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Die Lösung dieser Aufgabe besteht im wesentlichen darin, daß die
Vorrichtung wenigstens einen Greifer zum Erfassen des Losflansches mit dem daran
befindlichen Sägeblatt für eine geführte Bewegung des Sägeblattes vom oder zum Festflansch
aufweist. Dadurch entfällt das Entnehmen oder Anbringen des Sägeblattes von Hand
und die Gefahr, daß es beim Entnehmen oder Hinbringen zum Festflansch irgendwo anstößt.
Es ergibt sich vielmehr die Möglichkeit, eine exakt geführte Bewegung mit Hilfe
eines maschinellen Greifers durchzuführen. Vor allem auch schwere Sägeblätter können
so bequem und ohne Unfallgefahr ausgewechselt werden. Dabei kann die geführte Bewegung
an die maschinellen Gegebenheiten und Einrichtungen im Bereich des Sägeblattes angepaßt
werden. Ein weiterer Vorteil dieser mechanischen Vorrichtung zum Sägeblattwechsel
besteht darin, daß sie je nach Antrieb und Steuerung einen Ausbau bis zu einem vollautomatischen
Wechsel
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der Sägeblätter ermöglicht Eine Ausgestaltung der Erfindung von ganz
erheblicher Bedeutung, die den Wechsel der Sägeblätter weiter erleichtert und fördert,
kann darin bestehen, daß die Vorrichtung zum Wechseln des Sägeblattes eine angetriebene
Schraubvorrichtung zum Lösen und/oder Festziehen #der Spannschraube zwischen Losflansch
und Festflansch aufweist und daß diese Schraubvorrichtung vorzugsweise zentral innerhalb
des Greifers angeordnet ist. Dadurch gelangt die Schubvorrichtung durch die Zustellung
der Wechselvorrichtung zum Sägeblatt von selbst in den Bereich des Spann- bzw. Befestigungsschraube,
so daß es nicht erforderlich ist, diese vor dem Wechsel des Sägeblattes von Hand
zu lösen. Genau so gut kann das neue Sägeblatt, wenn es zusammen mit seinem Losflansch
in Gebrauchsstellung geführt wurde, von der Schraubvorrichtung selbsttätig fixiert
werden.
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Ausgestaltungen der Erfindung hinsichtlich der Form und Funktion
sowie vor allem auch der verschiedenen Führungen des Greifers sind Gegenstand der
Ansprüche 3 bis 5.
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Eine Ausgestaltung der Erfindung von eigener schutzwürdiger Bedeutung,
die ggfs. auch bei einer Kreissägemaschine ohne mechanische Vorrichtung zum Wechseln
des Sägeblattes Anwendung finden könnte und dennoch das Wechseln der Sägeblätter
erleichtern würde, kann darin bestehen, daß an dem Losflansch und/oder dem Greifer
eine den Losflansch durchsetzende, das Sägeblatt an dessen Innenöffnung oder einer
Lochung hintergreifende Rastvorrichtung, vorzugsweise eine hakenförmige Feder od.
dgl. vorgesehen ist. Dadurch wird sichergestellt, daß beim Erfassen des Losflansches
für den Sägeblattwechsel das Sägeblatt mit dem Losflansch vorläufig verbunden bleibt.
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Vorteilhaft ist es in diesem Zusammenhang, wenn die hake#nförmige
Feder mit ihrem Hakenvorsprung radial nach außen gerichtet ist und in entspanntem
Zustand in den Umrißbereich der vorstehenden Spindelnase des Festflansc#hes ragt
und von dieser Spindelnase in die Rastposition einrückbar ist. In Gebrauchsstellung
befindet sich somit die Feder, sofern sie an dem Losflansch angebracht ist, in Befesügungsstellung
Nach dem Abziehen des Losflansches mit dem Sägeblatt, welches während des Abziehvorganges
von dem Hakenvorsprung der Feder mitgenommen wird, kann dann die Feder in ihre Ausgangslage
zurückfedern, so daß das Sägeblatt gegenüber dem Losflansch freigegeben wird.
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Diese Ausgestaltung oder Anordnung ist also mit äußerst geringem Aufwand
durchführbar, erleichert und verbessert jedoch die Wechselbarkeit von Sägeblättern,
die zusammen mit dem Losflansch gelöst werden sollen, erheblich.
