Antriebsglieds des Schlagwerks von individuellen Gegebenheiten
abhängig, da nicht jeder Benutzer des Hammers die gleiche
Andrückkraft aufzubringen vermag.
Der erfindungsgemäße Bohrhammer mit den kennzeichnenden Merkmalen
des Anspruchs 1 bzw. des Anspruchs 6 hat demgegenüber den Vorteil,
daß die erforderliche Andrückkraft für den den Hammer Bedienenden
beim Schlagbohren äußerst gering ist, daß aber die auf die Kupplung
tatsächlich einwirkende Schließkraft größer ist als dies bei
herkömmlichen, dem Stand der Technik entsprechenden Hämmern bei
Anwendung gleich großer Andrückkraft der Fall ist.
Durch die in den abhängigen Ansprüchen aufgeführten Maßnahmen sind
vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen des im Anspruch 1
bzw. im Anspruch 6 angegebenen Bohrhammers möglich.
Drei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung
dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel
in einem in Seitenansicht, teilweise im Schnitt,
dargestellten Bohrhammer,
Fig. 2 einen Ausschnitt aus
Fig. 1 in Seitenansicht und die
Fig. 3 und 4 weitere
Ausführungsbeispiele, die in Form eines Ausschnitts aus
einem Bohrhammer in Seitenansicht dargestellt sind.
Der in Fig. 1 der Zeichnung dargestellte Bohrhammer hat
ein Gehäuse 1, in dem ein Elektromotor 2, ein Getriebe 3
und ein Schlagwerk 4 angeordnet sind. Die Achse 4′ des
Schlagwerks 4 liegt parallel zur Achse des Elektromotors 2.
An seinem hinteren Ende geht das Gehäuse 1 in einen Handgriff
5 über. In diesem ist ein mit einem Drücker 6 versehener
Schalter eingebaut, über den der Elektromotor 2
in Betrieb gesetzt werden kann. Am unteren Ende des
Handgriffs 5 ist durch eine elastische Tülle ein Stromzuleitungskabel
eingeführt. Am vorderen, dem Handgriff 5
abgewandten Ende ist am Gehäuse 1 ein Werzeughalter 8
angeordnet, der zur Aufnahme von Werkzeugen, wie beispielsweise
dem Bohrer dient.
Der Elektromotor 2 hat eine Antriebswelle 10, die beidseitig
in im Gehäuse 1 befestigten Kugellagern gelagert
ist. Das in dem Kugellager 11 gelagerte Ende der Antriebswelle
10 trägt ein Motorritzel 12, das in ein Zahnrad
13 eingreift. Dieses ist auf eine Zwischenwelle 14
aufgepreßt, die eine Axialbohrung 15 einer Trommel 16
durchgreift. In der Axialbohrung 15 sind Nadelkäfige 17
angeordnet, in denen die Zwischenwelle 14 gelagert ist.
Das dem Elektromotor 2 abgewandte Ende 14′ der Zwischenwelle
14 ist in einem gehäusefesten Lager 18 gelagert.
Die Trommel 16 ist über ein Kugellager 19 in dem Gehäuse
1 gelagert. Der Außenring 20 des Kugellagers 19 sitzt als
Festlager in dem Gehäuseteil 21. Die Innenlaufbahn für die
Kugeln 22 des Kugellagers 19 wird durch die Trommel 16
selbst gebildet. Außerdem weist die Trommel 16 eine Laufrille
23 mit zur Achse der Zwischenwelle 14 schiefer Achse
auf. Die Laufrille 23 bildet die Innenlaufbahn für Kugeln
24, die Teile eines Kugellagers 25 sind, dessen Außenring
als Taumelscheibe 26 ausgebildet ist. Ein an die Taumelscheibe
26 angeformter Finger 27 treibt das Schlagwerk 4
an.
