DE2940263B2 - Verfahren zur gleichmäßigen, geschlossenen Oberflächenbeschichtung einzelner Körner von rieselfähigen Gütern und Vorrichtung zu seiner Durchführung - Google Patents
Verfahren zur gleichmäßigen, geschlossenen Oberflächenbeschichtung einzelner Körner von rieselfähigen Gütern und Vorrichtung zu seiner DurchführungInfo
- Publication number
- DE2940263B2 DE2940263B2 DE19792940263 DE2940263A DE2940263B2 DE 2940263 B2 DE2940263 B2 DE 2940263B2 DE 19792940263 DE19792940263 DE 19792940263 DE 2940263 A DE2940263 A DE 2940263A DE 2940263 B2 DE2940263 B2 DE 2940263B2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- coated
- container
- spray
- air
- goods
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01J—CHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
- B01J2/00—Processes or devices for granulating materials, e.g. fertilisers in general; Rendering particulate materials free flowing in general, e.g. making them hydrophobic
- B01J2/006—Coating of the granules without description of the process or the device by which the granules are obtained
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01J—CHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
- B01J13/00—Colloid chemistry, e.g. the production of colloidal materials or their solutions, not otherwise provided for; Making microcapsules or microballoons
- B01J13/02—Making microcapsules or microballoons
- B01J13/04—Making microcapsules or microballoons by physical processes, e.g. drying, spraying
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01J—CHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
- B01J2/00—Processes or devices for granulating materials, e.g. fertilisers in general; Rendering particulate materials free flowing in general, e.g. making them hydrophobic
- B01J2/16—Processes or devices for granulating materials, e.g. fertilisers in general; Rendering particulate materials free flowing in general, e.g. making them hydrophobic by suspending the powder material in a gas, e.g. in fluidised beds or as a falling curtain
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B05—SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
- B05B—SPRAYING APPARATUS; ATOMISING APPARATUS; NOZZLES
- B05B13/00—Machines or plants for applying liquids or other fluent materials to surfaces of objects or other work by spraying, not covered by groups B05B1/00 - B05B11/00
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Dispersion Chemistry (AREA)
- Glanulating (AREA)
- Medical Preparation Storing Or Oral Administration Devices (AREA)
- Application Of Or Painting With Fluid Materials (AREA)
- Fertilizers (AREA)
Description
Die Obel-flächenbeschichtung von körnigen Gütern
ist eine Aufgabe der Technik. Diese Beschichtung erfolgt im ^llgemeihen in rotierenden Behältern. Diese
haben den Nachteil erheblicher Reibung der zu beschichtenden Körner. Sofern keine ausreichende
Zwischentrocknun^ erfolgt, können Verklebungen zur Bildung von Agglomeraten und zur Verklumpung der
Masse führen.
Es ist auch die Beschichtung im Wirbelbett bekannt.
Dieses hat den erheblichen Nachteil, daß ein gleichmaßiges
Wirbelbett mit einheitlicher Volumenkonzentration nur schwierig einzuhalten ist Die Arbeitsweise
solcher Wirbelbetten führt deshalb oft zu Betriebsstörungen.
Ein weiterer Nachteil liegt in der Schwierigkeit, die einzusprühende Stoffmenge genau zu dosieren, um eine
gleichmäßige Verteilung auf dem zu beschichtenden Gut zu erreichen.
Es ist auch die einzuführende Luftmenge für die notwendige, rasche Antrocknung der eingesprühten
Feststoffe zu gering, so daß Verbackungen der zu beschichtenden Körner nicht zu vermeiden sind. Es
entstehen dadurch unerwünschte Granulate der zu beschichtenden Körner und somit auch kein gleichmäßiges,
beschichtetes GuL
Derartige Wirbelbetten sind auch nicht in Zonen unterschiedlicher Funktion eingeteilt, wie in eine
Kernzone und in eine Randzone. Es besteht vielmehr eine gleiche Druckverteilung im gesamten Wirbelquerschnitt.
Diese Nachteile werden für die Oberflächenbeschichtung körniger Güter nach dem Verfahren der Erfindung
mit der Vorrichtung zu seiner Durchführung vermieden.
Der Stand der Technik verwendet das »Wirbelbett« zur Granulation. Die DE-OS 17 92 752 betrifft ein
Verfahren zur fortlaufenden Herstellung von Agglomeraten. Das zu agglomerierende Gut soll in einer
Wirbelschicht durch Dampfschwaden aus Naßdampf fallen. Die Vorrichtung besteht aus einem zylindrischen
Rohr, welches durch eine Schleuse am unteren Ende abgeschlossen ist.
Weder diese andere Aufgabe noch diese geometrisch anders gestaltete Vorrichtung hat das Verfahren und die
Vorrichtung gemäß der Erfindung nahegelegt. Die DE-PS 23 41504 betrifft ein Verfahren zur Wirbelschichtsprühgranulation.
Es soll Luft über einen Siebboden eingeblasen und das mit einer eingedüsten Flüssigkeit gebildete Granulat durch Schlagarme mit
hoher Geschwindigkeit zerschlagen werden. Auch diese Vorrichtung verwendet einen zylindrischer. Wirbelraum
mit einheitlichem Druck. Auch dieser Stand der Technik hat von der Lehre der Erfindung weggeführt, da dieses
gerade keinen einheitlichen Druckraum, sondern Zonen verschiedenen Strömungsdruckes, verwendet.
Die DE-CS 23 61 998 macht ein Verfahren und sine Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von
Granulaten in der Wirbelschicht bekannt. Es soll die Granulatbildung in Teilvorgängen in Raumteilungselementen
in Form getrennter Zellen unter Aufwirbelung und Zerstäuben der fluiden Medien erfolgen. Dieser
Stand der Technik ist einen völlig anderen Weg gegangen, da die Teilvorgänge in getrennten Räumen
nacheinander erfolgen. Dieser Vorschlag gestattet gerade nicht, eine Beschichtung ohne eiwe Agglomeration
der Granulate durchzuführen.
Die DE-OS 24 15 586 betrifft ein Verfahren und Vorrichtung zur Sintergranulation und Wärmebehandlung
von Schüttgut in der Wirbelschicht. Die zylindrische Granuliervorrichtung soll einen Wirbelboden
verwenden, dessen öffnungen für die Erzeugung der Wirbelschicht den Durchgang des Granulats gestatten.
