DE2730806A1 - Verfahren und vorrichtung zur hydrolyse einer staerkedispersion in einem waessrigen medium - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zur hydrolyse einer staerkedispersion in einem waessrigen mediumInfo
- Publication number
- DE2730806A1 DE2730806A1 DE19772730806 DE2730806A DE2730806A1 DE 2730806 A1 DE2730806 A1 DE 2730806A1 DE 19772730806 DE19772730806 DE 19772730806 DE 2730806 A DE2730806 A DE 2730806A DE 2730806 A1 DE2730806 A1 DE 2730806A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- flow
- line
- starch
- stream
- glucose
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Withdrawn
Links
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01N—INVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
- G01N33/00—Investigating or analysing materials by specific methods not covered by groups G01N1/00 - G01N31/00
- G01N33/02—Food
- G01N33/10—Starch-containing substances, e.g. dough
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C13—SUGAR INDUSTRY
- C13K—SACCHARIDES OBTAINED FROM NATURAL SOURCES OR BY HYDROLYSIS OF NATURALLY OCCURRING DISACCHARIDES, OLIGOSACCHARIDES OR POLYSACCHARIDES
- C13K1/00—Glucose; Glucose-containing syrups
- C13K1/06—Glucose; Glucose-containing syrups obtained by saccharification of starch or raw materials containing starch
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y10—TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
- Y10S—TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y10S435/00—Chemistry: molecular biology and microbiology
- Y10S435/803—Physical recovery methods, e.g. chromatography, grinding
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y10—TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
- Y10S—TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y10S435/00—Chemistry: molecular biology and microbiology
- Y10S435/808—Optical sensing apparatus
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y10—TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
- Y10S—TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y10S435/00—Chemistry: molecular biology and microbiology
- Y10S435/813—Continuous fermentation
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Food Science & Technology (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Biochemistry (AREA)
- General Health & Medical Sciences (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- Emergency Medicine (AREA)
- Medicinal Chemistry (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Analytical Chemistry (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Immunology (AREA)
- Pathology (AREA)
- Polysaccharides And Polysaccharide Derivatives (AREA)
- Measuring Or Testing Involving Enzymes Or Micro-Organisms (AREA)
- Investigating Or Analysing Biological Materials (AREA)
Description
A'WjAi, γ. f. %τ-
2730306
Verfahren und Vorrichtung zur Hydrolyse einer Stärkedispersion in einem wäßrigen Medium
709884/0757
ORIGINAL IMSPECTED
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und ein automatisches System zum gewichtsmäßigen Dosieren von Stärke und/oder ähnlichen Massen in verschiedenen einfachen oder komplexen Substraten.
Stärke wird zu sehr verschiedenen Zwecken in zahlreichen Substraten dosiert. Als erstes bilden die stärkehaltigen Substanzen
eine der Hauptenergiequellen für die tierische und menschliche Ernährung. Hieraus ergibt sich das Interesse an einer Dosierung
der Stärke für die Nahrungsmittelforschung. Als zweites haben die Industrien, die Stärke und stärkehaltige Produkte verwenden
oder umwandeln, einen ständigen Bedarf an Verfahren zur quantitativen Analyse dieser Substanzen. Als drittes hängt der '
Handelswert gewisser Produkte (z.B. Kleie oder Schrot) unmittelbar von ihrem gewichtsmäßigen Gehalt an Stärke ab. Hieraus ergibt sich das Interesse an einem Verfahren zur Bestimmung von
Stärke.
In der ganzen Beschreibung ist unter Stärke folgendes zu verstehen: entweder jedes feste und in kaltem Wasser unlösliche
6 IO on LbZ 5Jn
das chemisch identisch ist jeglichem Polymerisat der Glukose mit den Bindungen Ot1 —^ 4 und/oder den Bindungen
ocl—?6 und/oder den Bindungen <*1 _+3, und zwar unabhängig
von dessen tierischen oder pflanzlichen Ursprungs und unabhängig von seiner üblichen Bezeichnung als beispielsweise Glykogen,
Stärkemehl oder tapioka, oder jegliches ähnliche Produkt, das sich unmittelbar von der oben definierten Stärke ableitet, z.B.
Dektrine oder Oligoholoside. Die oben definierte Stärke kann im wesentlichen rein vorliegen (Weizen-, Mais-, Maniok-,
Kartoffelstärke usw.) oder Bestandteil komplexerer Medien sein
(z.B. Getreide, Gemüse, Ölkuchen, zusammengesetzte Nahrungsmittel usw.).
7018847075t
27308Q6
Es wurde bereits ein von Hand durchgeführtes schnelles Dosierverfahren
vorgeschlagen, das für Stärke in verschiedenen stärkehaltigen Substraten spezifisch ist und die folgenden Arbeitsschritte aufweist:
1) Wenn die behandelte Probe des analysierten Substrats nicht schon teilchenförmig vorliegt, wird eine Zerteilung in Teilchen
der zu dosierenden Substanz und insbesondere ein Zermahlen dieser Substanz vorgenommen. Im allgemeinen müssen die hergestellten
Teilchen einen Teilchendurchmesser von 1 mm oder weniger als 0,5 nun haben.
2) Eine teilchenförmige Probe (z.B. 0,5 g) oder Probenentnahme mit der oben angegebenen Korngröße, d.h. mit einem Durchmesser
unter 1 oder 0,5 mm, wird in einem geeigneten wäßrigen Medium (z.B. 25 ml permutiertes Wasser) suspendiert, wobei in dieses
Medium die in den Teilchen der Probe in Form von Körnern enthaltene Stärke dispergiert wird. Diese beiden Vorgänge werden
im allgemeinen auf hydrothermischem Weg durchgeführt. Dies erfolgt genauer gesagt durch Eindicken, d.h. durch ein etwa
3 Minuten langes Sieden der Mischung wäßriges Medium - teilchenförmige Probe, gefolgt von einer etwa eine Stunde langen
autoklaven Behandlung dieser Mischung bei 140°C und 2,5 kg/cm Auf diese Weise wird eine Stärkedispersion im genannten wäßrigen
Medium erhalten.
3) Es wird auf enzymatischem Weg die gesamte Stärkedispersion oder ein ohne Rest aufgehender Teil hiervon hydrolyisiert mittels
einer enzymatischen hydrolysierenden Zubereitung (Hydrolo.se) mit
wenigstens Glukoamylase (aus Stämmen von Rhizopus domelar oder
Aspergillus niger) zur quantitativen Umwandlung der disperqierten Stärke in im wäßrigen Dispergiermittel gelöste D-Glukose. Hierzu
enthält das wäßrige Medium eine Pufferlösung (z.B. essigsaure- oder 2M Natriumacetatpuffer), um den pH~Wert der Hydrolyse
auf 4 bis 5 zu bringen, und enthält ein bakterizides Mittel (z.B. Natrium- und Quecksilberäthylthiosalicylat,das auch noch
Natriummerthiolat genannt wird), das die Entwicklung jeglichen
709884/0757
Mikroorganismus vermeiden kann. Die Hydrolyse wird mit ständigem
Umrühren bei einer Temperatur in der Nähe von 50 bis 6O0C während
etwa 5 Stunden ausgeführt. Die gewichtsmäßige Konzentration der Hydrolase bezüglich der analysierten
Substratprobe variiert entsprechend dem Ursprung und Reinheitsgrad des Hydrolyseenzyms. Sie variiert im allgemeinen zwischen
10 und 20%, was einem Mittel von etwa 15O U.l. an Glukoamylase
bei 0,5 g Stärke entspricht. Auf diese Weise wird ein Hydrolysat
erhalten.
4) Ks wird ausgehend vom Hydrolysat eine glukosehaltige Lösung
bereitet, die einen gegebenen Teil der Glukose, gegebenenfalls die gesamte Glukose, enthält, die sich aus der Hydrolyse der
Stärke ergibt. Hierzu wird das Hydrolysat mit einem gefalteten Filterpapier filtriert und wird der am Filter gesammelte feste
und unlösliche Rest mengenmäßig gewässert, wobei das erhaltene Filtrat die gesuchte glukosehaltige Lösung darstellt.
5) Danach erfolgt eine gewichtsmäßige Dosierung der in der glukosehaltigen Lösung enthaltenen Glukose, woraus der Gewichtsgehalt an Stärke des analysierten Substrats abgeleitet wird.
Hierzu wird auf enzymatischem und kolorimetrischem Weg dadurch vorgegangen, daß erstens die Glukose als Glukonsäure in wäßriger
und/oder alkoholischer Phase oxydiert wird unter Freigabe von sauerstoffangereichertem Wasser, zweitens durch Einwirkenlassen
des auf diese Weise freigegebenen sauerstoffangereicherten Wassers auf ein Wasserstoff abgebendes chromogenes Mittel,
nämlich das Orthodianisidin, bei Erzeugung eines Farbstoffs durch die katalytische Wirkung eines weiteren Enzyms, nämlich
der Peroxydase, und drittens durch Blockieren der beiden oben angegebenen Reaktionen entweder mit Salzsäure, in welchem Fall
eine gelbe Färbung erhalten wird, oder mit Schwefelsäure, in welchem Fall eine rosa Färbung erhalten wird. Die optische Dichte
der auf diese Weise erhaltenen Färbung, die proportional der Menge an Glukose ist, wird dann gemessen. Hieraus wird der
gewichtsmäßige Gehalt an Stärke des analysierten Substrats abgeleitet. Die Wirkung dor genannten Enzyme wird durch einen
709884/0757
ρ -Wert in der Größenordnung von 7,2 begünstigt, entsprechend
dem Einführen eines Puffers auf der Basis von Trihydroxymethylaminomethan,
der auch noch unter der Bezeichnung Tris-Puffer bekannt ist, in das Reaktionsmittel. Die beiden oben definierten
Reaktionen benötigen zu ihrer Entwicklung eine Zeit von etwa 45 Minuten, eine Temperatur von etwa 2O°c und vollständige
Dunkelheit.
Wenn ein komplexes Substrat zusätzlich zur Stärke Glukose und/ oder Oligoholoside und/oder Dextrine und/oder Kohlehydrate enthält,
die unter der Wirkung der Glukoamylase Glukose freigeben können, ermöglicht das oben angegebene Dosierverfahren nicht
die oben angegebene Unterscheidung und gesonderte Dosierung dieser verschiedenen Massen. Wenn ein gesondertes Analysieren
dieser Massen gewünscht wird, muß auf irgendeinen der folgenden vorausgehenden zusätzlichen Vorgänge zurückgegriffen werden:
a) Wenn die alleinige Dosierung der Stärke gewünscht wird, muß vor der oben beschriebenen Dispersion (1) in wäßrigem Mittel eine
wäßrige und/oder alkoholische (Alkohol bis zu 40%) Extraktion vorgenommen werden zur Beseitigung von Dextrinen und/oder
Kohlenwasserstoffen und/oder Oligoholosiden. Danach erfolgt
die Dosierung der Stärke am Rest;
b) wenn eine Dosierung der gesamten Stärke und der gesamten Dextrine gewünscht wird, muß vor der oben beschriebenen Dispersion
(1) in wäßrigem Mittel eine alkoholische (Alkohol bis zu 80%) Extraktion vorgenommen werden zur Beseitigung der
Glukose und anderen Oligoholosiden.
Für weitere Einzelheiten bezüglich des oben definierten Verfahrens
und dessen verschiedenen Varianten wird auf die folgenden Veröffentlichungen hingewiesen:
1) "Dossage de l'amidon dans les milieux complexes" von
P. Thivend, C. Mercier, A. Guilbot, Seiten 513-526, Band 5 (4) in "Annales de Biologie animale, Biochemie, Bio-
709884/075?
physique", 1965,
2) "Determination of starch with glucoamylase" von
P. Thivend, C. Mercier, A. Guilhot, Seiten 100 bis 105 Band VI in "Methods in Carbohydrate Chemistry", R.L. Whistler, Academic
Press (New-York und London).
3) "Anwendung der Gluco-amylase zur Stärkebestimmung" von P. Thivend, C. Mercier, A. Guilbot, Seiten 278-283 im Heft 2,
17. Jahrgang, 1965, in "Die Stärke" Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft m.b.H., Stuttgart.
4) "Zur enzymatisehen Stärkebestimmung in diätetischen Lebensmitteln",
von H. Ruttloff, M. Rothe, R. Freise, F. Schierbaum, Seiten 201-212, Band 130/4 in "Zeitschrift für Lebensmittel,
Untersuchen und Forschung", 1966.
5) E.Y.C. Leo ot W.J. Whelan, in "Archives of Biochemistry
and Biophysics", Band 116, Seite 162, 1966.
6) M.L. SaIo und M. Salmi, "Determination of starch by the
amyloglucosidase method", in "Journal of the Scientific Agricultural Society of Finland", Seiten 38-45, Band 40, 1966.
7) J.C. Macrae, D.C. Armstrong, "Enzymic method for
determination of ot-linkage glucose polymers in biological
materials", in 19 "Journal of Science and Food Agriculture", Seiten 578-581, Band 19, 1968.
8) L.F. Ebeli, 8 in "Phytochemistry", Seite 25, Band 8, 1969.
9) F. Meuser und W. Kempf, "Analytische Probleme und Anwendungsmöglichkeiten
der enzymatischen Stärkebestimmung", in "Die Stärke", Band 22/12, Seiten 417-423, 1970.
10) R.A. Libby, "Direct starch analysis using DMSO
solubilization and glucoaroylase" in "Cereal Chemistry",
Seiten 473-481, Band 47, 1970.
709884/075?
11) R.F.H. Dekker und G.N. Richards "Determination of
starch in plant material", in "Journal of Science and Food Agriculture", Seiten 441-444, Band 22, 1971.
Alle oben angegebenen Veröffentlichungen sind integrierender Bestandteil der vorliegenden Beschreibung.
Wenn das oben beschriebene Analyseverfahren eine große Vereinfachung
der Dosierung von Stärke ermöglicht, so dauert es trotzdem verhältnismäßig lang und ermöglicht insbesondere keine
Dosierung von mehr als zwölf Proben je Tag unter den üblichen und tatsächlichen Bedingungen eines Analyselaboratoriums. Dies
ergibt sich im wesentlichen dadurch, daß die Dispersion der Stärke einer teilchenförmigen Probe in einem wäßrigen Medium
durch Eindicken und Autoklavenbehandlung, die enzymatische Hydrolyse und die Bereitung der zum Titrieren erforderlichen
glukusehaltigen Lösung durch Filtrieren im wesentlichen noch von Hand erfolgen, d.h. zu ihrer Ausführung jeweils einen oder
mehrere menschliche Eingriffe benötigen. Unter diesen Bedingungen erweist sich die Automatisierung des oben angegebenen
Dosierungsverfahrens als unmöglich, obwohl immer mehr ein Bedarf an Verfahren besteht, die die automatische Ausführung
einer großen Anzahl von hintereinander erfolgenden Dosierungen von Stärke ermöglichen.
