DE3009574C2 - - Google Patents
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- G01H—MEASUREMENT OF MECHANICAL VIBRATIONS OR ULTRASONIC, SONIC OR INFRASONIC WAVES
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- General Physics & Mathematics (AREA)
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
Eine Vorrichtung dieser Art ist aus der Zeitschrift "Feingerätetechnik",
1975, Heft 8, Seiten 337 bis 341 bekannt. Dort wird eine Vorrichtung zur
Bestimmung der Schallgeschwindigkeit beschrieben, bei der ausgehend von
einem Startimpuls jeweils die Laufzeiten bis zum Auftreten des ersten
bzw. zweiten Rückwandechos digital gemessen werden. Aus der Differenz
der jeweils ermittelten Laufzeiten T 1 und T 2 läßt sich bei bekannter
Materialstärke die Schallgeschwindigkeit berechnen. Zur Ausblendung der
zu messenden Echos ist eine über dem ganzen zu erfassenden Bereich
verschiebbare Blendenschaltung vorgesehen.
Beim praktischen Durchführen des Meßvorganges unter Verwendung der vorbekannten
Vorrichtung müssen die Videosignale der beiden Rückwandechos
immer auf gleiche Echoamplitude eingestellt werden. Sie müssen zudem mit
Sicherheit über der Ansprechschwelle liegen. Dies erfordert Justiervorgänge.
Daneben sind aus den deutschen Offenlegungsschriften 19 53 567 und 23 29 826
Verfahren zur Messung der Schallgeschwindigkeit mit Hilfe von Impuls/Echo-US-Handprüfgeräten
für das Tauchtechnikverfahren bekannt.
Hierbei sind jedoch relativ aufwendige Justiervorgänge erforderlich.
Außerdem werden nur zum Teil Änderungen der Vorlauflänge des verwendeten
Prüfkopfes berücksichtigt, wodurch die gemessenen Schallgeschwindigkeiten
bei Verwendung älterer Prüfköpfe relativ ungenau sind. Sofern Änderungen
der Vorlauflänge des jeweiligen Prüfkopfes durch entsprechende
Justiervorgänge berücksichtigt werden können, erhält aber der Prüfer
über die Änderung der Vorlauflänge selbst keine Angaben.
Ausgehend von der Vorrichtung der eingangs genannten Art liegt der
Erfindung die Aufgabe zugrunde, diese Vorrichtung dahingehend weiterzubilden,
daß es möglich ist, die Schallgeschwindigkeit ohne aufwendige
Justiervorgänge in einem Prüfstück vorgegebener Dicke automatisch zu
ermitteln.
Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des
Patentanspruchs 1.
Aus der DE-OS 27 49 514 ist zwar ein Verstärker mit schaltbarer Verstärkung
bekannt, dessen Verstärkungsfaktor über eine Schwellenwertschaltung
und einen diesem nachgeordneten Steuerschaltkreis eingestellt
wird, dieser vorbekannte Verstärker arbeitet jedoch weder mit schaltbaren
Abschwächern noch ist er dafür ausgelegt, daß ein periodisch wiederkehrendes
Signal wie das Rückwandecho ausgehend von einem Bezugswert
schrittweise solange verstärkt wird, bis der Schwellwert der Schwellenwertschaltung
überstiegen wird. Der vorbekannte Verstärker ist für die
Verstärkung seismischer Schallwellen bestimmt, die im allgemeinen nicht
periodisch, sondern wiederholungsfrei auftreten. Sein Verstärkungsfaktor
wird erniedrigt, wenn das Ausgangssignal den eingestellten Schwellenwert
übersteigt.
Der Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung besteht vor allem darin,
daß mittels der Vorrichtung die einzelnen Abläufe auf einfache Weise
automatisch mit Hilfe des Mikroprozessors steuerbar sind. Der Verstärker
wird mittels schaltbarer Abschwächer dadurch programmierbar, d. h. in
seiner Verstärkung einstellbar, daß der Mikroprozessor die schaltbaren
Abschwächer derart steuert, daß die Verstärkung solange schrittweise
erhöht wird, bis das Signal der Rückwandechos den Schwellwert der
Schwellenwertschaltung übersteigt.