Das Schlagwerk 4 ist im Inneren eines im Gehäuse 1 drehbar
gelagerten Führungsrohrs 28 angeordnet, das im gezeigten
Ausführungsbeispiel einstückig mit dem Werkzeughalter 8 ausgebildet
ist. Im Führungsrohr 28 ist ein als Antriebsglied
dienender Kolben 29 dicht und gleitend geführt. Das hintere,
dem Werkzeughalter 8 abgewandte Ende 30 des Kolbens 29 ist
gabelartig ausgebildet und trägt einen Drehbolzen 31. Dieser
weist eine Querbohrung 32 auf, in die der Finger 27 mit Spiel
eingreift. Dadurch kann sich der Finger 27 leicht in axialer
Richtung in der Querbohrung 32 bewegen. In dem hohl ausgebildeten
Kolben 29 ist ein Schläger 33 dicht und gleitend
geführt, der über einen Döpper 34 auf das hintere Schaftende
des Werkzeugs 9 einwirkt.
Die Zwischenwelle 14 weist über einen Teil ihrer Gesamtlänge
eine ritzelartige Verzahnung 35 auf, die in ein
Zahnrad 36 eingreift. Dieses ist auf dem Führungsrohr 28
verschiebbar und frei drehbar gelagert. Es steht unter
dem Einfluß einer Druckfeder 46, die bestrebt ist, das
Zahnrad 36 stets gegen einen Bund 50 des Führungsrohrs
28 zu drücken. Die einander zugekehrten Stirnseiten des
Zahnrads 36 einerseits und des Bundes 50 haben Vorsprünge
37, 38, die so ausgebildet sind, daß sie im Zusammenwirken
als Mitnahmekupplung und - unter dem Einfluß der Druckfeder
46 - als Überlastkupplung dienen. Auf dem mit der Verzahnung
35 versehenen Teil der Zwischenwelle 14 sitzt eine Hülse
39, die eine mit der Verzahnung 35 korrespondierende Innenverzahnung
40 hat und auf der Zwischenwelle 14 verschiebbar
ist. Der Rand 39′ der topfförmig ausgebildeten Hülse 39
ist an seiner Innenwand konisch ausgebildet und für die
Zusammenarbeit mit einem an der Trommel 16 angeordneten
Außenkonus 41 bestimmt. Die Hülse 39 und der Außenkonus
41 bilden somit eine Kegelkupplung 39/41, durch die
die Trommel 16 drehfest mit der Zwischenwelle 14 verbunden
werden kann. Das Einrücken der Kegelkupplung 39/41 erfolgt
unter dem Einfluß des Führungsrohrs 28, das durch Andrücken
des Bohrers gegen das zu bearbeitende Werkstück axial
verschoben wird.
Dabei drückt das hintere Schaftende des Bohrers 9 gegen
den Döpper 34, der mit verhältnismäßig geringem axialem
Bewegungsspiel in einer Hülse 42 gehalten ist, die ihrerseits
- gesichert durch einen Ring 43 - im Führungsrohr
28 gelagert ist. Der Druck des Schaftendes des Bohrers 9
auf den Döpper 34 bewirkt über die Hülse 42 und den Ring
43 ein axiales Verschieben des Werkzeughalters 8 mit
seinem Führungsrohr 28. Der Bund 50 des Führungsrohrs 28
drückt dabei über ein Axiallager 48 und eine Scheibe 49
gegen das das Führungsrohr 28 umgreifende, gabelartige
Ende 51 eines Hebels 52. An dem gabelartigen Ende 51 des
Hebels 52 sind jeweils zwei Lappen 51′ und 51′′ ausgebildet,
von denen der Lappen 51′ gegen die Scheibe 49 und der
Lappen 51′′ gegen eine Tellerfeder 53 geneigt ist. Das dem
gabelartigen Ende 51 des Hebels 52 entgegengesetzte Ende
54 ist ebenfalls gabelartig ausgebildet und umgreift die
Zwischenwelle 14 und die auf ihr gelagerte Hülse 39.
