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DE2804608A1 - Pillarme polyesterfasern - Google Patents

Pillarme polyesterfasern

Info

Publication number
DE2804608A1
DE2804608A1 DE19782804608 DE2804608A DE2804608A1 DE 2804608 A1 DE2804608 A1 DE 2804608A1 DE 19782804608 DE19782804608 DE 19782804608 DE 2804608 A DE2804608 A DE 2804608A DE 2804608 A1 DE2804608 A1 DE 2804608A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
polyester
degradation
fibers
thermo
pilling
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19782804608
Other languages
English (en)
Inventor
Heinz Dipl Ing Graf
Armin Dr Koehler
Helmut Dr Ohse
Herbert Dr Pelousek
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
HUELS FASERWERKE
Bayer AG
Original Assignee
HUELS FASERWERKE
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by HUELS FASERWERKE, Bayer AG filed Critical HUELS FASERWERKE
Priority to DE19782804608 priority Critical patent/DE2804608A1/de
Publication of DE2804608A1 publication Critical patent/DE2804608A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01FCHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
    • D01F6/00Monocomponent artificial filaments or the like of synthetic polymers; Manufacture thereof
    • D01F6/58Monocomponent artificial filaments or the like of synthetic polymers; Manufacture thereof from homopolycondensation products
    • D01F6/62Monocomponent artificial filaments or the like of synthetic polymers; Manufacture thereof from homopolycondensation products from polyesters
    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01DMECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
    • D01D5/00Formation of filaments, threads, or the like
    • D01D5/08Melt spinning methods

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Artificial Filaments (AREA)
  • Yarns And Mechanical Finishing Of Yarns Or Ropes (AREA)

