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DE2754405A1 - Strangfuehrung fuer eine stahlstranggiessanlage - Google Patents

Strangfuehrung fuer eine stahlstranggiessanlage

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Publication number
DE2754405A1
DE2754405A1 DE19772754405 DE2754405A DE2754405A1 DE 2754405 A1 DE2754405 A1 DE 2754405A1 DE 19772754405 DE19772754405 DE 19772754405 DE 2754405 A DE2754405 A DE 2754405A DE 2754405 A1 DE2754405 A1 DE 2754405A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
strand
strand guide
guide according
traverse
roller
Prior art date
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Ceased
Application number
DE19772754405
Other languages
English (en)
Inventor
Adolf Fuchs
Hans Riederer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
SMS Concast AG
Original Assignee
Concast AG
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Filing date
Publication date
Priority claimed from FR7636930A external-priority patent/FR2373343A1/fr
Priority claimed from CH319177A external-priority patent/CH604976A5/xx
Application filed by Concast AG filed Critical Concast AG
Publication of DE2754405A1 publication Critical patent/DE2754405A1/de
Ceased legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D11/00Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths
    • B22D11/12Accessories for subsequent treating or working cast stock in situ
    • B22D11/128Accessories for subsequent treating or working cast stock in situ for removing
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    • B22D11/16Controlling or regulating processes or operations
    • B22D11/20Controlling or regulating processes or operations for removing cast stock
    • B22D11/208Controlling or regulating processes or operations for removing cast stock for aligning the guide rolls

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Continuous Casting (AREA)

Description

CONCAST AG ZUERICH (SCHWEIZ)
Strangführung für eine Stahlstranggiessanlage
Die Erfindung betrifft eine Strangführung für eine Stahlstranggiessanlage zum Stützen eines teilweise erstarrten Stranges, bestehend aus mehreren in Stranglaufrichtung aufeinander folgenden Rollenpaaren, wobei die Lager mindestens einer Rolle auf einer parallel zur Rollenlängsachse verlaufenden Traverse angeordnet sind, diese Traverse gegen das Strangformat bestimmende Anschläge anstellbar ist und an ihren beiden Enden mit am Ständer und an einer Bewegungseinrichtung angelenkten Schwenkhebeln zusammenwirkt.
Beim Stranggiessen von Stahlsträngen, insbesondere von Brammensträngen, werden an Strangführungs-, Biege- und Treibrollen während des Stranggiessbetriebes hohe Anforderungen in bezug auf Festigkeit, Durchbiegung, Temperaturwechselbeständigkeit, Verschleiss etc. gestellt. In Störungsanfällen, beispielsweise bei Durchbrüchen, können in der Regel die Brammen nur mit wesentlich tieferer Temperatur und in durcherstarrtem Zustand aus der Strangführung ausgefördert werden. Solche Rollen werden dabei vielfach über ihre vorgesehende Belastungsgrenze beansprucht. Ein Verbiegen oder Brechen solcher Rollen ist oftmals die Folge.
Zur Erhöhung der Verfügbarkeit von Stranggiessanlagen werden im Rahmen des vorbeugenden Unterhaltes Strangführungselemente und/oder einzelne Rollen ausgetauscht, wobei es von besonderem Interesse ist, solche Unterhaltsarbeiten in einer kürzest möglichen Zeit ausführen zu können. Im weiteren ist es aber auch in einem Störungsfalle von Interesse, defekte Rollen raschmöglichst auswechseln zu können.
Es ist bekannt, Führungs-, Biege- und Treibrollen hydraulisch gegen die Strangoberfläche so anzustellen, dass bei Ueberlastung einer Rolle durch den Strang diese in Richtung vom Strang weg ausweichen kann. Beim Ein- und Ausbau solcher Rollen müssen je nach Konstruktion des
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Rollengerüstes entweder die mit den Pollenlagern zusammenwirkenden Hydraulikzylinder mit der Rolle entfernt werden oder es müssen Druckübertragungselemente, die mit den Rollen tragenden Traversen verbunden sind, von diesen gelöst werden. Beide genannten Konstruktionen erfordern eine aufwendige, in der Regel schlecht zugängliche Demontagearbeit. Im weiteren erfordern hydraulische Ueberlastsicherungen bei Strangführungsrollen für Brammenmaschinen bei den bekannten Anlagen mindestens je einen Hydraulikzylinder auf jeder Strangseite und verursachen dadurch hohe Herstellungskosten.
