DE2739361A1 - Breitstreckwalze - Google Patents
BreitstreckwalzeInfo
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- DE2739361A1 DE2739361A1 DE19772739361 DE2739361A DE2739361A1 DE 2739361 A1 DE2739361 A1 DE 2739361A1 DE 19772739361 DE19772739361 DE 19772739361 DE 2739361 A DE2739361 A DE 2739361A DE 2739361 A1 DE2739361 A1 DE 2739361A1
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Description
Fred H. Freuler, Bännlistraße , Riedholz (Schweiz)
"Breitstreckwalze"
Diese Erfindung bezieht sich auf eine Breitstreckwalze mit einem auf einer stillstehenden Tragwelle cre lager ten
drehbaren Teil, dessen Außenfläche einen gradlinigen, zylindrischen Walzenkörper bildet und aus einer Mehrzahl
unter sich beweglicher und miteinander verbundenen, starren
Zylindersegmenten besteht, für Maschinen zur Herstellung von Folien, Papier- oder Textilbahnen.
Es ist bekannt, daß in Maschinenanlagen, welche der Herstellung und Verarbeitung von dünnen, flexiblen bahnförmigen
Waren dienen wegen Ungleichförmigkeiten im Ftoff, oder
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im Verfahren, z.B. Trocknung, oder durch ungeeignete oder fehlerhaft ausgerichtete Maschinenteile - sich leicht Längsfalten bilden können, welche zu schadhafter und vielfach unbrauchbarer Ware führen. Spezielle Vorrichtungen zur Vermeidung oder Entfernung solcher Falten werden daher in regelmäßigen Abständen oder an bestimmten Stellen innerhalb solcher
Fabrikationsanlagen angeordnet. Es ist naheliegend, daß solche Vorrichtungen mit wenigen Ausnahmen aus rotierenden Walzen bestehen, welche danach zielen, eine gleichmäßige Breitstreckwirkung über die ganze Breite der Warenbahn zu erwirken.
Außer der Vermeidung und Entfernung von Falten in der Warenbahn haben die seitlichen Streckkräfte, die auf die Warenbahn
wirken, in vielen Fällen auch günstigen Einfluß auf die Festigkeitsqualitäten der hergestellten Ware. Im besonderen bewirken die seitlichen StreckkrSfte eine wünschenswerte Verminderung der zwischen der Längsrichtung und Querrichtung der
Warenbahn vielfach auftretenden Unterschiede der Festigkeitswerte und gualitätsmerkmale, So kann z.B. in einer Papierbahn
die Querfestigkeit, welche normalerweise empfindlich kleiner ist als die Längsfestigkeit, durch wiederholtes seitliches
Strecken während der Trocknung erheblich erhöht werden.
Eine bekannte Ausführung einer geraden zylindrischen Breitstreckwalze gemäß US-Patent 3 344 493 besteht aus einer Viel·
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zahl von elastischen Stäben, welche parallel zur Walzenachse und mit kleinen Abstä nden aneinanderliegend um den Umfang
der Mantelfläche eines mitrotierenden Walzenkörpers angeordnet sind.
Diese Ausführung einer geraden zylindrischen Breitstreckwalze weist den Nachteil auf, daß bei größeren Arbeitsbreiten
die zwischen den elastischen Stäben und der tragenden Mantelfläche eich der zyklischen Bewegung entgegensetzenden Reibungskräfte
Ungleichmäßigkeiten im Dehnungsgrad der Stäbe bewirken.
Die Dehnung, das heißt die Streckwirkung, beschränkt sich dadurch weitgehend auf die seitlichen Partien, während im mittleren
Teil die von außen wirkenden Dehnungskräfte durch die Reibungskräfte schon ganz oder zum größten Teil absorbiert
sind.
Die vorliegende Erfindung setzt sich zum Ziel, die Konstruktion der geraden zylindrischen Breitstreckwalzen zu verbessern.
Dies wird durch die erfindungsgemäße Breitstreckwalze dadurch
erreicht, daß die Zylindersegmente 5 um eine mitrotierende Trägerwalze 17 angeordnet sind und untereinander durch starre,
die Trägerwalze 17 umschließende Ringelemente 32 verbunden sind, welche die Zylindärsegmente 5 in radialer Richtung hal-
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j.
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ten, wobei die Zylindersegmente 5 in Parallelreihen entlang den Mantellinien des Walzenkörpers angeordnet sind und innerhalb
der Reihen kraftschlüssig miteinander verbunden sind
und im Innern der Walze mitrotierende, schrSggestellte Steuerscheiben 19 mit den Zylindersegmenten 5 verbunden sind,
wodurch den letzteren sich mit jeder Umdrehung wiederholende Hin- und Herbewegungen in Richtung der Walzenachse übermittelt
werden können.