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Weitere Ausgestaltungen der Erfindung insbesondere hinsichtlich der
Anpassung des Losflansches an den Greifer und umgekehrt sowie bezüglich der an dem
Greifer befindlichen-Greifelemente sowie auch der Antriebsmittel für die gesamte
Vorrichtung sind Gegenstand der Ansprüche 8 bis 16.
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Der Greifer kann an einem Schlitten angeordnet sein, welcher seinerseits
an einem Schwenkarm geführt sein kann. Eine Ausgestaltung der Erfindung von eigener
schutzwürdiger Bedeutung kann nun darin bestehen, daß der Schwenkarm als Doppelarm
ausgebildet ist und an jedem Armteil jeweils einen axial verstellbaren Schlitten
mit Greifer aufweist. Dabei können die beiden Armteile des Doppelarmes sich in ihrer
Längsrichtung verlängern bzw. um 1800 gegeneinander versetzt sein.
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Dadurch ist es in vorteilhafter und zweckmäßiger Weise
möglich, daß
der eine Greifarm während des Betriebes der Sägemaschine ein neues Sägeblatt für
einen Wechsel bereithält, so daß der zweite Greifer beim Werkzeugwechsel zum Erfassen
des auszuwechselnden Sägeblattes in der Maschine frei ist und der Doppelarm nach
Aufnahme dieses Sägeblattes aus der Maschine und dadurch gleichzeitig der erste
Greifer mit dem neuen Sägeblatt in den Bereich des Festflansches der Maschine schwenkbar
ist, so daß der Austausch des alten Sägeblattes gegen ein neues Sägeblatt an dem
dann ausgeschwenkten zweiten Greifarm während des Weiterbetriebes der Sägemaschine
erfolgen kann. Somit wird die Wechselzeit erheblich verkürzt bzw. ein Teil der Auswechselzeit
fällt in die Sägezeit.
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In diesem Zusammenhang ist es vorteilhaft, wenn die Kreissägemaschine
einen Speicher für Ersatz-Kreissägeblätter aufweist, der im Bereich des schwenkbaren
Doppelarmes eine Halterung insbesondere mit je einem Losflansch für das Ersatzsägeblatt
hat, welcher Losflansch auf den Festflansch der Kreissägemaschine paßt.
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Weitere Ausgestaltungen insbesondere eines Doppelarmes mit zwei Greifern
sind Gegenstand der Ansprüche 20 und 21. Dabei ergibt sich in vorteilhafter Weise
für die vorbeschriebenen Vorrichtungen zum Wechseln des Sägeblattes, sei es mit
einem, sei es mit mehreren Greifarmen, daß für die Verschiebe- und Schwenkbewegungen
sowie die Öffen- und Schließbewegungen des Greifers selbst und/oder seines Schwenkarmes
im Bereich der Kreissägemaschine und im Bereich eines eventuellen Werkzeugspeichers
eine mechanische und/oder elektronische Steuerung vorgesehen sein kann, die also
dann einen vollautomatischen Sägeblattwechsel mit entsprechender Vorprogrammierung
ermöglicht.
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Vor allem für schwer zugängliche Festflansche innerhalb von Kreissägemaschinen
ist eine weitere Ausgestaltung der Erfindung von eigener schutzwürdiger Bedeutung
möglich, die darin bestehen kann, daß eine in den Bereich des Festflansches der
Sägemaschine bewegbare Reinigungsbürste vorgesehen ist. Dadurch kann auch die Reinigung
des Festflansches und der Spindelnadel nach Abnahme des Sägeblattes beispielsweise
während des Wechselvorganges mechanisiert und ggfs. automatisiert werden. Ausgestaltungen
dieser Reinigungsbürste ergeben sich dabei aus den Ansprüchen 24 und 25.
