DE2818083C2 - Digitaler Musik-Tongenerator - Google Patents
Digitaler Musik-TongeneratorInfo
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- G10H—ELECTROPHONIC MUSICAL INSTRUMENTS; INSTRUMENTS IN WHICH THE TONES ARE GENERATED BY ELECTROMECHANICAL MEANS OR ELECTRONIC GENERATORS, OR IN WHICH THE TONES ARE SYNTHESISED FROM A DATA STORE
- G10H7/00—Instruments in which the tones are synthesised from a data store, e.g. computer organs
- G10H7/002—Instruments in which the tones are synthesised from a data store, e.g. computer organs using a common processing for different operations or calculations, and a set of microinstructions (programme) to control the sequence thereof
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Description
Die Erfindung betrifft einen digitalen Musik-Tongenorator
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Ein solcher digitaler Musik-Tongenerator ist aus der US-PS 38 23 390 bekannt.
Ganz allgemein wurde bereits früher versucht, mittels analog oder digital arbeitender elektronischer Einrichtungen
Musikinstrumente bekannter Art. nachzuahmen. Insbesondere wurden auch bereits programmierbare
Rechner zur Lösung dieses Problems verwendet. Mittels solcher Einrichtungen soll es möglich sein, über Atidiowiedergabeeinrichtungen
gewünschte Töne so abzugeben, daß sie nach Möglichkeit nicht von solchen Tönen
zu unterscheiden sind, die von Musikinstrumenten bekannter Bauart stammen. Hierzu ist es erforderlich,
zum einen musikinstrumentspezifische Harmonie-Strukturen zu wählen sowie zum anderen, die Tonhöhe
eines Tons zu wählen. Dies allein genügt jedoch noch nicht Dies sei anhand einer bekannten Pfeifenorgel erläutert
Wenn bei einer solchen Orgel ein Register gezogen wird, werden mehrere Pfeifen in Betrieb gesetzt die
jeweils einen Satz von Harmonie-Strukturen wählen. Jeder Ton hat dabei seine eigene Harmonie-Struktur,
die von der anderer Töne abweicht Bei herkömmlicher Nachahmung auf elektronischem Wege (vgl. US-PS
38 23 390) ist jedoch bei einem Register allen Tönen jeweils die gleiche Harmonie-Struktur zugeordnet.
Die den Harmonie-Strukturen zugeordneten Harmoniewerte sind dabei in einem Speicher gespeichert Der
absolute Hmplitudenwert pro Register ist zwar mittels eines Potentiometers veränderbar, jedoch bleibt die
Harmonie-Struktur jeweils gleich. Bei air Verarbeitung
wird ein der Tonhöhe entsprechender Digitalwert mit dem dem Register zugeordneten gespeicherten Harmoniewert
multipliziert. Das Ergebnis wird addiert zur Erzeugu/.g von Harmoniewerten für eine zusammengesetzte
Wellenform. Diese wird dann abgetastet, d.h. ausgelesen und zwischengespeichert, von wo aus taktgesteuert
auf verschiedene Frequenzen ausgelesen werden kann. Da nur eine einzige zusammengesetzte Wellenform
gespeichert ist, ist die Harmonie-Struktur jedes Tones gleich entsprechend dem Inhalt des Speichers.
Ein vom Ergebnis her ähnlicher digitaler Musik-Tongenerator ist auch in der DE-OS 25 00 720 erläutert,
wobei bei diesem Fourier-Komponenten ermittelt und ausgewertet werden.
Bei einem anderen bekannten digitalen Musik-Tongenerator (US-PS 36 10 799) wird bei Betätigung einer
Taste ein Impuls erzeugt, der den zu erzeugenden Ton durch seine Phasenlage bezeichnet Jedem Ton ist ein
einzelner Generator zugeordnet, wobei die jedem Tongenerator zuzuführende Wellenform einem Festwertspeicher
entnommen wird. Mit Hilfe von Registern können in Registerspeichern gespeicherte Wellenformen
ausgewählt werden, die dann kombiniert und erneut gespeichert werden, wobei dann entsprechende Signale
abgerufen werden können. Somit sind alle Wellenformen, die bei dem bekannten Musikinstrument vorkommen
könnten, bereits gespeichert, bevor auf dem Gerät gespielt wird. Eine Synthese aus Wellenformen gespeicherter
Harmonie-Strukturen findet nicht statt.
Aus der DE-OS 26 29 697 ist ferner ein digital arbeitender Musik-Tongenerator bekannt, der mit Frequenzinoauldtion
arbeitet, wobei eine Exponentialfunktion ausgewertet, d. h. entsprechend dieser Funktion synthetisiert,
wird. Es werden also keine WellehJormen v/ie beim gattungsgemäßen digitalen Musik-Tongenerator
erzeugt.
Daraus folgt, daß eine wirklichkeitsgetreue Nachbildung
eines Musikinstrumentes noch nicht möglieh ist, da eine einzige Wellenform zur Charakterisierung eines
nachgeahmten Musikinstruments über den ganzen in Frage kommenden Frequenzbereich nicht erreicht wird,
da Abweichungen von der Realität auftreten, auf die das menschliche Ohr s.-hr empfindlich reagiert. Insbesondere
bei Pfeifenorgeln ist es bekannt, daß jeweils bei einem bestimmten Pfeifenrejister die Harmonie-Struktur,
d. h. die Verteilung und die relativen Amplituden der
Obertöne (Harmonischen) im Höhenbereich durch die relative Stärke des Grundtons und im Tiefenbereich
durch die zunehmende Stärke der Obertöne gekennzeichnet ist. Ähnlich individuelle Verhältnisse treten
auch bei anderen Instrumenten auf. Ferner ist die Art des Anspielens durchaus von Bedeutung.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, einen digitalen Musik-Tongenerator der eingangs genannten Art so
auszubilden, daß eine wirklichkeitsgetreue Nachbildung (Synthetisierung) erreicht wird.
Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß dies am besten dadurch erreicht werden kann, daß die Harmonie-Struktur
abhängig von der Tonhöhe variiert wird.
Die Aufgabe wird erfindiingsgemäß durch die kennzeichnenden
Meikmale des Anspruchs 1 gelöst.
Die Erfindung wird durch die Merkmale der Unteransprüche weitergebildet.
Bei der Erfindung wird die Harmonie-Struktur dadurch
abgeleitet, daß eine Wellenform für jeden Ton (Note) erzeugt werden kann, oder daß zumindest eine
interpolation zwischen zwei Harmonie-Strukturen benachbarter Tonhöhen durchgeführt wird. Wesentlich
dabei ist, daß Daten bezüglich mehrerer Bezugswellenformen gleichzeitig gespeichert werden und mittels
mehrerer Tongeneratoren die Daten bezüglich Verlaufes der Bezugswellenformen abgetastet werden, wobei
jeder der Tongeneratoren die zu einem Bezugswellenverlauf gehörigen gespeicherten Daten abtastet und jeder
andere der Tongeneratoren die gleichen oder auch andere zu einem Bezugswellenverlauf gehörigen gespeicherten
Daten abtasten kann.
Auf diese Weise ist eine große Vielfalt von mittels einer Audiowiedergabeeinrichtung wiedergebbaren
Tönen möglich, die jeweils die jeweils zutreffende Harmonie-Struktur besitzen können, und zwar selbst innerhalb
des gleichen Registers (bei Orgeln). Die Synthetisierung ist dabei mittels einfach ausgebildeter Synthetisierer
möglich. Ferner können einfach ausgebildete Abtasteinrichtungen verwendet werden, insbesondere solche,
die Adressen in der Bezugswellenformdaten-Speichereinrichtung
abtasten. Automatisch kann auch die nächsthöhere Adresse abgetastet und aus den abgetasteten
Daten ein, auch gewichteter, Zwischenwert ermittelt werden. Eine solche Zwischenwertermittlung erfolgt
zweckmäßig dann, wenn ein kumulativer Anfangs-Zählerstand sich von einem entsprechenden vorgegebenen
Zählerstand unterscheidet. Solche Interpolationen führen zu Abtastwerten auf der Grundlage zweier Bezugswellenformen,
die zueinander in Beziehung stehende Harmonie-Strukturen besitzen, wodurch einem musikalischen
Ton entsprechende Digitaldaten erzeugbar sind, dessen Harmonie-Struktur zwischen den erwähnten
beiden Harmonie-Strukturen liegt Ferner sind vorteilhaft mehrere Abtasikanäis vorgesehen, deren jeder
die erwünschte Digitaldaten erzeugen kann, wobei die jeweils erzeugten Digitaldaten einander überlagert
werden können. Die Abtastkanäle arbeiten zweckmäßig sequentiell, wobei dann zur Überlagerung entsprechende
Verzögerungseinrichtungen vorgesehen sind. Ferner kann jedem Abfdragekanal jeweils ein skalierter Wert
zugeordnet sein, der einem erwünschten Amplitudenwert entspricht Zur Einsparung von Speicherplatz erfolgt
zweckmäßig eine Normierung, bei der der höchstwertige Teil der Daten eine möglichst geringe Bitzahl
erfordert Schließlich werden zur Audiowiedergabe Digital/Analog-Wandler
vorgesehen, wobei bei normiertem Digitalsignalen eine Wiederherstellung des ausgangsseitigen
Amplitudenwertes vorgesehen ist. Jc nach dem nachzuahmenden natürlichen Instrument werden
die Wahlsignalgeneratoren mittels entsprechender Wahlindikatoren betätigt. Bei einer elektronischen Orgel
handelt es sich dabei um Register bzw. Tasten.
Bei der Erfindung ist somit wesentlich, daß ein einen Rechner verwendender Musik-Tongenerator derart
ausgebildet ist, daß jeder Ton innerhalb eines bestimmten Registers mit einer Harmonie-Struktur erzeugbar
ist, die für den jeweiligen Ton charakteristisch ist, wodurch die erwünschte wirklichkeitsgetreue Nachbildung
des natürlichen Musikinstrumentes erreichbar ist. Ferner wird der Rechner in wirtschaftlicher Weise verwendet,
wobei ferner die Hardware für die Bezugswellenformen bzw. die zwischengespeicherten Wcllenformen
mit hoher Arbeitsgeschwindigkeit betreibbar ist und darüber hinaus äußerst vielseitig ausgenutzt werden
kann.
