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Vorrichtung zum Erhalten von Informationen über eine durch ihre
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Lage bestimmte Quelle Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung
gemäß dem Oberbegriff der Ansprüche 1 und 3. Sie betrifft allgemein Vorrichtungen
zum Erhalten von Informationen über Strahlungsquellen.
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Sichtbares Licht kann reflektiert sowie auch gebrochen werden.
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Die gewöhnliche Kamera nutzt die Brechung aus durch Verwendung einer
optischen Linse zum Brechen und Fokussieren des von einem Objekt kommenden sichtbaren
Lichts, um ein Bild des Objekts auf einem Film zu erzeugen. Jedoch kann elektromagnetische
Strahlung
von höheren Frequenzen als Vakuumultraviolet (wie beispielsweise Röntgenstrahlen
und Gammastrahlen,nachfolgend gemeinsam alsGammastrahlung bezeichnet) nicht wirksam
entweder reflektiert oder gebrochen werden. Daher wurde die Erzeugung eines Bildes
einer Gammastrahlungsquelle bei Verwendung eines Kollimators erreicht, welcher auf
etwas ähnliche Weise wie die alte Lochkamera arbeitet. Die Lochkamera ermöglicht,
daß das Licht von einem Objekt in einem geraden Strahl durch ein Loch im Kameragehäuse
hindurchtritt, um ein umgekehrtes Bild auf dem Film zu erzeugen.
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Kollimatoren mit einem Feld von parallelen Kanälen, wie beispielsweise
der in Figur 1 gezeigte, wurden beim Abbilden von Gammastrahlungsquellen verwendet.
Bei Richten der Achsen der Kanäle gegen eine Gammastrahlungsquelle haben die Kanäle
allgemein dieselbe Größe in beiden Abmessungen senkrecht zur Achse; gewöhnlich sind
die Kanäle kreisförmig, dreieckig oder quadratisch im Querschnitt. In Figur 1, in
welcher die Wände oder Septa jedes Kanals aus Blei zur Absorption der Gammastrahlung
gemacht sind und wobei ein (nicht gezeigter) Strahlungsdetektor auf der der Quelle
gegenüberliegenden Seite des Kollimators angeordnet ist, ist die Strahlung, welche
von einer punktförmigen Quelle durch einen besonderen Kanal hindurchtreten und den
Detektor erreichen kann, durch den Raumwinkel A definiert, unter welchem sich die
Basis des Parallelricht-Kanals 2 hinzieht. Das räumliche Auflösungsvermögen eines
derartigen Kollimators wird durch Verringerung des Raumwinkels verbessert.
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Jedoch wird die Empfindlichkeit jedes Kanal* welche mit der durch
den Kanals hindurchtretenden Strahlungsmenge anwächst, durch Vergrößerung des Raumwinkels
verbessert. Es ist natürlich erwünscht, das räumliche Auflösungsvermögen sowie auch
die Empfindlichkeit zu verbessern, und zwar letztere insbesondere derart, daß die
für die Beobachtung erforderliche Zeit verringert
werden kann.
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Hinsichtlich des Strahlungsdetektors ist es bekannt, den Fotoleiter
als das Basiselement eines derartigen Detektors zu verwenden. Jedoch bei bekannten
Feldern von Fotoleiter-Detektorelementen entsprechen die Photonenabsorptionsstrecke
und der Zwischenelektrodenabstand derselben Fotoleiterabmessung und sind somit allgemein
dieselbe Länge. Es ist erwiinscht, die Photonenabsorptionsstrecke groß mit Bezug
auf den Zwischenlektrodenabstand zu machen, da je größer die Absorptionsentfernung,
um so besser die Empfindlichkeit, weil ein größerer Bruchteil der auftreffenden
Phionen gesammelt werden, und je kleiner der Zwischenelektrodenabstand, umso größer
die Leistung sowie auch die Geschwindigkeit des Sammelns von elektrischen Signalen
an den Elektroden, welche in dem Fotoleiterkörper durch auftreffende Photonen erzeugt
werden.
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Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einfache
und wirksame Vorrichtung der zur Reder stehenden Gattung zu schaffen, welche den
vorstehend aufgeführten Erfoffierniæsen entspricht.
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Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff der
Ansprüche 1 bzw. 3 erfindungsgemäß durch deren Kennzeichenmerkmale gelöst. Weitere
Erfindungsmerkmale ergeben sich aus den übrigen Ansprüchen.
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Die Erfindung schafft eine empfindliche, beständige, ein hohes Auflösungsvermögen
aufweisende und bequem benutzbare Vorrichtung zum Erhalten einer Information über
die Verteilung einer Gammastrahlungsquelle und schafft ferner einen in einer derartigen
Vorrichtung nützlichen Strahlungsdetektor.
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Die die Information erhaltende Vorrichtung gemäß der Erfindung hat
eine hohe Empfindlichkeit ohne einen Verzicht auf Auflösungsvermögen. Die Vorrichtung
weist einen Kollimator auf, welcher leicht herzustellen ist ohne die Notwendigkeit
einer komplizierten Wabe von separaten Kanälen, und die Wände des Kollimators können
auf geeignete Weise aus Wolframfolie bestehen, wobei Wolfram ein besseres strahlenabsorbierendes
Material ist als Blei und somit dünner als Bleiwände sein kann, wodurch die wirksame
Kollimatortransparenz verbessert wird. Die Ausgangsgröße der Vorrichtung kann leicht
und schnell durch geeignete Computertechniken umgeformt werden, um hochaufgelöste
Bilder von Gammastrahlungsquellen zu erzeugen. Die Vorrichtung ist auf dem Gebiet
der Nuklearmedizin weit anwendbar und ist ferner auch industriell verwendbar.
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Der erfindungsgemäße Detektor ist leicht herstellbar und hat ein verbessertes
Auflösungsvermögen und Signal/Störungs-Verhältnis.
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Sie hat eine hohe Gleichförmigkeit des Ansprechens auf eine gegebene
Photonenauftreffenergie, sodaß Störungsund untergeschobene Signale, welche durch
den verstreuten Compton-Effekt erzeugt werden, und Photonen niedrigerer Energie,
welche an Stellen entfernt von der Primärstrahlungsquelle entstehen, zurückgewiesen
werden können. Er hat ferner eine hohe Photonensammelleistung wegen verbesserter
Empfindlichkeit und einen kurzen Ausgangsimpuls wegen verbesserten zeitlichen Auflösungsvermögens.
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Die Erfindung umfaßt gemäß einem Aspekt das Erhalten von Informationen
über eine durch ihre Lage bestimmte Quelle, beispielsweise eine Gammastrahlungsquelle,
durch Spaltkollimation und Auf spüren von Bündelkomponenten von der Quelle in einer
Vielzahl von verschiedenen Spaltanordnungen, sowie das Verwenden der sich ergebenden
Daten zum Aufzeichnen der Quellenposition.
