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Gegenstand der Erfindung ist auch ein Mittel zum Färben von Humanhaar
zur Durchführung des Verfahrens, bestehend aus a) einem in Lösung befindlichen Hydroxybenzaldehyd,
b) gegebenenfalls einem für Haarfarbstoffe bekannten Farbstoffvorprodukt, c) gegebenenfalls
einem direktziehenden Farbstoff und d) üblichen Zusätzen,
dadurch
gekennzeichnet, daß der Hydroxybenzaldehyd eine Verbindung der Formel
ist, worin R1 ein Wasserstoffatom oder eine OH-Gruppe darstellt.
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Für Haarfarbstoffe bekannte Farbstoffvorprodukte sind aromatische
di- oder polyfunktionelle Amine mit mindestens einer primären Aminogruppe sowie
einer weiteren funktionellen Gruppe in m-, o- oder p-Stellung oder heterocyclische
Aminoverbindungen oder di- oder polyfunktionelle Phenole, z.B. ein p-Phenylendiamin
der allgemeinen Formel II
und/oder mindestens ein Säureadditionssalz dieser Verbindungen, wobei in der Formel
R1, R2 und R3 gleich oder verschieden sind und jeweils ein Wasserstoffatom oder
einen Alkyl- oder Alkoxyrest mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen bedeuten, sowie R4 und
Rs gleich oder verschieden sind und jeweils ein Wasserstoffatom oder einen Alkyl-,
Hydroxyalkyl-, Alkoxyalkyl- (wobei der Alkoxyrest 1 oder 2 Kohlenstoffatome aufweist),
Carbamylalkyl-, Mesylaminoalkyl-, Acetylaminoalkyl-, Ureidoalkyl- oder Carbäthoxyaminoalkylrest
(wobei die Alkylreste in R4 und Rs 1 bis 3 Kohlenstoffatome aufweisen), darstellen,
mit der Maßgabe, daß R1 oder R3 ein Wasserstoffatom ist, wenn R4 und Rs keine Wasserstoffatome
darstellen.
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Als solche p-Phenylendiamine seien genannt: p-Phenylendiamin, p-Toluylendiamin,
2-Methyl-5-methoxy-p-phenylendiamin, 2,6-Dimethyl-p-phenylendiamin, 2,6-Dimethyl-3-methoxy-p-phenylendiamin,
4-(N-Methoxyäthylamino)-anilin, 4-(N-Äthyl-N-carbamylmethylamino)-anilin und/oder
4-N,N-Di-,8-hydroxyäthylamino)-anilin.
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Eine bevorzugte Ausführungsform des Mittels enthält als Farbstoffvorprodukt
p-Aminophenol oder 2-Methyl-4-aminophenol.
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Weitere spezielle Farbstoffvorprodukte sind Verbindungen des Typs
4-Hydroxy-4'-aminodiphenylamin und/oder 4,4'-Dihydroxydiphenylamin und/oder deren
Derivate, insbesondere 2-Acetamido-3,5-dimethyl-4,4'-dihydroxydiphenylamin, 2-Acetamido-3,5-dimethyl-4,4'-dihydroxy-2-chlorodiphenylamin,
2-Acetamido -5-methyl-4,4'-dihydroxy-2'-chlorodiphenylamin, 2-Ureido-3,5-dimethyl-4,4'-dihydroxy-2'-chlorodiphenylamin,
2-Ureido-4-hydroxy-4'-aminodiphenylamin, 2-Acetamido-4-hydroxy-4'-aminodiphenylamin,
2,5-Dihydroxy-4,4'-diEbis(2-hydroxyäthyl)amino]diphenylamin, 2-Methoxy-4-amino-2',5-dihydroxy-4'-(2-hydroxyäthyl)aminodiphenylamin,
2-Acetamido-4-hydroxy-5,3',5'-trimethyl-4'-aminodiphenylamin, 2-Acetamido-4,4'-dihydroxy-5-methoxy-2'-chlorodiphenylamin,
2-Ureido-4,4'-dihydroxy-5-methoxy 2'-chlorodiphenylamin, 2-Ureido-4,4'-dihydroxy-5-methoxy-2'-chlorodiphenylamin,
2 -Ureido -4-hydroxy-5 -methyl4'-chloro-3'-methylaminodiphenylamin, 2-Ureido-4-hydroxy-5-methyl4'-N-äthyl-N-ureidoaminodiphenylamin.