Es ist auch ein Stützführungsgerüst bekannt, bei welchem Lager mehrerer in Stranglaufrichtung sich folgender Rollen einer Rollenbahn auf parallel zu den Rollenlängsachsen verlaufenden Traversen angeordnet sind. Solche Traversen sind gegen die Strangdicke bestimmende Anschläge anstellbar. An ihren beiden Enden weisen diese Traversen Stützflächen auf, die mit an beidseits am Ständer angelenkten Schwenkhebeln zusammenwirken. Diese Schwenkhebel sind zum Verschwenken mit Bewegungseinrichtungen in Form von Spindeln verbunden. Bei dieser Vorrichtung soll eine Bewegung der Rolle während des Giessbetriebes quer zur geführten Strangoberfläche verhindert werden. Im weiteren sind Einrichtungen vorgesehen, die die vom Strang auf die Rollen einwirkende Kraft nicht auf die Bewegungseinrichtungen übertragen. Ein Ueberlastungsschutz ist bei diesen Rollen nijht vorhanden. Rollenverbiegungen, Rollenbrüche und durch üeberlast zerstörte Rollenlager sind somit nicht auszuschliessen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Strangführungsgerüst zu schaffen, das einerseits den Strangführungsrollen einen selbsttätig wirkenden Ueberlastschutz gewährleistet, einen einfachen und kostengünstigen Aufbau aufweist, pro abgestützter Rolle höchstens eine Kraftquelle benötigt und gleichzeitig einen einfachen Ein- und Ausbau von Strangführungsrollen ermöglicht.
Gemäss der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass die Bewegungseinrichtung aus einer, die beiden Schwenkhebel verbindenden Kraftquelle besteht, die eine im wesentlichen parallel zu den Rollenachsen auf beide Schwenkhebel wirkende Kraftkomponente aufbringt und dabei die Traverse elastisch gegen die Anschläge in Richtung zum
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Strang hin anstellt, sowie von den Anschlägon eine selbsttätige Bewegung bei einer vorbestimmten der Traverse zugeordneten Lastgrenze zulässt.
Die erfindungsgemässe Strangführung löst die kombinierte Aufgabe auf vorteilhafte Weise. Ein Schutz der Rollen gegen Ueberlast ist gewährleistet, woraus ein geringer Rollenverschleiss, eine genauere Strangführung mit entsprechender Qualitätsverbesserung des Produktes und geringere Unterhaltskosten resultieren. Im weiteren ist ein rascher und einfacher Aus- und Wiedereinbau der Rollen sichergestellt, weil Druckmittelzylinder mit dem entsprechenden Schwenkhebel verbunden bleiben und zugehörige Druckmittelleitungen nicht gelöst werden müssen. Daraus ergibt sich eine Verkürzung der Unterhaltsarbeiten an der Stranggiessanlage. Der einfache und kostengünstige Aufbau der erfindungsgemässen Strangführung wirkt sich in einer wesentlich verminderten Anzahl von Kraftquellen und entsprechend weniger Zu- und Abführleitungen aus.
Die Schwenkhebel können auf verschiedene Weise mit der Traverse in Wirkverbindung stehen. Eine vorteilhafte Lösung stellt dabei eine Anlenkung der beiden Schwenkhebelan der Traverse mittels Bolzen dar.
Eine weitere Ausbildung einer Wirkverbindung zwischen den Schwenkhebeln und der Traverse ergibt sich nach einem weiteren Merkmal der Erfindung dadurch, dass die Traverse mit gegenüber der Rollenlängsachse geneigten Gleitflächen ausgerüstet ist und Pressflächen an de.i Schwenkhebeln mit diesen Gleitflächen zusammenwirken.