Auf der Höhe der Achse der Zwischenwelle 14 weist der
Hebel 52 an seinem gabelartigen Ende 54 jeweils einen Vorsprung
55 auf, der sich über eine Scheibe 56 und ein Axiallager
57 gegen die Hülse 39 abstützt. In der Nähe
einer Ausnehmung 58 im Gehäuse 1 ist ein Exzenterstift 59
angeordnet, der um seine Lagerachse verdrehbar und damit
einstellbar ist. Der Exzenterstift 59 kann - wie in Fig. 2
dargestellt - in seinem im Gehäuse 1 gelagerten Bereich
eine rändelartige Verzahnung 60 aufweisen, die ihn im
Zusammenwirken mit seinen Lagerbohrungen im Gehäuse 1
gegen ungewolltes Verdrehen sichert.
Der Hebel 52 ist bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1
und 2 lose in das Gehäuse 1 eingelegt, und zwar derart,
daß sein unteres Ende 54 in die Gehäuseausnehmung 58 hineinragt
und sich dort gegen das Gehäuse 1 abstützt. Während
der Vorsprung 55 an der Stirnseite der Scheibe 56 anliegt,
stützt sich die dem Vorsprung 55 abgewandte Fläche 61 des
unteren Endes 54 des Hebels 52 gegen den Umfang des
Exzenterstiftes 59 ab.
Werden nun durch Andrücken des in den Bohrhammer eingesetzten
Werkzeugs 9 gegen das zu bearbeitende Werkstück
das Führungsrohr 28 und damit das Axiallager 48 und die
Scheibe 49 verschoben, so drückt die Stirnseite der
Scheibe 49 gegen den Lappen 51′ des oberen Endes 51
des Hebels 52, wodurch dieser, da sein unteres Ende 54
infolge Anlage seiner Fläche 61 am Umfang des Exzenterstifts
59 nicht ausweichen kann, in Richtung auf die Kegelkupplung
39/41 zu verschwenkt wird. Dabei drückt der Vorsprung
55 gegen die Stirnseite der Scheibe 56, wodurch die
Hülse 39 über das Axiallager 57 mit dem an der Trommel
16 ausgebildeten Außenkonus 41 in Kupplungsverbindung gebracht
wird. Der Hebel 52 ist aus federnd nachgiebigem
Material hergestellt, so daß bei eventuellem weiterem Verstärken
der Andrückkraft durch den den Bohrhammer Bedienenden
zwar ein weiteres Verschieben des Führungsrohrs 28 erfolgen
kann, die effektiv auf die Kegelkupplung 39, 41 einwirkende
Kraft aber einen vorbestimmten Wert nicht übersteigt. Die
Tellerfeder 53 ist hinsichtlich ihrer Federkraft so bemessen,
daß sie die vorstehend beschriebenen Schwenkbewegungen
des Hebels 52 ungehindert zuläßt. Sie dient lediglich
dem Zweck, beim Nachlassen des Anpreßdrucks den Hebel
52 wieder in die Lage zu verschwenken, in der die Kegelkupplung
39/41 gelöst ist und beim Gebrauch des Bohrhammers mit senkrecht
nach oben gerichtetem Werkzeug zu verhindern, daß die Kegelkupplung
39/41 schon durch das Eigengewicht der auf den Hebel
52 einwirkenden Teile geschlossen wird und damit das Schlagwerk
4 schon im Leerlaufbetrieb zu arbeiten beginnt.
Die auf das Werkzeug 9 ausgeübte Andrückkraft wird in ihrer
Wirkung auf die Hülse 39 verstärkt, wobei einleuchtend
ist, daß die effektive Verstärkungswirkung von dem Verhältnis
des Abstands des Vorsprungs 55 zum Abstand des die
Scheibe 49 berührenden Lappens 51′ des Hebels 52 von dessen
Schwenkpunkt abhängig ist.
Durch Verstellen des Exzenterstifts 59 ist es möglich,
auf einfache Weise eventuelle Fertigungstoleranzen auszugleichen.
Selbstverständlich kann der Hebel 52 unter Verzicht
auf diese Justiermöglichkeit auf einer im Gehäuse 1
angeordneten Schwenkachse gelagert sein.
