DE2850200A1 - Insbesondere fuer die landwirtschaft geeignete stoffgemische und verfahren zu ihrer herstellung - Google Patents
Insbesondere fuer die landwirtschaft geeignete stoffgemische und verfahren zu ihrer herstellungInfo
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Description
Insbesondere für die Landwirtschaft geeignete Stoffgemische und Verfahren zu ihrer Herstellung
Die Erfindung betrifft ein Stoffgemisch, das eine oder
mehrere wasserempfindliche Substanzen, beispielsweise eine wasserlösliche Substanz, und einen feinteiligen organischen
Stoff, in dem die Auflösungsgeschwindigkeit der wasserlöslichen Substanz wesentlich verringert ist, enthält
und in der Landwirtschaft, im Gartenbau u.dgl. mit besonderem Vorteil verwendet werden kann.
Das Stoffgemisch gemäß der Erfindung enthält ein organisches feinteiliges Material, in dem die Teilchen oder
Gruppen von Teilchen mit einem polymeren Material umhüllt sind, wodurch sie wasserabweisend werden, und ein wasserempfindliches
Material.
Das wasserempfindliche Material ist gewöhnlich ein wasserlösliches
Material, auch wenn die Löslichkeit nur das Ausmaß von einigen Teilen pro Million Teile hat.
Als polymere Materialien eignen sich für die Zwecke der Erfindung beispielsweise Bitumen, Teer sowie Homopolymere
und Copolymere der folgenden Monomeren:
a) Vinylester von aliphatischen Säuren mit 1 bis 18 C-Atomen, insbesondere Vinylpropionat und "Vinylversatat"
(Hersteller Shell).
b) Acrylsäure- und Methacrylsäureester von Alkoholen mit 1 bis 18 C-Atomen, insbesondere Methylacrylat, Äthylacrylat,
Butylacrylat, 2-Äthylhexylacrylat und Methyl-
25 methacrylat.
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c) mono- und diäthylenisch ungesättigte Kohlenwasserstoffe,
beispielsweise Styrol, und aliphatische Diene, beispielsweise Butadiene.
d) Ungesättigte Carbonsäuren, beispielsweise Acrylsäure, Methacrylsäure, Crotonsäure, Fumarsäure und Itacon-
säure.
e) Ester von ungesättigten Carbonsäuren mit Alkoholen, die eine weitere funktionelle Gruppe enthalten, beispielsweise
Glycidylmethacrylat, Hydroxyäthylacrylat und
1O Hydroxypropylacrylat.
f) Vinylmonomere, beispielsweise Vinylacetat, Acrylamid,
Acrylnitril, Methylolacrylamid und Methacrylamid.
Als organische feinteilige Materialien können zweckmäßig Abfallprodukte, beispielsweise Sägemehl oder Bagasse, oder
geschnittenes Gras, Kompost, Papierzellstoff u.dgl. verwendet werden.
Das gewählte Material muß mit dem Medium, in dem es verwendet werden soll, verträglich oder indifferent dazu sein.
Sägemehl hat den Vorteil, daß es eine Abdeckung (mulch) für den Boden darstellt, so daß eine Masse, die mit Polymerisat
umhülltes Sägemehl und ein Düngemittel enthält, einen doppelten Zweck erfüllt, nämlich 1) langsame Freigabe
des Düngemittels zu bewirken und 2) Feuchtigkeit im Boden zu halten.
Das Polymerisat kann auf das organische Material als Emulsion, Dispersion oder Lösung aufgebracht werden. Das wasserempfindliche
Material kann in die Polymeremulsion, -dispersion oder -lösung einbezogen oder mit dem organischen
Material vor der Aufbringung des Polymerisats gemischt werden, oder es kann mit dem bereits umhüllten
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organischen Material gemischt werden. Die Auflösungsgeschwindigkeit
oder andere Funktion hängt von dem Verfahren der Einarbeitung des wasserempfindlichen Materials
ab.
Das Stoffgemisch kann verdichtet und zu Briketts geformt werden. Es kann auch in Form eines losen Gemisches hergestellt
werden. Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung
wird das Polymerisat in einer solchen Menge zugesetzt, daß nach dem Trocknen eine freifließende oder rieseifähige
Masse erhalten wird. Bei einigen Anwendungen kann ein ungetrocknetes Gemisch verwendet werden, wobei
die wasserabweisenden Eigenschaften sich während der natürlichen Trocknung des Produkts ausbilden.
Um eine freifließende Masse zu erhalten, wird das feinteilige
organische Material vorzugsweise mit einer Polymerzubereitung, die ein Polymerisat enthält, in einer Menge
behandelt, die etwa 0,1 bis 5 Teilen Polymerisat pro 100 Teile des feinteiligen Materials entspricht. Die Menge
wird so gewählt, daß sichergestellt ist, daß die einzelnen Teilchen wasserabweisend oder nicht benetzbar werden,
aber freifließend oder rieselfähig sind.