Der Winkel zwischen den geneigten Gleitflächen an den Traversen und der Rollenlängsachse ist frei wählbar. Eine besonders vorteilhafte Lösung in Bezug auf das durch diesen Winkel sich ergegende Kräftedreieck für die Anstellkraft der elastisch wirkenden Kraftquelle ergibt sich, wenn die geneigten Gleitflächen einen Winkel von 45 zur Rollenlängsachse bilden.
Der Reibungswiderstand zwischen den Press- und Gleitflächen kann verkleinert und gleichzeitig die Ausbildung des Schwenkhebels weiter vereinfacht werden, wenn die Schwenkhebel mit Pressrollen versehen sind. 809824/0758
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In bestimmten Betriebsfaller., wie beispielsweise beim Ausfördern erkalteter, bogenförmiger Strangstücke bei Bogenanlagen kann es notwendig sein, die beiden gegenüberliegenden Strangbahnen um beispielsweise 200 bis 500 mm zu öffnen. Um ein solches Oeffnen mittels der vorhandenen Einrichtungen wie Schwenkhebel, Traverse und Pressrolle durchführen zu können, empfiehlt die Erfindung, dass die Traverse anschliessend an die geneigten Gleitflächen mit hakenartigen Vorsprüngen versehen ist.
Bei Traversen, die zwei und mehr Rollen tragen, sind Kippbewegungen der Traversen unvermeidlich. Bei solchen Kippbewegungen verschwenken aber auch die geneigten Gleitflächen. Um die Flächenpressung zwischen den Gleitflächen an den Traversen und den Pressflächen der Schwenkhebel auch bei gekippter Traverse konstant halten zu können, empfiehlt die Erfindung, dass die geneigten Gleitflächen an Gleitschuhen vorgesehen sind, die mittels parallel zu der Rollenlängsachse angeordneten Drehachsen an der Traverse angelenkt sind.
Die Hubhöhe der Traverse quer zur Rollenlängsachse ist durch die Hublänge der Kraftquelle begrenzt. In Störungsfällen kann es von Vorteil sein, wenn beispielsweise ein Ausweichen der Rolle vom Strang weg über 100 mm und mehr möglich ist, ohne dass Demontagearbeiten oder Kraftquellen mit entsprechend langen Hubwegen notwendig sind. Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung kann dies dadurch erreicht werden, dass an die geneigten Gleitflächen quer zur Rollenlängsachse verlaufende zusätzliche Gleitflächen anschliessen.
Eine weitere Ausbildung einer Wirkverbindung zwischen den Schwenkhebeln und der Traverse ergibt sich nach einem zusätzlichen Merkmal der Erfindung dadurch, dass die Schwenkhebel mit Presskörpern versehen sind, die mit im wesentlichen horizontal angeordneten Abstützflächen an der Traverse zusammenwirken.
Als eine vorteilhafte Lösung empfiehlt die Erfindung, die Schwenkhebel mit kugeligen oder zylindrischen Presskörpern zu versehen. Um jedoch die Flächenpressung an den Press- und Gleitflächen niedrig halten zu können, kann es zweckmässig sein, dass an den Schwenkhebeln angelenkte Supporte mit kardanisch gelagerten Presskörpern vorgesehen
sind. 809824/0758
Die notwendige Kraft der elastisch wirkenden Kraftquelle zum Stützen, Biegen, Richten und Antreiben des gegossenen Stranges lässt sich nach einem weiteren Merkmal der Erfindung verkleinern, wenn die wirksame Hebellänge des Schwenkhebels zwischen der Anlenkung am Ständer und der Abstützung der Traverse kleiner ist als die wirksame Hebellänge zwischen der Anlenkung am Ständer und der Anlenkung an die Kraftquelle. Durch diese Massnahme können speziell bei breiten Brammenformaten die Strangführungsgerüste weiter verbilligt werden. Auch ermöglicht diese Massnahme die Anwendung kleinerer Kraftgeräte oder beispielsweise niedriger Hydraulikdrücke, wie sie bei Verwendung einer Wasserhydraulik erforderlich sind.