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Als Farbstoffvorprodukte seien ferner genannt: Resorcin, m-Aminophenol,
2-Methyl-5-aminophenol, Methyl-5-(N-,B-hydroxyäthylamino)-phenol, 6-Hydroxybenzomorpholin,
2,6-Dimethyl-5-acetylaminophenol, 2-Methyl-5-carbäthoxyaminophenol, 2-Methoxy-5-carbäthoxyaminophenol
und/oder 2-Methyl-5-ureidophenol.
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Als Farbstoffvorprodukt kann auch ein Polyaminophenol, Monoaminodiphenol,
Diaminodiphenol und/oder Polyphenol, vorzugsweise Trihydroxybenzol, eingesetzt werden.
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Das Haarfärbemittel kann als direktziehende Farbstoffe Nitrofarbstoffe
enthalten, z. B.
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2,4-Dinitronaphthol(1)sulfonsäure-(7)dinatriumsalz, 2,4-Dinitro4'-hydroxy-diphenylamin,
4-Nitro-4'-aminoazobenzol, 2,4-Dinitro-3'-sulfo-4'-phenylaminodiphenylamin-Na-Salz,
2-Methyl-4-bis(2-hydroxyäthyl)amino-4'-nitroazobenzol, (2-Hydroxy-5-nitrophenyl-1
-azo-oc-acetessigsäureanilid = )2-Hydroxy-5-nitrophenyl- 1 -azo-3-butan-2-on-1-säureanilid,
1 ,2-Diamino-4-nitrobenzol, 1 ,4-Diamino-2-nitrobenzol, 1 -Hydroxy-2-amino-4-nitrobenzol,
1 -Hydroxy-2-amino-5-nitrobenzol, 1 -Hydroxy-2-amino-4,6-dinitrobenzol, 1 -Hydroxy-2-nitro-4-aminobenzol,
1 -Amino-2-nitro-4-(bis(2-hydroxyäthyl)aminobenzol, 1 -Amino-2-nitro-4-methylaminobenzol,
2-Nitro-4'-hydroxydiphenylamin, 2-Nitro-4-amino-diphenylamin, 1 -Hydroxy-3-nitro-4-aminobenzol.
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In einer Ausführungsform enthält das Mittel mindestens einen Hilfsstoff
aus der Gruppe bestehend aus Penetriermitteln, Schäummitteln, Verdickungsmitteln,
Antioxidantien, Alkalien oder Säuren (zur pH-Einstellung), Parfumes, Sequestriermitteln
und Filmbildnern.
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Bei einer speziellen Ausführungsform des Mittels liegt sein pH-Wert
im Bereich von 8 bis 11,5, vorzugsweise von 9 bis 10.
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Als Alkali kann mindestens eine Verbindung aus der Gruppe bestehend
aus Ammoniak, den Alkylaminen, Alkanolaminen, Ammoniumderivaten, Natrium- und Kaliumhydroxid
sowie Natrium- und Kaliumcarbonat verwendet werden.
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Ferner kann man dem erfindungsgemäßen Mittel wasserlösliche anionaktive,
kationaktive, nicht-ionogene oder amphotere oberflächenaktive Substanzen einverleiben
Beispiele für besonders gut geeignete oberflächenaktive Substanzen sind Verbindungen,
ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Alkylbenzolsulfonaten, Alkylnaphthalinsulfonaten,
Fettalkoholsulfaten, Fettalkoholäthersulfaten, Alkylsulfonaten, quaternären Ammoniumsalzen,
vorzugsweise Trimethylcetylammoniumbromid oder Cetylpyridiniumchlorid, Cetylpyridiniumbromid,
Diäthanolamiden von Fettsäuren, polyäthoxylierten Säuren und Alkoholen sowie polyäthoxylierten
Alkylphenolen. Die oberflächenaktiven Substanzen sind im erfindungsgemäßen Mittel
vorzugsweise in einem Anteil von 0,5 bis 30 Gew.-%, insbesondere von 4 bis 25 Gew.-%,
enthalten.