Ziel der Erfindung ist die Beseitigung des oben herausgestellten Nachteils. Ziel der Erfindung ist insbesondere die
vollständige oder teilweise Abänderung der verschiedenen in der Beschreibungseinleitung angegebenen Arbeitsschritte (1) bis
(4), um das gewählte Dosierverfahren mit einer wenigstens teilweisen, wenn nicht vollständigen Automatisierung in Einklang
zu bringen, ohne das Wesen des angewendeten Verfahrens zu verschlechtern, d.h. ohne die Grundprinzipien zu verändern.
70988A/075T
Zu diesem Zweck und in der Reihenfolge der Vtfichtigkeit besteht
zuerst ein Interesse am Arbeitsschritt (3) der enzymatischen
hydrolyse (vgl. die Beschreibungseinleitung), der den bedeutendsten Schritt des vorliegenden Dosierverfahrens darstellt, da
von seiner Wirksamkeit, d.h. vom Umformungsgrad der Stärke zu Glukose, die Genauigkeit des gewählten Dosierverfahrens abhängt.
Um der Automatisierung dieses Arbeitsschritts den Weg zu ebnen, muß die unterbrochen arbeitende Art der enzymatischen Hydrolyse
des oben beschriebenen von Hand erfolgenden Verfahrens durch eine kontinuierliche Art der hydrolyse ersetzt werden, genauer
gesagt durch eine geeignete rohrförmige Strömung der Mischung
im Verlauf der Hydrolyse, deren eines Lnde der zu hydrolysierenden
Mischung der Stärkedispersion una der
Hydrolase entspricht und deren anderes Ende der genannten
hydroIysierten Mischung entspricht. Dann aber sieht sich der Faclimann unmittelbar den folgenden Schwierigkeiten
gegenüber:
(1) Die zu hydrolysierende Mischung enthält insbesondere ein wäßriges Medium, in diesen- dispergierte Stärke und das
enzymatische Präparat. Es handelt sich daher im wesentlichen um eine Suspension von ungleichartigen Teilchen eines im wäßrigen
Medium unlöslichen Feststoffs. Unter diesen Bedingungen ermöglicht die gesamte Strömung der zu hydrolysierenden Mischung
das Auftreten einer Ungleichartigkeit mit dem Verhalten der festen Phase, und zwar verglichen mit derjenigen der flüssigen
Phase insbesondere bei Zirkulationsgeschwindigkeiten, die jeweils von denjenigen dieser beiden Phasen abweichen. Daraus
kann sich dann eine unvollständige Hydrolyse der Stärke ergeben durch lokale oder gesamte Abänderung des gewichtsmäßigen Verhältnisses
Enzym/Substrat für eine gegebene Hydrolysezeit, entsprechend einer gegebenen Durchlaufzeit in einem Hydrolysebehälter;
2) die Hydrolyse muß daher unter Umrühren erfolgen zum
709884/0757
Homogenisieren der Strömung in; Verlauf der Hydrolyse. Da der
Querschnitt der gesamten Strömung der zu hydrolysierenden Mischung in Anbetracht des stets begrenzten Volumens der Probenentnahme
verhältnismäßig gering bleibt, ist es praktisch unmöglich, ein wirksames Umrühren in einem Strom mit geringem Querschnitt
zu erzeugen;
3) die in der kontinuierlichen Strömung während der Hydrolyse suspendierten Teilchen können in jedem Augenblick die oder alle
Zirkulationsrohrleitungen der hydrolysierten Mischung verstopfen;
4) von vornherein ermöglicht kein allgemeines oder spezielles Beurteilungselement dem Fachmann die Schlußfolgerung, daß
eine als rohrförmige Strömung ausgeführte kontinuierliche enzymatische Hydrolyse von Stärke vollständig sein kann.
In Abhängigkeit von diesen vier Einschränkungen erscheint von vornherein keine Lösung zufriedenstellend zur kontinuierlichen
und als rohrförmige Strömung erfolgenden in Frage kommenden enzymatischen Hydrolyse.
Nun wurde aber gemäß der vorliegenden Erfindung dank dem oben angegebenen Versuchsprotokoll und den auf diese Weise erhaltenen
Versuchsergebnissen ganz richtig gefunden, daß es möglich ist, den enzymatischen Hydrolysevorgang der Stärkedispersion unter
folgenden Bedingungen kontinuierlich auszuführen:
1) Bildung einer unterteilten Strömung der Mischung der Stärkedispersion und der Hydrolase, d.h.
einer Strömung mit wenigstens einem zusammengesetzten Fluidstrom mit wenigstens einem Abschnitt der genannten Mischung,
der beiderseits durch jeweils zwei gasförmige Puffer begrenzt ist,
2) durch Zirkulierenlassen der auf diese Weise gebildeten
unterteilten Strömung in einem Hydrolysebehälter während einer
709884/0757
ausreichenden Zeit zur Umwandlung der im wäßrigen Medium eines
Abschnitts der oben definierten Art enthaltenen Stärke zu in die sem wäßrigen Medium gelöster Glukose.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wurde gefunden,
daß allein die Unterteilung der Probenentnahme der zu hydrolysierenden
Mischung durch eine geeignete gasförmige Unterteilungsphase die Begrenzung des Volumens ermöglicht, d.h. im wesentlichen
der Länge der zu hydrolysierenden Probe, und folglich an jedem Abschnitt einerseits im Verlauf der Hydrolyse eine vorschriftsmäßige
Homogenisierung der zu hydrolysierenden Mischung und andererseits eine vollständige Hydrolyse der behandelten
Stärke begünstigt.
überdies gestattet die Durchführungsart der Hydrolyse nach der
Erfindung das aufeinanderfolgende Trennen verschiedener Proben jeweils unterschiedlicher zu analysierender Substrate und eignet
sich folglich vollkommen zur automatischen Ausführung von hintereinander stattfindenden Analysen.
überdies kann nun die Hydrolyseart nach der Erfindung mit gewissen
Folgen der automatischen Dosierung ausgeführt werden, die zur Zeit im Handel erhältlich sind, dem Fachmann für die
automatische Analyse wohl bekannt sind und insbesondere proportionierende Pumpen, z.B. Schlauchpumpen in Betrieb nehmen
und die teilweise oder ganz insbesondere in den folgenden Druckschriften beschrieben sind: US-PS 3 134 263, 3 241 432·,
3 227 091, 3 306 229, 3 4 25 357 und FR-PS 2 107 507, 2 107 O93 und 2 107 509.
Die folgende Beschreibung ermöglicht die Präzisierung verschiedener
Arbeitsbedingungen noch bevor diese zufriedenstellend sind, um auf zufriedenstellende Weise eine Hydrolyse nach der
Erfindung automatisch durchführen zu können, und zwar mit den
oben angegebenen Folgen der automatischen Dosierung.
709884/0757
Danach besteht ein Interesse am Arbeitsschritt (2) der Stärkedispersion
(vgl. die Beschreibungseinleitung), der bis heute durch Eindicken und Autoklavenbehandlung ausgeführt wurde. Eine
solche Dispersionsart stellt für die Automatisierung des Dosierungsverfahrens nach der Erfindung ein Hindernis dar, und es
ist nicht möglich, diesen Arbeitsschritt kontinuierlich auszuführen.
Jedenfalls wurde nach der Erfindung aufgrund von experimentellen Untersuchungen, deren Ergebnisse oben angegeben sind, eine Art
der Dispersion von Stärke gefunden, die von der vorhergehenden abweicht und sich leichter in eine automatische Analysefplge
einordnen kann und darin besteht, daß kombiniert werden:
ein an sich bekanntes Einwirkenlassen von Ultraschall auf die im wäßrigen Dispersionsmittel suspendierte teilchenförmige
Probe und
ein Aufrechterhalten der Suspension der teilchenförmigen Probe bei einer Temperatur von etwa 90 bis 1000C, vorzugsweise
etwa 90 bis 95°C.
Eine solche Art der Stärkedispersion erweist sich sogar der bisherigen nur hydrothermischen Art in dem Maß überlegen, wie
die Wirkung des Ultraschalls auf die Dispersion die Vermeidung jeglicher Gelbildung der Stärke und folglich jeglichen Niederschlags
am Boden des Behandlungsbehälters gestattet.
Abschließend besteht ein Interesse am Arbeitsschritt (4) für die Bereitung der glukosehaltigen Lösung, die bei der Titrierung
der Stärke erforderlich ist.(vgl. die Beschreibungseinleitung) .
Hierzu wurde durch den oben angegebenen Versuch gemäß der Erfindung
gefunden, daß die Automatisierung des gewählten Dosierverfahrens durch ein Vorgehen mittels Dialyse begünstigt wird,
d.h.:
709884/0757
1) durch Bilden einer unterteilten ersten Strömung des Hydrolysate
mit wenigstens einem zusammengesetzten Fluidstrom mit wenigstens einem Abschnitt des Hydrolysate, der beiderseits
durch zwei entsprechende Gaspuffer begrenzt wird,
2) durch Bildung einer unterteilten zweiten Strömung einer Gegendialyselösung mit wenigstens einem zusammengesetzten
Fluidstrom mit wenigstens einem Abschnitt der Gegendialyselösung, der jeweils beiderseits von zwei Gaspuffern begrenzt
wird, und
3) durch in Gleichstrom und beiderseits einer Dialysewand erfolgendes
Zirkulierenlassen der ersten bzw. der zweiten unterteilten Strömung, wobei durch deren Vermittlung mittels wenigstens
teilweiser Diffusion von Glukose von einem Abschnitt des Hydrolysats zu einem Abschnitt der Gegendialyselösung
erhalten werden: einerseits eine unterteilte Strömung des wenigstens teilweise glukosefreien Hydrolysats und anderer- ι
seits einer unterteilten Strömung einer glukosehaltigen Lösung.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung eines Ausfuhrungsbeispiels anhand
der Zeichnung. Darin zeigt:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Vorrichtung nach der Erfindung zur Behandlung mittels Ultraschall von in einem
wäßrigen Medium suspendierten teilchenförmigen Substratproben ;
Fig. 2 ein System oder eine Kette zur automatischen Dosierung nach der Erfindung, wobei drei unterschiedliche Teile a,
b, c dieser Kette in Fig. 2a bis 2c dargestellt sind.
Ein automatisches System zur Dosierung von Stärke gemäß der Erfindung enthält einerseits eine Behandlungsvorrichtung nach
Fig. 1 zur Behandlung verschiedener Teilchenproben aus stärkehaltigem
und in einem wäßrigen Medium suspendiertem Substrat
709884/0757
und zur Dispergierung der in diesem wäßrigen Medium enthaltenen Stärke durch die Wirkung des Ultraschalls, wobei die Stärke in
den genannten Substratteilchen enthalten ist, und enthält andererseits eine Kette zur automatischen Analyse gemäß Fig. 2,
insbesondere Fig. 2a bis 2c.
Gemäß Fig. 1 enthält die dargestellte Behandlungsvorrichtung:
einen Drehtisch 9 mit mehreren Behältern 1O, die jeweils zur
Aufnahme von mehreren Phiolen 11 vorgesehen sind, von denen jede eine Probe eines zu behandelnden Materials enthält, nämlich ein
zu analysierendes stärkehaltiges und in einem wäßrigen Medium suspendiertes Substrat, wobei die Behälter 10 regelmäßig und
kreisförmig am Drehtisch 9 verteilt sind;
einen mit dem Drehtisch 9 verbundene Heizeinrichtung 12 für
die genannten Proben, die ein Halten der Vielzahl von Behältern IO auf einer gegebenen und zweckmäßig gewählten Temperatur, z.B.
94 C, ermöglicht; gemäß Fig. 1 bestellt diese Heizeinrichtung aus einem Wasserbad 12, in das die Behälter 10 wenigstens teilweise
eingetaucht sind;
eine Ultraschallsonde 13, die bezüglich der verschiedenen Behälter 10 des Drehtischs 9 senkrecht beweglich sind; diese mit
einem Ultraschallgenerator 14 gekuppelte Sonde 13 enthält eine Verlängerung in der Form einer Stange 15, die vorübergehend in
jede Behandlungsphiole 11 getaucht wird;
eine Vorrichtung 16 zur Entnahme der verschiedenen behandelten
Proben, die gegenüber den verschiedenen Behältern 10 des Drehtischs 9 senkrecht bewegbar ist; diese Vorrichtung 16 ist im
Winkel, z.B. um 180°, gegenüber der Ultraschallsonde 13 versetzt, genauer gesagt ist die Vorrichtung 16 für eine gegebene Probe
in Drehrichtung des Drehtischs 19 hinter der Ultraschallsonde 13 angeordnet, vgl. Pfeil 17;
709884/0757
eine Einrichtung 18 zum periodischen Drehen des Drehtischs 9;
eine mit der Dreheinrichtung 18 synchronisierte Einrichtung zum senkrechten Verschieben der Ultraschallsonde 13 und der Entnahmevorrichtung
16;
eine mit heißem Wasser arbeitende nicht gezeigte Wascheinrichtung für die Verlängerung 15 der Ultraschallsonde 13.
Die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung arbeitet auf folgende Weise:
Befinden sich die Ultraschallsonde 13 und die Entnahmevorrichtung 16 in abgesenkter Stellung, d.h. eingetaucht in die Suspensionen,
die in den der Sonde 13 bzw. der Vorrichtung 16 entsprechenden Phiolen 11 enthalten sind, so werden die Proben dann
durch Ultraschall behandelt, während die um 180 gegenüberliegende Probe zur in Fig. 2 dargestellten Analysenkette entnommen
wird;
die Ultraschallsonde wird danach durch die nicht dargestellte Warmwasserwascheinrichtung abgespült, wonach die Ultraschallsonde
13 und die Vorrichtung 16 in die hoch gelegene Stellung geführt werden;
danach dreht sich der Drehtisch 9 um eine Teilung und führt in Übereinstimmung mit der Ultraschallsonde 15 und der Entnahmevorrichtung
16 jeweils zwei neue Behandlungsphiolen zu;
die Ultraschallsonde 13 und die Entnahmevorrichtung 16 werden dann erneut in der tief gelegenen Stellung jeweils in die beiden
neuen Phiolen eingetaucht;
es beginnt dann wieder eine neue Behandlung usw.
Gemäß Fig. 1 kann die Ultraschallsonde 13 unter Beachtung der
709884/075?
oben angegebenen Folge neben oer Lntnalimevorrichtung 16 angeordnet
werden.
Gemäß Fig. 2, 2a bis 2c enthält eine automatische Dosierungskette nach der Erfindung:
1) eine erste Einrichtung oder Leitung 19 zur unterteilten Strömung
einer von der Entnahmevorrichtung IC stammenden Stärkedispersion; diese Leitung 19 Lesteht aus einem kalibrierten
Rohr mit geringem Querschnitt aus zusammendrückbarem und elastischem
Kunststoff und ermöglicht eine Strömung eines zusammengesetzten Fluidstroms (vgl. Fig. 2a) mit wenigstens einem Abschnitt
der in Frage kommenden Dispersion, der jeweils beiderseits durch zwei gasförmige Puffer begrenzt ist;
2) eine zweite Einrichtung oder Leitung 20 für die Strömung einer Hydrolase 2 mit wenigstens Gluko- ·
amylase besteht aus einem kalibrierten Rohr mit geringem Querschnitt aus zusammendrückbareiti und elastischem Kunststoff und
ermöglicht eine Strömung eines Flüssigkeitsstroms (vgl. Fig. 2a) der in Frage kommenden Ilydrolase.
