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Verfahren zur Herstellung und Isolierung von n-Alkyl-
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oxiranen Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung
von Oxiranen durch Umsetzung von i -Olefinen mit Percarbonsäuren und Aufarbeitung
der dabei erhältlichen Reaktionsgemische.
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Oxirane finden Verwendung auf dem Gebiet der Lacke, zur Herstellung
von Polyethern, Polyurethanen, Epoxidharzen, Detergentien, Glykolen und einer Vielzahl
von organischen Zwischenprodukten (s. beispielsweise US-PS 2 412 136 und DE-AS 1
139 477).
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Es ist bekannt, daß man Oxirane nach der Chlorhydrinmethode durch
Umsetzung von Olefinen mit Chlor im alkalischen Medium und nachfolgender Behandlung
mit Basen herstellen kann. Ein grundsätzlicher Nachteil dieses Verfahrens besteht
darin, daß salzhaltige umweltbelastende Abwässer und unerwünschte chlorierte Nebenprodukte
gebildet werden (s. Ullmann's Enzyklopädie der technischen Chemie, Band 10, Seite
565 (3. Auflage)).
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Ein weiteres Syntheseprinzip beruht auf der Umsetzung von Olefinen
mit organischen Hydroperoxiden in Gegenwart von Katalysatoren (s. DE-AS 1 468 012).
Diese Verfahren haben den entscheidenden Nachteil, daß das organische Hydroperoxid
(ROOH, wobei R z.B. einen niedermolekularen Rest, wie t-Butyl oder Cumyl, bedeuten
kann), gemäß nachstehender Gleichung während der Reaktion in den entsprechenden
Alkohol (ROH) umgewandelt wird:
Es fällt somit der dem eingesetzten Hydroperoxid entsprechende Alkohol als Koppelprodukt
an, was eine Abhängigkeit der Wirtschaftlichkeit dieses Verfahrens von der Verwertbarkeit
dieses Alkohols mit sich bringt.
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Falls er nicht verwertet werden kann, muß er über mehrere Verfahrensstufen
in das entsprechende Hydroperoxid zurückverwandelt werden, was besonderen technischen
Aufwand erfordert.
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Eine Möglichkeit unter Umgehung dieser Nachteile Olefine in Epoxide
umzuwandeln besteht in der Anwendung der "Prileschajew-Reaktion" (vgl. N. Prileschajew,
Ber.dtsch.chem.Ges. 42, 4811, (1909)). Bei dieser Reaktion handelt es sich um einen
elektrophilen Angriff einer Percarbonsäure auf ein Olefin (vgl. K.D.
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Bingham, G.D. Meakins, G.H. Whitham, Chem.Commun. 1966, S. 445 und
446). Aus diesem Grunde nimmt die Reaktivität des Olefins mit fallender Nucleophilie
der Doppelbindung ab.
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t -Olefine zählen daher zu den schwer epoxidierbaren Verbindungen,
z.B. beträgt die relative Reaktivität von Alk-CH=CH2 = 25 und von
Alk = Alkyl (vgl. D. Swern "Organic Peroxiden, Wiley Interscience, Vol. II, S. 452).
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Infolge der geringen Reaktionsfähigkeit der Doppelbindung in CC-Olefinen
sind oft lange Reaktionszeiten erforderlich, was zur Bildung von unerwünschten Nebenprodukten,
wie Dihydroxy- und Hydroxyacyloxy-Derivaten der Ausgangsprodukte, Anlaß gibt (vgl.
S.N.
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Lewis in R.L. Augustin "Oxidation", Vol. 1, S. 233, Z. 6-11, Marcel
Dekker, New York (1969)).
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So werden bei der Umsetzung von C12- bis C18-Olefinen 18 mit Peressigsäure
bei einer Reaktionstemperatur von 250C und Reaktionszeiten von 28 Stunden die Alkyloxirane
in Ausbeuten von nur 40 bis 50 % erhalten (vgl.
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D. Swern et.al., J.Am.Chem.Soc. 68, 1504-7 (1946)).
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Zur Verbesserung dieser Ergebnisse wurden spezielle Methoden angewandt.
So wurde in der DE-AS 1 230 005 ein Verfahren zur Herstellung von Alkyloxiranen
publiziert, bei dem Of-Olefine mit Peressigsäure
im organischen
Lösungsmittel umgesetzt werden, derart, daß man die Reaktionskomponenten bis zu
einem Peressigsäureumsatz von etwa 55 bis 80 % der eingesetzten Menge bei einer
Temperatur unterhalb 500C behandelt, worauf man in einem oder mehreren Temperatursprüngen
auf Temperaturen oberhalb etwa 500C die Umsetzung bis zu einem maximalen Peressigsäureumsatz
vervollständigt, und daß man am Ende der Reaktion das entstandene 1,2-Alkanepoxid
vom Lösungsmittel und aus vorhandener Essigsäure durch Abdestillieren befreit.