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Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung umfassen bei diesem Aspekt
einen Kollimator mit einem Rahmen, welcher eine Drehachse und eine Mehrzahl von
flachen Platten aus gammastrahlungs-absorbierendem Material aufweist, die durch
den Rahmen in paralleler, voneinander beabstandeter Anordnung mit Bezug zueinander
und parallel zur Drehachse gehalten werden, wobei benachbarte Paare von Platten
die Spalte dazwischen definieren und jeder der Spalte eine Öffnung an einem Ende
und eine Basis am gegenüber liegenden Ende aufweist und zur Ermöglichung eines Durchtritts
von Gammastrahlung durch ihn in einer ersten Richtig parallel zur Drehachse unbehindert
ist und innerhalb des Rahmens in einer zweiten Richtung senkrecht zur Drehachse
und parallel zu den Platten unbehindert ist; Einrichtungen zum Positionieren des
Kollimators zum Eingestellthalten der Drehachse auf eine Gammastrahlungsquelle derart,
daß die Spalte zum Empfangen von Gammastrahlung von dieser angeordnet sind, während
der Eollimator um die Achse gedreht wird, wobei jeder der Spalte sich in der durch
die ersten und zweiten Richtungen definierten Ebene unter einem viel größeren Winkel
hinzieht zum Empfangen der durch ihn zur Basis hindurchtretenden Strahlung von der
Quelle, verglichen mit einem Winkel, unter welchem er sich in einer zweiten Ebene
senkrecht zur zweiten Richtung hinzieht; einem Detektor, welcher mit dem Rahmen
für eine gemeinsame Drehung mit dem Kollimator verbunden und den Basen der Spalte
benachbart ist zum Aufspüren der durch jeden Spalt zur Basis dieses hindurchtretenden
Strahlung und zur Erzeugung einer Ausgangsgröße, welche für die Intensität der aufgespürten
Strahlung über der gesammten Basis jedes Spalts als eine Funktions des Drehwinkels
des Kollimators repräsentativ ist; sowie Einrichtungen zum Ansammeln einer Matrix
derartiger Ausgangswerte, wobei die Matrix geordnet ist entsprechend dem besonderen
Schlitz, in welchem die die Ausgangsgröße erzeugende Strahlung aufgespürt wurde,
und
entsprechend dem besonderen Drehwinkel des Kollimators zu der Zeit, zu welcher die
Strahlung aufgespürt wurde, und wobei die Matrix geeignet ist für eine Umwandlung
in eine Matrix, die dem Bild der Strahlungsquelle entspricht.
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Die Erfindung umfaßt gemäß einem anderen Aspekt einen Detektor zum
Aufspüren von Gammstrahlung und zur Erzeugung einer Ausgangsgröße in Abhä>gkeit
von der Strahlung, wobei der Detektor eine Mehrzahl von aus auf Gammastrahlung empfindlichem
Fotoleitermaterial bestehenden Detektorelementen aufweist, die parallel und mit
Abstand voneinander angeordnete Streifen sind, zum Aussetzen einer allgemein planaren,
durch eine Fläche jedes der Elemente gebildeten Oberfläche der auftreffenden Gammastrahlung
von einer Quelle dieser , und wobei jedes der Elemente ein Paar von an ihm befestigten
Elektroden aufweist, von denen jedes Paar zwischen benachbarten Elementen angeordnet
ist, die Elektrodenebenen senkrecht zurplanaren, der auftreffenden Strahlung ausgesetzten
Oberfläche verläuft und die Dicke jedes Detektorelements, gemessen von der der auftreffenden
Stellung ausgesetzten Oberfläche längs einer senkrechten Linie zu dieser, groß ist
mit Bezug auf den Abstand zwischen jedem Paar von Elektroden.
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Bestimmte bevorzugte Ausführungsformen umfassen einen Detektor, welcher
eine Mehrzahl von in ihrer Anzahl den Schlitzen entsprechenden Detektorelementen
aufweist, die wirksam mit dem Rahmen verbunden sind, derart, daß sie ihren zugehörigen
Basen benachbart angeordnet bleiben, während der Kollimator um die Achse gedreht
wird; eine Verarbeitungsschaltung mit einem Verstärker zum Verstärken der DetektorausgangsgröBen
und einem Amplitudendiskriminator zum Ausscheiden jeglicher Komponenten, welche
eine Amplitude unterhalb einer Minimalamplitude haben,
aus den
Ausgangswerten; ein Gehäuse als Halteeinrichtung, welches umfaßt ein Rohr, eine
in dem Rohr drehbar angebrachte Platte eine Einrichtung zum Drehen der Platte, welche
eine Öffnung zur Aufnahme des Rahmens enthält, derart, daß bei Drehung der Platte
der Rahmen zusammen mit dieser gedreht wird; einen Schaltmotor zur Drehung der Platte
in getrennten Winkelschritten als Dreheinrichtung. Kollimatorplatten aus Wolframfolie;
ein Detektorelement, welches eine szintillierende Platte und einen mit der Platte
verbundenen Fotoverstärker zur Erzeugung einer elektrischen Ausgangsgröße aßt; optische
Fasern, welche die szintillierende Platte/ihrem Fotoverstärker verbinden; sowie
Detektorelemente, welche zwischen den Kollimatorplatten an der Basis der Schlitze
angeordnet und dort durch den Rahmen gehalten werden0 Andere bevorzugte Ausführungsformen
umfassen Detektorelemente aus Fotoleitermaterial; Detektorelemente aus Kadmiumtellurit;
Fotoleiter-Detektorelemente, bei welchen die Ebenen ihrer Elektroden parallel zu
den Kollimatorplatten geordnet sind und die Strecke durch das Fotoleiterelement
in der ersten Richtung groß ist mit Bezug auf die Strecke zwischen jedem Paar von
Elektroden in einer dritten Richtung senkrecht zur ersten und zweiten Richtung,
wobei eine Strecke durch das Fotoleiterelement in der ersten Richtung nicht kleiner
als 5 mm und die Strecke durch das Fotoleiterelement in der dritten Richtung nicht
größer als o,75 mm ist und die Fotoleiterelemente die Form von Streifen haben.
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Kurz zusammengefaßt betrifft die Erfindung das zuhalten von Informationen
über eine durch ihre Lage bestimmte Quelle, beispielsweise eine Gammastrahlungsquile,
durch Spaltkollimation und Aufspüren von Bündelkomponenten von der Quelle in einer
Vielzahl von sich ändernden Spaltanordnungen, sowie das Verwenden der sich ergebenden
Daten zum Auftragen der Lage der Quelle
Die Erfindung wird nachstehend
anhand von in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen näher
erläutert.
