DE2752920A1 - Verfahren zur herstellung von epoxiden - Google Patents
Verfahren zur herstellung von epoxidenInfo
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- DE2752920A1 DE2752920A1 DE19772752920 DE2752920A DE2752920A1 DE 2752920 A1 DE2752920 A1 DE 2752920A1 DE 19772752920 DE19772752920 DE 19772752920 DE 2752920 A DE2752920 A DE 2752920A DE 2752920 A1 DE2752920 A1 DE 2752920A1
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Description
Γ Π
- 3 - A3GW318O4
Verfahren zur Herstellung von Epoxiden
A k ζ ο GmbH
Wuppertal
Wuppertal
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung
von Epoxiden (Oxiranen) durch Umsetzung von Verbindungen, die eine oder mehrere olefinische Doppelbindungen
enthalten mit Peressigsäure. Die Epoxidation mit Persäuren wurde bislang in der Weise durchgeführt, daß zunächst die
Perverbindung hergestellt wurde, die durch Destillation
frei von reduzierenden und zersetzenden Stoffen, wie z.B. Aldehyden und Schwermetallspuren isoliert und schließlich mit der olefinischen Verbindung umgesetzt wurde (vgl.
Ullmanns Encyklopädie der technischen Chemie, 4. Auflage, Band 10, Seite 563 ff, Verlag Chemie, Weinheim/Bergstr.
1975). Dieses Verfahren ist insofern nachteilig, als die
Reingewinnung der Persäure mit der Gefahr einer Explosion verbunden ist. Auf die Reinigung der Peressigsäure, ve1ehe durch Oxidation von Acetaldehyd mittels Sauerstoff hergestellt wird, kann deshalb nicht verzichtet werden, weil
der unumgesetzte Acetaldehyd mit der Peressigsäure in einer Redoxreaktion zur Essigsäure umgesetzt wird.
frei von reduzierenden und zersetzenden Stoffen, wie z.B. Aldehyden und Schwermetallspuren isoliert und schließlich mit der olefinischen Verbindung umgesetzt wurde (vgl.
Ullmanns Encyklopädie der technischen Chemie, 4. Auflage, Band 10, Seite 563 ff, Verlag Chemie, Weinheim/Bergstr.
1975). Dieses Verfahren ist insofern nachteilig, als die
Reingewinnung der Persäure mit der Gefahr einer Explosion verbunden ist. Auf die Reinigung der Peressigsäure, ve1ehe durch Oxidation von Acetaldehyd mittels Sauerstoff hergestellt wird, kann deshalb nicht verzichtet werden, weil
der unumgesetzte Acetaldehyd mit der Peressigsäure in einer Redoxreaktion zur Essigsäure umgesetzt wird.
Es wurde nun ein Verfahren gefunden, bei welchem die gefährliche Reindestillation der Peressigsäure entfällt.
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Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur
Herstellung eines Epoxide aus einem Olefin nit einem Siedepunkt
oberhalb 40 0C bei 1 bis 15 bar durch Oxydation von Acetaldehyd mittels Sauerstoff oder einem Sauerstoff enthaltenden
Gas zur Peressigsäure in einem organischen Lösungsmittel und in Gegenwart eines Echwermetall-Oxydationskatalysators und
anschlieCender Epoxydation des Olefins mittels der Peressigsäure bei Temperaturen von 50 bis 150 0C, gegebenenfalls unter
einem Druck bis zu 15 bar. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß man das bei der Oxydation des Acetaldehyde anfallende
acetaldehyd-, lösungsmittel-und katalysatorhaltige Peressigsäure-Reaktionsgemisch mit einem Olefin oder der Lösung
eines Olefins in einem organischen Lösungsmittel in Gegenwart eines Komplexierungsmittels und gegebenenfalls eines Epoxydationsmittels
umsetzt und währenddessen unter Durchleiten eines Inertgases unumgesetzten Acetaldehyd, Lösungsmittel und
teilweise Essigsäure abdestilliert.