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Dabei wurden, wie im Beispiel 1, Spalte 4, für 1-Dodecen beschrieben,
bei einem Persäure-Umsatz von 94 %, 86 Mol-% 1,2-Dodecanepoxid und 6 Mol-% 1,2-Dodecanglykolmonoacetat
erhalten. Wurde die Reaktion isotherm bei 500C durchgeführt, wie im Beispiel 2 beschrieben,
wurden nach einer Reaktionszeit von 30 Stunden und 94 %igem Persäure-Umsatz nur
74 Mol-% 1,2-Dodecanepoxid und 15 Mol-% 1,2-Dodecanglykolmonoacetat erhalten.
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Neben der unbefriedigenden Ausbeute und der Bildung von erheblichen
Mengen an Nebenprodukten ist ein weiterer Nachteil dieses Verfahrens, daß es nur
dann möglich ist, einigermaßen akzeptable Ergebnisse zu erhalten, wenn man die Reaktion
nach einem komplizierten Temperaturprogramm durchführt. Auch muß das gewünschte
Epoxid vor der Destillation noch mit Wasser nachgewaschen werden (s. Beispiel 1
der DE-AS 1 230 005), um die restliche Essigsäure zu entfernen, was technisch aufwendig
und teuer ist, zu erheblichen Essigsäureverlusten führt und umweltbelastende Abwässer
ergibt.
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In der- DE-OS 1 568 016 wird ein Epoxidierungsverfahren für langtettiget
-Olefine beschrieben, bei dem in einem zweiphasigen System mit in situ gebildeter
Peressigsäure epoxidiert wird, wobei ein besonderes Kennzeichen des Verfahrens die
Anordnung des Rührers und die Rührgeschwindigkeit darstellt. Der Rührvorgang darf
nur so durchgeführt werden, daß es sich um ein "sanftes Rühren" handelt, und zwar
dergestalt, daß lediglich die organische Phase dabei bewegt wird. Als bevorzugte
Reaktionszeit werden 18 bis 20 Stunden angegeben, was die technische Anwendung dieser
Methode teuer und unwirtschaftlich macht.
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Die Verwendung von Monoperphthalsäure zur Epoxidation von Decen und
Hexen wird in IZV. Akad. SSSR, 1966, Nr. 6, S. 1088-1089 beschrieben. Dabei werden
die Olefine in etherischer Lösung bei 3 bis 200C mit Monoperphthalsäure umgesetzt.
Obwohl die Reaktion in Gegenwart von Puffersalzen, wie Natriumcarbonat, durchgeführt
wird, resultieren die Alkyloxirane, z.B. bei der Umsetzung mit Decen-1, in Ausbeuten
von nur 66 %.
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Auch m-Chlorperbenzoesäure wurde zur Epoxidation vonOt-Olefinen eingesetzt
(s. US-PS 4 113 875). Im Beispiel 1 dieser Patentschrift ist die Methode, mit der
sowohl 1-Alkene als auch 2-Alkene umgesetzt wurden, beschrieben, Dabei wurde bei
einer Reaktionstemperatur von 15 bis 250C und einer Reaktionszeit von 10 Stunden
das Oxiran in einer Ausbeute von nur 76 % erhalten. Neben der unbefriedigenden Aus-
beute,
ist auch die komplizierte Aufarbeitung des Reaktionsgemisches für eine technische
Anwendung ungeeignet. Die überschüssige Persäure muß thermisch zerstört werden,
was nicht nur unwirtschaftlich, sondern für eine technische Anwendung auch ein erhebliches
Sicherheitsrisiko mit sich bringt. Das Reaktionsgemisch wird mit Salzlösungen gewaschen,
was zu umweltbelastenden Abwässern führt.
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Es wurde nun ein Verfahren zur Herstellung und Isolierung von Alkyloxiranen
durch Umsetzung von Alkenen mit Percarbonsäuren und Aufarbeitung der dabei erhältlichen
Reaktionsgemische gefunden, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man ein Alken der
Formel (I)
worin n für eine ganze Zahl von 7 bis 17 steht, mit einer Lösung einer 3 oder 4
C-Atome enthaltenden Percarbonsäure in einem organischen Lösungsmittel bei einer
Temperatur im Bereich 40 bis 900C und einem Molverhältnis von Alken zu Percarbonsäure
von 1,5:1 bis 5:1 umsetzt, wobei die Percarbonsäurelösung unter 5 Gew.-% Wasser,
unter 0,5 Gew.-% Wasserstoffperoxid und unter 50 ppm Mineralsäure enthält, anschlie-Bend
das Reaktionsgemisch durch Destillation in seine Komponenten auftrennt, wobei man
dem abgetrennten, nicht-umgesetzten Alken soviel Frisch-Alken zusetzt,
wie
in der Umsetzung mit Percarbonsäure verbraucht worden ist, und es zur Umsetzung
mit Percarbonsäure zurückführt und das Lösungsmittel und die aus der Percarbonsäure
entstandene Carbonsäure in gereinigter Form abtrennt.