Als Kraftquelle kann beispielsweise jede elastisch wirkende Pufferoder Dämpfervorrichtung wie beispielsweise mit elastischen Massen gefüllte Zylinder, Federpakete etc. verwendet werden. Mit Vorteil wird als Kraftquelle ein Druckmittelzylinder vorgesehen. Um bei Verwendung von Oelhydraulik DruckmittelVerluste zu verhüten, kann beispielsweise eine mit einem Druckübersetzer ausgerüstete pressluftgesteuerte Hydraulik angewendet werden.
Die horizontale Lagerung von schweren Hydraulikzylindern kann auf Dichtungsmanschetten, die den Zylinderhohlraum gegenüber der Kolbenstange abdichten, einen ungleichen Druck über den Umfang der Manschette verursachen und dadurch ungleichmässigen Verschleiss an den Manschetten und Kolbenstangen erzeugen. Diese Nachteile können behoben werden, wenn der Druckmittelzylinder etwa in seinem Schwerpunkt am Schwenkhebel angelenkt ist.
Im nachfolgenden werden anhand von Figuren Ausführungsbeispiele beschrieben .
Dabei zeigen: Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch eine Strangführung, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II gemäss Fig.l, Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III gemäss
Fig. 1,
Fig. 4 einen teilweise dargestellten Vertikalschnitt eines weiteren Beispieles einer Strangführung, Fig. 5 ein weiteres Beispiel einer Strangführung teilweise in Ansicht und teilweise im Schnitt,
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Fig. 6 ein teilweise dargestellter Vertikalschnitt eines zusätzlichen Beispieles und
Fig. 7 ein weiteres Beispiel einer Strangführung teilweise in Ansicht und teilweise im Schnitt.
In den Fig. 1 bis 3 ist mit 1 ein teilweise erstarrter Brammenstrang in einer Strangführung einer Stahlstranggiessanlage dargestellt. Auf einem Ständer 2 sind über Lager 3 untere Rollen 5 befestigt. Solche untere Rollen 5 können sich beispielsweise aber auch über Druckmittelzylinder auf dem Ständer 2 abstützen, wenn eine elastische Rollenabstützung erwünscht ist. Auf der Strangoberseite sind Rollen 4 über Lager 6 mit einer Traverse 8 verbunden, die im wesentlichen parallel zur Rollenlängsachse 9 verläuft. Bei Stranggiessanlagen für sehr breite Brammenstränge können die Rollen 5 bzw. 4 auch mit drei und mehr Lagern am Ständer 2 bzw. an der Traverse 8 abgestütztwerden. Die Traverse 8 ist entlang von quer zurgeführten Oberfläche des Stranges 1 angeordneten Führungen 11 am Ständer 2 bewegbar. An beiden Enden der Traverse 8 sind geneigte Gleitflächen 12 an Gleitschuhen 7 angebracht. Diese Gleitfläche^ 12 stehen in Wirkverbindung mit Schwenkhebeln 13, die mittels Bolzen 14 am Ständer 2 angelenkt sind. Die beiden mit der Traverse 8 zusammenwirkenden Schwenkebel 13 sind über einen Zuganker 15 mit einer Bewegungseinrichtung verbunden, die in diesem Beispiel aus einer Kraftquelle 16 in Form einer Koloenzylindereinheit besteht. Die Kraftquelle 16 verbindet beide Schwenkhebel 13 und bringt auf diese eine im wesentlichen parallel zu den Rollenachsen 9 wirkende Kraftkomponente auf. Die Schwenkhebel 13 sind mit je einem angelenkten Support 18 versehen, deren Pressflächen 19 mit den Gleitflächen 12 der Traverse 8 zusammenwirken. Die geneigten Gleitflächen 12 sind in einem Winkel 21 von 45 zu der Rollenlängsachse 9 angeordnet. Die Gleitschuhe 7 sind mittels parallel zu den Rollenlängsachsen 9 angeordneten Drehachsen 10 an die Traverse 8 angelenkt. Diese Anlenkung ermöglicht eine selbsttätige Einstellung der Gleitschuhe auf die Pressflächen 19, wenn die Traverse 8 bei Ueberbelastung nur einer Rolle 4 eine Kippbewegung ausführt.