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Weiterhin kann man dem erfindungsgemäßen Mittel organische Lösungsmittel
zur Solubilisierung der nicht genügend wasserlöslichen Verbindungen zusetzen.
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Beispiele für vorteilhafte Lösungsmittel sind Äthanol, Isopropanol,
Glycerin, Glykole wie Butylglykol, Äthylenglykol, Propylenglykol, Diäthylenglykolmonoäthyläther
oder -monomethyläther und analoge Verbindungen. Die Lösungsmittel können im erfindungsgemäßen
Färbemittel mit Vorteil in einer Menge von 1 bis 40 Gew.-%, vorzugsweise von 5 bis
30 Gew.-%, enthalten sein.
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Beispiele für vorteilhafte Verdickungsmittel, welche dem erfindungsgemäßen
Färbemittel einverleibt werden können, sind Natriumalginat, Gummi arabicum, Cellulosederivate,
wie Methylcellulose oder das Natriumsalz von Carboxymethylcellulose, und Acrylsäurepolymere;
man kann ebensogut auch mineralische Verdickungsmittel, wie Bentonit, verwenden.
Der Anteil der Verdickungsmittel beträgt vorzugsweise 0,5 bis 5 Gew.-%, insbesondere
0,5 bis 3 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Färbemittel.
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Beispiele für Antioxidantien sind Kaliummetabisulfit, Natriumdithionit,
Natriumsulfit, Thioglykolsäure, Natriumbisulfit und Ascorbinsäure. Der Anteil der
Antioxidatien kann 0,05 bis 1 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht des Färbemittels,
ausmachen.
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Beim erfindungsgemäßen Färbeverfahren werden Oxidationsmittel, wie
Wasserstoffperoxid, Harnstoffperoxid oder Persalze, z. B. Ammoniumpersulfat, verwendet
Als Oxidationsmittel findet vorteilhaft die wässerige Lösung, die im allgemeinen
3-10 Gew.-% H202 enthält, oder Harnstoffperoxid oder Natriumperborat Verwendung.
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Die Verbindungen der Formel (I) sind im erfindungsgemäßen Färbemittel
im allgemeinen in einem Anteil von 0,01 bis 5,0 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht
des Färbemittels, enthalten.
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Das Färbemittel der Erfindung kann als Lösung, Paste, Creme oder
Gelee oder in Form eines beliebigen anderen Präparates vorliegen, das sich zum Färben
von Humanhaaren eignet und z. B. als Haarfärbemittel, Haartönungsmittel, Tönungsfestiger
und Farbspülmittel im Handel erhältlich ist Um zu zeigen, daß verdünnte Lösungen
der Verbindungen mit der Formel (I) auch in der Abwesenheit von Oxidationsmitteln
gestatten, Humanhaare zu färben, wurden die folgenden Tests ausgeführt, wobei besonders
bemerkenswert ist, daß hierbei die Färbungen im pH-Bereich von etwa 5 bis etwa 11
durchgeführt werden können.
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Test 1 für Humansträhnenausfärbungen mit Salicylaldehyd Salicylaldehyd
wurde in verschiedenen Konzentrationen in einer Lösung aus 47 Gew.-% Wasser, 47
Gew.-% 2-Propanol, 6 Gew.-% NH3 (25%ig) gelöst und die Humanhaarsträhne jeweils
bei Raumtemperatur 30 Minuten lang damit behandelt. Die Ergebnisse sind in der Tabelle
I wiedergegeben: Tabelle I Konzentration an Färbungsergebnis (in Abwesen-Salicylaldehyd
heit eines Oxidationsmittels) 0,1 Gew.-% schwach gelb 0,2 Gew.-% etwas mehr schwach
gelb 0,5 Gew.-% stärker gelb 1,0 Gew.-% gut gelb 2,0 Gew.-% gelb 5,0 Gew.-% gelb
(wie 2gew.-%ige Lösung) Mit 2 Gew.-% Salicylaldehyd in der verwendeten Lösung ist
die optimale Sättigungsgrenze der Färbung erreicht.