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Als organisches Lösungsmittel können in der erfindungsgemäßen Umsetzung
beispielsweise die verschiedensten unsubstituierten und substituierten Kohlenwasserstoffe
verwendet werden, die unter den Reaktionsbedingungen flüssig sind und unerwünschte
Nebenreaktionen nicht oder nur in ganz untergeordnetem Maße eingehen. Solche Kohlenwasserstoffe
sind z.B. aliphatische und cycloaliphatische Kohlenwasserstoffe wie Hexan, Heptan,
Octan, 2-Ethyl-hexan, Decan, Dodecan, Cyclohexan, Methylcyclopentan und Petrolether,
aromatische Kohlenwasserstoffe wie Benzol, Nitrobenzol, Toluol, Ethylbenzol, Cumol,
Diisopropylbenzol, Xylol und Chlorbenzol, sauerstoffhaltige Kohlenwasserstoffe wie
Ether und Ester, z.B. Diethylether, Diisopropylether, Dibutylether, Tetrahydrofuran,
Dioxan, Essigsäureethylester, Essigsäuremethylester, Essigsäurepropylester, Essigsäurebutylester,
Propionsäuremethylester, Propionsäureethylester, Propionsäurepropylester, Buttersäuremethylester,
Buttersäureethylester, Buttersäurepropylester, Buttersäurebutylester, Benzoesäuremethylester
und Benzoesäureethylester, chlorierte Kohlenwasserstoffe wie Methylenchlorid, Chloroform,
Tetrachlorkohlenstoff, 1-Chlorethan, 1 2-Dichlorethan, 1, 1-Dichlorethan, 1,1,2,2-Tetrachlorethan,
1-Chlorpropan, 2-Chlorpropan, 1,2-Dichlorpropan, 1,3-Dichlor-
propan,
2,3-Dichlorpropan, 1,2,3-Trichlorpropan, 1,1,2,3-Tetrachlorpropan, Butylchlorid,
1,2-Dichlorbutan, 1,4-Dichlorbutan, 2,3-Dichlorbutan, 1,3-Dichlorbutan, 1,2,3,4-Tetrachlorbutan,
tert.-Butylchlorid, Amylchlorid, 1,2-Dichlorpentan, 1,5-Dichlorpentan, 1,2,3,4-Tetrachlorpentan,
Cyclopentylchlorid, 1,2-Dichlorcyclopentylchlorid, Hexylchlorid, 1,2-Dichlorhexan,
1,6-Dichlorhexan, 1,2,3,4-Tetrachlorhexan, 1,2,5,6-Tetrachlorhexan, Cyclohexylchlorid,
Chlorbenzol, Heptylchlorid, 1,2-Dichlorheptan, 1,2,3,4-Tetrachlorheptan, Cycloheptylchlorid,
Octylchlorid, 1,2-Dichloroctan, 1,2,3,4-Tetrachloroctan und Cyclooctylchlorid.
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Bevorzugte Lösungsmittel sind von den chlorierten Kohlenwasserstoffen
Methylenchlorid, Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff und 1,2-Dichlorpropan, von den
aromatischen Kohlenwasserstoffen Benzol, Nitrobenzol, Toluol und Chlorbenzol, von
den aliphatischen und cycloaliphatischen Kohlenwasserstoffen 2-Ethyl-hexan, Cyclohexan
und Methylcyclopentan und von den sauerstoffhaltigen Kohlenwasserstoffen Tetrahydrofuran,
Propionsäureethylester und Benzoesäureethylester.
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Besonders bevorzugte Lösungsmittel sind von den chlorierten Kohlenwasserstoffen
1,2-Dichlorpropan und Tetrachlorkohlenstoff, von den aromatischen Kohlenwasserstoffen
Benzol und Chlorbenzol, von den aliphatischen und cycloaliphatischen Kohlenwasserstoffen
Cyclohexan und von den sauerstoffhaltigen Kohlenwasserstoffen Propionsäureethylester
und Benzoesäure-
ethylester.
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Verwendet werden können auch Gemische der verschiedenen oben angegebenen
organischen Lösungsmittel.
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Erfindungsgemäß verwendbare Percarbonsäuren sind beispielsweise Perpropionsäure,
Perbuttersäure und Perisobuttersäure. Bevorzugt verwendet werden Perpropionsäure
und Perisobuttersäure. Besonders bevorzugt ist Perpropionsäure. Diese Percarbonsäuren,
gelöst in einem der genannten organischen Lösungsmittel, können z.B. nach dem in
der DE-OS 2 262 970 beschriebenen Verfahren hergestellt werden, bei dem wäßriges
Wasserstoffperoxid mit der entsprechenden Carbonsäure in Gegenwart von Schwefelsäure
umgesetzt und anschließend die entstandene Percarbonsäure mit dem organischen Lösungsmittel
aus dem Reaktionsgemisch extrahiert wird.
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Gegebenenfalls kann die so erhaltene Percarbonsäurelösung in dem organischen
Lösungsmittel noch weiter gereinigt werden, insbesondere um den Gehalt an Wasser,
Wasserstoffperoxid und Schwefelsäure zu erniedrigen.
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Die Lösungen, die organisches Lösungsmittel und Percarbonsäure enthalten,
können beispielsweise 10 bis 30 Gew.-% der jeweiligen Percarbonsäure, bezogen auf
die Lösung, enthalten. Die Alkene können als solche oder ebenfalls gelöst in einem
oder mehreren der vorstehend genannten Lösungsmittel eingesetzt werden, wobei beliebig
konzentrierte Lösungen der Alkene zum Einsatz gelangen können. Vorzugsweise werden
die Alkene als solche eingesetzt und organische Lösungs-
mittel
nur in Form der Percarbonsäurelösung zugegeben.