Die Erfindung wird anhand der beiliegenden Zeichnungen beispielsweise näher erläutert; es zeigen:
Fig. 1 eine Ansicht einer erfindungsgemäßen geraden Breitstreckwalze
Fig. 2 einen Längsschnitt durch dieselbe
Walze mit einer Ausführungsform der Steuerscheibenlagerung
Fig. 3 einen Querschnitt durch dieselbe
Walze mit Segmenten kleiner Teilung und einfacher Verankerung
Fig. 3a einen Querschnitt wie Fig. 3, jedoch mit Segmenten großer Teilung und
doppelter Verankerung
Fig. 4 einen Längsschnitt durch eine Ausführungsform der Breitstreck-Segmente
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Fig. 5 einen Längsschnitt durch die VJalze mit
einer zweiten AusfUhrungsform der Steuerscheibenlagerung
Fig. 6 einen Längsschnitt durch die Walze mit einer zweiten Ausführung der Mitnehmer-Mechanik
Fig. 7 einen Längsschnitt durch Breitstreck-Segmente einer zweiten Ausführung
Flg. b einen Querschnitt durch eine Segment-Mitnehmer-Vorrichtung
Fig. 8b eine weitere Ansicht der Mitnehmer-Vorrichtung nach Fig. 8
Fig. 9 eine Ansicht eines Segment-Paares mit versetzten Arbeitsflächen
Fig. 10 eine Ansicht eines Segment-Paares mit
schrägen Trennspalten
Fig. 11 eine Ansicht eines Segmentes mit Doppelankerung
Fig. 12 eine Ansicht eines Segmentes mit strukturierter Arbeitsfläche
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Fig. 12a einen Längsschnitt durch ein Segment nach Fig. 12
Fig. 13 einen Schnitt durch ein Segment mit einer gepanzerten Arbeitsfläche.
Die Fig. 1 ist eine Ansicht einer erfindungsgemäßen Breitstreckwalze. In dieser Darstellung ist die Walze 1 durch
Winkel-Adjustierung der stationären Welle 2 so gesetzt, daß die gezeigte Position senkrecht unten 3 zugleich der im
Raum feststehenden Position der maximalen auf die Segmentreihen übertragenen Kontraktion entspricht, gemäß Abstand c
zwischen den Mittellinien 4 zweier anstoßender Segmente 5. Senkrecht oben 6 in der Darstellung, um 180 Winkelgrade des
Walzenumfangee versetzt, befindet sich die entsprechende
Position der maximalen auf die Segment-Reihen übertragenen Expansion, entsprechend dem Abstand e zwischen den Mittellinien 4 zweier anstoßender Segmente 5. In der Mitte-Position und dem Beobachter zugewandt 7, das heißt 90 Winkelgrade
des Walzenumfanges von der extrem unteren Position, hat die Kurve des Bewegungsablaufes der sich seitlich bewegenden Segmente die maximale Neigung gegenüber der Senkrechten zur Achse,
Die Richtungs-Umkehrpositionen der sich seitlich bewegenden
Segmente 5 sind - der einfachen Sinus-Funktlon entsprechend -senkrecht unten 3 bei 0 Winkelgrad und senkrecht oben 6 bei
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180 Winkelgraden. An diesen zwei Stellen der maximalen
Kontraktion und Expansion sind naturgemäß auch die Neigungswinkel zwischen Segment-Bewegungskurve und Senkrechten zur Achse gleich null. Der Gegebenheit dieser extremen
Neigungs-Winkelstellungen an den willkürlich fixierten Walzenwinkel-Positionen folgend, ist im Halbkreis der Expansion (O bis 180°) bei 90° die momentane Expansionsgeschwindigkeit der Segmente, und damit die Expansionswirkung
auf eine im Kontakt stehende Bahn am größten.
Wenn größte Breitstreckwirkung auf eine Bahn erzielt werden soll, muß daher die Bahn mit der Walze in der Mitte-Stellung
(90°) 7 in Kontakt sein. In der Praxis und wo ein gewisser Kontaktdruck Bahn/Walze durch guteingestellte und gleichbleibende Zugverhältnisse in der Bahn gewährleistet ist, genügt eine Walzenumschlingung Bahn/Walze von 10 Winkelgraden,
mit 5 Graden bevor und 5 Graden nach der Mittestellung 7.
Die stationäre, durchgehende Welle 2 dient der Fixierung und, wenn erwünscht, der Adjustierung der Expansionsstellungen in Umfangsrichtung und der Befestigung des Walzenkörpers
im Maschinengestell durch zwei stationäre Außenlager 8, 9. Die Rotation der stationären Welle 2 kann, vie hier angedeutet, über einen auf der Welle angebrachten Vierkant 1O
mit einem Schlüssel geschehen, nachdem der Sitz der Wellenlagerung 8, 9 entsprechend gelockert wurde. An Stelle der
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Adjustierung durch Vierkant mit Schlüssel kann an dieser Stelle 9 z.B. auch ein auf die stationäre Welle 2 wirkendes
Scheckengetriebe mit Handrad-Betätigung verwendet werden, welches Feinadjustierungen erleichtert, ohne die
Notwendigkeit der Lockerung von andern Maschinenelementen 8, 9. Die stationäre Welle 2 ist zweckmäßigerweise aus
drei Stücken zusammengesetzt. Die zwei Stücke enthalten die Wellenabschnitte für die Lagerungen des Walzenkörpers
und der Steuerköpfe. Diese Stücke 18 bleiben identisch für Breitstreckwalzen verschiedenster Breite und können
daher in Serienfabrikation hergestellt werden. Das Zwischenstück 12, bestehend aus einem Rohr und zwei bearbeiteten
Flanschen, hingegen wird mit seiner Länge den Bedürfnissen der verschiedenen Walzenbreiten angepaßt.
Die Endkappen 13 dienen dem Schutz gegen Schmutz und mechanische
Beschädigung der im innern angeordneten Lagerung. Die Endkappen 13 können mit Nuten 14 versehen werden zur
Ausrüstung mit einem Antrieb in Fällen, wo diese wünschenswert ist.