Nach einer bevorzugten AusfUhrungeform des erfindungsgemäßen
Verfahrens wird das Peressigsäure-Reaktionsgemisch auf
-10 bis +10 0C abgekühlt, das Komplexlerungsmittel und ge
gebenenfalls der Epoxydationskatalysator dem Peressigsäure Reaktionsgemisch oder dem Olefin bzw. der Olefin-Lösung zu
gefügt und das Peressigsäure-Reaktionsgemisch allmählich dem auf Epoxydationsbedlngungen gehaltenen Olefin bzw. der Olefin-Lösung zudosiert.
Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrene wird das Olefin bzw. die Olefin-Lösung und
gleichzeitig das Pereselgsäure-Reaktionsgemisch kontinuierlich
in einen auf Epoxydationsbedlngungen gehaltenen Reaktor eindosiert, unter Durchleiten eines Inertgases kontinuierlich
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unumgesetzter Acetaldehyd, Lösungsmittel und teilweise Essigsäure abdestilliert und kontinuierlich das flüssige epoxidhaltige Reaktionsgemisch aus dem Reaktorsumpf abgezogen.
Die erste Verfahrensstufe, d. h. die Oxydation des Acetaldehyde
mit Sauerstoff oder Sauerstoff enthaltenden Gasen, wie Luft, zu Peressigsäure erfolgt nach bekannten Verfahren, bei welchen
der mit einem Lösungsmittel verdünnte Acetaldehyd mit Sauerstoff oder Luft umgesetzt wird. Diesbezüglich wird auf D. Swern,
Chemical Reviews, Vol. 45 (1949), Seiten 5 bis 8 verwiesen. In der Technik wird die Reaktion in Gegenwart eines Katalysators
bevorzugt. Hierzu wird beispielsweise auf die DT-AS 11 65 verwiesen.
Als Katalysatoren eignen sich beispielsweise FeCl3, Fe(NO3)-,
Co(NO3)j» Co(CH3COO)2 und Molybdänacetonylacetonat. Die
Eisen- und Kobaltsalze unterscheiden sich hinsichtlich Umsatz und Selektivität praktisch nicht, die Selektivität bezüglich
der Peressigsäure-Bildung beträgt über 90 %, der Aldehyd-Umsatz ca. 60 %.
Der Katalysator wird in üblichen Mengen eingesetzt, beispielsweise in Mengen von 0,001 bis 0,01 Gewichtsprozent, bezogen
auf Acetaldehyd.
Die Oxydation wird bei den hier üblichen Temperaturen durchgeführt, beispielsweise bei 0 bis 30 0C, vorzugsweise zwischen
0 und 20 0C. Die Reaktionszeiten betragen üblicherweise
30 bia 120 Minuten.
Als Lösungsmittel werden bei der Oxydation des Acetaldehyde Aceton, Easigeeter, Chlorbenzol, Methylethylketon, Essigsäure
oder Methylenchlorid, vorzugsweise Aceton oder Essigester eingesetzt.
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Die Menge an Lösungsmittel wird so gewählt/ daß die Konzentration des Acetaldehyde im Oxydationsgemlsch im Bereich von
5 bis 40 %, vorzugsweise im Bereich von IO bis 20 % liegt.
Erfindungswesentlich ist, daß das bei der Oxydation des
Acetaldehyds erhaltene Reaktionsgemisch nicht aufgearbeitet wird, um reine Peressigsäure abzutrennen, sondern das Olefin
wird mit dem acetaldehyd-, lösungsmittel- und katalysatorhaltigen Reaktionsgemisch umgesetzt. Währenddessen wird kontinuierlich
der größte Teil des organischen Lösungsmittels sowie teilweise die gebildete Essigsäure sowie der unumgesetzte
Acetaldehyd unter Zusatz von Inergas abdestilliert. Dies ist selbstverständlich nur dann möglich, wenn die Siedepunkte
der inerten organischen Lösungsmittel und des Acetaldehyds unter den Bedingungen der Epoxydation niedriger liegen
als der Siedepunkt ds3 für die Epoxidation eingesetzten
Olefins. Demzufolge ist das erfindungsgemäße Verfahren nur für die Umsetzung solcher Olefine geeignet, deren Siedepunkt
unter den hier in Betracht zu ziehenden Epoxidations-Bedingungen höher liegt als der Siedepunkt des Acetaldehyds. Die Auswahl
eines geeigneten inerten organischen Lösungsmittels richtet sich selbstverständlich nach dem Siedepunkt des zu epoxidierenden
Olefins, d. h. der Siedepunkt des organischen Lösungsmittels muß unter den Bedingungen der Epoxidation niedriger liegen als
der Siedepunkt des Olefins..