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Das Molverhältnis von eingesetztem Alken zu eingesetzter Percarbonsäure
beträgt erfindungsgemäß 1,5:1 bis 5:1. Bevorzugt ist ein Molverhältnis von 1,5:1
bis 4:1. Besonders bevorzugt werden pro Mol Percarbonsäure 1,5 bis 3 Mol Alken eingesetzt.
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Der Wassergehalt der verwendeten Percarbonsäurelösung soll im allgemeinen
möglichst niedrig sein. Wassermengen bis 5 Gew.-% in der Percarbonsäurelösung sind
im allgemeinen nicht störend. Insbesondere geeignet sind beispielsweise Percarbonsäurelösungen
mit einem Wassergehalt von bis zu 2 Gew.-%. Vorzugsweise verwendet man Percarbonsäurelösungen,
die weniger als 1 Gew.-% Wasser enthalten. Besonders bevorzugt ist ein Wassergehalt
von weniger als 0,1 Gew.-%.
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Der Wasserstoffperoxidgehalt der verwendeten Percarbonsäurelösung
soll im allgemeinen ebenfalls möglichst niedrig sein. Er kann bis zu 0,5 Gew.-%,
bezogen auf die Percarbonsäurelösungr betragen. Vorteilhaft arbeitet man bei einem
Gehalt von weniger als 0,35 Gew.-%. Besonders vorteilhaft ist es. die Umsetzung
mit einer Percarbonsäurelösung durchzuführen, die einen Wasserstoffperoxidgehalt
unterhalb 0,2 Gew.-% aufweist.
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Der Mineralsäuregehalt der verwendeten Percarbonsäurelösung soll auch
möglichst niedrig sein und unterhalb 50 ppm liegen. Besonders vorteilhaft ist
ein
Mineralsäuregehalt von weniger als 10 ppm.
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In die erfindungsgemäße Umsetzung einsetzbare Alkene sind beispielsweise
Decen-1, Undecen-1, Dodecen-1, Tridecen-1, Tetradecen-1, Pentadecen-1, Hexadecen-1,
Heptadecen-1, Octadecen-1, Nonadecen-1 und Eikosen-1.
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Im allgemeinen sind von diesen Alkenen diejenigen, die eine gerade
Anzahl Kohlenstoffatome enthalten besser zugänglich. Vorzugsweise wird deshalb Decen-1,
Dodecen-1, Tetradecen-1, Hexadecen-1, Octadecen-1 oder Eikosen-1 eingesetzt.
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Da das erfindungsgemäße Verfahren davon ausgeht, daß das eingesetzte
Alken höher siedet als die aus der eingesetzten Percarbonsäure entstehende Carbonsäure,
kann im Falle des Einsatzes von Decen-1, Undecen-1 oder Dodecen-1 nur Perpropionsäure
als Percarbonsäure eingesetzt werden. Falls höhere Alkene, d.h. solche mit 13 bis
20 C-Atomen eingesetzt werden, kann eine beliebige Percarbonsäure mit 3 oder 4 C-Atomen
eingesetzt werden.
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Die erfindungsgemäße Umsetzung wird in dem Temperaturbereich von 40
bis 900C durchgeführt. Bevorzugt arbeitet man bei 45 bis 80°C, besonders bevorzugt
bei 50 bis 750C. In Sonderfällen können die angegebenen Temperaturen auch unter-
oder überschritten werden.
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Die erfindungsgemäße Umsetzung kann bei den verschiedensten Drucken
durchgeführt werden. Im allgemeinen arbeitet man bei Normaldruck. Das Verfahren
kann
jedoch auch bei Unter- oder ueberdruck durchgeführt werden.
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Die Durchführung der erfindungsgemäßen Umsetzung kann diskontinuierlich
oder kontinuierlich in den für Umsetzungen dieser Art üblichen Vorrichtungen, wie
Rührwerkskesseln, Siedereaktoren, Röhrenreaktoren, Schlaufenreaktoren oder Schleifenreaktoren,
erfolgen.
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Als Werkstoffe für die Reaktionsapparate zur Durchführung der erfindungsgemäßen
Umsetzung können beispielsweise Glas, Edelstähle oder emailliertes Material verwendet
werden.
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Schwermetallionen im Reaktionsgemisch katalysieren die Zersetzung
von Percarbonsäuren. Es ist deshalb vorteilhaft, der Percarbonsäurelösung Substanzen
zuzusetzen, die Schwermetallionen durch Komplexbildung inaktivieren können. Substanzen
solcher Art sind beispielsweise Gluconsäure, Ethylendiamintetraessigsäure, Natriumsilikat,
Natriumpyrophosphat, Natriumhexametaphosphat, Dinatriumdimethylpyrophosphat oder
Na5 (2-Ethyl-hexyl)5(P3O10)2 (vgl. DE-AS 1 056 596, Spalte 4, Zeilen 60 ff).
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Die Reaktionswärme kann auf beliebige Weise abgeführt werden, beispielsweise
durch innen- oder außenliegende Kühler. Zur Ableitung der Reaktionswärme kann die
Umsetzung auch unter Rückfluß (z.B. in Siedereaktoren) durchgeführt werden.
