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DE284366C - - Google Patents

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Publication number
DE284366C
DE284366C DENDAT284366D DE284366DA DE284366C DE 284366 C DE284366 C DE 284366C DE NDAT284366 D DENDAT284366 D DE NDAT284366D DE 284366D A DE284366D A DE 284366DA DE 284366 C DE284366 C DE 284366C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
friction
shaft
pulley
centrifugal
speed
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT284366D
Other languages
English (en)
Publication of DE284366C publication Critical patent/DE284366C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B04CENTRIFUGAL APPARATUS OR MACHINES FOR CARRYING-OUT PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES
    • B04BCENTRIFUGES
    • B04B9/00Drives specially designed for centrifuges; Arrangement or disposition of transmission gearing; Suspending or balancing rotary bowls
    • B04B9/08Arrangement or disposition of transmission gearing ; Couplings; Brakes

Landscapes

  • One-Way And Automatic Clutches, And Combinations Of Different Clutches (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der Kraftantrieb, besonders der elektrische Antrieb von Milchschleudern, stellt dem Maschinenbauer eine besondere Aufgabe dadurch, daß die Schleuder nur allmählich aus der Ruhe in ihre volle Umdrehungsgeschwindigkeit gebracht werden soll, während eine etwa vorhandene, für den Antrieb noch anderer Geräte dienende Transmissionswelle sich mit gleichmäßiger Schnelligkeit, drehen, ein für
ίο den elektrischen Einzelantrieb dienender Elektromotor plötzlich mit voller Geschwindigkeit anlaufen muß, wenn nicht einer von beiden Teilen Schaden nehmen soll.
Die Aufgabe ist:· eine Kupplung zu erfinden, deren Teile nach dem Einrücken anfangs umeinander; gleiten, sich in bezug auf die Umlaufgeschwindigkeit einander allmählich nähern und schließlich fest miteinander verbinden. , ,
Die Anordnung einer Leerscheibe und einer Vorrichtung zum allmählichen Einrücken des Riemens auf die Festscheibe bildet nur einen Notbehelf,, da es- bei. dieser Anordnung von dem Verständnis und dem guten Willen der Bedienung abhängt, ob der Riemen schneller oder langsamer eingerückt wird. Versuche,. durch Anwendung von.Fliehkraftkupplungen, wie solche in der deutschen Patentschrift 23530 und den britischen Patentschriften 14996 vom Jahre 1899 und 21053 vom Jahre 1902 beschrieben sind, die Aufgabe zu lösen, können nicht zum Ziele führen, weil bei den in diesen Patentschriften beschriebenen Kupplungen die Verbindung zwischen dem treibenden und dem anzutreibenden Teile durch Reibkörper hergestellt wird, die mit dem treibenden Teil umlaufen. Die Folge dieser Anordnung ist, daß beim Einschalten der Kupplung durch die sofort auf die Reibkörper einwirkende Fliehkraft auch sofort, eine feste Verbindung zwischen den Kupplungsteilen hergestellt wird, die erst wieder gelöst wird, wenn der treibende Teil, z. B; ein Elektromotor, infolge der Überlastung langsamer läuft. Nimmt dieser, nachdem die Reibkörper sich von dem anzutreibenden Teile gelöst haben,. seine regelrechte Geschwindigkeit an, so wird auch die Verbindung sofort wiederhergestellt und der Motor aufs neue gebremst. ' Das Endergebnis ist, daß der Motor sich der Geschwindigkeit der nur allmählich zu beschleunigenden Schleuder anpassen muß, also während der ganzen Beschleunigungszeit gebremst wird und deshalb in Gefahr ist, durchzubrennen.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, daß sie die zur Einleitung der Bewegung durch Gewichts- oder Federdruck hervorgerufene Reibung benutzt, diesen Druck aber so klein bemißt, daß die Reibung zur Übertragung der für den. Betrieb nötigen Kraft nicht ausreicht, und Reibkörper anordnet, die mit dem anzutreibenden Teile, sei es die Trommelwelle, eine Vorgelegewelle oder eine Riemen- oder Schnurscheibe, umlaufen und je nach dessen geringerer oder größerer Umlaufgeschwindigkeit durch die Fliehkraft an den sie umschließenden, treibenden Teil mit geringerem oder größerem Druck angepreßt werden. .
Die Folge dieser Anordnung ist, daß beim Einrücken der Kupplung der Motor oder die
{2. Aiiflage, ausgegeben am ig. Mäv{