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Vor allem bei Kombination einzelner oder mehrerer der vorbeschriebenen
und der in den sonstigen Ansprüchen enthaltenen Merkmale und Maßnahmen ergibt sich
eine Kreissägemaschine, bei der der Sägeblattwechsel erheblich erleichtert oder
gar automatisiert ist, so daß eine Unfallgefahr für das Bedienungspersonal und erhebliche
Kraftanstrengungen der Bedienungspersonen vermieden werden. Selbst schwer zugängliche
Sägeblätter können einfach und komfortabel gewechselt werden. Dabei entfällt auch
die Gefahr, daß mit dem Sägeblatt während der Bewegung von seiner Befestigungsstelle
weg und zu seiner Befestigungsstelle hin irgendwo an Maschinenteilen oder Gehäuseteilen
od. dgl. Störkanten angestoßen wird, was vor allem die empfindlichen Sägeblattschneiden
und dort vorgesehene Hartmetallbestückungen, ggfs. aber auch die entsprechenden
Maschinenteile gefährden würde. Darüber hinaus sind Kombinationen von Merkmalen
möglich, die den Sägeblattwechsel erheblich beschleunigen und so gestalten, daß
dieser Wechsel teilweise parallel zur Sägezeit stattfinden kann.
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Nachstehend ist die Erfindung mit ihren ihr als wesentlich
zugehörenden
Einzelheiten anhand der Zeichnung noch näher beschrieben. Es zeigt in schematisierter
Darstellung: F i g. 1 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum
Wechseln eines Sägeblattes für eine Kreissägemaschine mit einem Schwenkarm und daran
verschieblich geführtem Greifer gerade beim Erfassen eines Losflansches mit Sägeblatt,
Fig. 2 in vergrößertem Maßstab den Greifer beim Erfassen des Losflansches des noch
am Festflansch befestigten Sägeblattes bei gleichzeitigem Angriff einer Schraubvorrichtung
an der Befestigungsschraube im Längsschnitt, F i g. 3 einen der Fig. 2 entsprechenden
Längsschnitt durch das Sägeblatt und den Losflansch nach dem Lösen von dem Festflansch,
F i g. 4 eine Draufsicht der Vorrichtung gemäß F i g. 1 in zwei Endpositionen, F
i g. 5 eine abgewandelte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum
Wechseln von Sägeblättern mit einem Doppelarm und zwei sich um 1800 gegenüberliegenden
Greifern, deren einer ein Sägeblatt mit Losflansch hält, F i g. 6 in gegenüber F
i g. 5 verkleinertem Maßstab eine Draufsicht einer Vorrichtung mit zwei Greifern
an einem doppelten Schwenkarm, wobei dieser doppelte Schwenkarm zusätzlich seitlich
entlang einem Speicher für Sägeblätter verschiebbar ist und in zwei Verschiebepositionen
dargestellt ist, F i g. 7 in vergrößertem Maßstab im Längsschnitt die Befestigung
eines Sägeblattes mit Hilfe des zugehörigen Losflansches an einem Werkzeugspeicher,
F i g. 8 eine Seitenansicht und Fig.9 eine Draufsicht einer Reinigungsvorrichtung
mit einer Bürste, die für die Reinigung gemäß F i g. 9 gegen den Festflansch der
Sägeblattspindel schwenkbar ist, wenn das Sägeblatt entfernt ist.
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Eine in den verschiedenen Ausführungsformen jeweils im ganzen mit
1 bezeichnete Vorrichtung dient zum Wechseln eines Sägeblattes 2 einer der Einfachheit
halber nicht näher dargestellten Kreissägemaschine beliebiger Konstruktion, in der
beispielsweise ein von oben nach unten oder umgekehrt geführter Schwenkarm das Sägeblatt
trägt oder aber das Sägeblatt an einem Schlitten befestigt ist oder sogar feststeht,
während die Spannvorrichtung für das Werkstück die Vorschubbewegung gegen das Sägeblatt
durchführt.
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Das Sägeblatt 2 ist dabei gemäß F i g. 2 in Gebrauchsstellung zwischen
einem festen Flansch, im folgenden Festflansch 3 genannt, und einem daran mit Hilfe
einer Schraube 4 anbringbaren Losflansch 5 eingeklemmt, wobei es gleichzeitig in
bekannter Weise auf einer gegenüber dem Festflansch 3 vorstehenden Spindelnase 6
dieses Festflansches 3 zentriert ist. An dem Losflansch 5 erkennt man beispielsweise
in Fig. 2 noch einen in den Festflansch 3 eingreifenden und dabei das Sägeblatt
2 durchsetzenden Mitnehmerstift 7.