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Es zeigen: Figur 1 einen Schnitt längs einer vertikalen Ebene durch
einen typischen bekannten Kanalkollimator, Figur 2 eine perspektivische Ansicht
einer Ausführungsform der Erfindung, Figur 3 einen vergrößerten Grundriß eines Teils
der Ausführungsform gemäß Figur 2, Figur 4 einen Schnitt 4-4 aus Figur 3, wobei
verschiedene Teile weggebrochen sind, Figur 5 einen Schnitt 5-5 aus Figur 3, wobei
verschiedene Teile weggebrochen sind, Figur 6 eine perspektivische Ansicht in Explosivdarstellung
eines Teils der Ausführungsform gemäß Figur 3, Figur 7 eine schematisierte Darstellung
der Ausführungsform gemäß den Figuren 2 bis 6 mit zugehörigen Schalteinrichtuilgen,
Figur 8 einen stark vergrößerten Schnitt längs einer vertikalen Ebene eines Teils
einer zweiten Ausführungsform der Erfindung, Figur 9 einen Schnitt längs einer vertikalen
Ebene, die senkrecht zur Ebene der Figur 8 verläuft, der zweiten Ausführungsform,
wobei
verschiedene Teile weggebrochen und zugehörige Schalteinrichtngen schematisiert
Figur 1o eine perspektivische Ansicht in Explosivdarstellung eines Teils der zweiten
Ausführungsform.
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In Figur 2 ist eine Kamera 10, welche die Erfindung enthält, gezeigt.
Die Kamera 1o weist einen integrierten Kollimator 12 und Detektor 14 auf, welche
zusammen drehbar in einem Gehäuse 16 angebracht sind. Der Kollimator 12, welcher
in den Figuren 3 bis 6 noch deutlicher dargestellt ist, umfaßt einen aus Stahl hergestellten
Rahmen 18 und eine Serie von einundfünfzig parallelen Platten 20 aus Wolframfolie,
welche in dem Rahmen 18 gespannt gehalten werden0 Der Rahmen 18 weist zwei gegenüberliegende
Seiten 22 auf, die 80 mm mal 55 mm mal 15 mm groß sind.
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Eine Gruppe von drei Stangen 24 aus Stahl mit einem Durchmesser von
5 mm verbindet die Seiten 22 an den Enden dieser über durch die Seiten 22 gebohrte
Bohrungen 26. Schrauben 28 halten beim Anziehen in Bohrungen 30, welche die Bohrungen
26 quer durchschneiden, die Stangen 24 an Ort und Stelle in den Seiten 22 und bilden
ein Quadrat mit einer Außenabmessung von etwa 80 mm mal 80 mm. Die Platten 20 weisen
ebenfalls eine Gruppe von drei Bohrungen 32 (Figur 6) an ihren Enden auf zur Aufnahme
der Stangen 24, welche dadurch die Platten 20 eingespannt halten mit Hilfe von Abstandshaltern
34 aus Blei, welche benachbarte Platten 20 an den Platten enden voneinander trennen
und an Ort und Stelle durch die Stangen 24 gehalten werden, die durch Bohrungen
in den Abstandshaltern 34 hindurchtreten. Jede Platte 20 ist o,15 mm dick, 30 mm
breit und 80 mm lang. Die Blei-Abstandshalter 34 sind Platten von o,85 mm mal 15
mm mal 30 mm.
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Die Abstandshalter 34 und die Stangen 24 bilden zusammen die zwei
anderen Seiten des Rahmens 18 zusätzlich zu den Seiten 22.
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Die Platten 20 sind mit gleichem Abstand von o,85 mm voneinander angeordnet,
um fünfzig Spalte 36 zu bilden, welche 50 mm mal 30 mm mal o,85 mm groß sind. Das
vorstehend beschriebene Spannen der Platten 22 erhält diese Schlitzabmessungen aufrecht.
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Der Detektor weist fünfzig Detektorelemente 38 auf, die szintillierende
Platten aus im Handel erhältlichem szintillierendem Kunststoff sind, der hauptsächlich
ofyvinyltoluen besteht und von der Firma Nuclear Enterprises, San Carlos, California
hergestellt wird. Jede Platte 38 ist 50 mm mal 10 mm mal 0,85 mm groß und ist zwischen
jedes Paar von benachbarten Wolframplatten 20 eingepaßt. Bei der Strahlungsquelle
entgegengerichtetem Rahmen 18 derart, daß die Spalte 36 am günstigsten zum Empfangen
der Strahlung von der Quelle angeordnet sind, hat jeder Schlitz eine zur Quelle
am nächsten liegende Öffnung zum Empfangen der Strahlung und eine Basis an dem gegenüberliegenden
Ende des Schlitzes, und die Kanten der Platte 38, welche am weitesten von der Strahlungsquelle
entfernt sind, sind mit den Kanten der Wolframplatten 20 fluchtend angeordnet, die
gleichfalls am weitesten von der Strahlungsquelle entfernt sind (Figuren 4 und 5).
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An die hintere Stirnfläche jeder szintillierenden Platte 38 ist mittels
transparenten Epoxydharzes ein Band 50 aus optischen Fasern (schematisiert in den
Figuren 4 und 5 dargestellt) befestigt, welches dieselben Abmessungen in der Querschnittsfläche
aufweist wie die hintere Stirnfläche der Platte 38 (50 mm mal o,85 mm). Jedes Band
50 besteht aus annähernd acht Schichten von Fasern mit einem Durchmesser von o,1
mm, wobei etwa 500 Fasern pro Schicht angeordnet sind, die sämtlich durch herkömmliche
Faseroptik-Verfahren hergestellt sind. Die Fasern erstrecken sich senkrecht weg
von der / nache der Platte 38. Sämtliche fünfzig Bänder 50, eines für jede Platte
38, sind
in transparentem Epoxydharz zusammengegossen, wobei sie
einen Block 42 bilden,der sich 25 mm nach außen von den hinteren Stirnfläche der
Platten 38 erstrecken. Die Rahmenseiten 22 erstrecken sich gleichfalls 25 mm unterhalb
der hinteren Stirnflächen der Platte 38, um einen Rahmen für den Block 42 aus vergossenen
Fasern zu bilden. Herkömmliche Klemmeinrichtungen (nicht gezeigt) können verwendet
werden, um die Rahmenseitz 22 beim Ergreifen des Blocks 42 zu unterstützen, der
sich längs der Seiten 22 erstreckt. Wenn die jeden Streifen 50 bildenden Fasern
sich außerhalb des Blocks 42 erstrecken, sind diese unabhängig flexibel und werden
allmählich in ein kreisförmiges Bündel zusammengezogen, welches in dieser Anordnung
durch einen Eisenbeschlag 52 gehalten werden. Die Enden jedes kreisförmigen Faserbündels
sind an die Aufspürfläche eines Fotoverstärkes 54 angeklebt, welcher die Lichtsignale
in elektrische Signale umwandelt für eine Weiterleitung an einen Vorverstärker 56
(Figur 7). Die optische Faserverbinßung zwischen dem Detektorfeld 14 und jedem Fotoverstärker
54 ist flexibel genug, um eine Drehung einer Platte 60 um 180° zuzulassen.