Es soll dadurch ein oberer Grenzwert des Produktes aus Korngröße mal Dichte erreicht werden.
Auch diese Lehre der Technik berührt das Verfahren der Erfindung und die Vorrichtung zu seiner Durchführung
mit keinem Parameter. Die DE-OS 24 18 552 betrifft die Herstellung eines Granulates im Wirbelbett.
Die Lösung dieser Aufgabe gibt keine eindeutige Regel zum technischen Handeln. Es sollen kornzerteilende
Kräfte so groß gewählt werden, daß im Wirbelbett der Anteil der Granulate mit Unterkorn nur 5 bis 15%
beträgt. Diese Kräfte sollen so gerichtet werden, daß diese Teilchen aus dem Wirbelbett herausschleudern bis
in den Sprühbereich. Die Vorrichtung ist so ausgebildet, daß die Wirbelung durch Schlagrührer erfolgt, die auf
einer Mittellinie im Winkel von 30° angeordnet sind. Zur Umlenkung der Teilchen ist unter jedem Schlagrührer
ein Leitblech angeordnet. Die Granulierkammer bildet einen Kegelstumpf mit Luftzufuhr über einen
Siebboden. Am oberen Ende ist ein zylindrischer Entstaubungsraum mit Staubfilter angeschlosser. Der
technische Effekt der Granulation soll darauf beruhen, daß das eingesprühie Material oberhalb der Wirbelzone
angelagert und in dieser nur getrocknet wird.
Auch dieses Granulierverfahren berührt das Verfahren der Erfindung nicht. Dieses Verfahren erzeugt ein
Wirbelbett mit mechanischen Kräften. Die Sprühzone liegt oberhalb der Trocknungszone. Der trichterförmige
Kegelstumpf hat völlig andere Funktionen, nämlich die Sprühzone zu erweitern. Dieses Verfahren und diese
Vorrichtung lehren nicht, die Vorrichtung so auszubilden, daß diese eine Kernzone und eine Randzone
ausbildet. Dieses Verfahren lehrt nicht, in hoher Volumenkonzentration in der Kernzone zu arbeiten. Es
findet auch kein Einsprühen unter gleichzeitigem Antrocknen einer Beschichtung statt. Diese Lehre ist
also einen anderen Weg gegangen. Die DE-OS 26 43 121 betrifft ein »Fluidisierungs-Granulierverfahren«
und eine Vorrichtung zur Durchführung. Es soll abwechselnd ein Spriihvorgang und ein Trocknungsvorgang
stattfinden. Der Sprühzyklus soll so lange erfolgen, bis die Teilchen bis 50% Flüssigkeitsgehalt erreicht
haben und der Trocknungszyklus soll bis zur vollständigen Trocknung erfolgen.
Die Ausbildung der Vorrichtung betrifft die automatische Steuervorrichtung zur Durchführung der Zyklen.
Es wird auch noch eine Filterschüttelstufe dazwischen geschaltet.
Diese Granuliervorrichtung hat die Maßnahmen und Merkmale der Erfindung nicht nahegelegt und ist einen
anderen Weg gegangen. Eine gezielte Beschichtung läßt sich mit dieser Arbeitsweise nicht durchführen, da die
Teilchen bereits in der Sprühzone agglomerieren und erst danach trocknen.
Die DE-OS 28 51 627 schlägt in jüngster Zeit ein Verfahren zur Agglomeration pulverförmiger Feststoffe
in einem wäßrigen Medium vor. Der Feststoff ist pulverförmig und soll in einem Gasstrom pneumatisch
gefördert werden, dabei soll das Versprühen des wäßrigen Mediums erfolgen. Wesentlich ist, daß diese
Komponenten bis zur Agglomeration in dem Gasraum verbleiben, danach aus der Sprühzone genommen
werden. Die als zylindrischer Behälter mit einer konischen Abzugsstrecke ausgebildete Vorrichtung
zeigt keine Weiterentwicklung des Standes der Technik.
Die DE-OS 23 17 129 betrifft einen Zweiphasengranulator. Dieser ist als zylindrischer Behälter mit seitlichem
Eintritt der Luft am Rande der Bodenplatte ausgebildet Der Behälter soll zur Bildung eines Luftspaltes von dem
Bodenteil abhebbar sein. Bei geschlossenem Behälter soll agglomeriert werden. Ein mechanisches Rührwerk
mit Zerhackerwerk soll auf dem Behälterboden einen Mischeffekt ergeben.
Danach soll über den Luftspalt Warmluft zum Trocknen eingeführt werden. Dieses Verfahren und
diese Vorrichtung sind einen anderen Weg gegangen, der von der Lehre der Erfindung wegführt. Es wird eine
einheitliche Druckzone verwendet und die Behandlung und die Trocknung nacheinander durchgeführt.
·-, Die DE-OS 25 51 578 betrifft einen Granulator. Dieser ist als zylindrischer Behälter ausgebildet. Ein
Rührwerk soll den Lufteintrittsraum von dem Granuliergut freihalten. Diese Vorrichtung mit einer Wirbelzone
hat das Verfahren gemäß der Erfindung und die
in Vorrichtung zu seiner Durchführung nicht nahegelegt.
Die DE-AS 1109 715 betrifft ein mehrstufiges Verfahren zur Herstellung von Düngemittel-Schichtgranalien.
Dieses Verfahren lehrt, zunächst aus mehlförmigen
is Phosphat-Komponenten einen Kern von 1 bis 3 mm durch Granulation zu bilden. Dieser Kern soll mit
wasserlöslichen Phosphaten weitergranuliert werden bis die Außenschicht 40 bis 99% beträgt.
Dieses Verfahren ist ein reines Granulierverfahren,
:ii welches in 2 Stufen granuliert, ζ. B. zunächst auf 2 mm
und danach mit der wasserlöslichen Schicht auf 5 mm. Beide Schichten des Granulates bestehen aus Phosphat-Komponenten.
Eine Vorrichtung zur Durchführung dieser Schichtgranulation wird nicht offenbart.
r, Die DE-OS 15 92 680 betrifft ein Verfahren mit Vorrichtung zum Trocknen, Verfestigen, Umhüllen und
Kühlen von Düngemitteln. Es sollen Teilchen von Düngemitteln in ein Pulver-Gasgemisch mit pulverförrrtigem
Umhüllungsmaterial eingeführt werden, wobei
i<i gleichzeitig getrocknet, abgekühlt, verfestigt und
umhüllt werden soll. Die Vorrichtung besteht aus einem Behälter, der durch eine perforierte Trennwand in eine
obere und eine untere Kammer eingeteilt ist. Beide Räume sind fast vollständig mit dem zu behandelnden
j-, Gut gefüllt, durch welches Luft geblasen wird. Die
Zerteilung des Gutes wird durch eine Zerteilvorrichtung bewirkt. Diese Vorrichtung kann nicht als Wirbelbett
bezeichnet werden, in der eine Wirbelung der Masse im Luft- und Flüssigkeitsstrom erfolgt.