In Fig. 3 ist in schematischer Form ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung dargestellt, bei dem der Antrieb des
Schlagwerks 4 über einen Kurbeltrieb erfolgt. Mit 65 ist
ein Antriebsritzel bezeichnet, das auf der Welle des
nicht dargestellten Antriebsmotors sitzt oder mit dieser
in Getriebeverbindung steht. Das Ritzel 65 greift in ein
Zahnrad 66 ein, das über ein Kugellager 67 im Gehäuse 68
gelagert ist. Eine Kurbelscheibe 69 sitzt an einem einstückig
mit ihr verbundenen Wellenzapfen 70, der in einem
Nadellager 71 im Gehäuse 68 verschiebbar gelagert ist.
Die Kurbelscheibe 69 trägt einen exzentrisch zu ihrer
Achse angeordneten Kurbelzapfen 72. Dieser ragt in eine
Bohrung in einem Pleuel 73 hinein. An seinem anderen Ende
nimmt der Pleuel 73 einen Kolbenbolzen 74 auf, der in dem
gabelartigen Ende eines Kolbens 29′ angeordnet ist. Der
Kolben 29′ entspricht dem Kolben 29 beim Ausführungsbeispiel
nach Fig. 1 und erfüllt genau die gleiche Aufgabe
innerhalb des Schlagwerks 4 wie dieser.
Die Kurbelscheibe 69 weist an ihrem Umfang einen Konus 75
auf, der mit einem Innenkonus 76 in einem Einschnitt 77
des Zahnrads 66 zusammen eine ein- und ausrückbare Mitnahmekupplung
75/76 bildet. Eine in den Einschnitt 77 eingelegte
Tellerfeder 78 ist bestrebt, die Kurbelscheibe 69 stets
von dem Zahnrad 66 wegzudrücken und damit die Mitnahmekupplung
75/76 stets in gelöster Stellung zu halten.
Um einen im Gehäuse 68 befestigten Stift 79 ist ein zweiarmiger
Winkelhebel ausgebildeter Hebel 80 schwenkbar gelagert. Seine beiden Hebelarme
81, 82 sind gabelartig ausgebildet. Der Hebelarm 81 ist
für die Zusammenarbeit mit einer Scheibe 49′ und der
Hebelarm 82 mit einer Scheibe 83 bestimmt. Die Scheibe 49′
entspricht der Scheibe 49 beim Ausführungsbeispiel nach
Fig. 1. Die weiteren, mit der Scheibe 49′ zusammenwirkenden
Teile sind ebenfalls gleich wie beim Ausführungsbeispiel
nach Fig. 1 und sind deshalb im Interesse besserer
Übersichtlichkeit in Fig. 3 weggelassen. Auch hier wird
die Scheibe 49′ entgegen der Vorschubrichtung des Werkzeugs
9 bewegt, wenn dieses gegen das zu bearbeitende Werkstück
gedrückt wird. Dabei schwenkt die gegen den Hebelarm
81 drückende Scheibe 49′ den Winkelhelbe um den Stift 79, wodurch
der Hebelarm 82 gegen die Scheibe 83 drückt. Da diese
durch den Ring 84 auf dem Wellenzapfen 70 gesichert ist,
nimmt sie diesen und damit die Kurbelscheibe 69 mit und bewegt
sie gegen die Kraft der Tellerfeder 78. Die Mitnahmekupplung
75/76 wird eingerückt, so daß die Kurbelscheibe 69 vom
laufenden Zahnrad 66 angetrieben wird. Die Drehbewegung
wird in bekannter Weise über den Kurbelzapfen 72, den
Pleuel 73 und den Kolbenbolzen 74 in ein hin- und hergehende
Bewegung des Kolbens 29′ umgewandelt.
Auch bei diesem Ausführungsbeispiel wird die auf das Werkzeug
ausgeübte und letzten Endes auf den beweglichen Kupplungsteil
einwirkende Andrückkraft durch entsprechende
Ausbildung eines Übertragungsgliedes - in diesem Fall des
Winkelhebels - verstärkt, dies um so mehr, je länger der
Hebelarm 81 im Vergleich zur Länge des Hebelarms 82 ist.