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Der Kollimator 12, der Detektor 14, die Faserbänder 50, die Fotoverstärker
54 und die Vorverstärker 56 sind sämtich im Gehäuse 16 angebracht. Das Gehäuse 16
umfaßt die kreisförmige Befestigungsplatte 60 aus Stahl, Stahlrohre 62, einen Plattenantrieb
64 und Abstützarme 66. Der Rahmen 18 ist in ein quadratisches, in der Befestigungsplatte
60 zentral angeordnetes Loch eingepaßt, wobei Klemmeinrichtungen 68 den Rahmen 18
in der Platte 60 an Ort und Stelle halten. Die Platte 60 ist in die vordere Öffnung
des Rohrs 62 eingepaßt und it drehbar mit Bezug auf das Rohr 62, wobei eine herkömmliche
Lageranorflnung (nicht gezeigt) die Drehung ermöglicht. Der Plattenantrieb 64, welcher
einen reversiblen elektrischen Schaltmotor und Taktgeber umfaßt, dreht die Platte
60, deren äußerer Rand
gezahnt ist zur Erzeugung eines (nicht gezeigten)
Zahnradgetriebes mit dem Antrieb 64. Der Rahmen 18, der Kollimator 12 und das Detektorfeld
14 drehen sich sämtlich mit der Platte 60, welche durch den Antrieb diskontinuierlich
angetrieben wird.
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Das Rohr 62 ist seinerseits schwenkbar an den Abstützarmen 66 angebracht
derart, daß das Rohr 62 gegen eine besondere radioaktive Quelle geneigt werden kann.
Eine Verriegelungsknopf 44 ist eingestellt zum Halten des Rohrs 62 in der gewählten
Position.
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Die Abstützarme 66 sind an einer (nicht gezeigten) Basis angebracht,
welche auf geeignete Weise Rollen aufweist, sodaß die Kamera 1o als Ganzes in verschiedene
Positionen verfahrbar ist.
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Figur 7 zeigt in einem Blockdiagramm herkömmliche Schalt einrichtungen
zur Verarbeitung der elektrischen Signale von den Fotoverstärkern 54. Die Signale
von den Fotoverstärkern 54 haben die Form von elektrischen Impulsen, wobei jeder
Impuls der Absorption eines Gammastrahls durch die entsprechende szintillierende
Platte 38 entspricht. Diese elektrischen Impulse werden an die Vorverstärker 56
durch fünfzig Leitungen 70 von den fünfzig Fotoverstärkern 54 gegeben.Die Vorverstärker
56 sind im hinteren Abschnitt des Rohrs 62 angeordnet, unmittelbar vor einer (nicht
gezeigten) kreisförmigen Rückenplatte aus Stahl, welche die hintere Öffnung des
Rohrs 62 bedeckt. Eine Bohrung durch das Zentrum der Rohrrückenplatte ermöglicht,
daß fünfzig Leitungen 72, welche durch eine flexible Hülle 74 hindurchgeführt sindvon
den Vorverstärkern 56 aus dem Rohr 62 heraustreten können. Die Vorverstärker 56
verstärken sämtliche von den Fotoverstärkern 54 kommenden Impulse und sind im Rohr
62 angeordnet, damit sie gegen Störungen abgeschirmt sind. Der übrige Rest der Schalteinrichtungen
gemäß Figur 7 ist auf geeignete Weise in der mobilen Basis eingekapselt. Die verstärkten
Impulse wandern durch die Leitungen 72 zu fünfzig Impulsverstärkern
76,
und zwar einem für jede Leitung, wo die Impulse weiter verstärkt werden. Die Impulse
werden danach von den fünfzig Impulsverstärkern 76 zu fünfzig Impulshöhen-Diskriminatoren7B
überführt, welche Impulse zurückweisen, die eine eine vorbestimmte Amplitude unterschreitende
Amplitude aufweisen (wie beispielsweise Impulse, welchedlrch die Compton-Effekt-Photonen
herbeigeführt werden), und wobei die Diskriminatoren 78 ermöglichen, daß der Rest
der Impulse hindurchtritt.
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Schließlich werden die Impulse in einem Impulsspeicher 80 gezählt
und ihre Anzahl in diesem aufgenommen. Der Impulsspeicher ist ein 50 mal So -Register
und ist synchron mit dem Plattenantrieb 64 gekoppelt, sodaß die von den fünfzig
Impulshöhen-Diskriminatoren 78 kommenden Impulse für jede getrennte Winkelstellung
des Kollimators 12 und des Detektors 14 gezählt werden.
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Diese durch die Impulsanzahlen gebildeten Daten werden im Speicher
80 gespeichert, und nach Beendigung sämtlicher Zählungen werden die Datenkurch bekannte
Computertechniken nachfölgend auf eine im größeren Detail weiter unten zu erläuternde
Form reduziert, welche die zweidimensionale Anordnung der Strahlungsquellen identifiziert,
die auf den Kollimator 12 und den Detektor 14 auftreffen.
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Während des Betriebs wird die Kamera 10 derart angeordnet, daß die
Vorderseite des Kollimators 12 so lange wie möglich an der Strahlungsquelle ist.
Die Quelle ihrerseits besteht aus Technetium 99, einem Radioisotop, welches Gammastrahlung
mit einer charakteristischen Energie von 140 Kev aussendet, oder die Quelle besteht
aus einigen anderen Radioisotopen, welche für klinische oder andere nützliche Dienste
geeignet sind. Wenn die Quelle sich innerhalb eines Patienten befindet, wird der
Kollimator 12 vorzugsweise in Kontakt mit dem Patienten in der Nähe der Quelle gebracht.
Die Quelle ihrerseits kann zum Zweck
der Analyse der Daten als
ein dreidimensionales Feld von punktförmigen Quellen angesehen sein, welche zufallsverteilt
Gammaphotonen aussenden. Die Kamera 10 nimmt tatsächlich ein Bild des zweidimensionalen
Feldes auf, welches aus der orthogonalen Projektion dieses dreidimensionalen Quellenfeldes
auf den Detektor 14 resultiert.