Die Fig. 2 zeigt im Querschnitt eine der Ausfiihrungsarten dieser Walze. Die beiden Hauptlager 15 der Walze sind spiegelbildlich
auf der stationären Welle 2 angeordnet und tragen je über einen konzentrischen und als Lagergehäuse ausgebildeten
mitrotierenden Zwischenring 16 die Enden der rotieren-
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den Trägerwalze 17. Ebenfalls auf beiden Walzenseiten spiegelbildlich auf einer gegenüber der Hauptachse schräg
gestellten Partie der stationären Welle 18 ist je eine weitere Wälz-Lagerung angeordnet, welche den mit der Walze
zusammen rotierenden Steuerkopf trägt. Dieser Steuerkopf ist als Lagergehäuse ausgebildet und besteht aus einer
Steuerscheibe 19 und einem Lagerverschlußring 20. Die Gewinde-Verbindung Verschlußring mit Steuerscheibe 21 ist
durch Verstiftung gegen Lösen gesichert. Der Verschlußring 20 trägt zusätzlich auf der Außenseite einen Kegelzahnkranz
22, welcher mit einem auf dem Hauptlagergehäuse 16 angeordneten Kegelzahnkranz 23 im Eingriff steht. Durch diese Kegelzahnverbindung wird sichergestellt, daß sich die Steuerscheibe 19 zusammen mit dem Walzenkörper 1 während des Betriebes in gleichförmiger Rotation dreht.
Die Wälzlager 24 des Steuerkopfes müssen dynamische Kräfte in Radial- und besonders Axial-Richtung aufnehmen. Diese
Kräfte werden über die Mitnehmermechanik auf die Lager übertragen und haben ihren Ursprung in den zur Aufrechterhaltung
der Hin- und Her-Bewegung zu überwindenden Widerstände dynamischer und kinetischer Natur.
Die Größe des Winkels 25 - in Kombination mit dem Walzendurchmesser - bestimmt die totale Länge der Hin- und Her-Bewegung 26, welche von den Mitnehmerzapfen 27 auf die mit
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ihnen verkoppelten Segmente 5 übertragen werden.
Die Mitnehmerzapfen 27 reichen von der Steuerhülse 19 durch öffnungen der TrHgerwalzen-Wand 17 hindurch zu den
Segmenten 5. In der dargestellten Ausführung sind die Mitnehmerzapfen 27 auf der Steuerscheibe 19 drehbar gelagert
angeordnet, da sich die mit den Segmenten 5 dreh-steif verbundenen Zapfen 27 relativ zu der Steuerscheibe 19 während
jeder Umdrehung der Walze um den Schrägstellwinkel 25 pendelnd hin- und herbewegen. Die Verbindung zwischen Mitnehmerzapfen 27 und Segmenten 5 muß den möglichst reibungslosen Übergang von einer Kreisbogenbewegung auf eine gradlinige Bewegung gestatten. In dieser Ausführung wurde diese
Bedingung mit der Verwendung von Blattfedern 28 erfüllt. Diese Blattfedern 2B sind auf den zylindrisch geformten
Außenflächen 29 der Mitnehmerzapfen 27 mit Nieten befestigt, Auf den Außenseiten der Blattfedern 28 sind an den Enden
Stifte 30 angebracht, welche in Löcher oder Aussparungen eingreifen, die auf den Unterseiten der Segmente 5 angebracht sind. VJährend den Bewegungen rollen sich die Blattfedern 28 auf den Zylinderflachen 29 auf und ab, was eine
effektive, praktisch reibungslose Umformung von einer Bewegungsart zur andern ergibt und eine lange Lebensdauer
ohne Verschleiß dieses Ubertragungselernentes gewährleistet.
Um eine absolute Sicherheit der Symmetrie der seitlichen Segmentbewegungen zu gewährleisten, ist es von Vorteil,
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den Segmentkranz, der in der Mitte V7alzenbreite angeordnet ist und der durch die jederzeit gieich großen Kräfte von
links und rechts auch im Betrieb in seitlicher Stellung unbewegt bleibt, zusatzlich mit einer Stift- oder Schrauben-Verbindung 30 auf dem Trägerrohr zu fixieren.
Die Figuren 3 und 3a zeigen den Querschnitt einer Walze dieser Ausführung. In Fig. 3 der oberen HSIfte ist die Verankerung von Segmenten einer 12-er Teilung dargestellt.
Diese Segmente kleinerer Dogenlänge haben in diesem Beispiel eine Ein-Stift 33 Verankerung. In Fig. 3a der unteren
Hälfte ist die Verankerung von Segmenten 5 einer 6-er Teilung dargestellt. Diese Segmente größerer Bogenlänge haben in diesem Beispiel eine Zwei-Stift Verankerung 52. Auch für Zwei-Stift oder Mehr-Stift Verankerungen wird jeder TrSgerring
32 mit nur einem Laschenpaar 31 verbunden und Zwei-Stift-Verbindungen, welche normalerweise vier Laschenpaare 31
haben, benötigen deshalb vier Trägerringe 32. Während den Bewegungen der Segmente 5 schwenken die Trägerringe 32 in
Relation zur Walzenachse und zu den Segmenten um den Schrägstellwinkel 25 hin und her. Die Verwendung von zwei oder
mehr in Umfangrichtung nebeneinander angeordneten Verankerungen pro Trägerring und pro Segment würde deshalb zu
Verklemmungen zwischen Trägerringen und Laschenpaaren führen.