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Die in verschiedenen Ausführungsformen, z. B. gemäß den F i g. 1
bis 4 einerseits und gemäß den Fig. 5 bis 7 andererseits mögliche Vorrichtung 1
dient dazu, das Wechseln des Sägeblattes 2 zu erleichtern, bequemer und sicherer
zu machen und zu beschleunigen. Sie ersetzt damit das bisher von Hand übliche Wechseln
der Sägeblätter 2. Dabei hat die Vorrichtung 1 in den verschiedenen Ausführungsformen
jeweils einen in F i g. 2 dargestellten Greifer 8 zum Erfassen des Losflansches
5 mit dem daran befindlichen Sägeblatt 2, um eine geführte Bewegung des Sägeblattes
2 vom oder zum Fest-
flansch 3 durchführen zu können, wobei die Art der Führung dieser
Bewegung im folgenden noch näher erläutert wird.
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Die Vorrichtung 1 weist in den dargestellten Ausführungsbeispielen
auch jeweils eine angetriebene Schraubvorrichtung 9 zum Lösen und/oder Festziehen
der Spannschraube 4 zwischen Losflansch 5 und Festflansch 3 auf. Diese Schraubvorrichtung
9 erkennt man jeweils in den Fig. 1,4,5 und 6 und die in F i g. 2 ist angedeutet,
daß diese Schraubvorrichtung 9 zentral innerhalb des Greifers 8 angeordnet ist,
um die zentrale Spannschraube 4 erfassen zu können.
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Für den Greifer 8 ist eine Führung für seine Zustellbewegungen vorgesehen,
die zumindest im letzten Bereich vor dem Sägeblatt 2 linear und koaxial zur Achse
bzw.
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Spindel des Sägeblattes 2 orientiert ist. Im Ausführungsbeispiel
ist vorgesehen, daß der Greifer 8 neben seiner linearen, koaxial zur Sägeblattachse
gerichteten Führung eine Schwenkführung aufweist. Dabei ist für die lineare Führung
auf einem Schwenkarm 10 ein Schlitten 11 angeordnet, wobei der Schwenkarm 10 in
nicht näher dargestellter Form die Führungsbahn für den Schlitten 11 hat und mit
dieser Führungsbahn zusammen in eine Verlängerung der Sägeblattachse einschwenkbar
sowie aus dieser und mit dem Greifer 8 aus dem Umriß des Maschinengehäuses 12 ausschwenkbar
ist, was in F i g. 4 durch den Pfeil PF 1 angedeutet ist. Das Maschinengehäuse 12
ist dabei nur durch eine Umrißlinie angedeutet.
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In Fig. 4 erkennt man die beiden Schwenkpositionen des Schwenkarmes
10.
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In den F i g. 2 und 3 erkennt man, daß der Greifer 8 mehrere am Umfang
des Losflansches 5 formschlüssig eingreifende Greiferstifte 13 zum Erfassen des
Umfanges des Losflansches 5 aufweist. Ferner erkennt man in den Fig. 2 und 3 eine
besonders vorteilhafte, das mechanische Wechseln des Sägeblattes 2 erleichternde
Ausgestaltung, wonach nämlich an dem Losflansch 5 eine diesen durchsetzende, das
Sägeblatt 2 an dessen Innenöffnung 2a oder einer Lochung hintergreifende Rastvorrichtung
in Form einer hakenförmigen Feder 14 vorgesehen ist. Diese Feder 14 ist mit ihrem
Hakenvorsprung 15 radial nach außen gerichtet und ragt in entspanntem Zustand gemäß
F i g. 2 in den Umrißbereich der vorstehenden Spindelnase 6 des Festflansches 3,
so daß sie von dieser Spindelnase 6 gemäß F i g. 2 in ihre Rastposition einrückbar
ist. Wird also der Losflansch mit dieser Feder 14 auf den Festflansch geschoben,
gelangt selbsttätig diese Feder 14 in die Position, in welcher sie das Sägeblatt
2 formschlüssig hintergreift. Beim Wechsel des Sägeblattes durch Abziehen des Losflansches
wird also das Sägeblatt 2 in jedem Falle von dieser Feder 14 mitgenommen und bleibt
so in Verbindung mit dem Losflansch 5. Die Feder 14 kann z. B. eine Blatt-oder Rundfeder
sein.