Auch hier kann mindestens einer der Hebelarme 81, 82 so
ausgebildet oder beschaffen sein, daß nach Erreichen einer
vorbestimmten Andrückkraft im Bereich der Mitnahmekupplung 75/76 selbst
ein weiteres Verstärken der auf das Werkzeug ausgeübten
Andrückkraft keine oder nur eine unbedeutende Andruckerhöhung
im Kupplungsbereich zur Folge hat.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 findet anstelle
eines Schwenkhebelgetriebes ein Keilgetriebe Anwendung.
Der aus der Zeichnung nicht ersichtliche Aufbau der Antriebs-
und Bewegungswandlungsvorrichtung entspricht im
wesentlichen dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3. Ein Antriebsritzel
65′ greift in ein Zahnrad 66′ ein, das auf
dem Wellenzapfen 70′ einer Kurbelscheibe 69′ drehbar gelagert
ist. Das Zahnrad 66′ hat einen Ansatz 85, an dem
ein Außenkonus 86 ausgebildet ist. Eine Hülse 87 mit Innenkonus
88 ist auf dem Wellenzapfen 70′ der Kurbelscheibe 69′
verschiebbar gelagert. Ineinandergreifende Verzahnungen
89, 90 sorgen für eine ständige Drehmitnahmeverbindung
zwischen dem Wellenzapfen 70′ und der auf ihm verschiebbaren
Hülse 87.
Ein Schieber 91 ist in einer im Gehäuse 68′ ausgebildeten
Führungsnut 92 geführt. Diese verläuft schräg zur Achse
des Wellenzapfens 70′. Der Schieber 91 hat einen abgewinkelten,
gabelartigen Arm 93, der sich unter der Einwirkung
einer Feder 94 gegen die Scheibe 49′′ abstützt. Das
dem Wellenzapfen70′ zugekehrte Ende des Schiebers 91
ist ebenfalls gabelartig ausgebildet. Es umgreift den
Wellenzapfen 70′ und legt sich mit einer abgeschrägten
Keilfläche 95 gegen eine Scheibe 96, die unter Zwischenschaltung
von Gleitrollen 97 auf der Hülse 87 sitzt.
Das Andrücken des Werkzeugs gegen das zu bearbeitende
Werkstück hat auch bei diesem Ausführungsbeispiel zur Folge,
daß die Scheibe 49′′ nach rechts verschoben wird. Wegen der
Anlage des Armes 93 an der Scheibe 49′′ nimmt an dieser Bewegung
auch der Schieber 91 teil. Infolge der schräg verlaufenden
Führungsnut 92 ist diese Verschiebebewegung mit
einer gewissen Keilwirkung auf die Scheibe 96 und damit auf
die Hülse 87 verbunden. Die Hülse 87 wird dabei gegen das
Zahnrad 66′ bewegt, bis der der Innenkonus 88 gegen den Außenkonus
86 preßt. Die Drehmitnahme zwischen Zahnrad 66′ und Wellenzapfen
70′ und damit Kurbelscheibe 69 ist somit sichergestellt.
Sobald der Anspreßdruck auf das Werkzeug nachläßt,
geht die Scheibe 49′′ wieder in ihre Ausgangslage zurück.
Unter dem Einfluß der Feder 94 folgt ihr der Arm 93 und
damit der Schieber 91. Eine zwischen dem Zahnrad 66′ und
der Hülse 87 angeordnete Tellerfeder 98 sorgt für das
Lösen der Kupplungsverbindung 86/88. Der Antrieb zum Schlagwerk
ist wieder abgeschaltet. Der Arm 93 kann so ausgebildet
oder beschaffen sein, daß er nach Erreichen eines vorbestimmten
Anspreßdruckes im Bereich der Kupplungsverbindung
86/88 fedend nachgibt, wenn die auf das Werkzeug ausgeübte
Andrückkraft weiter verstärkt wird.