3) eine erste Einrichtung 21 zur Unterteilung der Strömung der hydrolase 2; diese erste Einrichtung 21
enthält eine dritte Leitung 22 (kalibriertes Rohr mit geringem Querschnitt aus zusammendrückbarem und elastischem Kunststoff),
die an der zweiten Leitung 20 abgezweigt ist, für die Strömung eines Gasstroms (von einer Quelle 4 stammende Luft, vgl. Fig. 2a);
die Unterteilungseinrichtung 21 ermöglicht im einzelnen ein periodisches Einführen von beiderseits der flüssigen Abschnitte
der Ilydrolase 2 gelegenen gasförmigen Puffern in den Flüssigkeitsstrom der zweiten Leitung 20, vgl. Fig. 2a;
4) eine erste Einrichtung 23 zur Wiedervereinigung der unterteil
ten Strömung der von der Entnahmevorrichtung 16 stammenden Stärke dispersion und der unterteilten Strömung der
709884/0757
273U8ÜB
IIydrolase 2, wobei die erste Einrichtung 2 3 in Strömungsrichtung
der IIydrolase stromab der
ersten Unterteilungseinrichtung 21 gelegen ist; die erste Wiedervereinigungseinrichtung
2 3 besteht in der Vereinigung der ersten Leitung 19 und der zweiten Leitung 2Oj
5) einen Iiydrolysebehälter 24, in dem waagerecht ein Teil der
ersten Strömungsleitung 19 in Form einer Schlange 25 angeordnet ist; dieser Hydrolysebehälter 24 besteht aus einem z.B. auf 55°C
durch einen Thermostaten geregelten Kasten, der in Strömungsrichtung der unterteilten Mischung der Stärkedispersion (von der
Entnahmevorrichtung 16 stammend) und der Hydrolase 2 stromab der ersten Wiedervereinigungseinrichtung
gelegen ist;
6) eine erste Einrichtung 26 zur Beseitigung der Unterteilung der hydrolysierten Mischung der Stärkedispersion und der
liydrolase. Die erste Einrichtung 26 ist in Strömungsrichtung dieser Mischung stromab des Hydrolysebehälters 24 gelegen
und enthält eine vierte Leitung 27 oder ein kalibriertes Rohr mit geringem Querschnitt aus zusammendrückbarem und elastischem
Kunststoff, die an der ersten Leitung 19 abgezweigt ist für eine Strömung eines Gasstroms (vgl. Fig. 2a und 2b); die
erste Einrichtung 26 zur Beseitigung der Unterteilung ermöglicht ein Zerlegen des zusammengesetzten Fluidstroms (vgl. Fig. 2b)
der ersten Leitung 18 in den genannten gasförmigen Strom, bestehend aus den verschiedenen gasförmigen Puffern des in Frage
kommenden zusammengesetzten Fluidstroms, und aus einem nicht unterteilten Strom der hydrolysierten Mischung, bestehend aus
den verschiedenen Abschnitten des in Frage kommenden zusammengesetzten Fluidstroms;
7) eine Kläreinrichtung 28, die stromab (in Strömungsrichtung der hydrolysierten Mischung) der ersten Einrichtung 26 zur Beseitigung
der Unterteilung angeordnet ist und eine Trennung der verhältnismäßig feinen Teilchen des festen und im wäßrigen
Medium der in Frage kommenden hydrolysierten Mischung unlöslichen
709884/0757
2 7 3 U b ü >,
Rests vom wie oben angegeben erhaltenen nicht unterteilten
Strom der hydrolysierten Mischung ermöglicht; diese Kläreinrichtung
28 enthält eine fünfte Leitung 29 (ein kalibriertes Rohr mit geringem Querschnitt aus zusaniniendrückbarem und elastischem
Kunststoff), die im wesentlichen senkrecht an der ersten Leitung 1CJ abgezweigt ist und ihrerseits etwa waagerecht verläuft;
die fünfte Leitung 29 ist dann zur Strömung eines nicht unterteilten Hydrolysatstroms Lestimmt, der die verhältnismäßig
feinen Teilchen des in Frage koiruueriuen festen Rests enthält;
8) eine Einrichtung 30 zur erneuten Unterteilung der oben erhaltenen
Uydrolysatströmung, uie in Strömungsrichtung des nicht
unterteilten Hydrolysatstroms stromab der Kläreinrichtung 28 gelegen ist; die Kläreinrichtung 30 enthält eine sechste Leitung
31 oder ein kalibriertes Rohr mit geringem Querschnitt aus ζusanunenurückbarem und elastischem Kunststoff, das an der
fünften Leitung 29 abgezweigt ist für die Strömung eines gasförmigen Stroms (Luft 4, vgl. Fig. 2a und 2b); die Einrichtung
30 zur erneuten Unterteilung ermöglicht ein periodisches Einführen (vgl. Fig. 2b) von beicerseits der beiden Uydrolysatabschnitte
gelegenen gasförmigen Puffern in den Hydrolysatstrom der fünften Leitung 29;.
9) eine dritte Strömungseinrichtung für eine Salzlösung 51 zur
üogendialyse, die aus einer siebten Leitung 32 oder einem kalibrierten
Rohr mit geringem Querschnitt aus zusaniniendrückbarem
und elastischem Kunststoff besteht für die Strömung eines flüssigen
Stroms der Lösung 51, vgl. Fig. 2a;
10) eine zweite Einrichtung 33 zur Unterteilung der Strömung
der Salzlösung 5', die eine achte Leitung 34 oder ein kalibriertes
Hohr mit geringem Querschnitt nun zusammenurückbarem und
elastischem Kunststoff bildet, das an der siebten Leitung 32 abgezweigt ist; die achte Leitung 34 steht mit der freien Luft
4 in Verbindung und ermöglicht das Strömen eines Gasstroms; wie vorher ermöglicht die zweite Unterteilungseinrichtung 3 3
das periodische Einführen von beiderseits der flüssigen Ab-
709884/0757
- 27 - 273Ü806
schnitte gelegenen gasförmigen Puffern in den flüssigen Strom der siebten Leitung 32;.
11) eine Dialysezelle 35, die beiderseits einer Dialysewand 36 (vgl. Fig. 2b) enthält: einerseits ein erstes Abteil 37 mit einem
ersten Einlaß 38, der an der fünften Leitung 29 abgezweigt ist für die unterbrochene Strömung des Hydrolysate und einen ersten
Auslaß 39 für eine unterbrochene Strömung des wenigstens teilweise glukosefreien Hydrolysats, und andererseits ein zweites
Abteil 40 mit einem zweiten Einlaß 41, der an der siebten Leitung 32 abgezweigt ist, zur unterteilten Strömung der Gegenoialyselösung
und einen zweiten Auslaß 42 für eine unterteilte Strömung einer glukosehaltigen Lösung; die beiden Einlasse 38
und 41 der Dialysezelle 35 sind auf derselben Seite der Dialysezelle gelegen, während die beiden Auslässe 39 und 42 auf der
gegenüberliegenden Seite gelegen sind;
12) eine vierte Einrichtung zur unterteilten Strömung der oben erhaltenen glukosehaltigen Lösung, bestehend aus einer neunten
Leitung 43 oder einem kalibrierten Rohr mit geringem Querschnitt aus zusanunendrückbarem und elastischem Kunststoff, das am zweiten
Auslaß 42 der Dialysezelle 35 abgezweigt ist; die neunte Leitung 43 ermöglicht ein Strömen eines zusammengesetzten Fluidstroms
der genannten glukosehaltigen Lösung;
13) eine fünfte Strömungseinrichtung für eine reagierende Lösung
mit insbesondere einer enzymatischen Färbezubereitung 6, einem chromogenen Mittel 7 und gegebenenfalls einem Puffer 8, wobei
diese Strömungseinrichtung aus einer zehnten Leitung 44 oder einem kalibrierten Rohr mit geringem Querschnitt aus zusammendrückbarem
und elastischem Kunststoff besteht; die Leitung 44 ermöglicht ein Strömen eines Flüssigkeitsstroms der oben definierten
reagierenden Lösung;
14) eine dritte Einrichtung 45 zur Unterteilung der Strömung der reagierenden Lösung mit einer elften Leitung 46, die an der
freien Luft 4 mündet und aus einem kalibrierten Rohr mit geringem
709884/07St
273Ü8Ü6
Querschnitt aus zusammendrückbarem und elastischem Kunststoff
besteht; diese elfte Leitung 4G ermöglicht die Strömung eines
gasförmigen Stroms, während die Unterteilungseinrichtung 45 ihrerseits
das periodische Einführen von beiderseits der flüssigen Abschnitte gelegenen gasförmigen Puffern in den flüssigen Strom
der zehnten Leitung 44 ermöglicht;
15) eine zweite Einrichtung 47 zur Vereinigung der unterteilten Strömung der glukosehaltigen Lösung mit der unterteilten Strömung
der reagierenden Lösung; diese zweite Einrichtung 47 ist in Strömungsrichtung der reagierenden Lösung stromab der dritten
Unterteilungseinrichtung 45 gelegen; die zweite Einrichtung 47 besteht in der Vereinigung der neunten Leitung 43 und der zehnten
Leitung 44;
16) einen Reaktionsbehälter 48, in dem ein schlangenförmiger
Teil 49 der vierten Strömungseinrichtung (neunte Leitung 43) ' angeordnet ist; dieser Reaktionsbehälter 48 besteht aus einem
z.B. auf 37°C thermostatgeregelten Kasten, der in Richtung der unterteilten Strömung der glukosehaltigen Lösung stromab der zweiten,
Vereinigungseinrichtung 47 gelegen ist;
17) eine zweite Einrichtung 50 zur Beseitigung der Unterteilung der Farbmischung, die innerhalb des Reaktionsbehälters 48 reagiert
hat, wobei diese zweite Einrichtung 50 in Strömungsrichtung der in Frage stehenden Mischung stromab des Reaktionsbehälters
48 angeordnet ist; die zweite Einrichtung 50 zur Beseitigung der Unterteilung enthält eine zwölfte Leitung 51 oder ein kalibriertes
Rohr mit geringem Querschnitt aus zusammendrückbarem und weichem Kunststoff, das an der neunten Leitung 43 abgezweigt
ist; die zwölfte Leitung 51 ermöglicht ein Strömen eines gasförmigen Stroms, während die zweite Einrichtung 50 zur Beseitigung
der Unterteilung ihrerseits die Zerlegung des zusammengesetzten Fluidstroms der neunten Leitung 43 ermöglicht, und zwar
in den oben definierten gasförmigen Strom, der durch die verschiedenen von der Leitung 51 entfernten gasförmigen Puffer des
709884/0757
- 29 - 273Ü8Ü&
Fluidstroms 43 gebildet wird, und in einen nicht unterteilten
gefärbten Flüssigkeitsstrom, aer durch die verschiedenen Segmente
des Fluidstroms 43 gebildet wird;
18) ein mit einem Schreibgerät 53 gekuppeltes Kolorimeter 52,
das das Messen und Aufzeichnen der optischen Dichte der Färbung des nicht unterteilten gefärbten Flüssigkeitsstroms ermöglicht,
der nach dem beseitigen der Unterteilung in der Leitung 43 zirkuliert;
19) eine dreizehnte Leitung 54, die am ersten Auslaß 39 der Dialysezelle 35 abgezweigt ist und das Entfernen der unterteilten
Strömung vom wenigstens teilweise glukosefreien Hydrolysat ermmöglicht;
die Leitung 54 ist v.ie oben ein kalibriertes Rohr mit geringem Querschnitt aus elastischem und zusammendrückbarem
Kunststoff;
20) eine vierzehnte Leitung 55 für die Zirkulation eines flüssigen
Stroms eines Puffers 3, die am Einlaß der zweiten Leitung abgezweigt ist; wie oben ist aie Leitung 55 ein kalibriertes Rohr
mit geringem Querschnitt aus elastischem und zusammendrückbarem Kunststoff;
21) gegebenenfalls eine fünfzehnte Leitung 56 für die Strömung eines Flüssigkeitsstroms eines Verdünnungsmittels, z.B. destilliertes
Wasser 5; wie oben ist die Leitung 56 ein kalibriertes Rohr mit geringem Querschnitt aus elastischem und zusammendrückbarem
Kunststoff;
22) gegebenenfalls eine vierte Einrichtung 57 zur Unterteilung
der Strömung des Verdünnungsmittels mit, wie oben, einer sechzehnten Leitung 58 (vgl. Fig. 2a), die an der freien Luft 4
mündet und an der fünfzehnten Leitung 56 abgezweigt ist; die vierte Unterteilungseinrichtung 57 ermöglicht ein periodisches
Einführen von beiderseits der flüssigen Abschnitte befindlichen gasförmigen Puffern in die in der fünfzehnten Leitung 56 zir-
709884/0757
- 30 - 2/3UbUb
kulierende Strömung des VerdünnumjsmitteIs;
23) gegebenenfalls eine dritte Wiedervereinigungseinrichtung 59, bestehend aus der Vereinigung der fünfzehnten Leitung 56 mit der
ersten Leitung 19 stromab der ersten Wiedervereinigungseinrichtung 23 in Strömungsrichtung cer zu hydrolysierenden Mischung,
was eine Verdünnung der letzteren ermöglicht;
24) eine siebzehnte Leitung 59, die an einer Quelle 6 für eine enzymatische Färbezubereitung abgezweigt ist; eine achtzehnte
Leitung 60, die an einer Quelle 7 für ein chromogenes Mittel abgezweigt ist; gegebenenfalls eine neunzehnte Leitung 61, die an
einer Quelle 8 für einen geeigneten Puffer abgezweigt ist; alle Leitungen 59, 60 und 61 (Rohre mit geringem Querschnitt aus zusammendrückbarem
und elastischem Kunststoff) sind am Einlaß der fünften Strömungseinrichtung abgezweigt, die aus der oben beschriebenen
zehnten Leitung besteht und der Zirkulation einer reagierenden Färbelösung dient;
25) eine fünfte Einrichtung 62 zur Unterteilung der Strömung der Stärkedispersion, die von der Entnahmevorrichtung 16 der
Fig. 1 stammt; diese fünfte Einrichtung enthält eine zwanzigste Leitung 63, die an der freien Luft 4 mündet und an der ersten
Leitung 19 abgezweigt ist; diese fünfte Einrichtung 62 ermöglicht das periodische Einführen von beiderseits der Dispersionsabschnitte gelegenen Puffern in die in der Leitung 19 zirkulierende
Strömung der Stärkedispersion;
26) eine proportional anpassende Schlauchpumpe, die schematisch durch ein Rechteck 62' dargestellt ist und in Eingriff mit allen
Leitungen 54, 31, 27, 63, 19, 20,22, 58, 56, 34, 32, 44, 46, 51,
43 mit geringem Querschnitt steht; wie an sich bekannt und beispielsweise in den US-PS 3 306 22 9 und 2 9 35 028 beschrieben,
bestehen die bei der vorliegenden Erfindung in Betracht gezogenen Schlauchpumpen ganz allgemein aus einer Reihe von
drückenden Zylindern, dit periodisch mit den oben definierten
70988470757
weichen Rohren in Berührung kommen und sich entlang diesen über eine gewisse Strecke verschielen, bevor sie diese verlassen.