Transmissionsweile fast unbelastet mit regelrechter Geschwindigkeit umläuft und die
■ Schleuderwelle sich infolge des auf die Reibkörper wirkenden Gewichts- oder Federdruckes langsam in Bewegung setzt, daß nach Beginn der Bewegung die Fliehkraft auf die Reibkörper einwirkt, daß die.Reibung zwischen diesen und dem sie umschließenden, treibenden Kupplungsteil mit zunehmender. Um- laufgeschwindigkeit wächst und schließlich so groß, wird, daß das Gleiten aufhört und die . Kupplungsteile mit gleicher Geschwindigkeit umlaufen. Die Beschleunigung der Schleuder erfolgt unabhängig von der Bedienung ganz
'i5~ selbsttätig und allmählich. Die Geschwindigkeit, bei der die Kupplungsteile fest miteinander verbunden werden, hängt von dem Ge- · wichte der Reibkörper, die Anfangsbeschleu-.nigung von der Größe des in der Ruhe herrsehenden Gewichts- oder Federdruckes ab; . man hat es also in der Gewalt, das Maß der Beschleunigung zu bestimmen.
. Die Zeichnung stellt verschiedene Ausführungsformen der Erfindung dar.
Bei der in · den Fig. 1 und 2 veranschaulichten Ausführungsform ist mit der aufrecht stehenden Trommelspindel α eine Sicheibe b verbunden, auf der zwei bewegliche Reibkörper c so angeordnet sind, daß sie an der Umdrehung der Scheibe b teilnehmen. Um die Schleuderwelle α drehbar gelagert ist die Schnurscheibe d, welche die Scheibe-i> und die
'.. Reibkörper c umschließt und unten mit dem Zapfen e in dem Spurlager / gelagert ist.
Wird die Schnurscheibe ei plötzlich in schnelle Umdrehung versetzt, so kann die Schleuderwelle α, die die Scheibe b nur mit ihrem Gewicht und dem der Trommel auf den Boden der Schnurscheibe d drückt, nicht an der vollen Umdrehungsgeschwindigkeit der Schnurscheibe d teilnehmen, sondern sie -fängt nur ganz langsam an, sich; zu drehen. Die Geschwindigkeit nimmt aber fortwährend zu tmd wird bald, so groß, daß die Reibkörper c nach außen fliegen, sich gegen die innere Wand der Schnurscheibe d stützen und durch die Reibung, an der Innenwand der Schnurscheibe eine Beschleunigung der Bewegung der Schleuderwelle α herbeiführen. Mit der zunehmenden Beschleunigung der Schleuderwelle α nimmt auch der durch die Schleuderkraft bewirkte Druck der Reibkörper c gegen ■ die ' Innenwand der Schnurscheibe d zu und .wird schließlich so groß, daß die Schnurscheibe d nicht mehr auf den Reibkörpern c gleitet, sondern die Schnurscheibe d und die Schleuderwelle α sich mit gleicher Geschwindigkeit drehen. ....
Bei der in den Fig. 3. und 4 dargestellten Ausführungsform der Erfindung ist die Schleuderwelle α mit dem Verstärkungsring b verbunden, der mittels vier radial stehender Stiftet vier in radialer Richtung verschiebbare Reibbacken c trägt. Die Schnurscheibe d ist auf der Schleuderwelle α drehbar gelagert, umschließt die Reibbacken c und enthält unter dem Verstärkungsring b eine Schraubenfeder g, die den Deckel Ii der Schnurscheibe d von oben gegen den Verstärkungsring b drückt. Beim Einrücken der Kupplung dreht sich die Schnurscheibe d um die Schleuderwelle-α; die Reibung zwischen dem Schnurscheibendeckel It und dem- Verstärkungsring b bewirkt, daß die Schleuderwelle α anfängt sich zu drehen; die Reibbacken c fliegen nach außen, pressen sich mit der . 'zunehmenden Umdrehungsgeschwindigkeit der Schleuderwelle α immer stärker gegen die innere Wand der Schnurscheibe d und bewirken wie in Beispiel i, eine allmähliche'Beschleunigung der Schleuderwelle a. : ■ _.:
Durch-die Fig. 5 undo ist eine dritte Ausführungsform der Erfindung veranschaulicht. Bei dieser ist mit der Schleuderwelle α eine Scheibe b mit vier radialen Bohrungen verbunden. In den radialen Bohrungen stecken vier radial verschiebbare Bolzen c, die durch den Druck der Schraubenfedern g nach außen gedrückt werden. Um die Scheibe b drehbar gelagert ist die Schnurscheibe.d, gegen deren innere Wand die Bolzen c gedrückt werden. Beim Einrücken der Kupplung gleitet die Schnurscheibe d über die Bolzene hinweg; die durch den Druck der Federn g hervorgerufene Reibung bewirkt, daß die Schleuderwelle α anfängt sich zu drehen. -Durch die auf die Bolzen c einwirkende Schleuderkraft wird die Reibung zwischen den Bolzen und der inneren Wand der Schnurscheibe d allmählich vergrößert und eine allmähliche Beschleuni- ίου gung der Schleuderwelle α herbeigeführt.
