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DE2850200A1 - Insbesondere fuer die landwirtschaft geeignete stoffgemische und verfahren zu ihrer herstellung - Google Patents

Insbesondere fuer die landwirtschaft geeignete stoffgemische und verfahren zu ihrer herstellung

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Publication number
DE2850200A1
DE2850200A1 DE19782850200 DE2850200A DE2850200A1 DE 2850200 A1 DE2850200 A1 DE 2850200A1 DE 19782850200 DE19782850200 DE 19782850200 DE 2850200 A DE2850200 A DE 2850200A DE 2850200 A1 DE2850200 A1 DE 2850200A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
polymer
mixture
water
group
finely divided
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19782850200
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English (en)
Inventor
Richard Timothy Bishop
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Revertex South Africa Pty Ltd
Original Assignee
Revertex South Africa Pty Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from ZA00776918A external-priority patent/ZA776918B/xx
Application filed by Revertex South Africa Pty Ltd filed Critical Revertex South Africa Pty Ltd
Publication of DE2850200A1 publication Critical patent/DE2850200A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05FORGANIC FERTILISERS NOT COVERED BY SUBCLASSES C05B, C05C, e.g. FERTILISERS FROM WASTE OR REFUSE
    • C05F5/00Fertilisers from distillery wastes, molasses, vinasses, sugar plant or similar wastes or residues, e.g. from waste originating from industrial processing of raw material of agricultural origin or derived products thereof
    • C05F5/002Solid waste from mechanical processing of material, e.g. seed coats, olive pits, almond shells, fruit residue, rice hulls
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05FORGANIC FERTILISERS NOT COVERED BY SUBCLASSES C05B, C05C, e.g. FERTILISERS FROM WASTE OR REFUSE
    • C05F11/00Other organic fertilisers
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05FORGANIC FERTILISERS NOT COVERED BY SUBCLASSES C05B, C05C, e.g. FERTILISERS FROM WASTE OR REFUSE
    • C05F9/00Fertilisers from household or town refuse
    • C05F9/04Biological compost
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05GMIXTURES OF FERTILISERS COVERED INDIVIDUALLY BY DIFFERENT SUBCLASSES OF CLASS C05; MIXTURES OF ONE OR MORE FERTILISERS WITH MATERIALS NOT HAVING A SPECIFIC FERTILISING ACTIVITY, e.g. PESTICIDES, SOIL-CONDITIONERS, WETTING AGENTS; FERTILISERS CHARACTERISED BY THEIR FORM
    • C05G5/00Fertilisers characterised by their form
    • C05G5/30Layered or coated, e.g. dust-preventing coatings
    • C05G5/37Layered or coated, e.g. dust-preventing coatings layered or coated with a polymer
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02ATECHNOLOGIES FOR ADAPTATION TO CLIMATE CHANGE
    • Y02A40/00Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production
    • Y02A40/10Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production in agriculture
    • Y02A40/20Fertilizers of biological origin, e.g. guano or fertilizers made from animal corpses
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02PCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
    • Y02P20/00Technologies relating to chemical industry
    • Y02P20/141Feedstock
    • Y02P20/145Feedstock the feedstock being materials of biological origin

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  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

Insbesondere für die Landwirtschaft geeignete Stoffgemische und Verfahren zu ihrer Herstellung
Die Erfindung betrifft ein Stoffgemisch, das eine oder mehrere wasserempfindliche Substanzen, beispielsweise eine wasserlösliche Substanz, und einen feinteiligen organischen Stoff, in dem die Auflösungsgeschwindigkeit der wasserlöslichen Substanz wesentlich verringert ist, enthält und in der Landwirtschaft, im Gartenbau u.dgl. mit besonderem Vorteil verwendet werden kann.
Das Stoffgemisch gemäß der Erfindung enthält ein organisches feinteiliges Material, in dem die Teilchen oder Gruppen von Teilchen mit einem polymeren Material umhüllt sind, wodurch sie wasserabweisend werden, und ein wasserempfindliches Material.
Das wasserempfindliche Material ist gewöhnlich ein wasserlösliches Material, auch wenn die Löslichkeit nur das Ausmaß von einigen Teilen pro Million Teile hat.
Als polymere Materialien eignen sich für die Zwecke der Erfindung beispielsweise Bitumen, Teer sowie Homopolymere und Copolymere der folgenden Monomeren:
a) Vinylester von aliphatischen Säuren mit 1 bis 18 C-Atomen, insbesondere Vinylpropionat und "Vinylversatat"
(Hersteller Shell).
b) Acrylsäure- und Methacrylsäureester von Alkoholen mit 1 bis 18 C-Atomen, insbesondere Methylacrylat, Äthylacrylat, Butylacrylat, 2-Äthylhexylacrylat und Methyl-
25 methacrylat.