Die Erfindung wird anhand der in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 ein Blockschaltbild einer elektronischen Orgel
als digitalem Musik-Tongenerator,
Fig.2 eine Abtasteinrichtung für den Musik-Tongeneratorgemäß
Fig. 1,
Fig.3 einen Wellenformgenerator für den Musik-Tongcnerator
gemäß F i g. 1,
Fig 4 das Blockschaltbild eines Musik-Tongenerators für die elektronische Orgel nach Fig. 1,
Fig.5a bis 5e jeweils ein Fließdiagramm für den Rechner nach F i g. 1,
Fig.5a bis 5e jeweils ein Fließdiagramm für den Rechner nach F i g. 1,
Fig.6 das Blockschaltbild einer Interpolationseinrichtung
für den Tongenerator nach F i g. 4.
Zunächst wird anhand Fig. 1 der allgemeine Aufbau einer elektronischen Orgel beschrieben. Zu der dargestellten
Orgel gehört eine Konsole 10 bekannter Art mit zwei Handtasttaturen und einer Pedaltastatur, zu denen
Registerzüge gehören. Ferner sind Koppler vorhanden, die es z. B. ermöglichen, einander entsprechende Tasten
verschiedener Tastaturen oder in Oktavenbeziehung zueinander stehende Tasten gemeinsam zu betätigen,
wenn jeweils eine Taste betätigt wird. Bei einer Pfeifenorgel dient die Betätigung eines Registerzugs dazu, ein
Pfeifenregister betriebsbereit zu machen, das gewählt wurde, um einen bestimmten Satz von Harmonie-Strukturen
festzulegen. Wird eine Taste gedruckt, wird mindestens eine Pfeife des Satzes betätigt, der in Beziehung
zu der Notation der Taste steht; die Grund-Tonhöhe kann der Notation der Taste entsprechen, die gedrückt
so wurde, oder kann entsprechend einer bestimmten Harmonie-Beziehung verlagert sein. Wie eingangs e wähnt,
ist es für eine Orgel ferner kennzeichnend, daß bei einem bestimmten Register der Tiefenbereich des Pfeifensatzes
so ausgebildet ist daß starke Obertöne erzeugt werden, während im Höhenbereich der Grundton
vorherrscht und die höheren Obertöne unterdrückt werden.
Zur Nachahmung dieser Gegebenheiten ist es daher zunächst erforderlich, von der Konsole ein Wshlsignal
abzugeben, um eine Änderung der Identität einer Taste oder eines Registers anzuzeigen. Die Wahl eines Registers
bestimmt einen Satz von Harmonische-Strukturen für die fortschreitende Änderung der Tonqualität innerhalb
der Tastatur. Die Wahl einer Taste identifiziert sowohl die gewünschte Tonhöhe aJs auch die richtige
Harmonische-Struktur innerhalb des Satzes. Daraufhin ist es möglich, die Synthese einer geeigneten komplexen
Wellenform und ihre Wiedergabe bei der geforderten
Grund-Tonhöhe zu bestimmen. Diese Forderungen werden hier dadurch erfüllt, daß ein programmierter
Rechner mit zugehöriger Hardware kombiniert ist. Gemäß Fig. I ist e;neTasten- und Register-Abtasteinrichtung
11 vorhanden, die den Zustand sämtlicher Schalterkontakte'
überwacht, durch welche die Tasten und Register dargestellt werden, und die ein entsprechendes
Wahhignal einem Rechner 12 zuführt, wenn irgendeine Zustandsänderung erfaßt wird. In Abhängigkeit von einem
Wahlsignal werden Befehle in Form von Steuer- und Datensignalen zum Synthetisieren .':iner Wellenform
mit der gewünschten Harmonie-Struktur von dem Rechner 12 an einen digitalen Wellenformgenerator 13
abgegeben. Sobald die Synthese abgeschlossen ist, wird die Wellenform einem Speicher eines Generators 14 für
musikalische Töne eingegeben. Denn führt der Rechner 12 dem Generator 14 Befehle zu. damit die gespeicherte
Wellenform mit der Abtastrate abgetastet wird, die erforderlich ist. um dem Ton die gewünschte Grund-Tonhöhe
zuzuweisen. Weitere Befehle dienen dazu, die Amplitude der abgetasteten Werte festzulegen. Das Ausgangssignal
des Generators 14 repräsentiert den gewünschten Ton in digitaler Form, der in einem Digital/
Analog-Wandler 15 in analoge Form umgesetzt wird, bevor er einer Ausgangsstufe 16 bekannter Art zugeführt
wird. Gewöhnlich gehören zu der Ausgangsstufe 16 nur ein Verstärker und ein Lautsprecher. Zunächst
wird im folgenden die Arbeitsweise der Anordnung nach F i g. 1 für den Fall beschrieben, daß immer dann,
wenn ein neues Wahlsignal erzeugt wird, in dem Generato · 13 von Anfang an eine entsprechende Wellenform
synthetisiert wird. Zwar erweist sich dieses Verfahren als durchaus brauchbar, doch wird weiter unten ein abgeändertes
Verfahren beschrieben, das in der Praxis wegen seiner größeren Zweckmäßigkeit bevorzugt wird.
Im folgenden wird näher auf den Aufbau und die Arbeitsweise der Teile der Anordnung nach F i g. 1 eingegangen.
In Fig.2 sind weitere Einzelheiten der Tasten-
und Register-Abtasteinrichtung 11 nach Fig. 1 dargestellt. Es sind etwa 250 Kontakte für sämtliche
Tasten, Register und HilfsSteuereinrichtungen vorhanden, die bei der Konsole 10 nach Fig. 1 die in Fig.2
dargestellte Anordnung 20 bilden. Natürlich richtet sich die Anzahl der Kontakte nach der Größe des Instruments.
Die Adressen und die Zustände (»Status«) sämtlicher Kontakte der Anordnung 20 werden in einem
512-Bit-Schieberegister 21 gespeichert, und zum Abtasten
der Anordnung 20 bezüglich irgendwelcher Zustandsänderungen dient eine Abtasteinrichtung mit einem
Adressenzähler 22 und einem Multiplexer 23. Es wird eine einfache ODER-Verknüpfung benutzt, so daß
die Tastenkontakte auf die Betätigung von Kopplungscinrichtungen zwischen Handtastaturen sowie zwischen
den Handtastaturen und den Pedaltastaturen ansprechen. Normalerweise ist es daher nicht erforderlich, bei
dem Abtastvorgang den jeweiligen Zustand der Kopplungseinrichtungen zu berücksichtigen, doch könnte
man zu diesem Zweck entsprechende Maßnahmen treffen. Das Schieberegister 21 wird bezüglich des jeweiligen
Zustandes jedes Kontaktes durch das Ausgangssignal des Multiplexers 23 fortgeschrieben, d. h. auf dem
neuesten Stand gehalten, und gleichzeitig wird der laufende Zustand durch einen Komparator 24 mit dem Zustand
verglichen, der in dem Schieberegister 21 nach der vorausgegangenen Abtastung festgehalten worden ist
Wenn ein Unterschied vorhanden ist, bewirkt das Ausgangssigna! des Komparators 24, daß dem Rechner 12
ein Unterbrechungssignal (»Interrupt«) von einer Unterbrechungsschaltung 25 aus zugeführt und die Abtastung
automatisch beendet wird. Über einen Datenausgangsmultiplexer 26 liest der Rechner dann die Adresse
des Bits, bei dem die Änderung stattgefunden hat, und auch den Wert der Änderung. Danach wird die Abtastung
aufgrund eines Rechnerbefehls wieder aufgenommen. Jeder Kontakt wird während einer Periode von 20
HS adressiert, so daß das Fortschreiten des Registers 21
eine Gesamtabtastzeit von etwa 10 ms sowie eine sich
ίο nach der Anzahl der Kontaktänderungen richtende zusätzliche
Zeit erfordert.
Der Rechner 12 reagiert auf abgetastete Daten, die anzeigen, daß das von der Konsole 10 ausgehende
Wahlsignal verändert worden ist, dadurch, daß er nach dem entsprechenden Programm arbeitet, um eine Synthese
der erforderlichen komplexen Bezugswellenform in den Wellengenerator 13 nach Fig. 1 herbeizuführen.
Die Arbeitsweise des Wellenformgenerators 13 ist aus F i >j. 3 ersichtlich, di? dessen Schaltungselemente darstellt.
Wellenformdaten werden in zwei Speichern 30a und 306 gehalten, von denen jeder Speicherkapazität
von 512 Abtastpunkte bietet, wobei die Amplitude jedes
Abtastpunktes durch bis zu 16 Bits dargestellt wird. Bei dem Speicher 30a handelt es sich um einen programmierbaren
Festwertspeicher (PROM) mit einem Multiplexausgang, während der Speicher 306 ein Speicher
mit wahlfreiem Zugriff (RAM) ist. Zunächst wird in den Speicher 30a durch den Rechner 12 ein einfacher Sinuswellenzyklus
geladen, um eine Grundlage für den Aufbau der Bezugswellenform zu schaffen. Um der Grundform
der komplexen Wellenform einen Amplituidenfaktor zuzuweisen, wird die erforderliche Amplitude durch
den Rechner 12 in einer Harmonie-Amplituden-Verriegelungseinrichtung
33 eingestellt; hierbei wird einem Harmonie-Zähler 34 der Zählerstand 1 eingegeben, und
es wird ein Generierbefehl erzeugt. Die Abtastpunkte der Sinuswelle werden einmal schrittweise durchlaufen,
und die Ausgangswerte werden einem Vervielfacher 35 zugeführt, wo sie mit dem Amplitudenfaktor multipliziert
werden, der in der Harmonie-Amplituden-Verriegelungseinrichtung 33 gespeichert ist. Das Ausgangssignal
des Vervielfachers 35 wird in einem Addierer 36 zum Inhalt des Speichers 306 addiert, der in diesem
Stadium den Wert 0 hat, und das Signal wird zum Eingang des Speichers 30b rückgeführt. Wenn die Wellenform
eine zweite Harmonie enthalten soll, wird der Harmonie-Zähler 34 auf den Zählerstand 2 eingestellt, die
erforderliche Amplitude wird mit Hilfe der Harmonie-Amplituden-Verriegelungseinrichtung
33 eingestellt,
so und es wird erneut ein Generierbefehl erzeugt. In dem Speicher 30a werden jetzt die Sinuswellen-Abtastpunkte
zweimal schrittweise durchlaufen, wobei jeder zweite Abtastpunkt ausgelassen wird, so daß zwei Zyklen der
Sinuswelle durch die gleiche Anzahl von Abtastwerten dargestellt werden wie die Grundwelle. Wie zuvor wird
jeder Abtastwert mit dem Amplitudenfaktor multipliziert, das Ergebnis wird zum Wert des entsprechenden
dem Speicher 306 entnommenen Abtastwerts addiert, und der Gesamtwert wird zum Speicher 306 rückgeführt
Diese Prozedur wird unter Beibehaltung der Gesamtzahl der Abtastwerte bei jeder gewünschten Harmonischen
wiederholt, bis ein einziger Zyklus der vollständigen komplexen Bezugswellenform erzeugt worden
ist Wie weiter unten erläutert, ergibt sich ein Vorteil, wenn die Neigung der Wellenform beim Nulldurchgang
möglichst klein gemacht wird. Zu diesem Zweck kann man bei jeder oder ausgewählten Harmonischen
eine 180°-Phasenverschiebung herbeiführen. Ein Ein-
gangssignal, das der Rechner 12 einem Steuer- und Lese-Schreibzähler
37 zuführt, leitet dann einen Vorgang ein, mittels dem die Wellenform von dem Speicher 306
gemäß F i g. 1 in einen Wellenformspeicher des Generators
14 für musikalische Töne gelesen wird. Der Zeitpunkt des Lesens wird durch ein weiteres Eingangssignal
bestimmt, das einen Zähler 37 durch eine Steuereinrichtung 56 tes Generators 14 zugeführt wird. Somit
wird der Speicher 30b gelöscht, damit die nächste Wellenform
erzeugt werden kann.