Die Erfindung wird im folgenden mit Hilfe von Zeichnungen und anhand
eines Ausführungsbeispieles erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 schematisch den zeitlichen Verlauf der Echos in einem fehlerfreien
Prüfstück;
Fig. 2a bis 2d die Echobilddarstellung nach Fig. 1 mit eingezeichneter
Blende, wie sie den einzelnen Arbeitsphasen entspricht;
Fig. 3 ein Blockschaltbild einer Vorrichtung zur Bestimmung der
Schallgeschwindigkeit;
Fig. 4 die Schaltung einer Laufzeitmeßeinrichtung, wie sie in der
Vorrichtung gemäß Fig. 3 benutzt wird;
Fig. 5 die Schaltung eines programmierbaren Verstärkers, der in der
Vorrichtung nach Fig. 3 verwendet wird, und
Fig. 6 die Schaltung einer programmierbaren Blende, die ebenfalls
in der Vorrichtung nach Fig. 3 verwendet wird.
In dem in Fig. 1 dargestellten Echodiagramm sind der Senderauslöseimpuls
mit SAP, das Überkoppelecho mit ÜE und die Rückwandechos mit RE bezeichnet.
Der Sendeimpuls, der zwischen dem SAP und dem ÜE liegt, wurde nicht
dargestellt, da ihm im Rahmen dieser Erfindung keine besondere Bedeutung
zukommt. Als Zeitbezugspunkt wird vielmehr die Vorderflanke des SAP
verwendet.
Die Laufzeiten, bzw. genauer die doppelten Laufzeiten der Schallimpulse
in der Prüfkopfvorlaufstrecke und in dem Prüfstück wurden mit T V und T M
bezeichnet. Wie aus Fig. 1 zu entnehmen ist, gelten folgende Beziehungen:
T M = T₂-T₁ (1)
T V = T₁-T M = 2T₁-T₂ (2)
T V = T₁-T M = 2T₁-T₂ (2)
Für die Schallgeschwindigkeit C M im Prüfstück ergibt sich mit
Gleichung (1)
und für die Prüfkopfvorlaufstrecke S V mit Gleichung (2)
wobei S MAT , die Dicke des Prüfstückes und C V , die Prüfkopfvorlaufschallgeschwindigkeit,
als bekannt vorausgesetzt werden.
Fig. 2a bis 2d zeigen nun, wie die zur Lösung der Gleichungen 3 und 4
wichtigen Zeiten T₁ und T₂ ermittelt werden, damit
eine automatische Meßwerterfassung möglich ist. Wie in Fig. 2a dargestellt,
wird zunächst die Schwellwerthöhe S auf einen festen Bezugswert, z. B.
auf 80% der Bildschirmhöhe (sofern ein Gerät mit Bildschirm verwendet
wird) eingestellt. Die Verstärkung des Gerätes wird auf ihren minimalen
Wert eingestellt (0 dB). Anschließend wird die Blende so gesetzt, daß als
erstes Echo das 1. Rückwandecho in der Blende liegt. Dieses erfolgt
dadurch, daß der Blendenanfang, t BA , so gewählt wird, daß
gilt: t BA = (2/C₀) S MAT. Dabei ist C₀ eine willkürlich gewählte konstante
Schallgeschwindigkeit, die allerdings größer sein muß als die
zu messende Schallgeschwindigkeit C M. Denn für C₀<C M liegt der Blendenanfang
sicher vor dem 1. Rückwandecho. Die Blendenbreite, t BB, wählt man
so, daß folgende Beziehung erfüllt ist:
Wählt man daher t BB = 10 t BA, so liegt das 1. Rückwandecho sicher in der
Blende.
