-
-
Heinz Dennert, Trosdorfer Weg 6, 8602 Bischberg
-
Hans Veit Dennert, Mozartweg 2, 8602 Schlüsselfeld Dachelement, nämlich
Fertigdeckenplatte aus Stahlbeton für Flachdachgebäude Die Erfindung betrifft ein
Dachelement, nämlich eine Fertigdeckenplatte aus Stahlbeton für Flachdachgeb;äude,
beispielsweise. Garagen, mit den Merkmalen des Oberbegriffes des Anspruches 1. Derartige
bekannte Dachelemente haben den grundsätzlichen Vorteil, daß sie bei hoher statischer
Belastbarkeit schnell und einfach zu montieren sind, da eine Vielzahl von Bauleistungen,
wie sie beispielsweise bei konventionell auf gemauerte Garagenunterbauten aufbetonierten
Stahlbetondecken notwendig sind, entfallen können (beispielsweise Einschalen, Abstützen,
Bewehrung biegen und montieren, Beton einbringen, Verbinden und Glätten, Einschalen,
Dachisolierung aufbringen und Dachentwässerung einbauen).
-
Man ist dazu übergegangen, Fertigdeckenplatten der in Frage stehenden
Art derart H-förmig auszubilden, daß zumindest auf der Deckenoberseite eine abgeschlossene
Wanne gebildet wird. Jede Platte ist von einem aus einem vertikalen H-Schenkel gebildeten,
umlaufenden Rand umgeben, wobei das untere Ende des vertikalen Schenkels auf einer
Gebäudeseitenwand aufliegt. Die Wannenform bringt neben einer erhöhten statischen
Belastbarkeit noch Vorteile bezüglich eines kontrollierten Wasserabflusses von der
Decke mit sich.
-
Da Fertigdeckenplatten nur bis zu einer gewissen Maximalgröße einstückig
transportiert werden können (die Maximalmaße liegen bei etwa 3,50 x 7 m) sind zur
Abdeckung von größeren Gebäuden, z.B. Doppelgaragen, mehrere Deckenelemente notwendig,
die in Montageendstellung mit einer Seitenkante aneinanderliegen. Bei derartigen,
zusammengesetzten Decken treten allerdings im Teilfugenbereich Probleme dann auf,
wenn die Decke extremen klimatischen Belastungen unterworfen ist, beispielsweise
hohen Temperaturunterschieden. Ziehen sich die Platten nämlich bei Abkühlung etwas
zusammen, nachdem sie sich bei hoher Wärmeeinstrahlung ausgedehnt haben, so verbleibt
im Teilbereich eine klaffende Fuge, durch welche Feuchtigkeit in das Gebäude eindringen
kann. Weitere Probleme treten im Auflagenbereich der Decken platten auf der seitlichen
Untermauerung auf, so daß oftmals Feuchtigkeit in das Mauerwerk bzw.
-
in den Verputz eindringt und diese zerstört.
-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Dachelemente der b-ekannten
Art derart auszubilden, daß sie bei hoher statischer Belastbarkeit und bleibender
Dichtheit einfach zu montieren sind.
-
Diese Aufgabe wird durch das Kennzeichen des Anspruches 1 gelöst.
-
Durch die an den vertikalen H-Schenkeln angeordneten Haltevorrichtungen
wird erreicht, daß auch bei extremen thermischen Belastungen die einmal in ihre
Sollage verbrachten Deckenplatten gegenseitig derart fixiert sind, daß ein Aufklaffen
der Teilfuge nicht zu befürchten ist. Eventuell auftretende Dehnungs- und Kontraktionsschübe
in horizontaler Richtung werden den Stoßbe-
reich der Deckenplatten
nicht erfassen können, weil die Platten eine fest zusammengespannte Einheit b den.
Es ist selbstverständlich, daß die Haltevorrichtungen so dimensioniert sein müssen,
daß sie den hohen Zug- und Schubbelastungen standhalten.
-
Eine einfach zu montierende und gleichzeitig sehr spannfeste Art der
Haltevorrichtungen geht aus dem Kennzeichen des Anspruchs 2 hervor. Sind die Deckenplatten
einmal in Montageendstellung verbracht, so können sie mit wenigen Handgriffen durch
Spannschrauben, die durch miteinander fluchtende Spann löcher hindurchgeschoben
werden, fest miteinander verspannt werden, wobei mit entsprechenden Schrauben höchste
Spannkräfte zu erzielen sind. Eine alternative Ausbildung der Haltevorrichtung lehrt
Anspruch 3. Wenn in diesem Anspruch von übergreifen gesprochen wird, so ist damit
natürlich auch gemeint, daß die Spannklammern die unteren H-Schenkel untergreifen.