Claims (8)
1. Bohrhammer mit einem motorisch angetriebenen Schlagwerk, in dem
ein hin- und herbewegtes Antriebsglied über ein Luftpolster auf
einen axial beweglichen Schläger einwirkt, der seine Energie an ein
in dem Bohrhammer geführten Werkzeug abgibt, wobei das Antriebsglied
des Schlagwerks von einem Elektromotor über ein Getriebe bewegt ist,
das zur Umsetzung der Drehbewegung des Elektromotors in die hin- und
hergehende Bewegung des Antriebsglieds des Schlagwerks einen
Bewegungswandler enthält und wobei in der Getriebekette zwischen
Elektromotor und Antriebsglied des Schlagwerks eine lösbare Kupplung
angeordnet ist, die in Abhängigkeit vom Andruck des Werkzeugs an das
zu bearbeitende Werkstück über ein Betätigungselement in
Wirkstellung gebracht und gehalten wird, dadurch gekennzeichnet, daß
das Betätigungselement durch einen im Gehäuse (1) des Bohrhammers
schwenkbar gelagerten Hebel (52, 80) mit ungleich langen Hebelarmen
(81, 82) gebildet wird, auf dessen längeren Hebelarm (81) das axial
verschiebliche Werkzeug (9) einwirkt, während der kürzere Hebelarm
(82) auf das bewegliche Kupplungsteil (39, 69) einwirkt.
2. Bohrhammer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Hebel
(52) einarmig ausgebildet ist.
3. Bohrhammer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Betätigungselement als Winkelhebel ausgebildet ist.
4. Bohrhammer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
sich der Hebel (52) um einen um seine Lagerachse verdrehbaren
Exzenterstift (59) schwenkbar abstützt.
5. Bohrhammer nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der
Exzenterstift (59) in seinem im Gehäuse (1) gelagerten Bereich eine
rändelartige Verzahnung (60) aufweist, die ihn im Zusammenwirken mit
seinen Lagerbohrungen im Gehäuse (1) gegen ungewolltes Verdrehen
sichert.
6. Bohrhammer mit einem motorisch angetriebenen Schlagwerk, in dem
ein hin- und herbewegtes Antriebsglied über ein Luftpolster auf
einen axial beweglichen Schläger einwirkt, der seine Energie an ein
in dem Bohrhammer geführtes Werkzeug abgibt, wobei das Antriebsglied
des Schlagwerks von einem Elektromotor über ein Getriebe bewegt ist,
das zur Umsetzung der Drehbewegung des Elektromotors in die hin- und
hergehende Bewegung des Antriebsglieds des Schlagwerks einen
Bewegungswandler enthält und wobei in der Getriebekette zwischen
Elektromotor und Antriebsglied des Schlagwerks eine lösbare Kupplung
angeordnet ist, die in Abhängigkeit vom Andruck des Werkzeugs an das
zu bearbeitende Werkstück über ein Betätigungselement in Wirkstellung
gebracht und gehalten wird, dadurch gekennzeichnet, daß das
Betätigungselement durch ein Keilgetriebe mit einem in einer im
Gehäuse (68′) ausgebildeten Führungsnut (92) verschiebbar angeordneten
Schieber (91) gebildet wird, daß die Führungsnut (92) schräg
zur Achse eines die Kupplung aufnehmenden Wellenzapfens (70′) verläuft
und daß der Schieber (91) eine abgeschrägte, auf die Kupplung
oder ein mit der Kupplung zusammenwirkendes Bauteil (Scheibe 96)
einwirkende Keilfläche (95) aufweist, so daß der Schieber (91)
zwischen der schräg verlaufenden Führungsnut (92) und der Kupplung
eine die Betätigungskraft der Kupplung verstärkende Keilwirkung ausübt,
wenn das Werkzeug an das zu bearbeitende Werkstück angedrückt
wird.
7. Bohrhammer nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß das Betätigungselement als federnd nachgiebiger Hebel (52,
80) mit vorbestimmter Eigensteifigkeit ausgebildet ist.
8. Bohrhammer nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß das Betätigungselement gabelartig ausgebildet ist.
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