DE2755246C2 - Schaltungsanordnung für die Bremsung einer Gleichstrom-Reihenschlußmaschine - Google Patents
Schaltungsanordnung für die Bremsung einer Gleichstrom-ReihenschlußmaschineInfo
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Description
— parallel zum Anker (2) ist ein Gleichstromsteller (8) angeordnet, der aus einem in Durchlaßrichtung
für den Bremsstrom gepolten Thyristor und einer parallel geschalteten Löscheinrichtung besteht;
— der Gleichstromsteller (8) ist zur Erzielung einer Feldschwächung im gesamten Betriebsbereich mit
Zeitverzögerung nach dem in Reihe mit der Reihenschluß-Erregerwicklung (4) liegenden Thyristor
(14) zündbar;
-die löschung beider Thyristoren erfolgt gemeinsam durch die dem Gleichstromsteller (8) zugeordnete
Löscheinrichtung.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung für die Bremsung einer Gleichstrom-Reihenschlußmaschine
gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs.
Gleichstrom-Maschinen werden für verschiedene Antriebszwecke eingesetzt. Insbesondere bei elektrisehen
Triebfahrzeugen wird vorwiegend die Gleichstrom-Reihenschlußmaschine verwendet, bei der Ankerwicklung
und Feld- oder Erregerwicklung miteinander in Reihe geschaltet sind. Beim Bremsen dieser
Maschine ist es aus mehreren Gründen wünschenswert, den durch die Erregerwicklung fließenden Feldstrom
kleiner als den durch die Ankerwicklung fließenden Ankerstrom einstellen zu können, d. h. also im
Feldschwächbereich zu arbeiten.
Aus der Siemens-Zeitschrift 47 (1973), Heft 3, Seiten 155 bis 159, insbesondere Bild 2, ist eine Bremsschaltung
für einen Straßenbahn-Triebwagen bekannt, die durch Umgruppierung von elektrischen ^ Bauelementen mit
Hilfe von Schützen ( = Umschaltmittel) aus einer Fahrschaltung hervorgeht. Die bekannte Bremsschaltung
ist für reinen Widerstandsbremsbetrieb, also nicht für gemischten Nutz- und Widerstandsbremsbetrieb,
eingerichtet. Sie ist so aufgebaut, daß beim Bremsen, d. h. nach Umgruppierung der einzelnen Bauelemente
der Fahrschaltung, ein Bremsstrom auf einem Kreiswege fließen kann, der durch Erreger- und Ankerwicklung
der Gleichstrom-Reihenschlußmaschine, eine Glättungsdrosselspule, einen Gleichstromsteller, dem die
Reihenschaltung aus einem Freilaufventil mit einem Bremsschalter und einem ohmschen Bremswiderstand
parallel geschaltet ist, ein weiteres ungesteuertes Freilaufventil und die Reihenschaltung von zwei
weiteren ohmschen Bremswiderständen, und zwar in der angegebenen Reihenfolge, gebildet ist Die genannten
weiteren Widerstände sind durch Schütze kurzschließbar. Durch Takten des Gleichstromstellers wird
der wirksame Bremswiderstand stufenlos verstellt Parallel zur Erregerwicklung ist die Reihenschaltung
aus einem Schalter, z. B. einem Schaltschütz, mit einem
ohmschen Feldschwächwiderstand angeordnet Durch Betätigung dieses Feldschwächschalters wird das
Motorfeld bei hoher Geschwindigkeit des Straßenbahn-Triebwagens geshuntet Der Erregerstrom wird dadurch
kleiner als der Ankerstrom (Feldschwächbetrieb). Dadurch kann bei hoher Geschwindigkeit im Bremseinsatz
ein zu großes Bremsmoment verhindert werden. — Es ist also festzuhalten, daß im Feldschwächbereich ein
Teil des Feldstromes über den Feldschwächwiderstand, der parallel zur Erregerwicklung liegt, geleitet wird.
Dieser Feldschwächwiderstand wird dabei mit Hilfe des Schalters in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit zu-
und abgeschaltet Nachteilig ist hierbei, daß ein mechanischer Schalter als Feldschwächschalter eingesetzt
wird, der einem gewissen Verschleiß unterliegt Weiterhin ist nachteilig, daß durch das Zuschalten die
Feldschwächung nur stufenweise zu- oder abnimmt.
