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DE348946C - Verfahren und Vorrichtung zum Blasen von duennwandigen Glashohlkoerpern, besonders Gluehlampenkolben - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Blasen von duennwandigen Glashohlkoerpern, besonders Gluehlampenkolben

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Publication number
DE348946C
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DE
Germany
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glass
spindle
pipe
parison
preform
Prior art date
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Expired
Application number
DENDAT348946D
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English (en)
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EMPIRE MACHINE CO
Original Assignee
EMPIRE MACHINE CO
Publication date
Application granted granted Critical
Publication of DE348946C publication Critical patent/DE348946C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B9/00Blowing glass; Production of hollow glass articles
    • C03B9/13Blowing glass; Production of hollow glass articles in gob feeder machines
    • C03B9/193Blowing glass; Production of hollow glass articles in gob feeder machines in "press-and-blow" machines
    • C03B9/195Rotary-table machines

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Blasen von dünnwandigen Glashohlkörpern, besonders Glühlampenkolben. Es ist bekannt, auf Glasblasemaschinen einen Glasgegenstand, z. B. eine Flasche, dadurch zu erzeugen, daß das Glas in eine Form (Aufnehmer) eingegossen und abgeschnitten wird, in welcher es durch Pressen mit einem in die Form eingeführten flachen oder hohlen Stempel seine Gestalt erhält, wobei durch die abkühlende Wirkung der Formwände und des Stempels die Glasmasse mit einer genügend festen Haut versehen wird, welche die flüssige innere Glasmasse zusammenhält, nachdem die äußere Fläche, welche in der Fertigform weitergeformt werden soll, außer Berührung mit den erwähnten formgebenden Teilen gebracht ist. Da der Stempel und die Form bei der Arbeit leicht eine verschiedene Temperatur annehmen, so können beim Pressen auch verschieden warme Oberflächenteile des Külbels entstehen. Während es bei der Erzeugung von verhältnismäßig dickwandigen Glashohlkörpern, wie Flaschen, nicht so sehr darauf ankommt, daß die Außenwand des Külbels in allen ihren Punkten gleichmäßig warm ist, ist diese Bedingung bei dünnwandigen Glashohlkörpern, besonders Glühlampenkolben, unbedingtes Erfordernis. Diese Bedingung wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß das eingegossene und abgeschnittene Glas in einem nicht als Form, sondern zunächst zum Zusammenhalten des Glases an der Pfeifenmündung dienenden Aufnehmer durch einen diesen Aufnehmer ausfüllenden hohlen Stempel gepreßt wird, dessen Höhlung der ganzen Außenfläche des Külbels (abgesehen vom Mündungsrand) entspricht und welche also ungefähr becherförmige Gestalt hat, worauf nach ausreichender Erstarrung der Stempel, der Aufnehmer und der in üblicher Weise in der Pfeifenmündung verschiebbare Mündungsformkern außer Berührung mit dem Külbel gebracht werden und mit dem Blasen so lange gewartet wird, bisdie gebildete starre Außenhaut des Külbels vom Innern des Külbels her so weit erwärmt und erweicht ist, daß sie beim Aufblasen nicht zerreißt, sondern sich ausdehnt. Weitere Schwierigkeiten zur Herstellung einer völlig gleichmäßigen Außenhaut entstehen beim Abtrennen des Glaspostens, indem die Schnittnarbe an dem Glase im Aufnehmer aus stark abgekühltem Glase besteht. Bleibt diese Narbe mitten auf der Glasmasse liegen, so bleibt sie auch beim Pressen bestehen und verursacht einen Mangel am fertigen Gegenstande. Es wird daher durch geeignetes Abschneiden der fallende Glasstrang seitlich umgelegt, so daß er auf solche Teile der Glasmasse fällt, welche beim Pressen eine beträchtliche Verdrängung erfahren, wobei sich das Narbenglas mit dem heißeren Innenglase vermischt und aufgewärmt wird.
  • Die Erfindung besteht ferner in gewissen Einzelheiten an einer zur Ausführung des Verfahrens geeigneten Glasblasemaschine. Eine Maschine dieser Art, mit welcher auch gröbere Waren erzeugt werden können, ist in beiliegender Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt.
  • Abb. I ist ein Aufriß der Maschine von der Aufgabeseite aus gesehen, Abb.2 ein senkrechter Schnitt durch diese Maschine in der Aufgabestellung, Abb. 3 ein wagerechter Schnitt, Abb. 4 ein entsprechender Schnitt, wobei die Schnitte durch die einzelnen Teile in verschiedenen parallelen Ebenen gelegt sind, Abb. 5 eine Seitenansicht des Spindelträgers und verschiedener daran befestigter Teile in größerem Maßstabe, Abb.6 eine Vorderansicht davon, teilweise im Schnitt, Abb. 7 ein Grundriß der Antriebsvorrichtung, Abb. 8 eine Seitenansicht davon, Abb. 9 eine Oberansicht der Glasschneidevorrichtung, Abb. Io eine Seitenansicht davon, Abb. II eine Vorderansicht der Schneidevorrichtung und des Aufnehmers, teilweise im Schnitt. Abb. 12 ist ein Schnitt durch den Luftzylinder der Schneidevorrichtung; Abb. 13 ist ein senkrechter Schnitt in größerem Maßstabe durch den Spindelträger in Aufgabestellung, Abb. 1¢ eine Vorderansicht des oberen Teils der Spindel des Spin.delträgers, Abb. 15 eine Seitenansicht davon, Abb. 16, 17, 18, i9, 20 je eine Ansicht bzw. Schnitt von Teilen der Spindel, Abb. 21 ein Schnitt durch die Blasvorrichtung, Hauptluftventil und den Druck luftzylinder, Abb.22 ein Schnitt im rechten Winkel dazu, Abb.23 die Ansicht eines den Hals der Birne bearbeitenden Werkzeugs, Abb. 23A ein Teil davon, Abb. 24 ein Schnitt durch die Preßvorrichtung, Abb. 25 ein Grundriß der Formvorrichtung, Abb. 25A ein Aufriß davon, Abb. 26 ein wagerechter Schnitt durch die Maschine mit vier zu einer Gruppe vereinigten Spindelträgern, Abb. 27A, 27B, 27G usw.zeigen schematisch verschiedene Stellungen des Werkstücks zur Darstellung der fortschreitenden Formung einer Birne.
  • I. Allgemeine Beschreibung der Maschine.
  • Die Maschine steht auf einer Grundplatte I (Abb. I, 2, 3), auf der ein Mittelständer, bestehend aus einer hohlen Säule 2, einer feststehenden Kurventrommel 3 und einer hohlen Säule 4, angeordnet ist. Diese Teile sind an ihrem oberen Ende durch einen Halter 5 versteift, der an Ständern 6, 6A befestigt ist. Die Grundplatte I ist zweckmäßig auf Räder 7 gesetzt, damit man die Maschine von Ofen zu Ofen fahren kann.
  • Auf den Ständern 6, 6A ist ein Querstück 8 (Abb. I, 2, 9, II) verschiebbar, welches einen nach der Mittelsäule zu gerichteten Arm 9 trägt, in dem ein Glasaufnehmer Io in Form einer oben und unten offenen Büchse angeordnet ist. Auf dem Halter 5 befindet sich oberhalb des Glasaufnehmers der Druckluftzylinder II (Abb. 2), dessen Kolben 78A am oberen Ende einer Kolbenstange 78 sitzt, an der ein Preßstempel 8I befestigt ist. Zwischen dem Stempel und dem Glasaufnehmer befindet sich eine Glasschervorrichtung (Abb. 9).
  • Die soeben beschriebenen Teile sind nicht drehbar. Mit ihnen wirken fortschreitend sich bewegende, unter sich gleiche Sätze von Formvorrichtungen zusammen, von denen nachstehend einer beschrieben werden soll.
  • Auf der Grundplatte ruht ein Motor I4 (Abb. I), der durch die wagerechte Welle I5 (Abb. 2), Kegelgetriebe I5A; Welle I6, Zahnrad I7, Zahnrad I8, Welle I9 (innerhalb der Kurventrommel 3), Trieb 2o und Innenverzahnung 2IA das Rad 2I dreht; letzteres sitzt auf dem oberen Ende der unteren Säule 2 drehbar und ist außen mit einem Kranz von Schaltzähnen 2IB versehen.
  • Um die obere und untere Säule 2 und 4 laufen je eine Anzahl von Nuten 2A, 2B, 20, 2D bzw. 4A, 4B, 40, 4D (Abb. 2), die voneinander durch ringförmige Flansche getrennt sind. Jede Nut dient als Lager der einzelnen Spindelträger 22 (Abb. 2, 4), die an der oberen und unteren Säule geführt sind. Nach Abb. 2, bei welcher nur ein Satz gezeigt ist, ist die obere Nut einer jeden Säule 2 und 4 in solcher Weise besetzt.
  • Jeder Spindelträger besteht aus einem senkrechten Mittelteil 22A und den oberen und unteren geneigten Endteilen 22B, 22C, welche in den obengenannten Nuten gelagert sind. Der mittlere Teil ladet so weit aus, daß er auf der Außenseite der Kurventrommel anliegt, um die herum der Spindelträger sich drehen kann. Auf diesem Spindelträger werden die verschiedenen Einrichtungen, formgebenden Werkzeuge und Sätze getragen.