-
Durch das Kennzeichen des Anspruches 4 ist zum einen sichergestellt,
daß die beiden Platten insbesondere im Bereich der Längsenden der Seitenkanten,
mit welchen sie auf dem Wand-Mauerwerk aufliegen, fest aneinandergepreßt werden,
zum anderen ist durch den gleichen Abstand der Spannlöcher von den Längsenden gewährleistet,
daß die Spannlöcher bei richtiger Aneinanderlage der Deckenplatten miteinander fluchten.
Als besonders vorteilhaft erweist sich die Anordnung der Spannlöcher in den unteren
H-Schenkeln, da dann die Spannbolzen oder Spannschrauben nicht der Witterung ausgesetzt
sind und außerdem die von außen sichtbare Dachfläche optisch geschlossen und damit
ästhetisch vorteilhaft wirkt.
-
Durch das Kennzeichen des Anspruches 6 ist eine besonders gute gegenseitige
Anlage von zwei aneinanderliegenden Deckenplatten sichergestellt. Durch das Kennzei-
chen
des Anspruches 7 wird von den parallel aneinanderliegenden oberen H-Schenkeln ein
"sattelförmiges" Dach gebildet, das beispielsweise mit Dachpappe oder ähnlichem
besonders leicht abgedichtet werden kann. Durch diese Maßnahme ist vor allem nicht
zu befürchten, daß sich auf den oberen Enden der H-Schenkel Wasser sammeln kann,
was auf Dauer durch die Decke in das Gebäudeinnere dringt.
-
An den Innenseiten der oberen H-Schenkel sind ebenfalls Schrägflächen
angeordnet. Durch diese ist zum einen der Deckenplattenrand statisch höher belastbar,
zum anderen dienen sie als Aufgleitflächen, falls sich im Winter bei verstopfter
Wasserabführung von den Wannen in diesen eine sich ausdehnende Eisschicht gebildet
hat (Ansprüche 8 und 9).
-
Durch Anspruch 10 wird eine weitere Verbesserung der Dichtung insbesondere
im Deckenbereich über dem Auflage-Mauerwerk erzielt. Außerdem wird durch die in
der Teilfuge liegende elastische Dichtung eine gewisse Zugentlastung der Spannschrauben
erreicht, da bei Wärmedehnung zunächst einmal die Dichtung nachgibt und dann erst
die Spannschrauben auf Zug belastet werden.
-
Durch Anspruch 11 können die einzelnen Dachwannen durch nur eine Wasserableitung,
die vorzugsweise an einer Gebäudecke angeordnet ist, entwässert werden.
-
Durch Anspruch 12 ist dafür Sorge getragen, daß bei ordnungsgemäß
aneinanderliegenden Dachplatten die Wasserüberleitungsbohrungen genau miteinander
fluchten, so daß ein Eindringen von Feuchtigkeit in das Gebäude bzw. die Teilfuge
nicht zu befürchten ist.
-
Durch das Kennzeichen des Anspruch es 14 kann zwischen zwei mit Abstand
angeordneten Deckenplatten ein Lichtband vorgesehen werden. Die gegenseitige Verspannung
der Deckenplatten erfolgt dann durch Einschaltung eines langgestreckten Zwischenstückes,
welches nach Anspruch 15 mit Nuten zur Aufnahme der Spannschraube und zur Wasserüberleitung
von einer Wasserüberleitungsbohrung zur anderen ausgestattet ist. Gemäß Anspruch
16 ist es vorteilhaft, zwischen den Stirnenden des Zwischenstückes und den Außenseiten
im Bereich der Spannlöcher und Wasserüberleitungsbohrungen ebenfalls eine elastisch
verformbare Dichtungsplatte einzuspannen. Um auch auf der Oberseite des Zwischenstückes
stehendes Wasser zu vermeiden, sind die oberen Enden der beiden H-Schenkel des Zwischenstückes
mit zur Wasserüberleitungsnut abfallenden Schrägflächen versehen. Besonders vorteilhaft
ist die Befestigung einer lichtdurchlässigen Platte zur Überdeckung des Lichtbandes
auf den beiden sich mit Abstand parallel gegenüberliegenden H-Schenkeln der benachbarten
Deckenplatten. Von der lichtdurchlässigen Platte ablaufendes Wasser gelangt dadurch
in das Wannen innere und kann sicher abgeführt werden. Läuft Wasser an der Seite
der lichtdurchlässigen Platte herunter, so wird es durch die im Kennzeichen des
Anspruches 19 geschilderte Maßnahme abgefangen und kann nicht über die Gebäudeseitenwand
hinunterlaufen.
