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Entleerverschlub an Tellermischern
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Die Erfindung betrifft eine Entleereinrichtung an Tellermischern gemäß
den Oberbegriff von Anspruch 1.
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Entleereinrichtungen bei Tellennischern und Ringtellermischern müssen
zahlreiche Anforderungen erfüllen.
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Sie sollen eine große Oberfläche des Bodens, möglichst in der Zone
höchster Schüttung für kürzestmögliche Entleerzeiten, freigeben.
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Dabei müssen Verklemmungen beim öffnen und Schließen vermieden werden.
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Für eine sichere Betätigung sollen geringe Kräfte erforderlich sein.
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Die Entleerverschlüsse haben wasserdicht zu sein und die Dichtungen
selbst sollen verschleißfest und,falls erforderlich,leicht wechselbar sein.
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Schließlich soll nach Möglichkeit die Grundfläche des Mischers nicht
vergrößert werden durch vorstehende Bauteile oder ausschwenkende Teile, und ein
Entleerverschlub soll an beliebiger Stelle des Troges anbringbar sein.
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So sind bei Tellermischern mit rotierendem Teller zentrale, runde
drehbare Platten bekannt, die erst abgesenkt und dann aus aus dem Fallstrom herausgeschwenkt
werden. Sie sind dicht, schließen und öffnen leicht, erfordern aber einen hohen
technischen Aufwand für die Bewegung in zwei Richtungen bzw. Ebenen.
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Eine bei Ringtellerniisciicrn übliche Bauweise besteht aus einer Segmentplatte,
die um eine senkrechte Achse schwenkbar ist, wobei diese Achse innerhalb oder außerhalb
des Telleraubendurchmessers liegt.
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Angetrieben wird die Segmentplatte mittels außenliegendem Hydro-oder
Pneumatikzylinder oder in die Schwenknabe integriertem hydraulischem oder pneumatischem
Schwenkantrieb. Durch die Stirn-Streifbewegung der segmentförmigen Platte im Trogausschnitt
ist die sichere Schließung gewährleistet.
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Bei all diesen Lösungen schwenkt die Segmentplatte aus dem Mischerumriß
heraus, es ist also ein zusätzlicher Freiraum erforderlich.
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Wegen der verhältnismäßig großen Außenmaße eines derartigen Verschlusses
ist es entweder nicht möglich, mehrere Entleerverschlüsse an demselben Mischteller
anzubringen oder die Anordnung kann wegen der erforderlichen Rahmenabstützung nicht
etwa 9O' versetzt sein.
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Bei einer anderen bekannten Lösung ist ein Klappenverschluß vorgesehen
mit quadratischer oder rechteckiger Verschlußplatte, die dichtend in die Bodenöffnung
hineingepreßt wird.
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Die Drehlager dieser Klappe liegen im Zentrum des Mischtellers und
die größte Uffnungsweite liegt nahe des Telleraußendurchmessers.
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Eine derartige Bauweise ermöglicht die Unterbringung von mehreren,
etwa von 3 Entleerverschlüssen unter 90" am Trogboden oder zwischen den Aussteifungsprofilen
dieses Tellerbodens, denn die Außenabmessungen sind nur wenig größer als die freie
Uffnung.
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Bei einer Anordnung mit rechtwinklig zur Bewegung der Mischwerkzeuge
liegender Schwenkachse entsteht in Austragsrichtung ein ungünstiger, keilartiger
Spalt, so daß die Entleerung des Innenraumes nicht so zügig erfolgt wie die des
äußeren Ringquerschnittes. Gleichzeitig wird das ausfließende Material 900 umgelenkt.
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Diese Nachteile der beiden letztgenannten Ausführungen vermeidet die
erfindungsgemäße Lösung.
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Eine rechtwinklige bis quadratische Verschlußplatte ist so angeordnet,
daß die Drehachse etwa rechtwinklig zur Bewegungsrichiung der Mischwerkzeuge liegt
und in Förderrichtung öffnet. Damit wird der Innen-und Außenraum gleichmäßig entleert
und das Mischgut wird nicht mehr umgelenkt, entleert also schneller.
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Die Entleerung wird erleichtert und beschleunigt durch das in Richtung
Klappenöffnung fließende Gewicht des Mischgutes. Ebenfalls ist die Notentleerung
erleichtert, xeil das isischgut oie klappe aufdrückt.
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Die geringen Außenmaße gestalten die Anordnung mehrerer Verschlüsse
am Trogboden.
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Die Bauhöhe des erfindungsgemäßen Verschlusses kann bei Einsatz eines
Hydraulikzylinders so niedrig gehalten werden, daß im geschlossenen Zustand nichts
unter den Verstärkunosorofilen des Trogbodens vorsteht.
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Die Mitte der Entleeröffnung muB nicht genau im Achsenkreuz eines
Mischbehälters liegen, sondern kann in Umfangsrichtung nach vorne oder hinten verschoben
sein. Da zweckmäßigerweise Mischanlagen elektropneumatisch betrieben werden Ka h
åie Klappenbetätigung pneumatisch mit Verriegelung erfolgen.
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Desweiteren liegen die HerstelikosGen eines derartigen Entleerverschlusses
unter denjenigen eines Schwenkschiebers.