  • In Lagern 23 (Abb. 5 und 6) ist dicht am unteren Ende des mittleren Teils 22A des Spindelträgers eine senkrechte Welle 24 drehbar gelagert, die an ihrem oberen Ende einen in die Schaltzähne 2IB greifenden Mitnehmer 25 in Form eines Schaltzahnes und am unteren Ende einen Anschlagarm 26 (Abb. 26, 4) trägt, der nach innen ragt. Der Mitnehmer steht für gewöhnlich so, daß er unter Wirkung einer federbelasteten Stange27 (Abb. 4) in die Schaltzähne 2IB eingreift. Wenn der Mitnehmer in solcher Weise mit den Schaltzähnen in Eingriff steht, kann sich der Halter, auf dem der betreffende Mitnehmer sitzt, mit dem Ra:de 2 1 bewegen und somit um die Mittelsäulen und die Kurventrommel herumlaufen.
  • Ferner ist am mittleren Teil des Spindelträgers in einem wagerechten Lager 28 (Abb. 5) . der Drehzapfen 29 eines Querarms 30 (Abb. 2, 13) gelagert. In diesem befindet sich im rechten Winkel zu seinem Drehzapfen ein Lager, in dem ein Glasbearbeitungswerkzeug in Form einer Spindel 31 (Abb. 27A) gelagert ist, welche aus mehreren noch zu beschreibenden Teilen besteht. Am hinteren Ende des Drehzapfens, d. h. nach der inneren Seite des mittleren Teils des Halters zu, sitzt ein Trieb 32, welcher in Eingriff mit einer Zahnstange 33 steht, die senkrecht in Führungen auf der inneren Seite des Halters beweglich ist. Diese Zahnstange wird durch einen mit einer Rolle 35 versehenen Zapfen 34 in einer rings um die Oberfläche der Kurventrommel laufenden Nut 36 geführt, die so geformt ist, daß sie den die Spindel tragenden Querarm 30 um seine Längsachse in der nachstehend beschriebenen Weise dreht.. Es sei hier schon kurz gesagt; daß der Zweck der Kurve der ist, .die Spindel aus der einen senkrechten Lage in die andere umgekehrte zu bewegen, und die Spindel sowohl in diesen als auch in gewissen Zwischenstellungen zu halten.
  • Die Spindel 3r selbst besteht aus mehreren in Abb. 13 im besonderen dargestellten Teilen, unter anderem aus einerHülse37A, welche im Querarm 30 gelagert ist und an welcher ein Kegelrad 38 festsitzt, das in Eingriff mit einem Kegelrad 39 steht. Die Nabe des letzteren sitzt auf dem Lager 28 und trägt ein Zahnrad 40. Letzteres steht in Eingriff mit einem -Trieb 41, welcher mit seiner Nabe auf einer Hohlwelle 42 oberhalb des Lagers 28 sitzt. Am hinteren Ende der Welle 42 ist ein Kegelrad 43 befestigt, das sich in Eingriff mit einem Kegelrad 44 befindet, welches mit seiner Nabe auf der Kurventrommel 3 (Abb.2) gelagert ist. An 'der Nabe des Kegelrades 44 ist ein Zahnrad 44B (Abb. 2) befestigt, das in Eingriff mit einem Trieb 45 steht, welcher seinerseits fest auf dem oberen Ende der Welle I9 sitzt und vom Motor aus durch die Räder I7 und I8 angetrieben wird. Das Zahnrad 4I (Abb. 2, I3) bildet den an der Achse festen Teil einer kegelförmigen Reibungskupplung, deren verschiebbarer Teil ein Kegel 46 ist. Der Kegel sitzt auf einer Stange 47, die in der Hohlwelle 42 ruht und unter Wirkung der Feder 48 steht, so daß der Teil 46 gegen die Innenfläche des Zahnrades 4I gedrückt wird. Die Verbindung zwischen dem Kegel46 und der Hohlwelle 47 besteht in Mitnehmerstiften 49, die in entsprechende Öffnungen der Nabe des Kegels 46 passen. Das innere Ende der Kupplungsstange47 trägt eine Laufrolle49A, welche auf einem ringsherum laufenden Kurvenring 49B des Deckels der Kurventrommel geführt wird, wobei die Lauffläche dieses Kurvenringes so gestaltet ist, daß zu gegebener Zeit die Kupplungsstange 47 nach außen gedrückt und die Kupplung gelöst wird. Die Antriebsrichtung des Rades 4I vom Motor aus ist eine solche, daß die der Spindel 3I durch die Drehung des Rades 4I erteilte Drehung die gleiche Richtung hat wie die Drehung, welche der Spindel durch die Bewegung des Halters als Ganzes um dieTrommel herum erteilt wird.
  • An dem unteren Ende eines jeden Spindelträgers befindet sich ein Lagerarm 5o (Abb.2, 5, 6, 25), in welchem ein wagerechter Zapfen 5I ruht, der an seinem äußeren Ende die Formteile 52 trägt (Abb. 25, 4, 2, I). Das innere Ende des die Form tragenden Zapfens 5I trägt eine Kurbel 52A (Abb. 5, 6, 25), an welche das untere Ende einer senkrechten Stange 53 angreift, an deren oberem Ende das eine Ende eines Armes 54 (Abb. 2, 5, 6, I3) befestigt ist, der drehbar am Mittelteil des Spindelträgers sitzt. Die Stange 53 läuft mit einer Rolle 55 in einer die Form hebenden Kurvenbahn 55A (Abb. 2, I3) auf der Kurventrommel, wobei diese Kurvenbahn so geformt ist, daß bei Bewegung des Spindelträgers um die Trommel herum die Formwelle so gedreht wird, daß die Form von Zeit zu Zeit angehoben und ihre Höhlung in eine senkrechte Stellung gleichachsig zur Spindel 3I und zu anderen Zeiten die Formhöhlung in eine wagerechte Lage gebracht wird. Weil nun die Formhöhlung einseitig zur formtragenden Welle 5I liegt, kann die Form in einen Wasserbehälter getaucht werden, welcher auf der Grundplatte I angeordnet ist (Abb. 26 links).
  • Auf jeder der Spindeln sitzt eine Vorrichtung, die einen Klemmring 98E (Abb. I3) zum Klemmen des Halses des Werkstücks (Glühbirne) besitzt. 1I. Allgemeine Beschreibung des Arbeitsganges.
  • Das Vorhergehende ist eine allgemeine Beschreibung der Maschine, welche so arbeitet, daß eine gewisse Glasmenge mittels Schervorrichtungen von einem in beliebiger Weise vom Ofen oder Glashafen zugeführten Glasstrome abgeschnitten und in den Glasaufnehmer Io abgelegt wird, unter dem sich die Spindel befindet, worauf die Glasmenge in diesem Aufnehmer mittels der Preßvorrichtung zu einer Vorform gepreßt und im Klemmring 98E befestigt wird, der sich auf der Spindel befindet. Der Glasaufnehmer wird dann angehoben, wodurch das Glas in dem Klemmring auf der Spindel zurückgelassen wird, die darauf um den Mittelständer I, 2, 3 herum und auch um ihre eigene Längsachse in Drehung versetzt wird. Nun wird etwas Luft zum Aufblasen der Vorform eingelassen. Dann wird die Spindel um ihre Querachse gedreht, bis sie sich in einer wagerechten Lage befindet, wobei die gleichzeitige Drehung um die Längsachse die Wirkung der Schwerkraft auf das heiße Glas ausgleicht, und dann wird die Spindel eine genügend lange Zeit in dieser wagerechten Stellung behalten, um das Aufblasen der Vorform zu gestatten. Dann wird die Spindel weiter um ihre Querachse gedreht, bis sie senkrecht mit dem Klemmring nach unten steht, worauf die fortschreitende Bewegung des Spindelträgers angehalten werden kann, so daß letzterer zum Stillstand kommt, wenn die Streckung des Werkstücks nicht genügend schnell vor sich gegangen ist. Wenn die Vorform sich genügend im Hang gestreckt hat, beginnt der Spindelträger seine fortschreitende Bewegung wieder, und während :dieser weiteren Bewegung des Spindelträgers wird Luft in das an der Spindel hängende Werkstück eingeblasen, die Form geschlossen und die Birne erblasen, worauf die Form wieder geöffnet und gesenkt wind, die Spindel mit :der Birne in Schräglage schwingt (Ab'b.27K) und der Spindelträger wieder zum Stehen kommt, um der Reihe nach wieder unter den Glasaufnehmer zu gelangen. Es soll nunmehr im folgenden die Ausführung der einzelnen formgebenden Teile und der verschiedenen Vorrichtungen beschrieben werden, durch welche deren Bewegungen bewerkstelligt werden.
  • III. Teilbeschreibung.