Nach der Blendensetzung wird die Verstärkung so lange erhöht, bis das
Maximum des 1. Rückwandechos die Schwelle erreicht (Koinzidenz).
Dann wird zur sicheren Koinzidenzbildung die Verstärkung um
weitere 2 dB erhöht und dann der Laufzeitwert T₁ mittels einer Laufzeitmeßeinrichtung
gemessen und dieser Wert gespeichert.
Der neue Blendenanfangswert t′ BA für das 2. Rückwandecho wird auf den
Wert
t′ BA = T₁ + t BA
festgesetzt. Dadurch ist gewährleistet, daß die Blende hinter dem
1. Rückwandecho und sicher vor dem 2. Rückwandecho liegt (Fig. 2c).
Die Blendenbreite t BB ist wiederum:
t BB = 10 t BA.
Nach Festlegung der Blende um das 2. Rückwandecho wird dann, wie oben
für das 1. Rückwandecho beschrieben, die Schwellwerthöhe mit dem 2.
Rückwandecho zur Koinzidenz gebracht und anschließend die Laufzeit T₂
gemessen und gespeichert.
Aus den Werten T₁, T₂, S M und C V ermittelt dann der Rechner mit Hilfe
der Gleichungen (3) und (4) die gesuchte Schallgeschwindigkeit C M und die
Prüfkopfvorlauflänge.
In Fig. 3 ist die entsprechende Vorrichtung wiedergegeben. Ein Mikroprozessor
1 steht über ein jeweils 8 Leitungen aufweisendes Steuer- und
Datenbus-System 2 mit einem programmierbaren Verstärker 3, einem Schwellwertgeber
4, einer Blendeneinheit 5, einer Laufzeitmeßeinrichtung 6
sowie einer Eingabe- und einer Ausgabeeinheit 7 und 8 in Verbindung. Ein
Taktgenerator 9 erzeugt die erforderlichen Taktimpulse. Der Sendeauslöseimpuls
SAP, der u. a. sowohl den Sender 10 als auch die Blendeneinheit
5 triggert, wird durch den Mikroprozessor 1 selbst erzeugt.
Ein durch den SAP ausgelöster Sendeimpuls gelangt an den Prüfkopf 11, der
seinerseits einen Schallimpuls in dem Prüfstück 12 erzeugt. Dieser Schallimpuls
wird an der Rückwand des Prüfstückes 12 reflektiert und gelangt
als Echo in den Prüfkopf 11. Das entsprechende elektrische Echosignal
wird dann über den programmierbaren Verstärker 3 einem Komparator 13 zugeführt
und mit dem vorgegebenen Schwellwert verglichen.
Der Ausgang des Komparators 13 ist mit einem der beiden Eingänge eines
UND-Gatters 14 verbunden. An dem jeweils anderen Eingang dieses Gatters liegt
das durch die Einheit 5 erzeugte Blendensignal. Am Ausgang des UND-Gatters
erhält man daher nur solche Ultraschall-Echosignale, die sowohl größer
als die vorgegebene Schwelle sind als auch zeitlich in der vorgegebenen
Blende liegen.
Dem UND-Gatter 14 ist ein Flip-Flop 15 nachgeschaltet; und zwar wird
das Flip-Flop von dem SAP-Impuls über den Set-Eingang gesetzt und von dem
koinzidierenden Echosignal zurückgesetzt. Am Q-Ausgang des Flip-Flop 15
erhält man daher einen Impuls, dessen Breite der Zeit zwischen Senderauslösung
(SAP) und Eintritt der Koinzidenz des Rückwandechos mit der
Blende entspricht. Dieser Impuls wird dann in der Laufzeitmeßeinrichtung
6 ausgezählt.