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Das Alken und die Percarbonsäurelösung können auf beliebige Weise
zusammengebracht werden. Beispielsweise kann man beide Komponenten gleichzeitig
oder nacheinander in beliebiger Reihenfolge in das Reaktionsgefäß einbringen. Bei
diskontinuierlicher Arbeitsweise wird vorzugsweise das Alken vorgelegt und dann
die Percarbonsäurelösung zugegeben. Die Reaktionstemperatur kann dabei vor oder
nach der Zugabe der Percarbonsäurelösung eingestellt werden. Bei kontinuierlicher
Arbeitsweise kann man die beiden Komponenten gemeinsam oder getrennt dem Reaktor
zuführen. Bei Verwendung mehrerer Reaktoren, die beispielsweise als Kaskade hintereinander
geschaltet sein können, kann es vorteilhaft sein, das Alken nur in den ersten Reaktor
einzubringen. Man kann die Alkenzugabe jedoch auch auf mehrere Reaktoren verteilen.
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Die nach Durchführung der erfindungsgemäßen Umsetzung erhaltenen Reaktionsgemische
enthalten im allgemeinen das verwendete organische Lösungsmittel, die aus der Percarbonsäure
entstandene Carbonsäure, das gebildete Alkyloxiran und nicht-umgesetztes Alken sowie
gegebenenfalls geringe Mengen von hochsiedenden Nebenprodukten.
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Die erfindungsgemäße Isolierung der gebildeten Alkyloxirane erfolgt
durch destillative Auftrennung des Reaktionsgemisches in seine Komponenten. Diese
destillative Auftrennung kann beispielsweise gemäß einer der folgenden Varianten
durchgeführt werden:
Variante 1 (diskontinuierlich) Hierbei werden
die einzelnen Komponenten in der Reihenfolge ihrer Siedepunkte fraktioniert destilliert,
wobei nacheinander Fraktionen erhalten werden, die im wesentlichen das verwendete
Lösungsmittel, die aus der Percarbonsäure entstandene Carbonsäure, nichtumgesetztes
Alken und das gebildete Alkyloxiran enthalten. Das abgetrennte, nicht-umgesetzte
Alken wird mit soviel Frisch-Alken versetzt, wie bei der Umsetzung von Alken mit
der Percarbonsäure verbraucht worden ist, und in die Umsetzung mit Percarbonsäure
zurückgeführt. Das abgetrennte Lösungsmittel und die abgetrennte Carbonsäure können
zur Herstellung der erfindungsgemäß einzusetzenden Percarbonsäurelösung eingesetzt
werden.
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Variante 2 (kontinuierlich) Das Reaktionsgemisch wird in eine erste
Destillationseinheit gegeben, in der das Lösungsmittel als Kopfprodukt gewonnen
wird. Das Sumpfprodukt wird in eine zweite Destillationseinheit gegeben, in der
die aus der Percarbonsäure entstandene Carbonsäure als Kopfprodukt gewonnen wird.
Das Sumpfprodukt wird in eine dritte Destillationseinheit gegeben, in der nichtumgesetztes
Alken als Kopfprodukt gewonnen und, nach Hinzufügen von soviel Frisch-Alken, wie
bei der Umsetzung von Alken mit der Percarbonsäure verbraucht worden ist, in die
Umsetzung mit Percarbonsäure zurückgeführt wird. Das Sumpfprodukt der dritten Destillationseinheit
wird
in eine vierte Destillationseinheit gegeben, in der als Kopfprodukt das gebildete
Alkyloxiran und als Sumpfprodukt geringe Mengen hochsiedender Nebenprodukte erhalten
werden. Auch hierbei kann das abgetrennte Lösungsmittel und die abgetrennte Carbonsäure
zur Herstellung der erfindungsgemäß einzusetzenden Percarbonsäurelösung eingesetzt
werden.
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Variante 3 (kontinuierlich) Das Reaktionsgemisch wird einer ersten
Destillationseinheit zugeführt, in der als Kopfprodukt ein Gemisch enthaltend das
Lösungsmittel und die aus der Percarbonsäure entstandene Carbonsäure und als Sumpfprodukt
ein Gemisch enthaltend unumgesetztes Alken und gebildetes Alkyloxiran gewonnen wird.
Das Sumpfprodukt der ersten Destillationseinheit wird einer zweiten Destillationseinheit
zugeführt, in der das unumgesetzte Alken als Kopfprodukt und das gebildete Alkyloxiran
als Sumpfprodukt erhalten wird. Das Sumpfprodukt der zweiten Destillationseinheit
wird einer dritten Destillationseinheit zugeführt, in der das gebildete Alkyloxiran
als Kopfprodukt und geringe Mengen hochsiedender Nebenprodukte als Sumpfprodukt
erhalten werden. Das Kopfprodukt der ersten Destillationseinheit wird einer vierten
Destillationseinheit zugeführt, in der das Lösungsmittel als Kopfprodukt und die
aus der Percarbonsäure entstandene Carbonsäure als Sumpfprodukt erhalten wird. Das
Sumpfprodukt der vierten Destillationseinheit kann gegebenenfalls in einer fünften
Destillationseinheit gereinigt
werden. Das abgetrennte, nicht-umgesetzte
Alken wird nach Zugabe einer Menge Frisch-Alken, die der in der Umsetzung mit der
Percarbonsäure verbrauchten Menge Alken entspricht, in die Umsetzung mit der Percarbonsäure
zurückgeführt. Das abgetrennte Lösungsmittel und die abgetrennte und gegebenenfalls
gereinigte Carbonsäure können zur Herstellung der erfindungsgemäß einzusetzenden
Percarbonsäurelösung eingesetzt werden.