  • A. Die Glasabtrennvorricht u n g (Abb. 9 bis i2). Auf einem,,Arm 9A, welcher von dem einen, Ende. des Querstücks 8 nach innen ragt, sitzt ein Luftzylinder 6o (Abb. i und 9 bis i2), in dem sich ein Kolben 6oA an einer Stange 6o8 befindet. Die Glasschere besteht aus zwei um den Zapfen 6IB drehbaren, zweiarmigen Gliedern 6I, 6IA, von denen je ein Arm ein Scherenblatt bildet, während das äußere Ende des anderen Armes dieser Glieder durch Stangen 62 an Lappen 62A aasgelenkt ist, die am Luftzylinder sitzen. Die Schervorrichtung ist also mit einem Kniehebelgelenk versehen, welches in solcher Weise durch den Kolben gesteuert wird, daß, wenn sich der Kolben nach außen bewegt, die Messer mit dem Kolben vorgeschoben und gegeneinander geschlossen wenden. Wenn sie so vorgeschoben und geschlossen sind, gehen sie an der Achsenlinie des Glasaufnehmers, oberhalb des letzteren, vorbei und schneiden dadurch einen in diesen Aufnehmer fließenden Glasstrom ab. Wie aus der Zeichnung ersichtlich, hat das eine Scherenblatt 6IA eine nur schwach abgeschrägte Fläche und wirkt, wie unten beschrieben, auf das obere Ende des abgeschnittenen Glasstranges so; daß dieses Ende nach der einen Seite des Glasaufnehmers umgelegt wird.
  • Oberhalb des Luftzylinders 6o (Abb. I2) befindet sich der Schieberkasten 63, welchem durch das Rohr 63A (Abb. I) Preßluft zugeführt wird. In diesem Schieberkasten befindet sich ein Flachschieber 64, welcher durch eine Schieberstange 65 bewegt wird, die an dem einen Ende eines Hebels 65A aasgelenkt ist. Der Hebel ist an einem Ausleger 65B drehbar gelagert und an seinem anderen Ende mittels einer Rolle 65C auf der Bahn eines Nockens 66 geführt, der an der im Halter 5 und in der Grundplatte gelagerten senkrechten Steuerwelle 67 (Abb. I, 3, 4, 8, 9) sitzt. Letztere trägt unterhalb der Grundplatte den festen Teil einer Reibungskupplung 68 (Abb.8), der gegen den verschiebbaren Teil der Kupplung 68A, der gleichzeitig ein Kegelrad bildet, durch eine Feder 68B gedrückt wird. Der Schub wird durch die Kugeln 68C aufgefangen. Der Antrieb erfolgt durch ein Kegelrad 69A (Abb. 3), Welle 69, Kegelrad 69B von dem angetriebenen Kegelrad I5A aus (Abb.2). Es ergibt sich also, daß die Steuerwelle 67 durch eine Reibungskupplung angetrieben wird. Um die Steuerwelle 67 stillzusetzen, dient folgende Einrichtung. Die Steuerwelle trägt eine Scheibe 70 (Abb. 7, 8), in welcher sich ein Ausschnitt 70A befindet, der in Eingriff mit einem Riegel 70B gelangt, welcher für gewöhnlich durch eine Feder 70e g Cr egen diese Scheibe gedrückt wird und durch den Fußhebel 70D (Abb.3 und 7) von der Scheibe abgezogen werden kann.
  • Ferner ist ein zweiter Riegel 70L (Abb.3, 7) vorgesehen, welcher ebenfalls unter Federdruck steht und auch in Eingriff mit dem Ausschnitt 70A gelangen kann bei einer Stellung, welche während der Drehung vor derjenigen, bei welcher der Riegel 7oB einschnappt, erreicht wird. Dieser Riegel 7oE trägt einen Stift 7oF, an dem, um den Riegel zurückzuschieben, ein Hebel 7oG angreift, welcher durch einen Lenker 7oH und eine Kurbelwelle 7oI mit einer senkrechten Stoßstange 7oK (Abb. 2) verbunden ist. Letztere trägt dicht an der Grundplatte der Maschine eine Auflaufrolle 7oL, die durch ein abgeschrägtes, an jedem Spindelträger befestigtes Druckstück 7oM (Abb. 2, 5, 6) niedergedrückt werden kann, während der Spindelträger sich in die Aufgabestellung bewegt, so daß alsdann der Riegel 7oE zurückgezogen wird.
  • Wenn nun der Hebel 7oD (Abb. 7, 8) niedergedrückt wird, wird der Riegel 7C9 aus dem Ausschnitt in der Scheibe herausgezogen, wird die Steuerwelle 67 wird durch die Reibungskupplung angetrieben, so daß sie den Nocken 66 dreht und den Schieber 64 verstellt, um Luft in den Abtrennzylinder zu lassen und den Kolben vorzustoßen, wobei durch die Schere Glas abgetrennt wird. Die Teile sind so bemessen, und der Luftdruck ist ein solcher, daß unter diesen Bedingungen die Scherenglieder sich schnell schließen, und zwar mit einer bedeutenden Geschwindigkeit und so weit, daß das obere Ende der abgeschnittenen Glasmasse nicht Zeit hat, vom unteren Messer fortzufallen, bevor sein oberes Ende nach der einen Seite geworfen wird Dadurch wird es gezwungen, nicht in -die Mitte des Glasaufnehmers (wodurch -das geschrittene Ende unten in der Birne sein würde), sondern einseitig in ,den Aufnehmer zu fallen, wo es in die Glasmasse hineingearbeitet wird, wenn letztere gepreßt wird, und wo es einer erneuten Erwärmung durch die. in der Glasmasse noch steckenide Hitze ausgesetzt ist und somit weniger schädlich wirken kann. Wenn der Hubteil des Nockens 66 sich unter der Rolle 65c fortbewegt, kehrt der Schieber wieder in seine frühere Stellung zu--rück, und es tritt nun Preßluft in .das @entgegengesetzte Ende des Zylinders, wodurch der Kolben zurückgezogen wird. Um .den Stoß des ohne Arbeitsleistung zurückgehenden Kolbens auffangen zu können, ist ein Hilfskanal 71 vorgesehen, der in diesem Augenblick durch den Schieber verdeckt wird, und ;der lediglich als Einströmungskanal beim Vorhube des Kolbens .dient und kurz vor Beendigung des Rückhubes geschlossen wird, so ,daß sich hinter dem Kolben ein Luftkissen bildet. F,ür den Rückhub ;des Kolbens ist nur ein Einströmungskana172 vorgesehen, welcher auch als Ausströmungakanal für den Vorhub des Kolbens dient.
  • B. Der Glasaufnehmer. Der Glasaufnehmer besteht aus einer Büchse 1o (Abb. 11, 13, 27a bis 27d), :die abnehmbar in einer senkrechten Durchbohrung des Armes 9 des Querstücks 8 sitzt. Der Querarm 8 ist als Ganzes senkrecht an den Ständern 6, 6A gefühlt, und zwar dadurch, daß er an dem oberen Ende der Kolbenstange 74 (Abb. I, a, 3, 4) befestigt ist, anderen unterem Ende ein Kolben 74A in einem Luftzylinder 75 sitzt, der mit der Grundplatte verschraubt ist. Von den entgegengesetzten Seiten des Zylinders führen Luftrohre 76, 76A zum Schieberkasten 768, der an einem der Ständer 6 (Abb. I rechts) befestigt ist und einen doppelt wirkenden Schieber enthält, dessen Schieberstange 76D durch eine Kurventrommel 77 (Abb. I) gesteuert wird, die auf der bereits obenerwähnten senkrechten Steuerwelle 67 sitzt, wobei die Anordnung eine solche ist, daß Luft abwechselnd über und unter den Kolben eingelassen wird, um die Kolbenstange 74 zu heben und zu senken. Infolge des Hebens des Kolbens wird auch das Querstück 8 mit der darauf befindlichen Glasaufnahme- und Glastrennvorrichtung gehoben. Wenn die Maschine sich in der Ruhelage befindet und für eine neue Füllung bereitsteht, liegt der Querarm an der unteren Grenze seiner Bewegung, und die Schere ist geöffnet.
  • Oben auf dem Halter 5 ist der Druckluftzylinder II (Abb. I, 2) mit Kolben 78A und Kolbenstange 78 angeordnet. Die Steuerung erfolgt vom Schieberkasten 79 vermittels der Rohre 79A und 798. Der Schieber wird durch die Kurventrommel 8o (Abb. I) bewegt, welche sich auf dem oberen Ende der Steuerwelle 67 befindet. Die Stellung der Kurvenbahn bedingt, daß, wenn die Maschine sich in der Ruhestellung befindet, die Kolbenstange 78 in ihre höchste Stellung angehoben ist.