Olefine, die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren epoxidiert
werden können, sind normal-Alkene, iso-Alkene, substituierte
Alkene, Öle, ungesättigte Fettsäuren und Polyolefine mit mittel- und/oder endständigen Doppe!verbindungen. Als Beispiel«
derartiger Alkene seien die folgenden genannt:
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Hexen-1, Octen-1, Decen-1, Undecen-1, Dodecen-1, Octadecen-1,
Polycyclopentadien, Polybutadien-1,2 und/oder Polybutadien-1.4,
Allylchlorid/ Propylentrimer, Leinöl und ölsäure. Alle diese
Olefine besitzen Siedepunkte, welche höher liegen als der Siedepunkt des Acetaldehyde. Beispiele für Olefine, welche
nach dem erfindungsgemäßen Verfahren nicht umgesetzt werden
können, weil ihr Siedepunkt niedriger liegt als der Siedepunkt des Acetaldehyde, sind Athen, Propen und die Butene.
Die Epoxidation erfolgt bei Temperaturen im Bereich von 5O bis 150 0C, vorzugsweise bei 80 bis 110 0C und bei Drücken
im Bereich bis zu 15 bar. Die Epoxidation wird dann unter Druck durchgeführt, wenn ein vergleichsweise niedrig siedendes
Lösungsmittel eingesetzt wird, was dann erforderlich ist, wenn die zu epoxidierende olefinische Verbindung ebenfalls
vergleichsweise niedrig siedet.
Geeignete Lösungsmittel sind beispielsweise Aceton, Essigester,
Methylenchlorid, Methylchlorid, Chlorbenzol und Methyläthylketon. Aue ökonomischen und verfahrenstechnischen
Gründen wird bei der Epoxydation dasselbe Lösungsmittel verwendet wie bei der Oxydation des Acetaldehyde, vorzugsweise
Aceton oder Essigester.
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In der folgenden Tabelle werden beispielhaft einige der möglichen und zweckmäßigen Vacfahrensparameter zusammengestellt:
Alken | Temperatur | Druck | Lösungsmittel |
<°c> | (bar) | ||
Hexen-1 | 90 - 100 | 12 | Methylenchlorid |
Octen-1 | 90 - 100 | 3 | Aceton |
Decen-1 | 90 - 100 | 1 | Essigester |
Polybutadien-1.2 | 90 - 100 | 1 | m |
Polybutadien-1.4 | 90 - 100 | 1 | H |
Octadecen-1 | 90 - 100 | 1 | N |
Undecen-1 | 90 - 1OO | 1 | M |
Propylen-triraer | 90 - 100 | 1 | ■ |
ölsäure | 90 - 100 | 1 | ■ |
Leinöl | 90 - 100 | 1 | N |
Allylchlorid | 90 - 100 | 15 | Methylenchlorid |
Sowohl zur Komplexierung der aus der Oxydation des Aldehyds
zur Persäure enthaltenen Schwermetall-Katalysatoren als auch zur Verhinderung der Persäurezersetzung durch Wandreaktion
mit metallischen Werkstoffen (s. M. Andoh et.al. Nippon Kagaku Kai Shi (1975), Nr. 8, 1383) wird in der Epoxydierungsstufe ein Komplexicrungsmlttel eingesetzt. Geeignete
Komplexlerungsmlttel sind z.B. Polyphosphorsäure, Pyromellithsäure und PyridincarbonsSuren.
Gewünschtenfalls kann bei der Epoxydation einer der üblichen
Epoxydationskatalysatoren eingesetzt werden. Hierzu zählen beispielsweise Schwefelsäure, Tr!fluoressigsäuren Wolfram'
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und Molybdän-Säure, Alkansulfonsäuren, Kationenaustauschharze und Zinkphosphat. Die als Komplexierungsmittel wirksamen Verbindungen Polyphosphoraäure und Pyromellithsäure
haben ebenfalls einen auf die Epoxidation katalytischen Einfluß.