Die Wirkungsweise dieser Strangführung ist wie folgt: Die Traverse 8 wird über die Schwenkhebel 13 und die Supports 18 mittels der Kraftquelle 16 elastisch gegen Anschläge 22 in Richtung zum
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Strang hin angestellt. Dia in der Kraftquelle erzeugte Kraft ist so bemessen, dass der ferrostatische Druck des flüssigen Kernes des Stranges 1 abgestützt werden kann. Wirken in einem Störungsfalle wie beispielsweise beim Ausfördern eines durcherstarrten Stranges grössere Kräfte vom Strang auf die Rolle 4 bzw. auf die Traverse 8, so lässt die Kraftquelle 16 eine selbsttätige Bewegung bei einer vorbestimmten, der Traverse 8 zugeordneten Lastgrenze zu. Dabei gleiten unter Verschwenkung der Schwenkhebel 13 um die Achsbolzen die Supporte 18 entlang den geneigten Gleitflächen 12. Die Traverse 8 hebt sich dabei von den Anschlägen 22 ab. Die Rollen 4 sind somit gegen Ueberlast abgesichert. Nach dem Abklingen der Ueberlast setzt sich die Traverse 8 wieder auf die Anschläge 22 ab. Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, sind zwei Rollen 4 an der Traverse 8 angeordnet. Durch entsprechende Ausbildung der mit den Führungen 11 zusammenwirkenden Führungsflächen 24 an der Traverse 8 wird ein Kippen der Traverse 8 ermöglicht, so dass jede der beiden Rollen 4 für sich allein vom ihr zugeordneten Anschlag 22 abheben kann.
Zum Ausbauen der Rollen 3, 4 werden beide Schwenkhebel 13 durch die Kraftquelle 16 nach aussen verschwenkt. Ein Bolzen 25 wird entfernt, damit der Zuganker 15 in eine etwa vertikale Lage gebracht werden kann. Die Traverse 8 liegt nun frei und kann mittels einem Kran aus der Strangführung ausgehoben werden. Anschliessend kann, wenn erwünscht, die untere Rolle 5 ausgebaut werden. Der Wiedereinbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge.
In Fig. 4 ist eine Traverse 34 nur mit einer einzigen Rolle 4 versehen. Anstelle des Supports 18 ist eine Pressrolle 30 am Schwenkhebel 13 angeordnet. Im weiteren besitzt diese Traverse 34 anschliessend an die geneigten Gleitflächen 31 hakenartige Vorsprünge 33, die den Pressrollen 30 ein Einhängen und beim Verschwenken der Schwenkhebel 13 ein Anheben dieser Traverse 34 erlauben. Durch einen Pfeil ist scheaiatisch eine zweiseitig wirkende Kolfoenzylindereintieit 35 dargestellt. Verschwenkt der Schwenkhebel 13 in Fig. 3 um die am Ständer angelenkte Achse 14 nach links, so hängt sich die Pressrolle 30 in den hakenartigen Vorsprung 33 ein und hebt die Traverse 34 an. Bei einer Verschwenkung des Schwenkhebels 13 nach rechts senkt sich die Traverse auf den Anschlag 22 ab.
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An die Gleitflächen 31 schJiesse" sich quer zur Rollenlängsachse 9 verlaufende zusätzliche Gleitflächen 36 an. Hebt sich die Traverse 34 beispielsweise durch eine Strangdeformation vom Anschlag 22 genügend weit ab, so gleitet die Pressrolle 30 über die Abrundung 39.