4(i Dieses Verfahren und diese Vorrichtung führt von der
Lehre der Erfindung weg.
Die DE-OS 19 37 424 betrifft ein Verfahren zum Überziehen feinverteilter Feststoffteilchen. Die Feststoffteilchen
sollen unter Bildung einer Teilchen-Wir-
4"> belschicht belüftet werden. Die Wirbelschicht soll eine
rotierende Bewegung um eine vertikale Achse bilden. Es soll ein verfestigender Überzug in Form eines
Flüssigkeitssprühnebels aufgesprüht werden. Die Erzeugung der Rotation wird durch eine mechanische
Vorrichtung bewirkt Es wird z. B. ein Paddelrührer mit 100 Upm betrieben. Der gleichmäßige Überzug soll
durch die Rotation der feinverteilten Teilchen erreicht werden. Eine derartige Vorrichtung mit einem Zentrifugalventilator
wird für das Verfahren der Erfindung nicht
benötigt Dieses regelt die gleichmäßige Beschichtung
durch die Einstellung der begrenzten Wirbelfontäne mit vorgegebener Strömungsgeschwindigkeit in Richtung
der Mittelachse der Kernzone unter Einstellung einer hohen Volumenkonzentration. Dieser Stand der Tech nik hat somit einen anderen Weg vorgeschlagen, der das
Verfahren der Erfindung sowie die Vorrichtung zu seiner Durchführung nicht nahegelgt hat da dieser
andere Parameter und Elemente verwendet
richtung zum Erzeugen von Uberzugsschichten auf Partikeln. Diese Vorrichtung besteht aus einem
vertikalen, hohlen, zylinderförmigen Behälter, in dem
ein hohler Kegelstumpf angeordnet ist der sich nach
oben verjüngt. Außerhalb dieses Kegelstumpfes befindet sich die Lagerungszone für das zu beschichtende
Gut. Der durch den Kegelstumpf aufsteigende Gasstrom nimmt die feinen Tröpfchen des Beschichtungsmaterials
auf. Durch Leitkörper wird die eintretende Luft gebündelt und steigt nach oben. Es wird über den
gesamten Querschnitt der Kammer ein Gasstrom von im wesentlichen gleicher Geschwindigkeit vorgesehen.
Die außerhalb des Kegelstumpfes befindlichen Partikel werden durch den Luftstrom mitgerissen. Der untere
Teil des Konus wird als zentrale Zone bezeichnet, d. h. als Beschickungszone. In dieser Zone kommt das zu
behandelnde Gut mit dem fein zerstäubten Spray in Berührung. Weiter oben im hohlen Kegelstumpf geht
der flüssige Zustand des auf den Pellets oder Partikeln abgelagerten Beschichtungsmaterials durch Verdampfungs-
oder Erstarrungsprozesse in den festen Zustand über. Die Agglomeration soll durch die Beschleunigung
der Strömung der Teilchen verhindert werden. Diese soll eine Trennung der Partikel in vertikaler Richtung
bewirken. Dieser Bereich des Kegelstumpfes wird ais »Trocknungszone« bezeichnet.
Oberhalb des Kegelstumpfes soll eine Expansion und dadurch ein Abbremsen eintreten und eine weitere
Trocknung stattfinden. Die Partikel sollen durch die Schwerkraft wieder in die Beschichtungszone zurückfallen.
Die Rezirkulation soll fortgesetzt werden, bis eine gewünschte Beschichtung erreicht ist.
Diese Vorrichtung und ihre Arbeitsweise unterscheidet sich von dem Verfahren der Erfindung und der
Vorrichtung zu seiner Durchführung erheblich. Die Vorrichtung der Erfindung verwendet keinen inneren,
nach oben verjüngten Kegelstumpf in einem vertikalen, zylindrischen Behälter.
Die Vorrichtung der Erfindung besteht vielmehr als 3s solche aus einem sich gerade umgekehrt nach oben
erweiternden Oberteil und einem unteren kurzen trichterförmigen Unterteil. Das zu beschichtende Gut
befindet sich nicht außerhalb der Zone, in welche die Luft einströmt. Es wird als kein »Mitreißeffekt« sondern
ein Wirbeleffekt erreicht. Dieser hat den Vorteil, daß mit weniger Luft eine Kernzone mit hoher Volumenkonzentration
für die Beschichtung eingestellt wird. Außerdem wird die Beschichtung in der im Volumen
wesentlich größeren Kernzone und nicht in der kleinen Zone des Kegelstumpfes durchgeführt.
Nur durch den technischen Effekt des Verfahrens der Erfindung mit der Vorrichtung zu seiner Durchführung
wird die Aufgabe gelöst, eine gleichmäßige, geschlossene Oberflächenbeschichtung einzelner Körner von
rieselfähigen Gütern annähernd gleichmäßiger Korngröße mit glatter, rauher oder zerklüfteter Oberfläche in
der Wirbelfontäne mit Warmluft unter Verwendung eines anorganischen und/oder organischen Beschichtungsmittels
aus einer Suspension oder Lösung zu erzeugen.
Das Verfahren gemäß der Erfindung ist im Patentanspruch 1 definiert
Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine vorgegebene Menge des zu beschichtenden Gutes in einen steDen,
sich trichterförmig nach oben erweiternden Behälter mit einem kürzeren, flacheren trichterförmigen Unterteil durch Eindrücken eines von unten nach oben
gerichteten Wannluftstromes bestimmter Strömungsgeschwindigkeit in einer Wirbelfontäne als Kernzone
behandelt, wobei m gleicher Richtung mit der Warmluft
das wirbelnde Gut von unten mit einer nach oben gerichteten Suspension oder Lösung mit einem
Anfangssprühwinkel zwischen 30 und 60° eingesprüht wird bis die vorgegebene Menge pro Zeit in dem
Kernstrom hoher Volumenkonzentration aufgenommen ist unter gleichzeitiger Antrocknung beim Aufstieg
des Gutes in der Kernzone und danach erfolgt ein seitliches Abgleiten des beschichteten Gutes in der
Randzone verminderten Strömungsdruckes in den trichterförmigen Unterteil zur Wirbelfontäne hin und es
erfolgt die Wiederholung dieser Verfahrensschritte bis die vorgegebene Beschichtungsmenge aufgetragen ist
und danach erfolgt die Trocknung des beschichteten Gutes auf die vorgegebene Endfeuchte.