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Für den formschlüssigen Eingriff der Greiferstifte 13 hat der Losflansch
5 im Ausführungsbeispiel gemäß F i g. 2, 3 und insbesondere Fig. 7 eine Nut 16,
in die die Spitzen 13a der Greiferstifte formschlüssig hineinpassen. Somit können
diese Greiferstifte 13 in radialer Richtung hin- und herbewegbar sein und in diese
Umfangsnut 16 eingeführt werden und dennoch auch axiale Kräfte auf den Losflansch
5 übertragen.
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Gemäß den F i g. 2 und 3 weist der gesamte Greifer 8 eine Platte
17 und wenigstens drei am Umfang verteilte Spannzylinder 18 auf, deren Kolben mit
den Greiferstiften 13 radial nach innen gerichtet und hin- und herverschiebbar sind
und in ihrer inneren Endposition in schon erwähnter Weise in die Umgangsnut 16 des
Losflansches
5 eingreifen. Gemäß F i g. 7 hat die Umfangsnut 16
einen etwa dreieckförmigen Querschnitt, der der Umrißform der Spitze 13a des jeweiligen
Greiferstiftes 13 entspricht. Dabei können die Spannelemente und Stifte 13 des Greifers
8 unter Federdruck stehen und mittels hydraulischem oder pneumatischem Druck in
den Zylindern 18 aus der in F i g. 2 dargestellten Schließstellung zurückziehbar
sein, wenn der Greifer 8 den Losflansch 5 freigeben soll.
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Als Antrieb für die lineare Bewegung des Greifers 8 und den diesen
tragenden Schlitten 11 ist ebenfalls ein hydraulischer oder pneumatischer Arbeitszylinder
19 vorgesehen. Man erkennt diesen Arbeitszylinder 19 in Fig. 1. Die Drehachse 20
(Fi g. 1) für den Schwenkarm 10 des Greifers 8 ist dabei am Maschinensockel 21 gelagert.
Für den Antrieb der Schwenkbewegung könnte an dem Schwenkarm 10 einfach ein Handgriff
oder aber ein Antriebsmotor, insbesondere wiederum ein exzentrisch angreifender
Arbeitszylinder 22 (siehe Fig4) vorgesehen sein. Somit kann die Vorrichtung 1 für
den Werkzeugwechsel mehr oder weniger angetrieben und mechanisiert sein. Dabei kann
die Schwenk- und/oder Verschiebebewegung des Greifers 8 durch Anschläge 23 (vgl.
Fig.4) begrenzt sein, wobei diese Anschläge ggfs. für eine Justierung der verschiedenen
Bewegungen verstellbar sein können.
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In F i g. 4 ist noch erkennbar, daß der den Greifer 8 tragende Schlitten
11 gegenüber dem Schwenkarm 10 auch in ausgeschwenkter Position, in die er gemäß
dem Pfeil PF 1 gelangt, in axialer Richtung aus dem Maschinengehäuse 12 ausschiebbar
ist. Dies ist vor allem dann zweckmäßig, wenn die Schwenkbewegung alleine das Sägeblatt
2 nicht genügend weit von der Störkante der Maschine entfernt oder die Schwenkbewegung
noch nicht ausreichen würde, um das Sägeblatt überhaupt aus dem Umriß der Maschine
herauszubringen.
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In den F i g. 5 und 6 ist eine Ausführungsform dargestellt, bei welcher
der Schwenkarm 10 als Doppelarm ausgebildet ist und an jedem Armteil 10a und 10b
jeweils einen axial verstellbaren Schlitten 11 mit Greifer 8 aufweist. Somit gelten
auch bei dieser Ausführungsform die vorbeschriebenen Merkmale der gesamten Vorrichtung
1 zum Wechseln von Sägeblättern 2, weil es sich auch bei dieser Ausführungsform
um eine derartige Vorrichtung handelt, die sich lediglich dadurch unterscheidet,
daß der Arm doppelt ist und somit zwei Schlitten 11 mit Greifern 8 hat. Aus der
folgenden Beschreibung werden die Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten einer derartigen
ausgestalteten Vorrichtung 1 deutlich. Dabei sind die beiden Armteile 10a und 10b
des Schwenkarmes 10 um z. B. 180° versetzt und verlängern sich in ihrer Längsrichtung,
so daß eine Drehung um 1800 gemäß Pfeil PF2 in Fig. 6 dazu führt, daß der Greifer
8 des einen Armteiles 10a genau an die Stelle des Greifers 8 des Armteiles lOb gelangt
und umgekehrt.