  • An dem unteren Ende der Kolbenstange 78 befindet sich eine Patrize in Form eines becherförmigen Stempels 8I (Abb.2, 24), dessen äußerer Durchmesser so bemessen ist, daß er in den Glasaufnehmer Io gut paßt; seine Höhlung entspricht der Größe der Vorform. Der Becher 8I weist eine Bohrung 8IA auf, welche von außen bis zum Scheitelpunkt der Höhlung reicht, wo sich eine mit einem Kopf versehene Ventilstange 8I8 befindet, welche durch den Druck einer Feder 8IC nach unten gedrückt wird, wodurch die Öffnung freigegeben wird. Wenn also der Stempel sich auf das in dem Glasaufnehmer befindliche Glas senkt, kann die dadurch eingeschlossene Luft durch den Kanal 8IA entweichen und das Glas die ganze Höhlung ausfüllen. Hierbei wird das Ventil 8IB durch das Glas angehoben und die Öffnung geschlossen, so daß letztere nicht durch hineintretendes Glas verstopft werden kann. Der Druck auf dem Druckstempel ist groß genug, um das Glas zu zwingen, eine tadellose Vorform von der gewünschten Gestalt zu bilden.
  • Die soeben beschriebenen Teile sind die nicht fortschreitend sich bewegenden Teile der Maschine, von denen sie je einen Teil besitzt. Mit diesen Teilen sind gewisse fortschreitende Teile verbunden, welche in der Zahl schwanken können und die aus den Glastragspindeln, der Blasvorrichtung, der Formvorrichtung und der Klemmvorrichtung bestehen. Alle diese Vorrichtungen sind auf den Spindelträgern aufgesetzt, welche um die Mittelachse der Maschine herumlaufen.
  • C. Die Spindelträger und ihre Fortbewegungsvorrichtungen. Jeder Spindelträger 22 besteht, um es zu wiederholen, aus einem mittleren Teil 22A und zwei angebogenen, geneigten Endteilen 228, 22C, die mit ihren freien Enden in Nuten der oberen bzw. unteren Säule 2 und 4 geführt sind. Jeder Spindelträger kann, sobald sein Mitnehmer 25 in die Schaltzähne 2I8 (Abb. 4) des Rades 21 eingreift, um den Mittelständer 2, 3, 4 herumbewegt werden. Ausgerückt wird der Mitnehmer, indem der Arm 26 (Abb. 5, 6) auf der Welle 24 während der Fortbewegung :des Halters gegen die Anschlagstifte 82, 82A, 828 (Abb. 2, 3, 7) .anschlägt, welche in -der Grundplatte -der Maschine verschiebbar angeordnet sind. Diese Stifte sitzen an gewissen Stellen der Umlaufsbahn, wo ein Anhalten der Spindelträger erwünscht ist. Bei der :dargestellten Maschine sind ,diese Stellungen die Au .fgabestellung, d. h. jene Stellung, bei welcher der Glasaufnehmer in entsprechender Stellung zum Zusammenarbeiten mit der Glasaufnahme- und Preßvorrichtung steht, die Streckungsstellung und eine Abgabestellung. Jeder dieser Stifte kann aus der Bahn des Anschlagarmes 26 herausgezogen werden, worauf die federbelastete Stange 27 (Abb. 4) den Mitnehmer zum Eingriff in ,die Schaltzähne zwingt. Der Stift 82, der den Spindelträger in der Aufgabestellung anhält, ist an seinem unteren Ende mit dem einen Schenkel einer Doppelkurbelwelle 83 (Abb. 2, 3, 7) verbunden, welche unter der Grundplatte der Maschine gelagert ist, während der andere Arm nach oben ragt und durch einen Lenker 83A (Abb. 3) ari das freie Ende eines Hebels 838 (Abb. 3) gekuppelt ist, ,dessen Nase .dicht an der ausgeschnittenen Scheibe 70 (Abb. 7) auf der Steuerwelle 67 liegt. In dieser Scheibe sitzt ein Zapfen 84, welcher bei .der Drehung der Steuerwelle, nachdem der Schieber im Schieberkasten 768 -des Luftzylinders 75 gesteuert und das Anheben des Halters 8 mit dem Glasaufnehmer io bewirkt ist, gegen diesen Hebel 838 trifft (Abb. 3) und dadurch die Kurbelwelle 83 schwenkt und den Stift 82 zurückzieht. Unter diesen Bedingungen wird der Mitnehmen 25 auf dem Spindelträger bei Aufgabestellung in Eingriff mit den Schaltzähnen des Rades 2I gebracht, und der Spindelträger wird in Bewegung gesetzt. Diese Bewegung dauert, bis der Anschlagarm 26 auf der Mitnehmerwelle 24 an der Streckungsstelle gegen den Anschlagstift 82A anschlägt, worauf der Spindelträger abermals angehalten wird. Dieser Stift kann durch einen Fußhebel 84 durch einen Arbeiter rechtzeitig zurückgezogen werden und kann durch eine Falle 84A (Abb. 3), wenn erforderlich, in solcher zurückgezogenen Stellung gehalten werden. Wenn dieser Stift zurückgezogen wird, nimmt der Spindelträger seine Bewegung wieder auf, bis er an der Abgabestelle durch den Anschlagstift 82B angehalten wird, der ebenfalls durch einen Fußhebel 85 zurückgezogen werden kann. Wenn dieser Fußhebel 85 niedergedrückt wird, kommt der Mitnehmen 25 wieder in Eingriff mit einem Schaltzahn des Rades 2I, und der Spindelträger nimmt seine Bewegung wieder auf, bis er wieder von dem Aufgabeanschlagstift angehalten wird. Es kann jedoch vorkommen, daß die Aufgabe länger dauert, als es gewöhnlich der Fall ist, und infolgedessen kann einer der Spindelträger sich in Aufgabestellung befinden, wenn sich der nächste Spindelträger schon dieser Stellung nähert. Für solchen Fall hat jeder Halter einen nach hinten hervorstehenden Finger 86 (Abb. 5, 6), der mit dem Anschlagarm 26 des nächsten Spindelträgers zusammenstößt, wenn dieser sich zu weit nähert. Dabei wird durch Schwenken der Mitnehmerwelle 24 die Klinke des folgenden Spindelträgers von dem Antriebsrede ausgerückt und somit seine Bewegung unterbrochen, bis der vorhergehende Spindelträger sich wieder weiterbewegt hat. Auf diese Weise können die Spindelträger unabhängig voneinander um die Mittelachse bewegt, j e nach Wunsch in Bewegung gesetzt oder angehalten wuenden. Wenn ein Spindelträger an irgendeiner Stelle der Bahn den vorhergehenden einholen will, der stillsteht, wird der folgende selbsttätig angehalten, bis der vorhergehende Halter sich wieder weiterbewegt.
  • D. Die Glastragspindel. Bei der Beschreibung dieses Teils der Maschine werden die Bezeichnungen »obere« und »untere« und »Stillstand« und »Boden« mit Bezug auf die Stellung benutzt, welche die Teile bei der Aufgabe des Glases einnehmen, und die Bezeichnung »aufrecht« bezeichnet die Aufgabestellung der Spindel, obgleich während gewisser Augenblicke des Vorgangs in der Maschine die Spindel auch senkrecht, aber umgekehrt steht.
  • Die Hülse 37 sitzt im Querarm 30 (Abb. 2, I3) mittels eines Bundes 37A auf einer Seite des Querarmes auf und wird durch eine Mutter 37B gehalten. In ihr liegt eine Büchse 87. Das untere Ende der Hülse 37 hat Innengewinde und nimmt eine Doppelmutter 89 auf, zwischen deren Oberfläche und der Büchse 87 ein Ring goA eingeschaltet ist. Zwischen diesem Ring und der Mutter und ebenso dem Ring und der Büchse 87 ist je eine Packung eingelegt. Innerhalb des oberen Endes der Hülse 37 sitzt ein Ring 9I, welcher für gewöhnlich durch eine Feder gIB nach außen gegen einen Ansatz gIA der Hülse 37 gedrückt wird. Die Längsverstellung der Büchse 87 in der Hülse mittels der Mutter 89 und des Ringes goA gestattet, die Spannung der Feder giB zu regeln. Innerhalb der Hülse 37 sitzt im Innengewinde der Doppelmutter 89 ein Blasrohr 92.
  • Im letzteren ist der Stempel 93 geführt, der an seinem oberen Ende eine aus dem Rohr hervorragende Matrize in Form eines Kopfes 94 von solcher Gestalt trägt, daß er in die Vorform eine Höhlung eindrückt. Dieser Kopf ist auswechselbar, damit man die Maschine verschiedenen Vorformen anpassen kann. Der untere Teil des Stempels besteht aus einem abgesetzten Stiel 93A, der durch einen gedichteten Deckel 920 an dem unteren Ende des Rohres 92 hindurchrag t und einen Bund 93B trägt. Zwischen diesem Bunde und einem im Rohr 92 befestigten und durch einen 'senkrechten Schlitz im Stiel hindurchgehenden Stift 9o sitzt eine Rückschlagfeder 95A, welche den Zweck hat, den Stempel zurückzuziehen.
  • An der Hülse 37 ist ein Kegelrad 38 be= festigt, durch welches die Hülse gedreht werden kann. Das Rad 38 (Abb. 14 bis 2o) besitzt aufrechte Lappen 96 (Abb. 16, i8), an deren oberen Enden Flansche 96A sitzen. Zwischen diesen Ansätzen und dem Kegelrad haben die Lappen je zwei Bohrungen mit Muttergewinde bei 962, in welche Bolzen 96c eingeschraub=t sind, welche die Drehachsen für die Öffnung=- und Schließbewegung des Klemmringhalters 97 nebst Klemmring 98E bilden.