Es leuchtet ein, daß verschiedene Arten und Gefüge des organischen Materials unterschiedliche Polymermengen erfordern,
um die gewünschten Eigenschaften zu erzielen. Diese Menge kann empirisch ermittelt werden.
Die behandelten Teilchen mögen dem Augenschein nach von den unbehandelten Teilchen nicht unterscheidbar sein, aber
der Einfluß der Behandlung macht sich bemerkbar, wenn die Teilchen befeuchtet werden: Die unbehandelten Teilchen
werden benetzt, während die behandelten Teilchen nicht benetzt werden. Die behandelten Teilchen sind somit äußerst
vorteilhaft zur Vermischung beispielsweise mit stark lös-
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lichen Düngemitteln, um die bei der ersten Benetzung gelöste Menge zu verringern, oder in einem Sturm, wodurch
Schädigung der Pflanzen verhindert und das Düngemittel über einen längeren Zeitraum verfügbar gemacht wird.
Der Effekt der ünbenetzbarkeit kann durch Behandlung mit
einem Tensid, Netzmittel oder einer hohen Konzentration löslicher Salze aufgehoben werden.
Die verwendete Menge des wasserempfindlichen Materials hängt von der jeweiligen Anwendung ab. Auf einer Gewicht/
Gewicht-Basis ist das Verhältnis von Volumen zu Gewicht sehr groß, da das umhüllte organische Material eine
viel geringere Dichte hat als die wasserempfindlichen Materialien.
Das organische feinteilige Material kann eine Teilchengröße zwischen 10 und 700 μΐη haben.
Wenn Sägemehl, das vorher mit einer 0,4%igen Emulsion eines Styrol-Acrylsäure-Copolymerisats getränkt und dann
getrocknet worden war, mit einem organischen Mischdünger im Gewichtsverhältnis von 1,5:1,0 trockengemischt wurde,
erwies sich das Gemisch als wasserabweisend. Wenn dieses Gemisch in Sand eingegraben und fortlaufend mit Wasser
ausgelaugt wurde, war die Geschwindigkeit des Düngemittelverlustes aus diesem Gemisch erheblich geringer als die
Verluste bei einem üblichen Düngemittel.
Die Stoffgemisch gemäß der Erfindung können Düngemittel,
Herbizide, Insektizide, Bakterizide oder andere Schädlingsbekämpfungsmittel oder andere landwirtschaftliche
Chemikalien enthalten.
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Eine Emulsion eines Copolymerisate von Styrol und 2-Äthylhexylacrylat
wurde mit Wasser so verdünnt, daß der PoIymergehalt
0,4% betrug. 3 g Sägemehl wurden mit 14g dieser verdünnten Emulsion gemischt. Die Masse wurde dann
bei 55°C getrocknet.
10
Im trockenen Zustand wurde das Wasserabweisungsvermögen des behandelten Sägemehls nachgeprüft, bevor 3,8 g des
Sägemehls mit 2,5 g Kalkammonsalpeter gemischt wurden. Bei einem Vergleichsversuch wurden 3,8 g gewöhnliches
Sägemehl trocken mit 2,5 g Kalkammonsalpeter gemischt.
Die beiden Düngemittel enthaltenden Gemische wurden in eine Masse von gewöhnlichem Seesand eingegraben, worauf
Wasser im Überschuß auf die Oberfläche gegossen wurde. Die verschiedenen Düngemittelmengen, die bei den verschiedenen
Behandlungen mit fortlaufendem Auslaugen ausgewaschen wurden, wurden als elektrische Leitfähigkeit gemessen.
Die folgenden Ergebnisse wurden erhalten:
20
Elektrische Leitfähigkeit (Micromho pro cm χ 10 )
Trock nen über Nacht
- 7
25
30
35
Düngemittel im vorbehandelten Sägemehl
% der Gesamtleit fähigkeit
Düngemittel im unbehandelten Sägemehl
% der Gesamtleit fähigkeit
237 550 593 864 520 419
6 21 37 61 75 86
413 1080 897 703 157 33
13 45 72 94 98 99
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Die Ergebnisse zeigen, daß durch Vorbehandlung des Sägemehls
die Geschwindigkeit der Freigabe des Düngemittels verringert wird. Dies ist besonders offensichtlich bei
der Auslaugung 7 nach dem Trocknen über Nacht, wo das Perkolat 14% der gesamten elektrischen Leitfähigkeit aufweist,
während diese beim Vergleichsversuch nur 0,7% ausmacht .
Beispiel 2
18g Kalkammonsalpeter wurden in 81 g Wasser gelöst. Der Lösung wurde 1 g einer 56% Feststoffe enthaltenen Emulsion eines Copolymerisats von Vinylacetat und 2-Äthylhexylacrylat zugesetzt. 14 g dieses Gemisches wurden mit 3 g Sägemehl gemischt. Die Masse wurde über Nacht bei 50 C getrocknet. Zum Vergleich wurde dieser Versuch genau wiederholt, wobei jedoch 92 g Wasser verwendet wurden und keine Polymeremulsion zugesetzt wurde.