Aus der Zeitschrift »E und M«, Jg. 85 (1968), Heft 3, Seiten 110 bis 117, insbesondere Abbildung 8e samt
zugehöriger Beschreibung, ist eine Bremsschaltung für eine Gleichstrommaschine gemäß dem Oberbegriff des
Patentanspruchs bekannt, die auf dom Prinzip der Nutzbremsung mit automatischer Feldschwächung
beruht Bei dieser Bremsschaltung ist der Ankerwicklung einer Gleichstrom-Reihenschlußmaschine die Reihenschaltung
aus einem Thyristor und aus der Erregerwicklung parallel geschaltet. Der Thyristor ist
Teil eines Gleichstromstellers und zur Steuerung des Bremsstromes periodisch zünd- und löschbar. Parallel
zur Erregerwicklung liegt eine Freilaufdiode, die bei gesperrtem Gleichstromsteller den Erregerstrom übernehmen
kann. Die Ankerwicklung ist weiterhin über eine Rücklaufdiode an ein Verbrauchernetz angeschlossen.
— Bei dieser bekamen Bremsschaltung setzt die Feldschwächung nur bei einer Aussteuerung nahe Null
des Gleichsiromstellers automatisch ein; im übrigen Stellbereich ist Feldschwächung nicht möglich.
Aus der deutschen Offenlegungsschrift 23 29 146 ist eine Bremsschaltung für gemischten Nutz- und Widerstandsbremsbetrieb
einer generatorisch arbeitenden Gleichstrom-Reihenschlußmaschine bekannt. Ankerund
Feldwicklung sind hierbei vorzugsweise mit einem kurzschließbaren Stabilisierungswiderstand zu einer
Reihenschaltung zusammengefaßt. Dieser Reihenschaltung ist sowohl ein Gleichstromsteller als auch ein
Bremszweig, bestehend aus der Serienschaltung eines Bremswiderstandes mit einem steuerbaren Bremsventil,
parallel geschaltet. Die Reihenschaltung ist weiterhin über ein ungesteuenes Rücklaufventil an eine zumindest
zeitweise stromaufnahmefähige Gleichstromquelle angeschlossen. Die Bremsschaltung ist insbesondere für
die Gleichstrom-Reihenschlußmaschine eines im Fahrbetrieb
aus einem Gleichstrom-Fahrleitungsnetz gespeisten Triebfahrzeugs vorgesehen. Ein Feldschwächbetrieb
ist bei dieser Bremsschaltung nicht vorgesehen.
Ausgehend von der erwähnten Schaltungsanordnung nach der Zeitschrift »E um! M« liegt der Erfindung die
Aufgabe zugrunde, eine Bremsschaltung anzugeben, bei der bei jedem Aussteuerungsgrad des Gleichstromstellers
ein Bremsbetrieb mit Feldschwächung möglich ist. Dies ist bereits bei einem reinen Widerstandsbetrieb
erwünscht, besonders aber für gemischten Widerstands/
Nutz-Bremsbetrieb von Bedeutung.
Diese Aufgabe wird bei einer Schaltungsanordnung der eingangs genannten Art gemäß der Erfindung durch
die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs gelöst
Bei der erfindungsgemäßen Bremsschaltung lassen sich Anker- und Erregerstrom beim Bremsen der
Gleichstrom-Reihenschlußmaschine weitgehend unabhängig voneinander und kontinuierlich verstellen.