  • Der Klemmring 98E besteht aus zwei Hälften, die je in einer Klemmringhalterhälfte 97 befestigt sind. Jeder dieser Teile ist mit einem Arm 97A versehen, der zwischen die Lappen 96 zu liegen kommt und um den Bolzen 96c drehbar ist. Jeder Arm 97A besitzt ferner eine Nase 97B. ' Um die aufrechten Lappen 96 und um die Arme 97A herum und durch sie geführt sitzt der Druckring 98, welcher sich oberhalb der Nasen 97B befindet, so daß bei der Niederbewegung dieses Ringes die Enden der Nasen 97B niedergedrückt werden und der Klemmringhalter durch die Bewegung seiner Teile um die Zapfen 96° geöffnet wird, während bei der Aufwärtsbewegung des Ringes dessen Oberkante gegen die abgeschrägten Flächen 97C auf der Unterseite des Klemmringhalters stößt und dadurch den Klemmringhalter mit dem Klemmring schließt, in welcher Stellung er dann durch die weitere Aufwärtsbewegung des Druckringes gehalten wird, der einen solchen Innendurchmesser hat, daß er die Außenfläche des Klemmringhalters umschließen kann. Zur Bewegung des Ringes dient eine an seinem Umfange vorgesehene Nut (Abb. I4 und I5), in welcher Bunde 98A sitzen, die auf den Enden von Stangen 98B sitzen. Das untere Ende dieser Stangen ist drehbar an einem Gabelgriff 98C befestigt, der drehbar an einem am Querarm 30 befindlichen Halter 98D sitzt, so daß durch Auf- und Niederstellen des Griffes der Klemmring geschlossen und geöffnet werden kann. Die Abb. I4. und I5 zeigen die Teile in umgekehrter Lage. Der Klemmring ist so beschaffen, daß er, wenn seine Teile geschlossen sind, den oberen Teil des Ringes 9I, der oben aus der Hülse 37 heraustritt, überragt. Der obere Rand des Klemmringes paßt genau in eine kegelstumpfförmige Vertiefung an der Unterseite des Armes 9. Die obere Kante des Halsringes 98E springt so weit nach innen vor, daß der von dieser Kante umgrenzte Raum des Halsringes die untere Verlängerung der das Glas aufnehmenden Höhlung von Io bildet, deren Boden durch die Spindelteile gebildet wird.
  • Auf einem Träger 99A (Abb. 2, 4, 26), der auf dem Deckel des Zylinders 75 angebracht ist, also zwischen den Führungsständern 6, 6A sitzt ein doppelarmiger Hebel 99 (Abb. 2 und I3), dessen inneres Ende unter die Stange 93A des Stempels 93 eines jeden Spindelträgers zu liegen kommt, wenn dieser sich in Aufgabestellung befindet und mit der Formvorrichtung zusammenarbeitet, während das äußere Ende in der Bahn einer Anschlagrolle 99B der Kolbenstange 75 (Abb. 2) liegt, wobei die Stellung der einzelnen Teile zueinander derart ist, daß beim Niedergange der Kolbenstange zum Zweck des Senkens des Querarmes 8 der nach innen gerichtete Arm des Hebels99 angehoben wird, wodurch der Stempel 93 gegen die Wirkung seiner Rückschlagfeder 95A gehoben und sein Kopf 94 in den Glasaufnehmer gedrückt wird, wo er zwangläufig gegen den durch den oberen Preßstempel8I (Abb.2) auf das Glas ausgeübten Druck gehalten wird, weil die Anschlagrolle 99B den nach außen gerichteten Arm des Hebels 99 währenddessen verriegelt, bis die Kolbenstange und mit ihr der Querarm 8 wieder gehoben wird. Sobald der Querarm gehoben wird, zieht die Feder den Stempel 93 mit seinen Kopf 94 zurück und läßt das Werkstück im Halsring mit einer inneren Aushöhlung zurück.
  • E. Vorrichtung zum Bearbeiten des Halses der Vorform. Auf einem Lager Ioo an der Seite des Mittelteils 22A eines jeden Spindelträgers befindet sich ein Hebel IooA (Abb. 2, I3, 23, 27G), dessen innerer Arm nach unten und hinten gebogen ist (Abb. I3) und dicht bei der Hauptkurventrommel 3 endet, die mit einem verstellbaren Anschlag Iooo versehen ist, der den Hebel entgegen der Wirkung der Feder IooC bewegt. Der äußere Arm des Hebels trägt vorzugsweise einen Kohleblock IooB (Abb. 23A), der gegen die Vorform dicht an den Teil der letzteren heranbewegt wird, welcher durch den Halsring während der Zeit gehalten wird, wo die Spindel sich in umgekehrter Lage befindet (Abb.27G). Um eine leichte Einstellung der verschiedenen Arbeitsstellungen des äußeren Hebelarmes zu erreichen, wird der Hebel I00A (wie in Abb.23, 4 dargestellt) aus zwei Teilen hergestellt, welche bei IooE drehbar miteinander verbunden sind, die durch eine Schraube IooF zueinander einstellbar sind.
  • F. Die Blusluftsteuerung. Es werden zwei Luftquellen verwendet, die eine, um den ersten Luftstoß oder die Ausdehnung der Vorform zu erzielen, und die andere zum endgültigen Aufblasen der Vorform zum Fertigfabrikat in einer Form. Die Druckluft für die Bearbeitung der Vorform jedes Spindelträgers wird von einem Luftpumpenzylinder IoI (Abb. I, 5, 6, 2I) geliefert, welcher auf der Seite des mittleren Teils des Halters jedes Spindelträgers sitzt und einen Kolben log (Abb.2I) enthält. Der Kolben wird durch eine Schubstange 103 (Abb. 5, 6) gesteuert. Das untere Ende der .Schubstange trägt eine Rolle 103A, welche auf einer verstellbaren Kurvenbahn 104 läuft, die an der Innenseite eines einen Teil der Grundplatte darstellenden Ringflansches 104A (@1bb. 4., 5) angeschraubt ist. Diese Kurvenbahn ist senkrecht verstellbar, um den Zeitpunkt der Kolbenbewegungen verändern zu können. Die Kupplung zwischen Schubstange und Kolben ist durch eine Kulisse 105 gebildet, -welche am unteren Ende der Kolbenstange angelenkt ist .und in deren Schlitz 105A ;das obere Ende -einer Verbindungsstange loh verstellbar fest geklerrimt werden kann, deren unteres Ende drehbar an dem oberen Ende der Schieberstange befestigt ist. Das obere Ende des Zylinders ioi steht durch ein Rohr 107 (Abb. 5, 21) und einen Kanal 107A (Abb. 22) mit dem Innenraum des Drehzapfens 29 (Abb. 13) und durch einen Kanal 107B und 1o70 mit der Glastragspindel -selbst in Verbindung. Die Hülse 37 der Glastragspindel ist bei Io8D durchbrochen (Abb. I3), so daß die Druckluft aus dem Zylinder in das Innere dieser Hülse gelangen kann. Die Luft geht durch Bohrungen Io8F und Io8E in das Blasrohr 92 und strömt nach oben zwischen den Innenwänden dieses Rohres und dem inneren Stempel 93 und weiter durch das obere Ende des Rohres und um den Stempel vorwärts.
  • Der Kopf 94 des Innenstempels ist etwas größer als der Körper des letzteren und paßt dicht in das obere Ende des Blasrohres 92, so daß, wenne der Kopf 94 nach außen getrieben wird, die Luft nicht vorbeiströmen kann. Diese Maßnahme ist jedoch nur vorsorglich getroffen, um dem Druck der Luft, der im Rohr unter Einwirkung der Wärme größer werden könnte, zu begegnen, und um ein Verstopfen des Blasrohres durch Glas zu verhindern, welches gegen dieses Rohr und den Stempel gedrückt wird. Um den Austritt der Luft bei Zurückziehung des Stempels 93 zu gestatten, besitzt das Rohr 92 an seinem oberen Ende (Abb. I3) eine Reihe von Nuten.
  • Der Inhalt des Zylinders ist genügend groß, um mit einem einzigen Hub die zum ersten Aufblasen der Vorform erforderliche Luftmenge abzugeben.