Das Verfahren der Erfindung ist in den Unteransprüchen alternativ mit der Vorrichtung zu seiner Durchführung
definiert.
Diese Maßnahmen betreffen die untere und obere Begrenzung des Korndurchmessers bei gleichmäßiger
Korngröße des Gutes sowie Beispiele für zu beschichtende Güter.
Ferner betreffen diese alternativen Maßnahmen die hohe Volumenkonzentration aus dem Verhältnis des
Volumens des zu beschichtenden Gutes in der Kernzone zu dem Volumen der Kernzone. Ferner betreffen diese
alternativen Maßnahmen die Ausbildung der Kernzone der Wirbelfontäne als ein sich von unten nach oben
erweiternder Trichter mit einem bestimmten Querschnittsverhältnis aus unterem Querschnitt zum oberen
Querschnitt sowie die Einstellung der Strömungsgeschwindigkeit am unteren Abschluß des Behälters zur
Festlegung der Höhe der Kernzone. Weiter betreffen diese alternativen Maßnahmen den Kornbereich des zu
beschichtenden Gutes, der vorzugsweise einen Bereich von plus/minus 20 Prozent der mittleren Korngröße
nicht überschreiten soll und wobei das Gut etwa das gleiche spezifische Gewicht aufweisen soll. Weiter
betreffen diese alternativen Maßnahmen, daß ein feiner Sprühnebel mit Sprühpartikeln gebildet werden soll, der
um ein Vielfaches kleiner ist als die mittlere Korngröße des zu beschichtenden Gutes und die Partikelgröße des
Sprühnebels durch die Wahl der Düse und durch Finstellung des Sprühdruckes in Abhängigkeit von der
Viskosität der Suspension oder Lösung geregelt werden soll, sowie daß der Austrittsdruck so eingestellt wird,
daß die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Sprühpartikel größer ist als die Fluggeschwindigkeit des zu beschichtenden
Gutes und daß der Austrittswinkel und die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Sprühpartikel am
Düsenaustritt auf einen oberen Wert derart begrenzt wird, daß bei vollständiger Adsorption des Beschichtungsmittels
kein seitlicher Austritt aus der Kernzone erfolgt
Diese alternativen Maßnahmen betreffen auch die Regelung der Höhe des Sprühnebels im Oberteil des
Behälters durch den Sprühdruck und die Luftgeschwindigkeit der eintretenden Warmluft und die Begrenzung
derart, daß kein Durchschlagen freier Sprühpartikel erfolgt Weiter betreffen diese Maßnahmen die
Reinigung, Trocknung und Zurückführung der Abluft
Eine bevorzugte Ausführungsform des Verfahrens
der Erfindung besteht darin, daß jeweils ein Behälter periodisch in einem kontinuierlichen Prozeß mit der
vorgegebenen Menge des Gutes gefüllt, von unten Warmluft im Gleichstrom mit einer Teilmenge des
Suspension oder Lösung in die Kernzone eingeführt und in gleicher Weise beschichtet und dabei gleichzeitig
angetrocknet wird, danach in diesen Behälter eine weitere Teilmenge der Suspension oder Lösung
eingeführt, angetrocknet und dieser Vorgang solange
wiederholt wird, bis die vorgegebene Beschichtungsmenge
homogen verteilt auf die Körner des Gutes aufgebracht ist und danach die Trocknung bis zur
vorgegebenen Endfeuchte erfolgt.
Weitere alternative Merkmale betreffen die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens der Erfindung.
Diese besteht aus einer definierten konstruktiven Anordnung bestimmter Teilvorrichtungen, und zwar des
Behälters mit sich nach oben erweiterndem Oberteil und mit dem trichterförmigem Unterteil, sowie mit Siebabschluß
am oberen und unteren Ende und mit bestimmter Querschnittsänderung und mit auswechselbaren Sieben
mit bestimmtem freien Querschnitt. Diese Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens der Erfindung weist
über dem oberen Siebabschluß eine Abzugshaube auf. Diese ist auch mit einer Strömungsblende ausgebildet,
die am unteren Siebabschluß darin besieht, daß ein Luftschacht angeordnet ist, der die Warmluft einleitet,
dessen Querschnitt definierte Masse aufweist und der durch eine Blende verändert werden kann.
Weitere Merkmale der Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens der Erfindung betreffen die
Anordnung von Düsen im unteren Teil des Behälters sowie die Beschichtung zur Erhöhung der Gleitfähigkeit
des zu beschichtenden Gutes und zur Geräuschdämmung und die Oberflächenbeschichtung der Innenwand
des Behälters mit abriebfestem Kunststoff mit glatter Oberfläche.
Das Verfahren gemäß der Erfindung mit der Vorrichtung zu seiner Durchführung ist in dem
Ausführungsbeispiel beschrieben. Das Verfahren gemäß der Erfindung ist jedoch durch dieses Beispiel nicht
beschränkt Dies gilt ebenso für die Ausbildung der Vorrichtung zu seiner Durchführung, die unter Verwendung
der technischen Effekte ihrer Anordnung alternativ ausgestaltet werden kann.