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Variante 4 (kontinuierlich) Das Reaktionsgemisch wird einer ersten
Destillationseinheit zugeführt, in der als Kopfprodukt ein Gemisch enthaltend das
Lösungsmittel, die aus der Percarbonsäure entstandene Carbonsäure und ganz oder
teilweise das nicht-umgesetzte Alken und ein Sumpfprodukt, enthaltend das gebildete
Oxiran und gegebenenfalls restliches unumgesetztes Alken, gewonnen wird. Wenn das
Sumpfprodukt der ersten Destillationseinheit Alken enthält, wird dieses Sumpfprodukt
einer zweiten Destillationseinheit zugeführt, in der als Kopfprodukt das nicht-umgesetzte
Alken gewonnen wird. Wenn das Sumpfprodukt der ersten Destillationseinheit kein
Alken enthält, entfällt die zweite Destillationseinheit. In einer dritten Destillationseinheit
wird entweder Alken-freies Sumpfprodukt der ersten Destillationseinheit oder das
Sumpfprodukt der zweiten Destillationseinheit aufgetrennt in das gebildete Alkyloxiran
als Kopfprodukt und geringe Mengen hochsiedender Nebenprodukte als Sumpfprodukt.
In einer vierten Destillationseinheit wird das Kopfprodukt
der
ersten Destillationseinheit aufgetrennt in ein Kopfprodukt, welches das Lösungsmittel
enthält, und in ein Sumpfprodukt, das die Carbonsäure und nicht-umgesetztes Alken
enthält. In einer fünften Destillationseinheit wird das Sumpfprodukt der vierten
Destillationseinheit getrennt, wobei die Carbonsäure als Kopfprodukt und nicht-umgesetztes
Alken als Sumpfprodukt erhalten wird.
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Sofern die zweite Destillationseinheit vorhanden ist, wird das Sumpfprodukt
der fünften Destillationseinheit in die zweite Destillationseinheit zurückgeführt.
Falls die zweite Destillationseinheit nicht vorhanden ist, wird das gesamte unumgesetzte
Alken als Sumpfprodukt der fünften Destillationseinheit erhalten und kann gegebenenfalls
durch nochmalige Verdampfung oder Destillation gereinigt werden. Das entweder als
Kopfprodukt der zweiten oder als Sumpfprodukt der fünften Destillationseinheit anfallende
und gegebenenfalls weiter gereinigte nicht-umgesetzte Alken wird mit soviel Frisch-Alken
versetzt, wie in der Umsetzung mit der Percarbonsäure verbraucht wurde, und in die
Umsetzung mit der Percarbonsäure zurückgeführt. Das abgetrennte Lösungsmittel und
die abgetrennte Carbonsäure kann zur Herstellung der erfindungsgemäß einzusetzenden
Percarbonsäurelösung eingesetzt werden.
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Bei der erfindungsgemäßen destillativen Aufarbeitung des Reaktionsgemisches
werden vorzugsweise Verdampfer eingesetzt, die kurze Verweilzeiten und eine Verdampfung
mit geringer thermischer Belastung gestatten, beispielsweise Fallstromverdampfer
oder Dünnschicht-
verdampfer. Die erfindungsgemäße destillative
Aufarbeitung wird vorzugsweise unter vermindertem Druck durchgeführt, insbesondere
in denjenigen Teilen, in denen relativ hochsiedende Komponenten, beispielsweise
Carbonsäure, nicht-umgesetztes Alken oder gebildetes Alkyloxiran als Kopfprodukte
anfallen. Beispielsweise können dabei Drucke im Bereich 0,1 bis 500 mbar angewendet
werden. Solche Teile, in denen das Lösungsmittel als Kopfprodukt anfällt, können
ohne Probleme auch bei Normaldruck betrieben werden oder auch bei nur mäßig erniedrigten
Drucken, beispielsweise bei 100 bis 600 mbar.
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Es kann vorteilhaft sein, dem Reaktionsgemisch vor oder während der
Aufarbeitung, insbesondere bei destillativer Aufarbeitung, Stabilisatoren zuzusetzen,
welche die Bildung von Hochsiedern und Polymerisaten verhindern.
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Das erfindungsgemäße Verfahren hat eine Reihe von überraschenden Vorteilen.
So ist es mit diesem Verfahren möglich, nach der sogenannten Prileschajew-Reaktion
in technischem Maßstab Alkyloxirane in hohen Ausbeuten, in hoher Reinheit, wirtschaftlich
und ohne Bildung umweltbelastender Salzabwässer herzustellen.