  • Weiter wird Druckluft in die hohle Säule q4 des Mittelständers (Abb.2) geliefert. Diese Säule ist bei jedem der darin für die oberen Teile 22B der Spindelträger geformten Lager mit einer Bohrung log versehen. Das obere Ende ist durch eine Platte i Io geschlossen, durch welche ein Luftzuleitungsrohr III geht, in dem ein ReduzierventilII2 vorgesehen ist. Das Rohr I I I steht mit einem Hauptrohr II3 in Verbindung, an das auch die verschiedenen Zuleitungsrohre, wie oben genannt, angeschlossen werden können, die Druckluftleitung I07 natürlich ausgenommen. Das untere Ende des Ständers 4 ist durch eine Platte II4 geschlossen. Beide Platten IIo und II4 werden durch eine Schraube II5 gegen ihre Anlageflächen gehalten. Somit bildet der obere Ständer 4 einen Behälter für Druckluft. Jeder Bohrung log gegenüber liegt eine Bohrung II6. Von der Bohrung II6 führt ein Luftrohr I I6A (Abb. 22) zum Schieberkasten II7 (Abb. 5, 2I), der am Mittelteil eines jeden Spindelträgers in der Nähe des Drehzapfens 29 angeordnet ist, wo es in Verbindung mit dem Kanal Io7A (Abb. 22) steht, aus welchem Druckluft durch eine Öffnung, welche durch ein Nadelventil II8 geregelt wird, eingelassen wird. An der Stange dieses Ventils sitzt eine Kurbel IIg (Abb.2I, 5, 6). Diese Kurbel trägt einen verstellbaren Schlitten I2o (Abb.6), der mit dem unteren Ende einer Stange I2I verbunden ist, welche drehbar an das eine Ende eines zweiarmigen, am Spindelträger 22B drehbaren Hebels I22 angelenkt ist. Das andere Ende des Hebels I22 trägt eine Rolle I23, welche auf der Unterseite einer verstellbaren Kurvenbahn I24 läuft. Letztere befindet sich an einem Speichenkranz I25. (Abb. 2), der fest auf dem Ende der Säule 4 sitzt. Der Hub des Nadelventils II8 wird durch Verschieben des unteren Endes der V erbindungsstange I2I mittels des Schlittens I2o in Längsrichtung zum Kurbelarm IIg verstellt, wozu eine in jenem Arm vorgesehene Schraube dient.
  • G.Die Vorrichtung zum Schlie-Benund ÖffnenderForm. DieVorrichtung zum Anheben der Form durch Drehung der die Form tragenden Welle 5I (Abb. I, 2, 25, 26) ist bereits beschrieben worden. Jeder Formteil 52 sitzt drehbar auf einem Zapfen I27, welcher rechtwinklig im Zapfen 5I steckt, und ist durch Lenker I28 an einem Ende eines Hebels I29 befestigt, der drehbar auf einer Welle I30 sitzt, die parallel zum Zapfen I27 liegt und in einem Halter I30A auf dem Kopfende der Welle 5I gelagert ist. Die Welle I30 trägt fest an ihrem oberen Ende einen Kopf I3I, welcher einen Lappen I32 hat, der in Berührung mit einem Knaggen I33 auf dem Hebel I29 gelangt. Das andere Ende des Kopfes endet in einem Finger I34. Zwischen diesem und einem entsprechenden Finger I33A an dem anderen Ende des Hebels I2,9 sitzt eine Feder I35. Die Anordnung ist eine solche, daß, wenn die Welle I30 linksherum gedreht wird, der Lappen 132 an den Knaggen 133 anstößt und den Hebel 129 mitnimmt, wodurch die Formteile um den Drehzapfen 127 geschwungen werden und die Form geöffnet wird. Bei der Rückjewegung der Welle 13o erhält der Hebel 129 durch die Feder 135 die entgegengesetzte Bewegung, um die Formteile zu schließen. Das andere Ende der Welle 130 trägt eine Kurbel 136, an welcher eine Rolle 137 sitzt, die durch Auflaufen auf einer Kurvenbahn 138 (Abb. 3 and .4) an der Grundplatte i die Formen schließen kann. - Eine Feder 139 (Abb. 25, 25A), welche an den Formenteilen an der Anschlußstelle :der Lenker 128 sitzt, hält die Form für gewöhnlich geöffnet.
  • IV. Wirkungsweise.
  • Bei der folgenden Beschreibung wird angenornmen, daß die Teile anfänglich sich in der Lage befinden, welche sie einnehmen, wenn die Maschine ganz leer ist und stillsteht. Bei dieser Stellung werden sämtliche Spindelträger in einer Gruppe vereinigt sein, wie .lies in Abb.26 .dargestellt ist, wobei einer der Spindelträger sich in Aufgabestellung befindet (als Nr.. i bezeichnet) und die anderen Spindelträger sich dicht dahinterreihen. Der Mitnehmer 25 des Spindelträgers Nr. I wird dann durch den Aufgabeanschlagstift 82 aus den Schaltzähnen 2IB gehalten; auch die Mitnehmer der anderen Spindelträger sind ausgerückt, entweder durch die Finger 86 der vorhergehenden Spindelträger oder j e nach der Lage, wie z. B. bei Nr. 3, durch den Abgabeanschlagstift 82B. Die Glastragspindeln der verschiedenen Spindelträger laufen nicht um und befinden sich in verschiedenen geneigten Stellungen, wobei die Glastragspindel von Spindelträger Nr. I in Aufgabestellung sich in aufrechter Lage befindet. Die Formen der verschiedenen Spindelträger sind offen, und eine oder einige davon sind in das Wasser des Kühlbehälters eingetaucht. Die Stempel 93 aller Spindelträger mit Ausnahme von Nr. I sind zurückgezogen, die Luftventile I I8 aller Spindelträger mit Ausnahme von Nr.4 sind geschlossen, und der Kolben des Zylinders IoI des Spindelträgers Nr. I befindet sich am unteren Ende seines Hubes. Die Scherenblätter 6I, 6IA sind geöffnet, der äußere Preßstempel8I ist angehoben, das Querstück 8 gesenkt, sein Glasaufnehmer Io sitzt auf dem Ende des Klemmringes 98E (Abb. I3) an der Glastragspindel von Nr. I, und der Stempel von Nr. I wird gleichzeitig durch den Hebel 99 mittels der Rolle 99B der Stange 74 hochgehalten. Die Steuerwelle 67 befindet sich in solcher Stellung, daß die Steuerscheibe 70 darauf durch den Riegel 7o8, wie in Abb. 7 dargestellt, festgestellt ist. Die Stellung einzelner dieser Teile in diesem Zeitpunkt ist in Abb. 27A dargestellt.
  • Nun läßt man einen Glasstrom in den Glasaufnehmer Io von einem Glashafen oder einer anderen Quelle fließen. Der Arbeiter drückt, wenn eine genügend große Menge Glas in den Aufnehmer getreten ist, den Fußhebel 70D nieder, wodurch der Riegel7oB zurückgezogen wird und die Steuerwelle 67 durch die Reibungskupplung 68, 68A angetrieben werden kann. Die anfängliche Drehung der Steuerwelle verschiebt durch die Kurve 66 (Abb. 9) den Schieber 64 (Abb. I2), wodurch der Kolben im Zylinder 6o betätigt wird und veranlaßt, daß die Blätter der Schere an der Achse des Aufnehmers vorbei vorgeschoben werden (Abb. 27B). Die Schere schließt sich mit einer solchen Geschwindigkeit, daß die Blätter nicht nur den Glasstrom durchschneiden, sondern daß die stumpfe Schneidkante der unteren Klinge gegen das obere Ende des vom Strom abgeschnittenen Glaspostens anstößt, bevor letzteres Zeit hat, von der Klinge abzufallen und schleudert somit dieses Ende seitwärts von der Achse des Glasaufnehmers in diesen hinein. Die Bewegung des abgeschnittenen Endes ist in der genannten Abbildung durch punktierte Linien angedeutet. Während der nun folgenden Drehung der Steuerwelle 67 wird die Stange 65 des Schiebers 64 zurückbewegt und dadurch auch die Schere wieder zurückgeschoben und geöffnet, während die fortdauernde Drehung der Welle 67 durch die obere Kurventrommel 8o (A bb. I) den Schieber im Schieberkasten 79 (Abb. I, 2) des Preßzylinders verschiebt und dadurch eine Niederbewegung des äußeren Stempels 81 hervorruft, :der auf dem unteren Ende der Kolbenstange 78 sitzt, worauf .der .Glasposten in die gewünschte Vorform gedrückt wird. Die Bauart dieses Schiebers ist eine solche, daß zunächst Druckluft eingelassen wird, welche den Kolben nach unten treibt, bis der Stempel dicht über dein Glasposten im Aufnehmer ist, worauf eine weitere Öffnung des Schiebers 79 durch -die Kurve 8o freigegeben wird, wodurch ein vergrößerter Luftdruck hervorgerufen wird, der in .den Preßzylinder i i eintritt und eine weitere Abwärtsbewegung des Kolbens unter größerem Druck als den anfänglichen hervorruft. Während dieses letzten Lufteintritts wird das Glas im Aufnehmer in die gewünschte Vorform gepreßt.
  • Aus Abb. 27C ist erkennbar, daß der äußere Stempel in den Glasaufnehmer tritt .und die Außenfläche der Vorform ganz .durch die Höhlung des äußeren Stempels gebildet wird, und daß die in dieser Höhlung eingeschlossene Luft durch den Kanal 8iA (Abb. 24) austritt, dessen Ventil8iB durch das Glas bei dem letzten Druck angehoben wind, um ein Austreten von Glas zu verhindern.