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c) mono- und diäthylenisch ungesättigte Kohlenwasserstoffe, beispielsweise Styrol, und aliphatische Diene, beispielsweise Butadiene.
d) Ungesättigte Carbonsäuren, beispielsweise Acrylsäure, Methacrylsäure, Crotonsäure, Fumarsäure und Itacon-
säure.
e) Ester von ungesättigten Carbonsäuren mit Alkoholen, die eine weitere funktionelle Gruppe enthalten, beispielsweise Glycidylmethacrylat, Hydroxyäthylacrylat und
1O Hydroxypropylacrylat.
f) Vinylmonomere, beispielsweise Vinylacetat, Acrylamid, Acrylnitril, Methylolacrylamid und Methacrylamid.
Als organische feinteilige Materialien können zweckmäßig Abfallprodukte, beispielsweise Sägemehl oder Bagasse, oder geschnittenes Gras, Kompost, Papierzellstoff u.dgl. verwendet werden.
Das gewählte Material muß mit dem Medium, in dem es verwendet werden soll, verträglich oder indifferent dazu sein. Sägemehl hat den Vorteil, daß es eine Abdeckung (mulch) für den Boden darstellt, so daß eine Masse, die mit Polymerisat umhülltes Sägemehl und ein Düngemittel enthält, einen doppelten Zweck erfüllt, nämlich 1) langsame Freigabe des Düngemittels zu bewirken und 2) Feuchtigkeit im Boden zu halten.
Das Polymerisat kann auf das organische Material als Emulsion, Dispersion oder Lösung aufgebracht werden. Das wasserempfindliche Material kann in die Polymeremulsion, -dispersion oder -lösung einbezogen oder mit dem organischen Material vor der Aufbringung des Polymerisats gemischt werden, oder es kann mit dem bereits umhüllten
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organischen Material gemischt werden. Die Auflösungsgeschwindigkeit oder andere Funktion hängt von dem Verfahren der Einarbeitung des wasserempfindlichen Materials ab.
Das Stoffgemisch kann verdichtet und zu Briketts geformt werden. Es kann auch in Form eines losen Gemisches hergestellt werden. Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung wird das Polymerisat in einer solchen Menge zugesetzt, daß nach dem Trocknen eine freifließende oder rieseifähige Masse erhalten wird. Bei einigen Anwendungen kann ein ungetrocknetes Gemisch verwendet werden, wobei die wasserabweisenden Eigenschaften sich während der natürlichen Trocknung des Produkts ausbilden.
Um eine freifließende Masse zu erhalten, wird das feinteilige organische Material vorzugsweise mit einer Polymerzubereitung, die ein Polymerisat enthält, in einer Menge behandelt, die etwa 0,1 bis 5 Teilen Polymerisat pro 100 Teile des feinteiligen Materials entspricht. Die Menge wird so gewählt, daß sichergestellt ist, daß die einzelnen Teilchen wasserabweisend oder nicht benetzbar werden, aber freifließend oder rieselfähig sind.
Es leuchtet ein, daß verschiedene Arten und Gefüge des organischen Materials unterschiedliche Polymermengen erfordern, um die gewünschten Eigenschaften zu erzielen. Diese Menge kann empirisch ermittelt werden.
Die behandelten Teilchen mögen dem Augenschein nach von den unbehandelten Teilchen nicht unterscheidbar sein, aber der Einfluß der Behandlung macht sich bemerkbar, wenn die Teilchen befeuchtet werden: Die unbehandelten Teilchen werden benetzt, während die behandelten Teilchen nicht benetzt werden. Die behandelten Teilchen sind somit äußerst vorteilhaft zur Vermischung beispielsweise mit stark lös-
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lichen Düngemitteln, um die bei der ersten Benetzung gelöste Menge zu verringern, oder in einem Sturm, wodurch Schädigung der Pflanzen verhindert und das Düngemittel über einen längeren Zeitraum verfügbar gemacht wird.
Der Effekt der ünbenetzbarkeit kann durch Behandlung mit einem Tensid, Netzmittel oder einer hohen Konzentration löslicher Salze aufgehoben werden.
Die verwendete Menge des wasserempfindlichen Materials hängt von der jeweiligen Anwendung ab. Auf einer Gewicht/ Gewicht-Basis ist das Verhältnis von Volumen zu Gewicht sehr groß, da das umhüllte organische Material eine viel geringere Dichte hat als die wasserempfindlichen Materialien.
Das organische feinteilige Material kann eine Teilchengröße zwischen 10 und 700 μΐη haben.
Wenn Sägemehl, das vorher mit einer 0,4%igen Emulsion eines Styrol-Acrylsäure-Copolymerisats getränkt und dann getrocknet worden war, mit einem organischen Mischdünger im Gewichtsverhältnis von 1,5:1,0 trockengemischt wurde, erwies sich das Gemisch als wasserabweisend. Wenn dieses Gemisch in Sand eingegraben und fortlaufend mit Wasser ausgelaugt wurde, war die Geschwindigkeit des Düngemittelverlustes aus diesem Gemisch erheblich geringer als die Verluste bei einem üblichen Düngemittel.