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Auch bei isothermer Temperaturführung der Umsetzung von Alken mit
Percarbonsäure gelingt es erfindungsgemäß, Alkyloxirane in hohen Ausbeuten und Selektivitäten
zu erhalten, obwohl gemäß der DE-AS 1 230 005 bei derartigen Reaktionen ein kompliziertes
Temperaturführungsprogramm erforderlich ist. Erfindungs-
gemäß
sind nur kurze Reaktionszeiten erforderlich, die für eine technische Anwendung sehr
vorteilhaft sind.
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Bisher wurde die destillative Trennung Alken/Alkyloxiran vermieden,
die relativ hohe Temperaturen erfordert, indem man nicht das Alken, sondern die
Percarbonsäure im Uberschuß einsetzte und somit ein Alkenfreies Reaktionsgemisch
erhielt, in dem dann allerdings in unwirtschaftlicher und sicherheitstechnisch nicht
unbedenklicher Weise überschüssige Percarbonsäure zu zerstören war. Weiterhin ist
es überraschend, daß erfindungsgemäß ein Carbonsäure und Alkyloxiran enthaltendes
Gemisch destillativ aufgearbeitet werden kann, denn der Fachmann erwartet dabei
Nebenreaktionen (s. S.N.Lewis in R.L. Augustin a.a.O.).
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Bisher wurde stets Säure aus dem Epoxid durch Waschen mit Wasser entfernt,
was jedoch zu umweltbelastenden Abwässern führte. Schließlich ist es erfindungsgemäß
möglich, ohne umweltbelastende Abwässer zu erhalten, alle bei der Aufarbeitung anfallenden
Ströme, soweit es sich nicht um das hergestellte Alkyloxiran und geringe Mengen
hochsiedender Nebenprodukte handelt, wieder zu verwenden.
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Beispiele Beispiel 1 896 g (4 Mol) Hexadecen-1 wurden in einem 4 1
Dreihalskolben, der mit einem KPG-Rührer, einem Rückflußkühler und einem Tropftrichter
versehen war, vorgelegt und auf 600C erwärmt. Unter Rühren tropfte man 900 g (2
Mol) einer 20 gew.-%igen Lösung von Perpropionsäure in Benzol, die weniger als 0,1
Gew.-% Wasser, weniger als 0,2 Gew.-% Wasserstoffperoxid und weniger als 10 ppm
Schwefelsäure enthielt, so schnell zu, daß die Temperatur bei 600C gehalten werden
konnte. Anschließend ließ man bei 600C noch 2 Stunden nachrühren. Dann zeigte die
titrimetrische Analyse nach der Natriumthiosulfat-Methode einen Percarbonsäure-Umsatz
von 99 % an. Gemäß gaschromatographischer Analyse ist das Tetradecyloxiran mit einer
Selektivität von 94,6 %, bezogen auf umgesetztes Hexadecen-1, gebildet worden.
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Zur Aufarbeitung des Reaktionsgemisches wurde der Tropftrichter durch
eine 30 cm Füllkörperkolonne ersetzt, die mit 4 mm Raschigringen aus Glas gefüllt
war, und bei einem Druck von 195 mbar wurde Benzol bei einer Kopftemperatur von
350C abdestilliert.
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Anschließend wurde das Vakuum auf 20 mbar erniedrigt und Propionsäure
wurde bei einer Kopftemperatur von 460C als Kopfprodukt erhalten. Bei einem Druck
von 7 mbar wurde dann das überschüssige Hexadecen-1 bei einer Kopftemperatur von
128"C abdestilliert. Nach
Zusatz der in der Reaktion verbrauchten
Menge Hexadecen-1 wurde das so abgetrennte Hexadecen-1 im nächsten Reaktionsansatz
wieder verwendet. In der Destillationskolonne wurde anschließend der Druck auf 0,6
mbar erniedrigt, wobei Tetradecyloxiran bei einer Kopftemperatur von 1310C in reiner
Form erhalten wurde.
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Beispiel 2 In einer dreistufigen Kesselkaskade, die aus 3 Glasgefäßen
mit jeweils 1 1 Inhalt bestand, wurden über getrennte Leitungen in den ersten Kessel
stündlich 392 g (2 Mol) Tetradecen-1 und 437 g (1 Mol) einer 20,6 %igen Lösung von
Perpropionsäure in Benzol dosiert, welche die gleichen Spezifikationen aufwies wie
in Beispiel 1 angegeben. Bei einer Reaktionstemperatur von 600C resultierte im dritten
Kessel der Kaskade ein Percarbonsäureumsatz von 99,4 %. Dodecyloxiran wurde mit
einer Selektivität von 95,4 % gebildet, bezogen auf umgesetztes Olefin.