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Ergänzende Untersuchungen haben gezeigt, daß mit Salicylaldehyd im
neutralen Bereich die gelben Färbungen ebenfalls erzielbar, jedoch abwaschbar sind.
Es wird daher bevorzugt, im alkalischen Bereich bis pH 11 mit Salicylaldehyd das
Haar zu färben.
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Weitere Untersuchungen haben ergeben, daß bei Verwendung von 2,5-Dihydroxybenzaldehyd
als Haarfarbstoff die erwünschte Färbung des Haares bereits im neutralen oder schwach
sauren Bereich bis etwa pH 5 eintritt, jedoch das Haar auch im alkalischen Bereich
bis etwa pH 11 damit gefärbt werden kann.
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Die nachfolgenden Tests zeigen, daß verdünnte Lösungen von Salicylaldehyd
oder 2-5-Dihydroxybenzaldehyd auch in Kombination mit Oxidationsmitteln zur Färbung
der Humanhaare geeignet sind.
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Test 2 für Humansträhnenausfärbungen mit Salicylaldehyd und Wasserstoffperoxid
Es wurde wie beim Test 1 angegeben, gearbeitet, jedoch enthielt die Lösung zusätzlich
3 Gew.-% Wasserstoffperoxid.
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Die erhaltenen Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle II dargestellt:
Tabelle
II Konzentration an Färbungsergebnis (in Anwesenheit Salicylaldehyd eines Oxidationsmittels)
0,1 Gew.-% zart braun 0,2 Gew.-% stärker braun 0,5 Gew.-% stärker braun (ähnlich
wie bei Verwendung von 0,2 Gew.-% Salicylaldehyd) l,0 Gew.-o/a hellbraun 2,0 Gew.-%
hellmittelbraun 5,0 Gew.-% mittelbraun Wurde im Test 2 der Salicylaldehyd durch
2,5-Dihydroxybenzaldehyd ausgetauscht, so wurden ähnliche Färbungsergebnisse erhalten.
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Test 3 für Humansträhnenausfärbungen mit Salicylaldehyd, 2-Aminophenol
und Wasserstoffperoxid Es wurde wie im Test 1 angegeben, gearbeitet, jedoch enthielt
die Lösung noch zusätzlich die nachfolgend in der Tabelle III angegebene Menge 2-Aminophenol
sowie 3 Gew.-% Wasserstoffperoxid.
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Die erhaltenen Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle III dargestellt:
Tabelle III Konzentration an Konzentration an Färbungsergebnis Salicylaldehyd 2-Aminophenol
(mit Oxidationsmittel) 0,3% 0,9% kräftig rotbraun 0,6% 0,6% gelbrotbraun 0,9% 0,3%
gelbbraun Um den Nachweis zu führen, daß der Salicylaldehyd mit weiteren Farbstoffvorprodukten
in Gegenwart von Oxydationsmitteln zum Färben von Humanhaaren Verwendung finden
kann, wurde Test 4 durchgeführt.
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Test 4 für Humansträhnenausfärbungen mit Salicylaldehyd, verschiedenen
Farbstoffvorprodukten in Gegenwart von Oxidationsmittel Es wurde wie im Test 1 angegeben,
gearbeitet, jedoch wurde die Salicylaldehydkonzentration auf 0,5 Gew.-% eingestellt.
Der Wasserstoffperoxidgehalt betrug 3 Gew.-%.