Die Fig. 4 zeigt die primäre Verankerung der Segmente 5 untereinander und innerhalb der Gesamtkonstruktion der Walze
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im Detail. Die Segmente 5 werden parallel und in Kränzen
um den Umfang der Trägerwalze 17 angeordnet. An den Unterseiten der Segmente 5 sind zwei, oder vier oder mehr Paare
von Laschen 31 angeordnet, die mit Löchern versehen sind. Zur Verankerung der Segmente werden Trägerringe 32 verwendet,
welche vorzugsweise aus Metall, aus einem oder mehreren Stücken, gefertigt sind. Die Trägerringe 32 weisen
in Abständen in Umfangsrichtung ebenfalls Löcher auf. Bei der Montage der Walze werden die Segmente 5 individuell
über die auf der Trägerwalze 17 lose angeordneten Trägerringe 32 gestülpt, so daß die Trägerringe 32 jeweils zwischen
zwei Laschen 31 eines Laschenpaares zu liegen kommen. Die vorbereiteten Löcher der Laschen 31 und der Trägerringe
32 werden alsdann gegeneinander ausgerichtet und die Stifte 33 montiert. Um ein Herausgleiten der Stifte 33 während
des Betriebes zu verhindern, werden diese zusätzlich mit einer Drahtsicherung versehen 34.
Die Fig. 4 zeigt weiter im Längsschnitt einen kurzen Teil einer Segmentreihe einer ersten Ausführungsform. Die Kraftübertragung
geschieht hier über die Körper der Segmente 5. Die im Innern der Segmente 5 angeordneten Druckfedern 35
bewirken Kontraktionskräfte innerhalb der Pegment-Peihen.
Die Bewegungen der Segmente 5 innerhalb der Reihen sind begrenzt, die Anschläge 36 und 37 begrenzen die Kontraktion
und die Anschläge 38 und 39 die Expansion der im gegenseitigen Eingriff stehenden Segmente 5. Der Querschnitt durch
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die Trägerringe 32 zeigt die Profilierurn der Löcher und
der Seiten, was die freie Pendelbewegung seitwärts der TrS-gerringe innerhalb der Segmente erleichtert. Auch Profilierungen der Trägerringe 32 in deren Hauntebene, v;ie in Figuren
3 und 3a ersichtlich, sind von Vorteil, um die Segmente 5 selbst mit ihren seitlichen Flanschen möglichst biegesteif
gestalten zu können.
Die Fig. 5 zeigt einen Längsschnitt durch eine Walze einer zweiten Ausführungsform. Der Steuerkopf 40 hat auch in diesem Beispiel einen Kegelzahnkranz-Ring 41, der im gegenseitigen Eingriff mit einem auf dem rotierenden Walzenlagergehäuse 16 angebrachten Kegelzahnkranz 42 im Eingriff steht
und bei dem sich der Steuerkopf 4O zusammen mit dem Walzenkörper 1 in gleichförmiger Rotation dreht. Die Lagerung
des Steuerkopfes 40 auf der schräg zur Hauptachse gestellten Partie 18 der stationären Welle 2 unterscheidet sich von der
in Fig. 2 dargestellten, indem hier die im Vergleich zur Radiallast wesentlich größere Axiallast durch ein sphärisches
Pendellager 43 getragen wird. Die beiden Lagerringe 44 dieses Pendellagers drehen sich nicht relativ zueinander, da
beide mit sich in gleichförmiger Rotation drehenden Elementen verbunden sind. Während der Pendelbewegung folgen die Lagerkugeln 45 der Bahn eines kleinen Kreises. Die Reibungsverluste einer solchen Lageranordnung sind daher nur ein Teil
der Reibungsverluste, welche mit der Verwendung (Fig. 3)eines
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vollrotierenden Standard-Axial Lagers in Kauf genommen
werden müssen.
Auch die Dichtungen 46, zwischen den Lagerringen, lassen
sich vorteilhaft gestalten mit festen Halterungen auf je beiden Seiten. Das rotierende Lagergehäuse 47 enthält ein Radial-Wälzlager
48 nehst Haltering und Dichtungen. Dieses Lager 48 ist leicht belastet und dient hauptsächlich der Aufrechterhaltung
der Schrägstellung 25 des Steuerkopfes.
In dieser Darstellung ist eine weitere Ausführungsart der Mitnehmer gezeigt. Segmente eines Stirnzahnkranzes 49 sind
hier mit einem Zapfen 50 - drehbar oder fest - versehen, welche wie zuvor auf der Steuerhülse 40 angeordnet sind.
Diese Zahn-Segmente 49 stehen im Eingriff mit Zahnstangen-Elementen 51, welche an der Innenseite der Segmente 5 angebracht
sind. Im Falle eines nicht rotierenden Mitnehmer-Zapfens bO werden die Stirnzahnsegmente 49 mit leicht sphärischer
Verzahnung versehen, um eine verkleimungsfreie Zahnabwälzung
trotz der relativen Drehbewegungen zwischen Mitnehmer 49 und Segmenten 5 zu ermöglichen.