Die Gesamtzeit, die zur Erzeugung einer einzigen Harmonischen aus einer Bezugssinuswelle mit 256 Abtastpunkten
benötigt wird, beträgt 256 μβ. Eine komplexe
Wellenform mit zehn Harmonischen erfordert daher zusätzlich zur Arbeitszeit des Rechners 2,56 ms. Gegebenenfalls
kann bei der komplexen Wellenform die Anzahl der Abtastpunkte auf 128 begrenzt oder auf 512
erhöht werden.
Der Wellenformspeicher, in den die Bezugswellenform überführt wird, hat eine kleinere Kapazität als der
Speicher 30b, und während der Überführung durch eine Normalisierungseinrichtung 38 wird das Ausgangssignal
mit 16 Bits für Speicherung mit 12 Bits normalisiert.
Bei diesem Verfahren werden die digitalen Werte sämtlicher Abtastpunkte der Wellenform um die gleiche Anzahl
von Bits nach links verschoben, wie es möglich ist, ohne daß bei den größten Werten ein Überlauf stattfindet;
das zulässige Ausmaß der Verschiebung wird ermittelt, wenn die Erzeugung der Bezugswellenform abgeschlossen
ist Dieses Verfahren gewährleistet, daß nur die niedrigstwertigen Bits, wenn solche vorhanden sind,
von der Speicherung mit 12 Bits ausgeschlossen werden.
Der Generator 14 für musikalische Töne ist mit weiteren Einzelheiten in Fig.4 dargestellt. Entsprechend
dem Speicher 306 des Wellenformgenerators 13 ist ein
256 χ 12-Bit-Wellenformspeicher 49a vorhanden, dem
von dem Speicher 30b jeweils eine vollständige komplexe Bczugsweilenform zugeführt wird. Der Speicher 43a
sowie bis zu 31 ähnliche Speicher 496 bis 49/n ermöglichen
das Festhalten von 32 verschiedenen Wellenformen. Der Tongenerator 14 dient dazu, unter Steuerung
durch den Rechner 12 jede beliebige gewählte und gespeicherte Wellenform so auszulesen, daß mit der gewünschten
relativen Amplitude ein Ton mit der gewünschten Tonhöhe erzeugt wird. Die in Beziehung zu
jeder Note stehenden Daten werden über einen gesonderten Kanal abgeleitet, so daß die Anzahl der simultan
erzeugbaren Töne nur durch die Anzahl der vorhandenen Kanäle begrenzt wird, die erheblich größer sein
kann als die Anzahl der Wellenformspeicher. Bei dem hier beschriebenen Ausführungsbeispiel sind 40 Kanäle
vorhanden, denen mit Hilfe der 32 Wellenformen, die in jedem Augenblick in den Wellenformspeicher 49a bis
49m enthalten sind, 40 Töne entnommen werden können, die bezüglich ihrer Tonhöhe und Amplitude voneinander
unabhängig sind. Die Gruppe 50 von Schaltungselementen des Generators 14, welche die 40 Kanäle
bilden, ist in F i g. 4 durch eine strichpunktierte Linie eingeschlossen. Jedem Abtast-Kanal ist ein gesonderter
Unterzyklus der zyklischen Periode des Systems zugewiesen; an nachfolgenden Stellen der Schaltung werden
die resultierenden Daten in einem einzigen Kanal sequentiell verarbeitet
Zu jedem der 40 Kanäle gehört ein 24-Bit-Tonhöhenzähler 51, dem ein 24-Bit-Tonhöhen-Inkrementregister
52 zugeordnet ist, wobei diese gemeinsam die gewünschte
Frequenz (Rate) bestimmen, mit weicher der gewählte Wellenformspeicher 49 ausgelesen wird. Die
Wahl des abzutastenden Wellenformspeichers 49 und des anzuwendenden Amplitudenfaktors wird bei jedem
Kanal durch ein Amplituden- und Wellenformregister 53 gesteuert, das mit den Registern 51 und 52 synchronisiert
ist. Jedes Register 53 hat eine Kapazität von 26 Bits; hiervon bestimmen 19 Bits die Abtastdaten, einschließlich
der Adresse(n) deren verwendenden Wellenformspeicher 49, während die 7 übrigen Bits eine logarithmische
Folge von Amplitudenmaßstabsfakiorcn bcstimmen. Jedes Register 53 wird durch den Rechner 12
in Abhängigkeit von einem Ausgangssignal eines Addierers 63 über ein identisches Pufferregister 54 geladen.
Ein solches Pufferregister 54 wird benötigt, um eine Zwischenspeicherung beabsichtigter Änderungen des
Amplitudenmaßstabsfaktors oder bezüglich der Wahl eines Wellenformspeichers 49 zu ermöglichen, denn es
ist wichtig, daß die betreffende Wirkung nur dann hervorgerufen wird, wenn die Wellenform zu Beginn des
Zyklus am Nulldurchgang oder in seiner Nähe abgetastet wird. Wenn Änderungen zu anderen Punkten herbeigeführt
werden, können unerwünschte Einschwingvorgänge hervorgerufen werden. Das Auftreten der gewünschten
Nulldurchgänge wird automatisch mit Hilfe von in Fig.4 nicht dargestellten Einrichtungen erfaßt.
um die Abgabe von Daten aus dem Pufferregister 54 zu steuern. Da eine Verzerrung nur vermieden wird, wenn
ein als Änderungspunkt gewählter Abtastpunkt niedrigen Wert hat, wenn nicht genau gleich Null, ist es erwünscht,
die Neigung der Wellenform nahe dem NuII-durchgang möglichst klein zu halten. Zu diesem Zweck
kann während der Erzeugung der Bezugswellenform in dem Speicher 306 beim Hinzufügen bildender Harmonischen
um 1000C phasenverschoben werden.
Von dem Rechner 12 aus werden Daten dem Amplituden- und Wellenform-Pufferregister 54 und dem Tonhöhen-Inkrementregister 52 und ein 24-Bit-Pufferregister 55 eingegeben. Diese Dateneingabe wird durch den Rechner 12 über eine Steuereinrichtung 56 gesteuert, die über ein 4-Bit-Pufferregister 57 angeschlossen ist.
Von dem Rechner 12 aus werden Daten dem Amplituden- und Wellenform-Pufferregister 54 und dem Tonhöhen-Inkrementregister 52 und ein 24-Bit-Pufferregister 55 eingegeben. Diese Dateneingabe wird durch den Rechner 12 über eine Steuereinrichtung 56 gesteuert, die über ein 4-Bit-Pufferregister 57 angeschlossen ist.
Der Einfachheit halber sind die Verbindungen zwischen der Steuereinrichtung 56 und den Registern 52 und 54 in
F i g. 4 nur durch Pfeile mit den Bezeichnungen PIR und A WBR angedeutet. Eine weitere Funktion, die über die
Steuereinrichtung 56 bewirkt wird, besteht in der Steuerung der Überführung einer neu erzeugten Bezugswellenform
aus dem Speicher 30b nach Fi g. 3 in einen der
Wellenformspeicher 49a bis 49m. Diese Aufgabe wird durch einen Wellenform-Eingabezähler 58 erfüllt dessen
Ausgangssignal einem Speicheradressenmultiplexer 59 zugeführt wird, um zu bewirken, daß die Bezugswellenformdaten
den betreffenden Bereichen des Speichers 49 zugeführt werden. Der betreffende Bereich wird
durch ein Steuersignal identifiziert, das dem Eingabezähler 58 über einen Puffer 58a zugeführt wird.
Um die Wirkungsweise des Generators 14 nach Fig.4 zu beschreiben, wird zunächst betrachtet auf
welche Weise eine jeweils in dem Speicher 49a gerade gehaltene Wellenform in diesem Stadium bei jeder gewünschten
Tonhöhe digital wiedergegeben werden kann. Ein Befehl zum Wählen des Speichers 49a zwecks
Abtastung wird dem Register 53 zusammen mit dem Amplitudenbefehl eingegeben. Die Speicherwahlinformation
wird von der Amplitudeninformation im Ausgangssignal des Registers 53 getrennt und über einen
Verzögerungspuffer 60a dem Speicheradressenmultiplexer 59 zugeführt Das Ampiitudensteuerdatensignai
des Registers 53 wird über einen Verzögerungspuffer 606 einem Puffer 61 zugeführt und wird später verwen-
dct. Machstehend ist die Sequenz von Arbeitsschritten
beschrieben, durch die dann in einem einzigen Ausgabekanal die Tonhöhe bestimmt wird.
