DE2711684A1 - Pruefmittel zum nachweis und zur bestimmung einer komponente in einer probe - Google Patents
Pruefmittel zum nachweis und zur bestimmung einer komponente in einer probeInfo
- Publication number
- DE2711684A1 DE2711684A1 DE19772711684 DE2711684A DE2711684A1 DE 2711684 A1 DE2711684 A1 DE 2711684A1 DE 19772711684 DE19772711684 DE 19772711684 DE 2711684 A DE2711684 A DE 2711684A DE 2711684 A1 DE2711684 A1 DE 2711684A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- sample
- composition according
- component
- reagent
- contact
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01N—INVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
- G01N33/00—Investigating or analysing materials by specific methods not covered by groups G01N1/00 - G01N31/00
- G01N33/48—Biological material, e.g. blood, urine; Haemocytometers
- G01N33/50—Chemical analysis of biological material, e.g. blood, urine; Testing involving biospecific ligand binding methods; Immunological testing
- G01N33/52—Use of compounds or compositions for colorimetric, spectrophotometric or fluorometric investigation, e.g. use of reagent paper and including single- and multilayer analytical elements
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y10—TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
- Y10S—TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y10S436/00—Chemistry: analytical and immunological testing
- Y10S436/805—Optical property
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y10—TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
- Y10S—TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y10S436/00—Chemistry: analytical and immunological testing
- Y10S436/807—Apparatus included in process claim, e.g. physical support structures
- Y10S436/81—Tube, bottle, or dipstick
Landscapes
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Hematology (AREA)
- Immunology (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Molecular Biology (AREA)
- Biomedical Technology (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Urology & Nephrology (AREA)
- Food Science & Technology (AREA)
- Biochemistry (AREA)
- Cell Biology (AREA)
- Biotechnology (AREA)
- Medicinal Chemistry (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- Analytical Chemistry (AREA)
- Microbiology (AREA)
- General Health & Medical Sciences (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Pathology (AREA)
- Investigating Or Analysing Biological Materials (AREA)
- Investigating Or Analyzing Non-Biological Materials By The Use Of Chemical Means (AREA)
- Measuring Or Testing Involving Enzymes Or Micro-Organisms (AREA)
- Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
Description
Prüfmittel zum Nachweis und zur Bestimmung einer Komponente in einer Probe
Die Erfindung betrifft den Nachweis und die Bestimmung einer Komponente in einer Probe.
Die Gebiete der Diagnose in der Medizin, Physik und Chemie haben sich in den letzten fünfundzwanzig Jahren stark
ausgeweitet, sodaß speziell im medizinischen Bereich viele Parameter unglaublich leicht und schnell bestimmt werden können.
Ein derartiges Gebiet, das sich besonders stark ausgedehnt hat, ist das der medizinischen Diagnose, wo viele Körperfunktionen
untersucht werden können, indem man lediglich einen reagenshaltigen Streifen in ein Probe der Körperflüssigkeit
wie Urin eintaucht und das Ansprechen, z.B. das Auftreten oder die Änderung einer Farbe oder eine Änderung des reflektierten
Lichtes an dem Streifen, beobachtet.
Im Zusammenhang mit diesen "dip-and-read"-Verfahren sind
zahlreiche chemische Bestimmungen zum Nachweis von Komponenten in Körperflüssigkeiten möglich. Bei den meisten dieser Bestimmungen
tritt eine nachweisbare Reaktion auf, die quantitativ oder zumindest semiquantitativ ist. So kann der Analytiker,
709838ΛΌ944
wenn er die Reaktion nach einer vorher bestimmten Zeit mißt, nicht nur einen positiven Nachweis für das Vorhandensein
eines bestimmten Bestandteiles in einer Körperflüssigkeit erhalten, sondern auch abschätzen, wieviel dieses Bestandteils
vorhanden ist. Dadurch liefern diese Streifen dem Mediziner ein leichtes diagnostisches Mittel sowie die Möglichkeit,
das Ausmaß einer Erkrankung oder Fehlfunktion des Körpers zu bestimmen. Beispiele für derartige Teststreifen,
wie sie zur Zeit im Handel sind, sind CLINISTIX® MULTISTIX®
KETOSTIX® N-MULTISTIX® DIASTIX® PHENISTIX®und DEXTROSTIX®
der Arnes Company Division of Miles Laboratories, Inc. und andere. Prüfmittel wie diese umfassen üblicherweise eine oder
mehrere Trägermatrices, wie absorbierendes Papier, in denen
jeweils ein spezielles Reagenssystem absorbiert ist, das in Gegenwart einer bestimmten Komponente in der zu untersuchenden
Probe eine Farbänderung oder ein Auftreten einer Färbung ergibt. Je nach dem spezifischen in eine bestimmte Matrix
eingebauten Reaktionssystem, kann man mit Hilfe dieser Prüfmittel das Vorhandensein von Glucose, Albumin, Ketonen, Bilirubin
,okkultem Blut, Nitrit, Urobilinogen, die Wasserstoffionenkonzentration
(pH-Wert) oder ähnliches bestimmen. Das spezifische Auftreten einer Farbe und deren Intensität, wie
sie innerhalb eines bestimmten Zeitraumes nach der Berührung des Streifens mit der Probe auftritt, ist ein Zeichen für das
Vorhandensein einer bestimmten Komponente und deren Konzentration in der Probe. Einige dieser Prüfmittel und Reaktionssysteme sind in den US-PS 3 123 443 (CLINISTIX^, 3 212 855
(KETOSTOX^, 3 814 668, 3 164 534 und 2 981 606 (DIASTIX^,
und 3 092 465, 3 298 789, 3 164 534 und 2 981 606 (DEXTROSTIX^ angegeben.
Typischerweise kommen diagnostische Reagentien oder Prüfmittel, wie "dip-and-read"-Reagensstreifen, mit detailierten,
gedruckten Anweisungen in den Verkehr, die sorgfältig befolgt werden müssen, um eine entsprechende Genauigkeit zu erreichen.
Wenn das Ansprechen in einer Farbänderung besteht, ist
709838/09AA - ../3
besondere Vorsicht erforderlich. Eine Karte mit unterschiedlichen Färbungen ist zum Vergleich mit dem Streifen vorgesehen,
und da in den meisten Fällen die Genauigkeit der quantitativen Bestimmung der Vorrichtung von der Bestimmung
der Farbbildung in Beziehung auf die Zeit abhängt, ist es unbedingt erforderlich, daß die Farbänderung innerhalb eines
vorbestimmten Zeitraums nach dem Eintauchen in die Probe mit der Farbkarte verglichen wird. Die Reaktionszeiten müssen
genau eingehalten werden - eine zu frühe Ablesung führt zu einer zu geringen Farbbildung und eine zu späte Ablesung zu
einer zu intensiven Farbbildung oder sogar zum Auftreten einer zusätzlichen störenden Farbe. Daher kann, wenn die
Farbentwicklung zu früh oder zu spät mit der Farbkarte verglichen wird, ein ungenaues Ergebnis erhalten werden, und das
ist häufig der Fall.
Um dieNotwendigkeit der genauen Zeiteinhaltung für die
Ablesung auszuschalten, die sowohl unbequem ist als auch möglicherweise zu ungenauen Ergebnissen führt, wurde ein umfangreiches
Forschungsprogramm durchgeführt, um einen Weg zu finden,
dieses Erfordernis der genauen Zeitbestimmung für die Ablesung bei bekannten Prüfmitteln zu umgehen, In erster
Linie wurde nach einer Möglichkeit gesucht, wobei das nachweisbare Ansprechen 'automatisch nach einer vorbestimmten Zeit
*) abgebrochen würde und wobei die wahrnehmbare Reaktion über verhältnismäßig lange Zeiträume konstant bliebe. Dadurch könnte
der Vergleich mit der Farbkarte zu einem für den Anwender günstigen Zeitpunkt oder zu einem Zeitpunkt durchgeführt werden,
der von dem Zusammenbringen des Prüfmittels mit der Probe einige Zeit entfernt ist. Es besteht in der Fachwelt
Übereinstimmung darüber f daß dadurch die bekannten
Prüfmittel ganz entscheidend verbessert werden könnten. Bis zum Zeitpunkt der vorliegenden Anmeldung ist die Entwicklung
derartiger Prüfmittel jedoch noch nicht gelungen.