Wie Fig. 4 zeigt, wird der hinter dem Flip-Flop 15 (Fig. 3) erzeugte
Impuls mit der Taktfrequenz des Taktgenerators 9 mit Hilfe eines UND-Gatters
60 ausgezählt und mit dem entsprechenden Zählwert ein Zähler 61
gesetzt. Über die Parallelausgänge des Zählers 61 wird der digitale
Laufzeitwert auf einen Zwischenspeicher 62 übertragen. Dieser Speicherwert
kann dann mit Hilfe eines Decoders 63 von dem Mikroprozessor 1
(Fig. 3) abgerufen werden, da der Mikroprozessor mit dem Decoder 63 über
den Steuerbus und mit dem Zwischenspeicher über den Datenbus in Verbindung
steht. Die digitalen Laufzeitwerte werden dann von dem Mikroprozessor
in entsprechende Geschwindigkeits- bzw. Prüfkopfvorlaufstreckenwerte
gemäß Gleichung (3) und (4) umgerechnet und zur Anzeige
gebracht.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel handelt es sich um einen 16 Bit Zähler 61,
so daß 16 Leitungen mit dem Zwischenspeicher verbunden sind. Da der Datenbus
nur 8 Leitungen besitzt, muß die gespeicherte Information jeweils
nacheinander in zwei 8-Bit Datenworten in den Mikroprozessor übertragen
werden.
Der Decoder 63 sorgt dafür, daß der Zähler 61 und ein mit dem Überlaufausgang
Ü des Zählers verbundenes Flip-Flop 64 vor jedem Meßvorgang
zurückgesetzt werden. Das Flip-Flop 64 erzeugt beim Überlaufen des
Zählers 61 einen Überlauf-Impuls, der dann dem Mikroprozessor meldet,
daß das aktuelle Meßergebnis ungültig ist (keine Koinzidenz).
In Fig. 5 ist ein programmierbarer Verstärker dargestellt, der sich
besonders bewährt hat. Er besteht im wesentlichen aus zwei Verstärkern
33 und 34 mit festen Verstärkungsfaktoren (20 dB), einem umschaltbaren
Vorverstärker 35, dessen Verstärkungsfaktor 0 oder 40 dB beträgt, sowie
zwischengeschalteten programmierbaren Abschwächern 36 mit 3 Stufen zu
je -10 dB und 37 mit 9 Stufen zu je -1 dB. Die Abschwächerstufen in
36 und 37 und der Vorverstärker 35 können einzeln oder parallel mit
Hilfe nicht dargestellter Schalter geschaltet werden. Jeder elektronische
Schalter ist über eine Leitung ansteuerbar, die mit einem Zwischenspeicher 31
verbunden ist. In dem Zwischenspeicher 31 werden die Schalterstellungen
in Form von Bit-Werten gespeichert, die durch den Mikroprozessor 1 (Fig. 3)
vorgegeben werden (da im vorliegendem Ausführungsbeispiel ein aus 8-Leitungen
gestehender Datenbus verwendet wird, müssen zwei aufeinanderfolgende
8-Bit Datenwörter eingelesen und decodiert werden). Das Einlesen
und Löschen dieser Speicherwerte erfolgt mit Hilfe eines Decoders 32.
Während der Schwellwertgeber 4 im wesentlichen nur aus einem D/A-Wandler
besteht, der die von dem µP ankommenden digitalen Schwellwertsignale in
analoge Spannungen wandelt und daher nicht extra dargestellt wurde, zeigt
Fig. 6 die Blendeneinheit 5. Der von dem Mikroprozessor 1 (Fig. 3) kommende digitale
Blendenanfangswert wird über einen Zwischenspeicher 50 in einen Zähler 51
übertragen. Anschließend wird in dem Zwischenspeicher 50 der Blendenbreitenwert
gespeichert und steht übernahmebereit an dem Binärzähler 51.
Gelangt nun ein neuer SAP-Impuls an das Flip-Flop 52, so wird dieses gesetzt
und über ein UND-Gatter 53 gelangen Taktimpulse an den Serieneingang
des Zählers 51. Der Inhalt des Zählers 51 wird mit der Taktfrequenz
des Taktgenerators 9 (Fig. 3) ausgezählt. Nach dem Abzählen des Blendenanfangswertes entsteht am Zählerausgang ein erster Impuls I₁, der ein
Jk-Flip-Flop 54 setzt. Der Impuls I₁ wird gleichzeitig an die Load-Eingänge
des Zählers 51 geführt und macht diesen aufnahmebereit, so daß der
Blendenbreitenwert in den Zähler übernommen und sofort abgezählt wird.