Es sei angenommen, daß sich der Tonhöhenzähler 51 am Beginn einer Abtastung sämtlicher 256 Abtastpunktc
befindet, die einen einzigen Zyklus der in dem WeI-lenformspeicher
49a gehaltenen Wellenform darstellen. Der Tonhöhenzähler 51 ist mit dem Speicheradressenmultiplexer
59 über einen Puffer 62 verbunden, wobei die acht obersten Bits verwendet werden, um den gewünschten
Abtastwert zu adressieren und auszulesen. Die durch die acht obersten Bits des Zählers 51 gehaltene
Adresse wird dadurch weitergeschaltet, daß der Inhalt der unteren Stufe des Tonhöhenzählers 51 mit Hilfe
des Tonhöh^n-Inkrementregisters 52 inkrementiert
wird. Während der Unterzyklus-Periode des Systems, mit einer Dauer von etwa 800 ns, wird ein Abtastwert
gelesen, der sequentiell für jeden Auslesekanal zur Verfügung steht, und zwar jeweils einmal innerhalb jedes
vollständigen Zyklus des Systems, dessen Länge etwa 32 μβ beträgt. Wenn jeder der 256 Abtastwerte nacheinander
mit dieser Frequenz (Rate) gelesen wird, wird die Wellenform eines einzigen Zyklus innerhalb von etwa
8,2 ns vollständig abgetastet, und die Tonhöhe des erzeugten Tons entspricht etwa 122 Hz. Dieser Wert wird
im folgenden als Grundtonhöhe bezeichnet. Wenn nur jeder zweite Abtastwert mit der gleichen Schrittfrequenz
von einem Abtastwert je Unterzyklus entnommen wird, entspricht natürlich die resultierende Tonhöhe
dem Zweifachen der Grundsonhöhe; wird nur jeder dritte Wert abgetastet, verdreifacht sich die Tonhöhe,
usw. Die Grenze der Gültigkeit des Abtastverfahrens entspricht nur zwei Abtastwerten je Zyklus, wenn die
Tonhöhe 15,6 kHz entsprechen würde. Dieser Wert stellt eine sehr brauchbare Grenze in Beziehung zum
Frequenzbereich des menschlichen Ohrs dar. Bei niedrigeren Frequenzen muß die Schrittfrequenz herabgesetzt
werden, so daß z. 8. jeder der 256 aufeinanderfolgenden
Abtastwerte nur bei jedem vierten Unterzyklus abgetastet wird und sich eine Tonhöhe von 30,5 Hz ergibt.
Da die Zeitintervalle gleich sind, wird die ...ittfrequenz
durch die Größe des Inkrements bestimmt, das der unteren Stufe des Tonhöhenzählers 51 während jedes
Unterzyklus zugeführt wird. Während jedes Unterzyklus wird der Speicher 49a gemäß der in dem Verzögerungspuffer
62 gehaltenen Adresse adressiert und gelesen, die zu Beginn des vorausgehenden Unterzyklus
vom Tonhöhenzähler 51 empfangen wurde. Simultan wird der laufende Zustand der acht obersten Bits des
Tonböhenzählers 51 in den Puffer 62 überführt, und wird der Tonhöhenzähler 51 durch ein neues Inkrement
vom Tonhöhen-Inkrementregister 52 fortgeschrieben.
Bei näherer Betrachtung des Inkrementierungs-Verfahrens ist ersichtlich, daß vorstehend zwar nur die Ableitung
ganzzahliger Tonhöhenverhältnisse beschrieben worden ist, daß es jedoch auch leicht möglich ist, ein
beliebiges nicht ganzzahliges Verhältnis zu erreichen. Anfänglich wird dem Tonhöhen-Inkrementregister 52
ein Wert des Zählerstand-Inkrements eingegeben, der durch den Rechner 12 bestimmt wird. Diese Größe wird
zum Inhalt des Tonhöhenzählers 51 addiert, und zwar mit Hilfe eines 24-Bit-Addierers 63, dessen Ausgangssignal
zum Eingang des Tonhöhenzählers 51 rückgeführt wird. In dem Tonhöhenzähler 51 repräsentieren die 16
untersten Bits einen vorbestimmten kumulativen Eingangszählerstand, dem entsprochen werden muß, bevor
die Wellenformspeicheradresse, die durch die acht obersten
Bits des Tonhöhenzählers 51 angezeigt wird, zur nächsthöheren Adresse weitergeschaltet werden kann.
Somit wird ein 16-Bit-Inkrementspeicher verwendet,
um eine sehr feine Unterscheidung bezüglich des Tonhöhenverhältnisses zu ermöglichen. Um die Erläuterung
zu vereinfachen, werden jedoch im folget.Jeo nur die
numerischen Schritte, bei einem 10-3it-Inkrementspeicher betrachtet.
Ein zyklisches Inkrement von 1024 bewirkt, daß eine
ίο 10-Bit-Stufe jedesmal gefüllt wird, und daß die Adressenstufe
des Tonhöhenzählers 51 zur nächsthöheren Adresse weiterschaltet. Hierbei handelt es sich um die
grundsätzliche Frequenzbedingung. Ein zyklisches Inkrement von 512 füllt die 10-Bit-Stufe erst nach zwei
Zyklen, so daß die Schrittfrequenz und die Tonhöhe, nalbiert werden. Wenn jetzt das zyklische Inkrement
geringfügig unterhalb der Basisfrequenz, z. B. auf 992,
verringert wird, füllt das erste Inkrement die 10-Bit-Stufe nicht, so daß bei der Adressenstufe keine Weiterschaltung
erfolgt. Bei der zweiten Inkrement läuft die 10-Bit-Stufe über, so daß bei der Adressenstufe ein einziger
Schaiischritt durchgeführt v/ird und die untere Stufe teilweise nachgefüllt wird. Bei jedem nachfolgenden
Inkrement spielt sich ein Schaltschritt unter verringerter Nachfüllung ab, bis die Anzahl der Inkremente
dem Ausdruck 1024/(1024—992) = 32 entspricht, wobei
ein Schaltschritt durchgeführt wird, jedoch keine Nachfüllung erfolgt. Dann wiederholt sich der Ausgangszustand,
und bei dem dreiunddreißigsten Inkrement spielt sich kein Schaltschritt ab. Somit haben 31 Schritte bei
der Adressenstufe zweiunddreißig Inkremente erfordert. Die mittlere Abtastrate, d. h. die Anzahl der Adressenstufen
pro Inkrement, ist dann gleich dem 31/32fachen der Grundfrequenz, und die resultierende Tonfrequenz
wird entsprechend um (1/32) χ 122, d.h. um etwas weniger als 4 Hz verringert. Die Benutzung eines
10-Bit-Inkrementspeichers ermöglicht eine Frequenzauflösiing
von 1/1024, die ciwa 0,12 Hz oder 1/60 eines
Halbtons bei der Grundtonhöhe von 122 Hz entspricht.
Daher ist die mit dem 16-3it-Speicher des Tonhöhenzählers
51 erzielbare Auflösung sehr hoch. Programmierte Veränderungen des Inkrements können dazu
dienen, einen Vibrato-Effekt hervorzurufen oder eine regellose Veränderung der Tonhöhe herbeizuführen,
wie sie bei einer Pfeifenorgel anzutreffen sein kann.
Ein Merkmal des vorstehend beschriebenen Verfahrens der inkrementellen Abtastung besteht darin, daß
die Tonhöhe des erzeugten Tons durch die mittlere Abtastfrequenz(-rate) bestimmt wird. Die Abtastfrequenz
so ist nur bei Harmonischen und Subharmonischen der Grundtonhöhe gleichmäßig, und bei allen übrigen Werten
muß in dem Zeitintervall zwischen einander benachbarten Abtastadressen eine periodische Unregelmäßigkeit
erscheinen. Bei dem hier behandelten Beispiel führten das erste und der 33. inkrement nicht zu einem
Weiterschalten der Abtastadresse, und wenn sich der Anstieg der Bezugswellenform an diesen Punkten
schnell ändern würde, würden die nächsten Inkremente zu ungewöhnlich großen Veränderungen des Abtastwertes
führen. Bei dieser Unregelmäßigkeit handelt es sich um eine Form eines Digitalisierungsfehleri der Abtastadresse,
der immer dann auftritt, wenn dem Tonhöhenzähler 51 ein Inkrement zugeführt wird, das weder
ein Vielfaches noch ein ganzzahliger Teil der Inkrement-Speicherkapazität
ist Es wurde gezeigt, daß jedes Adresseninkrenierit in Abhängigkeit davon auftritt, daß
der Inkrementspeicher genau gefüllt wird, und zwar nur bei der Grundtonhöhe und deren Harmonischen. In den
meisten Fällen wird im Inkrementspeicher ein bemerkbarer Rest-Zählerstand vorhanden sein, so daß man sagen kann, daß die wahre Adresse zwischen der angezeigten Adresse und der als nächste verfügbaren liegt.
Bei der beschriebeuen Anordnung, die schrittweise arbeitet, wurde während eines Unterzyklus nur die angezeigte Adresse gelesen, doch ist die Arbeitsgeschwindigkeit derart, daß während des gleichen Unterzyklus
auch die nächste Adresse gelesen werden kann. Hierdurch wird es möglich, ein lineares Interpolationsverfahren anzuwenden, das einen gewichteten Wert zwischen den beiden Abtastwerten liefert, die durch diese
Adressen repräsentiert werden, so daß der Digitalisierungsfehler im wesentlichen beseitigt wird. Die Interpolation wird durch eine Einrichtung 65 durchgeführt, der
das Ausgangssignal des Wellenformspeichers 49 zugeführt wird. Auf deren Wirkungsweise wird weiter unten
eingegangen.
Bei der vorstehenden Beschreibung ist angenommen,
daß die in dem Wellenformspeicher 49a gehaltene Wellenform statisch ist In der Praxis wird dies häufig bei
Zeitspannen zutreffen, die zwar tatsächlich kurr sein
können, die jedoch die Erzeugung einer großen Anzahl von Zyklen der Wellenform repräsentieren. Ein wichtiges Merkmal der Erfindung besteht jedoch darin, daß es
in kurzen Zeitabständen möglich ist, die gespeicherte Wellenform mit Hilfe neuer Daten von dem Wellenforjispeicher 30 nach F i g. 3 zu modifizieren. In Verbindung mit dem Inkrementieren des Tonhöhenzählers 51
wurde festgestellt, daß ähnliche Zähler in jedem von 40 Kanälen sequentiell arbeiten, und zwar während eines
Unterzyklus von 800 ns innerhalb eines Zyklus von 32 |is. Diese Zykluszeit läßt somit keine freien Unterzyklen zum Laden der Wellenform zu. Jedoch wird es dem
Zähler 58 ermöglicht, dem Wellenformspeicher 49 während jedes Unterzyklus, während dem die gespeicherte
Wellenform die Null-Linie durchläuft, neus Daten einzugeben.