Die Epoxydationskatalyeatoren bzw. Komplexierungsmittel werden
in Mengen von 0,01 bis 1 Gewichtsprozent, vorzugsweise in Mengen von 0,1 bis 0,3 Gewichtsprozent, bezogen auf die
Persäure, eingesetzt.
Vorzugsweise werden bei der Epoxydation als Komplexierungsmittel und Epoxydationskatalysatoren Polyphosphorsäure oder
Pyromellithsäure oder als Epoxydationskatalysator Schwefelsäure und als Komplexierungsmittel eine Pyridincarbonsäure
verwendet.
Im Gegensatz zum bekannten Verfahren verbleibt der bei der Oxidation des Acetaldehyde eingesetzte Katalysator im
Epoxidations-Reaktionsgemisch. Er beeinflußt in entscheidendem
Maße den Verlauf der Epoxidation. So hat sich gezeigt, daß die Selektivität bei der Epoxidation durch einige der bei
der Oxidation von Acetaldehyd eingesetzten Katalysatoren negativ beeinflußt wird, dies ist beispielsweise bei den
eisenhaltigen anorganischen Katalysatoren der Fall. Dies ist wie folgt zu erklären. Bekanntlich entsteht bei der Epoxidation intermediär ein dlcyclischer Additionskomplex
(siehe Bar tie tt. Rec. Chem. Proc, U, 51 (1960);
- Io -
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- Io -
~Ί
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I ♦ ι
C H...
Ο-Ον
C-R
'C-R
Dieser Addltionskomplex kann, wie unsere Untersuchungen
ergaben, in zwei Richtungen zu verschiedenen Reaktionsprodukten zerfallen:
:C - R
a.
HO
C-R
HO
j ♦ O + .C-R
C O'
Heg a . kennzeichnet den normalen Zerfall zum Epoxid, Weg b.
wird z.B. durch Schwermetallionen stark katalysiert, d.h. die Selektivitätsverminderung beruht nur zu einem geringen Teil
auf der direkten Zersetzung der Persäure, da in Abwesenheit olefinischer Doppelbindungen die Persäure durch Anwesenheit
von Schwermetallionen unter gleichen Reaktionsbedingungen
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wesentlich langsamer zerfällt. Es ist daher notwendig,
Metalle, welche in Form anorganischer Salze bei der Oxidation des Acetaldehyde zugegen sind, durch Ausfällung
oder Komplexbildung unschädlich zu machen. Hierfür eignen eich u.a. die obengenannten Verbindungen.
Gegenüber dem bekannten Verfahren besitzt das erfindungsgemäöe
Verfahren den Vorteil, daß die exploxionsgefährdste Destillation der Peressigsäure sowie die hiermit verbundenen
Verfahrensschritte entfallen. Außerdem kann beim erfindungsgemäßen Verfahren die Konzentration der Peressigsäure im
Epoxidations-Reaktionsgemisch stets niedrig gehalten werden, wobei dennoch eine schnelle Umsetzung mit der olefinischen
Verbindung erfolgt. Da beim erfindungsgemäßen Verfahren der unumgesetzte Acetaldehyd weitgehend abdestilliert wird, tritt
praktisch keine Reaktion desselben mit der Peressigsäure ein. Dadurch und durch die gleichzeitige Abdestillation der für
die Oxidation benötigten, für die Epoxidation jedoch nachteiligen Lösungsmittel wird eine sehr hohe Selektivität
an Epoxidverbindungen erzielt.
In einem mit einem Kühlmantel, einen Gaseinleitungs- und einem Gasableitungsrohr sowie mit einem Magnetrührer ausgestatteten
Reaktor aus emailliertem Stahl wurden 200 g Acetaldehyd und 1800 g Essigsäureäthylester vorgelegt und 0,01 Gew.-% FeCl3
- bezogen auf Acetaldehyd - ale Katalysator hinzugefügt. In
das auf +100C gekühlte Gemisch wurden zwei Stunden lang unter
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einem Druck von ca. 4 bar 1 Normal-Liter/h Sauerstoff eingeleitet.