Die hier dargestellten Segmente arbeiten ohne Federn 35. Die Gleichmäßigkeit der Expansion und Kontraktionen zwischen den
Segmenten wird hier durch die absoluten Längsbegrenzungen der Expansion 38, 39 und Kontraktion 36, 37 der vorher beschrie-
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Lenen O Grad und 180 Grad Winkelstellungen ermöglicht. In
den Winkelstellungen zwischen 0 Grad und 18O Grad Übernehmen die durch die erwähnten Grenzstellungen im Lauf fixierten Trägerringe 32, welche mit den Segmenten 5 in seitlich
eng geführtem Eingriff stehen, den Bewegungsablauf.
Die Fig. 6 ist ein Querschnitt einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Breitstreckvalze. In dieser Ausführung ist jedes einzelne Segment 5 von einem das Tr?gerrohr durchgreifenden Mitnehmerzapfen 53 in seinem Bewegungsablaut geführt. Jeder einzelne Segmentkranz, das heißt die
um den Umfang der Walze hintereinander angeordneten und auf den gleichen Trägerringen verankerten Segmente 5, werden
von einer separaten Steuerscheibe 54 aus in der Expansion/ Kontraktion Bewegung gehalten. Die einzelnen Steuerscheiben
54 sind individuell auf Wälzlagern b5 getragen. Die Wälzlager 55 sind auf inneren Hülsen 56 montiert, welche auf der
stationären durchgehenden Welle 2 sitzen. Diese Hülsen haben äußere zylindrische Lagersitze 57, deren Achsen 58 gegenüber
den zusammenfallenden Wellen- und Walzenachsen 59 in einem schrägen Winkel 6O angeordnet sind und die darauf drehbar
montierten Steuerscheiben 54 rotieren gezwungenerweise um diese schräggestellten Achsen 58. Die Winkel der Schr.b'gstellung 60 sind für jede dieser auf einer halben Walzenbreite
angeordneten Hülsen 56 verschieden. In der Mitte der Walzenbreite 61, wo sich die Segmente 5 während des Laufs nicht
seitwärts bewegen, ist der Schrägstellwinkel 60 gleich null.
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Bei den die seitlichen Enden bildenden Segmentkränzen 62 ist der Schrägstellwinkel 60 der Steuerscheiben 63 am gröBten. Die
Schrägstellungswinkel 60 der Steuerscheiben 54, welche sich zwischen den Enden und der Mitte befinden, sind im proportionalen
Verhältnis zu deren Lage auf der Walzenbreite und des Maximal-Winkels der Führungsscheiben beider Enden 64 gewählt.
Eine Keilverbindung 65 zwischen den Lagerhülsen 56, und der stationären Welle 2 fixiert die Ebene des SchrMgsgellwinkels
in Relation zu der Welle 2. Diese Fixierung ist angebracht, damit z.B. die Stellungen in Umfangsrichtung der von
den Steuerscheiben übertragenen seitlichen Bewegungs-Maxima
genau ausgerichtet sind. Die übertragung der seitlichen Bewegungen
von Mitnehmerzapfen 53 auf Segmente 5 erfolgt auch hier über Blattfedern 66, wobei innerhalb der Blattfedern 66
Gleitlager 67 angeordnet sind, die eine freie Drehung der Zapfen 53 in den Blattfedern 66 zulassen. Die Enden der TrM-gerwalze
sind, wie schon in vorigen Beispielen, durch Zwischenringe 68 und Wälzlager 69 auf der stationären Welle 2 abgestützt.
Alle auf der stationären Welle 2 angeordneten Lagerhülsen 56, 63 und Distanzringe 70 werden durch Gewindeverschlüsse
71 an beiden Enden der Welle 2 am Platz gehalten. Die Dreh-Adjustierung zur Erreichung der erwünschten Expansionsstellungen erfolgt im gleichen Sinne wie im vorherigen Beispiel
der Fig. 2.
Die Fig. 7 ist ein Längsschnitt einer weiteren Ausführungsart
der erfindungsgemMßen Breitstreckwalze. Die Hin- und Her-Bewegungen
der Segmente 5 werden im Gegensatz zu der Darstellung in Fig. 6 durch die Verbindung mit Steuerscheiben
73 von nicht jedem einzelnen Eegmentkranz 74 aufrechterhalten,
sondern von jedem zweiten, oder dritten, vierten, u.s.f. Die Gestaltung der Lagerung und der Mitnehmermechanik
entspricht im übrigen der in Fig. 6 beschriebenen Ausführungsart.
Die Segmente 75, welche zwischen den von den Steuerscheiben direkt geführten Segmenten 74 angeordnet
sind, sind auf beiden Seiten der Breiterichtung mit den anstoßenden Segmenten in federelastischer Verbindung 76. Die
Verbindung der Segmente zueinander kann aber auch aus eingerasteten Bewegungsbeschriinkungen, wie schon früher beschrieben,
bestehen. Durch die in regelmäßigen Abständen erfolgte zwangsweise Führung von Segmentkriinzen können Betriebsgeschwindigkeiten mit kleinen Walzendurchmessern zugelassen
werden, die mit nur je einer Steuerscheibe an den Walzenenden nicht möglich wären. Im vorliegenden Beispiel sind als
elastische Verbindung 76 zwischen den Segmenten Einlagen eines elastischen Materials vorgesehen. Solche Einlagen dienen
neben der Wirkung als Federelemente auch als Abdichtungen zwischen den Segmenten und verhindern das Eindringen von
Schmutz in die Innenseiten der Segmente 5.