*) (response)
..Λ
7 0 9 8 3 8/0944
Die Erfindung betrifft kurzgesagt ein Prüfmittel, eine
Vorrichtung und ein Verfahren zu deren Herstellung sowie ein Verfahren zur Bestimmung des Vorhandenseins einer Komponente
in einer Probe. Das Mittel enthält ein Reagenssystem, das bei Berührung mit der Komponente mit dieser unter Bildung
einer nachweisbaren Reaktion in Wechselwirkungen tritt, und ein Hemmsystem, das nach Berührung mit der Probe das Reagenssystem
davor bewahrt, nachdem eine bestimmte Zeit vergangen ist, weiter mit der nachzuv/eisenden Komponente zu reagieren.
Die Vorrichtung umfaßt eine Trägerraatrix, in die das Prüfmittel eingebaut ist. Das Verfahren zur Bestimmung des Vorhandenseins
einer Komponente in einer Probe besteht darin, daß man die Probe, in der die Komponente vermutet wird, mit
einem Prüfmittel bzw. einer Vorrichtung zusammenbringt, in
denen das Testsystem enthalten ist,und die^Probe enthaltende
Matrix eine vorbestimmte Zeit inkubiert und das Ansprechen beobachtet.
Das erfindungsgemäße Prüfmittel ist anwendbar für viele diagnostische Bestimmungen und umfaßt auch bekannte
Reagenssysteme, die zur Zeit im Gebrauch sind, wie Indikatoren für den pH-Wert und andere Ionenkonzentrationen und
kompliziertere Reagenssysteme, wie solche, die angewandt werden zur Bestimmung von Bestandteilen von Körperflüssigkeiten.
Derartige Prüfmittel können besonders günstig erfindungsgemäß verbessert v/erden. Bekannte Prüfmittel und
Prüfvorrichtungen zum Nachweis und zur Bestimmung von okkultem Blut, Glucose, Bilirubin, Harnstoffstickstoff im
Blut, Bakteriurie, Urobilinogen, Cholesterin, Protein und anderen Bestandteilen können erfindungsgemäß modifiziert
werden.
Erfindungsgemäß können bekannte oder neue Reagenssysteme angewandt werden, wobei die Wechselwirkung zwischen
der Komponente in der Probe und dem Reagenssystem nach Ablauf einer bestimmten Zeit abgebrochen wird. Dadurch ist
7 0 9 8 3 8/094/;
das Ausmaß der nachweisbaren Reaktion für ein bestimmtes Reagenssystem festgelegt: Ein« bei der Wechselwirkung
auftretende Farbe wird weder stärker noch schwächer; die Menge an ultraviolett-empfindlichem Produkt, das gebildet oder verbraucht wird bei der Wechselwirkung, bleibt
konstant.
auftretende Farbe wird weder stärker noch schwächer; die Menge an ultraviolett-empfindlichem Produkt, das gebildet oder verbraucht wird bei der Wechselwirkung, bleibt
konstant.
Diese beschriebenen Wirkungen können auf verschiedene Weise erreicht werden. Ein bevorzugter Weg besteht
darin, ein Hemmsystem zuzusetzen, das eine weitere Wechselwirkung physikalisch verhindert durch Bildung eines
Gels, eines Polymers oder einer gehärteten Oberfläche,
wodurch die physikalische Berührung zwischen dem Reaktionssystem und der nachzuweisenden Komponente nach Ablauf eines bestimmten Zeitraumes unterbrochen wird.
darin, ein Hemmsystem zuzusetzen, das eine weitere Wechselwirkung physikalisch verhindert durch Bildung eines
Gels, eines Polymers oder einer gehärteten Oberfläche,
wodurch die physikalische Berührung zwischen dem Reaktionssystem und der nachzuweisenden Komponente nach Ablauf eines bestimmten Zeitraumes unterbrochen wird.
Ein anderer Weg besteht darin, dem Mittel ein Hemmsystem zuzusetzen, das das Reagenssystem inaktiviert. So
kann, wenn ein wärmoempfindliches Enzym für das Funktionieren des Reagenssystemes wichtig ist, das Hemmsystem
ein wärmeerzeugendes Mittel sein, das die Temperatur des Prüfmittels bis zu dem Punkt erhöht, wo das Enzym inaktiviert wird nach Ablauf eines bestimmten Zeitraumes.
ein wärmeerzeugendes Mittel sein, das die Temperatur des Prüfmittels bis zu dem Punkt erhöht, wo das Enzym inaktiviert wird nach Ablauf eines bestimmten Zeitraumes.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, ein Hemmsystem anzuwenden, das eine oder mehrere Komponenten des
Reagenssystems vergiftet oder chemisch stört und dadurch die Wechselwirkung mit der Komponente in der Probe nach
einem vorbestimmten Zeitraum unterdrückt. Die Erfindung
betrifft diese und andere Hemmsysteme, wobei der entscheidende Faktor die Fähigkeit des Hemmsystems ist, daß es eine Wechselwirkung zwischen dem Reagenssystem und der zu bestimmenden Komponente während der Zeit der Berührung zwischen der Probe und dem Prüfmittel erlaubt, aber eine solche Wechselwirkung zu einem späteren vorher festgesetzten Zeitpunkt unterdrückt.
einem vorbestimmten Zeitraum unterdrückt. Die Erfindung
betrifft diese und andere Hemmsysteme, wobei der entscheidende Faktor die Fähigkeit des Hemmsystems ist, daß es eine Wechselwirkung zwischen dem Reagenssystem und der zu bestimmenden Komponente während der Zeit der Berührung zwischen der Probe und dem Prüfmittel erlaubt, aber eine solche Wechselwirkung zu einem späteren vorher festgesetzten Zeitpunkt unterdrückt.
70 9838/09 A A - .,
• · /O
- fc .
Für ein Heminsystem, das die Wechselwirkung zwischen
dem Reagenssystem und der Komponente physikalisch verhindert, d.h. ein Hemmsystem, das härtet oder ein Gel bildet,
bestehen verschiedene Möglichkeiten. Zu den gelbildenden oder härtenden Substanzen, die anwendbar sind, gehören
solche, die bei Raumtemperatur schnell reagieren und deren Reaktion beginnt oder eingeleitet wird bei Berührung mit
der zu untersuchenden Probe. Diese Hemm-Mittel müssen mit
einer ausreichenden Geschwindigkeit erhärten oder ein Gel bilden, das eine nachweisbare Reaktion nach einer verhältnismäßig
kurzen Zeit hemmt. Gleichermaßen günstig ist es, wenn das gehärtete oder zu einem Gel umgeformte Hemmsystem
eine weitere Farbänderung verhindert oder die nachweisbare Reaktion auf andere Weise beendet wird.
Typisch für derartige Hemmsysteme sind polymerisierbare oder vernetzbare wasserlösliche Polymere, Epoxid-Polyamin-Gemische,
mit Wasser reagierende Polyisocyanate, durch Hydroxylionen polymerisierbar Acrylat- und substituierte
Acrylatester, Gemische von Polyvinylalkohol mit verschiedenen Metallverbindungen (z.B. Boraten, Vanadaten,
Cr (III) und Ti (IV)), Natriumcarboxymethylcellulose und Al (III), Gemische von Polyvinylalkohol mit mehrwertigen
Phenolen (polyphenolischen Verbindungen)(z.B. Resorcin, Brenzcatechin, Phloroglucin und Farbstoffen und Diazoniumsalzen),
ein Gemisch von Polyvinylalkohol und Dimethylolharnstoff mit einem Ammoniumchloridkatalysator, Gemische
von Dimethylolharnstoff mit Hydroxyalkylcellulose und hydrolysieren Maleinsäureanhydridcopolymeren oder Polyacrylsäure,
Gemische von Polyvinylalkohol und Polyaldehydhaltigen Verbindungen, Polyvinylpyrrolidonkomplexe (d.h.
mit Substanzen wie Polycarbonsäuren, einem Methylvinyläther/ Maleinsäureanhydrid-Copolymer (GAF Corporation) oder einer
Polyacrylsäure), Gemische von saurem Copolymer und PoIyäthylenglykol
sowie Gemische von Polyvinylalkohol mit Ausfällmitteln (z.B. Na2CO3, Na2SO4 oder K2SO4).
709838/Ό 9 4 4
Eine Verzögerung der Polymerisation oder Vernetzung des wasserlöslichen Polymers kann erreicht werden, indem man die
Initiatoren von dem wasserlöslichen Polymer isoliert bis das Prüfmittel mit der zu untersuchenden Probe in Berührung gebracht
worden ist. Eine Möglichkeit,eine solche Trennung von Polymer und Initiator zu erreichen, besteht darin, den
Initiator in wasserlösliche Mikrokapseln einzuschließen oder
aufbrechen, in Mikrokapseln, die beim Benetzen So würden sich
Gelatinemikrokapseln, die den Initiator enthalten, bei Berührung mit einer wäßrigen Probe lösen und dadurch den
Initiator freisetzen, wodurch das wasserlösliche Polymer polymerisieren könnte.