Der Einfachheit halber wurde die Arbeitsweise des Generators 14 für musikalische Töne bezüglich der Benutzung eines einzigen Lesekanals beschrieben. Natürlich kann man jede beliebige Anzahl der 40 Kanäle, die
durch die Register 51, 52, 53 und 54 gebildet werden, unabhängig voneinander betätigen, um Simultan eine
entsprechende Anzahl von Tönen zu erzeugen. Diese Töne können auf den Wellenformen basieren, die in
einem oder mehreren der Wellenformspeicher 49a bis 49m gehalten werden, denn es besteht keine feste Beziehung zwischen bestimmten Kanälen und den Wellenformspeichern, die durch sie adressiert werden können.
Da die Kanäle sequentiell betätigt werden, ist anfänglich ein Intervall von 32 μ5 zwischen den Ausgangssignalen
des ersten und des vierzigsten Kanals vorhanden, doch werden die Ausgangssignale sämtlicher Kanäle später
einander überlagert.
Die einzelnen Wellenform-Abtastwerte, die jedem der Kanäle während eines einzigen Zyklus des Tonhöhenzählers 51 entnommen werden, bilden somit schließlich möglicherweise einen einzigen Punkt auf einer zusammengesetzten Ausgangswellenförm, doch muß zunächst für jeden einzelnen Wert der AmpIutudenmaQ-stab festgelegt werden. Die Abtastwerte werden den
Wellenformspeichern 49 nacheinander durch den noch /u beschreibenden Interpolator 65 entnommen und einen Schieber 72 zugeführt.
Die Festlegung des Maßstabs erfolgt in einem Amplitudcnverviclfachcr, der eine Stufe des Schiebers 72 nach
Fig.4 bildet, dem Amplitudenvervielfachungsdaten
von dem Register 53 über Pufferstufen 606 und 61 zugeführt werden. Der Steuerbereich erstreckt sich über 127
logarithmische Amplitudenschritte, und die dem Register 53 entnommenen Daten bestimmen den Schritt,
welcher dem Abtastpunkt zugewiesen wird, welcher zu einem bestimmten Zeitpunkt einem bestimmten Kanal
entnommen wird. Jenseits des Schiebers 72 werden die einzelnen Amplitudenschritte für sämtiiche Kanäle, die
sich während des betreffenden Zyklus in Betrieb befan
den, während jedes Zyklus des Systems in einen Addie
rer/Sammler 73 gesammelt akkumuliert, um einen zusammengesetzten Ausgangswert für diese Periode darzustellen.
Form in eine analoge Form überführt werden zwecks Wiedergabe im Audiosystem. Eine wirtschaftliche Umwandlung fordert, daß der digitale Wert in eine normierte Form gebracht werden muß. Dies hat seinen Grund
darin, daß eine digitale Speicherung zwar nur relativ
geringe Kosten verursacht, daß jedoch die Kosten eines
Digital/Analog-Wandlers mit zunehmender Leistung sehr steil ansteigen. Ein 12-Bit-Wandler dürfte einem
vertretbaren Grenzwert entsprechen, und die zuzuführenden Eingangssignale müssen dieser Kapazität ange-
paßt sein. Der Addierer/Sammler 73 kann 24 Bits verarbeiten, und es ist eine Normierung erforderlich, um Datenverluste bei der Oberführung in den Wandler möglichst gering zu hauen. Bei dem angewendeten Verfahren wird eine Linksverschiebung jedes einzelnen Ampli-
tudenschritts durch den Schieber 72 vor dem Eingeben in den Addierer/Sammler 73 herbeigeführt Bei dem Addierer/Sammler 73 muß ein Oberlaufen verhindert werden, und eine Möglichkeit hierfür besteht darin, das
Ausmaß der Linksverschiebung so zu begrenzen, daß
niemals ein Oberlaufen eintreten kann, doch ist dies im
Hinblick auf die Daten unwirtschaftlich und führt zu einer Erhöhung des relativen Rauschpegels. Es wird
vorgezogen, dafür zu sorgen, daß ein Oberlaufen bei der Addierstufe des Addierer/Sammlers 73 erfaßt wird,
wenn dem gesammelten Gesamtwert jeweils ein neues Inkrement hinzugefügt wird. Hierbei ist es möglich, jeweils mit der maximalen Linksverschiebung zu arbeiten,
bei der gerade noch kein Oberlaufen verursacht wird. Der Verschiebungsbefehl wird der Verschiebungsstufe
des Schiebers 72 über eine Normierungssteuerung 74 zugeführt, die außerdem an einen Verstärkungsrcgier
75 angeschlossen ist. Das Auftreten eines Oberlaufens bei dem Addierer/Sammler 73 bewirkt, daß ein Signal
der Normierungs-Steuerung 74 zugeführt wird, damit
der Überlaufzustand durch eine Rechtsverschiebung vor der Eingabe eines weiteren Inkrements beseitigt
werden kann. Ist der Sammelvorgang abgeschlossen, wird der effektive Verschiebungswert durch den Verstärkungsregler 75 festgehalten.
Wie in Verbindung mit der Einleitung von Veränderungen der Amplituden- und Wellenform-Speicherwahldaten in den Registern 53 und 54 erläutert, dürfen
Änderungen der Verstärkungs- und Normierungsdaten nur herbeigeführt werden, wenn die von der Änderung
betroffene Größe nahezu oder tätsächlich den Wert
Null hat. Der Rechnerbefehl wird daher in einem Puffer
76 gehalten und nur dann weitergeleitet, wenn der Normierungs-Steuerung 74 und dem Verstärkungsreglcr 75
ein Änderungserlaubnissignal zugeführt wird. Nach der
es Normierung wird dem Addierer/Sammler 73 der Gesamtwert über einen I2-Bit-Puffer 77 entnommen und
einem 12-Bit-Digital/Analog-Wandler 78 zugeführt. Das
analoge Ausgangssignal des Wandlers 78 hat infolge der
Normierung einen falschen Amplitudenmaßstab, doch wird es durch einen multiplizierenden Digital/Analog-Wandler
79 um einen genau entsprechenden Betrag gedämpft. Zu diesem Zweck wird ein digitaler Verstärkungskompensationsfaktor,
welcher den Verstärkungsregler 75 entnommen wird, dem Multipliziereingang des
Wandlers 79 zugeführt. Das analoge Ausgangssignal des Wandlers 79 bestimmt einen Spannungspegel, der die
Amplitude der gewünschten zusammengesetzten Wellenform während der Dauer eines !nstramentenzyklus
darstellt. Wenn nur die Grundfrequenz des Abfragesystems vorhanden ist, wird dieser Pegel in Abständen von
32 us schrittweise jeweils um einen kleinen Setrag erhöht,
so daß eine vollständige Periode der Ausgangsfrequenz in 256 Schritten durchlaufen wird. Bei einer Ausgangsfrequenz,
die unter der Grundfrequenz liegt, ist die Anzahl der Schritte pro Zyklus höher als 256, und bei
sehr hohen Frequenzen ist diese Zahl erheblich niedriger. Nach einer Verstärkung durch einen Verstärker 81
wird die zusammengesetzte Wellenform einem Lautsprecher 82 zugeführt
Die räumliche Verteilung der Schallquellen bei einer Pfeifenorgel läßt sich mit Hilfe eines einzigen Lautsprechers
oder mehrerer Lautsprecher, denen jeweils das gleiche Signal zugeführt wird, nicht realistisch nachahmen.
Der musikalische Eindruck läßt sich erheblich verbessern, wenn man zwei oder mehr unabhängige Audiokanäle
verwendet; bei der beschriebenen Anordnung ist es ohu; weiteres möglich, den Daten, die jedem Amplituden-
und Wellenformregister 53 zugeführt werden, einen Befehl hinzuzufügen, der angibt, welchem Kanal
das Ausgangssignal zugeführt werden soll. Alternativ kann man einen Teil der Kapazität des Musik-Tongenerators
14 jedem Audiokanal zuweisen. Bei den wahlweise verschiebbarer. Atisgangsstufen, die in F i g. 4 durch
strichpunktierte Linien angedeutet sind, würden die bezüglich des ersten Kanals beschriebenen Arbeitsschritte
bei einem zweiten Kanal wiederholt. Hierbei wird in einem Puffer 86 ein Normierungsbefehl für die Normierungssteuerung
74 und für einen weiteren Verstärkungsregler 85 gehalten. Nach der Normierung wird das
Gesamtsignal des Addierer/Sammlers 73 über einen Puffer 87 einem weiteren Digital/Analog-Wandler 88
zugeführt. Das analoge Ausgangssigna! des Wandlers 88 wird durch einen multiplizierenden Digital/Analog-Wandler
89 gedämpft, dem der benötigte Dämpfungsfaktor durch den Verstärkungsregler 85 zugeführt wird.
Das Ausgangssignal des Wandlers 89 wird durch einen Verstärker 91 verstärkt und durch einen zweiten Lautsprecher
92 wiedergegeben. Die Stufen 85—92 ähneln den Stufen 75—82. Eine (nicht dargestellte) Kanalschaltcinrichtung
ermöglicht es, das Ausgangssignal des Addierer/Sammlers 73 dem jeweilig erwähnten Kanal über
den Puffer 77 oder den Puffer 87 zuzuführen.
Bei einer nicht dargestellten anderen Ausführungsform ist es möglich, die Verwendung von zwei (oder
mehr) Digital/Analog-Umwandlungsstufen zu vermeiden, indem man einen einzigen Kanal benutzt, der an
den Addierer/Sammler 73 über den Puffer 77 und den D/A-Wandler 78 angeschlossen ist und zu dem multiplizierenden
Digital/Analog-Wandler 79 führt, dessen Ausgangssignal dann auf die gewünschte Anzahl von
Audiokanälen verteilt wird, die jeweils über eine Abtast- und Halteschaltung angeschlossen sind. Hierbei
dient eine Kanaiumschalteinrichtung dazu, jeweils eine
ausgewählte Schaltung auf Abtastbetrieb umzuschalten, wenn dem zugehörigen Audiokanal Daten zugeführt
werden sollen.