Mechanische Schalter oder Schaitschütze werden dazu nicht benötigt
Eine Anordnung, bei der die Reihenschlußwicklung einer Gleichstrommaschine parallel zu einer Freilaufdiode
und in Reihe mit einem löschbaren Thyristor liegt und parallel zu der Reihenschaltung aus Reihenschlußmaschine
und Thyristor ein Gleichstromsteller geschaltet ist, ist an sich aus der DE-OS 14 38 020, Fig.2,
bekannt Diese Anordnung dient als Fahrschaltung und liegt in Reihe mit der Ankerwicklung, wobei ebenfalls
bei jedem Aussteuerungsgrad des Gleichstromstellers eine Feldschwächung möglich ist In der gleichen
Druckschrift gezeigte Bremsschaltungen ermöglichen jedoch keine Feldschwächung.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in 7 Figuren dargestellt. Sie werden im folgenden näher erläutert. Es
zeigt
F i g. 1 eine erste Bremsschaltung, die für gemischten Nutz- und Widerstandsbremsbetrieb in Verbindung mit
der erfindungsgemäßen Feldschwächung eingerichtet ist to
F i g. 2 den zeitlichen Verlauf der Zündsignale des Gleichstromstellers der Bremsschaltung nach Fig. 1,
F i g. 3 den zeitlichen Verlauf der Löschsignale des Gleichstromstellers der Bremsschaltung nach Fig. 1,
F i g. 4 den zeitlichen Verlauf der Zündsignale eines in Reihe mit der Erregerwicklung liegenden Thyristors in
der Bremsschaltung nach Fig. 1,
Fig. 5 den Anker- und Feldstrom der Gleichstrom-Reihenschlußmaschine
in Abhängigkeit von der Zeit bei der Bremsschaltung nach Fi g. 1,
Fig.6 eine Fahrschaltung zur Umschaltung in die erfindungsgemäße Bremssschaltung mit fünf Schaltern
als Umschaltmittel ausgerüstet ist, und
Fig. 7 eine zweite erfindungsgemäße Bremsschaltung,
die nach Betätigung der Umschaltmittel der Fahrschaltung gemäß F i g. 6 aus dieser hergeleitet ist.
In F i g. 1 ist eine Bremsschaltung für gemischten
Nutz- und Widerstandsbremsbetrieb eines an einem Gleichstrom-Fahrleitungsnetz betriebenen Triebfahrzeugs
(U-Bahn, Straßenbahn) dargestellt. Das Triebfahrzeug könnte aber z. B. auch aus einer Bordbatterie
als Gleichstromquelle gespeist sein. Es ist angenommen, daß der (nicht gezeigte) Fahr-Brems-Hebel des
Triebfahrzeugs in die Stellung »Bremsen« gebracht ist, und daß die Fahrschaltung des Triebfahrzeugs dadurch
(mittels nicht gezeigter stromlos schaltender Kontakte) in die dargestellte Bremsschaltung umgruppiert worden
ist. Infolge der Bewegung des Triebfahrzeugs arbeitet die mit der Antriebsachse gekoppelte Gleichstrom-Reihenschlußmaschine,
bestehend aus einer Ankerwicklung 2 und einer Reihenschluß-Erregerwicklung 4, generatorisch.
An der Ankerwicklung 2 liegt dadurch eine Ankerspannung ua-
Ankerwicklung 2 und Erregerwicklung 4 sind miteinander über eine Glättungsdrosselspule 20 und einen
Stabilisierungswiderstand 50 in Reihe geschaltet. Der Stabilisierungswiderstand 50 ist durch einen Schalter 51,
insbesondere ein Schaltschütz, überbrückbar. Dieser Schalter 51 wird in bekannter Weise bei gewissen
Betriebszuständen betätigt (DE-OS 23 29 146).
Zur Bremsschaltung gehört weiter ein Gleichstromsteller 8 mit einer positiven und einer negativen
Anschlußklemme 56 bzw. 57. Dieser erhält Zündsignale ζ 8 und Löschsignale /8 zugeführt Ein an dieser Stelle
einsetzbarer Gleichstromsteller ist beispielsweise aus der DE-PS 12 42 289 bekannt Er besteht im wesentlichen
aus einem steuerbaren Hauptventil, insbesondere einem Thyristor, und einer parallel dazu angeordneten
Löscheinrichtung. Der Gleichstromsteller 8 ist so angeordnet, daß ein Ankerstrom U auf dem Wege von
der Ankerwicklung 2 über die Glättungsdrosselspule 20, den Stabilisierungswiderstand 50 oder den zugeordneten
Schalter 51, die positive Anschlußklemme 56, den Gleichstromsteller8 und schließlich über die negative
Anschlußklemme 57 zurück zur Ankerwicklung 2 fließen kann.