Mikrokapseln, die beim Benetzen aufbrechen, umfassen osmotisch zerbrechliche semipermeable membranartige Wände,
in denen eine wäßrige Phase eingeschlossen ist, die den Initiator enthält. Die wäßrige Phase besitzt ein relativ
hohes spezifisches Gewbht, bezogen auf die zu untersuchende Probe. Wenn die Kapseln mit der Probe in Berührung kommen,
tritt über die Membran ein osmotischer Gradient auf, der zu einer Zunahme des Druckes innerhalb der Kapsel führt, die
ausreicht, um die Wände aufzubrechen und dadurch den Initiator freizusetzen.
Eine physikalische Hemmung durch Trennung des Reagenssystems von der zu bestimmenden Komponente kann auch mit
einem Hemmsystem erreicht v/erden, umfassend ein Epoxid und eine desaktivierte Polyaminquelle, die bei Berührung mit
Wasser verfügbare Polyamine ergibt. Typische derartige PoIyaminquellen
sind Ketimine und Molekularsiebe, die mit PoIyamin imprägniert sind. Im ersten Fall reagiert das Ketimin
mit Wasser unter Bildung von Polyamin und einem Keton, im letzten Falle kann Wasser in die Struktur des Molekularsiebes
eindringen und das Polyamin daraus verdrängen.
../8 709838 Γ 0 9 4 4
• 4*'
Wahlweise kann das Prüfmittel ein Polyisocyanat enthalten,
das mit V/asser einen Schaum bildet (z.B. Hypol , der Dewey and Almy Chemical Division of W.R. Grace & Co.).
Von den Basen-oder ilydroxylionen-katalysierten Acry-Iathemmsysteine
sind 2-Cyanoacrylatester erfindungsgemäß besonders geeignet. Diese Ester sind wesentliche Bestandteile
von Klebemitteln (Eastman Kodak Company) und können in Gegenwart von Wasser leicht zu harten Polymeren polymerisieren.
Die Methyl- und Äthylester sind hauptsächlich in kommerziellen Klebemitteln erhältlich (z.B. von Kodak), und
die Klebemittel enthalten Stabilisatoren und Verdickungsmittel neben den Estern. Methyl-2-cyanoacrylat ist enthalten
in Eastman 910 und Äthyl-2-cyanoacrylat ist der hauptsächliche
Ester in Eastman 910 EM.
Polyvinylalkohol bildet in Gegenwart von Alkali, wie Natriumhydroxid, wenn er mit Borsäure vermischt wird, schnell
ein Gel und ist daher als Hammsystem geeignet. Ein bevorzugtes Verfahren zur Ausnutzung dieser Alternative besteht
darin, das Alkali in Form von wasserlöslichen oder osmotisch zerbrechlichen Mikrokapseln dem Prüfmittel zuzusetzen. So
kommen, wenn das Prüfmittel mit der Probe in Berührung kommt, alle Reagentien des Hemmsystems zusammen, und durch die Bildung
eines Gels wird die Analyse abgebrochen.
Außer mit Borax (Borsäure und Alkali) bildet Polyvinylalkohol auch mit einer Vielzahl anderer Metallionen und Salze,
wie Vanadaten, dreiwertigem Chrom und vierwertigem Titan, Gele. Zum Beispiel machen Kaliumtitanoxalat (TiO(CpO-K)2.2HpO) und
andere organische Titanate Polyvinyldkohol bei Raumtemperatur bei einem pH-Wert oberhalb von ungefähr 7 schnell unlöslich.
Außerdem bildet Polyvinylalkohol mit mehrwertigen Phenolen, wie Resorcin, Brenzcatechin, Phloroglucin und bestimmten Farbstoffen
und Diazoniumsalzen thermisch reversible Gele.
709838/094 A - ../9
Polyvinylalkohol ist erfindungsgemäß auch geeignet durch seine Fähigkeit über eine Acetalbildung mit 1,3-Bishydroxymethylharnstoff
(Dimethylolharnstoff) und ähnlichen Verbindungen in Gegenwart von Ammoniumchlorid zu vernetzen.
Wie bei vielen der vorhergehenden Systeme kann der Katalysator oder Initiator (Nh,Cl) durch Einschluß in Mikrokapseln
isoliert werden.
Mehrwertige Aldehyde reagieren ebenfalls mit Polyvinylalkohol unter Bildung von vernetzenden Acetalgruppen.
Bei diesem Verfahren wird ein saurer Katalysator, wie Oxalsäure oder eine andere Säure, die mit dem Reagenssystem
verträglich ist, dem Prüfmittel zugesetzt, und der Aldehyd wird von dem Polyvinylalkohol, z.B. durch Einschluß in Mikrokapseln getrennt. Natürlich kann anstelle des Aldehyds auch
die Säure abgetrennt werden, vorausgesetzt, daß der Aldehyd gegenüber dem Polyvinylalkohol in Abwesenheit eines Katalysators
ausreichend inaktiv ist.
Polymere Präzipitate (Niederschläge) haben sich ebenfalls als erfindungsgemäßes Hemmsystem als geeignet erwiesen.
Beispiele hierfür sind die Ausfällung von Polyvinylalkohol aus einer Lösung durch Salze, wie Na2CO,, Na2SO^ und K2SO^.
Darüberhinaus können polymere Säuren, wie Polyacrylsäure, aus einer Lösung ausgefällt oder geliert werden durch Acetatsalze
von Schwermetallen und andere wasserlösliche Quellen zweiwertiger Ionen sowie durch Polyäthylenglykol.
Hydroxypropylcellulose (KLUCEI)^ der Hercules, Inc.)
ist ein weiteres Polymer, das geeignet ist als Heinmsystem für die erfindungsgemäßen Prüfmittel. Diese Substanz kann
mit sauren Polymeren, wie hydrolysierten Maleinsäureanhydridcopolymeren oder Polyacrylsäure unter Verwendung vnn Verbindungen,
wie Dimethylolharnstoff, vorzugsweise bei einem niedrigen pH-Wert vernetzt werden.
109838ΛΌ944 ~ ../10
Ein weiteres System, das ein Gel bildet und das erfindungsgemäß geeignet ist, ist Natriuracarboxymethylcellulose
und Al (Ill)-Ionen.
Methylvinyläther/Maleinsäureanhydrid-Copolymer
(GANTREZ^AiM der GAi' Corporation) ist auf verschiedene Weise
für die erfindungsgemäßen Prüfmittel anwendbar. Es bildet
einen unlöslichen Komplex mit Polyvinylpyrrolidon bei pH-Werten unter ungefähr 5. Polyacrylsäure verhält sich ähnlich
wie GANTREZ^Αίί mit Polyvinylpyrrolidon. GANTREZ®AN bildet
auch einen unlöslichen Komplex mit Gelatine in saurer Lösung. Ähnlich werden GANTREZ^AN und andere Säurepolymere und Copolymere
durch Verbindungen, wie Glykole, Polyvinylalkohol, Hydroxyalkylcellulose und Diamine ausgefällt.
Wie oben angegeben können erfindungsgemäß auch andere Hemmsysteme angewandt v/erden. So kann ein anderes Hemmsystem
angewandt werden als diejenigen, die das Reagenssystem physikalisch von der zu analysierenden Komponente trennen. Zum
Beispiel wirkt ein wärmeempfindliches Enzym nicht in einem Reagenssystem, wenn die Temperatur des Systems ausreichend
hoch wird, um es zu decaktivieren. Folglich kann ein Prüfmittel,
das ein derartiges Enzym enthält, daran gehindert werden nach einer vorbestimmten Zeit noch eine nachweisbare
Reaktion zu ergeben durch Anwendung eines wärmeentwickelten Heramsystems.
Ähnlich kann das Hemmsystem ein Gift für das Reagenssystem enthalten. Zum Beispiel werden Enzyme, die Mercaptogruppen
(-SH) enthalten, durch Hg(II) desaktiviert, und Enzyme werden im allgemeinen in Gegenwart starker Säuren
und Basen wie HCl und NaOH inaktiviert. Beispiele für Enzyme, die durch Hg(II) gehemmt werden, sind Glutamatdecarboxylase,
Lactatdehydrogenase, I7IaIatdehydrogenase, Myokinase, alkalische
Phosphatase, saure Phosphatase (pH 5,2), Aldehydoxidase,
709838AO944
../11
Diaminosäureoxidase, ß-Amylase, Kohlensäureanhydratase,
Cholinesterase, iV-Glucosidase, ß-Glucuronidase, Homogentisatoxidase,
3-Hydroxyanthranilatoxidase und Invertase. Die vorliegende Erfindung umfaßt auch den Einbau derartiger
Hemmsysteme in das Prüfmittel.