Die Fig. 8 ist ein Längsschnitt in Walzenachsen-Richtung zweier Segmente 5 mit Federgestänge in der Position der
'■■■
maximalen Kontraktion und die Fiq. 8a ein Längsschnitt derselben Teile in der Position der maximalen Expansion. Dieses
besteht aus Federköpfen 83 und Verbindungsstangen 84. Die Verwendung von Federgesteingen beruht auf der Absicht,
die Segmente von den Kräften der Hin- und Her-Bewegungen ganz zu befreien. Die Segmente 5 werden in dieser Ausführungsart so ausgeführt, daß sie sich über das Gestänge schieben
lassen und durch auf der Unterseite der Segmente angebrachte Rippenkäfige 82 die Federköpfe 83 des Gestänges umfassen.
Die Segmente selbst werden wie in vorherigen Beispielen, auf Trägerringen verankert. Die Kontraktionsbegrenzungen in diesen
Federgestängen werden durch die Anschläge 77, 78 und die Expansionsbegrenzungen durch die Anschläge 79, 80 geschaffen.
Die Fig. 9 zeigt eine Außenansicht zweier Segmente 5 von identischer Ausführung und von einer besonders vorteilhaften
Anordnung zwischen den Segmenten in der Laufrichtung nicht direkt hintereinander als kontinuierliche Rillen erscheinen.
Ebenfalls wird durch diese Versetzungen die örtliche Gleichmäßigkeit
der Breitstreckwirkung auf eine Bahn um ein bedeutendes Maß verbessert, da diese Versetzung den Effekt einer
halbierten Teilung hat.
Die Fig. 10 zeigt eine Außen-Ansicht zweier Segmente 96 von
identischer Ausführung, welche gleichgerichtet und senkrecht hintereinander angeordnet sind. Diese haben Einzel-Stift-Verankerung
9O. Die Enden 97 und 98 in Breite-Richtung der Seg-
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mente 96 sind so ausgeführt, daß diese durch ejne kurze
Überlappung gegenseitig ineinandergreifen können. Die Arbeitsflächen sind gegenüber den Verankerungslaschen symmetrisch
und nicht versetzt, wie bei Fig. 9 gezeigt. Hingegen sind die Trennlinien 95 schräg zur Laufrichtung angeordnet,
zur Vermeidung einer kontinuierlichen Rille in der Laufrichtung und der damit zu erwartenden Betriebsschwierigkeiten.
Auch diese Ausführung der schrägen Trennlinien hat eine Verbesserung der örtlichen Gleichmäßigkeit der Breitstreckwirkung
zur Folge. Die gleichen Effekte können anstatt mit schrägen geraden, auch mit kurvenförmigen Trennlinien erreicht
werden.
Die Fig. 11 zeigt eine Außen-Ansicht eines Segmentes 104 größerer Bogenlänge. Dieses hat eine Zwei-Stift-Verankerung 52,
Die Befestigung der einzelnen Laschenpaare auf je einem separaten Trägerring 32 erlaubt freie, pendelnde Schrägstellungen
der Trägerringe während des Laufes.
Die Fig. 12 und 12a sind Außenansicht und Längsschnitt eines Segmentes 99. Diese Ausführung unterscheidet sich von früheren
Segmenten 5 durch die zusätzlich strukturierte Arbeitsfläche 100. Wie in Fig. 12a ersieht ergeben solche Struktur-Dessins
Passagen 101 für Luft, welche zwischen der konvergierenden Bahn und der Walzenoberfläche mitgerissen wird.
Die Möglichkeit solcher Abführung der Luft verhindert die
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Bildung einer Luftschicht an dieser Stelle, vas eine verminderte
Breitstreck-Kraft-Übertragung zur Folge hätte.
Die Fig. 13 ist ein Längsschnitt durch ein Segment 102, das zusätzlich eine durch Metallblech gepanzerte Arbeitsfläche
103 aufweist. Auch diese Ausführung sieht Passagen 1O1 für die Luft vor und die Wirkung ist die gleiche wie bei Ausführung
der Figuren 12 und 12a. Segmente mit gepanzerter Arbeitsfläche können aus Kunststoff oder durch Druckguß in Metall hergestellt
werden.
Da ein auf der V.'alzenoberflache parallel zur Achse angeordneter
Flach-Keil 11 mit den benachbarten Cleitstützen zweier Segmentreihen im Eingriff steht und die exakte Einhaltung der
Abstände in Umfangsrichtung zwischen den einzelnen nebeneinanderliegenden
Segmenten durch deren Verankerung mit Stiften in den in gleichmäßiger Teilung angebrachten Löchern der
Träger-Ringe gewährleistet ist, befinden sich alle Fegmente in einer zur Walzenachse parallelen Reihenanordnung. Die Segmente
innerhalb der Reihen können um ein bestimmtes und begrenztes Maß von einander weggerückt oder wieder zusammengestoßen
werden. Das Maß dieser Bewegung zweier aneinander angrenzenden Segmente innerhalb der Reihen prozentual zum Abstand
zwischen den Breite-Mittellinien zweier dieser Segmente ergibt den Stärkegrad der Breitstreckwirkung. Dabei ist zu be-
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achten, daß die Bewegungen der Segmente von der stillstehenden
Breite-Mitte her gesehen gegen die Seiten hin akkumulativ
sind. So hat z.B. bei einer Anordnung für 1 % Streckung und einer Segment-Breite-Teilung von 1OO mm das zehnte Segment
von der Mitte auswärts einen totalen Bewegungsweg von 1O mm und das elfte Segment einen solchen von 11 mm. Diese sich
mit jeder Umdrehung wiederholenden Bewegungen können entweder individuell durch im Innern in gleichen Abständen angebrachte,
mitrotierende und schräggestellte Steuerscheiben über durch die Mantelwand durchgreifende Mitnehmer erzeugt werden. Oder
die Bewegungen können durch an den beiden seitlichen VTalzenenden im Innern der Walze mitrotierenden, schräggestellten
Steuerscheiben auf die äußersten Segmente übertragen werden. Die übertragung der Bewegungen auf die Innern Segmente kann
dann z.B. durch zwischen angrenzenden Segmenten wirkende Federelemente gleicher Feder-Charakteristik erreicht werden.