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Die erhaltenen Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle IV dargestellt:
Tabelle IV Farbstoffvorprodukt Färbungsergebnis + Wasserstoffperoxid + Salicylaldehyd
2,5-Diaminotoluolsulfat grünblond 2,5-Diaminoanisolsulfat grünblond 2,4-Diaminotoluol
hellbraun 1,2-Diamino4-chlorbenzol gelbbraun
Farbstoffvorprodukt Färbungsergebnis
+ Wasserstoffperoxid + Salicylaldehyd 2,4-Diaminoanisolsulfat mittelbraun 1,2,4-Triaminobenzol-
dunkelrotbraun Dihydrochlorid N,N-Dimethyl-p-phenylendiamin sehr hellbraun N-Methyl-p-phenylendiamin-
grünblond Dihydrochlorid 2-Aminophenol hellbraun 3-Aminophenol gelbbraun 4-Aminophenol
rotbraun 4-Amino-o-kresol hellbraun 4-Amino-m-kresol mittelbraun 2-Amino-p-kresol
dunkel gelbbraun 6-Amino-m-kresol gelbbraun Brenzkatechin hellbraun Resorcin hellbraun
1,2,4-Trihydroxybenzol mittelbraun Pyrogallol gelbbraun aFNaphthol hellbraun 4-Methylaminophenolsulfat
hellbraun 4-Amino-3-methylphenol gelbbraun 4-Amino-2-methylphenolsulfat mittelbraun
3-Dimethylaminophenol mittelbraun 2-Aminoresorcin-Hydrochlorid mittelgelbbraun 2,5-Diaminophenol
mittelbraun 4-Dimethylaminobenzaldehyd mittelbraun 4-Amino-diphenylamin mittelblond
4,4'-Diaminodiphenylaminsulfat hellblond 8-Aminochinolin rotbraun 6-Aminochinolin-Hydrochlorid-
mittelbraun Monohydrat 4-Aminosalicylsäure Test 5 für Humansträhnenausfärbungen
mit 2,5-Dihydroxybenzaldehyd mit verschiedenen Farbstoffvorprodukten in Gegenwart
eines Oxidationsmittels Es wurde wie im Test 1 angegeben gearbeitet, jedoch wurde
die 2,5-Dihydroxybenzaldehydkonzentration auf 0,5 Gew.-% eingestellt. Die Konzentration
des Farbstoffvorproduktes betrug jeweils 0,5 Gew.-%. Die erhaltenen Ergebnisse sind
in der Tabelle V zusammengefaßt angegeben: Tabelle V Farbstoffvorprodukt Färbungsergebnis
+ 2,5-Dihydroxybenzaldehyd + Wasserstoffperoxid 2,5-Diaminotoiuolsulfat grünblond
2,4-Diaminoanisolsulfat hellbraun 2,4-Diaminoanisolsulfat gelbbraun 2-Aminophenol
gelbbraun
Fortsctzung Farbstoffvorprodukt Färbungsergebnis + 2,5-Dihydroxybenzaldehyd
+ Wasserstoffperoxid 3-Aminophenol hellbraun 4-Aminophenol rotbraun Brenzkatechin
hellbraun Resorcin hellbraun Pyrogallol mittelbraun 4-Aminodiphenylamin mittelblond
Beispiel 1 A. Es wird eine Haarfärbecreme hergestellt. Ein Gemisch bestehend aus
Cetyl-Stearylalkohol-Gemisch 27,00 g Natriumlaurylsulfat 11,40 g Wasser 11,60g wird
zu einer Creme emulgiert und homogenisiert.
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B. In die erhaltene Creme werden eingearbeitet: Salicylaldehyd 0,30
g 2-Aminophenol 0,90 g 2-Propanol 15,00 g Wasser 13,80 g C. In den nächsten Beschreibungsstufen
werden in den vorstehend erhaltenen Ansatz Kaliummetabisulfit 0,50 g Wasser 5,00
g eingearbeitet.
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D. Dann werden Ammoniumhydroxid (25%ig) 6,00 g eingearbeitet.
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E. Das Ganze wird mit Wasser auf 100,00 g ergänzt und der pH-Wert
auf 10,5 bis 11,0 eingestellt.