Die Stoffgemisch gemäß der Erfindung können Düngemittel, Herbizide, Insektizide, Bakterizide oder andere Schädlingsbekämpfungsmittel oder andere landwirtschaftliche Chemikalien enthalten.
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Beispiel 1
Eine Emulsion eines Copolymerisate von Styrol und 2-Äthylhexylacrylat wurde mit Wasser so verdünnt, daß der PoIymergehalt 0,4% betrug. 3 g Sägemehl wurden mit 14g dieser verdünnten Emulsion gemischt. Die Masse wurde dann bei 55°C getrocknet.
10
Im trockenen Zustand wurde das Wasserabweisungsvermögen des behandelten Sägemehls nachgeprüft, bevor 3,8 g des Sägemehls mit 2,5 g Kalkammonsalpeter gemischt wurden. Bei einem Vergleichsversuch wurden 3,8 g gewöhnliches Sägemehl trocken mit 2,5 g Kalkammonsalpeter gemischt.
Die beiden Düngemittel enthaltenden Gemische wurden in eine Masse von gewöhnlichem Seesand eingegraben, worauf Wasser im Überschuß auf die Oberfläche gegossen wurde. Die verschiedenen Düngemittelmengen, die bei den verschiedenen Behandlungen mit fortlaufendem Auslaugen ausgewaschen wurden, wurden als elektrische Leitfähigkeit gemessen. Die folgenden Ergebnisse wurden erhalten:
20
Elektrische Leitfähigkeit (Micromho pro cm χ 10 )
Trock nen über Nacht
- 7
25
30
35
Düngemittel im vorbehandelten Sägemehl
% der Gesamtleit fähigkeit
Düngemittel im unbehandelten Sägemehl
% der Gesamtleit fähigkeit
237 550 593 864 520 419
6 21 37 61 75 86
413 1080 897 703 157 33
13 45 72 94 98 99
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Die Ergebnisse zeigen, daß durch Vorbehandlung des Sägemehls die Geschwindigkeit der Freigabe des Düngemittels verringert wird. Dies ist besonders offensichtlich bei der Auslaugung 7 nach dem Trocknen über Nacht, wo das Perkolat 14% der gesamten elektrischen Leitfähigkeit aufweist, während diese beim Vergleichsversuch nur 0,7% ausmacht .
Beispiel 2
18g Kalkammonsalpeter wurden in 81 g Wasser gelöst. Der Lösung wurde 1 g einer 56% Feststoffe enthaltenen Emulsion eines Copolymerisats von Vinylacetat und 2-Äthylhexylacrylat zugesetzt. 14 g dieses Gemisches wurden mit 3 g Sägemehl gemischt. Die Masse wurde über Nacht bei 50 C getrocknet. Zum Vergleich wurde dieser Versuch genau wiederholt, wobei jedoch 92 g Wasser verwendet wurden und keine Polymeremulsion zugesetzt wurde.
Wenn ein Wassertropfen auf diese in verschiedener Weise behandelten Gemische aufgebracht wurde, zeigte sich, daß er bei der Vergleichsprobe sofort aufgesaugt wurde, während er bei dem erfindungsgemäßen, mit dem Polymerisat behandelten Material erst nach etwa 15 Minuten aufgesaugt wurde. Die getrockneten Materialien wurden getrennt mit Proben von je 200 g Seesand bedeckt und wiederholt ausgelaugt . Die Leitfähigkeiten der aufeinanderfolgenden Per-
25 kolate sind in der folgenden Tabelle genannt.
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Elektrische Leitfähigkeit (Mikromho pro cm χ 10 )
Auslaugung 2 3 4 5 6
nach
Trocknung über Nacht
gelöster KAS in 10 Wasser + Sägemehl
% der Gesamtleitfähigkeit
χ.
gelöster KAS in 0,5% Feststoffe 15 enthaltender Copolymeremulsion + Sägemehl
% der Gesamtleitfähigkeit
3700 357 68 24
16
88 97 99 99 100
423 857 563 411 323 15 46 66 81
92
KAS = Kalkammonsalpeter
Die Ergebnisse zeigen, daß durch die Behandlung mit dem Polymerisat die gelösten Salze viel langsamer als durch die Probe, die kein Polymerisat enthält, freigegeben werden.