In einem Behälter (1) werden 5 kg eines Gutes mit kugelförmigen Körnern des spezifischen Gewichtes von
0,9 bis 1,1 kg/ltr und im Kornspektrum von 3,0 bis 4,75 mm von oben eingefüllt
Ein von unten nach oben durch den Behälter (1) geführter Warmluftstrom mit einer Temperatur zwischen
40° und 100° C wird nach Verschließen des oberen Siebabschlusses (4) mittels einer Luftklappe (9) im
Luftschacht (8) derart geregelt, daß die im trichterförmigen Unterteil (3) des Behälters (1) zunächst ruhenden
Körner aufgewirbelt und in der zentrisch zur Behälterachse gerichteten Kernzone (13) zu einer Wirbelfontäne
(6) aufsteigen. Dabei bewirkt die Konstruktion des Lufteintrittes mit Querschnitt und Form des Luftschachtes
(8), dem Querschnitt des unteren Siebabschlusses (5) unter Berücksichtigung dessen freier Durchtrittsfläche
und dem Querschnitt und der Form des unteren Trichters (3) des Behälters, daß die Luftströmung mit
dem aufgewirbelten Gut eine gebündelte Kernzone (13) rotierend und wirbelnd aufsteigender Kerner erzeugt
Aus der Form und Höhe der Kernzone als schlanken Trichter von 150 mm mittlerem Durchmesser und der
Höhe von 0,7 bis 03 Meter und mit dem Volumen der eingegebenen Menge der Körner ergibt sich im Bereich
der Kernzone eine errechnete mittlere Volumenkonzentration der Körner in der Kernzone von etwa 20 bis
25 Prozent Die Strömungsgeschwindigkeit und der Strömungsdruck nehmen mit zunehmender Höhe der
Kernzone infolge der Querschnittserweiterung der Strömung und der Druckverluste aufgrund des Strömungswiderstandes der Partikel ab und die entgegengerichtete
Gewichtskraft der Körner verlangsamt deren Geschwindigkeit bis zum Gleichgewicht von Strömungsgeschwindigkeit
und Sinkgeschwindigkeit der Körner, so daß die Körner in einer Umkehrzone oberhalb der Kernzone (13) nach außen in den Bereich
verminderten Strömungsdruckes und Strömungsgeschwindigkeit am Umfang der Behälterwand abgleiten
und an dieser entlang in den Unterteil (3) des Behälters (1) zurückfallen wo sie durch ihr Eigengewicht und die
Neigung des unteren Trichters (3), die größer ist als der Schüttwinkel der ruhenden Körnerschüttung, allseitig
gleichmäßig und kontinuierlich in die Kernströmung (13) der Wirbelfontäne (6) zurückrutschen und erneut
aufgewirbelt werden. Die eintretende Luftströmung wird im Bereich der Gebläseleistung von 500 bis 2000 Pa
absoluten Druckes und die Luftgeschwindigkeit im Luftschacht mit angenommenen freien Durchtritt im
Bereich von 6 bis 15 Meter/Sekunde so geregelt, daß die Kernzone (13) mit darüberliegender Umkehrzone der
Wirbelfontäne (6) 3/4 bis 4/5 der Behälterhöhe nicht übersteigt.
Mittel einer Pumpe wird die vorbereitete Suspension oder Lösung, deren Feststoffanteil die Beschichtung der
Körner bildet und deren Viskosität bei 20 bis 30% Feststoffanteil zwischen 0,5 bis 1,0 Pas beträgt, unter
einem nach Sprühbild einzustellenden Druck der Düsen von 50 bis 120 bar zum Düsenstock (10) gefördert, der
im unteren Trichter (3) des Behälters (1) eine oder mehrere Düsen (11) hält, die im Gleichstrom mit der von
unten einströmenden Warmluft die Suspension oder Lösung unter einem Anfangssprühwinkel von 60°
Sprühtropfen von weniger als 0,2 mm Durchmesser in die Kernzone versprühen sollen. Der Sprühwinkel wird
durch die Strömungsgeschwindigkeit der Warmluft mit zunehmender Entfernung von der Düsenmündung
eingeengt und darf nach Wahl der Düse und des Pumpendruckes nur so groß sein, daß mit der
Ablenkung der Sprühtropfen durch die Warmluft in axialer Richtung und mit zunehmender Adsorption der
Sprühtropfen an der Oberfläche der Körner durch deren hohe Volumenkonzentration und deren gegenüber
der Ausbreitungsgeschwindigkeit der Sprühtropfen langsamere Aufstiegsgeschwindigkeit in der Kernzone
(13) der Wirbelfontäne (6) die Sprühzone (12) sowohl am Umfang als auch in ihrer Höhe derart
begrenzt wird, daß das Ansprühen der Behälterwand (2) und des oberen Siebabschlusses (4) weitgehend
vermieden wird.
Sobald die Parameter der Warmluftströmung für die Einstellung der Wirbelfontäne und die Parameter der
Wannluftströmung, der Wahl und Anordnung der Sprühdüsen und des Sprühdruckes für die Feinheit der
Sprühpartikel und die Begrenzung der Sprühzone nach den beschriebenen Bedingungen erfüllt sind, erfolgt die
Eichung des Düsendurchsatzes. Unter der Bedingung, daß die Beschichtung eine lOprozentige Gewichtszunahme
der Körner an Feststoff bewirken soll und die Suspension oder Lösung einen Feststoffanteil von 20
Gewichtsprozent hat, müssen für die Beschichtung von 5 kg Körnern 2^ kg der Suspension oder Lösung
aufgesprüht werden, die der Dflsensatz nach Eichung unter dem vorgegebenen Sprühdruck in einer definierten, kurzen Zeit leistet
Der Beschichtungsprozeß wird danach zeitlich in
Sprüh- und Trocknungsphasen so aufgeteilt, daß die Antrocknungsphase gleichzeitig mit der Sprühphase
stattfindet Nach Ende der Sprüh- und Antrocknungs-
phase wird eine reine Trocknungszeit nachgeschaltet, die je nach Temperatur der Warmluft einen definierten,
kurzen Zeitraum umfaßt und zeitlich dadurch begrenzt wird, daß die Ablufttemperatur während dieser
Trocknungszeit nicht wesentlich steigt. Solange nämlich r>
die Energie der Warmluft nur zur Verdampfung des die Körner benetzenden Suspensions- oder Lösungsmittels
verwendet wird, nimmt das Korn die dem Dampfdruck der Flüssigkeit und dem Luftzustand entsprechende
Kühlgrenztemperatur an und die Ablufttemperatur bleibt konstant. Erst bei Abtrocknung der Oberfläche
und vermindertem Stoffübergang der Flüssigkeit vom Korn in die Dampfphase aufgrund von erhöhtem
Diffusionswiderstand der angetrockneten Schicht erwärmt sich diese Schicht zunehmend dem Inneren des
Kornes. Das Maß für den Anstieg der Gutstemperatur bildet der Anstieg der Ablufttemperatur, worauf
entweder die Temperatur der zugeführten Warmluft teilweise oder ganz bis zur festgelegten Gutsendtemperatur
heruntergeregelt werden kann oder das Gut bei einer definierten erreichten Ablufttemperatur ausgetragen
und danach in einer geeigneten Kühlvorrichtung mit Kaltluft auf eine beabsichtigte Temperatur abgekühlt
werden kann. Durch Probenahme in der Trocknungsphase wird für den Prozeß das Ende der
Trocknungszeit bestimmt, wonach das Gut eine Temperatur von z. B. 400C und eine Restfeuchte von 12
bis 13 Prozent nicht überschreiten soll. Sobald die für diese Werte benötigte Trocknungszeit festgelegt ist,
kennen unter den konstanten Parametern des Prozesses
beliebig viele Chargen des gleichen Gutes nach diesem zeitlichen Programm beschichtet werden.