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Die Kollimatorplatten 20 und Kollimatorspalte 36 werden anfänglich
vertikal ausgerichtet, und die Achse des Rohrs 62 wird danach direkt auf das Quellenvolumen
(gewöhnlich an den Teil des Patientenkörpers, zu welchem das Isotop gewandert ist)
gerichtet.
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Der Verriegelungsknopf 44 erhält die Rohrorientierung aufrecht.
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Die Fotoverstärker 54 werden erregt und sind bereit, auf Lichtsignale
vom Detektor 14 anzusprechen, und die SignalveraDeitungsschaltung gemäß Figur 7
wird erregt. Der Kollimator 12 bleibt in der vertikalen Stellung für eine Zeitdauer
in der Größenordnung von 10 sec, während welcher Gammaphotonen von der Quelle zum
Kollimator 12 wandern und in die am günstigsten angeordneten Spalte 36 eintreten.
Der Plattguntrieb 64 dreht dann den Kollimator 12 um 3,60, gefolgt von einer Pause
von 1o sec, gefolgt von einem anderen 3,6°-Schritt, usw. bis fünfzig derartige Schritte
von 3,60, was insgesamt 180° ergibt, gemacht wurden.
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Die Anzahl von Drehschritten für jede 18o0-Drehung (hier fünfzig)
wird derart gewählt, daß sie der Anzahl der Spalte 36 im Kollimator 12 entspricht.
Während jedes 1o-Sekunden-Intervalls absorbieren die Wolframplatten 20 jegliches
Auftreffen von Zonen auf die Platten. Die Photonen, welche von einer besonderen
Punktquelle durch einen besonderen Spalt hindurchtreten, dessen Raumwinkel die Fläche
der Auftreffstirnfläche einer szintillierenden-Platte 38 einschließt, treten in
diese szintillierende Platte ein, und das meiste wird darin absorbiert, wodurch
sichtbare Photonen in der Platte erregt werden. Diese sichtbaren Photonen werden
durch die Platte 38 hindurch-gesetzt und illuminieren die optischen Fasern in dem
Band 50, welches
an diese besondere Szintillationsplatte angefügt
ist. Sämtliche Flächen der Szintillationsplatte 38 außer der an das Band 50 angeklebten
sind mit einer Substanz beschichtet, welche sichtbares Licht reflektiert, sodaß
sämtliche innerhalb der Platte 38 erregten sichtbaren Lichtimpulse gegebenenfalls
in Richtung auf die hintere Stirnfläche der Platte 38 und das Band 50 befördert
werden, wenn auch mit einerhöheren Dämpfung von Impulsen, welche vor Erreichen des
Bandes 50 einer oder mehreren Reflektionen unterworfen werden. Die Dämpfung der
sichtbaren Lichtsignale findet auch innerhalb des Bandes 50 statt, und etwa 1 %
der in der Platte 38 erzeugten sichtbaren Lichtphotonen erreicht die Fotoverstärker
54. Jedoch reichen die die Fotcverstärker erreichenden Signale aus zum Schaffen
einer Basis für ein akurates Bestimmen der Anordnung der Strahlungsquellen.
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Die szintillierende PlatX 38 gibt eine Ausgangsgröße ab, welche die
Energie der auftreffenden Gammaphotonen anzeigt, somit können Photonen mit einer
gegenüber den primären Gammaphotonen niedrigeren Energie, welche aus der Compton-Streuung
erwachsm und an Stellen entfernt von den Primärstrahlungsquellen entstehen, in dem
Impulshöhen-Diskriminator zurückgewiesen werden. Während des 10-Sekunden-Intervalls,
bevor der Kollimator 12 seinen ersten 3,60-Schritt durchführt, und während jedes
der nachfolgenden neunundvierzig lo-Sekunden-lntervalle zwischen den nachfolgenden
3,60-Schritten sammelt jede Szintillationsplatte 38 Gammaphotonen von sämtlichen
radioaktiven punktförmigen Quellen, welche in den plattenförmigen Räumen liegen,
die durch Projezieren des Paars von Wolframplatten 20 erzeugt werden, welche die
Platte 38 gegen die Quellen abgrenzen. Während dieses Irtervalla sammelt gleichzeitig
jede Platte 38 sämtliche Stri lung, welche von jeder punktförmigen Quelle innerhalb
des Raumwinkels ausgesandt wird, der die Fläche der vorderen Stirnfläche der Platte
38 mit Bezug auf diese Punktquelle einschließt. Die Ausgangsgröße
åeder
Szintillationsplatte in jeder Drehstellung ist somit eine Anzahl von sichtbaren
Lichtimpulsen, welche einer Anzahl von Photonenabsorptionen innerhalb der Platte
entspricht, wobei die Photonen von vèrschiedz en punktförmigen Quellen kommen.
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Das Verfahren zur Verarbeitung der in dem Speicher 8o gespeicherten
Daten zur Erzeugung eines Bildes der Verteilung der Radioisotopen Quelle gründet
sich vorläufig auf der Annahme, daß die abzubildende Verteilung in der Ebene senkrecht
zu der ersten Richtung als ein zweidimensionales Feld von fünfzig mal fünfzig Quellenelementen
erscheint. Daraus ergibt sich das Problem der Erzeugung eines Bildes mit fünzig
mal fünfzig Auflösungselementen, das heißt das Lösen von fünfzig mal fünfzig das
heißt also 2500 Unbekannten. Das Isotop ist überall dort angeordnet, wo der Wert
des Quellgelements nicht Null ist, und ist nicht vorhanden, wenn der Wert des Quellenelements
Null ist.
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Grundsätzlich ist es, wenn fünfzig mal fünfzig Unbekannte vorliegen,
immer möglich, diese Unbekannten zu lösen mit einem System von fünfzig mal fünfzig
gleicheitigen linearen Gleichungen, Die Schritte des Aufstellens der Gleichungen
in Matrixform und Lösens durch die Verfahren der Matrixalgebra bilden eine wohlbekannte
direkt Näherung beim Finden dieser Unbekannten.
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Der Speicher 80 stellt die Daten zur Verfügung, von welchen fünfzig
(Spalte) mal fünfzig (Winkel) das heißt also 2500 Gleichungen aufgestellt werden
können. Mittels eines Computers durchgeführte mathematische Verfahren sind derzeit
in der Lage, daß sie eine beschleunigte Lösung dieser Anzahl von gleichzeitigen
Gleichungen durchführen können. Die nachstehenden Veröffentlichungen, welche hierdurch
zum Gegenstand der Offenbarung der vorliegenden Anmeldung gemacht werden, enthalten
Verfahren für derartige beschleunigte Lösungen: Ramachandran and Lakshminarayanan,
"ihren Dimensional Reconstruction From Radiographs
and Electron
Micrographs: Applications of Convolutions Instead of Fourier Transforms," Proceedings
of the National Academy of Sciences of the United States, 1968, pp. 2236-2240; Gordon
and Herman, "ihren Dimensional Reconstruction from Projections: A Review of Algorithms,t1
International Review of Cytology, Vol.