Die Analyse des Reaktionsgemisches ergab einen Aldehydumsatz
von 6 3% und eine Peressigsäureselektivität von 97%. Das Reaktionsgemisch
wurde ohne weitere Aufarbeitung bei der nachstehend beschriebenen Epoxydation eingesetzt.
Zur Epoxydation von Decen-1 wurden in einem Rohrreaktor (Blasensäule)
100 g Decen-1 vorgelegt und mittels Mantelbeheizung auf 1000C erhitzt. Danach wurde mit einer Strömungsgeschwindigkeit
von 20 Litern pro Stunde Stickstoff durch das Decen-1 durchgeleitet.Anschließend wurden 2 85 g des in der oben beschriebenen
Weise hergestellten peressigsäurehaltigen Raaktionsgemisches auf 00C abgekühlt, mit 0,1 g Polyphosphorsäure versetzt
und innerhalb von 15 Minuten in den beheizten Reaktor gefördert. Unter ständigem Durchleiten von Stickstoff wurde die Reaktion
noch 5 Minuten weitergeführt. Der überwiegende Teil der Niedrigsieder
destillierte ab und wurde in einem Kühler kondensiert. Das Destillat enthielt neben Essigester, Essigsäure und Acetaldehyd
noch 29% der eingesetzten Peressigsäure.
Aus dem Sumpf des Reaktors wurde eine peressigsäurefreie Epoxidecan-Lusung
entnommen und das Lösungsmittel abdestilliert. Der Umsatz, bezogen auf Decen-1 betrug 33%, bezogen auf Peressigsäure
71%. Die Selektivität betrug, bezogen auf Epoxydecan 98% und bezogen auf Peressigsäure 92%.
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Zur kontinuferlichen Herstellung von Epoxi-Octadecan wurde ein
Rohrreaktor verwendet, welcher in seinem inneren Teil mit einer
dampfbeheizten,gewickelten Rohrschlange mit einem Zuleitungsrohr und einem Gasableitungsrohr an oberen Ende und einem Gaseinleitungsrohr am unteren Ende unr1 in seinem äußeren Teil mit
einer Wendel, einem Gaseinleitungsrohr am unteren Ende und einem GasabLeitungsrohr am oberen Ende ausgestattet war, wobei das
untere Ableitungsrohr der inneren Rohrschlange in den unteren Teil und das obere Gasableitungsrohr der inneren Rohrschlange
in den oberen Teil des äußeren Reaktorteiles münden.
In die obere Zuleitung der inneren Rohrschlange wurden stündlich 1540 g eines auf O 0C gekühlten flüssigen Reaktionsgemisches eindosiert, welches aus 765 g Octadecen-1 und einem
wie bei Beispiel 1 beschriebenen und mit Polyphosphorsäure versetzten peressigsäurehaltigen Reaktionsgemisches bestand.
Das peressigsäurehaltige Reaktionsgemisch bestand aus 115 g Peressigsäure, 40,4 g Acetaldehyd, 2,8 g Essigsäure, 980 g
Essigester, 0,1 g FeCl- und 0,35 g Polyphosphorsäure.
Das Reaktionsgemisch lief von oben nach unten durch die dampfbeheizte gewickelte Rohrschlange. Ee füllte deren Volumen
zu ca. 20 % aus. Am unteren Ende der Rohrschlange wurde ein Inertgasstrom eingeleitet und dem Reaktionsgeroisch entgegengeführt. Dabei verdampfe der grüßte Teil der Niedrigsieder
(Essigester, Essigsäure, Acetaldehyd und unumgesetzte Peressigsäure) und gelangte durch das obere Gaseinleitungsrohr
in den oberen Raum des äußeren Reaktorteiles, welcher als
Dampfraum der Nachreaktionszone fungiert. Die peressigsäurefreie Epoxi-Decan-Lösung gelangt durch das untere
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Ableitungsrohr der Rohrschlange in den unteren Teil des äußeren Reaktorteiles, welcher als Nachreaktionsraum
fungiert. Auch in diesen Reaktorteil wurde Inertgas zugeführt. Dort verdampfte der restliche Teil der Niedrigsieder
und wurdemit den in der Rohrschlange verdampften Niedrigsieder am oberen Teil des äußeren Reaktorteiles über
einen Kühler abgezogen und einem Kondensator zugeführt. Die Epoxi-Decan-Lösung wurds aus dem Nachreaktionsraum
abgezogen und anschließend destillativ aufgearbeitet.