Durch Masslinien sind die wirksamen Hebellängen 37 und 38 des Schwenkhebels 13 zwischen der Anlenkung am Ständer 2 und der durch Pfeil dargestellten Kolbenzylindereinheit 35 bzw. zwischen der Anlenkung am Ständer 2 und der Pressrolle 30 veranschaulicht. Die in der Kolbenzylindereinheit 35 zu erzeugende Kraft: kann in einem durch die Konstruktion gegebenen Rahmen durch Bestimmung des Verhältnisses der beiden wirksamen Hebellängen 37 und 38 frei gewählt werden, um die für ein bestimmtes Strangformat erforderliche Anstellkraft auf die Traverse 34 aufzubringen.
Anstelle einer Kolbenzylindereinheit kann beispielsweise auch eine Feder als elastisch wirkende Kraftquelle 16 eingesetzt werden. Zum Ausgleich einer durch eine Federkennlinie veränderlichen Krafteingabe auf die Schwenkhebel 13 kann die geneigte Gleitfläche 12 als Kurvenbahn ausgebildet werden. Dadurch lässt sich auch mit Federkraft eine gleichmässige Anstellkraft mindestens über einen ersten Teilbereich des Anstellweges vom Anschlag 22 weg erreichen.
In Fig. 5 ist eine mit einer oder mehreren Rollen 40 verbundene Traverse 41 mit im wesentlichen parallel zur geführten Strangoberfläche
42 angeordneten Abstützflächen 43 ausgerüstet. Diese Abstützflächen
43 wirken mit Presskörpern 44 zusammen, die an Schwenkhebeln 45 befestigt sind. Die Presskörper 44 besitzen kugelförmig ausgebildete Pressflächen. Sie können aber beispielsweise auch eine zylindrische Oberfläche aufweisen. Es ist auch denkbar, dass die Abstützfläche kugelförmig ist und der Presskörper 44 eine ebene Press fläche aufweist.
Ein Druckmittelzylinder 47 ist in seinem Schwerpunkt am Schwenkhebel 45' aufgehängt. Die Traverse 41 ist beidseits mit je einer Führung 48 versehen, die entlang von quer zur geführten Strangoberfläche 4 2 angeordneten Führungsbahnen 49 am Maschinenständer 50 gleiten.
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Zur ferngesteuerten Formateinstellung ist dieses Stützführungsgerüst mit einem elektrischen Verstellantrieb versehen, der über eine Kardanwelle 52 ein Schneckengetriebe 53 antreibt. Zur Steuerung des Verstellantriebes und zur genauen Kontrolle der Lage der Traverse 41 ist ein induktiver Weggeber 55 angeordnet.
In Fig. 6 ist ein Presskörper 62 in Wirkverbindung mit einer Traverse 63 dargestellt. Durch die beiden Bolzen 64 und 65 ist dieser Presskörper 62 über einen Support 61 an einem Schwenkhebel 60 kardanisch angelenkt.
In Fig. 7 sind an beidseits an einem Maschinenständer 70 angeordneten Säulen 71 Schwenkhebel 72 mittels Bolzen 73 angelenkt. Ein Kraftgerät 7 5 und Lenker 81 sind durch Bolzen 77 bzw. 78 mit den Schwenkhebeln 72 verbunden. Die Lenker 81 sind beidseits einer Traverse 76 über eine sphärische Lagerung 79 und Lagerzapfen 80 mit der Traverse 76 verbunden. An Führungsflächen 83 der Säulen 71 sind die Lenker 81 geführt. Wenn die Traverse 76 beispielsweise mit vier in Stranglaufrichtung sich folgenden Rollen 84 ausgerüstet ist, ist eine Kippbewegung der Traverse 76 um die Lagerzapfen 80 möglich. Durch Anschläge 86, die mit den Lenkern 81 zusammenwirken, kann die Kippbewegung der Traverse 76 in einem gewünschten Ausmass begrenzt werden.
Das Verhältnis der Hebellängen 88 zu 89 übersetzt die durch das Kraftgerät 75 erzeugte Anstellkraft. Mit der übersetzten Kraft werden Abstützflächen 91 der Traverse 76 gegen auswechselbare Anschläge 92 angestellt.