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38 (1974); DeRosier and Klug, "Reconstruction of Three Dimensional
Structures from Electron Micrographs," 217 Nature 130 (1968); and M.M. Woolfson,
An Introduction to X Ray Crystallography, Chapter 4, "ourier Transforms" (Cambridge
Univ. Press 1970).
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Es ist klar, daß die von den Randbereichen der Quellenfläche ausgesandte
Strahlung in die Kamera mit etwas geringerer Wahrscheinlichkeit einer Aufnahme durch
das Detektorfeld eintritt, als dies bei der Strahlung der Fall ist, welche von Bereichen
nahe der Drehachse des Kollimators ausgesandt wird. Aus diesem Grunde ist es notwendig,
das Datenverarbeitungsverfahren derart zu "beschweren", daß diese Vorspannung kompensiert
wird. In den zitierten Veröffentlichungen ist gezeigt, wie diese Kompensation erreicht
werden kann.
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Da das sich ergebende Bild, welches durch diese Computerverfahren
erzeugt wird, ein zweidimensionales Bild ist, obwohl das Radioisotop selbst tatsächlich
den dreidimensionalen Raum einnimmt, wird die auf dem Gebiet der Strahlungstherapie
wohlbekannte weitere Technik angewandt, nach welcher man zusätzliche Bilder von
verschiedenen räumlichen Positionen des Kollimators aus nimmt und diese Bilder vereinigt
zur Erzeugung eines dredimensionalen Bildes. In dem Fall, wenn das Radioisotop sich
im Gehirn befindet, läge die einfachste Methode zur Durchführung dieser Technik
darin, ein Bild aufzunehmen, bei welchem die Achse des Kollimators zwischen die
Augen des Patienten gerichtet ist, sowie ein zweites Bild aufzunehmen, wobei die
Kollimatorachse um 9o° verschwenkt ist, sodaß sie durch die Ohren des Patienten
gerichtet
ist.
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Ein Vergleich der Kamera 10 mit einem herkömmlichen Kollimator-Detektor-System
mit statischem Kanal zeigt, daß die Empfindlichkeit bei der Kamera 1o verbessert
und somit die Belichtungszeit reduziert ist ohne jegliche Beeinträchtigung des Auflösungsvermögens.
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Ferner verbessert die Integration des Detektors 14 mit dem Kollimator
12 das gesamte räumliche Auflösungvermögen des Bildes in zweierlei Hinsicht. Zum
einen, wenn der Detektor 14 und der Kollimator 12 als separat konstruierte Einrichtungen
betrachtet werden ohne einen Versuch zur Registrierung zwischen einzelnen Spalten
36 und Detektorelementen 38, wie dies bei bestehenden Kanal-Kollimations-Einrichtungen
normalerweise der Fall ist, dann wird das effektive Auflösungsvermögen des gesamten
Systems allgemein angenommen als die Quadratwurzel der Summe der Quadrate der minimalen
Auflösungsentfernungen der beiden Einrichtungen (des Kollimators und des Detektors)
separat genommen.
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Wenn das räumliche Auflösungsvermögen der zwei Einrichtungen ähnlich
ist, führt daher die Integration des Detektors mit dem Kollimator ein Gesamtverbesserung
des Auflösungsvermögens um einen Faktor von der Quadratwurzel aus zwei herbei. Zum
zweiten, und noch wichtiger, eliminiert die Integration des Detektors 14 mit dem
Kollimator 12 im wesentlichen den Verlust des Auflösungsvermögens, welcher durch
Streuung der Strahlung entweder innerhalb des Kollimators oder innerhalb des Detektorfeldes
selbst herbeigeführt wird.
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Die Figuren 8 bis 1o zeigen eine zweite Ausführungsform der Erfindung,
bei welcher derselbe Kollimator 12, jedoch ein unterschiedlioher Detektor 46 verwendet
wird. Der Detektor 46 ist
aus fünfzig Detektorelementen 88 zusammengesetzt,
welche Streifen von Foto leitern 9o sind, von denen fünf durch Isolierabstandshalter
91 aus Polyäthylenterephtalat in Abstand gehalten werden, um jeden Streifen zu bilden.
Jeder Kadmiumtellurit-Fotoleiter 9o ist ein rechtwinkliges Kristallscheibchen mit
den Abmessungen 1o mm mal 5 mm mal o,75 mm, und jeder Streifen 88 von Scheibchen
ist somit annähernd 50 mm lang. An den zwei größten Flächen jedes Fotoleiters 9o
ist ein Paar von Elektroden 92 niedergeschlagen. Jede Elektrode 92 ihrerseits umfaßt
eine dünne Schicht von Platin, welches direkt auf dem Kadmiumtelluritkörper niedergeschlagen
ist, wodurch eine Elektroden-Kadmiumtellurit-Elektroden-Schichtbauweise gebildet
ist. Die niedergeschlagenen Schichten 92 haben jeweils eine Dicke in der Größenordnung
von 1 Mikron. Eine Masseverbindungseinrichtung 98 liegt fluchtend gegen eine Seite
des Streifens 88 an und erstreckt sich parallel zum Streifen. Die Masseverbindungseinrichtung
98 ist ein Streifen aus Polyäthylenterephtalat, welches durch die Firma duPont unter
der Bezeichnung Mylar hergestellt und verkauft wird, auf welchen eine dünne Aluminiumbeschichtung
niedergeschlagen worden ist. Die Dicke dieses Mylar-Aluminium-Streifens beträgt
annähernd fünfzig Mikron, wobei das Mylar den meisten Teil der Dicke einnimmt. Ein
Aluminium-Mylar-Massefinger 100 erstreckt sich vom Streifen 98 herab in Richtung
auf ein Ende dieses. Die Aluminiumfläche der Masseverbindungeinrichtung 98 ist an
einer Seite des Streifens 88 angeordnet.
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Das Mylar gibt der Aluminumverbindungseinrichtung Festigkeit, während
es gleichzeitig als Isolator zwischen einer benachbarten Wolframplatte 20 und der
Aluminiumverbindungseinrichtung dient.