Beispiel 3
Bagasse wurde an der Luft getrocknet und dann in einer Hammermühle zu einem Pulver gemahlen. 100 g dieses Pulvers wurden mit 100 g einer 0,5% Feststoffe enthaltenden Dispersion eines Copolymerisats von Vinylacetat und 2-Äthylhexylacrylat gut gemischt. Das Gemisch wurde dann im Ofen bei 700C gut getrocknet. Sobald dieses Material die Fähigkeit zeigte, einen darauf aufgebrachten Wassertropfen nicht eindringen zu lassen, wurde das Pulver mit verschie-
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denen Mengen von granuliertem Kalkammonsalpeter trocken gemischt. Proben von je 10 g des Pulvers in inniger Mischung mit dem Kalkammonsalpeter wurden dann unter einem Druck von 60 MPa gepreßt. Die erhaltenen Tabletten, die einen Durchmesser von 45 mm und eine Dicke von 4 mm hatten, wurden in Seesand vergraben. Die Geschwindigkeiten, mit denen lösliche Salze aus den Tabletten entfernt wurden, wurden mit gewöhnlichem Kalkammonsalpeter und dem losen, rieselfähigen, wasserabweisenden Bagassepulver verglichen. Die relativen elektrischen Leitfähigkeiten von aufeinanderfolgenden Perkolaten von je 50 ml sind in der folgenden Tabelle genannt.
Die mit dem Polymerisat behandelte Bagasse verringert sowohl in lose gemischter Form als auch im gepreßten Zustand drastisch die Geschwindigkeit der Entfernung der löslichen Salze. Das verstückte Material scheint wirksamer zu sein, da beim Verhältnis von 1:1 nur 53% {relativ zur Vergleichsprobe) der Salze nach sechs Auslaugungen entfernt werden, während aus dem losen, rieselfähigen Gemisch
20 98% entfernt werden.
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2,5 g
10 g
Elektrische Bagasse Leitfähigkeit in Mikromho χ KAS* +
behandelte
Bagasse 1O3/cm3 nur*
KAS
lose Bagasse I
Datum, KAS* +
behandelte
1 :4 5 g
10 g
Verhältnis 1 :2 10 000 4150 1 :1 1
—λ
Auslaugung Nr. nur
KAS*
Verhältnis ver
dichtet
ver
dichtet
10 g KAS* +
10 g behandelte
100 42 ver
dichtet
I
3550 lose 236 lose 590 Verhältnis 4250 3100 2650
18.11.77 1 100 7 720 12 100 51 27
% der Kontrolle,
kumulativ
373 224 800 15 2250 95 577 2050
18.11.77 2 100 6 26 2900 27 100 55 33
% der Kontrolle,
kumulativ
43 925 544 34 1225 21 3900 103 8 ro
18.11.77 3 100 29 40 273 38 100 82 40 co
cn
CD
% der Kontrolle,
kumulativ
95 404 555 36 1550 11 995 1050
21.11.77 4 100 39 53 875 52 100 89 47
% der Kontrolle,
kumulativ
11 630 371 44 498 11 738 518
21.11.77 5 100 53 62 564 56 100 94 51
% der Kontrolle,
kumulativ
11 353 178 49 176 294
22.11.77 6 100 62 66 136 58 53
% der Kontrolle,
kumulativ
125 50
65
nur*
KAS*
4850
100
5 800
100
88
100
29
100
72
100
11
100
KAS = Kalkammonsalpeter
Beispiel 4
Späne der Südafrikanischen Kiefer wurden getrocknet und zu Sägemehl (weniger als 300 μΐη) gemahlen. In 1100 g dieses Sägemehls wurden 5000 g einer 28 g trockenes Polymerisat enthaltenden Dispersion eines Copolymerisats von Vinylacetat und 2-Äthylhexylacrylat eingerührt. Nach guter Vermischung des Materials wurde das Gemisch im Ofen bei 50 C getrocknet.
Vertiefungen wurden im behandelten Sägemehl und in einer Vergleichsprobe des Sägemehls geschaffen. In jede Vertiefung wurden 5 ml Wasser gegeben. Dieses Wasser war in der Vergleichsprobe des Sägemehls in einer Minute eingesaugt, während es in das behandelte Material nach 10 Stunden noch nicht eingedrungen war.
Der Versuch wurde wiederholt, wobei jedoch Bagasse, ein Nebenprodukt der Zuckerrohrindustrie, verwendet wurde. Sie besteht aus den Stängelfasern, die nach Entfernung des Saftes zurückbleiben. Die Bagasse wurde zu einem feinen Pulver gemahlen und in der gleichen Weise wie das Sägemehl behandelt. Der gleiche Grad von Wasserabweisung wurde festgestellt.
Beispiel 5
Das gleiche Material, wie es bei dem in Beispiel 4 beschriebenen Versuch verwendet wurde, wurde auf die Oberfläche von Wasser in einem 500 ml-Becherglas gestreut.
Eine Vergleichsprobe von unbehandeltem Sägemehl wurde in einem weiteren Becherglas verwendet.
Nach einer Stunde war das gesamte Sägemehl im Vergleichsbecher mit Wasser vollgesogen und zu Boden gesunken, während das behandelte Sägemehl nach einer Woche noch auf der Oberfläche schwamm und nicht zu Boden gesunken war.
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Beispiel 6
Das gemäß Beispiel 4 hergestellte behandelte Material wurde mit kristallinem Kaliumchlorid-Düngemittel im Verhältnis von behandeltem Sägemehl zu Kaliumchlorid von 1:1 und von 3:1 gemischt. Vergleichsgemische mit den gleichen Verhältnissen der Bestandteile, jedoch unter Verwendung von gewöhnlichem Sägemehl wurden ebenfalls hergestellt.