Die Erzeugung der Ausgangswellenform wurde im einzelnen beschrieben, um deutlich zu machen, daß sich
innerhalb des hörbaren Bereichs jede beliebige Tonhöhe erzielen läßt, und daß sich die Harmonischen— bzw.
Harmonie-Struktur unabhängig von der Tonhöhe in weiten Grenzen verändern läßt Ferner ist es erforderlich,
die Transienten-Effekte zu berücksichtigen, durch welche sich die verschiedenen Instrumente für den Hörer
voneinander unterscheiden. Die Geschwindigkeit des Amplitudenanstiegs bzw. die Einschwingzeit am Beginn
des Tönens einer Orgelpfeife und die Geschwindigkeit des Abklingens beim Wegfall der Erregung stellen
wichtige Merkmale sowohl von Orgelpfeifen als auch von anderen nachzuahmenden Instrumenten dar. Es ist
ersichtlich, daß die beschriebenen Einrichtungen zum Regeln der Amplitude sämtliche Erfordernisse bp -:<jglich
der Durchführung einer beliebigen programmierten Veränderung der Amplitudenhüllkurve erfüllen, die erforderlich
ist, um bestimmte Einschwing-, Abkling- oder Tremoio-Effekte zu erzielen. Auf ähnliche Weise läßt
sich ein Vibrato-Effekt innerhalb jedes erforderlichen Frequenzhubes leicht erreichen, indem man die Inkrementrate
des Tonhöhenzählers 41 entsprechend verändert. Ein weiteres Merkmal von Pfeifenorgeln besteht
im Auftreten einer Anfangstransienten, die als »chiff« bezeichnet wird Hierbei handelt es sich um einen kurzen
Energiuimpuls bei einer bestimmten Harmonischen-Frequenz,
der sich während des Aufbaus des Grundtons und des allgemeinen Harmonie-Musters einer
Orgelpfeife bemerkbar macht Ferner ist es möglich, andere Transientenvorgänge zu reproduzieren, die für
Orgelpfeifen, gezupfte Saiten und andere Erregungsformen kennzeichnend sind.
Wie erwähnt, ist es erforderlich, musikalische Töne zu erzeugen, die den verschiedenen Tasten einer Tastatur entsprechen und die (jeweils) richtige Harmonie-Struktur aufweisen. Um ein Verfahren zu erläutern, mittels dessen dies gemäß der Erfindung erreicht wird, wurde der Aufbau und die Arbeitsweise einer Orgel beschrieben, bei welcher jeweils eine Wellenform neu erzeugt wird, sobald eine andere Taste betätigt wird. In der Praxis kann man Vorteil aus der Tatsache ziehen, daß bei einem bestimmten Register die Veränderungen der Harmonie-Struktur längs der Tastatur zügig fortschreiten. Das nachstehend beschriebene Verfahren, bei dem mit einer linearen Interpolation zwischen festen Punkten gearbeitet wird, liefert sehr zufriedenstellende Ergebnisse, wobei man mit einer kürzeren Rech-nzeit auskommt
Wie erwähnt, ist es erforderlich, musikalische Töne zu erzeugen, die den verschiedenen Tasten einer Tastatur entsprechen und die (jeweils) richtige Harmonie-Struktur aufweisen. Um ein Verfahren zu erläutern, mittels dessen dies gemäß der Erfindung erreicht wird, wurde der Aufbau und die Arbeitsweise einer Orgel beschrieben, bei welcher jeweils eine Wellenform neu erzeugt wird, sobald eine andere Taste betätigt wird. In der Praxis kann man Vorteil aus der Tatsache ziehen, daß bei einem bestimmten Register die Veränderungen der Harmonie-Struktur längs der Tastatur zügig fortschreiten. Das nachstehend beschriebene Verfahren, bei dem mit einer linearen Interpolation zwischen festen Punkten gearbeitet wird, liefert sehr zufriedenstellende Ergebnisse, wobei man mit einer kürzeren Rech-nzeit auskommt
NachdcTi das gewür.schte Register gewählt worden
ist, werden in der beschriebenen Weise Wellenformen synthetisiert, die bei dem betreffenden Register genau
einer bestimmten Anzahl von Tasten jeder Tastatur entsprechen. Bei einem einfachen Beispiel könnte man vier
C-Noten in Oktavenabständen für jedes Manual und eine einzige C-Note für die Pedaltastatur wählen. Diese
neun Wellenformen werden in den Wellenformspeichern 49 unverändert gehalten, bis ein anderes Register
gewählt wird. Wenn dies geschieht, werden die betreffenden Wellenformen durch Wellenformen ersetzt, die
erneut erzeugt werden und dem C bei dem neu gewählten Register entsprechen. Soll eine C-Note gespielt werden,
wird die Wellenform aus dem betreffenden Speicher unter Anwendung des beschriebenen Abtastverfahrens
direkt ausgelesen. Liegt jedoch der gewünschte Ton zwischen zwei der gespeicherten C-Töne, werden
beide C-Töne ausgelesen, doch wird für jedes Paar von Abtastwerten ein Zwischenwert abgeleitet, der je nach
der relativen Lage des Tons in Richtung auf den oberen oder den unteren Wert gewichtet wird. Dieser Zwischenwert entspricht einer weitgehenden Annäherung
an den Abtastwert, den man bei einer Wellenform erhalten haben wurde, die für die betreffende Note spezifisch
ist, und er wird zur akustischen Wiedergabe in der anhand F i g. 4 beschriebenen Weise verarbeitet Der Zwischenwert wird in dem Interpolator 65 gewonnen, die
zwischen dem Ausgang der WeUenformspeicher 49 und dem Schieber 72 liegt
Nunmehr ist ersichtlich, daß der Interpolator 65 zwei
Aufgaben erfüllt Erstens kann ein Zwischenwert zwischen den Abtastwerten abgeleitet werden, die einem
einzigen WeUenformspeicher 49 aus zwei benachbarten Adressen entnommen werden, wann die gedachte
Adresse zwischen diesen Adressen liegt Zweitens ist es gemäß dem vorstehenden Absatz möglich, einen Zwischenwert zwischen den Abtastwerten abzuleiten, die
entsprechenden Adressen in zwei Wellenformspeichern entnommen, werden, wenn die gewünschte Wellenform
in Beziehung zu jeder der beiden gespeicherten Weiienformen steht
F i g. 6 zeigt ein Blockschaltbild des Interpolators 65, dessen Daten- und Steuereingänge aus F i g. 4 ersichtlich sind. Wie erwähnt, werden während jedes Intervalls
von 800 us Werte für einen ,einzigen Kanal aus der Adresse ausgelesen, die durch den Tonhöhenzähler 51
angezeigt wird, sowie der nächsthöheren Adresse. Es ist ein Interpolationsspeicher 66 mit zwei Speichern 66/4
und 665 vorhanden, denen die beiden Abtastwerte aus dem Wellenfu. -rnspeicher 49 zugeführt werden. Die Lage jedes Abtastwertes in dem Interpolationsspeicher 66
wird durch ein Signal des Wellenformregisters 53 bestimmt das über den Ausyangmuffer 60a und einen
weiteren Verzögerungspuffer 6* zugeführt wird. Die Daten werden auf die Speicher 66.4 und 665 so aufgeteilt, daß der Abtastwert der niedrigeren der beiden
Adressen in dem Speicher 66/4 und der Abtastwert der höheren Adresse in dem Speicher 665 gehalten werden.
Um den gespeicherten Werten die richtigen Gewichtungsfaktoren zuzuweisen, wird der erste Wert aus dem
Speicher 66/4 in einen Multiplizierer 67/4 ausgeleren, während der zweite Wert aus dem Speicher 665 in einen
Multiplizierer 675 ausgelesen wird. Die vier obersten Bits aus dem Inkrementspeicher des Tonhöhenzählers
51 werden in dem Multiplizierer 67>4 über einen Verzögerungspuffer 68 eingegeben und von sechzehn abgezogen; das Ergebnis wird durch 16 geteilt und mit dem
ersten Abtastwert multipliziert. Entsprechend werden die gleichen vier Bits in den Multiplizierer 675 eingegeben und mit dem zweiten Abtastwert multipliziert; dann
wird das Ergebnis durch 16 geteilt. Die Ausgangssignale der Multiplizierer 67Λ und 675 werden in einem Addierer/Sammler 69 summiert, so daß man den gewünschten
Zwischenwert erhält Soll eine Wellenforminterpolation durchgeführt werden, wird dieser Wert weiter in einen
Addierer 70 mit einem Gewichtungsfaktor ρ multipliziert, der durch den Rechner 12 über das Register 53
eingegeben wird, und das Produkt wird in einem Addierer/Sammler 71 gehalten. Das gesamte Verfahren zum
Gewinnen eines Zwischenwertes wird dann für die beiden Abtastwerte aus dem zugehörigen Kanal wiederholt, doch wird dieser Zwischenwert in dem Addierer 70
mit dem Gewichtsfaktor (16—#J multipliziert. Das Produkt wird zu dem in dem Addierer/Sammler 71 gehalte-
nen Wert addiert, und die Summe wird aus dem Unterpolator 65 ausgegeben. Es ist natürlich ohne Bedeutung,
daß der Interpolationsvorgang in manchen Fällen auch
dann durchgeführt wird, wenn einer der beiden Abtastwerte schon genau den richtigen Wert hat Dieser Wert
wird dann beibehalten, denn der bei dem anderen Wert verwendete Gewichtungsfaktor hat den Wert NuIL
Eine Interpolation zwischen zwei gespeicherten WeI-lenformen kann durch den Interpolator 65 während der
gleichen Zeitspanne durchgeführt werden, die anderenfalls für das Ausgeben eines einzigen Abiastwertes benötigt würde. Dieses Verfahren erweist sich somit bezüglich seiner Durchführungsgeschwindigkeit als vorteilhaft, wenn man es mit dem gleichwertigen analogen
Software-Verfahren vergleicht bei dem die Vorschriften für eine interpolierte Wellenform im Rechner aus
gespeicherten Daten für die beiden benachbarten WeI-lenformen gewonnen werden. Bei der Durchführung der
zusätzlichen Rechenarbeiten, auf weiche die Harmonischen-Synthese folgt läßt sich dann eine erhebliche Verzögerung nicht vermeiden.