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Eine ähnliche Verbindungseinrichtung 102 ist an der anderen weite
des Streifens 88 angeordnet, jedoch wurde der Aluminiumüberzug durch vorheriges
Entfernen von schmalen vertikalen Aluminiumbändern in fünf elektrisch isolierte
Bereiche 104 aufgeteilt,
welche den den Streifen 88 bildenden fünf
Fotoleitern 9o entsprechen. Jeder der fünf Aluminiumbereiche 104 besitzt einen Aluminium-Mylar-Finger
106, welcher sich von dem Bereich abwärts erstreckt. Die gesamte Verbindungseinrichtungs-Elektroden-Fotoleiter-Elektroden-Verbindungseinrichtung-Schichtkonstruktion,
welche sich ergibt, wenn alle diese Elemente zusammengebacht werden, wird zwischen
jedem Paar von benachbarten Wolframplatten 20 des Kollimators 12 sowie auch zwischen
einer Rahmenseite 22 und einer benachbarten Wolframplatte 20 angeordnet. Diese Schichtkonstruktion
hat die Abmessungen von 50 mm mal 5 mm mal o,85 mm und tritt an die Stelle der Szintillationsplatte
38 im Spalt 36. Ein Streifen 88 von Foto leitern 9o nimmt den größten Teil der Dicke
der Verbindungseinrichtungs-Elektroden-Fotoleiter-Schichtkonstruktion in jedem Spalt
36 ein, sodaß nur ein kleiner Bruchteil der auftreffen den Gammaphotonen im Spalt
36 verlorengeht durch Eintreten in die Verbindungseinrichtungen 98, 102 oder die
Elektroden 92. Die Fotoleiterstreifen 88 und Leiter 98, und 102 sind durch eine
gedruckte Schaltungsplatte 1o8 abgestützt. Die Schaltungsplatte 108 ist an geeigneten
Stellen geschlitzt zur Aufnahme der Massefinger loo und der Finger 106.
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Die Finger treten zur Unterseite der Schaltungsplatte los durch, wo
ein gedruckter Masseleiter (nicht gezeigt) die Massefinger 100 für sämtliche Masseverbindungseinrichtungen
des Detektorfeldes verbindet und wo separate gedruckte Leiter (nicht gezeigt) einzeln
an jeden der Finger 106 angeschlossen sind. Die Fotoleiterstreifen 88 liegen längs
ihren unteren Stirnflächen auf der Schaltungsplatte 108 auf. Die Wolframplatten
20 sind ebenfalls geerdet durch Anschluß an den Masseleiter der Schaltungsplatte
108(die Anschlüsse sind nicht gezeigt). Die Streifen 88 sind mit Hilfe von an den
Streifenenden eingefügten Mylar-Abstandshaltern und die Aluminumbereiche der Verbindungseinrichtungen
98 und 102 sind durch Entfernung von Aluminiumbändern an den
Enden
ebenfalls von Abstandshaltern 34 aus Blei isoliert, welche wie zuvor zwischen die
Platten 20 eingepaßt werden und zwei Grenzen für das Detektorfeld bilden. Die Schaltungsplatte
108 ist ihrerseits an den Rahmenseiten 22 durch (nicht gezeigte 7 Klammern befestigt.
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Eine Spannungsquelle 110 (50 Volt) (Figur 9) ist durchverbunden mit
der Schaltungsplatte 108 und den Verbindungseinrichtungen 93 und 102, sodaß ihre
Spannung durch jedes Paar von Elektroden 92 über jeden Fotoleiter 9o(es gibt fünf
mal fiinfzig das heißt also 250 Fotoleiter 9o) aufgeprägt wird. Das Ausgangssignal
von jedem Fotoleiter 9o wird durch die Verbindungseinrichtungen 98 und 102 hinaus-getragen
zu gedruckten Leitern in der Schaltungsplatte 108 undvon dort durch flexible Leiter
112 zu einem Vorverstärker 56a. Es gibt 25o Vorverstärker insgesamt, und zwar einen
für jeden Fotoleiter 9o. Die Ausgangssignale von fünf Vorverstärkern 56a, welche
jeweils den fünf Fotoleitern 9o in einem Streifen 83 entsprechen, werden kombiniert
und in einen Impulsverstärker 76 eingeführt. Wie bei der Ausführungsform, welche
ein Detektorfeld 14 und Fotoverstärker 54 verwendet, gibt es fünfzig Impulsverstärker
76, fünfzig Impulshöhendiskriminatoren 78 und einen Impulsspeicher 80. Jeder Vorverstärker
56a ist ein Betriebs-Verstärker mit einem Feldeffekttransistor-Eingang, einem einfach-offenen
Verstärkungsgrad von 105 und einer Eingangsstromempfindlichkeit von 10 11 Ampere.
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Wenn ein auftreffendes Gammaphoton eine Ladung von 1o14Coulomb im
Fotoleiterkristall erzeugt und bei Sammlung der gesammten Ladung an dem Paar von
Ea$troden 92 in einer Mikro sekunde be-1o -trägt die Stromabgabe » - = 1o 8 Ampere,
welche im Vorverstärker 65 erkannt und1?erstärkt werden kann. Da die Mylar-Isolierung
an den Verbindungseinrichtungen 98 und 102 derart
dünn gehalten
wird, daß der Inhalt der der Strahlung ausgesetzten Oberfläche des Fotoleiters 9o
maximiert werden kann, wird eine große Kapazität, (in Relation zur Kapazität quer
über den Fotoleiter 9o) über dem Mylar zwischen jeder Wolframplatte und dem Aluminiumüberzug
der Vetindungseinrichtungen 98 und 1o2 erzeugt. Diese Kapazität könnte gewöhnlich
den Spannungsausschlag eines jeden von den Elektroden 92 kommenden Signals unterhalb
von Grenzen reduzieren, welche durch den Vorverstärker 56 aufspürbar sind, jedoch
das Segmentieren der Detektorstreifen 88 in fünf separate Fotoleiter 9o ergibt eine
Gesamtkapazität für jeden Fotoleiter 9o, die ein Fünftel so groß ist wie die Gesamtkapazität
des Streifens 88, was einen akzeptablen Wert darstellt, soweit man das Wiederauffinden
von Signalen vom Fotoleiter 9o betrachtet. Im Hinblick auf dæ Empfindlichkeit ist
bei einem Vorverstärker 56a, welcher fähig ist hereinkommende Signale herab bis
zu 1 -11 Ampere aufzuspüren, eine genaue Messung der Größe des erwarteten Signals
in der Größenordnung von 10 8 Ampere möglich. Somit ist es möglich, die Compton-Photonen
niedrigerer Energie stromab in den Impulshöhen-Diskriminatoren 78 auszusieben. Die
Gesamt-Hintergrundstörung ist annähernd äquivalent einem 1o-Kev-Signal, sodaß eine
Unterscheidung zwischen echten Quellenphotonen und einer Störung möglich ist, wenn
man Strahlungsquellen von mehr als etwa 20 Kev verwendet.