Die oben beschriebenen Unterteilungseinrichtungen 21, 33,45 und gegebenenfalls 57 und die Vorrichtung 30 zum erneuten Unterteilen
können gegebenenfalls durch jede geeignete Vorrichtung gesteuert werden, die ein Konstanthalten der Lange der Abschnitte und
der Länge der gasförmigen Pufier ermöglicht. Es handelt sich
z.U. um eine Vorrichtung mit drückender Stange, die das Zusammendrücken
der entsprechenden Leitungen für die Gaszirkulation auf einem geeigneten Puffer und das Verschließen der genannten
Leitungen bei genauen Augenblicken ermöglicht, die durch die Bewegung der drückenden Zylinder der Schlauchpumpe gesteuert
werden, vgl. z.U. die US-PS 3 306 229 und 3 425 357. überdies ist es nicht erforderlich, daC die Leitungen 63, 22, 58, 34,
und 31 für die Gaszirkulation mit der Schlauchpumpe in Eingriff stehen. Statt dieser kann eine Druckluftquelle oder jedes andere (
geeignete Unterteilungsgas verwendet werden»
Gemäß Fig. 2a, aber auch gemäß Fig. 2, ermöglicht die Schlauchpumpe
62' (Zirkulationseinrichtung für die Fluide) ein Zirkulierenlassen
der verschiedenen Fluide, insbesondere in der ersten Strömungseinrichtung (erste Leitung 19), in der zweiten
Strömungseinrichtung (zweite Leitung 20), gegebenenfalls in der ersten Unterteilungseinrichtung 21 (dritte Leitung 22),
in der ersten Vereinigungseinrichtung 23, gegebenenfalls im ilydrolysebehälter 24, in der Einrichtung 30 zur erneuten
Unterteilung, in der siebten Leitung 32, gegebenenfalls in der achten Leitung 34, in der zehnten Leitung 44, gegebenenfalls
in der elften Leitung 46 und in der zwanzigsten Leitung 63.
Die Arbeitsweise der automatischen Dosierung der Stärke umfaßt
erfindungsgemäß die folgenden Schritte:
1) Wenn das analysierte Substrat nicht bereits in Teilchenform vorliegt, oder wenn das dosierte Substrat nicht in genügend
feiner Form unterteilt iut, wird zu Beginn eine Zerteilung in
709884707BT
Teilchen der zu analysierenden Substanz durch irgendeine geeignete
Einrichtung vorgenommen, insbesondere ein Zermahlen der genannten Substanz; im allgemeinen muß aus den unten angegebenen
Gründen das ausgeführte Zermahlen ausreichen zum Erhalten von Teilchen mit einem Durchmesser von weniger als oder gleich
O,4 mm.
2) Eine teilchenförmige Probe, z.Ii. 5OO mg des Substrats mit
der oben präzisierten Körnung wird in einem geeigneten wäßrigen Medium suspendiert, z.B. in 50 ml destilliertem Wasser, das in
einer Behandlungsphiole 11 enthalten ist.
3) Dank der in Fig. 1 gezeigten Vorrichtung, d.h. dadurch, daß die Behandlungsfiole(n) 11 an den hierzu reservierten Stellen
IO des Drehtischs 9 angeordnet sind, wird im wäßrigen Suspensionsmedium durch die Wirkung des Ultraschalls die von den Teilchen
jeder behandelten Probe enthaltene Stärke dispergiert. Hierzu ,
wird einerseits die Temperatur des Wasserbads 12 in der Weise geregelt, daß jede Suspension einer teilchenförmigen Probe
aus folgenden angegebenen Gründen auf einer Temperatur von etwa 94°C gehalten wird, und v/ird andererseits die Einrichtung
18 zum periodischen Drehen synchron mit der Ultraschallsonde und der Entnahmevorrichtung 16 in der Weise geregelt, daß aus
im folgenden angegebenen Gründen die Ultraschallsonde 13 jede suspendierte teilchenförmige Probe etwa vier Minuten lang behandelt
(einschließlich der Abspülzeit der Ultraschallsonde 13). Die Frequenz des Ultraschallgenerators 14 beträgt beispielsweise
20 kHz, während dessen elektrische Leistung gleich 15O W ist.
4) Durch die fünfte Unterteilungseinrichtung 62 und durch die
erste Leitung 19 wird eine unterteilte Strömung der von der Vorrichtung 16 von Fig. 1 entnommenen Stärkedispersion gebildet,
durch die erste Unterteilungseinrichtung 21 und durch die zweite Leitung 20 wird eine unterteilte Strömung der
Hydrolase 2 (mit Glukoamylase) und des gewählten Puffers 3 (z.B. Puffer aus Essigsäure, 2M Natriumazetat) gebildet.
Durch die erste Vereinigungseinrichtung 23 werden vereinigt:
709884/0757
273Ü80B
die unterteilte Strömung der von der Entnahmevorrichtung 16 von
Fig. 1 stammende Stärkedispersion und die unterteilte Strömung der Hydrolase 2 und des gewählten Puffers
3. Durch eine vierte Unterteilungseinrichtung 57 und durch die
fünfzehnte Leitung 56 wird gegebenenfalls eine unterteilte Strömung
eines geeigneten Verdünnungsmittels, z.B. destilliertes Wasser, gebildet. Durch gegebenenfalls die dritte Vereinigungsvorrichtung 59, die in Richtung der unterteilten Strömung der
Stärkedispersion stromab der ersten Vereinigungseinrichtung 23 angeordnet ist, wird eine unterteilte Strömung der zu hydrolysierenden
eigentlichen Mischung gebildet, die folglich enthält: die von der Vorrichtung 16 entnommene Stärkedispersion, gegebenenfalls
das gewählte Verdünnungsmittel 5, die Hydrolase 2 und den gewählten Puffer 3. Ausgehend von
der dritten Vereinigungseinrichtung 23 liegt folglich eine unterteilte Strömung der zu hydrolysierenden Mischung und genauer'
gesagt ein zusammengesetzter Fluidstrom vor, der eine Vielzahl '
von Abschnitten der zu hydrolysierenden Mischung enthält, von denen jeder jeweils beiderseits von zwei gasförmigen Puffern
begrenzt ist. Die Regelung der Analysekette erfolgt in der Weise, daß einerseits in Höhe der ersten Vereinigungseinrichtung 23
ein Abschnitt der Ilydrolase und des gewählten Puffers sich mit einem Abschnitt der Stärkedispersion und nicht mehr einem
gasförmigen Puffer vereinigt, und daß andererseits gegebenenfalls in Höhe der dritten Vereinigungseinrichtung 59 ein Abschnitt
des Verdünnungsmittels sich mit einem Abschnitt der Mischung der Stärkedispersion, der Ilydrolase und des gewählten
Puffers vereinigt. Überdies werden in Abhängigkeit von der Konzentration der Ilydrolase 2
und derjenigen des gewählten Puffers 3 das Volumen jedes in der Leitung 2O zirkulierenden Abschnitts und/oder das Volumen
jedes gegebenenfalls in der Leitung 56 zirkulierenden Abschnitts und/oder das Volumen jedes in der Leitung 19 zirkulierenden Abschnitts
stromauf der ersten Vereinigungsvorrichtung 23 in der Weise gewählt, daß jeder Abschnitt der zu hydrolysierenden
Mischung, die stromauf der dritten Vereinigungseinrichtung 59 zirkuliert, aufweist: einerseits ein Gewichtsverhältnis der
709884/0757
- 34 - 2 7 3 U 8 Ü b
Ilydrolase 2 zur analysierten teilchenförmigen Substratprobe,
die vom gleichen Abschnitt der zu hydrolysierenden Mischung enthalten
ist, in der Nähe des Werts 7 (aus weiter unten angegebenen Gründen) und andererseits eine in der Nähe von M/10 gewählte
Pufferkonzentration.
5) Man läßt die unterteilte Strömung der zu hydrolysierenden Mischung stromab der dritten Vereinigungseinrichtung 59 in der
im ilydrolysebehälter 24 angeordneten Schlange 25 zirkulieren, wobei der liydrolysebehälter auf z.ü. 55 C thermostatgeregelt
ist. Die Zirkulationsdauer der zu hydrolysierenden Mischung reicht aus zum Umwandeln der im v/äßrigen Medium eines Abschnitts
dispergierten Stärke zu in diesem Medium gelöster Glukose. Die Hydrolysedauer, d.h. die Zirkulationsdauer in der Schlange 25,
liegt beispielsweise in der Nähe von etwa einer Stunde.
6) Durch die erste Einrichtung 26 zur Beseitigung der Unter- ' teilung und durch die erste Leitung 19 wird die Unterteilung
der Strömung der hydrolysierten Mischung stromab der Hydrolyseschlange 25 und folglich des hydrolysebehälters 24 beseitigt.
Genauer gesagt wird durch die vierte Leitung 27 und durch die erste Leitung 19 der zusammengesetzte Fluidstrom der hydrolysierten
Mischung zerlegt einerseits in einen Gasstrom, der durch die verschiedenen Gaspuffer des in Frage stehenden zusammengesetzten
Fluidstronis gebildet wird, der in der Leitung 27 zirkuliert, und andererseits in einen nicht unterteilten Strom
der hydrolysierten Mischung, der durch die verschiedenen Abschnitte desselben zusammengesetzten Fluidstronis gebildet wird,
der stromab der ersten Einrichtung 26 zur Beseitigung der Unterteilung in der Leitung 19 zirkuliert.
7) Durch die Kläreinrichtung 28, d.h. durch die Verbindung der senkrechten fünften Leitung 29 mit der waagerechten ersten Leitung
19 werden die verhältnismäßig feinen Teilchen des festen und im wäßrigen Medium der hydrolysierten Mischung unlöslichen
Rests vom nicht unterteilten Strom getrennt, der stromab der
Einrichtung 26 zur Beseitigung der Unterteilung in der Leitung
709884707S7
zirkuliert; anders ausgedrückt werden durch die Einrichtung mittels Schwerkraft die verhältnismäßig feinen Teilchen von den
verhältnismäßig großen Teilchen des in Frage stehenden festen Rests getrennt, der im wäßrigen Medium der hydrolysierten Mischung
unlöslich ist. Genauer ausgedrückt wird der nicht unterteilte und stromab der ersten Einrichtung 26 zur Beseitigung
der Unterteilung zirkulierende Strom geteilt: einerseits in einen ersten nicht unterteilten Strom, der die verhältnismäßig
feinen Teilchen des festen Rests enthält, die in der fünften Leitung 29 zirkulieren, und andererseits in einen zv/eiten nicht
unterteilten Strom, der die verhältnismäßig großen Teilchen desselben festen Rests enthält, die im Rest der Leitung 19
stromab der Einrichtung 28 zur Beseitigung der Unterteilung zirkuliert.
8) Durch die Einrichtung 30 zum erneuten Unterteilen und durch die fünfte Leitung 29 wird die Strömung des Hydrolysate erneut
unterteilt. Genauer ausgedrückt wird ausgehend von einem in der fünften Leitung 29 zirkulierenden nicht unterteilten
ersten Strom und ausgehend von einem in der sechsten Leitung zirkulierenden gasförmigen Strom stromab der Einrichtung 3O zum
erneuten Unterteilen ein zusammengesetzter Fluidstrom rückgebildet,
der eine Vielzahl von Hydrolysatabschnitten enthält,
von denen jeder jeweils beiderseits von zwei gasförmigen Puffern begrenzt ist. Auf diese Weise wird eine neue unterteilte
Strömung des Hydrolysats gebildet, die im folgenden erste Strömung genannt wird.
9) Durch die zweite Unterteilungseinrichtung 33 und durch die siebte Leitung 32 wird eine zweite unterteilte Strömung einer
Salzlösung 5' für die Gegendialyse gebildet, folglich ein zusammengesetzter
Fluidstrom, der mehrere Abschnitte der gewählten Salzlösung enthält, die jeweils beiderseits von zwei Gaspuffern
begrenzt sind.
709884/0757
10) In der Dialysezelle 35 erfolgt eine Zirkulation im Gleichstrom
beiderseits der Dialysewand 36 der durch den ersten Einlaß 38 eingeführten unterteilten ersten Strömung bzw. der durch
den zweiten Einlaß 41 eingeführten unterteilten zweiten Strömung. Durch wenigstens teilweise Diffusion von Glukose von einem Abschnitt
des im ersten Abteil 37 zirkulierenden Hydrolysate zu einem Abschnitt der im zweiten Abteil 40 zirkulierenden Gegendialyselösung
wird auf diese Weise erhalten: einerseits eine durch den ersten Einlaß 39 entleerte unterteilte Strömung des
wenigstens teilweise glukosefreien Hydrolysats und andererseits eine durch die zweite öffnung 4 2 entleerte unterteilte Strömung
einer glukosehaltigen Lösung. Die Regelung der automatischen Analysekette erfolgt in der Weise, daß in der Dialysezelle 35
einerseits ein Abschnitt des Hydrolysats dieselbe Länge wie ein Abschnitte der Gegendialyselösung enthält und andererseits
ein Abschnitt des Hydrolysats zusammenfallend mit dem Abschnitt der Gegendialyselösung zirkuliert, vgl. Fig. 2b.
11) Durch die dritte Unterteilungseinrichtung 45 und durch die zehnte Leitung 44 wird eine unterteilte Strömung einer reagierenden
Lösung gebildet, die stromab der dritten Unterteilungseinrichtung 45 in der Leitung 44 zirkuliert. Dieser reagierende
Lösung enthält eine Hydrolase 6 (mit Glukose-oxydase und Peroxydase), das gewählte chromogene Mittel
7 (z.B. Orthodianisidin) und den gewählten Puffer 8 (z.B. Trihydroxymethylaminomethan). Folglich liegt stromab der
dritten Unterteilungseinrichtung 45 ein zusammengesetzter Fluidstrom
vor, der eine Vielzahl von Abschnitten der oben definierten reagierenden Lösung enthält, die jeweils beiderseits durch
zwei gasförmige Puffer begrenzt sind.