Bei dem Rechner 12 lassen sich auf vorteilhafte Weise die neuerdings verfügbaren Mikroschaltungen verwenden, z. B. der Typ Zilog Z SOA, bei dem es sich um einen
Ein-Chip-Mikroprozessor handelt dem RAM- und ROM-Chip-Speicher zugeordnet sind; jedoch wäre es
jedem Fachmann möglich, auch andere Schaltungselemente zu verwenden. Aus dem gleichen Grund wird es
nicht für erforderlich gehalten, bestünmte handelsübliche digitale Schaltungselemente bekannter Art zu spezifizieren, die in den Blockschaltbildern dargestellt sind.
Es ist ferner ersichtlich, daß die Funktionen, die den Betrieb des beschriebenen Instruments ermöglichen,
auf den Rechner und die zugehörige Hardware im Rahmen der Erfindung auch in gewissem Ausmaß auf andere Weise aufgeteilt werden könnten. Im folgenden wird
das Programm, nach dem der Rechner 12 arbeitet, in großen Zügen beschrieben.
In Fig.5a bis 5e sowie in der nachstehenden Beschreibung werden die nachstehenden Abküiv.ungen
verwendet:
GENs — die 40 Wellenform-Lesekanäle des Tongenerators 14 nach Fig. 1;
CG — eine Routine zum Prüfen des Zustandes der GENs und zum Durchführen etwa erforderlicher Änderungen;
WVS — die Wellenformspeicher 49 nach F i g. 4 des Tongenerators 14 nach F i g. 1;
KCH — eine Routine für die Reaktion auf Änderungen des Zustandes von Tasten- und Registerkontakten
Bei dem Steuerprogramm werden die nachstehenden Tabellen für die Arbeitsspeicher verwendet:
GENs: bei jedem Generatorkanal sind die nachstehenden Informationen gespeichert:
1. Kennzeichen (Fortschreiben, Chiff, Einschwingen, Abklingen, in Gebrauch befindlich),
2. Tonhöhe,
3. Chiff-Parameter
a) Dauer,
b) zuerst zu erzeugende Harmonische,
4. Amplitudenparameter
a) maximaler Wert im eingeschwungenen Zustand,
b) Augenblickswert,
c) Einschwinggeschwindigkeit,
d) Abklinggeschwindigkeit;
19 20
5. WVS-N ummer; wünschten Bezugswellenform innerhalb des Instru-
6. Identifizierung: ments unter Benutzung von Einrichtungen erzeugt wer·
a) Manualnummer, den, die eine Wiedergabe durch ein Abfragen mit einer
b) Tastennummer; gewählten Inkrementgeschwindigkeit ermöglichen.
WVS: für jeden Wellenformspeicher: 5 Für Zwecke des Übens oder des Unterrichts ist es bei
1. a) Manualnummer, ' der erfindungsgemäßen Orgel möglich, mit dem Rechb)
Tastennummer, für welche die Wellen- ner über einen Digital-Cassettenrecorder zusammenzu-
form richtig ist; arbeiten. Die Rechnerbefehle für die über die Tastatu-
2. Anzahl der GENs, welche diesen Speicher ren einzuspielende Musik können dann digital aufgebenutzen;
10 zeichnet werden, und zwar in Form der Äusgangssigna-
3. a) maximale Amplitude, Ie des Tasten- und Register-Kontakt-Multiplexers in
b) Einschwinggeschwindigkeit, Verbindung mit !dentifizierungswörtern und Taktzei-
c) Abklinggeschwindigkeit ten. Die Wiedergabegeschwindigkeit kann dann nach
Wunsch variiert werden, so daß es z. B. möglich ist, ein
F i g. 5a zeigt das Fließdiagramm für das Hauptpro- 15 schwieriges Musikstück langsam aufzunehmen und es
gramm, durch das zunächst die Benutzung aller Arbeits- kann mit der richtigen Geschwindigkeit wiederzugeben.
speichert?bellen (Block Ml) eingeleitet wird. Sämtliche Die Daten werden auf Band im Fernschreibformat
Generatoren werden freigesetzt und das Kennzeichen aufgezeichnet, wobei ein Fernschreib-Sender- und
»in Gebrauch« wird gelöscht Dann werden WVS-Si- -Empfängerchip benutzt wird, um die erforderliche Segnale
eingegeben, um verschiedene Gruppen von Ta- 20 riell-Parallel-Umsetzung zwischen atr Schaltungen des
sten jedes Manuals darzustellen, so daß bei der erstn^Ji- Recorders und dem Rechner durchzuführen und eine
gen Betätigung einer Taste eine annähernd richtige Zeitsteuerung zu bewirken.
Wellenform zur Verfügung steht Nach dem Einschalten Dem Band entnommene Daten können auch dem
der Unterbrechungseinrichtung (Interrupt) bewirken Rechner eingegeben werden, um die technischen Daten
Unterbrechungssignale, die mit Hilfe der Register und 25 der OrgcJ dadurch zu verändern, daß die Klangfarben
Tasten der Konsole erzeugt werden, daß die GENs und der Register verändert werden, und um den Rechner so
WVSs fortgeschrieben werden. Im Block M2 prüft das zu programmieren, daß andere Instrumente nachge-Hauptprogramm
das Kennzeichen »Register geändert«, ahmt werden.
und, wenn dieses Kennzeichen vorhanden ist berechnet In der Beschreibung des Aufbaus und der Arbeitswei-
neue Wellenformen für die in Frage kommenden WVSs. 30 se des Instruments wurden bestimmte Parameterwerte,
Im Block M3 können etwa vorhandene Reserve-WVS z. B. Verarbeitungszeiten und Speicherkapazitäten, geverwendet
werden, um den Fehler zu verringern, der nannt Diese Werte sind jedoch nur als Beispiele zu
dadurch verursacht wird, daß bei einem Teil der Tasta- betrachten. Beispielsweise kann man die Abfragekapatur
zeitweilig eine Wellenform verwendet wird, die für zität des Instrumenis in jedem gewünschten Ausmaß
einen anderen Teil der Tastatur berechnet wurde. Die 35 erweitern, indem man mehrere Blöcke mit je 40 Abtast-Biöcke
mi und M2 umfassen auch die Steuerung der kanälen verwendet.
Erzeugung von Bezugswellenformen und deren Einga-
be in WVS-Speicher. Hierzu 7 Blatt Zeichnungen
Die Taktunterbrechungsroutine nach F i g. 5b wird
immer dann durchgeführt, wenn ein Unterbrechungssi- 40
gnal durch einen Takt erzeugt wird, der in Intervallen
von etwa 4 ms arbeitet. Alle Befehle für den Tongenerator, die sich auf die Amplitude (einschließlich Einschwingen, Abklingen und Normierung) beziehen, gehen von
dieser Routine aus. Es werden kleine regellose Verände- 45
rungen der Tonhöhe und der Amplitude herbeigeführt,
um zu gewährleisten, daß zwischen den Tönen keine
Phasenstarrheit auftritt. Die Unterroutine CG zum Prüfen und Fortschreiben de·· GENs ist in Fig.5c dargestellt. Sobald ein Abklingvorgang bei einem beliebigen 50
Kanal abgeschlossen ist, wird das Kennzeichen »in Gebrauch« gelöscht, und der Zählerstand der GENs, welche die zugehörigen WVS benutzen, wird um 1 verringert.
gnal durch einen Takt erzeugt wird, der in Intervallen
von etwa 4 ms arbeitet. Alle Befehle für den Tongenerator, die sich auf die Amplitude (einschließlich Einschwingen, Abklingen und Normierung) beziehen, gehen von
dieser Routine aus. Es werden kleine regellose Verände- 45
rungen der Tonhöhe und der Amplitude herbeigeführt,
um zu gewährleisten, daß zwischen den Tönen keine
Phasenstarrheit auftritt. Die Unterroutine CG zum Prüfen und Fortschreiben de·· GENs ist in Fig.5c dargestellt. Sobald ein Abklingvorgang bei einem beliebigen 50
Kanal abgeschlossen ist, wird das Kennzeichen »in Gebrauch« gelöscht, und der Zählerstand der GENs, welche die zugehörigen WVS benutzen, wird um 1 verringert.
Die Konsolen-Unterbrechungsroutine nach Fig.5d 55
gilt für den Betrieb der Unterbrechungsschaltung 25
nach F i g. 2. Registeränderungen bewirken, daß das
Kennzeichen »Register geändert« gesetzt wird, und daß
die Registertabelle, die den jeweiligen Zustand jedes
Registers enthält, fortgeschrieben wird. Die Unterrouti· 60
ne KCH nach F i g. 5e dient zum Auslösen und Beenden
von Tönen.
gilt für den Betrieb der Unterbrechungsschaltung 25
nach F i g. 2. Registeränderungen bewirken, daß das
Kennzeichen »Register geändert« gesetzt wird, und daß
die Registertabelle, die den jeweiligen Zustand jedes
Registers enthält, fortgeschrieben wird. Die Unterrouti· 60
ne KCH nach F i g. 5e dient zum Auslösen und Beenden
von Tönen.