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Die erhaltene Haarfärbecreme wird in Tuben abgefüllt.
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F. Die Haarfärbecreme wird mit wässeriger Wasserstoffperoxidlösung
(6%ig) im Gewichtsverhältnis 1 :1 gemischt und auf das zu 95% ergraute Haar aufgetragen.
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Einwirkzeit bei 20° C: 30 Minuten Die Haare werden dann gespült,
schamponiert und getrocknet.
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Die Haare liegen goldfarben vor.
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Beispiel 2 Es wird wie im Beispiel 1 angegeben, gearbeitet, jedoch
werden verwendet: A. Cetyl-Stearylalkohol-Gemisch 27,00 g Natriumlaurylsulfat 11,40
g Wasser 11,60 g B. Salicylaldehyd 1,00 g 2-Aminophenol 1,00 g 2,5-Diaminotoluol-sulfat
1,50 g 2-Propanol 15,00 g Wasser 11,50 g
C. Kaliumetabisulfit 0,50 g Wasser 5,00
g D. Ammoniumhydroxid (25%ig) 6,00 g E. ergänzt mit Wasser auf 100,00 g Der pH-Wert
wird auf 10,5 bis 11,0 eingestellt.
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Die Haare liegen dunkelblond-gold nach der Behandlung vor.
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Die Ausgangshaare lagen zu 95% ergraut vor.
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Beispiel 3 A. Cetyl-Stearylalkohol-Gemisch 27,00 g Natriumlaurylsulfat
11,40 g Wasser 11,60 g B. Salicylaldehyd 0,10g 2-Aminophenol 0,10 g 4-Aminophenol
0,30 g 2-Propanol 15,00 g Wasser 14,50 g C. Kaliummetabisulfit 0,50 g Wasser 5,00
g D. Ammoniumhydroxid (25%ig) 6,00 g ergänzt mit Wasser auf 100,00 g Der pH-Wert
wird auf 10,5 bis 11,0 eingestellt.
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Die Haare liegen hellbraun nach der Behandlung vor.
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Die Ausgangshaare lagen hellblond vor.
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Beispiel 4 Es wird ein Tönungsfestiger gemäß dem folgenden Ansatz
als flüssige Zubereitung hergestellt: Isopropylalkohol 30,000 g Copolymerisat von
Vinylpyrrolidon und Vinylacetat 2,000 g Polyäthylenglycol MG 1400-1600 0,200 g Laurylpyridiniumchlorid
0,200 g Parfum 0,300 g entsalztes Wasser 67,165 g Basic Blue 99 (Color Index 56059)
0,025 g Basic Red 22 (Color Index 11055) 0,010 g 2,5-Dihydroxybenzaldehyd 0,100
g 100,00 g Der pH-Wert wird auf 5,5 eingestellt.
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Nach dem Schamponieren und Spülen des Haares werden dann 15 bis 20
ml des Tönungsfestigers auf das handtuchfeuchte Haar gegeben. Dann werden die Haare
- je nach gewünschter Frisur - auf Wasserwellwickler gerollt. Die Haare werden 30
Minuten unter der Trockenhaube getrocknet und danach frisiert Die Haare liegen dann
mittelbraun getönt vor.
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Beispiel 5 Es wird ein Tönungsmittel aus dem folgenden Ansatz hergestellt:
2,5-Dihydroxybenzaldehyd 0,70 g Basic Blue 99 (Color Index 56059) 0,20 g Basic Brown
16 (Color Index 12250) 0,50 g Basic Red 22 (Color Index 11055) 0,10 g 2-Propanol
10,00 g
Hydroxyäthylcellulose 1,00 g Glycerin DAB 7 3,00 g Monoäthanolamin
1,00 g Kalilauge(51%ig) 2,00 g Parfum 0,30 g entsalztes Wasser 81,20 g 100,00 g
Der pH-Wert wird auf 8,0 bis 8,5 eingestellt.