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Der dünne Streifen aufb au der Foto leiter 9o bei Anordnung der Elektroden
92 parallel zu den Kollimatorplatten 20 bietet, obwohl er ein Kapazitätsproblem
wie soeben beschrieben mit sich bringt, gleichzeitig die Vorteile eines kurzen Zwischenelektrodenabstandes
und eine langen Photonenabsorptionsstrecke. Durch Anwendung eines relativ kurzen
Abstandes zwischen gegenüberliegenden Elektroden 92 (etwa o,75 mm) wird die Stromträger
(Elektron oder Defektelektron)-Sammelleistung der Elektroden verbessert
mit
resultierender Verbesserung im Erzielen einer Gleichförmigkeit des Ansprechens auf
Photonenerregungen, und die Trägersammelzeit wird verringert mit sich ergebender
Verbesserung im zeitlichen Auflösungsvermögen. Durch Verwenden eines relativ tiefen
Fotoleiterkristalls (5 mm) werden die meisten eintreffenden Photonen einer 140 Kev
oder weniger starken Isotopen-Quelle durch das Kristall absorbiert, wodurch eine
bessere Kameraempfindlichkeit geschaffen wird. Im allgmeinen sind bei Verwendung
von Fotoleitern die SignalverGuste weit niedriger als bei Szintillatlonsplatten
und optischen Fasern, und das Energieaufsösungsvermögen ist stark verbessert. Da
mehr von dem Signal tatsächlich den Vorverstärker 56a erreicht, ergibt sich ein
genaueres Abbilden.
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Die Verfahren zur Verarbeitung der im Speicher 80 empfangenen Daten
entsprechen dem weiter oben beschriebenen, und die Verbesserung in der Empfindlichkeit
einer dem Kanalkollimator ist ebenfalls wie weiter oben beschrieben.
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Hinsichtlich Abwandlungen im Verfahren und in der Vorrichtung kann
der Kollimator 12 kontinuierlich anstelle von diskontinuierlich gedreht werden,
oder er kann sogar betätigt werden, indem seine Achse längs einer anderen gekrümmten
oder anderen Gestalt bewegt wird oder ohne eine Drehung. Die Symmetrie um die Achse
wird bevorzugt, ist jedoch nicht wesentlich. Geeignete Abwandlungen in den Datenreduktionsverfahren
sind dann natürlich erforderlich. Wenn härtere Strahlungsquellen als Technetium
99 verwendet werden, ist es nötig, daß die Szintillationsplatten 7)5 und die Fotoleiter
9o von der Oberseite zum Boden tiefer sind(das heißt eine längere Photonenabsorptionsstrecke
haben).
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Wenn beispielsweise die Quelle in der Größenordnung von Mev' E ist,kann
es nötig sein, daß der Fotoleiter 9o eine Tiefe von 40 oder 50 mm anstelle von nur
5 mm hat. Wenn ein größeres Auflösungvermögen gewiinscht ist, kann die Anzahl von
Spalten im Kollimator 12 entsprechend vergrößert werden auf wenigstens eine
Gesamtzahl
von 250 Spalten; der Zusammenbau eines derartigen Kollimators würde verständlicherweise
etwas komplizierter sein als im Fall des Fünzig-Spalt-Kollimators. Anstelle von
Wolfram kann für die Platten 20 Tantal verwendet werden. Anstelle von Polyvinyltoluen
kann für die Szintillationsplatten 38 Polystyren verwendet werden. Schließlich kanbei
dem Fotoleiterdetektor 46 anstelle von Aluminium fi1r die Verbindungseinrichtungen
98 und 102 Kupfer verwendet werden, die Elektroden 92 können dicker gemacht werden
für eine bessere Ansprechgleichförmigkeit (wenn auch möglicherweise bei Preisgabe
von effektiver Fotoleiterfläche), die Elektroden 92 können eine dünne Schicht eines
Leiters aufweisen, wie beispielsweise Indium, das auf das Platin niedergeschlagen
ist zur Verbesserung des Kontakts zwischen dem Platin und dem metallischen Überzug
der Verbindungseinrichtungen 98 und 102, und die Fotoleiterstreifen 88 können durchlaufend
anstatt in Segmenten ausgebildet sein, wenn die erregten Signale stark genug sind,
um das Kapazitätsproblem zu bewältigen. Zusätzlich könnte anstelle des Fotoleiterdetektórs
46 ein Detektor verwendet werden, welcher eine durchlaufende planare Platte aus
Fotoleitermaterial umfaßt, welche Elektroden besitzt, die in Streifen ausgebildet
und oben und unten niedergeschlagen sind gegenüber anderen Seiten, wie beim Detektor
46. Die Herstellung ist leichter gemacht, jedoch hat ein derartiger Detektor nicht
den kombinierten Vorteil einer hohen Phtonensammelleistung sowie einer verbesserten
Ladungsträger-Sammelieistung des Detektors 46.
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Andere Ausführungsformen der Erfindung können vom Fachmann leicht
angegeben werden.
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ärend vorstehend zum Zwecke der Vereinfachung eine 50 mm mal 5o mm
-Vorrichtung dargestellt und beschrieben wurdeQist die am mensten bevorzugte Ausführungsform
der Erfinder eine 250 mm mal
25o mm -Vorrichtung, bei welcher jeder
Spalt dieselbe Breite wie bei der dargestellten und beschriebenen Ausfiihrungsform
hat, jedoch fünf mal so lang ist, und wobei 250 Spalte gegenüber fünfzig vorgesehen
sind. Der am meisten bevorzugte Detektor ist die erwähnte Halbleitereinrichtung.
Nach schrittweisem Voranschreiten einer ?oO kehrt die Kamera vorzugsweise über einen
Rücklauf in ihre Anfangs stellung zurück. Bei bevorzugten Ausführungsformen beträgt
die Spaltlänge wenigstens zehnmal soviel wie die Spaltbreite; in den am meisten
bevorzugten Ausfuhrungsformen der Erfinder ist sie wenigstens fiinfzig mal so groß
wie die Spaltbreite.
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Während man wie die meisten Personen, denen diese ErSiShng anlänglich
gezeigt wurde, denken könnte,daß der vergrößerte, in jeder Stellung verfügbare Fluß
bei Spalten anstelle von Bohrungen ein Vorteil wäre, welcher durch dievergrößerte
Anzahl erforderlichen Stellungen neutralisiert wird, erwies sich dies überraschenderweise
als nicht richtig dank den verbesserten Signal/Störungs-Verhältnissen, welche eine
größere Geschwindigkeit sowie auch ein vergrößertes Auflösungsvermögen ermöglichen.