18g Kalkammonsalpeter wurden in 81 g Wasser gelöst. Der Lösung wurde 1 g einer 56% Feststoffe enthaltenen Emulsion eines Copolymerisats von Vinylacetat und 2-Äthylhexylacrylat zugesetzt. 14 g dieses Gemisches wurden mit 3 g Sägemehl gemischt. Die Masse wurde über Nacht bei 50 C getrocknet. Zum Vergleich wurde dieser Versuch genau wiederholt, wobei jedoch 92 g Wasser verwendet wurden und keine Polymeremulsion zugesetzt wurde.
Wenn ein Wassertropfen auf diese in verschiedener Weise behandelten Gemische aufgebracht wurde, zeigte sich, daß
er bei der Vergleichsprobe sofort aufgesaugt wurde, während er bei dem erfindungsgemäßen, mit dem Polymerisat
behandelten Material erst nach etwa 15 Minuten aufgesaugt
wurde. Die getrockneten Materialien wurden getrennt mit Proben von je 200 g Seesand bedeckt und wiederholt ausgelaugt
. Die Leitfähigkeiten der aufeinanderfolgenden Per-
25 kolate sind in der folgenden Tabelle genannt.
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Elektrische Leitfähigkeit (Mikromho pro cm χ 10 )
Auslaugung 2 3 4 5 6
nach
Trocknung über Nacht
gelöster KAS in 10 Wasser + Sägemehl
% der Gesamtleitfähigkeit
χ.
gelöster KAS in 0,5% Feststoffe 15 enthaltender Copolymeremulsion
+ Sägemehl
% der Gesamtleitfähigkeit
3700 357 68 24
16
88 97 99 99 100
423 857 563 411 323 15 46 66 81
92
KAS = Kalkammonsalpeter
Die Ergebnisse zeigen, daß durch die Behandlung mit dem Polymerisat die gelösten Salze viel langsamer als durch
die Probe, die kein Polymerisat enthält, freigegeben werden.
Bagasse wurde an der Luft getrocknet und dann in einer Hammermühle zu einem Pulver gemahlen. 100 g dieses Pulvers
wurden mit 100 g einer 0,5% Feststoffe enthaltenden Dispersion eines Copolymerisats von Vinylacetat und 2-Äthylhexylacrylat
gut gemischt. Das Gemisch wurde dann im Ofen bei 700C gut getrocknet. Sobald dieses Material die Fähigkeit
zeigte, einen darauf aufgebrachten Wassertropfen nicht eindringen zu lassen, wurde das Pulver mit verschie-
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denen Mengen von granuliertem Kalkammonsalpeter trocken gemischt. Proben von je 10 g des Pulvers in inniger Mischung
mit dem Kalkammonsalpeter wurden dann unter einem Druck von 60 MPa gepreßt. Die erhaltenen Tabletten, die
einen Durchmesser von 45 mm und eine Dicke von 4 mm hatten, wurden in Seesand vergraben. Die Geschwindigkeiten, mit
denen lösliche Salze aus den Tabletten entfernt wurden, wurden mit gewöhnlichem Kalkammonsalpeter und dem losen,
rieselfähigen, wasserabweisenden Bagassepulver verglichen. Die relativen elektrischen Leitfähigkeiten von aufeinanderfolgenden
Perkolaten von je 50 ml sind in der folgenden Tabelle genannt.
Die mit dem Polymerisat behandelte Bagasse verringert sowohl in lose gemischter Form als auch im gepreßten Zustand
drastisch die Geschwindigkeit der Entfernung der löslichen Salze. Das verstückte Material scheint wirksamer zu sein,
da beim Verhältnis von 1:1 nur 53% {relativ zur Vergleichsprobe) der Salze nach sechs Auslaugungen entfernt
werden, während aus dem losen, rieselfähigen Gemisch
20 98% entfernt werden.