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Das die Kaskade verlassende Reaktionsgemisch wurde in eine Destillationskolonne
geleitet, in der bei einem Druck von 200 mbar Benzol und Propionsäure als gemeinsames
Kopfprodukt erhalten wurden. Dieses Kopfprodukt wurde anschließend in einer weiteren
Destillationskolonne getrennt. Das so erhaltene Benzol und die so erhaltene Propionsäure
wurden wieder zur Herstellung der Perpropionsäurelösung verwendet. Aus dem Sumpfprodukt
der ersten Kolonne wurde in einer weiteren Destillationskolonne bei einem Druck
von
20 mbar und einer Kopftemperatur von 1250C das nichtumgesetzte
Tetradecen-1 erhalten. Es wurde nach Zusatz der Menge an Tetradecen-1, die durch
die Reaktion verbraucht worden war, in den ersten Kessel der Reaktionskaskade zur
erneuten Umsetzung mit Perpropionsäurelösung zurückgeführt. Aus dem Sumpfprodukt
dieser Kolonne wurde anschließend in einer weiteren Destillationskolonne Dodecyloxiran
bei einem Druck von 8 mbar und einer Kopftemperatur von 1340C in einer Menge von
191 g pro Stunde als Kopfprodukt erhalten.
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Beispiel 3 504 g (3 Mol) Dodecen-1 und 459,2 g einer 19,6 gew.-%igen
Lösung von Perpropionsäure in Benzol, welche die gleiche Spezifikation hatte wie
in Beispiel 1 angegeben, wurden bei einer Reaktionstemperatur von 500C stündlich
in den ersten Kessel einer vierstufigen Kesselkaskade eingeleitet, die aus Glasgefäßen
mit einem Gesamtvolumen von 3 1 bestand. Dabei wurde im vierten Kessel ein Percarbonsäureumsatz
von 99,6 % erhalten.
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Decyloxiran ist nach gaschromatographischer Analyse mit einer Selektivität
von 96,1 %, bezogen auf umgesetztes Olefin, gebildet worden.
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Das die Kaskade verlassende Reaktionsgemisch wurde in einer ersten
Destillationskolonne bei einem Druck von 200 mbar in ein Kopfprodukt, bestehend
aus Benzol, Propionsäure und etwa 40 % des nicht-umgesetzten Dodecen-1 und in ein
Sumpfprodukt aufgetrennt, in dem der Rest nicht-umgesetztes Dodecen-1, Decyloxiran
und
kleine Mengen an höhersiedenden Produkten enthalten waren. In einer zweiten Destillationskolonne
wurde aus dem Kopfprodukt der ersten Kolonne Benzol bei einem Druck von 260 mbar
und einer Kopftemperatur von 430C abdestilliert. Das Sumpfgemisch der zweiten Kolonne
wurde in einer dritten Kolonne bei einem Druck von 66 mbar und einer Kopftemperatur
von 710C in ein Kopfprodukt, bestehend aus Propionsäure und in ein Sumpfprodukt,
bestehend aus Dodecen-1, aufgetrennt.
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Das Sumpfprodukt dieser Kolonne wurde mit dem Sumpfprodukt der ersten
Kolonne vereinigt und in einer vierten Kolonne wurde bei einem Druck von 13 mbar
und einer Kopftemperatur von 890C das nicht-umgesetzte Dodecen-1 erhalten, das nach
Zugabe der Menge an Frisch-Dodecen-1, die durch die Reaktion verbraucht worden war,
in den ersten Kessel der Reaktionskaskade zurückgeführt wurde. Aus dem Sumpfprodukt
der vierten Kolonne wurde Decyloxiran in einer fünften Kolonne bei einem Druck von
2 mbar und einer Kopftemperatur von 840C in einer Menge von 169 g pro Stunde als
Kopfprodukt erhalten.
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Beispiel 4 In entsprechender Weise wie in Beispiel 2 beschrieben wurden
280 g (2 Mol) Decen-1 bei einer Reaktionstemperatur von 600C mit 22 gew.-%iger benzolischer
Perpropionsäurelösung bei einem Molverhältnis von Decen-1 zu Perpropionsäure von
2:1 umgesetzt. Die verwendete Perpropionsäurelösung wies die gleiche Spezifikation
auf
wie in Beispiel 1 angegeben. Im dritten Kessel der Kaskade resultierte ein Percarbonsäure-Umsatz
bei einer mittleren Verweilzeit von 3 Stunden von 99 %. Octyloxiran wurde mit einer
Selektivität von 95 %, bezogen auf umgesetztes Decen-1, gebildet.
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Das die Kaskade verlassende Reaktionsgemisch wurde in einer ersten
Destillationskolonne bei einem Druck von 200 mbar in ein Kopfprodukt, bestehend
aus Benzol, Propionsäure und dem nicht-umgesetzten Decen-1 und in ein Sumpfprodukt
auf getrennt, in dem Octyloxiran und kleine Mengen an höhersiedenden Produkten enthalten
waren. Aus dem Kopfprodukt dieser Kolonne wurde in einer zweiten Destillationskolonne
Benzol und in einer dritten Destillationskolonne Propionsäure jeweils als Kopfprodukt
erhalten. Das in der dritten Destillationskolonne als Sumpfprodukt erhaltene Decen-1
wurde nach Zugabe der Menge an Decen-1, die durch die Reaktion verbraucht worden
war, in den ersten Kessel der Reaktionskaskade zurückgeführt. Aus dem Sumpfprodukt
der ersten Kolonne wurde in einer vierten Kolonne bei einem Druck von 13 mbar und
einer Kopftemperatur von 900C Octyloxiran als Kopfprodukt in einer Menge von 142
g pro Stunde erhalten.