Parallel zum Gleichstromsteller 8 liegt eine Reihenschaltung aus der Erregerwicklung 4 und einem
Thyristor 14. Die Erregerwicklung 4 ist dabei mit der positiven Anschlußklemme 56 des Gleichstromstellers 8
direkt verbunden. Dieser Thyristor erhäit Zündsignale ζ 14 zugeführt und wird jeweils von der Löscheinrichtung
des Gleichstromstellers 8 mitgelöscht
Parallel zur Erregerwicklung 4 liegi eine ungesteuerte
Freilaufdiode 16. Die ist so gepolt, daß der Erreger />
von der Erregerwicklung 4 über diese Freilaufdiode 16 direkt zurück zur Erregerwicklung 4 fließen kann. Die
Anode der Freilaufdiode 16 liegt dabei an der Anode des Thyristors 14.
Parallel zum Gleichstromsteller 8 liegt weiterhin in bekannter Weise (DE-OS 23 29 146) ein Bremszweig,
der aus der Serienschaltung eines Bremswiderstands 52 mit einem steuerbaren Bremsventil 53 besteht. Ms
Bremsventil 53 kann ebenfalls ein Thyristor herangezogen werden. Das Bremsventil 53 ist in Flußrichtung des
generatorischen Ankerstroms Ία gepolt. Die positive
Anschlußklemme 56 des Gleichstromstellers 8 ist über ein ungesteuertes Rücklaufventil 12a und eine Glättungsdrossel
58 mit der positiven Anschlußklemme 54 einer Gleichspannungsquelle 6 mit der Spannung U
verbunden. Die negative Anschlußklemme 57 des Gleichstromstellers 8 ist direkt mit der negativen
Anschlußklemme 55 einer Gleichspannungsquelle 6 mit der Spannung U verbunden. Ein Speicherkondensator
59 und die Glättungsdrossel 58 bilden zusammen ein LC-Filter. Diese aus der DE-OS 23 29 146 bekannte
Anordnung ist für den gemischten Nutz- und Widerstandsbremsbetrieb vorgesehen.
Während eines Bremsvorgangs wird je nach dem, ob die Gleichspannungsquelle 6 energieaufnahmefähig ist
oder nicht, entweder die generatorisch erzeugte Energie der Gleichstrom-Reihenschlußmaschine in die Gleichspannungsquelle
6 zurückgespeist (Nutzbremsung) oder im Bremswiderstand 52 in Wärme umgesetzt (Widerstandsbremsung).
Dieser Vorgang ist aus der DE-OS 23 29 146 bekannt und braucht daher nicht nochmals
erläutert zu werden. Für die weitere Betrachtung kann der Einfachheit halber zunächst davon ausgegangen
werden, daß das Bremsventil 53 ständig gezündet wird, daß also reiner Widerstandsbremsbetrieb vorliegt.
Die in Fig. 1 gezeigte Bremsschaltung ermöglicht es, beim Bremsen der Gleichstrom-Reihenschlußmaschine
?. 4 den Erregerstrom /Vunabhängig vom Ankerstrom Ία
einzustellen. Insbesondere bei hohen Drehzahlen ist man bestrebt, den Erregerstrom /V kleiner zu halten als
den Ankerstrom L (Feldschwächunel. Dadurch kann
man auch im oberen Drehzahlbereich jedes beliebige Bremsmoment, also insbesondere auch ein kleines
Bremsmoment, einstellen. Die dargestellte Bremsschaltung ermöglicht es darüber hinaus, die Feldschwächung
kotinuierlich, also ohne Stufen und auch ohne mechanische Schalter durchzuführen. Das ist nicht nur
bei einer Aussteuerung des Gleichstromstellers 8 nahe Null, sondern im gesamten Aussteuerungsbereich
möglich. Bei gemischten Nutz- und Widerstandsbremsbetrieb ist es daher möglich, stets die größtmögliche
generatorisch erzeugte Energie in die Gleichspannungsquelle 6 zurückzuspeisen.
In den Diagrammen der F i g. 2 bis 5 ist ein Beispiel für
die Steuerung der Bremsschaltung nach Fig. 1 dargestellt.
