DE346433C - Verfahren zur Gewinnung von Wollfettalkoholen und Wollfettsaeuren - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung von Wollfettalkoholen und WollfettsaeurenInfo
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- C11B13/00—Recovery of fats, fatty oils or fatty acids from waste materials
- C11B13/02—Recovery of fats, fatty oils or fatty acids from waste materials from soap stock
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- Y02—TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
- Y02W—CLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO WASTEWATER TREATMENT OR WASTE MANAGEMENT
- Y02W30/00—Technologies for solid waste management
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Description
- Verfahren zur Gewinnung von Wollfettalkohoien und Wollfettsäuren. Die Erkenntnis, daß das Unverseifbare des Wollfettes als solches der hohen Wasseraufnahmefähigkeit des letzteren zugrunde liegt (Patent 1678q.9), sowie die wachsartige Beschaffenheit und die Trockenfähigkeit (Patent 253965) dieses Unverseifbaren haben das Interesse der Salbentechnik und der Kunstwachs Industrie in hohem Grade in Anspruch genommen. Die technisch und fabrikmäßig lohnende Isolierung dieses Stoffes und seine Trennung von den Fettsäuren scheiterte jedoch an einer der wachsartigen Natur des Wollfettes entsprungenen Anschauung. Solange man nämlich die Aufschließung des Wollfettes als einer Wachsart nur mit alkoholischen Alkalien vornimmt, beschränkt sich die Trennung des Unverseifbaren von den Fettsäuren nur auf die wissenschaftlichen, analytischen Maßnahmen; und zwar geschieht sie zu diesen Zwecken durch Fällung des mit Wasser stark verdünnten alkoholischen Saponifikats mit Kalksalzen und Extraktion des trockenen Niederschlages mit LösungsmittAn, wobei die Alkohole in Lösung ,gehen und die Kalkseifen ungelöst bleiben. Die Extraktion des eigentlichen Alkalisaponiäkats selbst kann bekanntlich nur durch Ausziehen seiner spirituösen Lösung mit wasserunlöslichen Solventien geschehen, weil die Seife durch Abdestillieren des Alkohols infolge starken Schäumens und Überlaufens nicht trocken erhalten werden kann. Aber auch dieses Verfahren ist unvollkommen, da in Gegenwart von Alkohol erhebliche Mengen Seife in das Extrakt des Unverseifbaren zu gelangen pflegen. Daß aber solche Verfahren im großen, fabrikmäßigen Betriebe nicht in lohnender Weise durchgeführt werden können, liegt auf der Hand.
- Das Verfahren nach dem Hauptpatent hat nun die Möglichkeit herbeigeführt, das Wollfett ohne organische Lösungsmittel aufzuschließen und so das Verseifungsprodukt in trockenem und leicht weiterzuverarbeitendem Zustande zu erhalten. Die so erhaltene Seifenmasse kann mit Lösungsmitteln, in denen nur das Unverseifbare, nicht aber die Alkaliseife löslich ist, z. B. Äther, Aceton u. dgl. leicht in ihre Komponenten, d. h. in Seife und Unverseifbares, nach dem dort angeführten Beispiel zerlegt werden. .
- Es ist zwar bekannt, daß man Talgalkaliseifen von etwaigen darin enthaltenen ätherlöslichen Substanzen,wie Überfettungsmittel u. dgl., durch Extraktion mit Äther trennen kann. Läßt sich aber von Talg- (Stearin-, Palmitin-, Olein-) Seifen schon auf gewöhnliche Wachsseifen in bezug auf ihr Löslichkeitsverhalten von vornherein kein sicherer Schluß ziehen, so ist dies bei der kompliziertesten aller Wachsarten, beim Wollfett, das bekanntlich keine jener drei Talgfettsäuren enthält, erst recht nicht möglich. Erst nach experimentellen und analytischen Feststellungen und den darauffolgenden Versuchen konnte in Erfahrung gebracht werden, daß die Seifen der ungemein zahlreichen, meist bis in die neuere Zeit hinein unbekannten Fettsäuren des Wollfettes in gewissen Mitteln. unlöslich, während die unverseifbaren Anteile darin löslich sind.
- Ein besonderer Vorteil des Verfahrens ist, daß man es nicht nötig hat, die dabei abfallenden Fettsäuren behufs ihrer Verwertung erst freizulegen. Da nämlich das unlösliche Extraktionsgut nicht seifenartiger, sondern wachsartiger Natur, völlig trocken, pulverisierbar und in Alkohol, Benzin, Terpentinöl u. dgl. löslich ist, so läßt es sich gut in der Bohner-, Imprägnierungs- und Lacktechnik schon als solches gut verwerten, analog der Kalkseife des Patents 23450z.