Wärmelabile Enzyme, wie Salicylathydroxylase, können
ebenfalls angewandt werden. Substanzen, die bei Berührung mit einer wäßrigen Probe Wärme entwickeln, sind
z.B. NaOH, AlCl,, TiCl,, Aluminiumalkyle und andere.
Eine Möglichkeit, die Denaturierung oder Vergiftung eines Enzyms hinauszuzögern, besteht darin, das wärmeerzeugende
oder das Enzym vergiftende System durch Einschluß in Mikrokapseln abzutrennen. Derartige wasserlösliche
Kapselmaterialien können so ausgewählt v/erden, daß die wärraeerzeugenden Substanzen nicht mit der Probe in
Berührung kommen bis das Kapselmaterial gelöst ist. Wasserlösliche Materialien, wie Gelatine, Acrylamide,
Styrol/Maleinsäure-Copolymere und Hydroxypropylcellulose sowie Gemische wie ein Coacervat aus Gelatine und natürlichen
oder synthetischen Polymeren, haben sich für die Einkapselung als geeignet erwiesen.
Wie oben gesagt, sind Mikrokapseln verschiedener Art besonders geeignet für die erfindungsgemäßen Zwecke,
wenn Bestandteile zeitweilig getrennt werden müssen. Sie können nach verschiedenen bekannten Verfahren hergestellt
werden. Ein Beispiel hierfür ist das Verfahren, das beschrieben ist, in Angewandte Chemie, International Edition,
14, 539 (1975) und der dort angegebenen Literatur. Verfahren, wie Grenzschichtpolykondensation, Coacervation und
ähnliches, führen zur Bildung von Mikrokapseln. Andere Verfahren, wie Zentrifugieren, Sprühtrocknen und andere physikalisch-mechanische
Verfahren,finden ebenfalls Anwendung zur Herstellung von Mikrokapseln.
709838 AO 944 - "/Λ2
Die Grenzschichtpolykondensation ist das bevorzugte Verfahren zur Herstellung der Mikrokapseln, da sie verhältnismäßig
einfach ist. Bei diesem Verfahren werden zwei reaktionsfähige Substanzen (Comonomere oder Oligomere)
dazu gebracht, an der Grenzschicht eines Mehrphasensystems miteinander zu reagieren. Dort tritt eine
Polykondensation auf und bildet einen dünnen polymeren Film, der in den die Monomere enthaltenden Medien unlöslich
ist. Geeignete osmotisch zerbrechliche Mikrokapseln wurden hergestellt durch Lösen einer ersten Comonomerkomponente,
wie eines mehrwertigen Amins, in einer wäßrigen Phase, enthaltend die zu isolierende Substanz. Diese
wäßrige Phase ist vorzugsweise eine solche mit einer hohen spezifischen Dichte oder Osmolalität in Bezug auf
den zu erwartenden Osmolalitatsbereich der zu analysierenden Probe. Diese wäßrige Phase wird dann in einer mit
Wasser nicht mischbaren Phase, wie einem Mineralöl,dispergiert oder ernulgiert. Ein zweites Comonomer, wie ein
polyfunktionelles Acylhalogenid, wird dann zu der Suspension oder Emulsion zugegeben. Wenn die Comonomere mehrwertige
(polyfunktionelle) Amine und Acylhalogenide sind, werden Polyamidmikrokapseln gebildet, von denen jede einen
Teil der v/äßrigen Phase, d.h. der isolierten Substanz enthält.
Geeignete polymere Substanzen zur Bildung osmotisch zerbrechlicher semipermeabler Membranwände für die Mikrokapseln sind neben Polyamid, Polyester, Polyurethan, PoIyharnstoff
und ähnliches.
Eine andere Möglichkeit, die Bestandteile des Hemmsystems zu trennen, wenn einer der Bestandteile in Wasser
und der andere in organischen Lösungsmitteln löslich ist, besteht in einem zweifachen Eintauchverfahren ("two-dip"-process).
Dabei wird die Trägermatrix des Prüfmittels zunächst mit einer wäßrigen Lösung eines Bestandteils
709838/094 4 - --/1^
. mm
2711 68Α
imprägniert, getrocknet und anschließend mit einer zweiten Lösung des anderen Bestandteiles in einem organischen
Lösungsmittel imprägniert.
Bei einigen der oben beschriebenen Hemrasysteme, bei
denen keine Trennung bzw. Isolierung der Bestandteile erforderlich ist, wie denjenigen, bei denen 2-Cyanoacrylate,
mit Wasser schäumbare Isocyanate und Epoxidreagentien angewandt werden, muß sorgfältig darauf geachtet werden, Feuchtigkeit
auszuschließen, sowohl während der Herstellung des Prüfmittels und der Vorrichtung als auch bei der Lagerung
vor der ündanwendung. Dadurch wird eine Polymerisation des Hemrasystems vermieden bis zur Berührung mit der zu untersuchenden
Probe.
Gelbildende oder härtende Hemmsysteme, von denen einige typische oben angegeben sind, und das gewünschte
Reagenssystem können auf irgendeine geeignete V/eise zur Herstellung einer erfindungsgemäßen Prüfvorrichtung in
eine Trägermatrix eingebaut werden. So kann eine Trägermatrix in eine einzige Lösung aller Bestandteile des
Reagenssystems und Hemmsystems getaucht werden. V/ahlweise wird, wenn ein zweistufiges Eintauchverfahren zur Isolierung
der Bestandteile erforderlich ist, die Matrix nacheinander eingetaucht, getrocknet und erneut eingetaucht, wie
oben beschrieben. Y/enn Mikrokapseln angewandt werden, können diese mit Hilfe von Bindemitteln an der Matrix fixiert
werden. Dabei haben sich als besonders geeignet erwiesen Celluloseacetat, Celluloseacetatbutyrat, Hydroxypropylcellulose
und Polyvinylpyrrolidon. Bindemittel sollten mit der zu untersuchenden Probe unmischbar sein und eine
Absorption der Probe in der Trägerrnatrix nicht hindern.
Geeignete Substanzen, die als Trägermatrix für die erfindungsgemäße Vorrichtung geeignet sind, umfassen Papier,
../14 709838/09kA
Cellulose, Holz, Vliese aus synthetischen Harzen, Glasfaserund andere synthetische Papiere, Polypropylenfilz, Vliesstoffe
und Gewebe und ähnliches. Die Matrix v/ird günstigerweise an einem üblichen Träger, wie einem polymeren Streifen,
befestigt, um die Anwendung zu erleichtern.
Bei der Anwendung der Vorrichtung wird die Matrix, die das Reagenssystem und Hemmsystem enthält in die zu
untersuchende Probe eingetaucht. Man läßt die vorherbestimmte Zeit, die der Vorrichtung entspricht, verstreichen und die
Vorrichtung wird dann auf eine nachweisbare Reaktion untersucht. Wenn die Reaktion eine Farbbildung oder-änderung ist,
kann die Vorrichtung mit einer Standardfarbkarte verglichen werden. Sollte bei der Reaktion eine Änderung der Lichtreflexion
auftreten, wird die Vorrichtung mit einem geeigneten Lichtraeßgerät, v/ie es bekannt ist, untersucht.
Die Erfindung wird durch die folgenden nicht einschränkenden Beispiele näher erläutert:
Eine Lösung von 10 Gew.-% Eastman 910-Klebemittel, enthaltend
Methyl-2-cyanoacrylat (Eastman Chemical Products,
Inc., Kingsport, Tennessee, a subsidiary of Eastman Kodak Company) wurde hergestellt und in einem dicht verschlossenen
Glasgefäß aufbewahrt. Ein Prüfmittel zum Nachweis von Glucose in Urin (ähnlich wie CLINISTIX^) wurde auf die folgende
Weise hergestellt. Filterpapiere (Whatman 3MM) wurden mit einer Lösung eines Testreagenses wie in den US-PS 2 981 606
und 3 154 534 imprägniert und getrocknet. Speziell wurde die
folgende Rezeptur angewandt:
../15
7 0 9 8 3 8 10 9 4 U
Destilliertes Wasser | 758,1 ml |
Äthanol (95 %) | 205,0 ml |
Carageenan Viscarin | 2,5 g |
(Marine Colloids, Inc.) | |
Polyvinylpyrollidon | 25,0 g |
Farbstoffe (FD&C 3&4) | 0,29 g |
o-Tolidin«2HCl | 5,0 g |
Citronensäure (v/asserfrei) | 15,42 g |
Natriumeitrat | 67,92 g |
GAWTRE2® AN-139 | 7,5 g |
Oberflächenaktives Mittel | 2,5 g |
Glucoseoxidase | 76,0 ml |
Peroxidase | 0,5 g |
Teile dieses imprägnierten Papiers wurden dann weiter mit den oben beschriebenen Lösungen imprägniert. Andere
wurden als Vergleich nur mit Chloroform behandelt. Der Imprägnierbehälter erlaubte den Ein- und Austritt des
Papiers, war jedoch abgedeckt, um eine Verdampfung des Chloroforms zu verhindern, während ein Überschuß an
Imprägnierlösung von dem Papier in einer lösungsmittelreichen Atmosphäre innerhalb des Gefäßes ablaufen konnte.