Der Gleichstromsteller 8 wird danach nach dem »Verfahren mit feststehendem Löschimpuls« gesteuert,
d. h. die Periodendauer T, mit der jeweils zum Zeitpunkt <3, /3' usw. Löschimpulse 18 an den Gleichstromsteilere
gegeben werden, ist konstant (Fig. 3), und das Einschaltverhältnis des Gleichstromstellers 8 wird durch
die Einschaltdauer mit Hilfe der Zündimpulse ζ8 des
Gleichstromstellers 8 beeinflußt (Fig. 2). Prinzipiell kann natürlich auch ein anderes Steuerverfahren
angewendet werden, z. B. das sogenannte »Verfahren mit feststehendem Hauptimpuls«.
Durch Veränderung des jeweiligen Zeitpunktes ti
der Zündimpulse ζ8 in bezug auf den jeweiligen Zeitpunkt 13 kann im wesentlichen der Mittelwert Ία des
Ankerstroms ΊΛ verändert werden. Durch die Veränderung
des jeweiligen Zündzeitpunkts /1 des Zündimpulses ζ 14 für den Thyristor 14 (Fig.4), der jeweils vor
dem Zeitzündpunkt f2 liegt, wird dagegen im wesentlichen der Mittelwert />
des Erregerstroms ;> eingestellt.
Die Feldschwächung wird nach den F i g. 2 bis 5 dadurch erreicht, daß kurz nach dem Zünden des
Thyristors 14 zum Zeitpunkt 11 das Hauptventil des
Gleichstromstellers 8 zum Zeitpunkt f 2 gezündet wird. Damit wird die Erregerwicklung 4 kurzgeschlossen.
Während der Einschaltphase des Gleichstromstellers 8
zwischen den Zeitpunkten 12 und 13 fließt ein Teil des
Ankerstroms U über die Erregerwicklung 4 und den Thyristor 14 und ein anderer Teil des Ankerstroms Ία
über den Gleichstromsteller 8. Während dieser Einschaltphase steigt der Ankerstrom Ία an. Nach dem
Erlöschen des Gleichstromstellers 8 und des Thyristors 14, was beides zum Zeitpunkt f3 erfolgt, fließt der
Erregerstrom /> über das Freilaufventil 16 weiter. Er nimmt dabei ab. Während dieser Zeit fließt gleichzeitig
der Ankerstrom /U nunmehr — über den Bremswiderstand 52; bei Nutzbremsung würde er stattdessen in die
Gleichspannungsquelle 6 fließen. Beim nächsten Zünden des Thyristors 14 zum Zeitpunkt 111 findet ein Teil
des Ankerstroms iA seinen Weg über die Erregerwicklung
4, und der Erregerstrom /f nimmt bis zum Zeitpunkt 12', dem Zünden des Gleichstromstellers 8, wieder zu.
In Fig.5 sind als gestrichelte waagerechte Linien
auch die Mittelwerte U und if eingezeichnet Es ist
erkennbar, daß durch geeignete Wahl der Zündzeitpunkte /1, ti' für den Thyristor 14 und der
Zündzeitpunkte ti, ti' für das Hauptventil des
Gleichstromstellers 8 das Verhältnis von Erregerstrom /> zu Ankerstrom iA kontinuierlich verändert werden
kann. Soll der Ankerstrom Ία gleich dem Erregerstrom /V
sein, so wird nur der Thyristor 14 gezündet. Die Löscheinrichtung des Gleichstromstellers 8 bleibt aber
auch in diesem Fall weiter in Betrieb, so daß der
ίο Thyristor 14 zu jedem beliebigen Zeitpunkt auch wieder
gelöscht werden kann.
In Fig.6 ist eine Fahrschaltung nach einer älteren
Anmeldung (Fig. 1 der DE-OS 27 09 099), dargestellt, allerdings durch einige Bauteile ergänzt, welche die
Umgruppierung in die erfindungsgemäß ausgebildete Bremsschaltung ermöglichen. Parallel zum Gleichstromsteller
8 liegt hier die Serienschaltung aus Bremswiderstand 52 und steuerbarem Bremsventil 53.