Nach dem Abzählen des Blendenbreitenwertes entsteht am Zählerausgang ein
Impuls I₂, der das Jk-Flip-Flop in die Ausgangslage zurückkippt.
Der eigentliche Meßvorgang läuft dann wie folgt ab:
Zunächst bestimmt der µP aus dem eingegebenen Prüfstückdickenwert S MAT Werte für den Blendenanfang und die Blendenbreite, indem der Blendenanfang t BA, wie bereits oben beschrieben, gleich 2/C₀ · S MAT und die Blendenbreite 10 t BA gesetzt wird. Der vorgegebene Wert C₀ kann beispielsweise für praktisch alle vorkommenden Meßfälle gleich 9999 m/s gesetzt werden. Anschließend wird der Verstärker 3 auf minimale Verstärkung gesetzt, der SAP ausgelöst und das Ultraschallecho auf Koinzidenz untersucht (d. h. mit dem fest vorgegebenen Schwellwert verglichen). Überschreitet das US-Echo den Schwellwert nicht (keine Koinzidenz) so wird der Verstärker um 1 dB inkrementiert und wiederum der SAP ausgelöst. Dieser Vorgang wiederholt sich solange bis Koinzidenz vorliegt. Anschließend wird die Verstärkung noch einmal um 2 dB erhöht und T₁ gemessen und gespeichert.
Zunächst bestimmt der µP aus dem eingegebenen Prüfstückdickenwert S MAT Werte für den Blendenanfang und die Blendenbreite, indem der Blendenanfang t BA, wie bereits oben beschrieben, gleich 2/C₀ · S MAT und die Blendenbreite 10 t BA gesetzt wird. Der vorgegebene Wert C₀ kann beispielsweise für praktisch alle vorkommenden Meßfälle gleich 9999 m/s gesetzt werden. Anschließend wird der Verstärker 3 auf minimale Verstärkung gesetzt, der SAP ausgelöst und das Ultraschallecho auf Koinzidenz untersucht (d. h. mit dem fest vorgegebenen Schwellwert verglichen). Überschreitet das US-Echo den Schwellwert nicht (keine Koinzidenz) so wird der Verstärker um 1 dB inkrementiert und wiederum der SAP ausgelöst. Dieser Vorgang wiederholt sich solange bis Koinzidenz vorliegt. Anschließend wird die Verstärkung noch einmal um 2 dB erhöht und T₁ gemessen und gespeichert.
Der Mikroprozessor ermittelt dann die neuen Blendenwerte für das
2. Rückwandecho, setzt den Verstärker auf 0 dB, erhöht dann wiederum
die Verstärkung schrittweise bis Koinzidenz vorliegt, ermittelt die
Laufzeit T₂ und berechnet die gesuchte Schallgeschwindigkeit C M und
die Prüfkopfvorlauflänge S V. Da die Berechnung der Vorlauflänge S V
sich auf eine Laufzeitmessung T₁ bezieht, die 2 dB unter der Spitze des
1. Rückwandechos vorgenommen wurde, ist der ermittelte Wert S V etwas zu
hoch (Flankenfehler). Man kann diesen Wert dadurch vorteilhafterweise
korrigieren, daß man eine zusätzliche Laufzeitmessung T₁′ ausführt,
wobei der Koinzidenzpunkt auf der Vorderflanke des 1. Rückwandechos
etwa bei 20 bis 40% der Leuchtschirmhöhe, bei Verwendung eines US-Meßgerätes
mit Bildschirm, liegt (der 2 dB Schwellenwert entspricht einer
Leuchtschirmbildhöhe von etwa 80%). Der dann berechnete Wert S V ergibt
sich aus Gleichung (4), wenn T₁ durch T₁′ ersetzt wird.