Die Homogenität der Beschichtung auf der Oberfläche der einzelnen Körner kann durch den optischen
Vergleich mittels Farbzusatz der Beschichtungsflüssig- J5
keit kenntlich gemacht werden. Die Homogenität und die vollständige Auftragung der Beschichtungsmenge
von Korn zu Korn kannn durch den Zusatz einer Kennsubstanz in der Beschichtungsflüssigkeit und deren
chemischen Nachweis auf den einzelnen Körnern gemessen werden.
Dieser Test bestätigt für nach dem Verfahren der Erfindung beschichtete Güter die Homogenität der
Beschichtung. Unter dieser Homogenität wird jedoch nicht nur die Beschichtung mit einer Masse gleicher,
chemischer Zusammensetzung verstanden. Das Verfahren der Erfindung gestattet durchaus auch mehrere
Schichten nacheinander mit unterschiedlicher chemischer Zusammensetzung homogen mit einander zu
verbinden.
Das technologische Ausführungsbeispiel ist nicht auf bestimmte, zu beschichtende Güter beschränkt, wenn
diese die Parameter des Verfahrens der Erfindung erfüllen. Es können also körnige Naturprodukte wie
auch anorganische, technisch gekörnte Schüttgüter mit glatter, rauher oder zerklüfteter Oberfläche unter
Erzeugung einer gleichmäßigen, geschlossenen Oberfläche beschichtet werden.
Das Verfahren der Erfindung bietet außer dieser Anwendungsbreite, auf d\a zu beschichtenden Güter
bezogen, den technischen Vorteil einer gleichmäßigen Beschichtung mit hoher Verteilungsgenauigkeit mit
einer vorgegebenen Menge oder Schichtdicke der aufzubringenden Stoffe.
Das Verfahren der Erfindung gestattet die nach dem Stand der Technik bekannten, anorganischen und/oder
organischen Substanzen als Suspension oder Lösung zu verwenden.
Das Verfahren der Erfindung bietet den Vorteil, daß die eingebrachte Suspension oder Lösung aufgrund der
hohen Volumenkonzentration (V/V) praktisch vollständig verbraucht wird. Es wird also keine Aufbereitung
und Rückführung dieser Stoffe oder deren Verlust notwendig.
Damit ist zugleich der Vorteil einer weitgehend von Feststoffen freien Abluft verbunden. Das Verfahrer, der
Erfindung bietet mit der Ausbildung der Vorrichtung zu seiner Durchführung den technischen Vorteil, daß die
Oberflächenbeschichtung in kurzer Zeil erfolgt, woraus sich eine hohe Durchsatzkapazität ergibt. Es findet auch
keine wesentliche Erwärmung des beschichteten Gutes statt, was insbesondere für biologische Güter vorteilhaft
ist.
Durch die kurze Verweilzeit im inneren Umlauf des Verfahrens der Erfindung bei der stufenweisen Beschichtung
ergeben sich insgesamt kurze, freie Weglängen des Gutes in der Vorrichtung gemäß der Erfindung.
Es erfolgt somit nur eine geringe, gegenseitige Reibung der beschichteten Körner und nur eine geringe,
mechanische Beanspruchung. Es wird somit praktisch kein, oder im Einzelfall nur eine sehr geringe Menge an
Abrieb gebildet
Die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens der Erfindung bietet mit seiner geometrischen Dimensionierung
und seinen Maßen in Verbindung mit den Einstellungsparametern des Verfahrens der Erfindung
die vorteilhafte Möglichkeit für unterschiedliche, zu beschichtende Güter die aufzubringende Menge oder
die Schichtdicke oder den Durchmesser des beschichteten Gutes spezifisch einzustellen.
Die Vorrichtung gemäß der Erfindung arbeitet aber auch im Luftverbrauch und im Energiebedarf sehr
wirtschaftlich.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (20)
- Patentansprüche:t. Verfahren zur gleichmäßigen, geschlossenen Oberflächenbeschichtung einzelner Körner von s rieselfähigen Gütern annähernd gleichmäßiger Korngröße mit glatter, rauher oder zerklüfteter Oberfläche in der Wirbelfontäne mit Warmluft unter Verwendung eines anorganischen und/oder organischen Beschichtungsmittels aus einer Suspension oder Lösung, dadurch gekennzeichnet, daßeine vorgegebene Menge des zu beschichtenden Gutes in einem steilen, sich trichterförmig nach oben erweiternden Behälter mit einem kürzeren, flacheren trichterförmigen Unterteil durch Eindrücken eines von unten nach oben gerichteten Warmluftstromes bestimmter Strömungsgeschwindigkeit eine im Durchmesser und in der Höhe begrenzte Wirbeifontäne in Richtung der Mittelachse als Kernzone bildet,Einsprühen einer in gleicher Richtung mit der Warmluft von unten mittels einer oder mehrerer, am unteren Ende des Behälters angebrachten Düsen eintretenden, nach oben gerichteten Suspension oder Lösung mit einem Anfangssprühwinkei zwischen 30 und 60° mit vorgegebener Menge pro Zeit in den Kernstrom hoher Volumenkonzentration und vollständiger und gleichmäßiger Aufnahme der Suspension von der Oberfläche des Gutes, und gleichzeitiger Antrocknung beim Aufstieg des behandelten Gutes in der Kernzone und beim seitlichen Abgleiten desselben in der Randzone verminderten Strömungsdruckes entlang der Behälterwand in den trichterförmigen Unterteil zur Wirbelfontäne hin undWiederholung dieser Verfahrensschritte bei gleichzeitiger Antrocknung bis die vorgegebene Beschichtungsmenge aufgetragen ist und
Trocknung des beschichteten Gutes auf eine vorgegebene Endfeuchte. - 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das zu beschichtende Gut den Korndurchmesser von 0,5 mm als untere und von 15 mm als obere Korngrenze bei gleichmäßiger Korngröße des Gutes einer Charge nicht unter- bzw. überschreitet.