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2,5 g 10 g |
Elektrische | Bagasse | Leitfähigkeit in Mikromho χ | KAS* + behandelte |
Bagasse | 1O3/cm3 | nur* KAS |
lose | Bagasse | I | |
Datum, | KAS* + behandelte |
1 :4 | 5 g 10 g |
Verhältnis | 1 :2 | 10 000 | 4150 | 1 :1 | 1 —λ |
||
Auslaugung Nr. | nur KAS* |
Verhältnis | ver dichtet |
ver dichtet |
10 g KAS* + 10 g behandelte |
100 | 42 | ver dichtet |
I | ||
3550 | lose | 236 | lose | 590 | Verhältnis | 4250 | 3100 | 2650 | |||
18.11.77 1 | 100 | 7 | 720 | 12 | 100 | 51 | 27 | ||||
% der Kontrolle, kumulativ |
373 | 224 | 800 | 15 | 2250 | 95 | 577 | 2050 | |||
18.11.77 2 | 100 | 6 | 26 | 2900 | 27 | 100 | 55 | 33 | |||
% der Kontrolle, kumulativ |
43 | 925 | 544 | 34 | 1225 | 21 | 3900 | 103 8 | ro | ||
18.11.77 3 | 100 | 29 | 40 | 273 | 38 | 100 | 82 | 40 | co cn CD |
||
% der Kontrolle, kumulativ |
95 | 404 | 555 | 36 | 1550 | 11 | 995 | 1050 | |||
21.11.77 4 | 100 | 39 | 53 | 875 | 52 | 100 | 89 | 47 | |||
% der Kontrolle, kumulativ |
11 | 630 | 371 | 44 | 498 | 11 | 738 | 518 | |||
21.11.77 5 | 100 | 53 | 62 | 564 | 56 | 100 | 94 | 51 | |||
% der Kontrolle, kumulativ |
11 | 353 | 178 | 49 | 176 | 294 | |||||
22.11.77 6 | 100 | 62 | 66 | 136 | 58 | 53 | |||||
% der Kontrolle, kumulativ |
125 | 50 | |||||||||
65 | |||||||||||
nur* KAS* |
|||||||||||
4850 | |||||||||||
100 | |||||||||||
5 800 | |||||||||||
100 | |||||||||||
88 | |||||||||||
100 | |||||||||||
29 | |||||||||||
100 | |||||||||||
72 | |||||||||||
100 | |||||||||||
11 | |||||||||||
100 |
KAS = Kalkammonsalpeter
Späne der Südafrikanischen Kiefer wurden getrocknet und zu Sägemehl (weniger als 300 μΐη) gemahlen. In 1100 g dieses
Sägemehls wurden 5000 g einer 28 g trockenes Polymerisat
enthaltenden Dispersion eines Copolymerisats von
Vinylacetat und 2-Äthylhexylacrylat eingerührt. Nach guter
Vermischung des Materials wurde das Gemisch im Ofen bei 50 C getrocknet.
Vertiefungen wurden im behandelten Sägemehl und in einer
Vergleichsprobe des Sägemehls geschaffen. In jede Vertiefung wurden 5 ml Wasser gegeben. Dieses Wasser war in der
Vergleichsprobe des Sägemehls in einer Minute eingesaugt, während es in das behandelte Material nach 10 Stunden noch
nicht eingedrungen war.
Der Versuch wurde wiederholt, wobei jedoch Bagasse, ein
Nebenprodukt der Zuckerrohrindustrie, verwendet wurde. Sie besteht aus den Stängelfasern, die nach Entfernung des
Saftes zurückbleiben. Die Bagasse wurde zu einem feinen Pulver gemahlen und in der gleichen Weise wie das Sägemehl
behandelt. Der gleiche Grad von Wasserabweisung wurde festgestellt.
Das gleiche Material, wie es bei dem in Beispiel 4 beschriebenen
Versuch verwendet wurde, wurde auf die Oberfläche von Wasser in einem 500 ml-Becherglas gestreut.
Eine Vergleichsprobe von unbehandeltem Sägemehl wurde in
einem weiteren Becherglas verwendet.
Nach einer Stunde war das gesamte Sägemehl im Vergleichsbecher mit Wasser vollgesogen und zu Boden gesunken,
während das behandelte Sägemehl nach einer Woche noch auf der Oberfläche schwamm und nicht zu Boden gesunken war.
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Das gemäß Beispiel 4 hergestellte behandelte Material wurde mit kristallinem Kaliumchlorid-Düngemittel im Verhältnis
von behandeltem Sägemehl zu Kaliumchlorid von 1:1 und von
3:1 gemischt. Vergleichsgemische mit den gleichen Verhältnissen der Bestandteile, jedoch unter Verwendung von
gewöhnlichem Sägemehl wurden ebenfalls hergestellt.
Proben dieser Gemische, die je 2 g Kaliumchlorid enthielten, wurden in 200 g Seesand vergraben, der in Kunststoffbechern,
in deren Böden Löcher gestochen waren, enthalten war. Jede Behandlung wurde mit 3fachen Proben durchgeführt.
Aliquote Wassermengen von je 50 ml ließ man nacheinander durch jeden Behälter rieseln. Die Konzentrationen der Salze
in den Perkolaten wurden durch Messen ihrer elektrischen Leitfähigkeit ermittelt.