Nach Entfernung des Papiers aus dem Bad konnte das Lösungsmittel 10 bis 30 Minuten bei Raumtemperatur in einer
Atmosphäre geregelter niedriger Feuchtigkeit (^10%RIi)
trocknen. Das mit dem Monomer imprägnierte Papier wurde in dunkler trockner Atmosphäre gelagert und anschließend auf
einer Kunststoffunterlage befestigt und in die üblichen Reagensstreifen geschnitten. Diese Streifen wurden dann in
dunklen Glasflaschen in Gegenwart von Silicagel als Feuchtigkeitsadsorbens gelagert.
../16
7 0 9 8 3 8 ro 9 U k
Die so hergestellten Streifen wurden untersucht, indem sie einzeln 3s in Urinproben mit bekannter Glucosekonzentration
(0, 50, 100, 200 und 500 mg/dl) getaucht wurden, ein
Überschuß der Probe wurde entfernt und die Streifen wurden in eine Vorrichtung zur Reflexionsmessung gegeben. Die Ablesung
der Reflexion bei680 nm wurde als Funktion der Zeit von t = 15 s einschließlich der Eintauchzeit über 3,5 min
notiert. In Tabelle I sind die Änderungen der Reflexionswerte in Intervallen und die Endreflexionswerte für das
Glucose-spezifische Papier, das mit 10 % L'astman 910
imprägniert war, für verschiedene Glucosekonzentrationen angegeben.
Die Änderung der Reflexion bei 15 s ist die Differenz gegenüber dem Reflexionswert, wenn keine Glucose vorhanden
ist.
Aus diesen Werten geht hervor, daß nach 2 min keine Änderung des Reflexionswertes mehr auftritt. Diese Endfärbungen
können klar visuell unterschieden werden und bleiben über Zeiträume von einigen Tagen bis zu mehreren Wochen, je
nach den Lagerbedingungen stabil.
Die Teststreifen, die nur mit Chloroform imprägniert waren(Veigladü ,entwickelten sehr intensive farben 10 s nach
dem Eintauchen, aber die Farbentwicklung schritt rasch voran, und nach zv/ei Minuten waren die Streifen schv/arz, und es
konnte keine Differenzierung mehr vorgenommen werden.
Änderung eier Reflexion mit der Zeit nach Berührung mit der Probe
Glucose | 15 | 40 | 65 | 90 | 115 | 140 | 165 | 215 | Ende |
Konzen | S | S | S | S | S | S | S | S | |
tration | ä% | Δ % | ft % | Δ % | Δ% | % R | |||
(mg %) | R* | R+ | R+ | R+ | R+ | R+ | R+ | R+ | |
50 | 6,8 | 3,5 | 3,5 | 0,1 | 0 | 0 | 0 | 0 | 59 |
100 | 13,8 | 13,8 | 5,6 | 2,0 | 0,1 | 0 | 0 | 0 | 43 |
200 | 22,6 | 15,3 | 6,2 | 2,7 | 0,7 | 0 | 0 | 0 | 31 |
500 | 30,8 | 15,7 | 6,5 | 2,7 | 0,7 | 0 | 0 | 0 | 22 |
709838 A) 944
../17
* SlR bei t = 15 s = %R ' -%r
(O mg%(Glucose) (n mg% Glucose)
+ %R bei t = t s = 56K -%R
(vorherige t)
Vorher hergestelltes glucoseempfindliches Reagenspapier
wurde wie in Beispiel 1 mit einer Chloroforralösung,
enthaltend 10 % Eastman 910 EM (Äthyl-2-cyanoacrylat),
1 % (Gew./Vol.) festes nichtionisches Detergens und 0,01 %
(Gew./Vol.) feste Dicarbonsäure, imprägniert. Die aus diesem imprägnierten Papier hergestellten Streifen zeigten
Eigenschaften ähnlich denjenigen nach Beispiel 1, und die gefärbten Streifen waren besonderes gleichmäßig.
Es wurde ein ketonempfindliches Reagenspapier entsprechend
der US-PS 3 202 855 hergestellt durch Eintauchen von Whatman 3HM-Filterpapier in das folgende erste Eintauchgemisch,
Trocknen und anschließendes Eintauchen in das zweite Gemisch.
H2O 722 ml
dreibasisches Natriumphosphat 202,2 g zweibasisches Natriumphosphat
(wasserfrei) 86,7 g
Aminoessigsäure 180,6 g
Oberflächenaktive Mittel 1,64 g Polyvinylpyrrolidon/Vinylacetat-Copolyraer
E-535 67 ml
Natriumnitroferricyanid 8,24 g
Dimethylsulfoxid 401 ml
Chloroform 350 ml
Äthanol (wasserfrei) · 200 ml
709838/0944 #/18
So hergestellte Streifen wurden dann mit einer Chloroformlösung, enthaltend 10 Gew.-% Eastman 910 EM,wie in Beispiel
1, imprägniert. Aus diesem imprägnierten Papier hergestellte Streifen, die mit Urinproben, enthaltend verschiedene
Konzentrationen an Acetessigsäure untersucht wurden, zeigten ausgezeichnete Eigenschaften bezüglich der Farbentwicklung
und FärbIntensitäten, die typisch waren für die
Acetoessigsäurekonzentration in dem untersuchten Urin und blieben stabil.
Glucoseempfindliches Reagenspapier wurde mit einer Benzollösung von 10 % Eastman 910, enthaltend Methyl-2-cyanoacrylat,
imprägniert. Diese Streifen zeigten bei der Untersuchung die gleichen ausgezeichneten Eigenschaften
wie die Streifen der vorherigen Beispiele.
Ein "one-dip"-System wurde mit der folgenden Rezeptur
hergestellt.
Reagens A
3-basisches Natriumphosphat 2,02 g
2-basisches wasserfreies Natriumphosphat 0,87 g
Aminoessigsäure (Glycin) 1,81 g
Natriumnitroferricyanid
(gemahlen und getrocknet) 82,4mg
Reagens B
Dioctylnatriumsulfosuccinat 8,4 mg
GAFAC®oberflächenaktives Mittel RE-610
(der GAF Corporation) 8,0 mg
Chloroform 16,7 ml
Hypor^2000 (Polyurethanprepolymer)
0,9 g
mischen bis alles gelöst ist
../19
709838/0944
Alle Bestandteile des Reagens A wurden in einem Mörser
zu einem feinen Pulver vermählen und in Reagens B suspendiert. Trockenes Whatman 3MM-FiIterpapier (erhältlich
von 3M Co., St. Paul, Minn.) wurde mit dieser Suspension
imprägniert und die aus diesem imprägnierten Papier hergestellten Streifen mit Urinproben, enthaltend verschiedene
Konzentrationen an Acetoessigsäure, untersucht. Die Farbintensitäten der Streifen waren stabil und eine
Funktion der Acetoessigsaurekonzentration in dem untersuchten Urin.
Mn Glucoseindikatorreagens und eine Enzymlösung der
folgenden Zusammensetzung wurden hergestellt:
Destilliertes Wasser 16,6 ml
Polyvinylpyrrolidon (PVP) 9,5 ml
Kaliumiodid 1,5 g
FD&C blau Nr. 1 5,3 mg
Citronensäure 0,497 g
Trinatriumcitrat 2,182 g
(Äthylendinitrilo)-tetraessigsäuretetranatriumsalz
1,67 g
GANTREZ^AN, 10-&Lge Lösung 5 ml
Enzymlösung 16,7 ml
225 ml Glucoseoxidase
0,842 g Peroxidase
0,842 g Peroxidase
Alle oben angegebenen Reagentien wurden vermischt bis sie in Lösung waren. Gleiche Volumina dieser Reagensindikatorlösung,
glucosehaltiger Urin und Hypol^2000 wurden in die Aushöhlung einer Tüpfelplatte gegebenund mit einem Spa ·
tel vermischt bis das/zu schäumen begann (ungefähr 1 min).