Die Fig. 7· und 8 zeigen eine Kupplung, bei der in der quer durchbohrten Schleuderwelle a eine S-förmig gebogene Feder c steckt, de· en Enden an der Innenwand der auf der Schienderwelle α drehbar gelagerten Schnurscheibe rf anliegen. Beim Einrücken der Kupplung gleitet die Schnurscheibe d über die Feder c hinweg; die durch die Federkraft hervorgerufene Reibung bewirkt, daß die Schleuder-Avelle α anfängt sich zu drehen. Mit zunehmender Umdrehungsgeschwindigkeit der Welle« wird die Reibung zwischen der Federe und der Schnurscheibe d durch die auf die Enden der Feder c einwirkende . Schleuderkraft allmählich vergrößert und die Bewegung der Welle α beschleunigt. :
■Mit der Schleuderwelle α der in den Fig. 9 und 10 dargestellten, Kupplung, ist eine Scheibe & verbunden, auf der zwei Reibbakken c drehbar um die Bolzen i angeordnet sind, die durch eine Kraft g an die innere Wand des '.
um die Schleuderwelle α drehbar gelagerten Zahnrades d gedrückt werden. Beim Einrücken der Kupplung gleitet das Zahnrad d über die Reibbacken c hinweg, verursacht'aber Einleitung der Drehung der· Schleuderwelle a. Mit. zunehmender Umdrehungsgeschwindigkeit der Welle α wird die Reibung durch die Wirkung der. Schleuderkraft vergrößert und die Bewegung'der. Schleuderwelle α allmählich
ίο beschleunigt. .
Die Fig. ii endlich stellt eine Ausführungsform dar, bei der die Kupplung nicht an der. Schleuder welle, sondern auf einer Vorgelegewelle oder Motorwelle angeordnet ist. Mit der. Antriebswelle (z. B. Motorwelle) α verbunden ist die Scheibe b, die die Reibkörper c umschließt. Auf der Welle α drehbar gelagert ist die Schnurscheibe d. Sie enthält in vier Bohrungen vier Bolzen c nebst vier Druckfedern g, die die Bolzene an die Innenwand der Scheibe b andrücken. Wird die An-. triebswelle α in Umdrehung versetzt, so wird die Schnurscheibe d durch die Trägheit des anzutreibenden Arbeitsgerätes verhindert, sich mit gleicher Geschwindigkeit mitzudrehen. Die Scheibe b gleitet über die Bolzen c hinweg, aber die durch den Druck der Federn g hervorgerufene Reibung bewirkt, daß die Schnurscheibe d anfängt sich zu drehen. Hat die Bewegung einmal angefangen, .
: so wird die Reibung zwischen b und c durch die Wirkung der Schleuderkraft vergrößert und eine allmähliche Beschleunigung der Schnurscheibe d und der von dieser anzutrei-
: benden Welle bewirkt. '. - .
Die in den Beispielen Fig. 3 bis 11 beschriebenen Ausführungsformen sind sowohl, für aufrecht stehende als für wagerecht oder schräg liegende Wellen anwendbar.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch: . '
    Fliehkraft-Reibungskupplung für Milchschleudern usw., dadurch gekennzeichnet, daß die,Fliehkörper mit der anzutreibenden Welle verbunden sind und durch . Federn o. dgl. gegen den mit der antreibenden Welle verbundenen Kupplungsteil gedrückt werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT284366D Active DE284366C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE284366C true DE284366C (de)

Family

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Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT284366D Active DE284366C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE284366C (de)

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2439980A (en) * 1944-09-04 1948-04-20 Richmont Inc Limited torque tool
US2601911A (en) * 1947-07-11 1952-07-01 Gen Aniline & Film Corp Spring type clutch
US2926511A (en) * 1957-10-10 1960-03-01 American Viscose Corp Yarn tube drive
EP0911080A1 (de) * 1997-10-23 1999-04-28 Jouan Zentrifuge mit abnehmbarem Rotor und einer Einrichtung zur axialen Verriegelung des Rotors auf der Antriebswelle, sowie Rotor für eine solche Zentrifuge

Cited By (6)

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FR2770154A1 (fr) * 1997-10-23 1999-04-30 Jouan Centrifugeuse a rotor demontable et a dispositif de blocage axial du rotor sur une tete d'entrainement, et rotor pour une telle centrifugeuse
US6063018A (en) * 1997-10-23 2000-05-16 Jouan Centrifuge having force responsive locking device for securing a rotor to a drive head

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