Der Umsatz, bezogen auf Octadecen-1 betrug 42 %, bezogen
auf Peressigsäure 92 %. Die Selektivität betrug, bezogen auf Epoxi-Octadecan 97 %, bezogen auf Persäure 90 %.
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Claims (6)
1. Verfahren zur Herstellung eines Epoxids aus einem Olefin
mit einem Siedepunkt oberhalb 10 C bei 1 bis 15 ber durch
Oxydation von Acetaldehyd mittels Sauerstoff cüar Sauerstoff
enthaltenden Gasen zur Peressigsäure in einem organischen Lösungsmittel und in Gegenwart eines Schv/erruitall-Oxydationckatalysators
und anschließender Epoxydation des Olefins mittels der Peressigsäure hui Temperaturen
von 50 bis 150 C, gegebenenfalls unter einen Druck
bin zu 15 bar, dadurch gekennzeichnet, daß ir.an das beL
dDr Oxydation des Acetaldehyds r.nfallende acetaldehyd-,
lösungsmittel- und katalysatorh-altige Poressigsüure-Heaktionsgemisch
mit einen» Olefin cdsr der Lesung «»inas
Olsfins in einem organischen Lösungsmittel ir. Gejcnvart
eines Komplexierungsraittels unü gcgobonGnisl.. j eir.e:;
Epoxydationtrkatalysators unsetii: und während .lcr. ζ cn unter
Durchleiten eines Inertgase3 unv.n»geset=tc?n A::ota?.dohyd,
Löcungsmittel unJ teilweise Essigsäure abdestilliert.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gskennzeichr.ot, daß
r.c.n das Peressigsäure-Reaktionsgaraisch auf -10 bis +10 0C
abkühlt, das Komplexierungsaiittel und gegebnr.'nfalls den
Er Oxydationskatalysator dem Per ec3ignüure-Roa;: tion ngcmisch
oder dem Olefin bzw. dar Olefin-Lösung zufügt und das
Pcrsr.sigsäure-Reaktionsgemiech allmählich dem auf Epoxydatiensbedingungan
gehaltenen Olafin bzw. der Olefin-Lösung zudosiert.
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BAD ORIGINAL
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3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man
das Olefin bzw. die Olefinlösung und gleichzeitig das Peressigsäure-Reaktionsgeinisch
kontinuierlich in einem auf Epoxydationsbedingungen gehaltenen Reaktor eindosiert und
kontinuierlich das flüssige epoxidhaitige Reaktionsgemisch aus den Reaktorsumpf abzieht.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß man bei der Oxydation des Acetaldehyda und
der Epoxydation Aceton oder Essigaster als Lösungsmittel
verwendet.
5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man bei der Epoxydation al3 Komplexierungsir.ittel
und Epoxydationskatalysator Polyphosphor3äure oder Pyromellithsäure verwendet.
6. Vorfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß nan bei der Epoxydation als Katalysator Schwefelsäure
und als Komplexierungsmittel eine Pyridincarbonsaure verwendet.
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Priority Applications (6)
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DE19772752920 DE2752920A1 (de) | 1977-11-26 | 1977-11-26 | Verfahren zur herstellung von epoxiden |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
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DE2752920A1 true DE2752920A1 (de) | 1979-05-31 |
Family
ID=6024747
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE19772752920 Withdrawn DE2752920A1 (de) | 1977-11-26 | 1977-11-26 | Verfahren zur herstellung von epoxiden |
Country Status (6)
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JP (1) | JPS5479212A (de) |
CA (1) | CA1134842A (de) |
DE (1) | DE2752920A1 (de) |
FR (1) | FR2409995A1 (de) |
GB (1) | GB2008593A (de) |
NL (1) | NL7811087A (de) |
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