  • Da es unmöglich ist, die Menge Glas genau abzumessen, welche in den Aufnehmer einläuft, werden im praktischen Betriebe die Mengen verschieden sein. Bei der Herstellung von feineren Arten von .Gegenständen, für welche diese Maschine insbesondere gedacht ist, ist es aber notwendig, stets :die annähernd gleiche Menge Glas zur Herstellung eines solchen Gegenstandes zu verwenden. Ein Überschuß von Glas wird,durch den von der Feder giB getragenen Ring gi (Abb. 13) unschädlich gemacht. Wenn der Stempe18i niedergeht (Abb. 27C), wird jeder Überschuß an Glas über das zur Füllung der Höhlung erforderliche Maß in den Raum zwischen dem oberen Ende des Rohres 92 und dem Klemmring 98E niedergepreßt. Die Feder giB ist von genügender Stärke, um- zunächst nicht nachzugeben und das Herabgehen des Ringes gi zu verhindern, bis .der Druck auf dem Glase ein vorher bestimmtes Maß erreicht, welches genügt, daß das Glas die Höhlung des äußeren Stempels richtig ausfüllt. Infolgedessen fließt das Glas auch unter den Innenflansch des Klemmringes 98E. Wenn dieser Raum ausgefüllt und ein Überschuß von Glas vorhanden ist, so wird nunmehr bei der weiteren Abwärtsbewegung des Stempels 8I der Ring 9I nach unten gedrückt und dadurch der Raum zwischen 98E und 9z so weit vergrößert, daß der Glasüberschuß hier untergebracht werden kann. Dieser Rand des gepreßten Külbels verfällt später der Abtrennung, so daß der fertige Glasgegenstand stets gleiche Maße und Glasstärke hat. Der Druck, der erforderlich ist, tun durch das Glas den Ring 9I niederzudrücken, kann durch eine Längsverschiebung des Blasrohres 92 geregelt werden, wodurch der Raum unter der Mündung des Klemmringes, durch welchen das Glas gepreßt werden muß, verändert wird. Die Stellung der Teile in diesem Augenblick ist in Abb. 27C gezeigt.
  • Infolge der Gestalt der Höhlung im Stempel 8 I wirkt der Druck erst auf die Oberseite des Glaskörpers in dem Aufnehmer, und der dort befindliche Glaszipfel einschließlich der Schnittstelle wird nach innen in den Körper der sich bildenden Vorform hineingedrängt, wo der Zipfel schnell von seiner Umgebung wieder Wärme aufnimmt. Da das obere Ende im Durchmesser kleiner wird, erhält der Glasposten eine längliche Form. Der mittlere Teil des Glases steigt in der Höhlung des Stempels empor, wo es, wie bereits gesagt, das Luftaustrittsventil schließt.
  • Eine weitere Drehung der Steuerwelle 67 kehrt nun die Ventilanschlüsse des Preßzylinders I I und des den Querarm hebenden Luftzylinders 75 um, wodurch Luft in die unteren Enden dieser Zylinder eingelassen wird. Dadurch wird der Preßstempel 8I angehoben, und der Querarm 8 geht nach oben, so daß die Vorform auf dem Halsring, wie in Abb. 27D dargestellt, zurückbleibt. Es ist ersichtlich, daß die Feder 9I8 den an der Vorform gebildeten Hals gegen den Flansch des Klemmringes 98E drückt, so daß die Vorform für die folgende Behandlung fest auf der Glastragspindel gehalten wird. Gleichzeitig wird auch die Stange 93A mit dem Kopf 94 durch die Feder 95A niedergedrückt, nachdem der Arm 99 (Abb. I3) zur Seite gegangen ist.
  • Der Druck, den das Glas bisher erhalten hat, hat es in eine durchaus gleichmäßige Vorform geformt, deren Wände genügend durch die Berührung mit den Metällteilen der Form abgekühlt sind, um eine Haut zu bilden, in der das noch flüssige Innere gehalten wird. Die Zeit, während welcher das Glas sich in Berührung mit dem Aufnehmer und dem Stempel befindet, darf jedoch nicht so lang sein, däß die Berührungsflächen so weitabgekühlt werden, daß sie sich nachher nicht wieder von innen her erwärmen können, damit sie sich, ohne zu reißen, bei dem nachfolgenden Aufblasen ausdehnen können. Ferner wird auch das Glas unten im Hals der Vorformn innerhalb des Klemmringes 98E so weit gekühlt, daß es auch unter dem Druck les unter Federdruck stehenden Ringes 9I genügend starr bleibt.
  • Infolge der weiteren Drehung der Steuerwelle 67 kommt der Stift 84 auf Scheibe 70 (Abb.7), nachdem der äußere Stempel und der Querarm 8 angehoben sind, in Berührung mit der Nase des Hebels 838, welcher mit dem Anschlagstift 82 (Abb. 7, 4) für die Aufgabestellung verbunden ist, und dieser Stift wird nunmehr niedergedrückt. Dadurch wird der Stift aus der Bahn des Armes 26 auf der Mitnehmerwelle 24 des Spindelträgers Nr. I gebracht und gestattet, daß die federbewehrte Stange 27 (Abb. 4) den Mitnehmer 25 in Eingriff mit den Schaltzähnen 2I8 des ständig umlaufenden Rades 2I bringt, worauf dieser Spindelträger sich im Gleichgang mit diesem Rade um den Mittelständer der Maschine bewegt und von der Aufgabestellung fortbewegt wird. Die Steuerwelle 67 (Abb. 7) setzt ihre Drehung fort, .bis sie durch -den Eingriff des Riegels 70H in .die Kerbe 70A angehalten wird, währenddessen sie eine volle Umdrehung fast vollendet hat.
  • Gleichzeitig mit dem Beginn der fortschreitenden Bewegung des Spindelträgers erreicht die auf der Schubstange 47 (Abb. 13) sitzende Rolle 49A eine niedrige Stelle der Kurvenbahn 498 und gestattet dadurch den Eingriff der beiden Teile der Reibungskupplung 41, 46, wodurch die Zahnräder 44, 43, 41, 40, 39 und 38 die Glastragspindel im Querarm 30 des Drehzapfens 29 um ihre Längsachse drehen. Die Vorform wird nun noch, wie in Abb. 27E dargestellt, getragen, d. h. in der Stellung, in welcher sie vorgeformt wurde, also aufrecht auf dem oberen Ende der umlaufenden Glastragspindel und frei von. idem Stempel, dem Aufnehmer und dem Kopf 94. Während dieses Zeitraumes ist die Oberfläche der Vorforrn, welche die Oberflächen des fertigen Gegenstandes bilden soll, frei von wärmeleitender Berührung, und die Vorform sinkt unter der Einwirkung ihres Gewichtes etwas in sich zusammen, wodurch die Innenspannungen nachlassen. Das Zusammensinken vergrößert jedoch die Oberfläche der Vorform nicht, und die Oberfläche erhitzt sich von innen her, und zwar mehr, als die Abgabe von. Wärme an die umgebende Luft beträgt.
  • Beim weiteren Fortschreiten des Spindelträgers veranlaßt das Kurvenstück 1o4 (Abb. 5) das Anheben des Kolbens im Luftpumpenzylinder ioi und die Einführung von Luft in die Vorform, .welche dabei um ihre senkrechte Achse gedreht wird. Es ist erkennbar, daß zwischen der Entfernung der Vorform aus dem Bereich des äußeren und inneren Stempels (Preßform) und demn Beginn des Aufblasens der Vorform durch Luft ein gewisser Zeitraum verstreicht. Im Betriebe ist dieser Zeitraum derartig bemessen, daß, während er einerseits nicht lang genug ist, um das Erkalten der Vorform als Ganzes bis zu solchem Grade zu gestatten, daß sie nicht ohne erneutes Erwärmen weiter bearbeitet werden könnte, er doch lang genug ist, um der Haut öder Oberfläche des Glases, welche mehr oder weniger durch die Berührung mit den Metallteilen abgekühlt worden war, zu gestatten, sich durch Leitung von innen her wieder zu erhitzen. Der Zeitraum zwischen der Entfernung der Vorform aus der Preßform und demn Blasen ist von großer Wichtigkeit und notwendig, um Rampen im fertigen Gegenstand zu vermeiden. Das Wiedererwärmen von innen heraus sollte so lange dauern, bis die Haut so schmiegsam gemacht worden ist, daß sie sich strecken kann, ohne zu reißen, wenn die Vorform dann aufgeblasen wird.
  • Etwa gleichzeitig mit der Einleitung der Druckluft ruft die fortgesetzte fortschreitende Bewegung des Halters durch die Kurvenbahn 36 (Abb. I3), Zahnstange 33 und Zahnrad 32 eine Drehbewegung des Drehzapfens 29 hervor, so daß die Glastragspindel eine wagerechte Lage, wie in Abb.27f dargestellt, einnimmt. Die Spindel wird in dieser Lage für eine solche Dauer gehalten, die genügt, um eine gleichmäßige Verteilung der in der Vorform enthaltenen Wärme zu gestatten und die Vorform durch die Druckluft aufzutreiben. Trotz der wagerechten Lage der Symmetrieachse der Vorform wird diese infolge ihrer Drehung um diese Achse nicht durch die Schwerkraft beeinflußt, und da die Größe der Ausdehnung beim Blasen von der Stärke der Wände der Vorform an verschiedenen Stellen abhängt, so kann diese Ausdehnung dadurch geregelt werden, daß man den Umriß der äußeren und inneren Stempel ändert.