- Ein. Beispiel des vorliegenden Verfahrens ist etwa folgendes Das gehörig verkleinerte Verseifungsprodukt wird in den entsprechenden Behälter des bekannten Extraktionsapparates eingefüllt, von dessen Kochblase aus das Lösungsmittel durch den Kühler des Apparates in den Extraktor geschickt wird. Ist das Extraktionsgut von der Flüssigkeit vollständig gedeckt, so nimmt sie, je nach der daselbst herrschenden Temperatur und der Natur des Lösungsmittels, erhebliche Mengen von dem darin löslichen Unverseifbaren auf und läuft dann in die Kochblase zurück, von wo ihre Dämpfe verflüssigt durch den Kühler wiederum in den Extraktor gelangen. Man setzt diese Zirkulation so lange fort, bis eine Probe des Extraktionsgutes annähernd oder ganz vom Unverseifbaren befreit ist, was sich in bekannter Weise feststellen läßt. , Nach dem Abdestillieren des Lösungsmittels des Extraktes bleibt das Unvexseifbare als dickes 01 zurück, das beim Erkalten zu einer wachsartigen Masse erstarrt. Das Extraktionsgut kann in diesem Zustande für die erwähnten Zwecke oder nach Freilegung der Fettsäure seine Verwendung finden.
- Als technisch noch gut verwendbare Lösungsmittel haben sich auch die Alkohole, wie z. B. Spiritus oder Holzgeist, oder Gemische derselben bewährt; namentlich, wenn es sich um die Natronverseifung handelt. Bei diesen Solventien spielt in diesem Fall die im Extraktor herrschende Temperatur eine wesentliche Rolle, die zweckmäßig etwa zwischen 4o und 50° C zu halten ist.
- Da man im Großbetrieb mit keinem absoluten, chemisch ganz reinen Lösungsmittel rechnen kann, so können auch demzufolge kleinere Mengen Seife mitgelöst werden, die in üblicher Weise entfernt oder aber, da sie erfahrungsgemäß der meisten technischen Verwendung der Wollfettalkohole keinen Abbruch zu tun pflegen, auch darin, belassen werden können.
- Die Ausbeuten an, Extrakt und Extraktionsgut stehen fast verlustfrei im bekannten Verhältnis des Unverseifbaren zu den Fettsäuren der jeweiligen Wollfettart.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Weitere Ausbildung des durch Patent 324667 geschützten Verfahrens, dadurch gekennzeichnet, daß man zur Gewinnung von Wollfettalkoholen einerseits und von Wollfettsäuren oder ihren Salzen anderseits das nach dem Hauptpatent erhaltene rohe Verseifungsprodukt mit Lösungsmitteln behandelt, in, denen das Unverseifbare sich löst, während die Seife in technischem Sinn darin unlöslich ist und auf Fettsäuren verarbeitet oder gegebenenfalls behufs Verwertung für Lack-, Bohner-, Imprägnierungszwecke u.dgl. für sich oder im Gemenge mit anderenWachs-oder Lackarten in den üblichen Lacklösungsmitteln gelöst werden kann,
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE346433T | 1918-12-01 |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE346433C true DE346433C (de) | 1921-12-31 |
Family
ID=6255229
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE1918346433D Expired DE346433C (de) | 1918-12-01 | 1918-12-01 | Verfahren zur Gewinnung von Wollfettalkoholen und Wollfettsaeuren |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE346433C (de) |
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
FR2939689A1 (fr) * | 2008-12-15 | 2010-06-18 | Valagro Carbone Renouvelable | Procede d'extraction d'un compose minieur d'un corps gras, notamment d'une huile vegetale ou animale ou de leurs co-produits au moyen de terpene. |
-
1918
- 1918-12-01 DE DE1918346433D patent/DE346433C/de not_active Expired
Cited By (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
FR2939689A1 (fr) * | 2008-12-15 | 2010-06-18 | Valagro Carbone Renouvelable | Procede d'extraction d'un compose minieur d'un corps gras, notamment d'une huile vegetale ou animale ou de leurs co-produits au moyen de terpene. |
WO2010076487A3 (fr) * | 2008-12-15 | 2011-02-17 | Valagro Carbone Renouvelable Poitou-Charentes | Procede d'extraction d'un compose mineur d'un corps gras, notamment d'une huile vegetale ou animale ou de leurs co-produits au moyen de terpene |
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