../20 709838/0944
- 30- -
Das Prepolymer bildete einen gefärbten festen Schaum in
3 bis 5 rain.
Das System entwickelte, v/enn es mit Urin, enthaltend
0, 100, 250, 500, 1000 und 2000 mg Glucose/dl, untersucht
wurde, nach einer kurzen Zeit eine stabile farbe, und die Farbintensitäten waren ein Haß für die Konzentration an
Glucose. Die Endfarben variierten von blau bis grün bis braun, je nach der Glucosekonzentration, und wurden mit
Farbstandards verglichen.
Da ein Tropfen Hypol®2000 ausreichend Schaum bildet,
um die Vertiefung in der Tüpfelplatte auszufüllen, kann der Versuch mit einem Tropfen einer Urinprobe durchgeführt
und noch visuell ausgewertet werden.
Ketonspezifisches Reagenspapier wurde gernäß der
US-PS 3 212 855 hergestellt und mit einer 10-%igen Chloroformlösung
von Hypol^2000, einem mit Wasser schäumbaren Urethanprepolymer (Dev/ey and Almy Chemical Division of"
W.R. Grace Co.)imprägniert. Diese Lösung kann zusätzlich
irgendeines von verschiedenen ionischen Detergentien in einer Konzentration zwischen 1 und 5 %, bezogen auf das
Gewicht des Prepolymers,enthalten. Streifen, die aus diesem
imprägnierten Papier hergestellt worden waren, wurden mit Urinproben, enthaltend unterschiedliche Mengen Acetoessigsäure,
untersucht und zeigten Entfärbungen innerhalb von 2 bis 4 min. Diese Farbintensitäten waren stabil und
waren klar visuell unterscheidbar und eine Funktion der Acetoessigsäurekonzentration.
Aus dem oben Gesagten geht deutlich hervor, daß die vorliegende Erfindung nicht nur auf die Herstellung von
Teststreifen oder Prüfvorrichtungen vom "dip-and-read"-Typ anwendbar ist, sondern auch auf andere Tests, einschließlich
flüssiger Systeme.
709838/0944 ##/21
Ein Prüfmittel zur Bestimmung von Urobilinogen in Urin
wurde hergestellt, indem man zunächst Whatman 3MM-Filterpapier
mit dem folgenden Gemisch imprägnierte:
Destilliertes Wasser | 70,5 g |
GANTREZ^AN-139 | 5,6 g |
Sulfosalicylsäure | 9,16 g |
Coffein | 7,05 g |
Sulfaminsäure | 1,41 g |
p-Dimethylaminobenzaldehyd | 0,53 g |
(Äthylendinitrilo)-tetraessigsäure- | |
tetranatriumsalz | 0,14 g |
Ascorbinsäure | 3,52 g |
Natriumlaurylsulfat | 0,70 g |
Das Papier wurde dann getrocknet und v/eiter mit einer Lösung von 4 Gew.-% Polyvinylpyrrolidon in Chloroform
imprägniert. Das entstehende Papier wurde dann getrocknet und auf Polystyrolstreifen zur Untersuchung befestigt. Die
Reagensstreifen wurden untersucht durch 3 s langes Eintauchen
in Urinproben mit bekannten Urobilinogenkonzentrationen (0, 4,8 und 12 Ehrlich-Einheiten). Die Färbungen entwickelten
sich innerhalb 2 min und waren typisch für die Urobilinogenkonzentration. Dieser die Zeit ausschaltende
Effekt wird erreicht durch schnelle Bildung eines Komplexes von hydrolysiertem Methylvinyläther/Maleinsäureanhydrid-Copolymer
mit Polyvinylpyrrolidon bei niedrigem pH-Wert.
Ein Streifen, der angewandt wird zum Nachweis von okkultem Blut in Urin, wurde hergestellt durch Imprägnieren
von Whatman 3MM-Filterpapier mit der folgenden Lösung:
*) (time ingredient effect)
../22
7098 38/0944
Natriumlaurylsulfat 0,84 g
Kumolhydroperoxid 1,67 g
6-Methoxychinolin 0,39 g
Natriuracitrat.2H2O 1,79 g
Citronensäure 2,32 g
3,3',5,5'-Tetraraethylbenzidin 0,45 g
Triäthanolaminborat 5 »58 g
(Äthylendinitrilo)tetraessigsäuretetranatriumsalz
0,06 g
Dimethylsulfon 5,58 g
Wasser 40,67 g
Dimethylformamid 40,67 g
Nach dem Trocknen wurde das Papier weiter imprägnier mit einer Lösung von 1 Gew.-','ί Eastman 910EM in
Chloroform. Die aus diesem Papier hergestellten Streuen bildeten, wenn sie in Urinproben, enthaltend bekannte
Mengen Hämoglobin (0, 0,016, 0,064, 0,16, 0,80 mg/dl), untersucht wurden, innerhalb von 2 min deutlich stabile
Färbungen, deren Intensität eine Funktion der Hämoglobinkonzentration war.
709838/0944
Claims (13)
- Patentansprücheiv 1 J Prüfmittel zum Nachweis und zur Bestimmung einer !komponente in einer Probe mit Hilfe eines Reagenssystems, das bei Berührung mit der Probe mit dieser Komponente in Wechselwirkung tritt und zu einer feststellbaren Reaktion führt, dadurch gekennzeichnet , daß es zusätzlich ein Hemmsystem enthält, das bei Berührung mit der Probe dazu führt, daß das Reagenssystem nach Ablauf einer vorher bestimmten Zeit nicht mehr mit der Komponente in Wechselwirkung tritt.
- 2.Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, Farbänderung ist.daß die feststellbare Reaktion eine
- 3. Mittel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß das Hemmsystem eine Substanz umfaßt, die bei Berührung mit der Probe härtet oder ein Gel bildet.
- 4. Mittel nach Anspruch 3* dadurch gekennzeichnet , daß die Härtung oder Gelbildung mit einer ausreichenden Geschwindigkeit abläuft, um eine v/eitere Wechselwirkung zwischen dem Reagenssystem und der Komponente zu verhindern.
- 5. Mittel nach Anspruch 1 bis 4, dadurch g e k e η η zeichnet, daß das Hemmsystem einen Ester von 2-Cyanoacrylsäure umfaßt.7 O 9 8 3 8 /O 9ORIGINAL INSPECTED
- 6. Hitte1 nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet , daß das Hemmsystern Polyvinylalkohol umfaßt.
- 7. Mittel nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet , daß es ein Reagenssystem enthält, das zur Bestimmung von Glucose, Keton, okkultem Blut, Bilirubin, Urobilinogen, Cholesterin, Wasserstoffionen, Protein oder Nitrit geeignet ist.
- 8. Mittel nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet , daß das Ausmaß der feststellbaren Reaktion abhängt von der Menge der Komponente in der Probe.
- 9. Mittel nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet , daß das Hemmsystem das Auftreten der nachweisbaren Reaktion beendet durch Auftreten einer Härtungsoder Gelbildungsreaktion in Konkurrenz mit dem Auftreten der nachweisbaren Reaktion.
- 10. Mittel nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet , daß das Hemmsystem eine Substanz umfaßt, die bei Berührung mit der Probe Wärme erzeugt.
- 11. Mittel nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet , daß das Hemmsystem ein Gift für das Reagenssystem ist oder bildet.
- 12. Mittel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Härtung oder Gelbildung durch Berührung mit Wasser eingeleitet wird.