-
Durch Anspruch 20 wird vermieden, daß seitlich gegen die Außenkanten
der Dachplatten strömender Regen in die Auflagefuge zwischen Mauerwerk und Dachplatten
einkriecht.
-
Die Erfindung ist anhand eines in den Figuren der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische
Skizze einer mit den erfindungsgemäßen Dachelementen versehenen Garage, Fig. 2 eine
perspektivische Skizze zweier Dachelemente vor dem Zusammenfügen, Fig. 3 eine perspektivische
Unteransicht - teilweise im Schnitt - zweier Dachelemente, Fig. 4 eine perspektivische
Ansicht der Oberseite -teilweise im Schnitt - zweier zusammengefügter Dachelemente,
Fig. 5 eine perspektivische Ansicht zweier zusammengefügter Dachelemente mit Blick
auf deren Außenseiten, Fig. 6 eine perspektivische Ansicht zweier zur Bildung eines
Lichtbandes vorgesehener Dachelemente mit Zwischenstück vor dem Zusammenfügen, Fig.
7 eine perspektivische Ansicht zweier zur Bildung eines Lichtbandes zusammengefügter
Dachelemente, teilweise im Schnitt, Fig. 8 einen Vertikalschnitt durch den Randbereich
eines Dachelementes, Fig. 9 einen Horizontalschnitt durch das Zwischenstück, Fig.
10 einen Schnitt gemäß A-A in Fig. 8.
-
Das als Fertigdeckenplatte t ausgebildete Dachelement besteht im wesentlichen
aus einem flachen Mittelteil 2, welches von einem nach oben und unten über die Flächen
des Mittelteils hinausstehenden, umlaufenden Rand 3 umgeben ist. Dadurch wird an
der Deckenoberseite 4 und der Deckenunterseite 5 jeweils eine Wanne 6,7 gebildet.
Insgesamt weist die Fertigdeckenplatte 1
einen H-förmigen Querschnitt
auf. Der untere H-Schenkel 8 des Randes 3 ist zur Auflage auf einer Gebäudeseitenwand
9 ausgebildet. Am den Rand 3 bildenden vertikalen H-Schenkel 10 sind Haltevorrichtungen
zur gegenseitigen Verspannung zweier nebeneinander liegender Fertigdeckenplatten
1 vorgesehen, die aus Spannschrauben 11 bestehen, welche Spannlöcher 12 durchgreifen,
wobei die Spannlöcher 12 von nebeneinander in Montageendstellung liegenden Fertigdeckenplatten
miteinander fluchten. Beim gezeigten- Ausführungsbeispiel sind zwei Spannlöcher
12 in jeder Seite des Randes 3 vorgesehen.
-
Die Haltevorrichtungen können auch aus Spannklammern bestehen, die
die H-Schenkel 10 zweier in Montageendstellung aneinander liegenden Fertigdeckenplatten
1 übergreifen und im wesentelichen U-förmigen Querschnitt haben. Diese Ausführung
ist in den Zeichnungsfiguren nicht dargestellt.
-
Die Spannlöcher 12 sind jeweils im Bereich der Längsenden 13 der Seitenkanten
14 einer jeden Fertigdeckenplatte 1 angeordnet und weisen von den Längsenden 13
gleichen Abstand auf. Die Außenflächen 15 der H-Schenkel 10 sind als ebene Flächen
ausgebildet, die in Montageendstellung vertikal verlaufen. Die oberen Enden 16 der
oberen H-Schenkel 17 sind mit Schrägflächen 18 versehen, die zum Zentrum 19 der
Fertigdeckenplatte 1 abfallen. An ihrer Innenkante 20 gehen die Schrägflächen 18
in weitere, steiler liegende Schrägflächen 21 über, die die Innenseiten 22 der oberen
H-Schenkel 17 bilden. Der an der Unterkante der weiteren Schrägflächen 21 liegende
Übergang 23 zur Deckenoberseite 4 ist ausgerundet.