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Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben
sich aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand von Zeichnung
Fig.l zeigt die Anordnung 3-er Verschlüsse am Boden eines Ringtellermischers, Fig.2
einen erfindungsgemäßen Entleerverschluß im Längsschnitt und Fig.3 im Querschnitt
Fig.4 zeigt die Anordnung des Verstellzylinders außerhalb des Mantelbleches des
Mischtellers und Fig.5 stellt einen Sicherheitsverschluß für Druckluftantrieb dar,
Fig.6 schließlich zeigt den hydrauiischen Antrieb mit Verriegelung.
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In Fig.l sind 3 Verschlüsse (1-3) in verschiedener Lage angeordnet.
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Der Verschluß 1 liegt beispielsweise symetrisch zu einer Achse (4)
durch den Bodenmittelpunkt (5). Die Raumausn-utzung ist damit am günstigsten, d.h.
die Durchgangsöffnung kann im Verhältnis zum Ringquerschnitt am größten ausgelegt
werden.
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Die Verschlüsse 2 und 3 haben je eine Stirnkante auf einer Systemachse
(4) liegend, die Durchgangsöffnung liegt also bei 2 nach der Systemachse, bei 3
vor der Systemachse (4).
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Je nach Lage der Bodenverstärkung oder eines Tragrahmens kann eine
derartige Verschiebung erforderlich sein.
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Im Gelenkrahmen (6) ist der Betätigungszylinder (7) am Hebelarm (8)
gelagert. Das Lagerteil trägt die Abstreifkurve (9). Die Verschlußplatte besteht
aus Lagerbolzen (10) mit Trägerteil (11) und Grundplatte (12). In dieser liegen
3-seitig die Dichtprofile (13), die gegen die Rahmenteile (14,15,16) dichten. Die
Offenstellung ist strichpunktiert gezeichnet.
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Die fluchtende Einstellung der Verschlußplatte mit dem Mischerboden
(17) kann durch Gewindeteile (18),ausgehend vom Endanschlag (19) des Zylinders,
ausgehen oder durch seitliche Anschläge (20) erfolgen.
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Zweckmäßigerweise sind die Seitenwände (14/15) höher als die Stirnwand
(16).
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Der Spalt zwischen Verschleißblech (21) des Mischerbodens (17) und
Verschleißblech (22) der Verschlußplatte ist nicht parallel, um Verkeilungen beim
Uffnen zu vermeiden. Die Verschleißplatte (21) des Mischerbodens (17) ist schräg
bearbeitet.
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Auf mindestens 3 Seiten greifen nach Fig.3 die Dichtgummis (13) unter
die Verschleißbleche des Mischerbodens (21). Hier sind die mechanischen Anschläge
mit 120 gekennzeichnet; sie laufen nach Fig.2 durch den Spalt (23) in den Seitenwänden.
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Die 3 Rahmenteile 14/15/16 sind in Langlöchern (24) an die Dichtung
(13) anstellbar.
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In Erweiterung des Erfindungsgedankens wird nach Fig.4 der Lagerbolzen
(10) verlängert und über einen verlängerten Hebel (25) mittels am Mischbehältermantel
(26) anliegendem Druckluftzylinder (27) die Verstellung herbeigeführt.
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Wird der erfindungsgemäße EntleerverschluB druckluftbetätigt, so wird
das Nachgeben bzw. federn durch einen ebenfalls druckluftangetriebenen Riegel (28)
nach Fig.5 verhindert. Dieser Riegel wird zweckmäßigerweise wirksam am Klappenrand
entgegen der Drehlagerung.
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Die Ansteuerung erfolgt auf bekannte Weise über eine nicht dargestellte
Folgeschaltung, d.h. beim Uffnen wird erst entriegelt, dann die Klappe aufgeschwenkt
und umgekehrt.
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Bei einem hydraulisch betätigten Entleerverschluß wird das unbeabsichtigte
Uffnen der Verschlußklappe durch Einbau eines üblichen und bekannten entsperrbaren
Rückschlagventils (29) zwischen Zylinder und Steuerventil verhindert. Parallel zur
Hydraulikpumpe (30) ist eine Handpumpe (31) vorgesehen, um - etwa bei Stromausfall
oder Antriebsausfall - den Mischbehälter entleeren zu können.
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Positionsübersicht 1 Verschluß 1 2 Verschluß 2 3 Verschluß 3 4 Achse
5 Bodenmittelpunkt 6 Gelenkrahmen 7 Betätigungszylinder 8 Hebelarm 9 Abstreifkurve
10 Lagerbolzen 11 Trägerteil 12 Grundplatte 13 Dichtprofile 14 Rahmenteil 15 Rahmenteil
16 Rahmenteil 17 Mischerboden 18 Gewindeteile 19 Endanschlag Zylinder 20 Anschläge
21 Verschleißblech Mischerboden 22 Verschleißblech Verschlußplatte 23 Spalt 24 Langlöcher
25 Hebel 26 Mischbehältermantel 27 Druckluftzylinder 28 Sicherungsriegel 29 Rückschlagventil
30 Steuerventil 31 Nothandpumpe 32 Hydraulikanlage