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In den Fig. 6 und 7 erkennt man, daß in dieser Ausführungsform der
Kreissägemaschine ein Speicher 24 für Ersatz-Kreissägeblätter 2 zugehört, der im
Bereich de#s Schwenkarmes 10 wenigstens eine Halterung 25 mit einem Losflansch 5
für das Ersatzsägeblatt hat, welcher Losflansch 5 auf den Festflansch 3 der Kreissägemaschine
paßt. Die Sägeblätter 2 werden also am Speicher 24 genauso wie in der Sägemaschine
gehalten. Sie können mit dem Losflansch 5 also auch aus dem Speicher entnommen und
in die Maschine überführt werden. Dies wäre einerseits auch mit einem einteiligen
Schwenkarm 10 gemäß Fig. 1 und 4 möglich, wenn ein genügend
großer Schwenkweg bis
in den Bereich eines derartigen Werkzeugspeichers 24 möglich ist. Bevorzugt ist
eine solche Anordnung jedoch in der dargestellten Ausführungsform mit einem doppelten
Schwenkarm, weil die Schwenkbewegungen dann außerhalb des Maschinenbereiches durchgeführt
werden können, wo dafür mehr Platz zur Verfügung steht.
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Der um wenigstens 1800 verschwenkbare doppelte Schwenkarm 10 kann
zusätzlich insbesondere quer zur Spindelachse der Sägemaschine verschiebbar sein
und neben seiner Verschiebebahn 26 ist dann gemäß F i g. 6 im Bereich eines Greifers
8 insbesondere gegenüber dem dem Sägeblatt in der Maschine zugewandten Greifer 8
der Werkzeugspeicher 24 mit mehreren Halterungen 25 für Sägeblätter 2 angeordnet.
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Eine mögliche Ausgestaltung der Vorrichtung 1 vorzugsweise mit einem
doppelten Schwenkarm 10 ist in Fig. 5 dargestellt und besteht darin, daß der Schwenkarm
10 auf einem Schlitten 27 angeordnet ist, unter welchem ein Antriebsritzel 28 für
die Schwenkung des Schwenkarmes 10 vorsteht. Zwischen den Längsführungen 29 für
diesen Schlitten 27 sind mit dem Ritzel 28 in Eingriff stehende oder gelangende
Zahnstangenabschnitte 30 vorgesehen, die durch die Vorschubbewegung des Schlittens
27 den Schwenkarm 10 über eine gewisse Fahrstrecke in Richtung des Pfeiles PF3 gleichzeitig
um 1800 verschwenken, wobei die Schwenkbewegung abgeschlossen ist, wenn sich ein
Greifer 8 einem Sägeblatt 2~sei es in der Sägemaschine, sei es am Werkzeugspeicher
24~gegenüber befindet. Dadurch ist es möglich, daß der eine Armteil z. B. 10b während
des Betriebes der Sägemaschine schon ein neues Sägeblatt 2 entweder mit schärferen
Zähnen oder mit anders geformten oder bestückten Zähnen hält, so daß der zweite
Greifer beim Werkzeugwechseln zum Erfassen des auszuwechselnden Sägeblattes/2 in
der Maschine frei ist und der doppelte Schwenkarm 10 nach Aufnahme dieses Sägeblattes
2 aus der Maschine und dadurch gleichzeitig der erste Greifer 8 mit dem neuen Sägeblatt
2 in den Bereich des Festflansches 3 der Sägemaschine schwenkbar ist, so daß der
Austausch des alten Sägeblattes gegen ein anderes Sägeblatt an dem dann ausgeschwenkten
weiteren Armteil 10a während des Weiterbetriebes der Sägemaschine erfolgen kann.