3 3 Elektrische Leitfähigkeit (Mikromho χ 10 /cm )
Verhältnis 1:1 | behandeltes Sägemehl |
Verhältnis 4:1 | behandeltes Sägemehl |
|
Perkolat Nr. |
Kon trolle |
363 | Kon trolle |
187 |
1 | 147 | 1700 | kein Flüssig keits- dur chlauf |
550 |
2 | 2467 | 1083 | 2500 | 1267 |
3 | 130 | 147 | 747 | 767 |
4 | 21 | 34 | 121 | 543 |
5 | 16 | 17 | 39 | 271 |
6 | 13 | 16 |
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Das nicht benetzbare Sägemehl verringerte die Geschwindigkeit, mit der das Kaliumchlorid ausgelaugt v/ird. Je mehr
schützendes modifiziertes Sägemehl vorhanden ist, um so wirksamer wird die Auslaugung verringert. Beispielsweise
betrug die Leitfähigkeit bei der Auslaugung 2 etwa 2500 χ 10 Mikromho/cm bei den Vergleichsproben,
1700 χ 10 Mikromho/cm bei dem Verhältnis von 1:1 und 550 χ 10 Mikromho/cm bei dem Verhältnis von 4 Teilen
schützendem Sägemehl zu 1 Teil Kaliumchlorid.
10 Beispiel 7
1000 g trockene Bagasse aus der Zuckerrohrindustrie wurden mit 1000 g einer 5 g trockenes Polymerisat enthaltenden
Dispersion eines Copolymerisats von Vinylacetat und 2-Äthylhexylacrylat gemischt. Die Masse wurde bei 50 C getrocknet
und dann im Mörser zerstoßen und zerrieben. Ein Tropfen Wasser, der auf die Masse aufgebracht wurde, zeigte,
daß die Masse unbenetzbar geworden war.
Die folgenden vier Gemische wurden hergestellt:
(a) 2,5 g Harnstoff mit 2,5 g modifizierter Bagasse
(b) 2,5 g Harnstoff mit 5,0 g modifizierter Bagasse
(c) 2,5 g Harnstoff mit 7,5 g modifizierter Bagasse
(d) 2,5 g Harnstoff mit 2,5 g unbehandeltem Bagassepulver.
Je drei Proben dieser Gemische wurden mit sandigem Boden bedeckt, der in 5 1-Kunststofftopfen mit Ablauflöchern im
Boden enthalten war. 2 g Superphosphat, 2 g Kaliumchlorid und vier Maiskörner wurden in jedem Topf gemischt. Die
Töpfe wurden ständig gut gewässert.
Nach 6 Wochen wurden die Pflanzen geerntet und gewogen. Vier weitere Maiskörner, 2 g Superphosphat und 2 g Kaliumchlorid
wurden erneut zugesetzt, worauf der gleiche Versuch wiederholt wurde. Kein weiterer Stickstoffdünger wurde
zugesetzt. Nach 6 Wochen wurde der Versuch für eine
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dritte Ernte wiederholt. Die Ertragsergebnisse für die drei Ernten sind in der folgenden Tabelle genannt.
Verhältnis von Cellulosemehl zu Harnstoff
Erträge als Grüngewicht 3
in g Ernten
■ insge-
Ernte Ernte Ernte samt
1 2 3
1 2 3
unbehandeltes Mehl
: Harnstoff = 1:1 72,6
10 behandeltes Mehl
: Harnstoff = 1:1 99,2
behandeltes Mehl
: Harnstoff = 2:1 89,8
behandeltes Mehl
15 : Harnstoff = 3:1 90,1
15 : Harnstoff = 3:1 90,1
54,7 57,6 184,9
90,7 62,8 252,7
62,4 69,5 221,7
62,7 58,7 211,5
In allen Fällen wurden mit dem mit dem Polymerisat modifizierten Cellulosemehl höhere Ausbeuten als mit dem Gemisch
aus unbehandeltem Mehl und Harnstoff erhalten. Bei dem Verhältnis von 1:1 ergab die Behandlung mit dem Polymerisat
36,7% mehr Vegetation gegenüber den drei Ernten.
Trockenes Sägemehl von Südafrikanischen Kiefern wurde mit einer 0,5% festes Polymerisat enthaltenden Dispersion
eines Copolymerisate von Styrol und Butylacrylat und steigenden Konzentrationen von Ammoniumsulfat gemischt,
bis es vollständig feucht war. (1100 g Sägemehl mit 5000 g verdünnter Dispersion, die 25 g trockenes Polymerisat
und 0, 500, 1000 und 2000 g Ammoniumsulfat enthielt.)
Je drei Proben dieser Gemische, die das Äquivalent von 5,7 g Ammoniumsulfat enthielten, wurden leicht verdichtet,
so daß sie zu Briketts trockneten. Die Briketts bei der
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10%igen Ammoniumsulfatlösung waren daher 4mal größer als die Briketts, für die die 40%ige Lösung verwendet wurde.
Die Briketts wurden in sandigem Boden vergraben, der in 5 1-Töpfen, in deren Böden Löcher gebohrt waren, enthalten
war. 2 g Superphosphat, 2 g Kaliumchlorid und vier Maiskörner wurden in jeden Topf gegeben. Die Töpfe wurden
gut gewässert, und nach 6 Wochen wurden die Pflanzen geerntet. Die erhaltenen Erträge sind nachstehend genannt.