Die Anschlußpunkte des Gleichstromstellers 8 sind auch hier wieder mit 56,57 bezeichnet. Zur Umschaltung vom
Fahr- in den Bremsbetrieb, und umgekehrt, sind Umschaltmittel vorgesehen, die vorliegend aus fünf
Schaltern 71 bis 75 bestehen. Die vier Schalter 71 bis 74 dienen dabei zum Umpolen der Ankerwicklung 2. Die
beiden Schalter 71, 72 und die beiden Schalter 73, 74 werden dabei jeweils gemeinsam betätigt. Die jeweils
im Bremsbetrieb eingenommene Stellung ist angedeutet. Der Schalter 75 liegt in der negativen Leitung
zwischen dem Schalter 72 und dem Freilaufventil 12. Die
(hier geschlossenen) Schalter 71 und 72 liegen jeweils benachbart zur Ankerwicklung 2, und jeder (hier
geöffnete) Schalter 73, 74 überbrückt die Reihenschaltung aus der Ankerwicklung 2 und einem Schalter 71
bzw. 72. Zwischen dem Verbindungspunkt der beiden Schalter 72,75 einerseits und dem Anschlußpunkt 56 an
der Anode des Gleichstromstellers 8 andererseits liegt eine Reihenschaltung, bestehend aus einer Blockierdiode
62 und dem Stabilisierungswiderstand 50. Letzterer kann durch den Schalter 51 überbrückt werden. Die
Steueranordnung für den Gleichstromsteller 8 und den Thyristor 14 ist mit 10 bezeichnet.
Zum Umschalten vom Fahren ins Bremsen werden die fünf Schalter 71 bis 75 jeweils in die andere
Schaltsteilung überführt Die sich ergebende Bremsschaltung ist unter Weglassung der Schalter 71 bis 74 in
F i g. 7 dargestellt.
In der Bremsschaltung nach F i g. 7 ist im Vergleich
zur Bremsschaltung nach Fig. 1 das Rücklauf ventil 12, das aus dem Freilaufventil 12 der Fahrschaltung
hervorgegangen ist in der negativen Verbindungsleitung zwischen der Anschlußklemme 55 und dem
Anschlußpunkt 57 angeordnet Weiterhin wird hier zusätzlich ein zweites Rücklaufventil 62 eingesetzt das
aus der Blockierdiode 62 der Fahrschaltung hervorgegangen ist Dieses liegt zwischen der positiven
Anschlußklemme der Ankerwicklung 2 und dem Anschlußpunkt 56.
Die Funktion der Bremsschaltung nach Fig.7 ist
dieselbe wie diejenige der Bremsschaltung nach Fig. 1.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Schaltungsanordnung für die Bremsung einer Gleichstrom-Reihenschlußmaschine, bei der im Bremsbetrieb die von einer Freilaufdiode (16) überbrückte Reihenschluß-Erregerwicklung (4) in Reihe mit einem gegenüber der Ankerspannung (Ua) in Durchlaßrichtung gepolten Thyristor (14) parallel einerseits zum Anker (2) und andererseits dem an diesen angeschlossenen Bremsstromverbraucher (6, 52) liegt, wobei zur Steuerung des Bremsstroms der Thyristor (14) periodisch zünd- und löschbar ist und im Bereich kleiner Stromfühningszeiten selbsttätig ein Betrieb mit Feldschwächung erfolgt, gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
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DE1438020B2 (de) * | 1962-11-06 | 1973-06-20 | Licentia Patent Verwaltungs GmbH, 6000 Frankfurt | Anordnung zur speisung eines gleichstrom-reihenschlussmotors |
FR2040913A5 (de) * | 1969-04-14 | 1971-01-22 | Alsthom |
-
1977
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-
1978
- 1978-12-11 US US05/968,257 patent/US4264846A/en not_active Expired - Lifetime
- 1978-12-12 JP JP15457078A patent/JPS5489211A/ja active Pending
Also Published As
Publication number | Publication date |
---|---|
JPS5489211A (en) | 1979-07-16 |
DE2755246A1 (de) | 1979-06-13 |
US4264846A (en) | 1981-04-28 |
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