- 13. Mittel nach Anspruch 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet , daß es in einer Trägermatrix enthalten ist.62 1 7 0 9 8 3 8/0944
Applications Claiming Priority (2)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
US66798176A | 1976-03-18 | 1976-03-18 | |
US05/724,365 US4038485A (en) | 1976-03-18 | 1976-09-17 | Test composition, device, and method |
Publications (3)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE2711684A1 true DE2711684A1 (de) | 1977-09-22 |
DE2711684B2 DE2711684B2 (de) | 1979-07-19 |
DE2711684C3 DE2711684C3 (de) | 1981-06-11 |
Family
ID=27099808
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE2711684A Expired DE2711684C3 (de) | 1976-03-18 | 1977-03-17 | Prüfmittel zum Nachweis und zur Bestimmung einer Komponente in einer Probe |
Country Status (14)
Country | Link |
---|---|
US (1) | US4038485A (de) |
JP (1) | JPS5819220B2 (de) |
AR (1) | AR213631A1 (de) |
AU (1) | AU509319B2 (de) |
CA (1) | CA1078711A (de) |
CH (1) | CH640059A5 (de) |
DE (1) | DE2711684C3 (de) |
DK (1) | DK156524C (de) |
ES (2) | ES456935A1 (de) |
FR (1) | FR2344839A1 (de) |
GB (1) | GB1529413A (de) |
IN (1) | IN145596B (de) |
IT (1) | IT1143564B (de) |
NL (1) | NL172788C (de) |
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
EP0078965A1 (de) * | 1981-11-06 | 1983-05-18 | Miles Laboratories, Inc. | Verfahren zur Darstellung eines die Reagenzwanderung verhindernden analytischen Elementes |
Families Citing this family (63)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE2709625C3 (de) * | 1977-03-05 | 1982-03-04 | Battelle-Institut E.V., 6000 Frankfurt | Verfahren zur wissenschaftlichen, analytischen oder diagnostischen Untersuchung |
CA1133813A (en) * | 1977-09-06 | 1982-10-19 | Eastman Kodak Company | Analytical elements with improved reagent stability |
US4158546A (en) * | 1978-07-24 | 1979-06-19 | Miles Laboratories, Inc. | Composition, test device and method for determining the presence of urobilinogen in a test sample |
DE2853300C3 (de) * | 1978-12-09 | 1982-12-02 | Röhm GmbH, 6100 Darmstadt | Schnelldiagnostica zur diagnostischen Erfassung von okkultem Blut |
DE2855363B1 (de) * | 1978-12-21 | 1980-05-29 | Boehringer Mannheim Gmbh | Kontrollreagens fuer Teststreifen zum Nachweis von Urobilinogen im Harn |
US4274832A (en) * | 1979-02-12 | 1981-06-23 | Eastman Kodak Company | Analytical element and method for analysis of multiple analytes |
JPS55162059A (en) * | 1979-06-05 | 1980-12-17 | Mochida Pharmaceut Co Ltd | Measuring method for antigen, antibody or their complex and measurement reagent kit |
US4318984A (en) * | 1979-11-13 | 1982-03-09 | Miles Laboratories, Inc. | Stabilized composition, test device, and method for detecting the presence of a sugar in a test sample |
US4388271A (en) * | 1980-01-10 | 1983-06-14 | Rohm Gmbh | Rapid diagnostic agents |
US4318985A (en) * | 1981-01-29 | 1982-03-09 | Miles Laboratories, Inc. | Method and device for detecting glucose concentration |
US4361648A (en) * | 1981-08-13 | 1982-11-30 | Miles Laboratories, Inc. | Color fixed chromogenic analytical element |
WO1985001747A1 (en) * | 1983-10-17 | 1985-04-25 | Inomedix, Incorporated | Device for rapid quantitative analysis of a fluid |
US5183742A (en) * | 1984-02-24 | 1993-02-02 | Dai Nippon Insatsu Kabushiki Kaisha | Test device for detecting glucose, protein urobilinogen, and/or occult blood in body fluids and/or determining the PH thereof |
US4704324A (en) * | 1985-04-03 | 1987-11-03 | The Dow Chemical Company | Semi-permeable membranes prepared via reaction of cationic groups with nucleophilic groups |
US4829001A (en) * | 1985-11-08 | 1989-05-09 | Minnesota Mining And Manufacturing Company | Enzymatic neutralization of hydrogen peroxide |
US4757014A (en) * | 1985-11-08 | 1988-07-12 | Minnesota Mining And Manufacturing Company | Immobilization of biologically active protein on a polymeric fibrous support |
US4677075A (en) * | 1986-05-05 | 1987-06-30 | Louderback Allan Lee | Urobilinogen control |
US5155024A (en) * | 1986-07-10 | 1992-10-13 | Eastman Kodak Company | Binder composition and analytical element having stabilized peroxidase in layer containing the composition |
US4935346A (en) * | 1986-08-13 | 1990-06-19 | Lifescan, Inc. | Minimum procedure system for the determination of analytes |
SE458339B (sv) * | 1987-05-25 | 1989-03-20 | Pharmacia Ab | Testremsa foer att paavisa kontaktallergi |
US5171688A (en) * | 1988-08-30 | 1992-12-15 | Cholestech Corporation | Self-corrected assay device |
US5156954A (en) * | 1989-03-08 | 1992-10-20 | Cholestech Corporation | Assay device and method using a signal-modulating compound |
US5114350A (en) * | 1989-03-08 | 1992-05-19 | Cholestech Corporation | Controlled-volume assay apparatus |
AU634814B2 (en) * | 1989-09-14 | 1993-03-04 | Terumo Kabushiki Kaisha | Method for determination of ion concentration, specific gravity, or osmotic pressure of solution and apparatus therefor |
KR910014706A (ko) * | 1990-01-10 | 1991-08-31 | 원본미기재 | 세척이 필요없는 개량된 이뮤노어세이(immunoassay)장치 |
US5110724A (en) * | 1990-04-02 | 1992-05-05 | Cholestech Corporation | Multi-analyte assay device |
US5877028A (en) * | 1991-05-29 | 1999-03-02 | Smithkline Diagnostics, Inc. | Immunochromatographic assay device |
US5998220A (en) * | 1991-05-29 | 1999-12-07 | Beckman Coulter, Inc. | Opposable-element assay devices, kits, and methods employing them |
US6168956B1 (en) | 1991-05-29 | 2001-01-02 | Beckman Coulter, Inc. | Multiple component chromatographic assay device |
US5837546A (en) * | 1993-08-24 | 1998-11-17 | Metrika, Inc. | Electronic assay device and method |
US5447689A (en) * | 1994-03-01 | 1995-09-05 | Actimed Laboratories, Inc. | Method and apparatus for flow control |
US5834271A (en) * | 1994-06-21 | 1998-11-10 | Advanced Research And Technology Institute, Inc. | Enzyme-polyelectrolyte coacervate complex and method of use |
US5922613A (en) * | 1995-03-23 | 1999-07-13 | Goldman; Dorothee E. F. | Method for evaluating estrogen dependent physiological conditions |
US7635597B2 (en) | 1995-08-09 | 2009-12-22 | Bayer Healthcare Llc | Dry reagent particle assay and device having multiple test zones and method therefor |
AU727445B2 (en) * | 1995-08-18 | 2000-12-14 | Donald W Landry | Detection of organic compounds through regulation of antibody-catalyzed reactions |
US5968839A (en) * | 1996-05-13 | 1999-10-19 | Metrika, Inc. | Method and device producing a predetermined distribution of detectable change in assays |
US5945345A (en) * | 1996-08-27 | 1999-08-31 | Metrika, Inc. | Device for preventing assay interference using silver or lead to remove the interferant |
US20050101032A1 (en) * | 1997-02-10 | 2005-05-12 | Metrika, Inc. | Assay device, composition, and method of optimizing assay sensitivity |
US6458326B1 (en) | 1999-11-24 | 2002-10-01 | Home Diagnostics, Inc. | Protective test strip platform |
ATE454625T1 (de) * | 2000-01-19 | 2010-01-15 | Given Imaging Ltd | System zum erkennen von substanzen |
US6583722B2 (en) | 2000-12-12 | 2003-06-24 | Kimberly-Clark Worldwide, Inc. | Wetness signaling device |
US6603403B2 (en) | 2000-12-12 | 2003-08-05 | Kimberly-Clark Worldwide, Inc. | Remote, wetness signaling system |
KR100893519B1 (ko) | 2001-01-16 | 2009-04-17 | 기븐 이미징 리미티드 | 생체내 체강 상태 검출용 시스템 및 방법 |
US6541266B2 (en) | 2001-02-28 | 2003-04-01 | Home Diagnostics, Inc. | Method for determining concentration of an analyte in a test strip |
US6562625B2 (en) | 2001-02-28 | 2003-05-13 | Home Diagnostics, Inc. | Distinguishing test types through spectral analysis |