Dadurch wird ein Teil der Wechselzeit für das Sägeblatt in die Sägezeit verlegt,
so daß nicht nur eine Erleichterung, sondern auch eine Beschleunigung des Sägeblattwechsels
erzielt wird.
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Es sei noch erwähnt, daß anstelle eines Ritzels mit Zahnstange auch
ein Kettentrieb od. dgl. für die Verschiebung und Verschwenkung des doppelten Schwenkarmes
10 vorgesehen sein kann. Ferner ist es möglich, daß an dem Schwenkarm 10 ein Antriebsmotor
31 angeordnet ist, der das Antriebsritzel 28 antreibt welches mit einer durchgehenden
Zahnstange 30 kämmt und so lediglich die Verschiebebewegung gemäß dem Pfeil PF3
bewirkt, während für die Verschwenkung wiederum ein eigener Antrieb, z. B. ein Arbeitszylinder
19 vorgesehen sein kann. In diesem letzteren Fall entspricht dann der Schwenkantrieb
des doppelten Schwenkarmes 10 dem des Armes 10 gemäß Fig. 1.
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Für die verschiedenen Verschiebe- und Schwenkbewegungen sowie die
Öffen- und Schließbewegungen der Greifer 8 und/oder der Schwenkarme 10 im Bereich
der Kreissägemaschine und im Bereich eines evtl. Werkzeugspeichers 24 können mechanische
und/oder elektronische Steuerungen vorgesehen sein, mit denen ein vollautomatischer
Wechsel der Sägeblätter erfolgen
kann.
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liin wesentlicher Vorteil der erfindungsgem.Ißeii Silgeblatt-Vorrichtung
1 besteht darin, daß auch relativ unzugängliche Sägeblätter bequem und ohne Beschädigungsgefahr
ausgewechselt werden können. Um nun die relativ unzugängliche Befestigungsstelle
des Sägeblattes in der Sägemaschine auch von Spänen u. dgl. gut reinigen zu können,
sieht die Erfindung gemäß den F i g. 8 und 9 eine Ausgestaltung vor, welche durch
eine in den Bereich des Festflansches 3 und das Spindelende für das Kreissägeblatt
2 der Sägemaschine bewegbare Reinigungsbürste 32 gekennzeichnet ist. Die Reinigungsbürste
32 ist dabei als Topfbürste ausgebildet, welche den Festflansch 3 und das Spindelende
nach Abheben des Sägeblattes 2 übergreifen und umfassen kann, wie es in F i g. 9
nach der Verschwenkung der Bürste 32 gemäß dem Pfeil PF4 angedeutet ist. Dabei ist
die Reinigungsbürste 32 schwenkbar seitlich des Festflansches 3 angeordnet und kann
ggfs. mit einer Steuerung für die Bewegung des Greifers 8 verbunden bzw. gegen die
Bewegungen des Greifers 8 so gesperrt sein, daß die Bürste 32 erst und nur dann
gegen den Festflansch 3 schwenkbar ist, wenn der Greifer 8 und das Sägeblatt 2 entfernt
sind.
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Insgesamt ergibt sich eine Sägemaschine, bei welcher der bisher unangenehme
Sägeblattwechsel mehr oder weniger mechanisiert und automatisiert werden kann, so
daß dem Benutzer zumindest das Gewicht des Sägeblattes und das Lösen bzw. Befestigen
an der Spindel abgenommen wird. Darüber hinaus können durch weiteren Ausbau der
Vorrichtung 1 sogar Reinigungsvorrichtungen für die Sägeblattbefestigung vorgesehen
sein und vor allem ist es bei einer gesteuerten Ausführungsform mit einem Speicher
für mehrere Sägeblätter möglich, durch diese Wechselvorrichtung 1 auch die Zeitdauer
der Arbeitsunterbrechung an der Sägemaschine wegen des Sägeblattwechsels zu verkürzen.
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Alle in der Beschreibung, den Ansprüchen, der Zusammenfassung und
der Zeichnung dargestellten Merkmale und Konstruktionsdetails können sowohl einzeln
als auch in beliebiger Kombination miteinander wesentliche Bedeutung haben.
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