Konzentration von Ammoniumsulfat
im Gemisch mit modifiziertem Ertrag als Grüngewicht, Sägemehl (Gesamtmenge in allen
Fällen 5,7 g) g
Fällen 5,7 g) g
100% (Kontrollprobe) 67,1
64% 83,2
15 47% 93,2
31% 94,0
In allen Fällen wurden mit dem mit Polymerisat behandelten Sägemehl bedeutend höhere Erträge als bei der Vergleichsprobe,
die nur Ammoniumsulfat enthielt, erzielt.
20 Beispiel 9
Bei einem 3fach durchgeführten Freilandversuch mit Mais
wurden die folgenden Behandlungen verglichen:
A. 50 kg N/ha als übliches Ammoniumsulfat, Gesamtmenge bei der Saat aufgebracht.
B. 50 kg N/ha als übliches Ammoniumsulfat, jedoch in zwei gleichen Teilen angewendet: 25 kg N/ha bei der
Aussaat und 25 kg N/ha 6 Wochen später.
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C. 50 kg N/ha als Harnstoff (109 kg) mit 120 kg vorbehandeltem,
wasserabweisendem Sägemehl trocken gemischt. Die Gesamtmenge dieses Gemisches wurde bei der Aussaat
in einer gedrillten Furche im Abstand von etwa 5 cm längs der in den Boden eingebrachten Samen angewendet -
Das Holzmehl wurde wasserabweisend gemacht, indem 120 kg
Holzmehl mit 560 1 einer 2,24 kg trockenes Polymerisat enthaltenden Emulsion eines Styrol-2-Äthylhexylacrylat-Copolymerisats
gemischt wurden.
Der Stickstoffgehalt der Blätter in der Blüte, die Kornerträge,
die Gesamterträge an Pflanzen und die berechnete Gesamtstickstoffaufnahme (Blatt-N % χ Gesamtpflanzenertrag)
bei der Ernte sind nachstehend genannt.
Behand lung |
N-Gehalt im Blatt, O ■o |
Kornertrage (t/ha bei 12,5% N2O) |
Gesamt- pflanzen- ertrag (t/ha, unkorri- giert für Feuchtig keit) |
berechnete Gesamt- stickstoff- aufnahme/ha |
A | 2,428 | 7,142 | 14,558 | 35,4 |
B | 2,656 | 7,099 | 16,634 | 44,2 |
C | 2,861 | 7,518 | 19,033 | 54,5 |
Die Ergebnisse zeigen, daß mit dem Düngemittel, das mit dem wasserabweisenden Holzmehl gemischt war, höhere Werte
bei allen vier gemessenen Kriterien erzielt wurden.
Die berechnete Gesamtstickstoffaufnähme lag um 54% höher
als bei der Vergleichsbehandlung, bei der der gesamte Stickstoff ebenfalls bei der Aussaat angewendet wurde.
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Beispiel 10
Die beiden folgenden Flüssigkeiten wurden hergestellt:
Die beiden folgenden Flüssigkeiten wurden hergestellt:
A) 1g "Malasol" (emulgierbares insektizides Konzentrat
auf Basis von Mercaptothion)
5 10Og Wasser
101 g
B) 1 g "Malasol" 100 g Wasser
1 g einer 50% Polymerfeststoffe enthaltenden Dispersion
eines Copolymerisate von Styrol und 2-Äthyl-
hexylacrylat
102 g
Aliquote Teile von je 25 ml der vorstehend genannten Flüssigkeiten
wurden mit 10 g-Holzmehlproben gut gemischt. Die Gemische wurden im Wärmeschrank mit zwangsläufiger Durchlüftung
bei 50°C getrocknet.
Nach dem Trocknen wurden die behandelten Holzmehlproben in 200 g Seesand vergraben, der in Kunststoffbechern
(280 cm ), in deren Böden Löcher gestochen waren, enthalten war. Aufeinanderfolgende aliquote Wassermengen von
je 50 ml wurden dann auf die Oberfläche des Sandes gegossen. Die elektrische Leitfähigkeit der aufgefangenen einzelnen
Perkolate wurde gemessen. Jeder Versuch mit den mit den Flüssigkeiten A) und B) behandelten Holzmehlproben
wurde 4fach durchgeführt. Die Ergebnisse der Leitfähigkeitsmessungen
an den aufeinanderfolgenden Perkolaten sind in der folgenden Tabelle genannt.