Proben dieser Gemische, die je 2 g Kaliumchlorid enthielten, wurden in 200 g Seesand vergraben, der in Kunststoffbechern, in deren Böden Löcher gestochen waren, enthalten war. Jede Behandlung wurde mit 3fachen Proben durchgeführt. Aliquote Wassermengen von je 50 ml ließ man nacheinander durch jeden Behälter rieseln. Die Konzentrationen der Salze in den Perkolaten wurden durch Messen ihrer elektrischen Leitfähigkeit ermittelt.
3 3 Elektrische Leitfähigkeit (Mikromho χ 10 /cm )
Verhältnis 1:1 behandeltes
Sägemehl
Verhältnis 4:1 behandeltes
Sägemehl
Perkolat
Nr.
Kon
trolle
363 Kon
trolle
187
1 147 1700 kein
Flüssig
keits-
dur chlauf
550
2 2467 1083 2500 1267
3 130 147 747 767
4 21 34 121 543
5 16 17 39 271
6 13 16
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Das nicht benetzbare Sägemehl verringerte die Geschwindigkeit, mit der das Kaliumchlorid ausgelaugt v/ird. Je mehr schützendes modifiziertes Sägemehl vorhanden ist, um so wirksamer wird die Auslaugung verringert. Beispielsweise betrug die Leitfähigkeit bei der Auslaugung 2 etwa 2500 χ 10 Mikromho/cm bei den Vergleichsproben, 1700 χ 10 Mikromho/cm bei dem Verhältnis von 1:1 und 550 χ 10 Mikromho/cm bei dem Verhältnis von 4 Teilen schützendem Sägemehl zu 1 Teil Kaliumchlorid.
10 Beispiel 7
1000 g trockene Bagasse aus der Zuckerrohrindustrie wurden mit 1000 g einer 5 g trockenes Polymerisat enthaltenden Dispersion eines Copolymerisats von Vinylacetat und 2-Äthylhexylacrylat gemischt. Die Masse wurde bei 50 C getrocknet und dann im Mörser zerstoßen und zerrieben. Ein Tropfen Wasser, der auf die Masse aufgebracht wurde, zeigte, daß die Masse unbenetzbar geworden war.
Die folgenden vier Gemische wurden hergestellt:
(a) 2,5 g Harnstoff mit 2,5 g modifizierter Bagasse
(b) 2,5 g Harnstoff mit 5,0 g modifizierter Bagasse
(c) 2,5 g Harnstoff mit 7,5 g modifizierter Bagasse
(d) 2,5 g Harnstoff mit 2,5 g unbehandeltem Bagassepulver.
Je drei Proben dieser Gemische wurden mit sandigem Boden bedeckt, der in 5 1-Kunststofftopfen mit Ablauflöchern im Boden enthalten war. 2 g Superphosphat, 2 g Kaliumchlorid und vier Maiskörner wurden in jedem Topf gemischt. Die Töpfe wurden ständig gut gewässert.
Nach 6 Wochen wurden die Pflanzen geerntet und gewogen. Vier weitere Maiskörner, 2 g Superphosphat und 2 g Kaliumchlorid wurden erneut zugesetzt, worauf der gleiche Versuch wiederholt wurde. Kein weiterer Stickstoffdünger wurde zugesetzt. Nach 6 Wochen wurde der Versuch für eine
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dritte Ernte wiederholt. Die Ertragsergebnisse für die drei Ernten sind in der folgenden Tabelle genannt.
Verhältnis von Cellulosemehl zu Harnstoff
Erträge als Grüngewicht 3
in g Ernten
■ insge-
Ernte Ernte Ernte samt
1 2 3
unbehandeltes Mehl
: Harnstoff = 1:1 72,6
10 behandeltes Mehl
: Harnstoff = 1:1 99,2
behandeltes Mehl
: Harnstoff = 2:1 89,8
behandeltes Mehl
15 : Harnstoff = 3:1 90,1
54,7 57,6 184,9
90,7 62,8 252,7
62,4 69,5 221,7
62,7 58,7 211,5
In allen Fällen wurden mit dem mit dem Polymerisat modifizierten Cellulosemehl höhere Ausbeuten als mit dem Gemisch aus unbehandeltem Mehl und Harnstoff erhalten. Bei dem Verhältnis von 1:1 ergab die Behandlung mit dem Polymerisat 36,7% mehr Vegetation gegenüber den drei Ernten.
Beispiel 8
Trockenes Sägemehl von Südafrikanischen Kiefern wurde mit einer 0,5% festes Polymerisat enthaltenden Dispersion eines Copolymerisate von Styrol und Butylacrylat und steigenden Konzentrationen von Ammoniumsulfat gemischt, bis es vollständig feucht war. (1100 g Sägemehl mit 5000 g verdünnter Dispersion, die 25 g trockenes Polymerisat und 0, 500, 1000 und 2000 g Ammoniumsulfat enthielt.)