Bei US-Meßgeräten mit einem Bildschirm hat es sich ebenfalls als vorteilhaft
erwiesen, zur Kontrolle, ob zwischen den richtigen Echos gemessen
wurde, den Blendenbalken entsprechend dem vorgegebenen Wert S MAT vorzusetzen.
Unter Berücksichtigung der vorher bestimmten Werte für T₁ bzw. T₁′
und T₂ muß dann auf dem Bildschirm ein Monitorbalken erscheinen, der
zwischen dem 1. und 2. Rückwandecho liegt.
Claims (4)
1. Vorrichtung zur Bestimmung der Schallgeschwindigkeit C M in einem
Material vorgegebener Dicke S MAT durch Messung der Laufzeiten T 1 und
T 2 des ersten und zweiten Rückwandechos mit Hilfe eines in einem Takt
arbeitenden Impuls/Echo-Ultraschall-Handprüfgerätes, das sowohl einen
Empfangsverstärker mit einstellbarer Verstärkung sowie mindestens
eine diesem Verstärker nachgeschaltete Schwellenwert- und Blendenschaltung
zur Festlegung eines Meßerwartungsintervalls aufweist,
wobei zur Messung der Laufzeiten T 1 und T 2 jeweils als Laufzeitende
ein Schnittpunkt der in die Meßerwartungsbereiche der Breite t BB
fallenden Rückwandechos mit dem durch die Schwellenwertschaltung
erzeugten Schwellenwert verwendet wird, dadurch gekennzeichnet, daß
der Verstärker (3) ein programmierbarer Verstärker ist, der Abschwächer
(36, 37) aufweist, und daß ein Mikroprozessor (1) die schaltbaren
Abschwächer (36, 37) des Verstärkers (3) in dem Takt derart
steuert, daß das Rückwandecho ausgehend von einem Bezugswert (0 dB)
solange verstärkt wird, bis es den Schwellenwert der Schwellenwertschaltung
übersteigt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1 mit einer Laufzeitmeßeinrichtung (6),
dadurch gekennzeichnet, daß außer dem Verstärker (3) auch die
Schwellenwert-, die Blendenschaltung (4, 5) und die Laufzeitmeßeinrichtung
(6) von dem Mikroprozessor (1) gesteuert sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Verstärker
(3) einen Verstärker mit festem Verstärkungsfaktor und einen
Spannungsteiler mit durch Schalter umschaltbaren Widerständen aufweist
und daß jeder dieser Schalter durch eine Leitung mit einem
Zwischenspeicher (31) verbunden ist, der sowohl über einen Datenbus
als auch über einen Decoderbaustein (32) und einen Steuerbus mit dem
Mikroprozessor (1) in Verbindung steht.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Laufzeitmeßeinrichtung
(6) ein Und-Gatter (60) und einen diesem nachgeschalteten
Zähler (61) aufweist, und daß der Überlaufausgang des
Zählers (61) mit einem Flip-Flop (64) und die Parallel-Ausgänge des
Zählers mit einem Zwischenspeicher (62) verbunden sind, der sowohl
über den Datenbus als auch über einen Decoderbaustein (63) und den
Steuerbus mit dem Mikroprozessor (1) in Verbindung steht.
Priority Applications (2)
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DE19803009574 DE3009574A1 (de) | 1980-03-13 | 1980-03-13 | Verfahren und vorrichtung zur bestimmung der schallgeschwindigkeit in einem material vorgegebener dicke |
US06/205,302 US4364114A (en) | 1980-03-13 | 1980-11-10 | Method and apparatus for determining the acoustic velocity of a workpiece |
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DE19803009574 DE3009574A1 (de) | 1980-03-13 | 1980-03-13 | Verfahren und vorrichtung zur bestimmung der schallgeschwindigkeit in einem material vorgegebener dicke |
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Publication number | Publication date |
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