- 3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als zu beschichtendes Gut körnige Nahrungsmittel, Genußmittel, Saatkörner, Pharmazeutika verwendet werden.
- 4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die hohe Volumenkonzentration aus dem Verhältnis des Volumens des zu beschichtenden Gutes in der Kernzone : Volumen der Kernzone gebildet wird und 10 :100 bis 35 :100 beträgt.
- 5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kernzone der Wirbelfontäne, die mittels einer von unten durch eine Strömungsblende eingeführten Warmluft erzeugt wird, einen von unten nach oben sich erweiternden steilen Trichter bildet, deren Querschnittsverhältnis aus unterem Querschnitt, gebildet vom Durchmesser der Strömungsblende, zum oberen Querschnitt 1 :1,2 bis 2 beträgt.
- 6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Strömungsgeschwindigkeit am unteren Abschluß des Behälters so eingestellt wird, daß die Höhe der Kernzone 3/4 bis 4/5 der Behälterhöhe erreicht
- 7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Kornbereich des Gutes jeweils homogener Chargen im eingeengten Kornbereich einen Bereich von plus/minus 20 Prozent von der mittleren Korngröße nicht überschreitet und das Gut etwa gleiches spezifisches Gewicht aufweist
- 8. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Versprühung der Suspension oder Lösung mit so hohem Druck am Düsenaustritt erfolgt, daß ein feiner Sprühnebel mit Sprühpartikeln gebildet wird, die um ein Vielfaches kleiner sind als die mittlere Korngröße des Gutes.
- 9. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Partikelgröße des Sprühnebels durch die Wahl der Düse und durch Einstellung des Sprühdruckes in Abhängigkeit von der Viskosität der Suspension oder Lösung geregelt wird.
- 10. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Austrittsdruck so eingestellt wird, daß die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Sprühpartikel größer ist als die Fluggeschwindigkeit des zu beschichtenden Gutes.
- 11. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet daß der Austrittswinkel und die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Sprühpartikd des Sprühnebels am Düsenaustritt auf einen oberen Wert derart begrenzt wird, daß bei vollständiger Absorption des Beschichtungsmittels an der Oberfläche des zu beschichtenden Gutes kein seitlicher Austritt aus dem Querschnitt der Kernzone hoher Volumenkonzentration erfolgt.
- 12. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe des Sprühnebels der Sprühpartikel im Oberteil des Behälters durch den Sprühdruck und die Luftgeschwindigkeit der eintretenden Warmluft geregelt wird und diese Höhe bei vollständiger Adsorption des Beschichtungsmittels auf der Oberfläche des zu beschichtenden Gutes so begrenzt wird, daß kein Durchschlagen freier Sprühpartikel über die Höhe der Kernzone hinaus erfolgt.
- 13. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die abgekühlte, dampfbeladene Abluft abgesaugt, die Dampfphase durch Kondensation abgetrennt und die Luft nach Reinigung und Aufheizung ganz oder teilweise zurückgeführt wird.
- 14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils ein Behälter periodisch in einem kontinuierlichen Prozeß mit einer vorgegebenen Menge des zu beschichtenden Gutes gefüllt und von unten die Warmluft im Gleichstrom mit einer Teilmenge des Suspension oder Lösung oder unterschiedlich zusammengesetzten Suspensionen oder Lösungen in die Kernzone des zu beschichtenden Gutes eingeführt und in gleicher Weise beschichtet und gleichzeitig angetrocknet wird, danach in diesen Behälter eine weitere Teilmenge der Suspension oder Lösung oder eine andere Suspension oder Lösung eingesprüht, angetrocknet und dieser Vorgang in weiteren Verfahrensstufen solange wiederholt wird, bis die vorgegebenen Beschichtungsmengen homogen verteilt auf die Körner des Gutes aufgebracht sind,danach in einer weiteren Verfahrensstufe das beschichtete Gut so lange getrocknet wird, bis eine definierte Endfeuchte eingestellt ist, danach in einer weiteren Verfahrensstufe mit Luft das beschichtete Gut abgekühlt und ausgetragen, die Abluft ausgeführt, getrocknet und gereinigt rezyklisiert wird.
- 15. Vorrichtung zur gleichmäßigen, geschlossenen Oberflächenbeschichtung einzelner Körner von rieselfähigen Gütern nach den Ansprüchen 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, das diese aus dem Behälter(1) mit den kreisrunden oder mehreckigen Querschnitten des sich nach oben erweiternden Oberteils(2) und des unten angesetzten, trichterförmigen Unterteils (3) mit öffnung nach oben besteht, der an seinem oberen und unteren Ende je einen Siebab-Schluß (4, S) trägt und dessen Querschnittsänderung vom unteren Siebabschluß (5) bis zur Oberkante des unteren Trichters (3) im Winkel von 20° bis 50" zur senkrechten Achse erfolgt und von der Unterkante des Oberteils bis zum oberen Siebabschluß (4) im Verhältnis 1 :1,5 bis 4,5 steht und dessen oberer (4) und unterer (5) Siebabschluß aus auswechselbaren Sieben mit größtmöglichem freien Querschnitt und einer Maschenweite kleiner als der kleinste Querschnitt des zu beschichtenden Gutes besteht.
- 16. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß über dem oberen Siebabschluß (4) eine Abzugshaube (7) zur Absaugung der austretenden Warmluft angeordne. ist.
- 17. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 16, jo dadurch gekennzeichnet, daß zur Ausbildung einer Strömungsblende unterhalb des unteren Siei.-abschlusses (5) ein Luftschacht (8) angeordnet ist, der die Warmluft des Gebläses in den Behälter (1) leitet, dessen Querschnitt (8) größer ist als der Querschnitt ά des unteren Siebabschlusses (5), dessen Querschnitt (8) durch eine weitere Blende oder Luftklappe (9) verändert werden kann.
- 18. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß in den unteren Teil des Behälters (1) seitlich ein oder mehrere Düsenstöcke (10) eingesetzt sind, deren Düse oder Düsen (11) in Richtung der senkrechten Achse des Behälters nach oben ausgerichtet sind.
- 19. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenwand des Behälters (1) eine Beschichtung zum Korrosionsschutz der Wand zur Erhöhung der Gleitfähigkeit des zu beschichtenden Gutes an der Wand und zur Geräuschdämmung aufweist.