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Das vorstehende Tönungsmittel kann in bekannter Weise in Aerosoldosen
unter Verwendung eines Treibmittels abgefüllt werden. Zum Gebrauch wird das Tönungsmittel
auf die Haare gesprüht, wodurch diese rotbraun getönt werden.
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Beispiel 6 Es wird ein Tonungsmittel aus dem folgenden Ansatz hergestellt:
Salicylaldehyd 0,70 g Basic Blue 99 (Color Index 56059) 0,20 g 2-Propanol 10,00
g Hydroxyäthylcellulose 1,00 g Glycerin DAB 7 3,00 g Monoäthanolamin 1,00 g Kalilauge
(51%ig) 2,00 g Parfum 0,30 g entsalztes Wasser 81,80 g 100,00 g Der pH-Wert wird
auf 8,0 bis 8,5 eingestellt.
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Das Tönungsmittel kann, wie im Beispiel 5 angegeben,
abgefüllt und
angewendet werden. Hierdurch werden die Haare grünblond getönt, so daß das Tönungsmittel
als Antirotmittel wirkt.
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In der DE-AS 11 06 925 ist ein Verfahren zum Färben von Humanhaaren
beschrieben, bei dem ein Mittel verwendet wird, welches als Wirkstoff eine ortho-Dihydroxybenzolverbindung
enthält, wobei als Wirkstoff dort Protocatechualdehyd bevorzugt wird (vgl. a.a.O.
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Sp. 2, Zeile 49-52, Sp.5, Beispiel 6) und die Färbung durch Alkali-
und bzw. oder Ammoniumperjodat und/oder Ammoniumpersulfat als Oxydationsmittel bewirkt
wird. In der DE-AS 11 06925 wird die Verwendungsmöglichkeit von Salicylaldehyd und
des 2,5-Dihydrobenzaldehyds allein oder in Kombination mit einem Oxydationsmittel
zur Erzielung von Färbungen auf Humanhaaren nicht vorbeschrieben und auch nicht
nahegelegt Es ist überraschend, daß bei der vorliegenden Erfindung ohne Oxydationsmittel
eine Gelbfärbung mit Salicylaldehyd und/oder 2,5-Dihydroxybenzaldehyd auf Humanhaaren
erzeugt werden kann, während Protocatechualdehyd unter diesen Bedingungen keine
Anfärbung bewirkt Noch überraschender ist es, daß Protocatechualdehyd in Anwesenheit
von Oxydationsmitteln nur unter ganz speziellen Bedingungen (Oxydationsmittel und
pH-Wert) rotbraune bzw.
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mittelbraune Haarfärbungen liefert; unter diesen für den Protocatechualdehyd
erforderlichen Bedingungen können jedoch mit Salicylaldehyd bzw. 2,5-Dihydroxybenzaldehyd
keine braunen Haarfärbungen erzielt werden.
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Die folgende Tabelle soll die überraschenden Ergebnisse der Vergleichsuntersuchungen
verdeutlichen.
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Vergleichsuntersuchungen durch Anfärbversuche an Humanhaaren zum Nachweis
des erzielten technischen Fortschrittes unter Berücksichtigung der DE-AS 1106 925
Nr. Konzentra- Zusatz an Oxyda- pH-Wert Wirkstoff gemäß Wirkstoff gemäß tion der
tionsmittel Erfindung DE-AS 1106925 Lösung in % Salicylaldehyd Protocatechualdehyd
1) 1 ohne 4 hellgelb keine Anfärbung 2) 0,5 Natriumjodat 3%ig 4 hellgelb rotbraun
3) 1 ohne 10 gelb keine Anfärbung 4) 0,5 Natriumjodat 3%ig 10 gelb keine Anfärbung
5) 0,5 Ammoniumperoxi- 4 hellgelb keine Anfärbung disulfat 3%ig 6) 0,5 Ammoniumperoxi-
10 gelb mittelbraun disulfat 3%ig 7) 0,5 H2°2 3%ig 4 gelb keine Anfärbung 8) 0,5
H202 3%ig 10 braun keine Anfärbung