Die Abstände zwischen den Elementen sind dabei innerhalb einer Reihe überall annähernd gleich, das heißt die totale Bewegung
der äußersten Segmente ist gleichmäßig auf die individuellen Bewegungen zwischen den angrenzenden Segmenten verteilt. Für
den Lauf setzt dies voraus, daß die Rückstellkräfte der Federn eindeutig größer sind als die dynamischen Kräfte der
schwingenden Segmentmasse. Es setzt weiter voraus, daß die Reibungskräfte, die sich den bewegenden Segmenten entgegensetzen,
vernachlässigbar gering sind.
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Zusätzlich zu den Federelementen sind in dieser erfindungsgemäßen
Ausführung beidseitige Bewegungsbegrenzungen der in schwingender Bewegung gehaltenen Segmente vorgesehen. Dies
bezweckt, daß sich einerseits in der Dehnungsphase alle aneinander grenzenden Segmente sich nur um ein vorgewähltes Maß
voneinander distanzieren können. Es verhindert z.B., daß die seitlich außen liegenden Segmente sich untereinander mehr separieren,
d.h. eine größere Breitstreckung bewirken, als die innern, da die Begrenzungen die Uberstreckung verhindern und
ein kraftvolles Durchziehen bis in die Mitte einer breiten Walze gestatten. Während der Kontraktionsphase andererseits
kann durch vorgespannte Federn die Begrenzungen mit stärkeren Rückstellkräften gegen die festen Anschläge gearbeitet werden,
v?as die Gefahr von unkontrollierbaren Schwingungs-Bewegungen in den Resonanz-Geschwindigkeitshereichen weitgehend eliminiert,
Eine wirksame Bewegungsübertragung von den zwangsweise getührten äußersten Segmenten auf die im Innern der Walzenbreite
angeordneten Segmente ist allein schon durch die beidseitig angebrachten Bewegungsbegrenzungen gegeben.
Die Segmentreihen, welche während der Rotation sich in irgend einem gegebenen Zeitpunkt gerade durch die im Raum feststehenden
Winkelstellungen der maximalen Expansion und der um 180° gegenüberliegend maximalen Kontraktion passieren, haben ihre
Segmente an diesen Stellen in der Walzenbreite-Richtung momen-
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0.5
tan genau fixiert, wobei die Gleichjr.Tßiqkeit der Abstünde
zwischen einzelnen Segmenten durch die starren Anschläge der Bewegungsbegrenzungen gegeben ist. Die gewünschte Positionierung
der Segmente innerhalb der Reihen und deren Bewegungsablauf während der Winkelpositionen zwischen dc?n Stellungen
maximaler Expansion und maximaler Kontraktion, hinaegen wird in dieser Ausführungsvariation durch die Einwirkungen
der Trägerringe erreicht. Diese Trägerringe rotieren individuell um eine zur Walzenachse schräggestellte Achse, deren
Abwinklungen von der Walzenachse durch die Begrenzungen in den beiden Extrem-Stellungen fest gegeben sind und die zugleich
von der Mitte her nach außen durch den akkumulativen Effekt der Einzel-Expansionen zunehmend größer werden und
durch die räumliche Geometrie in genauen, fraktionellen Verhältnissen zu den Abwinklungen der seitlichen Steuerscheiben
stehen. Die Entwicklung der durch die TrägerrJnge
auf die Segmente wirkenden Kräfte hat zwei Quellen, diese sind Widerstandskräfte gegen seitliches Biegen der Ringe und
die dynamischen Masse-Kräfte, welche gegen jede Abweichung von der eingesetzten Rotation mit Gegenkräften reagieren zufolge
der Massenträgheitsmomente.
Die Verankerung der Segmente mit Metall-Stiften in den auf den Trägerringen mit gleichmäßigen Abständen und konzentrisch
zurWalzenachse angebrachten Löchern gestatten es, die Segmente
8098292?0~570
so anzuordnen, daß diese, mit reichlichem Spiel gegenüber der Trägerwalze versehen, durch die Wirkung der Zentrifugalkräfte
im Lauf voll an den Ringen hängen und die Oberfläche der Trägerwalze kaum berühren und dadurch die Hin- und Her-Bewegungen
mit nur äußerst geringen Reibungskräften belastet sind.
In der Anwendung dieser erfindungsgemäßen Ausführung brincrt
die Art der Segment-Konstruktion wertvolle Vorteile. Die Oberfläche, die mit der Warenbahn in Kontakt steht, kann nach Belieben
strukturiert werden.