US6525330B2 (en) | 2001-02-28 | 2003-02-25 | Home Diagnostics, Inc. | Method of strip insertion detection |
EP1357383B1 (de) * | 2002-04-09 | 2005-11-09 | Cholestech Corporation | Verfahren und Vorrichtung zur Quantifizierung von Lipoprotein-Cholesterol hoher Dichte |
WO2004014227A1 (en) * | 2002-08-13 | 2004-02-19 | Given Imaging Ltd. | System for in vivo sampling and analysis |
JP2007521477A (ja) * | 2003-06-26 | 2007-08-02 | ギブン・イメージング・リミテツド | 生体内検出用の方法、装置、およびシステム |
US7150995B2 (en) | 2004-01-16 | 2006-12-19 | Metrika, Inc. | Methods and systems for point of care bodily fluid analysis |
US7465536B2 (en) * | 2004-05-10 | 2008-12-16 | 3M Innovative Properties Company | Biological soil detector |
US7468272B2 (en) * | 2004-05-10 | 2008-12-23 | 3M Innovative Properties Company | Biological soil detector |
US7524673B2 (en) * | 2004-05-10 | 2009-04-28 | 3M Innovative Properties Company | Biological soil detector |
WO2005120325A2 (en) * | 2004-06-07 | 2005-12-22 | Given Imaging Ltd | Method, system and device for suction biopsy |
US8738106B2 (en) * | 2005-01-31 | 2014-05-27 | Given Imaging, Ltd | Device, system and method for in vivo analysis |
WO2007113839A2 (en) * | 2006-04-03 | 2007-10-11 | Given Imaging Ltd. | Device, system and method for in-vivo analysis |
IL174531A0 (en) * | 2005-04-06 | 2006-08-20 | Given Imaging Ltd | System and method for performing capsule endoscopy diagnosis in remote sites |
DE602008002825D1 (de) * | 2007-01-09 | 2010-11-11 | Cholestech Corp | Vorrichtung und verfahren zur messung des ldl-assoziierten cholesterols |
US8515507B2 (en) * | 2008-06-16 | 2013-08-20 | Given Imaging Ltd. | Device and method for detecting in-vivo pathology |
KR20140002744A (ko) * | 2011-02-15 | 2014-01-08 | 타카히토 마츠무라 | 요검사 시트 |
EP2906714B1 (de) | 2012-10-09 | 2019-12-04 | AdvanDx, Inc. | Vorrichtungen, zusammensetzungen und verfahren zur mikroskopischen untersuchung von mikroorganismen und anderen analyten von interesse |
CN107003327A (zh) * | 2014-11-18 | 2017-08-01 | 高露洁-棕榄公司 | 血液检测 |
KR20190076624A (ko) * | 2017-12-22 | 2019-07-02 | 삼성전자주식회사 | 검사 장치 및 그 제어방법 |
Family Cites Families (3)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
US3486981A (en) * | 1965-03-15 | 1969-12-30 | Roy E Speck | Substances relating to testing of blood-coagulation |
US3867518A (en) * | 1973-03-09 | 1975-02-18 | Hoffmann La Roche | Radioimmunoassay for insulin |
US3990849A (en) * | 1975-02-07 | 1976-11-09 | Technicon Instruments Corporation | Separation of cells from liquid components of blood |
-
1976
- 1976-09-17 US US05/724,365 patent/US4038485A/en not_active Expired - Lifetime
-
1977
- 1977-02-08 CA CA271,330A patent/CA1078711A/en not_active Expired
- 1977-02-14 AU AU22258/77A patent/AU509319B2/en not_active Expired
- 1977-02-14 IN IN210/CAL/77A patent/IN145596B/en unknown
- 1977-03-02 GB GB8880/77A patent/GB1529413A/en not_active Expired
- 1977-03-03 AR AR266747A patent/AR213631A1/es active
- 1977-03-10 NL NLAANVRAGE7702607,A patent/NL172788C/xx not_active IP Right Cessation
- 1977-03-11 IT IT48446/77A patent/IT1143564B/it active
- 1977-03-15 CH CH323577A patent/CH640059A5/de not_active IP Right Cessation
- 1977-03-17 DE DE2711684A patent/DE2711684C3/de not_active Expired
- 1977-03-17 JP JP52029754A patent/JPS5819220B2/ja not_active Expired
- 1977-03-17 FR FR7708017A patent/FR2344839A1/fr active Granted
- 1977-03-17 ES ES456935A patent/ES456935A1/es not_active Expired
- 1977-03-17 DK DK117377A patent/DK156524C/da not_active IP Right Cessation
- 1977-10-21 ES ES463418A patent/ES463418A1/es not_active Expired
Non-Patent Citations (1)
Title |
---|
Quality Control in Clinical Chemistry, Transactions of the VIth International Symposium, Geneva, April 1975, S. 425-440 * |
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
EP0078965A1 (de) * | 1981-11-06 | 1983-05-18 | Miles Laboratories, Inc. | Verfahren zur Darstellung eines die Reagenzwanderung verhindernden analytischen Elementes |
Also Published As
Publication number | Publication date |
---|---|
JPS5819220B2 (ja) | 1983-04-16 |
NL172788C (nl) | 1983-10-17 |
AU2225877A (en) | 1978-08-24 |
ES463418A1 (es) | 1978-07-16 |
NL7702607A (nl) | 1977-09-20 |
JPS52125397A (en) | 1977-10-21 |
CH640059A5 (de) | 1983-12-15 |
AR213631A1 (es) | 1979-02-28 |
GB1529413A (en) | 1978-10-18 |
IN145596B (de) | 1985-01-05 |
AU509319B2 (en) | 1980-05-08 |
NL172788B (nl) | 1983-05-16 |
ES456935A1 (es) | 1978-02-01 |
IT1143564B (it) | 1986-10-22 |
DE2711684B2 (de) | 1979-07-19 |
DK156524C (da) | 1990-02-05 |
FR2344839A1 (fr) | 1977-10-14 |
FR2344839B1 (de) | 1980-04-04 |
DK117377A (da) | 1977-09-19 |
DK156524B (da) | 1989-09-04 |
CA1078711A (en) | 1980-06-03 |
DE2711684C3 (de) | 1981-06-11 |
US4038485A (en) | 1977-07-26 |
Similar Documents
Publication | Publication Date | Title |
---|---|---|
DE2711684A1 (de) | Pruefmittel zum nachweis und zur bestimmung einer komponente in einer probe | |
DE69727579T2 (de) | Trockenreagenz-Teststreifen mit einem Benzindinfarbstoff-Vorläufer und einer Antipyrinverbindung | |
DE3787851T2 (de) | Verfahren zur Bestimmung von Glukose im Vollblut. | |
DE1598153C3 (de) | Diagnostisches Mittel zum Nach weis der Inhaltsstoffe von Korperflus sigkeiten | |
DE69131126T2 (de) | Kontrollreagenz zur glukosemessung | |
DE69110098T2 (de) | Teststreifen zur visuellen Bestimmung der Blutglucosekonzentration. | |
EP0133895B1 (de) | Erythrozyten-Rückhaltesubstrate | |
DE60115261T2 (de) | Teststreifen mit positiv-geladenen membranen für tetrazolium basierte assays | |
DE2900136C2 (de) | Analytisches Element zur Bestimmung eines vorgegebenen Analyten in einer wäßrigen Flüssigkeit | |
DE2925524A1 (de) | Einrichtung zum nachweis von bilirubin, verfahren zu deren herstellung und deren verwendung zum nachweisen von bilirubin | |
DE2940165C2 (de) | Glucoseindikator und Testvorrichtung mit dem Glucoseindikator | |
DE69527687T2 (de) | Trockenes, analytisches Element mit einem Ampholyt | |
DE2819645A1 (de) | Mittel und verfahren zur durchfuehrung kolorimetrischer oder photometrischer bestimmungen | |
DE69219061T2 (de) | Reagenszusammensetzung zur Messung der Ionenstärke oder des spezifischen Gewichts von wässerigen Proben | |
DE3206723C2 (de) | ||
DE3823151C2 (de) | Verfahren zur Bestimmung der Ionenstärke oder des spezifischen Gewichts von wäßrigen Flüssigkeiten | |
DE3529094A1 (de) | An polyamide oder cellulosehydrat immobilisierte proteine und deren verwendung zur herstellung von biokatalysatoren, teststreifen oder chromatographiematerialien | |
EP0619492B1 (de) | Bestimmung eines Analyten in einer Probeflüssigkeit | |
DE2846967A1 (de) | Mehrphasen-pruefmittel | |
DE2921023C2 (de) | Zusammensetzung, Testmittel und Verfahren zum Bestimmen von Urobilinogen in einer Probe unter Verwendung der Zusammensetzung, sowie Verfahren zum Herstellen des Testmittels | |
DE2838877A1 (de) | Analytisches element mit verbesserter reagensstabilitaet | |
DE3903114A1 (de) | Verfahren zur bestimmung eines enzyms aus einem isoenzymgemisch sowie hierfuer geeigneter testtraeger und dessen verwendung | |
DE69703906T2 (de) | Vorrichtung zur Messung von Magnesium in biologischen Flüssigkeiten | |
DE69620825T2 (de) | Trockenes analytisches Element für Acetaminophenassay | |
DE2922748C2 (de) | Testmittel zur Bestimmung des Harnstoffgehaltes in Flüssigkeiten |
Legal Events
Date | Code | Title | Description |
---|---|---|---|
C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) |