12) Durch die zweite Vereinigungsvorrichtung 47 wird die in der zehnten Leitung 44 zirkulierende unterteilte Strömung der
genannten reagierenden Lösung mit der in der neunten Leitung 43 zirkulierenden unterteilten Strömung der glukosehaltigen Lösung
709884/0757
vereinigt, wobei die neunte Leitung 4 3 am zweiten Auslaß 4 2 der liydrolysezelle 35 abgezweigt ist. Stromab der Vereinigungseinrichtung
47 und stromauf des Reaktionsbehälters 48 liegt folglich eine unterteilte Strömung eines Farbgemischs vor,
das die in der Leitung 4 3 zirkulierende glukosehaltige Lösung, die enzymatische Farbezubereitung 6, das chromogene Mittel 7
und den Puffer 8 enthält. Folglich liegt stromauf des Reaktionsbehälters ein zusammengesetzter Fluidstrom vor, der eine Vielzahl
von Abschnitten der genannten chromogenen Mischung enthält,dle
jeweils beiderseits durch zwei gasförmige Puffer begrenzt sind. Die Regelung der automatischen Analysekette erfolgt in der
Weise, daß in Höhe der zweiter. Vereinigungseinrichtuhg 47 sich
ein Abschnitt der in der Leitung 44 zirkulierenden reagierenden Lösung mit einem Abschnitt der in der Leitung 43 zirkulierenden
glukosehaltigen Lösung und nicht mit einem gasförmigen Puffer vereinigt. Beispielsweise sine! die Hydrolase 6,
das chromogene Mittel 7 und der Puffer 8 in Form
einer einzigen reagierenden Mischung verfügbar, die ausgehend von einer Lösung von 60 g/l Trihydroxymethylaminomethan hergestellt
werden, dessen ρ -Wert auf 7,3 gebracht ist bei etwa 40 ml/1 reiner Salzsäure und unter Auflösung in der auf diese
Weise erhaltenen Lösung von etwa 2 g/l Glukose-oxydase (Typ 2, von der US-Gesellschaft SIGMA in den Handel gebracht), von etwa
IO mg/1 Peroxydase (Typ 2, von der US-Gesellschaft SIGMA in
den Handel gebracht) und von etwa 15Ο mg/1 Orthodianisidin.
13) Man läßt die unterteilte Strömung der Farbmischung stromab der Vereinigungsstelle 47 im Reaktionsbehälter 48,
genauer gesagt in der Schlange 49, bei einer Temperatur von etwa beispielsweise 37°C während einer Zeit zirkulieren, die
ausreicht zum Uniformen des in einem Abschnitt der in der Schlange 49 zirkulierenden Mischung gelösten chromogenen Mittels
zu Farbstoff. Die Zirkulationsdauer eines solchen Abschnitts in der Schlange 49, d.h. die Reaktionsdauer in dieser Schlange,
beträgt etwa 45 Minuten.
70988470757
14) Am Auslaß des Reaktionsbehälters 48, d.h. am Auslaß der Schlange 4y, wird durch die zweite Einrichtung 50 zum Beseitigen
der Unterteilung und durch die neunte Leitung 43 die Unterteilung der in der Leitung 43 zirkulierenden Strömung der reagierten
Farbmischung beseitigt. Genauer gesagt wird durch die Leitungen 43 und 51 der aus dem Reaktionsbehälter 48 auftretende
zusammengesetzte Fluidstrom zerlegt einerseits in einen in der zwölften Leitung 51 zirkulierenden Gasstrom, der durch
die verschiedenen gasförmigen Puffer der in Frage stehenden zusammengesetzten Fluidströmung gebildet wird, und andererseits
in einen nicht unterteilten Flüssigkeitsstrom der reagierten Farbmischung, gebildet durch die verschiedenen Abschnitte
des in Frage stehenden Fluidstroms.
15) Durch das Kolorimeter 52 und durch das Schreibgerät 53 wird die optische Dichte des gefärbten und nicht unterteilten
Flüssigkeitsstroms gemessen, der stromab der zweiten Einrichtung 50 zur Beseitigung der Unterteilung in der Leitung 43 zirkuliert,
woraus der Stärkegehalt des analysierten Substrats abgeleitet wird.
Insgesamt ist festzustellen:
daß die oben beschriebenen Betriebsphasen (2) und (3) durch die Vorrichtung der Fig. 1 die automatische Ausführung der
Dispersion der von einer teilchenförmigen Probe des zu analysierenden Substrats enthaltenen Stärke in einem wäßrigen Suspensionsmedium
ermöglichen,
daß die oben beschriebenen Betriebsphasen (4) und (5) die automatische kontinuierliche Ausführung des enzymatischen Hydrolysevorgangs
der erhaltenen Stärkedispersion ermöglichen,
daß die oben beschriebenen Betriebsphasen, (9) und (10), denen
gegebenenfalls die Betriebsphasen (6) bis (8) vorangehen, die automatische und kontinuierliche Durchführung des Bereitungsvorgangs der glukosehaltiyen Lösung ausgehend von der hydroly-
70988470757
sierten Stärkedispersion ermöglichen.
Um zum Gewichtsgehalt an Stärke der verschiedenen teilchenförmigen
Proben von behandeltem stärkehaltigem Substrat mit dem oben beschriebenen automatischen Dosiersystem zu gelangen, ist
es erforderlich:
über eine Eichprobe der verschiedenen glukosehaltigen Lösungen zu verfügen, nämlich über verschiedene Eichproben für
die Glukosekonzentration, deren Größe regelmäßig von einer Eichprobe zur anderen variiert; beispielsweise variiert die
Konzentration der verschiedenen Eichproben regelmäßig zwischen 20 und 60 Mikrogramm, was dem Konzentrationsbereich an Glukose
entspricht, in dem das Kolorimeter 52 am empfindlichsten ist in Anbetracht der oben angegebenen verwendeten Färbungsbedingungen;
in Abhängigkeit vom vermuteten Gehalt an Stärke des analysierten Substrats einzustellen: das Volumen der Abschnitte der in
der Leitung 19 zirkulierenden Stärkedispersion und/oder das Volumen der Abschnitte des mit dem gewählten Puffer gemischten
und in der Leitung 20 zirkulierenden enzymatischen Hydrolysepräparats und/oder gegebenenfalls das Volumen der in der Leitung
56 zirkulierenden Lösungsmittelabschnitte und/oder das Verhältnis zwischen den Querschnitten der Leitungen 19 und 29 und/
oder die Bedingungen zum erneuten Unterteilen in Höhe der Einrichtung
30 und/oder das Volumen der in der Leitung 32. zirkulierenden Abschnitte der Gegendialyselösung in der Weise, daß
die Glukosekonzentration der in der Leitung 43 zirkulierenden Abschnitte der glukosehaltigen Lösung am Auslaß 52 der Dialysevorrichtung
35 etwa innerhalb derjenigen der Eichprobe liegt;
vor dem Dosieren der verschiedenen teilchenförmigen Proben an stärkehaltigem Substrat jede Konzentrationseichprobe in der
in Fig. 2 gezeigten automatischen Analysekette zu behandeln, d.h. jede Konzentrationseichprobe durch die Leitung 12 stromauf
der Schlauchpumpe 62' einzuführen. Auf diese Weise erfährt jede
70988470757
Eichprobe, wie oben angegeben, eine Unterteilung eine Hinzufügung einer unterteilten Lösung der
Hydrolase 2 und des Puffers 3, eine eventuelle Hinzufügung eines
unterteilten Verdünnungsmittels 5, eine Hydrolyse im Hydrolysebehälter 24, eine Beseitigung der Unterteilung, eine Klärung,
ein erneutes Unterteilen, eine Dialyse, eine Hinzufügung einer reagierenden und unterteilten Farblösung 6, 7, 8, eine Beseitigung
der Unterteilung und eine abschließende Titrierung der optischen Farbdichte im Kolorimeter 52.
Durch die Behandlung des genannten Eichbereichs kann eine Eichkurve aufgestellt werden, die die Ermittlung des Gehalts
an Stärke jedes analysierten Substrats ausgehend von der folgenden Formel ermöglicht:
a _ XxV χ 9
P χ 1O5
Hierin ist:
a der Gewichtsgehalt an Stärke des analysierten Substrats, ausgedrückt in Gew.-% an Trockenmaterial des Substrats,
X die Konzentration an Glukose, ausgedrückt in Mikrogramm je Liter, angezeigt am Schreibgerät 53 ausgehend von der Eichkurve
,
V das Volumen der Stärkedispersion, die in jeder Behandlungsfiole
11 (vgl. Fig. 1) zur Verfügung steht, ausgedrückt in ml,
P das Gewicht der teilchenförmigen Probe (oder Probenentnahme) , die in jeder Behandlungsfiole 11 dispergiert ist, ausgedrückt
in g Trockenmaterial.
Als Beispiel werden in Anbetracht der zur Zeit auf dem Markt
verfügbaren Bestandteile für die automatische Analyse, insbesondere der kalibrierten Leitungen mit geringem Querschnitt
70*88470757
aus zusammendrückbarem und elastischem Kunststoff, die gegenwärtig
im Handel sind, in der unten angegebenen Tabelle 1 verschiedene analytische Anordnungen vorgeschlagen, die die Erzielung
von ziemlich beieinander liegenden Ergebnissen am Schreibgerät 5 3 ermöglichen bei ein und demselben Gesamtvolumen
der Abschnitte der zu hydrolysierenden Mischung, die stromab der dritten Vereinigungseinrichtung 59 in der Leitung 19 zirkuliert.
Verhältnis zwischen den Querschnitten der verschie denen Leitungen der Analyse kette der Fig. 2 und dem Querschnitt der Leitung 55 |
Vermuteter Stärkegehalt des analysierten stärke haltigen Substrats (in Gew.-% des Trockenmate rials) |
Leitung 19 | O bis 5 5 bis 15 15 bis 30 |
Leitung 56 | 16 8 4,2 |
Leitung 5 5 | 8 12 |
Leitung 20 | 111 |
2,3 2,3 2,3 |
Es empfiehlt sich, die Bedeutung der oben beschriebenen Betriebsphasen
(6) bis (8) der automatischen Analyse hervorzuheben und folglich die Bedeutung der Aufeinanderfolge der Einrichtung
26 zur Beseitigung der Unterteilung, der Kläreinrichtung 28 und der Einrichtung 30 zum erneuten Unterteilen. Im
Fall von komplexen stärkehaltigen Substraten mit weiteren von der Stärke unterschiedlichen Substanzen, z.B. Zellulose,
Proteine usw., sind die großen unlöslichen Teilchen der hydrolysierten Mischung in der Lage, einerseits wenigstens einen
Teil der Dialysezelle 35, gegebenenfalls die Schlange 49 für die kolorimetrische Reaktion und das Kolorimeter 52, zu verstopf
en, und andererseits durch Absorption einen nicht zu vernachlässigenden Teil der sich aus der Hydrolyse ergebenden
Glukose zurückzuhalten, folglich den Dialysekoeffizienten
709884/07«?
- 42 - 273080b
der analysierten Probe gegenüber demjenigen der Eichprobe zu verändern. Unter diesen Bedingungen ermöglicht die Klärvorrichtung
28, die überdies durch einen Endlosfilter ersetzt werden könnte, die Einführung eines völlig klaren Hydrolysats in das
erste Abteil 37 der Hydrolysezelle 35 und ermöglicht folglich die Erzielung eines Dialysekoeffizienten der von der Hydrolyse
stammenden Glukose, der etwa demjenigen der Glukose der Eichprobe nahekommt.
Die beschriebene Erfindung wurde durch das Versuchsprotokoll
ermöglicht, dessen bedingungen und Ergebnisse im folgenden angegeben werden.
Mit Hilfe einer Ultraschallbehandlungsvorrichtung, die der zu Fig. 1 beschriebenen ähnlich sein kann, besteht zuerst ein
Interesse an den den Betriebsbedingungen dieser Dispersionstechnik, die die Erzielung von Ergebnissen ermöglicht, die
sich nicht wesentlich von denjenigen unterscheiden, die von der hydrothermischen Dispersion geliefert werden (vgl. den
in der Beschreibungseinleitung beschriebenen Arbeitsschritt (2) gemäß dem Stand der Technik).
Hierzu wurde ein Ultraschallgenerator verwendet, dessen Arbeitsfrequenz 20 kHz und dessen elektrische Leistung 150 W betrugen.
Es wurden die Konzentrationsbedingungen und das Volumen (etwa 0,5 g teilchenförmige Probe in 25 ml permutiertes Wasser) beibehalten,
die in dem von Hand durchgeführten Verfahren des
Stands der Technik verwendet wurden (vgl. den in der Beschreibungseinleitung definierten Arbeitsschritt 2), um die Dispersionsart
mit Ultraschall mit der normalerweise verwendeten zu vergleichen, nämlich dem von einer Autoklavenbehandlung gefolgten
Eindicken. Die Menge an dispergierter Stärke wird durch Umwandlung zu Glukose bestimmt, genauer gesagt durch Hydrolyse
mit Glukoamylase, und durch Dosierung der durch die Glukoseoxydase
und die Peroxydase gebildeten Glukose gemäß den in der Beschreibung erläuterten ftrbeitsschritten (3) bis (5). Aus-
709884/075?
gehend von einer reinen Stärke von normalem Reis konnte gemäß der Tabelle 2 gezeigt werden, daß es unmöglich ist, die Stärke
eines stärkehaltigen Substrats durch Einwirken von Ultraschall bei Umgebungstemperatur vollständig zu dispergieren.
Einwirkungsdauer aes Ultraschalls in min |
Gew.-% an dis- pergierter Stärke |
2 4 6 10 |
33,1 32,6 35,7 31,4 |
Diese Ergebnisse wurden bestätigt, und zwar unabhängig von der Einwirkungsdauer des Ultraschalls und der Art des verwendeten
Behandlungsbehälters, bei dem es sich um einen Erlenmeyer-Kolben
oder ein Reagenzglas handelt. Es zeigt sich somit, daß die erhaltene Stärkedispersion bei Umgebungstemperatur nicht etwa
35% der im analysierten Substrat enthaltenen Stärke übersteigen kann.
Nach wie vor für eine reine Stärke von normalem Reis, bei Aussetzung
des Erlenmeyer-Kolbens einer Ultraschallbehandlung in einem kochenden Wasserbad und folglich bei einem Aufrechterhalten
der Suspension der teilchenförmigen Probe reiner Stärke bei einer Temperatur von etwa 50 bis 1OO°C, ist z.B. durch Beobachtung
am optischen Mikroskop festzustellen, daß die Dispersion der Stärkekörner als vollständig sich erweist bei einer Einwirkungsdauer
des Ultraschalls von etwa 4 bis 6 Minuten. Diese Beobachtung wird durch die untenstehende Tabelle 3 bestätigt,
die sich auf eine Dispersion von reiner Stärke bezieht, und zwar einerseits durch hydrothermische Behandlung und anderer-
7098S4/07S7
seits durch Einwirkung von Ultraschall während 4 Minuten, bei Umgebungstemperatur und bei einer Temperatur bis zu 94°C.
Zahl der ana lysierten Proben |
Von Hand erfol gende Dispersion (Eindicken und Autoklavenbe- handluna) |
Ultraschall | während 4 | min |
Stärkegehalt (in g) je 100g reiner trocke ner Maisstärke |
15 | Umgebungs temperatur |
94°C | |
97,5 + 1,65 | 12 | 18 | ||
33,7 + 1,7 | 99,3 + 2 | ,25 |
Die Dispersionstemperatur der teilchenförmigen Proben im gewählten
wäßrigen Medium wird vorzugsweise auf etwa 90 bis 95°C gehalten. In allgemeiner Weise ist zu beobachten, daß über
90°C die Stärkedispersion unzureichend ist, selbst wenn die Einwirkungsdauer des Ultraschalls verlängert wird, und daß
über 95°C die durch die Einwirkung des Ultraschalls bedingten Kavitationserscheinungen inmitten der Stärkedispersion auftreten,
woraus sich ein Verlust der dosierten Substanz ergibt.