-
Im Bereich der Spannlöcher 12 ist zwischen die Außenflächen 15 zweier
in Montageendstellung aneinanderliegender Deckenplatten 1 je eine Dichtplatte 24
eingepreßt, die in ihrer unteren Hälfte eine in Montageendstellung mit den Spannlöchern
12 fluchtende Ausnehmung 25 zum Durchgriff der Spannschraube 11 hat. In den oberen
H-Schenkeln 17 sind Wasserüberleitungsbohrungen 26 vorgesehen, deren Unterkante
etwa gleichebig mit dem durch die Deckenoberseite 4 gebildeten Wannenboden verläuft.
In den Dichtplatten sind zu den Wasserüberleitungsbohrungen fluchtende Bohrungen
vorgesehen derart, daß durch die Wasserüberleitungsbohrungen 26 und die Bohrung
27 der Dicht platte ein fluchtender Kanal gebildet wird.
-
Wie insbesondere aus den Fig. 6-10 zu entnehmen ist, können zwei Fertigdeckenplatten
1 zur Bildung eines Lichtbandes 28 auch mit Abstand voneinander montiert werden,
wobei die gegenseitige Verspannung mittels eines langgestreckten Zwischenstückes
29 erfolgt, das in Richtung der Spannschrauben 11 verläuft und mit seinen Stirnenden
30 die einander zugewandten Außenflächen 15 der H-Schenkel 10 im Bereich der Spannlöcher
12 und der Wasserüberleitungsbohrungen 26 beaufschlagt. Das Zwischenstück 29 hat
ebenfalls einen H-förmigen Querschnitt und weist eine untere H-Nut 31 zur Einlage
der Spannschraube 11 und eine obere H-Nut 32 zur Verbindung der Wasserüberleitungsbohrungen
26 auf. Zwischen den Stirnenden 30 des Zwischenstückes 29 und den mit diesen verspannten
Außenflächen 15 liegt jeweils eine elastisch verformbare Dichtplatte 24.
-
Die oberen Enden 33 der beiden H-Schenkel 34 des Zwischen stückes
29 sind mit zur oberen H-Nut 32 abfallenden Schrägflächen 35 versehen.
-
Das Lichtband 28 ist mittels einer lichtdurchlässigen Platte 36 überdeckt,
die mittels zweier Dichtleisten 37 auf den sich mit Abstand parallel gegenüberliegenden
H-Schenkeln 17 der Fertigdeckenplatten 1 befestigt ist. Die Dichtleisten 37 sind
an ihrer Oberseite wellenförmig entsprechend der Wellenform der lichtdurchlässigen
Platte 36 ausgebildet. Die parallel zu - den Zwischenstücken 29 verlaufenden äußeren
Seiten kanten 38 der lichtdurchlässigen Platte 36 liegen genau über der oberen,
als Wasserablauf dienenden H-Nut.
-
Die Außenflächen 15 der H-Schenkel 10 der Fertigdeckenplatten 1 stehen
über die Gebäudeseitenwände horizontal hinaus und haben an der überstehenden Unterkante
39 eine Tropfnase 40.
-
Positionszahlenliste 1 Fertigdeckenplatte 2 Mittelteil 3 Rand 4 Deckenoberseite
5 Deckenunterseite 6 Wanne 7 Wanne 8 Unterer H-Schenkel v. 3 9 Gebäudeseitenwand
10 H-Schenkel 11 Spannschrauben 12 Spannlöcher 13 Längsenden 14 Seitenkanten 15
Außenfläche v. 10 16 Enden v. 17 17 Obere H-Schenkel 18 Schrägfläche 19 Zentrum
20 Innenkante 21 weitere Schrägfläche 22 Innenseite 23 Übergang 24 Dichtplatte 25
Ausnehmung 26 Wasserüberleitungsbohrungen 27 Bohrung 28 Lichtband 29 Zwischenstück
30 Stirnenden 31 H-Nut (untere) 32 obere H-Nut 33 obere Enden 34 H-Schenkel v. 29
35 Abschrägungen 36 lichtdurchlässige Platte 37 Dicht leisten 38 Seitenkanten 39
Unterkante 40 Tropfnase
Leerseite