  • Die weiter fortschreitende Bewegung des Spindelträgers schwingt nunmehr die Glastragspindel um den wagerechten Drehzapfen in eine umgekehrte Lage mit dem Klemmring nach unten. Wenn die Spindel umgekehrt worden ist, gleitet der innere Arm des Hebels I00A (Abb.4, 23) am Anschlag IooG empor, wodurch der Kohlenblock IooB gegen die Vorform dicht unterhalb des Klemmringes gepreßt wird, zum Zweck, den Durchmesser der Vorform an diesem Punkte zu vermindern (Abb.27G). Hierdurch wird die Spannung an diesem Punkte vermindert und infolgedessen die Streckung vermehrt. Bei weiterer Fortbewegung des Spindelträgers wird der Block I00B zurückgezogen und die Reibungskupplung 4I, 46 gelöst, wodurch die Drehung der Spindel um ihre Längsachse aufhört und die von der Spindel herabhängende Vorform sich im Hange streckt (Abb. 27H). Die Bewegung des Spindelträgers schreitet fort, bis er die Lage des Anschlagstiftes 82A (Abb. 3) erreicht, und in diesem Augenblick hört die Einleitung von Druckluft auf. Wenn in diesem Augenblick die Vorform sich nicht genügend gestreckt hat, kann man den Spindelträger dadurch feststellen, daß man den Hebel 84 auslöst, wodurch der Stift gehoben wird, so daß er in Berührung mit dem Anschlagarm 26 an der Mitnehmerwelle 24 (Abb. 5, 6) gelangt. Ist die Streckung genügend erfolgt, braucht der Halter nicht augehalten zu werden. Er wird nach erfolgter genügender Streckung wieder in Gang gesetzt, indem man den Stift 82A (Abb. 3) niederdrückt. Bewegt er sich weiter, wird die Reibungskupplung 44 46 durch eine zweite Senkung der Kurve 498 wieder eingerückt, unddie Drehung der Spindel setzt wieder ein. Bei dieser fortschreitenden Bewegung des Spindelträgers schließt sich die Form, welche durch die Kurvenbahn 54 (Abb. 2, I3) angehoben wurde, um die gestreckte Vorform, was durch die Kurvenbahn I38 (Abb. 3) bewirkt wird. Wenn die Formen sich schließen, wird das Nadelventil II8 durch die Kurve I24 (Abb. 6) geöffnet und Blasluft eingelassen, um die Vorform in die dem Fertigfabrikat entsprechendeForm aufzublasen (Abb.27I) Bei . Beendigung des Blasens wird das Nadelventil wieder geschlossen, die Form geöffnet und gesenkt und die Glastragspindel etwas auf ' ihrem Drehzapfen 29 zurückgeschwenkt (Abb. 27K), wobei der Spindelträger in seiner fortschreitenden Bewegung durch den Anschlagstift 828 gehemmt wird, wodurch .der Mitnehlner aus -den Schaltzähnen 2i8 des Rades 2I ausgehoben und die Drehung der Glastragspindel durch das Ausrücken der Reibungskupplung 44 46 aufgehoben wird. Der erblasene Gegenstand wird nunmehr durch den Arbeiter entfernt, indem er den Griff 98c (Abb. 14, 15) schwingt, durch welchen die Klemmringhalterteile voneinander getrennt werden. Der Fußhebel 85 des Anschlagstiftes 828 kann nunmehr niedergedrückt werden, und der Antriebsmitnehmer auf dem Spindelträger kann wieder in Eingriff mit den Schaltzähnen des Rades 21 gebracht werden, um die fortschreitende Bewegung des Spindelträgers zur Aufgabestelle wieder. in Gang- zu setzen, um so den Kreis zu schießen oder vor Erreichung der Aufgabestellung durch Auflaufen gegen den vorhergehenden Spindelträger angehalten zu werden.
  • Wie erinnerlich, ist bereits oben gesagt, daß die vier Spindelträger dicht nebeneinander angesamnelt sind, wobei Nr. i, dessen Bewegungen wir soeben verfolgt haben, in der Aufgabestellung stand und die anderen Spindelträger sich dicht dahinter befanden, wobei der Finger 86 (Abb. 5, 6) eines jeden in Eingriff ist mit dem Anschlagarm 26 des folgenden Spindelträgers.
  • Sowie sich ein Spindelträger aus der Aufgabestellung, nachdem die Vorform durch die Preßvorrichtungen darauf geformt wunde, weiterbewegt, kommt sein Finger 86 aus dem Eingriff mit dem Anschlagarm 26 der Mitnehmerwelle 24 des nächstfolgenden Spindelträgers zurück. Diese Ausrückung veranlaßt den zweiten Spindelträger, sich vorwärts zu bewegen, indem sein Mitnehmer in die Schaltverzahnung eingreifen kann. In der gleichen Weise geschieht dies auch mit den folgenden Spin delträgern. Die Spindelträger bewegen sich somit vorwärts in die Aufgabestellung, bis sie durch Eingriff des Anschlagstiftes 82 mit ihrem Arm 26 festgestellt werden. Bei dieser Bewegung des zweiten folgenden Spindelträgers in die Aufgabestellung wird seine Glastragspindel in die gewöhnliche aufrechte Stellung bewegt.
  • Kurz bevor jeder Spindelträger in die Aufgabestellung bewegt wind, drückt das abgeschrägte Druckstück 7oM (Abb. 6) die Stoßstange 70K nieder und zieht den Riegel 7oE aus dem Ausschnitt 70A in der Scheibe 70. wodurch die Welle 67 ihre Drehung wieder aufnehmen kann. Bei dieser Drehung verschiebt die Kurventrommel 77 den Schieber des Zylinders 75 und läßt den Querarm niedergehen, um den Glasaufnehmer auf den Klemmring aufzusetzen.
  • Um soweit als möglich jede Wärmeableitung von der Vorform zu verhindern, kann der Klemmring mit Kohle oder Asbest abgesperrt werden (98P, Abb. I3), auch kann eine Wärmesperrung 9IG oben auf den Ring 9 I gelegt werden.

Claims (5)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: I. Verfahren zum Blasen von dünnwandigen Glashohlkörpern, besonders Glühlampenkolben, bei welchem zwecks Bildung und Befestigung eines Külbels am Ausblaseende der Pfeife das Glas in einen unten durch das Ausblaseende der Pfeife verschlossenen Behälter eingegossen und abgeschnitten und der so gebildete Külbel durch die Pfeife aufgeblasen wird, dadurch gekennzeichnet, daß das eingegossene und abgeschnittene Glas in demn zum Zusammenhalten des Glases an der Pfeifenmnündung dienenden Behälter (Aufnehmner Io) durch einen den Aufnehmer ausfüllenden Stempel (8I) mit einer der Außengestalt des herzustellenden Külbels entsprechenden, ungefähr becherförmigen Höhlung gepreßt wird, worauf nach ausreichender Erstarrung der Stempel, der Aufnehmer und der in üblicher Weise in der Pfeifenmündung verschiebbare Mündungsformkern (94) außer Berührung mit dem Külbel gebracht werden und mit dem Blasen so lange gewartet wird, bis die gebildete starre Außenhaut des Külbels vom Innern des Külbels her so weit erwärmt und erweicht ist, daß sie beim Aufblasen nicht zerreißt, sondern sich ausdehnt.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens gemäß Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der beim Einschneiden des Glases fallende Glasstrang seitlich von der Mittelachse des Aufnehmers (Io) abgelegt wird, so daß er, während das Glas beim Pressen in der Stempelhöhlung aufsteigt, in das Innere der Glasmasse eingeht.
  3. 3. Ausführungsform des Verfahrens gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das seitliche Ablegen des abgeschnittenen Glasstranges durch eine überhängende Abschrägung des unteren Blattes (6IA) der, wie üblich, zum Abschneiden verwendeten Schere bewirkt wird. q..
  4. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens gemäß Anspruch i mit einem die Külbelmündung formenden Kern in der Ausblaseöffnung der Pfeife und mit beweglichen Backen zum Festhalten des Külbelhalses um die Ausblaseöffnung der Pfeife, gekennzeichnet .durch einen den Seitenabstand zwischen .dem Pfeifenrohr (92) und den Backen (98E) ausfüllenden Ring (9i), .welcher, entgegen einer Feder, von der Pfeifenmündung durch das gepreßte Glas zurückgeschoben werden kann, wenn die eingeschnittene Glasmenge bei der Endstellung des Preßstempels in dem von ihm und ,den starr angeordneten Teilen begrenzten Raum nicht Platz findet.
  5. 5. Au.sführ.ungsform der Vorrichtung gemäß Anspruch q., dadurch gekennzeichnet, daß die Backen und .die Blasepfeife in deren Längsrichtung gegeneinander verstellbar sind, um den Abstand zwischen der Pfeifenmündung und dem vorspringen-den Backenrand und somit den Druck zu regeln, welcher, zur Verdrängung des beweglichenRinges (9 i) nötig ist.
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