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Perkolat Nr. |
Flüssigkeit A + Holzmehl |
Flüssigkeit B + Holzmehl |
Gemisch B als kumulativer Prozentsatz von Gemisch A |
1 | Elektrische (Mikromho χ |
Leitfähigkeit iO3/cm3) |
33% |
2 | 40 | 13 | 53% |
3 | 20 | 19 | 81% |
4 | 13 | 27 | 95% |
5 | 11 | 21 | 100% |
6 | 9 | 13 | 102% |
7 | 9 | 11 | 104% |
8 | ' 9 | 11 | 105% |
8 | 10 |
Die Ergebnisse zeigen, daß das lösliche Insektizid aus dem
gewöhnlichen Holzmehl schneller als aus dem mit dem Styrol-2-Äthylhexylacrylat-Copolymerisat
behandelten Holzmehl ausgelaugt wird.
Der vorstehend beschriebene Versuch wurde unter Verwendung von "25% Extermathion", einem Mercaptothion enthaltenden
insektizid in Form eines netzbaren Pulvers, wiederholt. Die gleiche Verzögerung der Auslaugung des Insektizids
wurde beobachtet.
Beispiel 1 1 Die beiden folgenden Lösungen wurden hergestellt:
A)
1 g einer 50% Wirkstoff enthaltenden fließfähigen Dispersion des Herbizids "Atrazine"
100 g Wasser
101 g
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B) 1g einer 50% Wirkstoff enthaltenden fließfähigen
Dispersion des Herbizids "Atrazine" 100 g Wasser
1 g einer 50% Polymerfeststoffe enthaltenden Dispersion
eines Styrol-2-Äthylhexylacrylat-Copolymerisats
102 g
Aliquote Teile von je 25 ml der vorstehend genannten Lösungen wurden mit je 10 g Holzmehl gut gemischt. Die Gemische
wurden im Wärmeschrank mit zwangsläufiger Belüftung bei 500C getrocknet.
Nach dem Trocknen wurden die behandelten Holzmehlproben in jeweils 200 g Seesand vergraben, der in Kunststoffbechern
(280 cm ), in deren Böden Löcher gestoßen waren,
enthalten war. Aufeinanderfolgende aliquote Teile von je
50 ml Wasser wurden dann auf die Oberfläche des Sandes gegossen. Die elektrische Leitfähigkeit der aufgefangenen
einzelnen Perkolate wurde gemessen. Die Versuche mit den mit den Lösungen A) und B) behandelten Holzmehlproben wurden
4fach durchgeführt. Die Ergebnisse der Messung der Leitfähigkeit der aufeinanderfolgenden Perkolate sind
in der folgenden Tabelle genannt.
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Perkolat
Nr.
Gemisch Λ
+ Holzmehl
+ Holzmehl
Gemisch B + Holzmehl
Elektrische Leitfähigkeit
3 3 (Mikromho χ 10 /cm )
Gemisch B als kumulativer Prozentsatz von Gemisch A
1 | 18 |
2 | 22 |
3 | 18 |
4 | 12 |
5 | 10 |
6 | 9 |
7 | 9 |
8 | 9 |
15 17 17 14 12 10 10 10
83% 80% 84% 90% 94% 96% 97% 98%
Die vorstehenden Ergebnisse zeigen, daß nach dreimaligem Auslaugen mit je 50 ml Wasser die Gesamtmenge des löslichen
Materials, das aus dem mit dem Polymerisat behandelten Holzmehl entfernt wurde, nur 84% der aus dem gewöhnlichen
Holzmehl entfernten Menge beträgt. Dieses lösliche Material wird als fast vollständig vom Herbizid stammend
angesehen.
Holzspäne der Südafrikanischen Kiefer wurden -zn Sägemehl
(weniger als 300 μπι) zerkleinert. In 1100 g dieses Sägemehls
wurden 5000 g einer 28 g trockenes Polymerisat enthaltenden Dispersion eines Vinylacetat-2-Äthylhexylacrylat-Copolymerisats
eingerührt. Nach guter Vermischung wurde das Material im Ofen bei 50°C getrocknet.
A) 10 g-Proben dieses trockenen, mit Polymerisat behandelten Sägemehls wurden mit 10 g trockenem "25% Extermathion"
(im Handel erhältliches, Mercaptothion enthaltendes Insektizid in Form eines netzbaren Pulvers) gemischt.
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B) Als Vergleichsproben wurden 10 g-Proben des unbehandelten Sägemehls mit 10 g "25% Extermathion" gemischt.
Die vorstehend beschriebenen verschiedenen Sägemehlgemische wurden in 200 g Seesand vergraben, der in 280 ml-Kunststoffbehältern
enthalten war. In die Böden dieser Behälter wurden Löcher gestoßen, worauf aliquote Teile von
je 50 ml Wasser nacheinander auf die Oberflächen des Sandes gegossen wurden. Jedes Perkolat wurde einzeln aufgefangen
und der Messung der elektrischen Leitfähigkeit unterworfen. Die Ergebnisse für acht Auslaugungen mit je
50 ml sind in der folgenden Tabelle genannt.