Zum Beispiel haben Versuche bei mittleren bis hohen Lauf-Geschwindigkeiten
gezeigt, daß hei glatten Walzenoberflächen die zwischen Oberfläche und Viarenbahn mitgerissene Luft die Warenbahn
auf der Luft schwebend von der Oberfläche abhebt. Diese Luftschicht hat die Wirkung eines ausgezeichneten Schmiermittels.
Kraftübertragung zwischen Walzenoberflache und Bahn
werden dabei weitgehend verunmöglicht und die Wirkungsweise
einer Breitstreckwalze glatter Oberfläche ist daher sehr eingeschränkt. Dieser nachteilige Umstand kann korrigiert werden,
indem in den Walzenoberflächen in der Umfangsrichtung schmale
Passagen (z.B. Rillen) angebracht werden, welche der in einen
Keil gedrängten Lutt Gelegenheit geben zwischen Bahn und Walzenoberfläche
zu entweichen, ohne die Bahn abzuheben. Die Schaffung von geeigneten Luft-Passagen sind hier sehr gut
möglich, wie es in Beispielen gezeigt ist. Tm weiteren erlaubt
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ν'. ■■-.
die hier mögliche Oberflächenstrukturierung Dessins und
Profile, die durch die Anwesenheit von winkligen Kanten besonders griffig und daher sehr wirksam £ür die Kraftübertragung
auf Bahnen verschiedener Waren sind. Und schließlich erlaubt dieser erfindungsgemäße Ausführung Oberflächen,
welche in Dünnschichten auf die Segmentoberflächen aufgebracht sind und durch ihre Härte und andere physikalische
Eigenschaften besonders widerstandsfähig gegen Abrieb und
Verschleiß sind.
Ls hat sich erwiesen, daß Segment-Ereiten von z.E. 100 mn
für Papiere auch der leichtesten Qualitäten voll Frfolg eingesetzt werden können, ohne daß irgendwelche Unförmigkeiten
festzustellen sind. Zusätzlich v/erden die fegmente aufeinanderfolgender
Reihen um die Hälfte ihrer Breite versetzt angeordnet, um damit den Effekt einer um den Faktor 2 verfeinerten
Teilung zu erreichen und Ungleichförmigkeiten der Kräftewirkung an der Bahn noch weiter auszugleichen.
Gerade Breitstreckwalzen der Ausführung gem^ß der Erfindung
können sehr kompakt in die Maschinen eingebaut werden, sie können mit anderen Walzen im Lauf sogar in berührendem Kontakt
stehen, was in schwierigen AufWicklungsvorgängen meist wünschenswert
ist.
Weiter können diese Walzen mit einem beliebigen Winkel von
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der Warenbahn umschlungen werden, sei es 10 , 90 oder 180°, wobei kleinere Einbußen der vollen Breitstreckwirkung
erst nacn ca 120 eintreten.
Um diese Vorteile - und andere - zu gewinnen, müssen gerade Breitstreckwalzen so ausgeführt sein, daß sie auch den Anforderungen
der heute in den modernen Produktionsbetrieben üblichen großen Maschinen-Geschwindigkeiten und -Breiten
Rechnung trägt.
Le e rs e i t e
Claims (7)
1. Breitstreckwalze mit einem auf einer stillstehenden Tragwelle gelagerten drehbaren Teil, dessen Aussenflache einen gradlinigen,
zylindrischen Walzenkörper bildet und aus einer Mehrzahl unter sich beweglicher und miteinander verbundenen, starren Zylindersegmenten
besteht, für Maschinen zur Herstellung von Folien, Papier- oder Textilbahnen, dadurch gekennzeichnet,
dass die Zylindersegmente (5) um eine mitrotierende Trägerwalze (17) angeordnet sind und untereinander durch starre, die Träger-.-walze
(17) umschliessende Ringelemente (32) verbunden sind, welche die Zylindersegmente (5) in radialer Richtung halten, wobei
die Zylindersegmente (5) in Parallelreihen entlang den Mantellinien des Walzenkörpers angeordnet sind und innerhalb der Reihen
kraftschlüssig miteinander verbunden sind und im Innern der Walze
mitrotierende, schräggestellte Steuerscheiben (19) mit den Zylindersegmenten (5) verbunden sind, wodurch den letzteren
sich mit jeder Umdrehung wiederholende Hin- und Herbewegungen in Richtung der Walzenachse übermittelt werden können.
2. Breitstreckwalze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die kraftschlüssige Verbindung der Zylindersegmente aus
vorbestimmten Bewegungsbegrenzungen (36, 37, 38, 39) besteht.
3. Breitstreckwalze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die kraftschlüssige Verbindung der Zylindersegmente (5)
aus Kupplungen mit Federn (35) besteht.
4. Breitstreckwalze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an beiden Enden der Trägerwalze (17) Steuerscheiben (19)
angeordnet sind.
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ORIGINAL INSPECTED
5. Breitstreckwalze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere über die Breite der Trägerwalze (17) verteilte
Steuerscheiben (19) angeordnet sind.
6. Breitstreckwalze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerkopf (40) durch ein sphärisches Pendellager
(43) getragen wird, dessen Lagerringe (44) gegeneinander drehgesichert sind.
7. Breitstreckwalze nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die gegenseitige Drehsicherung der Lagerringe (44)
durch Kegelzahnkränze (41, 42) bewirkt wird.
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Legal Events
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