Die vorgeschlagene Strangführung kann sowohl im Sekundärkühlteil einer Strangführung als auch in Treib-, Biege- und Richtaggregaten eingesetzt werden.
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Claims (14)

PATENTANSFRUECHE
1. Strangführung für eine Stahlstranggiessanlage zum Stützen eines teilweise erstarrten Stranges, bestehend aus mehreren in Stranglaufrichtung aufeinander folgenden Rollenpaaren, wobei die Lager mindestens einer Rolle auf einer parallel zur Rollenlängsachse verlaufenden Traverse angeordnet sind, diese Traverse gegen das Strangformat bestimmende Anschläge anstellbar ist und an ihren beiden Enden mit am Ständer und an einer Bewegungseinrichtung angelenkten Schwenkhebeln zusammenwirkt, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungseinrichtung aus einer, die beiden Schwenkhebel (13, 45, 60, 72) verbindenden Kraftquelle (16, 35, 47, 75) besteht, die eine im wesentlichen parallel zu den Rollenachsen (9) auf beide Schwenkhebel (13, 45, 60, 72) wirkende Kraftkomponente aufbringt und dabei die Traverse (8, 34, 41, 63, 76) elastisch gegen die Anschläge (22, 92) in Richtung zum Strang (1) hin anstellt, sowie von den Anschlägen (22, 92) eine selbsttätige Bewegung bei einer vorbestimmten der Traverse (8, 41, 63, 76) zugeordneten Lastgrenze zulässt.
2. Strangführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkhebel (72) an der Traverse (76) mitteis Bolzen (78) angelenkt sind.
3. Strangführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Traverse (8, 34) mit gegenüber der Rollenlängsachse (9) geneigten Gleitflächen (12, 31) ausgerüstet ist und Pressflächen (19) an den Schwenkhebeln (13) mit diesen Gleitflächen (12, 31) zusammenwirken .
4. Strangführung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die geneigten Gleitflächen
längsachse (9) bilden.
geneigten Gleitflächen (12, 31) einen Winkel von 45° zur Rollen-
5. Strangführung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkhebel (13) mit Pressrollen (30) versehen sind.
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6. Strangführung nach e:.nem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Traverse (34) anschliessend an die geneigten Gleitflächen (31) hakenartige Vorsprünge (33) aufweist.
7. Strangführung nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die geneigten Gleitflächen (12) an Gleitschuhen (7) vorgesehen sind, die mittels parallel zu der Rollenlängsachse (9) angeordneten Drehachsen (10) an der Traverse (8) angelenkt sind.
8. Strangführung nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass sich an die geneigten Gleitflächan (31) quer zur Rollenlängsachse (9) verlaufende zusätzliche Gleitflächen (36) anschliessen.
9. Strangführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkhebel (45) mit Presskörpern (44) versehen sind, die mit im wesentlichen parallel zur geführten Strangoberfläche (42) angeordneten Abstützflächen (43) an der Traverse (41) zusammenwirken.
10. Strangführung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkhebel (45) mit kugelförmigen oder zylindrischen Presskörpern (44) versehen sind.
11. Strangführung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass Presskörper (62) mit Pressflächen an den Schwenkhebeln (60) kardanisch angelenkt sind.
12. Strangführung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekermzeichnet, dass die wirksame Hebellänge {38} des Schwenkhebels<13) zwischen der Anlenkung am Ständer und der Abstützung der Traverse (34) kleiner ist als die wirksame Hebellänge (37) zwischen der Anlenkung am Ständer und der Anlenkung an die Kraftquelle (35).
13. Strangführung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass als Kraftquelle (16, 35, 47, 75) ein Druckmittelzylinder (47) vorgesehen ist.
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14. Strangführung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckmittelzylinder (47) etwa in seinem Schwerpunkt am Schwenkhebel 45' angelenkt ist.
CONCAST AG
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DE19772754405 1976-12-08 1977-12-07 Strangfuehrung fuer eine stahlstranggiessanlage Ceased DE2754405A1 (de)

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