Perkolat | Gemisch A | Gemisch B | Gemisch B als |
Nr. | Elektrische (Mikromho |
Leitfähigkeit χ iO3/cm3) |
kumulativer Prozentsatz von Gemisch A |
1 | 57 | 8 | 14% |
2 | 40 | 11 | 20% |
3 | 22 | 22 | 34% |
4 | 14 | 47 | 66% |
5 | 11 | 32 | 83% |
6 | 11 | 17 | 88% |
7 | 9 | 12 | 91% |
8 | 8 | 10 | 92% |
Während die größte Menge löslichen Materials, die bei einer Auslaugung entfernt wurde, aus dem Gemisch aus
gewöhnlichem Sägemehl mit Insektizid bei der ersten Auslaugung gelöst wurde, ist dies bei dem mit Polymerisat
vorbehandelten Sägemehl erst bei der Auslaugung Nr. 4 der Fall. Selbst nach acht Auslaugungen gab das Gemisch,
das das wasserabweisende Sägemehl enthielt, mehr Herbizid ab als das Gemisch aus Herbizid mit gewöhnlichem Sägemehl.
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Claims (11)
1. Stoffgemisch für die Verwendung insbesondere in der
Landwirtschaft, enthaltend neben einem wasserempfindlichen Material ein organisches feinteiliges Material,
bei dem die Teilchen von kleinen Gruppen von Teilchen mit einem polymeren Material umhüllt sind, das die Teilchen
unbenetzbar macht.
2. Stoffgemisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß es als feinteiliges organisches Material ein Abfallmaterial aus der aus Sägemehl, Holzmehl, Bagasse,
zerkleinertem Gras, Papierzellstoff und Kompost bestehenden Gruppe enthält.
3. Stoffgemisch nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das umhüllende polymere Material ausgewählt ist aus der Gruppe
(a) Vinylester von aliphatischen Säuren mit 1 bis 18 C-Atomen,
9 0 9 621/0707
Telefon: (0221) 131041 · Telex: 8882307 dopa d -Telegramm: Dompalenl Köln
285Π200
(b) Ester von Acrylsäure und Methacrylsäure mit Alkoholen mit 1 bis 18 C-Atomen,
(c) mono- und diäthylenisch ungesättigte Kohlenwasserstoffe und aliphatische Diene,
(d) ungesättigte Carbonsäuren,
(e) Ester von ungesättigten Carbonsäuren mit Alkoholen, die eine weitere funktioneile Gruppe enthalten, und
(f) Vinylmonomere.
4. Stoffgemisch nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
als polymeres Material ein Polymerisat zum Einsatz kommt von Monomeren aus der Gruppe (a) Vinylpropionat und Vinylversatat,
der Gruppe (b) Methylacrylat, Äthylacrylat, Butylacrylat, 2-Äthylhexylacrylat und Methylmethacrylat,
der Gruppe (c) Styrol und Butadienen, der Gruppe (d) Acrylsäure, Methacrylsäure, Crotonsäure, Fumarsäure und
Itaconsäure, der Gruppe (e) Glycidylmethacrylat, Hydroxyäthylacrylat
und Hydroxypropylacrylat und der Gruppe (f) Vinylacetat, Acrylamid, Acrylnitril, Methylolacrylamid
und Methacrylamid.
5. Verfahren zur Herstellung von Stoffgemischen nach Anspruch
1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Emulsion, Dispersion, Lösung oder ähnliche Zubereitung
eines Polymerisats, das unbenetzbar ist oder wird, zu einem organischen feinteiligen Material gibt, das Produkt
gegebenenfalls trocknet und ein wasserempfindliches Material zumischt.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß man das wasserempfindliche Material vor der Zugabe der
Polymerzubereitung mit dem organischen feinteiligen Material
mischt.
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2Hb iJ 200
7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß man das wasserempfindliche Material der Polymerzubereitung
zusetzt.
8. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß man das umhüllte feinteilige Material trocknet und dann
mit dem wasserempfindlichen Material mischt.
9. Verfahren nach Anspruch 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß man das Produkt nach dem Trocknen zu einem Aggregat
verdichtet.
10. Verfahren nach Anspruch 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß man das feinteilige Material mit einer Polymerzubereitung
behandelt, die das Polymerisat in einer solchen Menge enthält, daß etwa 0,1 bis 5 Teile Polymerisat pro
100 Teile feinteiliges Material vorhanden sind, wobei die Menge so gewählt wird, daß sichergestellt ist, daß
die einzelnen Teilchen unbenetzbar werden, jedoch freifließend und rieselfähig sind.
11. Verwendung des Stoffgemisches nach Anspruch 1 bis 10 zur
Behandlung von landwirtschaftlichen Anbauflächen dergestalt, daß man auf die Anbaufläche das Stoffgemisch in
getrocknetem Zustand oder in einem solchen ungetrockneten
Zustand, daß das Polymerisat nach natürlicher Trocknung seine Unbenetzbarkeit den Teilchen verleiht, aufbringt.
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