- 20. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberflächenbeschichtung der Innenwand des Behälters (1) aus abriebfestem Kunststoff mit glatter Oberfläche besteht.
Priority Applications (2)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE19792940263 DE2940263C3 (de) | 1979-10-04 | 1979-10-04 | Verfahren zur gleichmäßigen, geschlossenen Oberflächenbeschichtung einzelner Körner von rieselfähigen Gütern und Vorrichtung zu seiner Durchführung |
DK416980A DK149325C (da) | 1979-10-04 | 1980-10-02 | Fremgangsmaade til ensartet, lukket overfladebelaegning af enkelte korn af drysbare materialer og apparat til udoevelse af fremgangsmaaden |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE19792940263 DE2940263C3 (de) | 1979-10-04 | 1979-10-04 | Verfahren zur gleichmäßigen, geschlossenen Oberflächenbeschichtung einzelner Körner von rieselfähigen Gütern und Vorrichtung zu seiner Durchführung |
Publications (3)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE2940263A1 DE2940263A1 (de) | 1981-05-07 |
DE2940263B2 true DE2940263B2 (de) | 1981-08-27 |
DE2940263C3 DE2940263C3 (de) | 1985-08-01 |
Family
ID=6082702
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE19792940263 Expired DE2940263C3 (de) | 1979-10-04 | 1979-10-04 | Verfahren zur gleichmäßigen, geschlossenen Oberflächenbeschichtung einzelner Körner von rieselfähigen Gütern und Vorrichtung zu seiner Durchführung |
Country Status (2)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE2940263C3 (de) |
DK (1) | DK149325C (de) |
Families Citing this family (3)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE3150631A1 (de) * | 1981-12-21 | 1983-07-21 | Saat- Und Erntetechnik Gmbh, 3440 Eschwege | "verwendung von behandelten samen als saatgut" |
DE3237303A1 (de) * | 1982-10-08 | 1984-04-12 | Glatt GmbH, 7851 Binzen | Vorrichtung fuer wirbelschichtverfahren sowie damit durchfuehrbares verfahren |
AU714725B2 (en) * | 1995-08-29 | 2000-01-06 | E.I. Du Pont De Nemours And Company | Crop protection composition comprising a crop protection solid particle coated with a water-insoluble coating material and a crop protection mixture comprising the same |
Family Cites Families (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
US3110626A (en) * | 1961-08-17 | 1963-11-12 | Minnesota Mining & Mfg | Apparatus for coating discrete solid material |
US4117801A (en) * | 1976-06-10 | 1978-10-03 | Eastman Kodak Company | Apparatus for spray coating discrete particles |
-
1979
- 1979-10-04 DE DE19792940263 patent/DE2940263C3/de not_active Expired
-
1980
- 1980-10-02 DK DK416980A patent/DK149325C/da not_active IP Right Cessation
Also Published As
Publication number | Publication date |
---|---|
DK416980A (da) | 1981-04-05 |
DK149325B (da) | 1986-05-05 |
DK149325C (da) | 1986-11-24 |
DE2940263C3 (de) | 1985-08-01 |
DE2940263A1 (de) | 1981-05-07 |
Similar Documents
Publication | Publication Date | Title |
---|---|---|
DE69712226T2 (de) | Methode und vorrichtung zur sprühtrocknung sowie reinigungsmethode für eine solche vorrichtung | |
DE2908136C2 (de) | Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung von Harnstoffkörnern im Wirbelbett | |
EP3075445B1 (de) | Verfahren zur behandlung von feststoffpartikeln | |
EP0371971B1 (de) | Sprudelschichtkammer | |
EP2707127B2 (de) | Vorrichtung zur kontinuierlichen behandlung von feststoffen in einem wirbelschichtapparat | |
DE60008636T2 (de) | Verfahren zur Granulierung von Teilchen | |
DE2453978A1 (de) | Verfahren uum kontinuierlichen mahlfluidisationstrocknen von chemischen produkten | |
DE60216597T2 (de) | Wirbelschichtgranulation | |
EP1279433B1 (de) | Verfahren zum Coating von Babynahrung | |
DE10326231B4 (de) | Verfahren zur Herstellung von Enzym-Granulaten | |
EP2352579B1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur behandlung von feinkörnigem material in einer strahlschicht | |
EP1407814B1 (de) | Verfahren und Vorrichtung mit Wirbelschichtanlage zur Herstellung von Granulaten | |
DE2941637C2 (de) | ||
DE2363334B2 (de) | Verfahren zum herstellen eines trockenen, granulatfoermigen produktes aus einer fluessigkeit durch trocknen im wickelbett | |
DE10146778B4 (de) | Verfahren und Wirbelschichtanlage zur Herstellung von kompakten Feststoffpartikeln | |
EP0047794B1 (de) | Verfahren zur gleichmässigen, geschlossenen Oberflächenbeschichtung einzelner Körner von rieselfähigen Gütern und Vorrichtung zu seiner Durchführung | |
DE2940263B2 (de) | Verfahren zur gleichmäßigen, geschlossenen Oberflächenbeschichtung einzelner Körner von rieselfähigen Gütern und Vorrichtung zu seiner Durchführung | |
DE2428522A1 (de) | Verfahren zum gefrieren von fluessigem schwefel | |
DE1230402B (de) | Verfahren zur Herstellung von Granulaten aus Schmelzen oder hochkonzentrierten Loesungen | |
CH645034A5 (de) | Verfahren zum kontinuierlichen herstellen von aus dem trockensubstanzgehalt einer loesung oder suspension gebildetem granulat. | |
AT392015B (de) | Ruehrvorrichtung fuer wirbelschichten mit klassierendem abzug | |
DE1301801B (de) | Langgestrecktes Fluidatbett zur Agglomerierung von pulverfoermigem Material | |
DE19850087A1 (de) | Verfahren zum Herstellen eines Granulates von Stärke- und/oder Celluloseether | |
DE60203609T2 (de) | Verfahren zum trocknen einer flüssigkeit oder einer paste und trocknungsanlage dafür | |
EP1593424B1 (de) | Verfahren zur Verkapselung flüchtiger oxidationsempfindlicher Substanzen sowie von Duft- und Geschmacksstoffen in Granulatform |
Legal Events
Date | Code | Title | Description |
---|---|---|---|
OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
8263 | Opposition against grant of a patent | ||
C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) |