Description

  • Pillarme Polyesterfasern
  • Die Erfindung betrifft pillarme Polyesterfasern auf Basis Polyäthylenterephthalat.
  • Normalerweise besitzen Polyesterfasern einen Diäthylenglykolgehalt (DEG) von ca. 0,5 - 0,7 Gew.-%, bezogen auf den Polyester. Es wird ein möglichst niedriger DEG-Gehalt angestrebt, weil mit zunehmendem DEG-Gehalt sich die thermooxidative Beständigkeit wegen der Atherbindung verringert (.Ludewig, Polyesterfasern, Adademie-Verlag, Berlin 1975, Seite 131) und der Schmelz- bzw. Erweichungspunkt erniedrigt.
  • Weiterhin enthalten Polyesterfasern eine COOH-Gruppenzahl von 15 - 25 val/t. Auch diese Zahl versucht man so niedrig wie möglich zu halten, weil die COOH-Ændgruppen zu einem erhöhten thermischen Abbau des Polyesters fiihren und damit die thermische Stabilität mindern.
  • Der thermische oder thermooxidative Abbau drückt sich in einer Molekularczewichtserniedrigung aus, d.h. die Polymerenkette wird an mehreren Stellen gespalten.
  • Es wurde nun gefunden, daß man diese Kettenverkurzung und die damit cinhc?rgehende verminderte Querfestigkeit gezielt zur Erzeugung einer erhöhten Pillresistenz in Polyesterfasern und -fäden ausnutzen kann.
  • Die Erfindung betrifft daher ein Verfahren zur Herstellung pillarmer Polyesterfasern und -fäden,das dadurch gekennzeichnet ist, daß man ein Polyestergranulat von 0,7 bis 2,0 Gew.-t DES, bezogen auf den Polyester und mit einer COOH-Gruppenzahl von 28 bis 45 val/t verspinnt und die so erhaltenen Fasern oder Fäden bei einer Temperatur von 140 bis 2000C thermooxidativ und hydrolytisch spaltet.
  • Vorzugsweise werden Polyestergranulate versponnen, deren DEG-Gehalt 0,8 -1,8 Gew.-% und deren COOH-Gruppenzahl 30-42 val/t beträgt.
  • Die thermooxidative und hydrolytische Spaltung wird vorzugsweise bei 145-1800C vorgenommen. Besonders günstig läßt sich diese Behandlung in einem Fixierschrank durchführen.
  • Der thermooxidative, hydrolytische Abbau läßt sich an der Intrinsic-Viskosität (gemessen in einem Lösungsmittelgemisch von Phenol : Tetrachloräthan = 60 : 40 bei 25°C) nachweisen. Die beanspruchten Fasern zeigen vor dem Fixierschrank eine Intrinsic-Viskosität von ca. 0,57, nach der Behandlung jedoch eine solche von 0,43 - 0,53, vorzugsweise 0,45 - 0,51, je nach DEG-Gehalt und COOH-Gruppenzahl.
  • Eine Fixiertemperatur von < 1400C genügt nicht,um eine ausreicheEnde thermooxidative, hydrolytische Spaltung zu erzielen, während Temperaturen >200°C zu starke Schädigung und z .T. schon Verklehungen hervorrufen. Die Verweilzeit im Tixierschrank ist daher vorzugsweise 4 - 6 min.
  • Die bereits erwähnte thermooxidative Spaltung kann durch abbauaktive Katalysatoren noch gesteigert werden.
  • Als solche seien erwähnt Co und Zn.
  • Die Pillresistenz läßt sich nach der bekannten ASTM Priifnorm n 1375-64 nachweisen. Die beanspruchten Fasern zeigen eine Pillnote von 5. Bei einem Polyestergranulat mit einem DEG-Gehalt 40,7 Gew.-% und COOH-Gruppenzahl von 6 28 val/t tritt nur eine schwache thermooxidative, hyrolytische Spaltung ein. Die Intrinsic-Viskosit der Fasern fällt nur von 0,57 vor dem Fixierschrank auf 0,56 nach dem Fixierschrank ab.
  • Diese Fasern zeigen die Pillnote 1-2. Geht man von einem Polyester mit höherem DEG-Gehalt und einer größeren COOH-Gruppenzalil aus, so werden die Fasern beim Durchlaufen des Fixierschrankes so stark geschädigt, daß keine gebrauchsfähigen Textilstücke daraus hergestellt werden können. Ein weiterer Beweis für die Verminderung der Quer festigkeit ist die Drahtknickscheuerzahl (DKSZ).
  • Dabei wird eine Einzelfaser über einen 0,1 mm starken Polyäthylenterephthalat-Draht im Winkel von 900C gelegt, mit einem Gewicht von je 1 g belastet und 1 x pro sec.
  • über den Draht hin- und hergescheuert. Gemessen wird dann die Zeit in Minuten, bis die Einzelkapillare durchgescheuert ist und dies als Drahtknickscheuerzahl bezeichnet. Der Wert wird jeweils aus 20 Einzelmessungen gemittelt. Dabei hat sich gezeigt, daß die von uns beanspruchten Fasern eine DKSZ von 2 - 15 min., vorzugsweise von 4 - 10 min. besitzen, während Fasern mit niedriger COOH-Gruppenzahl und kleinerem DEG-Gehalt eine DKSZ von ca. 18 - 22 min. besitzen.
  • DKSZ und Random-Tumble-Test korrelieren eindeutig.
  • Neben der thermooxidativen Spaltung tritt auch noch ein hydrolytischer Abbau im Fixierschrank auf, weil das Faserband nach Durchlaufen des Streckbades, des Dämpfkanals und der Kräusel noch eine Restfeuchte von etwa 5 % besitzt.
  • Die Bestimmtung der COOH-Gruppenzahl erfolgt nach Ludewig S. 187, die des DEG-Gehaltes nach Ludewig S. 192.
  • Die in dem Beispiel genannten ppm-Angaben beziehen sich auf Dimethylterephthalat.
  • Die folgende Übersicht zeigt, wie sich DEG-Gehalt und COOH-Gruppenzahl beeinflussen lassen.
  • Bei einem DEG-Gehalt von 0,2 - 1,2 Gew.-% ändert sich die COOH-Gruppenzahl mit der Polykondensationstemperatur wie folgt: PK-Temperatur 285°C 27 - 32 COOH-Gruppen val/t 290°C 31 - 37 " 2950C 35 - 45 Der DEG-Gehalt ändert sich mit der Vorkondensationstemperatur bei einer COOH-Gruppenzahl von 29 val/t wie folgt: VK Temperatur PK-Temperatur DEG-Gehalt i.Gew-% 240°C 280°C 1,0 2450C 2850C 1,4 2500C 2850C 1,9 Beispiel Vor der Umesterung von Dimethylterephthalat mit Äthylenglykol im Autoklaven werden dem Gemisch 100 ppm Zink in Form von Zinkacetat als Umesterungskatalysator zugegeben.
  • Die Umesterung erfolgt während 3 Stunden bei 2000C.
  • Sodann werden 35 ppm Cobalt als Polykondensationskatalysator zugegeben. Die Vorkondensation dauert 0,5 Stunden bei 2200C. Sodann wird auf 2850C erhitzt und der Druck auf s1 Torr reduziert. Die Polykondensation ist nach 2 Stunden abgeschlossen. Anschließend wird in Wasser abgesponnen und granuliert.
  • Das Granulat besitzt eine IV von 0,57, einen DEG-Gehalt von 1,5 Gew.-%, bezogen auf Polyäthylenterephthalat und eine COOH-Gruppenzahl von 35 val/t.
  • Das Granulat wird nach der Technik des Schmelzspinnens durch eine Mehrlochdüse zu Fäden mit einem Einzeltiter von 10 dtex versponnen und mit einer Geschwindigkeit von 1100 m/min. aufgewickelt.
  • Die Spinnfäden werden zu einem Kabel von 100.000 dtex gefacht, in heißem Wasser von 900C und anschließend in einem Dämpfkanal im Gesamtverhältnis 1 : 3,20 verstreckt, in einer Stauchkammerkräusel gekräuselt, spannungslos in heißer Luft von 150°C 5 min. lang fixiert und anschließend zu Stapelfasern von 60 mm Länge geschnitten.
  • Die Fasern zeigen einen Titer von 3,3 dtex, eine Festigkeit von 3,4 cN/dtex, eine Dehnung von 37 %, einen Kochschrumpf von 0 % und eine i.v. von 0,46. Mit 20 Einzelfasern wurde die Drahtknickscheuerzahl ermittelt.
  • Sie betrug 5 min., d.h. nach dieser Zeit waren die Fäden im Mittel durchgescheuert.
  • Aus den Stapelfasern wurden Garne hergestellt, die eine Linksdrehung von 495 Drehungen/m und eine Rechtsdrehung von 310 Drehungen/m aufweisen und die anschließend zu einem Flachgestrick verarbeitet wurden. Dieses Gestrick wurde dem Laborpilltest nach der oben genannten ASTM-Prüfnorm D 1375-64 unterworfen und erzielte nach 110 min.
  • Prüfdauer die ausgezeichnete Pillnote 5, d.h kein Pilling.
  • Geht man jedoch von einem Polyestergranulat aus, das einen DEG-Gehalt von 0,4 Gew.-% und eine COOH-Gruppenzahl von 17 val/t besitzt und die daraus hergestellten Fasern zeigen ebenfalls eine i.v. von 0,57, so liegt die DKSZ dieser Fasern bei 20 min. und nach 110 min. Prüfdauer nach ASTM-D 1375-64 wurde die Pillnote 2, d.h. starkes Pillen festgestellt. Eine thermooxidative, hydrolytische Schädigung war während des Fixierprozesses kaum erfolgt, denn die Stapelfasern zeigten eine i.v. von 0,56.