Durch systematische Versuche kann auf dieselbe Weise gesagt werden, daß die Einwirkungsdauer des Ultraschalls vorzugsweise
etwa 4 bis 6 Minuten betragen muß. Es ist zu beobachten, daß über 4 Minuten die erzeugte Stärkedispersion unzureichend ist,
und daß über 6 Minuten eine rückäufige Veränderung der behandelten Stärke erfolgt, d.h. eine Bildung neuer chemischer
Bindungen, die anschließend daran unter der Wirkung der Glukoamylase
nicht hydrolysiert werden können, was offensichtlich der Genauigkeit der erfolgten Dosierung schadet.
709884/0757
Im weiteren wurden verschiedene komplexe stärkehaltige Substrate untersucht, die in der unten stehenden Tabelle 4 angegeben sind.
Genauer ausgedrückt wurden die erhaltenen Ergebnisse verglichen (Gew.-% Stärke im Trockenmaterial des analysierten komplexen
Substrats), entweder durch Dispergieren der Stärke durch Einwirkung von Ultraschall oder durch Dispergieren der Stärke
auf übliche Yveise, d.h. durch eine hydrothermische Behandlung.
Dispersionsart | Eindicken und Auto | |
klavenbehandlung | ||
Ultraschall · | 96,9 | |
Reisstärke | 98,5 | 97,2 |
Maniokstärke | 98,3 | 81,5 |
Grieß aus normalem Mais | 80,7 | 84,4 |
Grieß aus wachsartigem Mais | 82,8 | 82,4 |
Grieß aus extrudiertem Mais | 81,3 | 91,1 |
Reisgrieß | 93,8 | 42,6 |
hafer | 42,8 | 79,4 |
Hirsemehl | 79,7 | 36,0 + 3,7 |
Saubohnen (16 Proben) | 36,5 + 3,3 |
Die in der obigen Tabelle angegebenen Ergebnisse zeigen, daß die vorher definierten Dispersionsbedingungen für Stärke unter
der Wirkung von Ultraschall ausreichend sind für die Gesamtheit der untersuchten komplexen stärkehaltigen Substrate. 'Der statistische
Vergleich der erhaltenen Resultate durch die Methode der Paare gestattet die Feststellung, daß die beiden Dispersionsarten, nämlich die bisherige und diejenige nach der Erfindung,
Ergebnisse liefern, die sich statistisch nicht unterscheiden. Derselbe statistische Vergleich, ausgeführt an 16 untersuchten
Proben kleiner Saubohnen gestattet dieselbe Schlußfolgerung. Insgesamt ist die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse für ein
und dieselbe teilchenförmige Probe im wesentlichen dieselbe,
da der Veränderungskoeffizient für die verschiedenen verwendeten
709884/075*
Verfahren bei 1 bis 3% liegt.
Jedenfalls ist es zweckmäßig, im Fall von Stärke mit einer gegenüber
der Dispersion besonders widerstandsfähig physikalischchemischen Struktur, z.B. im Fall von an Amylase reichen Stärken,
die Hinzufügung eines dispergierenden Mittels zum wäßrigen Dispersionsmedium, um die dispergierende Wirkung des Ultraschalls
zu begünstigen und zu verstärken. In dieser Hinsicht ist es zweckmäßig, unter allen zur Zeit verwendeten chemischen
Dispersionsniitteln das Chloralhydrat oder das 2,2,2 Trichloro-1,1 äthandiol zu bevorzugen, das sich als ein Produkt mit dem
besten Verhalten hinsichtlich der gesuchten Dispersion erwiesen hat. überdies wurde bestätigt, daß das Chloralhydrat keinerlei
Einfluß auf die enzymatische Aktivität der Glukoamylase im Verlauf der Hydrolyse der disfergierenden Stärke und der
Glukose-oxydase und der Peroxydase im Verlauf der Dosierung der sich aus der Hydrolyse ergebenden Glukose ausübt. '
Folglich kann der ultraschall durch ein von einer Autoklavenbehandlung
gefolgtes Eindicken ersetzt werden für das Dispergieren der Stärke einer teilchenförmigen Probe in einem geeigneten
wäßrigen Medium, jedoch unter der Bedingung, daß alle oder ein Teil der oben definierten Betriebsparameter verwendet v/erden.
Allein diese letzteren ermöglichen ein ausreichendes Dispergieren der Stärke, damit die abschließende enzymatische
Hydrolyse vollständig ist, aber auch nicht zu intensiv ist, damit das behandelte teilchenförmige Substrat nicht über das
Glukosestadium hinaus umgewandelt wird, das das zur Bestimmung des Stärkegehalts dienende Endprodukt darstellt.
Anschließend daran besteht ein Interesse an der Bestimmung der Betriebsbedingungen, die die automatische Dosierung der Stärke
mit der zu Fig. 2 und 2a bis 2c beschriebenen automatischen Analysekette ermöglichen.
Hierzu müssen die gewählten Betriebsbedingungen die folgenden Einschränkungen in Rechnung ziehen, die mit der zu Fig. 2 ge-
709884/0757
zeigten gewählten automatischen Analysekette verbunden sind:
1) In Anbetracht der Eigenschaften der gegenwärtig im Handel
befindlichen proportional fördernden Schlauchpumpen und in Abhängigkeit von den gegenwärtig im Handel befindlichen kalibrierten
Leitungen aus zusammendrückbarem und elastischem Material müssen die letzteren untereinander ein maximales und ein minimales
Querschnittsverhältnis haben, um bei ein und derselben Schlauchpumpe gemeinsam verwendet werden zu können. Daraus ergibt
sich, daß die Verhältnisse zwischen den verschiedenen Reagenzien nicht nur den Betriebsbedingungen genügen müssen, die
für die enzymatische Hydrolyse der Stärke und die kolorimetrische und enzymatische Dosierung der Glukose gewählt sind, sondern
müssen auch innerhalb des festgelegten Bereichs der Verhältnisse für die kalibrierten Leitungen in Höhe der Schlauchpumpe 62'
liegen. ,
2) Aufgrund des geringen Volumens der verschiedenen Abschnitte einerseits der in der Leitung 19 zirkulierenden zu hydrolysierenden
Mischung und andererseits der in der Leitung 43 zirkulierenden glukosehaltigen Lösung, müssen die Verhältnisse der
verschiedenen Reagenzien, insbesondere das Gewichtsverhältnis Enzym - stärkehaltiges Substrat in Abhängigkeit von den Möglichkeiten
der gewählten automatischen Analysekette an diese neuen Dosierungsbedingungen angepaßt werden
3) Damit die automatische Analysekette von Fig. 2 in der Praxis geeignet verwendet werden kann, darf die Hydrolysedauer, d.h.
die Zirkulationsdauer in der Schlange 25, der Stärkedispersion und der Hyarolase nicht zu lang sein.
4) In Anbetracht der Tatsache, daß es leichter ist, in der Dialysezelle 35 ein Waschen des festen Rests der hydroIysierten
Mischung durchzuführen, muß die Verdünnung des Hydrolysate zweckmäßig in der Weise gewählt werden, daß die durchgeführte Dialyse
einer von einem Waschen gefolgten Filtrierung äquivalent ist,
709884/0757
die gemäß dem bisherigen Stanc der Technik verwendet wird, vgl.
Arbeitsschrift (4) der ßeschreibungseinleitung.
5) In Anbetracht des kontinuierlichen Charakters der in Fig. 2 gezeigten automatischen Analysekette dürfen die Reagenzien und
die gewählten Betriebsbedingungen keinerlei nachteilige Wechselwirkung zwischen einerseits der enzymatisehen Hydrolyse der
Stärke und andererseits der enzymatischen und kolorimetrischen Dosierung der Glukose hervorrufen, da sich insbesondere die
llydrolysereagenzien während der kolorimetrischen Dosierung der Glukose teilweise wieder einfinden.
6) Wie bei der gesamten von Hand oder automatisch ausgeführten Dosierung muß schließlich die Konzentration der verschiedenen
Reagenzien in der Weise gewählt werden, daß der kolorometrisch dosierte Strom eine Glukosekonzentration hat, die sich mit den
Empfindlichkeitsgrenzen des Kolorimeters verträgt.
Alle oben angeführten Ergebnisse wurden ausgehend von einer Stärkedispersion durch Eindicken und Autoklavenbehandlung erhalten,
wobei es sich um ein einfaches oder komplexes stärkehaltiges Substrat handelt.
bezüglich des Gewichtsverhältnisses der liydrolase
(enthalten in einem z.B. am Einlaß des Hydrolysebehälters 24 in der Leitung IS zirkulierenden Segment der in
Frage stehenden Mischung der Etärkedispersion und des enzymatischen Präparats) zur teilchenförmigen Probe des analysierten
Substrats (enthalten im gleichen Abschnitt derselben Mischung) konnte bewiesen werden, daß es von Verhältnis zu Verhältnis beträchtlich
erhöht werden konnte (etwa 10 bis 20%), das gemäß dem von Hand durchgeführten Verfahren des Stands der Technik
aufgestellt wurde und vorzugsweise bei 4 bis 10 lag, und zwar aufgrund der folgenden Beschränkungen:
1) Für eine minimale Durchsatzmenge der in der Leitung 20 der
Fig. 1 zirkulierenden liycrolase 2 hätte
709884/0757
eine Leitung 19 (vgl. Fig. 2) verwendet werden müssen, deren
Querschnitt gegenüber demjenigen der Leitung 20 das maximale Verhältnis überschreiten würde, das für die bei der Schlauchpumpe
62' verwendeten verschiedenen Leitungen zu beachten wäre,
und zwar bei Beachtung des gemäß dem Stand der Technik verwendeten
Verhältnisses Enzym Substrat. Man wählt daher die Beibehaltung einer normalen Abmessung für die Leitung 19 der Fig.
und wählt entsprechend eine Zunahme der Abmessung der Leitung 20, was dann zur Zunahme des genannten Verhältnisses Enzym Substrat
über die Werte des Stands der Technik führt.
2) Dieses Verhältnis Enzym Substrat darf jedenfalls nicht zu hoch sein, da ausgehend von einem den Wert 10 übersteigenden
Verhältnis bewiesen werden konnte, daß die Hydrolyse dann unvollständig wurde, was ohne Zveifel bedingt ist durch eine Unterbindung
der Hydrolysereaktion der Stärke oder der enzymatischen und kolorimetrischen Dosierung der Glukose durch einen '
Überschuß an Komponenten der Hydrolase.
Aber auch das gewählte Verhältnis Enzym Substrat muß ausreichend groß sein, um zu einer vollständigen Hydrolyse der Stärke
zu führen. In dieser Hinsicht konnte bewiesen werden, daß das genannte Verhältnis kleiner als etwa 4 sein mußte. Das genannte
Verhältnis Enzym Substrat ist vorzugsweise gleich etwa 7.
Hinsichtlich der Hydrolysedauer, d.h. der Dauer,während welcher
die unterteilte Strömung der Mischung der Stärkedispersion und uer hydrolase im Hydrolysebehr.lter 24 zirkuliert, konnte ausgehend
von verschiedenen stärkehaltigen Konzentraten festgestellt werden, daß die Umwandlung der Stärke zu Glukose gegen
Ende von 30 Minuten beinahe vollständig ist. Daraus wird abgeleitet, daß die Hydrolysedauer gegenüber der gemäß dem Stand
der Technik verwendeten Zeit wesentlich verringert werden kann, ohne jedenfalls kleiner als 3O Minuten zu sein. Aufgrund der
zahlreichen durchgeführten Versuche kann man sagen, daß die Hydrolysedauer vorzugsweise zwischen etwa 60 und 90 Minuten
liegen muß. Man kann auch sagen, daß diese Betriebsdauer ausreicht zum Gewährleisten eines vollständigen Abbaus der Stärke,
709884/0757
273Ü806
und zwar unabhängig von deren physikalisch-chemischer Struktur und folglich unabhängig vom behandelten stärkehaltigen Substrat
mit Ausnahme von gewissen dem Fachmann bekannten komplexen Substraten, die gegenüber der Dispersion besonders widerstandsfähig
sind, z.B. den amylasereichen stärkehaltigen Substraten. Der ausgeführte Versuch hat insbesondere gezeigt, daß es nicht
zweckmäßig ist, die Hydrolysezeit über 90 Minuten hinaus zu erhöhten, da man dann zur Bilcung einer Ablagerung innerhalb der
Zirkulationsleitungen der Analysekette der Fig. 2, insbesondere innerhalb der Wicklung 25, gelangt, was ein zu häufiges Reinigen
der Anordnung der analytischen Kette nach sich zieht, was mit dem gesuchten Zeitgewinn unverträglich ist.
Hinsichtlich des Einflusses der Hydrolysebedingungen auf die Eichkurve wird daran erinnert, daß gemäß der oben definierten
Betriebsart nach der Erfindung die Glukoseeichprobe in der automatischen Dosierungskette von Fig. 2 dieselbe Behandlung wie
die verschiedenen analysierten Proben erfährt. Das Betriebsprotokoll unterscheidet sich von dem gemäß dem Stand der Technik
verwendeten (vgl. die Beschreibungseinleitung), da gemäß dem von Hand durchgeführten Verfahren die Eichprobe vor der kolorimetrischen
Behandlung keine Hydrolyse erfährt. Es mußte folglich bestätigt werden, daß die von der Eichprobe gelieferten Werte
im Fall einer automatischen Analyse nach der Erfindung denjenigen gleichwertig waren, die gemäß dem Stand der Technik erhalten
wurden, d.h. gemäß dem von Hand durchgeführten Verfahren. Hierzu
wurde eine Glukoseeichprobe zwei Stunden lang im Wasserbad bei 55°C bei dauerndem Umrühren hydrolysiert, d.h. unter denselben
Hydrolysebedingungen wie die Leim Dosierverfahren nach dem Stand der Technik beschriebenen (vgl. Arbeitsschritt (3) der Beschreibungseinleitung)
. Die für die verschiedenen Eichproben von glukosehaltigen Lösungen erhaltenen optischen Dichten sind identisch
unabhängig davon, ob die in Frage stehenden Eichproben die oben definierte Hydrolyse erfahren haben oder nicht. Folglich ist
es erfindungsgemäß durchaus möglich, die Eichprobe am gleichen Niveau wie die Stärkedispursionen einzuführen, d.h. am Einlaß
709884/0757
der Leitung 19 der Fig. 2.
Hinsichtlich des Einflusses des gemäß dem Stand der Technik verwendeten bakteriziden Mittels (z.B. Natriummerthiolat), das
die Entwicklung von die Glukose verschlechternden Bakterienstoffen während des einige Stunden bis Tage dauernden Zeitraums verhindert,
der zwischen der enzymatischen Hydrolyse und der kolorimetrischen und enzymatischen Dosierung der Glukose liegt, konnte
experimentell bestätigt werden, daß dieses Mittel eine Unterbindung der der Dosierung der Glukose dienenden Färbungsreaktion
erzeugte, woraus sich eine starke Verminderung der Empfindlichkeit für die Dosierung der Stärke ergab. Nachdem es an verschiedenen
Proben von stärkehaltigen Substraten, die nach dem Verfahren des Stands der Technik, d.h. von Hand, dosiert wurden, bestätigt
wurde, daß das verwendete bakterizide Mittel, z.B. Natriununerthiolat, keinerlei Einfluß auf den Ertrag der Hydrolyse
der Stärke an Glukose hatte, wurde dann das fragliche Mittel weggelassen. Dies heißt folglich, daß gemäß der Erfindung die
unterteilte Strömung der in der Leitung 19 von Fig. 2 zirkulierenden Mischung der Stärkedispersion und der Hydrolase keinerlei
bakterizides Mittel mehr enthält.