Je drei Proben dieser Gemische, die das Äquivalent von 5,7 g Ammoniumsulfat enthielten, wurden leicht verdichtet, so daß sie zu Briketts trockneten. Die Briketts bei der
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10%igen Ammoniumsulfatlösung waren daher 4mal größer als die Briketts, für die die 40%ige Lösung verwendet wurde.
Die Briketts wurden in sandigem Boden vergraben, der in 5 1-Töpfen, in deren Böden Löcher gebohrt waren, enthalten war. 2 g Superphosphat, 2 g Kaliumchlorid und vier Maiskörner wurden in jeden Topf gegeben. Die Töpfe wurden gut gewässert, und nach 6 Wochen wurden die Pflanzen geerntet. Die erhaltenen Erträge sind nachstehend genannt.
Konzentration von Ammoniumsulfat
im Gemisch mit modifiziertem Ertrag als Grüngewicht, Sägemehl (Gesamtmenge in allen
Fällen 5,7 g) g
100% (Kontrollprobe) 67,1
64% 83,2
15 47% 93,2
31% 94,0
In allen Fällen wurden mit dem mit Polymerisat behandelten Sägemehl bedeutend höhere Erträge als bei der Vergleichsprobe, die nur Ammoniumsulfat enthielt, erzielt.
20 Beispiel 9
Bei einem 3fach durchgeführten Freilandversuch mit Mais wurden die folgenden Behandlungen verglichen:
A. 50 kg N/ha als übliches Ammoniumsulfat, Gesamtmenge bei der Saat aufgebracht.
B. 50 kg N/ha als übliches Ammoniumsulfat, jedoch in zwei gleichen Teilen angewendet: 25 kg N/ha bei der Aussaat und 25 kg N/ha 6 Wochen später.
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C. 50 kg N/ha als Harnstoff (109 kg) mit 120 kg vorbehandeltem, wasserabweisendem Sägemehl trocken gemischt. Die Gesamtmenge dieses Gemisches wurde bei der Aussaat in einer gedrillten Furche im Abstand von etwa 5 cm längs der in den Boden eingebrachten Samen angewendet -
Das Holzmehl wurde wasserabweisend gemacht, indem 120 kg Holzmehl mit 560 1 einer 2,24 kg trockenes Polymerisat enthaltenden Emulsion eines Styrol-2-Äthylhexylacrylat-Copolymerisats gemischt wurden.
Der Stickstoffgehalt der Blätter in der Blüte, die Kornerträge, die Gesamterträge an Pflanzen und die berechnete Gesamtstickstoffaufnahme (Blatt-N % χ Gesamtpflanzenertrag) bei der Ernte sind nachstehend genannt.
Behand
lung
N-Gehalt
im Blatt,
O
■o
Kornertrage
(t/ha bei
12,5% N2O)
Gesamt-
pflanzen-
ertrag
(t/ha,
unkorri-
giert für
Feuchtig
keit)
berechnete
Gesamt-
stickstoff-
aufnahme/ha
A 2,428 7,142 14,558 35,4
B 2,656 7,099 16,634 44,2
C 2,861 7,518 19,033 54,5
Die Ergebnisse zeigen, daß mit dem Düngemittel, das mit dem wasserabweisenden Holzmehl gemischt war, höhere Werte bei allen vier gemessenen Kriterien erzielt wurden.
Die berechnete Gesamtstickstoffaufnähme lag um 54% höher als bei der Vergleichsbehandlung, bei der der gesamte Stickstoff ebenfalls bei der Aussaat angewendet wurde.
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Beispiel 10
Die beiden folgenden Flüssigkeiten wurden hergestellt:
A) 1g "Malasol" (emulgierbares insektizides Konzentrat
auf Basis von Mercaptothion)
5 10Og Wasser
101 g
B) 1 g "Malasol" 100 g Wasser
1 g einer 50% Polymerfeststoffe enthaltenden Dispersion eines Copolymerisate von Styrol und 2-Äthyl-
hexylacrylat
102 g
Aliquote Teile von je 25 ml der vorstehend genannten Flüssigkeiten wurden mit 10 g-Holzmehlproben gut gemischt. Die Gemische wurden im Wärmeschrank mit zwangsläufiger Durchlüftung bei 50°C getrocknet.
Nach dem Trocknen wurden die behandelten Holzmehlproben in 200 g Seesand vergraben, der in Kunststoffbechern (280 cm ), in deren Böden Löcher gestochen waren, enthalten war. Aufeinanderfolgende aliquote Wassermengen von je 50 ml wurden dann auf die Oberfläche des Sandes gegossen. Die elektrische Leitfähigkeit der aufgefangenen einzelnen Perkolate wurde gemessen. Jeder Versuch mit den mit den Flüssigkeiten A) und B) behandelten Holzmehlproben wurde 4fach durchgeführt. Die Ergebnisse der Leitfähigkeitsmessungen an den aufeinanderfolgenden Perkolaten sind in der folgenden Tabelle genannt.