Claims (5)

  1. Patentansprüche 1. Verfahren zur Herstellung pillarmer Polyesterfasern und -fäden, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Polyestergranulat mit einem Diäthylenglykolgehalt von 0,7 bis 2,0 Gew.-%, bezogen auf den Polyester und mit einer COOH-Gruppenzahl von 28 bis 45 val/t verspinnt und die so erhaltenen Fasern oder Fäden bei einer Temperatur von 140 bis 2000C thermooxidativ und hydrolytisch spaltet.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Diäthylenglykolgehalt des zu verspinnenden Polyesters 0,8 bis 1,8 Gew.-% beträgt.
  3. 3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die COOH-Gruppenzahl des zu verspinnenden Polyesters 30-42 val/t beträgt.
  4. 4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, daß die thermooxidative hydrolytische Spaltung bei 145-1800C vorgenommen wird.
  5. 5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, die thermooxidative hydrolytische Spaltung in einem Fixierschrank vorgenommen wird.
DE19782804608 1978-02-03 1978-02-03 Pillarme polyesterfasern Pending DE2804608A1 (de)

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DE (1) DE2804608A1 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP1094137A1 (de) * 1999-10-22 2001-04-25 Inventa-Fischer Ag Polyesterfasern mit verminderter Pillingneigung sowie Verfahren zu ihrer Herstellung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP1094137A1 (de) * 1999-10-22 2001-04-25 Inventa-Fischer Ag Polyesterfasern mit verminderter Pillingneigung sowie Verfahren zu ihrer Herstellung

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