Vorstehend wurde eine elektronische Orgel beschrieben, um die Wirkungsweise der Erfindung zu erläutern
und ihre vielseitige Anwendbarkeit erkennbar zu ma- 65
chen. Natürlich läßt sich die Erfindung auch anwenden,
um andere Ein- oder Mehrtoninstrumente zu schaffen,
bei denen die digitalen Daten zum Darstellen einer ge-
und ihre vielseitige Anwendbarkeit erkennbar zu ma- 65
chen. Natürlich läßt sich die Erfindung auch anwenden,
um andere Ein- oder Mehrtoninstrumente zu schaffen,
bei denen die digitalen Daten zum Darstellen einer ge-
Claims (15)
1. Digitaler Musik-Tongenerator,
mit einem Ctenerator erster Wahlsigjiale, deren jedes sich auf eine Harmonie-Struktur bezieht, s
mit einem Generator zweiter Wahlsignale, deren jedes die Auswahl eines Tones mit einer vorgegebenen Tonhöhe bezeichnet,
mit einem Digitalrechner, der abhängig von jedem ersten Wahlsignal und zweiten Wahlsignal Speicher- to
Daten- und -Steuersignale, Harmonie-Daten- und -Steuersignale sowie Abtastwahl-Daten- und -Steuersignale erzeugt,
mit einem Synthetisierer, der abhängig von den Harmonie-Daten- und -steuerbaren Digitaldaten syn- is
thetisiert, die wenigstens eine Bezugswellenform wiedergeben,
mit einer Einrichtung, die abhängig von den Speicher-Daten- und -Steuersignalen Bezugswellenform-Daten speichert, und
mit einer Abtasteinrichtung, die abhängig von den Abtastwahl-Daten- und -Steuersignalen die gespeicherten Bezugswellenform Daten abtastet, um weitere Digitaldaten abzuleiten, wobei die Abtastrate
die Tonhöhe des Tones bestimmt, wenn der Ton aufgrund der weiteren Digitaldaten wiedergegeben
wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß jedes Wahlsignal die Auswahl eines definierten Satzes von Harmonie-Strukturen bezeichnet,
daß jedes zweite Wahlsignal die Auswahl eines Tones mit vorgegebener Tonhöhe und mit vorgegebener Harmonie-Struktur bezeichnet, die innerhalb eines ausgewählten Satzes liegt,
daß die mindestens eine Bezugswellenform einem jeweiligen vorgegebenen Mitglied dieses definierten
Satzes von Harmonie-Strukturen entspricht,
daß die Abtasteinrichtung (50) selektiv die gespeicherten Bezugswellenform-Daten abtastet, um die
weiteren Digitaldaten abzuleiten, wobei diese die vorgegebene Harmonie-Struktur des ausgewählten
Tones wiedergeben,
daß die Speichereinrichtung (49) gleichzeitig Daten bezüglich mehrerer Bezugswellenformen speichert,
und
daß die Abtasteinrichtung (50) mehrere Tongeneratoren aufweist, deren jeder die zu einem Bezugswellenverlauf gehörigen gespeicherten Daten abtastet,
wobei die jeweils anderen Tongeneratoren die gleichen oder andere zu einem Bezugswellenverlauf ge-
hörigen gespeicherten Daten abtasten.
2. Generator nach Ansapruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wahlsignal-Generatoren (10, 11)
aufweisen:
55
eine Einrichtung zur Änderung des Zustandes eines ausgewählten Wahlindikators einer Wahlindikator-Anordnung (20) zur Bezeichnung der
jeweils getroffenen Wahl,
eine Einrichtung (22,23) zum wiederholten Abtasten der Wahlindikator-Anordnung (20) zur
Bestimmung des Zustandes jedes Wahlindikators und
einen Komparator (24), der den Zustand des Wahlindikators bei aufeinanderfolgenden Abtastungen vergleicht und eines der Wahlsignale
erzeugt, wenn eine Zustandsänderung stattgefunden hat.
3. Generator nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Sythetisierer (13) aufweist:
einen Speicher (3Oa^ digitaler-Anfangs-Sythesedaten mit Sinuswellenform,
eine Einrichtung (33,35), die aus den Anfangs-Synthesedaten weitere Synthesedaten ableitet,
die bezüglich relativer Frequenz und relativer Amplitude jede Harmonische eines bestimmten
Mitgliedes des ausgewählten Satzes aar Harmonie-Strukturen repräsentieren, und
eine Oberlagerungseinrichtung (306, 36) der Anfangs-Synthesedaten und der weiteren Synthesedaten zur Erzeugung der Bezugswellenformen, die diesem Mitglied des Satzes der Harmonie-Strukturen entsprechen.
4. Generator nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Bezugswellenform-Speichereinrichtung (49) eine Normierungs-Steuerung (74) der Wellenform-Daten aufweist, um
asu höchstwertigen Teil der WeHenforrn-Daten in
einem Speicher minimaler Kapazität aufzunehmen.
5. Generator nach einem der Ansprüche 1 bis 4. dadurch gekennzeichnet, daß die Abtasteinrichtung
(50) einen Adressenwähler(51,52,63)zum Adressieren einer Bezugswellenform-Speichereinrichtung
(49) aufweist, ure: einen Abtastwert in jedem Zeitintervall einer Folge gleich beabstandeter Zeitintervalle aus dieser jeweils adressierten Adresse abzuleiten,
mit einem Zähler (51), der ein Eingangs-Zählinkrement in jedem der Zeitintervalle empfängt und der
ferner von einer bezeichneten Adresse zur nächstbenachbarten höheren Adresse abhängig von einem
vorgegebenen kumulativen Eingangszählerstand weiterschaltet,
wodurch die Sequenz der Abtastwerte mit einer solchen Rate erzeugbar ist, daß der Ton mit einer durch
die Bezugswellenform wiederg-^ebenen Struktur
mit einer Tonhöhe erzeugbar ist, die proportional dem Verhältnis von Eingangs-Zählinkrement und
vorgegebenem kumulativen Eingangszählerstand ist
6. Generator nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Adressenwähler (51,52,63) in jedem Zeitintervall einen Abtastwert aus der zur bezeichneten
Adresse nächsthöheren Adresse ableitet, daß die Abtasteinrichtung (50) die Sequenz der Abtastwerte so ableitet, daß jeder Abtastwert einem
Zwischenwert zwischen den Abtast werten entspricht, die von der bezeichneten Adresse bzw. der
nächsthöheren Adresse abgeleitet sind, wobei der Zwischenwert für jedes Zeitintervall entsprechend
dem Verhältnis von kumulativem Eingangszählerstand in diesem Zeitintervall und vorgegebenem kumulativem Eingangszählerstand interpoliert ist.
7. Generator nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß im Betrieb eine Sequenz von
Abtastwerten von einer ersten Bezugswellenform ableitbar ist und eine weitere solche Sequenz von
Abtastwerten von einer zweiten Bezugswellenform desselben Satzes ableitbar ist und
daß ein Interpolator (65) einen Zwischenwert zwischen jedem Abtastwert der einen Sequenz und dem
entsprechend Abtastwert der anderen Sequenz interpoliert, um einen Ton einer Harmonie-Struktur
zu erhalten, die zwischen den Harmonie-Strukturen von erster und zweiter Bezugswellenform liegt.
8. Generator nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet.
daß die Abtasteinrichtung (50) mehrere Abtastkanä- !e besitzt, die sequentiell während eines jeweiligen
Zeitintervalls einer zyklischen Folge von Zeitintervallen, die insgesamt eine Abtastperiode bilden, aril
beiten, wobei jeder Kanal einen Adressenwähler (51,
52,63) aufweist, und ι ο
daß ein Sammler (72, 73) während jeder Abtastperiode die weiteren Digitaldaten, die während jedes
Zeitintervalls der Abiastperiode abgeleitet sind, überlagert zur Wiedergabe der Amplitude einer
Summen-Wellenform während jeder solchen Abtastperiode.
9. Generator nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß eine Einrichtung (53,
54, 60, 61) einen jeweiligen Wert auf einer Skala relativer Amplituden den weiteren Digitaldaten zuordnet
die jeden ausgewählten Ton repräsentieren.
10. Generator nach einem der Ansprüche 1 bis 9, gekennzeichnet durch einen Digital/Analog-Wandler
(15; 77,78,79; 87,88,89) für die weiteren Digitaldaten.
11. Generator nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Normierungssteuerung (74) die weiteren Digitaldaten vor der Umwandlung normiert, um den
höchstwertigen Teil der Digitaldaten in einen Digital/Analog-Wandler
(15) mit minimaler Kapazität aufzunehmen, und
daß eine Wiederherstelleinrichtung (75, 79; 85, 89) das Analogsignal bezüglich der relativen Amplitude
wiederherstellt, die der der entsprechenden weiteren Digitaldaten vor der Normierung entspricht
12. Generator nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
gekennzeichnet durch eine Audio-Wiedergabeeinrichtung (16; 82,92) des ausgewählten Tons.
13.Generator nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß die Audio-Wiedergabeeinrichtung (16) mehrere Kanäle (75—82; 88—92) aufweist, denen
ausgewählte Teile der weiteren Digitaldaten jeweils zuzuordnen sind.
14. Verwendung des Generators nach einem der Ansprüche 1 bis 13 bei einer elektronischen Orgel,
dadurch gekennzeichnet, daß die Wahlsignal-Generatoren mehrere Register bzw. mehrere Tasten aufweisen.
15. Verwendung räch Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet,
daß die einem ausgewählten Ton entsprechenden weiteren Digitaldaten Transienten-Änderungen
bezüglich der Amplituden unterwerfbar sind, um die Einschwing- und die Abklingcharakterisliken
einer Orgel zu erzeugen.
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE19782818083 DE2818083C2 (de) | 1978-04-25 | 1978-04-25 | Digitaler Musik-Tongenerator |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE19782818083 DE2818083C2 (de) | 1978-04-25 | 1978-04-25 | Digitaler Musik-Tongenerator |
Publications (2)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE2818083A1 DE2818083A1 (de) | 1979-11-08 |
DE2818083C2 true DE2818083C2 (de) | 1985-10-31 |
Family
ID=6037957
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE19782818083 Expired DE2818083C2 (de) | 1978-04-25 | 1978-04-25 | Digitaler Musik-Tongenerator |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE2818083C2 (de) |
Family Cites Families (4)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
US3610805A (en) * | 1969-10-30 | 1971-10-05 | North American Rockwell | Attack and decay system for a digital electronic organ |
JPS5236406B2 (de) * | 1972-01-17 | 1977-09-16 | ||
US3884108A (en) * | 1974-01-11 | 1975-05-20 | Nippon Musical Instruments Mfg | Production of ensemble in a computor organ |
GB1558280A (en) * | 1975-07-03 | 1979-12-19 | Nippon Musical Instruments Mfg | Electronic musical instrument |
-
1978
- 1978-04-25 DE DE19782818083 patent/DE2818083C2/de not_active Expired
Also Published As
Publication number | Publication date |
---|---|
DE2818083A1 (de) | 1979-11-08 |
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Legal Events
Date | Code | Title | Description |
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8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
D2 | Grant after examination | ||
8364 | No opposition during term of opposition | ||
8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: BRITISH TECHNOLOGY GROUP LTD., LONDON, GB |
|
8328 | Change in the person/name/address of the agent |
Free format text: MITSCHERLICH, H., DIPL.-ING. KOERBER, W., DIPL.-ING. DR.RER.NAT. SCHMIDT-EVERS, J., DIPL.-ING. MELZER, W., DIPL.-ING., 80331 MUENCHEN GRAF, W., DIPL.-ING., PAT.-ANWAELTE, 81667 MUENCHEN |