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Perkolat
Nr.
Flüssigkeit A
+ Holzmehl
Flüssigkeit B
+ Holzmehl
Gemisch B als
kumulativer
Prozentsatz von
Gemisch A
1 Elektrische
(Mikromho χ
Leitfähigkeit
iO3/cm3)
33%
2 40 13 53%
3 20 19 81%
4 13 27 95%
5 11 21 100%
6 9 13 102%
7 9 11 104%
8 ' 9 11 105%
8 10
Die Ergebnisse zeigen, daß das lösliche Insektizid aus dem gewöhnlichen Holzmehl schneller als aus dem mit dem Styrol-2-Äthylhexylacrylat-Copolymerisat behandelten Holzmehl ausgelaugt wird.
Der vorstehend beschriebene Versuch wurde unter Verwendung von "25% Extermathion", einem Mercaptothion enthaltenden insektizid in Form eines netzbaren Pulvers, wiederholt. Die gleiche Verzögerung der Auslaugung des Insektizids wurde beobachtet.
Beispiel 1 1 Die beiden folgenden Lösungen wurden hergestellt:
A)
1 g einer 50% Wirkstoff enthaltenden fließfähigen Dispersion des Herbizids "Atrazine"
100 g Wasser
101 g
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B) 1g einer 50% Wirkstoff enthaltenden fließfähigen
Dispersion des Herbizids "Atrazine" 100 g Wasser
1 g einer 50% Polymerfeststoffe enthaltenden Dispersion eines Styrol-2-Äthylhexylacrylat-Copolymerisats
102 g
Aliquote Teile von je 25 ml der vorstehend genannten Lösungen wurden mit je 10 g Holzmehl gut gemischt. Die Gemische wurden im Wärmeschrank mit zwangsläufiger Belüftung bei 500C getrocknet.
Nach dem Trocknen wurden die behandelten Holzmehlproben in jeweils 200 g Seesand vergraben, der in Kunststoffbechern (280 cm ), in deren Böden Löcher gestoßen waren, enthalten war. Aufeinanderfolgende aliquote Teile von je 50 ml Wasser wurden dann auf die Oberfläche des Sandes gegossen. Die elektrische Leitfähigkeit der aufgefangenen einzelnen Perkolate wurde gemessen. Die Versuche mit den mit den Lösungen A) und B) behandelten Holzmehlproben wurden 4fach durchgeführt. Die Ergebnisse der Messung der Leitfähigkeit der aufeinanderfolgenden Perkolate sind in der folgenden Tabelle genannt.
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Perkolat
Nr.
Gemisch Λ
+ Holzmehl
Gemisch B + Holzmehl
Elektrische Leitfähigkeit
3 3 (Mikromho χ 10 /cm )
Gemisch B als kumulativer Prozentsatz von Gemisch A
1 18
2 22
3 18
4 12
5 10
6 9
7 9
8 9
15 17 17 14 12 10 10 10
83% 80% 84% 90% 94% 96% 97% 98%
Die vorstehenden Ergebnisse zeigen, daß nach dreimaligem Auslaugen mit je 50 ml Wasser die Gesamtmenge des löslichen Materials, das aus dem mit dem Polymerisat behandelten Holzmehl entfernt wurde, nur 84% der aus dem gewöhnlichen Holzmehl entfernten Menge beträgt. Dieses lösliche Material wird als fast vollständig vom Herbizid stammend angesehen.
Beispiel 12
Holzspäne der Südafrikanischen Kiefer wurden -zn Sägemehl (weniger als 300 μπι) zerkleinert. In 1100 g dieses Sägemehls wurden 5000 g einer 28 g trockenes Polymerisat enthaltenden Dispersion eines Vinylacetat-2-Äthylhexylacrylat-Copolymerisats eingerührt. Nach guter Vermischung wurde das Material im Ofen bei 50°C getrocknet.
A) 10 g-Proben dieses trockenen, mit Polymerisat behandelten Sägemehls wurden mit 10 g trockenem "25% Extermathion" (im Handel erhältliches, Mercaptothion enthaltendes Insektizid in Form eines netzbaren Pulvers) gemischt.
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B) Als Vergleichsproben wurden 10 g-Proben des unbehandelten Sägemehls mit 10 g "25% Extermathion" gemischt.
Die vorstehend beschriebenen verschiedenen Sägemehlgemische wurden in 200 g Seesand vergraben, der in 280 ml-Kunststoffbehältern enthalten war. In die Böden dieser Behälter wurden Löcher gestoßen, worauf aliquote Teile von je 50 ml Wasser nacheinander auf die Oberflächen des Sandes gegossen wurden. Jedes Perkolat wurde einzeln aufgefangen und der Messung der elektrischen Leitfähigkeit unterworfen. Die Ergebnisse für acht Auslaugungen mit je 50 ml sind in der folgenden Tabelle genannt.
Perkolat Gemisch A Gemisch B Gemisch B als
Nr. Elektrische
(Mikromho
Leitfähigkeit
χ iO3/cm3)
kumulativer
Prozentsatz von
Gemisch A
1 57 8 14%
2 40 11 20%
3 22 22 34%
4 14 47 66%
5 11 32 83%
6 11 17 88%
7 9 12 91%
8 8 10 92%
Während die größte Menge löslichen Materials, die bei einer Auslaugung entfernt wurde, aus dem Gemisch aus gewöhnlichem Sägemehl mit Insektizid bei der ersten Auslaugung gelöst wurde, ist dies bei dem mit Polymerisat vorbehandelten Sägemehl erst bei der Auslaugung Nr. 4 der Fall. Selbst nach acht Auslaugungen gab das Gemisch, das das wasserabweisende Sägemehl enthielt, mehr Herbizid ab als das Gemisch aus Herbizid mit gewöhnlichem Sägemehl.
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Claims (11)

Patentansprüche
1. Stoffgemisch für die Verwendung insbesondere in der Landwirtschaft, enthaltend neben einem wasserempfindlichen Material ein organisches feinteiliges Material, bei dem die Teilchen von kleinen Gruppen von Teilchen mit einem polymeren Material umhüllt sind, das die Teilchen unbenetzbar macht.
2. Stoffgemisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es als feinteiliges organisches Material ein Abfallmaterial aus der aus Sägemehl, Holzmehl, Bagasse, zerkleinertem Gras, Papierzellstoff und Kompost bestehenden Gruppe enthält.
3. Stoffgemisch nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das umhüllende polymere Material ausgewählt ist aus der Gruppe
(a) Vinylester von aliphatischen Säuren mit 1 bis 18 C-Atomen,
9 0 9 621/0707
Telefon: (0221) 131041 · Telex: 8882307 dopa d -Telegramm: Dompalenl Köln
285Π200
(b) Ester von Acrylsäure und Methacrylsäure mit Alkoholen mit 1 bis 18 C-Atomen,
(c) mono- und diäthylenisch ungesättigte Kohlenwasserstoffe und aliphatische Diene,
(d) ungesättigte Carbonsäuren,
(e) Ester von ungesättigten Carbonsäuren mit Alkoholen, die eine weitere funktioneile Gruppe enthalten, und
(f) Vinylmonomere.
4. Stoffgemisch nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß als polymeres Material ein Polymerisat zum Einsatz kommt von Monomeren aus der Gruppe (a) Vinylpropionat und Vinylversatat, der Gruppe (b) Methylacrylat, Äthylacrylat, Butylacrylat, 2-Äthylhexylacrylat und Methylmethacrylat, der Gruppe (c) Styrol und Butadienen, der Gruppe (d) Acrylsäure, Methacrylsäure, Crotonsäure, Fumarsäure und Itaconsäure, der Gruppe (e) Glycidylmethacrylat, Hydroxyäthylacrylat und Hydroxypropylacrylat und der Gruppe (f) Vinylacetat, Acrylamid, Acrylnitril, Methylolacrylamid und Methacrylamid.
5. Verfahren zur Herstellung von Stoffgemischen nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Emulsion, Dispersion, Lösung oder ähnliche Zubereitung eines Polymerisats, das unbenetzbar ist oder wird, zu einem organischen feinteiligen Material gibt, das Produkt gegebenenfalls trocknet und ein wasserempfindliches Material zumischt.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß man das wasserempfindliche Material vor der Zugabe der Polymerzubereitung mit dem organischen feinteiligen Material mischt.
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2Hb iJ 200
7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß man das wasserempfindliche Material der Polymerzubereitung zusetzt.
8. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß man das umhüllte feinteilige Material trocknet und dann mit dem wasserempfindlichen Material mischt.
9. Verfahren nach Anspruch 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß man das Produkt nach dem Trocknen zu einem Aggregat verdichtet.
10. Verfahren nach Anspruch 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß man das feinteilige Material mit einer Polymerzubereitung behandelt, die das Polymerisat in einer solchen Menge enthält, daß etwa 0,1 bis 5 Teile Polymerisat pro 100 Teile feinteiliges Material vorhanden sind, wobei die Menge so gewählt wird, daß sichergestellt ist, daß die einzelnen Teilchen unbenetzbar werden, jedoch freifließend und rieselfähig sind.
11. Verwendung des Stoffgemisches nach Anspruch 1 bis 10 zur Behandlung von landwirtschaftlichen Anbauflächen dergestalt, daß man auf die Anbaufläche das Stoffgemisch in getrocknetem Zustand oder in einem solchen ungetrockneten Zustand, daß das Polymerisat nach natürlicher Trocknung seine Unbenetzbarkeit den Teilchen verleiht, aufbringt.
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