Hinsichtlich der Körnigkeit der behandelten teilchenförmigen Probe wurde durch zahlreiche Versuche dargelegt, daß diese
höchstens gleich 0,4 mm sein sollte, und zwar in der Heise, daß Ergebnisse erzielt werden, die sich von den durch das Verfahren
nach dem Stand der Technik, d.h. das von Hand durchgeführte Verfahren, nicht wesentlich unterscheiden.
Die die Erfindung und folglich das oben beschriebene automatische
Stärkedosierverfahren charakterisierenden Betriebsbedingungen wurden wie oben angegeben, im Versuch näher bestimmt. Das automatische
Verfahren nach der Erfindung wurde dann angewendet einerseits gemäß der Tabelle 5 bei an Stärke sehr reichen einfachen
stärkehaltigen Substraten und andererseits gemäß Tabelle 6 bei stärkehaltigen komplexen Substraten. In jedem Fall wurden die
709884/0757
gemäß der Erfindung erhaltenen Ergebnisse mit denjenigen verglichen,
die gemäß dem Stand der Technik entsprechend dem in der Beschreibungseinleitung erläuterten von Hand durchgeführten
Verfahren erhalten wurden.
Analysen zahl |
automatisches Ver fahren nach der Erfindung |
von Hand geführ tes Verfahren nach dem Stand der Technik |
|
Maisstärke | 8 | 97,26 I 1,02 | 97,20 I 1,17 |
Kartoffelstär ke |
8 | 99,89 £ 1,43 | 100,52 ^ 1,50 |
Reisstärke | 2 | 97,20 | 95,30 |
Weizenstärke | 2 | 96,45 | 95,80 |
Mittelwert aller Proben |
20 | 98,23 c | 98,20 c |
Die zugeordneten Zahlen für denselben Indexbuchstaben in derselben Zeile unterscheiden sich nicht wesentlich,
die statistische Analyse der Ergebnisse konnte in Anbetracht der geringen Zahl von dosierten Proben an den Proben von
Reisstärke und Weizenstärke nicht durchgeführt werden.
709884/0757
automatisches Ver fahren nach der Erfindung |
+ 1,16 | von Hand Verfahren Stand der |
geführtes nach dem Technik |
|
Roggen | 67,00 | + 0,03 | 65,50 | + 0,17 |
hartweizen | 67,28 | + 0,03 | 68,03 | ± 0,12 |
weicher Weizen (ungesiebt) |
62,96 | + 2,57 | 63,67 | + 0,86 |
weicher V/eizen (gesiebt) |
67,18 | + 1,31 | 65,90 | + 0,72 |
ungeschälte Gerste | 62,20 | + 0,51 | 61,29 | + 0,90 |
ungeschälte Gerste | 63,86 | + 1,20 | 63,32 | + 0,91 |
ungeschälte Gerste | 59,04 | + 0,78 | 58,56 | + 2,34 |
geschälte Gerste | 67,44 | + 0,64 | 65,28 | + 0,68 |
geschälter Hafer | 63,43 | + 1,52 | 62,05 | + 0,47 |
Mais | 69,70 | + 1,94 | 71,05 | i 1,36 |
undurchscheinender Mais 2 |
58,83 | + 0,77 | 63,99 | + 0,44 |
undurchscheinender Mais 2 |
62,11 | + 0,13 | 65,03 | f 1,43 |
wachsartiger Mais | 68,62 | + 1,45 | 69,31 | t 0,04 |
Mohrenhirse | 62,86 | + 0,64 | 66,10 | + 2,19 |
Triticum | 64,79 | ± 0,94 | 60,80 - | t 1,93 |
kleine Saubohne | 39,98 | + 1,63 | 40,35 ■ | t 0,98 |
Erbsen | 44,33 | + 1,30 | 44,67 ■ | f 0,06 |
Maniokmehl | 76,53 | + 0,99 | 78,43 ; | t 0,52 |
Bananenmehl | 80,99 | + 0,65 | 79,06 ■ | f 0,00 |
Süßkartoffelmehl | 73,28 | + 0,08 | 72,49 : | t 0,08 |
Viehfutter | 51,20 | 49,93 : | t 0,58 |
Bemerkung; Die Analysen wurden für jede Probe höchstens 6 mal wiederholt.
709884/0757
Die in den Tabellen 5 und 6 angegebenen Analyseergebnisse sind zu verstehen in Gew.-% Stärke des Trockenmaterials des analysierten
Substrats. Es wird somit die Gültigkeit der Arbeitsprinzipien nach der Erfindung in Abhängigkeit von den folgenden Beobachtungen
demonstriert:
1) Hinsichtlich der im wesentlichen reinen Stärkearten (vgl. Tabelle 5) ist die Übereinstimmung zwischen dem automatischen
Verfahren nach der Erfindung und dem von Hand durchgeführten Verfahren nach dem Stand der Technik eine hervorragende, teils
für die Gesamtheit der untersuchten Substrate (20 experimentelle Ergebnisse), teils für die Gesamtheit der Substrate (Mais- und
Kartoffelstärke), die in ausreichend großer Zahl (8) dosiert
werden, damit eine statistische Analyse der Resultate ausgeführt werden kann. In allen Fällen bleiben die beobachteten
Unterscheede gering und sind niemals wesentlich. Die Reprodu- ' zierbarkeit der Dosierung durch das von Hand durchgeführte
Verfahren oder das automatische Verfahren ist im wesentlichen dieselbe. Die an 8 Proben berechneten Veränderungskoeffizienten
liegen sehr nahe beieinander, und zwar unabhängig von der analysierten Probe (1,04 und 1,20 für Maisstärke, 1,43 und
1,49 für Kartoffelstärke).
2) Hinsichtlich der stärkehaltigen komplexen Substrate (vgl. Tabelle 6) sind die erhaltenen Ergebnisse insgesamt sehr zufriedenstellend.
Die zwischen dem automatischen Verfahren nach der Erfindung und dem von Hand durchgeführten Verfahren nach
dem Stand der Technik beobachteten Unterschiede sind nicht wesentlich, teils für die Gesamtheit der 21 verschiedenen Proben
der dosierten stärkehaltigen Produkte, teils für die verschiedenen Arten von untersuchten Nahrungsmitteln (nämlich erstens
15 Getreidearten, zweitens zwei Hülsenfrüchte, drittens drei Mehlarten von stärkehaltigen Produkten und viertens ein
Viehfutter). Die Reproduzierbarkeit des automatischen Verfahrens ist mit derjenigen des von Hand durchgeführten Verfahrens ver-
709884/0757
gleichbar. Der an allen Ergebnissen berechnete mittlere Veränderungskoeffizient
beträgt 1,49 bzw. 1,31%. Lediglich einige Abweichungen wurden für Stärkearten beobachtet, deren physikalisch-chemische
Stuuktur über der Dispersion besonders widerstandsfähig
ist (Mohrenhirse und undurchscheinender Mais 2). Abschließend erscheint es, daß für fast die Gesamtheit der
in der Praxis verfügbaren stärkehaltigen Produkte die Automatisierung
der enzymatisehen Hydrolyse Ergebnisse gibt, die
mit denjenigen vergleichbar sind, die durch das von Hand durchgeführte Verfahren nach dem Stand der Technik erhalten werden.
709884/0757
Claims (18)
1. Verfahren zur Hydrolyse einer Stärkedispersion in einem wäßrigen Medium mittels einer wenigstens Glukoamylase enthaltenden Hydrolase, die die Umwandlung der Stärkedispersion zu im wäßrigen Medium gelöster Glukose und die Herstellung eines Hydrolysate ermöglicht, dadurch gekennzeichnet , daß die enzymatische Hydrolyse der
Stärkedispersion ausgeführt wird
durch Bilden einer unterteilten Strömung eines Gemischs der Stärkedispersion und Hydrolase, wobei die unterteilte
Strömung wenigstens einen zusammengesetzten Fluidstrom mit wenigstens einem Abschnitt der Mischung aufweist,
der jeweils beiderseits von zwei Gaspuffern begrenzt wird, und
durch Zirkulierenlassen der auf diese Weise in einem Hydrolysebehälter gebildeten Strömung während einer Zeit, die
ausreicht zum Umwandeln der im wäßrigen Medium dispergierten Stärke eines Abschnitts zu im wäßrigen Medium gelöster
Glukose.
2. Verfahren zur gewichtsmäßigen Dosierung von Stärke und/oder einer ähnlichen Masse in ein zu analysierendes Substrat, bei
dem:
a) eine teilchenförmige Probe des Substrats im wäßrigen Medium suspendiert wird und in diesem die in den Teilchen
der Probe enthaltene Stärke dispergiert wird zur Herstellung einer Stärkedispersion im wäßrigen Medium,
b) wenigstens ein Teil der Stärkedispersion mittels einer wenigstens Glukoamylase enthaltenden
Hydrolase hydrolysiert wird zur Umwandlung der dispergierten Stärke zu im wäßrigen Medium gelöster Glukose
709884707B7
ORIGINAL INSPECTED
--*"- 2 7 3 O β Ο ti
und somit zur Herstellung eines Hydrolysate,
c) ausgehend vom Hydrolysat eine glukosehaltige Lösung bereitet
wird mit wenigstens einem gegebenen Teil der sich aus der Hydrolyse der Stärke ergebenden Glukose,
d) eine Gewichtsdosierung der in der glukosehaltigen Lösung enthaltenen Glukose durchgeführt wird, woraus der Gewichtsanteil
an Stärke des analysierten Substrats abgeleitet wird,
dadurch gekennzeichnet, daß der Vorgang b) der enzymatischen Hydrolyse gemäß dem Verfahren nach
Anspruch 1 ausgeführt wird
durch Bilden einer unterteilten Strömung eines Gemischs der Stärkedispersion und der Ilydrolase,
wobei die unterteilte Strömung wenigstens einen zusammengesetzten Fluidstrom mit wenigstens einem Abschnitt
der Mischung aufweist, der jeweils beiderseits von zwei Gasf.uffern begrenzt wird, und
durch Zirkulierenlassen der auf diese Weise in einem Hydrolysebehälter
gebildeten Strömung während einer Zeit, die ausreicht zum Umwandeln der im wäßrigen Medium dispergierten
Stärke eines Abschnitts zu im wäßrigen Medium gelösten Glukose.
3. Verfahren nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch dauerndes Durchführen des Vorgangs c) zur Bereitung der Glukoselösung
durch Bilden einer unterteilten ersten Strömung des Hydrolysate mit wenigstens einem zusammengesetzten Fluidstrom
mit wenigstens einem Abschnitt des Hydrolysate, der beiderseits durch zwei entsprechende Gaspuffer begrenzt wird,
durch Bildung einer unterteilten zweiten Strömung einer Gegendialyselösung mit wenigstens einem zusammengesetzten
709884/0757
-f- 27308U6
Fluidstrom mit wenigstens einem Abschnitt der Gegendialyselösung, der jeweils beiderseits von zwei Gaspuffern
begrenzt wird, und
durch in Gleichstrom und beiderseits einer Dialysewand erfolgendes Zirkulierenlassen der ersten bzw. der zweiten unterteilten Strömung, wobei durch deren Vermittlung mittels wenigstens teilweiser Diffusion von Glukose von einem Abschnitt
des Hydrolysats zu einem Abschnitt der Gegendialyselösung erhalten werden: einerseits eine unterteilte Strömung des
wenigstens teilweise glukosefreien Hydrolysats und andererseits einer unterteilten Strömung einer glukosehaltigen
Lösung.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die unterteilte Strömung des Hydrolysats ständig erhalten wird
ausgehend von der unterteilten Strömung der hydrolysierten Mischung der Stärkedispersion und der Hydrolase,
durch Beseitigen der Unterteilung der Strömung der hydrolysierten Mischung, d.h. durch Beseitigen der Unterteilung wenigstens eines entsprechenden zusammengesetzten Fluidstroms, zu
wenigstens einem Gasstrom, bestehend aus den verschiedenen Gaspuffern des zusammengesetzten Fluidstroms, und zu wenigstens
einem nicht unterteilten Stron. der hydrolysierten Mischung, der durch die verschiedenen Abschnitte des zusammengesetzten
Fluidstroms gebildet wird,
durch Trennen der verhältnismäßig feinen Teilchen des festen und im wäßrigen Medium der hydrolysierten Mischung unlöslichen Rests von wenigstens einer auf diese Weise erhaltenen
nicht unterteilten Strömung, d.h. durch Trennen dieser nicht unterteilten Strömung in wenigstens einen ersten nicht
unterteilten Strom, der die verhältnismäßig feinen Teilchen enthält, und in wenigstens einen nicht unterteilten zweiten
Strom, der die verhältnismäßig großen Teilchen des festen Rests enthält, und
709884/075T
'if" 273080b
durch erneutes Unterteilen der Strömung des Hydrolysate, d.h. durch ausgehend von wenigstens einem nicht unterteilten ersten
Strom und von wenigstens einem Gasstrom aus erfolgende Rückbildung wenigstens eines zusammengesetzten Fluidstroms
mit wenigstens einem Abschnitt des Hydrolysate, der jeweils beiderseits von zwei Gaspuffern begrenzt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch mittels Schwerkraft erfolgendes Trennen der verhältnismäßig feinen
Teilchen von den verhältnismäßig großen Teilchen des festen und im wäßrigen Medium der hydrolysierten Mischung unlöslichen
Rests.
6. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Dispersionsvorgang der Stärke umfaßt: einerseits die Wirkung
von Ultraschall auf die im wäßrigen Medium suspendierte teilchenförmige
Probe und andererseits das Halten der Suspension der teilchenförmigen Probe auf einer Temperatur von
etwa 90 bis 95°C.
7. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die unterteilte Strömung der Mischung der Stärkedispersion und
der Hydrolase keinerlei bakterizides Mittel enthalten.
8. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hydrolysedauer, während welcher die unterteilte Strömung der
Mischung der Stärkedispersion und uer Hydrolase im Hydrolysebehälter zirkuliert, wenigstens gleich
30 Minuten ist.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Dauer der Hydrolyse etwa 60 bis 90 Minuten ist.
10. Verfahren nach Anspruch 2 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß
der Teilchendurchmesser der zu analysierenden Substratprobe höchstens gleich 0,4 mm ist.
709884/07BT
£ 273Ü8U6
11. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Einwirkungsdauer des Ultraschalls etwa 4 bis 6 Minuten beträgt.
12. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewichtsverhältnis der Hydrolase, die
in einem Abschnitt der Mischung der Stärkedispersion und aer liydrolase enthalten ist, zur zu
analysierenden teilchenförmigen Probe des Substrats, das in demselben Abschnitt dieser Mischung enthalten ist, etwa
4 bis IO, vorzugsweise etwa 7, beträgt.
13. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Stärkedispersion in Anwesenheit eines chemischen Dispersionsmittels, vorzugsweise von Chloralhydrat, ausgeführt wird.
14. Automatische Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet
durch eine erste Einrichtung für eine unterteilte Strömung einer Stärkedispersion mit wenigstens einer ersten Leitung
für die Strömung eines zusammengesetzten Fluidstroms mit wenigstens einem Abschnitt der Stärkedispersion, der jeweils
beiderseits durch einen Gaspuffer begrenzt ist,
durch eine zweite Strömungsrichtunq für wenigstens eine
Hydrolase mit wenigstens einer zweiten Leitung
für die Strömung eines flüssigen Fluidstroms der Hydrolase,
durch eine erste Einrichtung zur Unterteilung der Strömung wenigstens einer Hydrolase mit wenigstens
einer dritten Leitung, die an wenigstens einer zweiten Leitung abgezweigt ist für die Strömung eines Gasstroms,
wobei die Unterteilungseinrichtung das periodische Einführen von gasförmigen Puffern beiderseits von flüssigen Abschnitten
in den Flüssigkeitsstrom wenigstens der zweiten Leitung ermöglicht,
709884/0757
273US(Jb
durch eine erste Einrichtung zur Vereinigung der unterteilten Strömung der Stärkedispersion und der unterteilten Strömung
wenigstens der Hydrolase, die stromab
der ersten Unterteilungseinrichtung gelegen ist, und zwar in Strömungsrichtung der ilydrolase , und
die in der Vereinigung wenigstens der ersten und der zweiten Leitung besteht,
durch einen llydrolysebehälter, in dem ein Teil der ersten
Strömungseinrichtung angeordnet ist und der stromab der ersten Vereinigungseinrichtung gelegen ist, und zwar in Strömungsrichtung
der unterteilten Mischung der Stärkedispersion und der Hydrolase, und
durch eine Einrichtung, insbesondere eine proportional anpassende Pumpe, zur Zirkulation von Fluiden in der ersten und
der zweiten Strömungseinrichtung, gegebenenfalls in der ersten1
Unterteilungseinrichtung, der ersten Vereinigungseinrichtung ' und dem Hydrolysebehälter.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, gekennzeichnet
durch eine erste Einrichtung zur Beseitigung der Unterteilung der hydrolisierten Mischung der Stärkedispersion und der
Hydrolase, wobei diese Einrichtung in Strömungsrichtung der Mischung stromab des Hydrolysebehälters angeordnet
ist und wenigstens eine an wenigstens einer ersten Leitung abgezweigte vierte Leitung für die Strömung eines
Gasstroms enthält, wobei die erste Einrichtung zur Beseitigung der Unterteilung ein Zerlegen des zusammengesetzten
Fluidstroms wenigstens der ersten Leitung ermöglicht, und zwar in den Gasstrom, der durch die verschiedenen gasförmigen
Puffer des zusammengesetzten Fluidstroms gebildet wird, und in einen nicht unterteilten Strom der hydrolysierten
Mischung, der durch die verschiedenen Abschnitte des zusammengesetzten Fluidstroms gebildet wird,
durch eine in Strömungsrichtung der hydrolysierten Mischung stromab der ersten Unterteilungseinrichtung gelegene Klär-
709884/0757
einrichtung, die ein Trennen der verhältnismäßig feinen Teilchen des festen und im wäßrigen Medium der hydrolysierten
Mischung unlöslichen Rests von wenigstens einem nicht unterteilten Strom der hydrolysierten Mischung ermöglicht, wobei
die Kläreinrichtung wenigstens eine fünfte Leitung enthält, die etwa senkrecht an wenigstens einer etwa waagerechten
ersten Leitung abgezweigt ist, wobei die fünfte Leitung für die Strömung eines nicht unterteilten Hydrolysatstroms bestimmt ist, der die verhältnismäßig feinen Teilchen des festen Rests enthält,
durch eine in Strömungsrichtung wenigstens eines nicht unterteilten Hydrolysatstroms stromab der Kläreinrichtung gelegene
Einrichtung zur erneuten Unterteilung der Strömung des Hydrolysats, mit wenigstens einer sechsten Leitung, die
an wenigstens der fünften Leitung abgezweigt ist für die Strömung eines Gasstroms, wobei die Wiedervereinigungsrich- ,
tung ein periodisches Einführen der gasförmigen Puffer beiderseits der Hydrolysatabschnitte in den Hydrolysatstrom wenigstens der fünften Leitung ermöglicht, und
durch die Zirkulationseinrichtung, die gegebenenfalls die Strömung von Fluiden in der Einrichtung zur erneuten Unterteilung ermöglicht.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, gekennzeichnet
durch eine dritte Strömungseinrichtung für wenigstens eine Gegendialyselösung mit wenigstens einer siebten Leitung für
die Strömung eines flüssigen Stroms der Gegendialyselösung,
durch eine zweite Einrichtung zur Unterteilung der Strömung der Gegendialyselösung mit wenigstens einer achten Leitung,
die an wenigstens einer siebten Leitung abgezweigt ist, für die Strömung eines Gasstroms, wobei die Unterteilungseinrichtung ein periodisches Einführen von gasförmigen Puffern beiderseits der flüssigen Abschnitte in den flüssigen Strom wenigstens der siebten Leitung ermöglicht,
durch die Zirkulationseinrichtung, die die Strömung des flüs-
709884/0757
sigen Stroms und gegebenenfalls des gasförmigen Stroms wenigstens in der siebten Leitung bzw. gegebenenfalls in der
achten Leitung ermöglicht, und
durch eine Dialysezelle, die beiderseits einer Dialysewand enthält: einerseits ein erstes Abteil, das mit einem an wenigstens
einer fünften Leitung abgezweigten ersten Einlaß für die unterteilte Strömung des Hydrolysate und mit einem ersten
Auslaß für eine unterteilte Strömung des wenigstens teilweise glukosefreien Hydrolysate versehen ist, und andererseits
ein zweites Abteil, das versehen ist mit einem zweiten Einlaß, der an wenigstens einer zweiten Leitung abgezweigt ist
für die unterteilte Strömung der Gegendialyselösung und mit einem zweiten Auslaß für eine unterteilte Strömung einer
glukosehaltigen Lösung, wobei die beiden Einlasse der Dialysezelle
auf derselben Seite der Dialysezelle und die beiden Auslässe auf der gegenüberliegenden Seite gelegen sind. ,
17. Vorrichtung nach Anspruch 14, gekennzeichnet
durch einen Drehtisch mit mehreren Gehäusen zur jeweiligen
Aufnahme mehrerer Proben eines zu behandelnden Materials, wobei die Gehäuse auf dem Drehtisch regelmäßig und kreisförmig
verteilt sind,
durch eine mit dem Drehtisch verbundene Heizeinrichtung, die das Halten der Mehrzahl der Gehäuse auf einer gegebenen Temperatur
ermöglicht,
durch eine bewegliche Ultraschallsonde in Beziehung mit den verschiedenen Gehäusen des Drehtische,
durch eine bewegliche Entnahmevorrichtung für die verschiedenen behandelten Proben in Beziehung mit den verschiedenen Gehäusen
des Drehtische, die gegenüber der Ultraschallsonde im Winkel versetzt ist,
durch eine Einrichtung zum periodiechen Drehen des Drehtische, und
709884/07*7
durch eine mit der Dreheinrichtung synchronisierte Verschiebungseinrichtung
der Ultraschallsonde und der Entnahmevorrichtung,
woraus sich die Möglichkeit ergibt, die verschiedenen im
wäßrigen Medium suspendierten teilchenförmigen Proben des
analysierten Substrats zu behandeln und die von den Teilchen der teilchenförmigen Probe enthaltene Stärke durch Ultraschallwirkung im wäßrigen Medium zu dispergieren.
wäßrigen Medium suspendierten teilchenförmigen Proben des
analysierten Substrats zu behandeln und die von den Teilchen der teilchenförmigen Probe enthaltene Stärke durch Ultraschallwirkung im wäßrigen Medium zu dispergieren.
18. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stärkedispersion im wäßrigen Medium durch einen Arbeitsschritt
erhalten wird, bestehend aus
einem Einwirkenlassen des Ultraschalls auf an sich bekannte Weise auf die im wäßrigen Dispersionsmedium suspendierte
teilchenförmige Probe, und
einem Aufrechterhalten der Suspension der teilchenförmigen
Probe auf einer Temperatur von etwa 90 bis 100 C, vorzugsweise etwa 9O bis 95°C.
709884/0757
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
FR7621361A FR2357645A1 (fr) | 1976-07-07 | 1976-07-07 | Methode et systeme automatique de dosage d'amidon et corps similaires |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE2730806A1 true DE2730806A1 (de) | 1978-01-26 |
Family
ID=9175635
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE19772730806 Withdrawn DE2730806A1 (de) | 1976-07-07 | 1977-07-07 | Verfahren und vorrichtung zur hydrolyse einer staerkedispersion in einem waessrigen medium |
Country Status (5)
Country | Link |
---|---|
US (1) | US4188466A (de) |
DE (1) | DE2730806A1 (de) |
FR (1) | FR2357645A1 (de) |
GB (1) | GB1582855A (de) |
IT (1) | IT1115878B (de) |
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE102021117932A1 (de) | 2021-07-12 | 2023-01-12 | food´or International GmbH | Verfahren zur prozessierung eines stärkehydrolysats und stärkehydrolysat |
Families Citing this family (6)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
JPS6029B2 (ja) * | 1978-09-06 | 1985-01-05 | 藤沢薬品工業株式会社 | 固定化酵素カラム |
JPS62138496A (ja) * | 1985-12-11 | 1987-06-22 | Ihara Chem Ind Co Ltd | キチンオリゴマ−の製造方法 |
US7033976B2 (en) * | 2003-01-06 | 2006-04-25 | M-I L.L.C. | Fluid system additive |
GB0419059D0 (en) * | 2004-08-26 | 2004-09-29 | Ici Plc | Sediment assessment |
RU2522771C2 (ru) * | 2012-09-25 | 2014-07-20 | Государственное научное учреждение Сибирский научно-исследовательский институт переработки сельскохозяйственной продукции Российской академии сельскохозяйственных наук (ГНУ СибНИИП Россельхозакадемии) | Способ получения сахаристых продуктов из крахмалосодержащего сырья |
CN118033100B (zh) * | 2024-03-11 | 2024-07-16 | 无锡市食品安全检验检测中心 | 液体特殊医学用途配方食品升糖指数的联合体外预测方法 |
Family Cites Families (5)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
US3720583A (en) * | 1968-12-20 | 1973-03-13 | Staley Mfg Co A E | Enzyme hydrolysis |
US3826615A (en) * | 1972-06-09 | 1974-07-30 | Technicon Instr | Fluid system for inclusion in a total automated fluid system of a sample analyzer |
US3937615A (en) * | 1974-12-17 | 1976-02-10 | Leeds & Northrup Company | Auto-ranging glucose measuring system |
FR2341649B1 (fr) * | 1976-02-19 | 1979-07-20 | Inst Nat Sante Rech Med | Procede de recherche bacteriologique |
US4049381A (en) * | 1976-03-23 | 1977-09-20 | Technicon Instruments Corporation | Apparatus and method of fluid sample analysis |
-
1976
- 1976-07-07 FR FR7621361A patent/FR2357645A1/fr active Granted
-
1977
- 1977-07-06 US US05/813,275 patent/US4188466A/en not_active Expired - Lifetime
- 1977-07-06 IT IT50152/77A patent/IT1115878B/it active
- 1977-07-07 DE DE19772730806 patent/DE2730806A1/de not_active Withdrawn
- 1977-07-07 GB GB28635/77A patent/GB1582855A/en not_active Expired
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE102021117932A1 (de) | 2021-07-12 | 2023-01-12 | food´or International GmbH | Verfahren zur prozessierung eines stärkehydrolysats und stärkehydrolysat |
Also Published As
Publication number | Publication date |
---|---|
US4188466A (en) | 1980-02-12 |
IT1115878B (it) | 1986-02-10 |
FR2357645B1 (de) | 1980-02-29 |
FR2357645A1 (fr) | 1978-02-03 |
GB1582855A (en) | 1981-01-14 |
Similar Documents
Publication | Publication Date | Title |
---|---|---|
DE69703371T2 (de) | Nährungszusammensetzung aus dem Maisquellwasser und Verfahren zu deren Herstellung | |
EP2052232B1 (de) | Bestimmung von inhaltsstoffen aus biologischen materialien | |
DE3021259A1 (de) | Mit amidopyrin verbessertes trinder-reagens und verfahren zur quantitativen bestimmung mit diesem reagens des wasserstoffperoxids zur enzymatischen oxidation von stoffwechselprodukten | |
DE2947890A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur schnellbestimmung von bakterien, insbesondere koliformen bakterien in einer fluessigkeit | |
DE2539657A1 (de) | Biologisch aktives membranmaterial, enzymsaeule mit dem membranmaterial und verwendung des membranmaterials | |
DE2417639A1 (de) | Verfahren zur umwandlung von koerniger staerke in ein loesliches hydrolysat | |
DE2730806A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur hydrolyse einer staerkedispersion in einem waessrigen medium | |
DE69216147T2 (de) | Verfahren zur Herstellung von Pyrodextrin-Hydrolysat durch enzymatische Hydrolyse | |
DE3930947A1 (de) | Biochemische abtrennung von material von einem fluiden medium | |
CH653704A5 (de) | Unbeweglich gemachtes enzym, verfahren zu dessen herstellung und dessen verwendung. | |
DE2229285A1 (de) | Verfahren zur extraktion von proteinen aus zellen von mikroorganismen | |
CH620472A5 (de) | ||
DE69838673T2 (de) | Mikrobiosensor zum kontinuierlichen nachweis von chemischen substanzen in flüssigkeiten | |
DE2537277A1 (de) | Verfahren zur industriellen zuechtung von schwefelbakterien, die dabei erhaltenen produkte und sie enthaltende mittel | |
DE1940869B2 (de) | Amylaseaktivitat | |
DE69032375T2 (de) | Verfahren zur herstellung von lysozymdimeren | |
DE69220807T2 (de) | Verflüssigung einer trocken gemahlenen Aufschlämmung von Stärkekörnern. | |
DE69520335T2 (de) | Verfahren zur Zersetzung von Wursthäuten und anderen celluloseartigen Substanzen mittels einer Enzymlösung | |
CH621925A5 (en) | Process for isolating proteins from whey and protein- and starch-containing natural products | |
DE2844311C2 (de) | ||
DE69307496T2 (de) | Verfahren zum behandeln von kartoffelpuelpe | |
DE3417360C2 (de) | ||
DE2015504A1 (en) | Aqs enzyme prepns stabilised by sugars | |
DE2828525A1 (de) | Chemisches analyseverfahren und vorrichtung zu dessen ausfuehrung | |
DE1903074C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Maltit |
Legal Events
Date | Code | Title | Description |
---|---|---|---|
8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |