DE2649564B2 - Alkali/Schwefel-Batterie oder -Zelle - Google Patents
Alkali/Schwefel-Batterie oder -ZelleInfo
- Publication number
- DE2649564B2 DE2649564B2 DE2649564A DE2649564A DE2649564B2 DE 2649564 B2 DE2649564 B2 DE 2649564B2 DE 2649564 A DE2649564 A DE 2649564A DE 2649564 A DE2649564 A DE 2649564A DE 2649564 B2 DE2649564 B2 DE 2649564B2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- cell
- discharge
- charge
- sulfur
- zone
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01M—PROCESSES OR MEANS, e.g. BATTERIES, FOR THE DIRECT CONVERSION OF CHEMICAL ENERGY INTO ELECTRICAL ENERGY
- H01M10/00—Secondary cells; Manufacture thereof
- H01M10/36—Accumulators not provided for in groups H01M10/05-H01M10/34
- H01M10/39—Accumulators not provided for in groups H01M10/05-H01M10/34 working at high temperature
- H01M10/3909—Sodium-sulfur cells
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01M—PROCESSES OR MEANS, e.g. BATTERIES, FOR THE DIRECT CONVERSION OF CHEMICAL ENERGY INTO ELECTRICAL ENERGY
- H01M8/00—Fuel cells; Manufacture thereof
- H01M8/18—Regenerative fuel cells, e.g. redox flow batteries or secondary fuel cells
- H01M8/184—Regeneration by electrochemical means
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y02—TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
- Y02E—REDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
- Y02E60/00—Enabling technologies; Technologies with a potential or indirect contribution to GHG emissions mitigation
- Y02E60/10—Energy storage using batteries
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y02—TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
- Y02E—REDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
- Y02E60/00—Enabling technologies; Technologies with a potential or indirect contribution to GHG emissions mitigation
- Y02E60/30—Hydrogen technology
- Y02E60/50—Fuel cells
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y02—TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
- Y02P—CLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
- Y02P70/00—Climate change mitigation technologies in the production process for final industrial or consumer products
- Y02P70/50—Manufacturing or production processes characterised by the final manufactured product
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Manufacturing & Machinery (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Electrochemistry (AREA)
- General Chemical & Material Sciences (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Sustainable Development (AREA)
- Sustainable Energy (AREA)
- Secondary Cells (AREA)
- Battery Electrode And Active Subsutance (AREA)
Description
gekennzeichnet durch
1. eine oder mehrere Zellen nach A bis C für die Entladung,
2. eine oder mehrere Zellen nach A bis C für die Ladung, wobei die positive Elektrode in der
(den) Entladungszelle(n) aus Graphitfilz, Graphitschaum, porösem Graphit, glasartigem
Kohlenstoffschaum, pyrolytischem Graphitfilz, pyrolytischem Graphitschaum, versteiftem
Graphitfilz oder Materialien, die hiermit bedeckt oder überzogen sind, besteht, und der
Kontaktwinkel mit dem geschmolzenen Schwefel kleiner ist als der mit geschmolzenem
Polysulfid und die positive Elektrode in der (der.) Ladungszelle(n) aus porösem leitfähigem
Graphit oder porösem Metall besteht, welche mindestens teilweise mit einem Oxid oder
einem Sulfid der Metalle Zinn, Blei, Antimon, Wismut oder mit Aluminiumoxid, Molybdändisulfid, Chromtrioxid, Kobaltoxid, mit Antimonpentoxid dotiertem Zinnoxid, mit Lithium
dotiertem Nickeloxid, mit Titan dotiertem Eisenoxid oder mit Tantal dotiertem Titanoxid
überzogen sind, und der Kontaktwinkel mit den geschmolzenen Polysulfiden kleiner ist als der
mit dem geschmolzenen Schwefel,
3. Einrichtungen zum Transport des kathodischen Reaktionsteilnehmers zwischen der Lagerungszone und der Ladungs- und Entladungszelle und
Einrichtungen zum Transport des Alkalimetalls von der Ladungszelle zu der Entladungszelle.
2. Batterie nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die positive Elektrode der Entladungszelle in der kathodischen Reaktionszone so untergebracht ist, daß der Bereich eine Mehrzahl von
Kanälen oder Hohlräumen, die frei von dem porösen leitenden Material sind, aufweist.
3. Batterie nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung im Schwerefeld mit der Entladungszelle oben, der Ladungszelle
unten und der Lagerungszone zwischen den beiden
4. Batterie nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum Transport des
kathodischen Reaktionsteilnehmers zur Begünsti
gung des Transportes der kathodischen Reaktions
teilnehmer durch freie Konvektion ausgebildet ist
5. Batterie nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die Entladungszelle als
auch die Ladungszelle kathodische und anodische
ίο Verteilungsreservoire enthalten.
6. Batterie nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerungszone so eingerichtet ist, daß sie bei einer Temperatur oberhalb der
Temperatur der Entladungszelle während der
Entladung der Batterie und unterhalb der Temperatur der Ladungszelle während der Ladung der
Batterie gehalten wikJ.
7. Batterie nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Batterie Einrichtungen zur
Isolierung der Entladungs- oder Ladungszelle gegenüber der Lagerungszone enthält, wenn die
betreffenden Zellen in Betrieb sind.
8. Batterie nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Ladungszellen so eingerich
tet sind, daß ein kontinuierlicher niedriger Ladungs
strom durch die Elektroden derselben während der Entladung der Batterie aufrechterhalten wird.
9. Batterie nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum Transport
des kathodischen Reaktionsteilnehmers Pumpeinrichtungen enthält.
Die Erfindung betrifft eine Alkali/Schwefel-Batterie oder -Zelle, bestehend aus
(A) einer oder mehreren anodischen Reaktionszonen (negative Elektrode),
(B) einer oder mehreren kathodischen Reaktionszonen mit
(1) wenn die Zelle oder Batterie mindestens teilweise entladen ist, (i) einer einphasigen
Masse aus geschmolzenen Alkalipolysulfiden oder (ii) einer zweiphasigen Masse aus geschmolzenem Schwefel und mit geschmolze-
nem Schwefel gesättigten Alkalipolysulfiden
und
(2) einer porösen positiven Elektrode in Kontakt mit dem kathodischen Reaktionsteilnehmer,
(C) einem oder mehreren alkaliionenleitenden Festelektrolyten,
(D) einer oder mehreren Lagerungszonen für den kathodischen Reaktionsteilnehmer.
Die US-Patentschrift 38 11493 und die DE-OS
26 03 404 beschreiben Gestaltungen von Alkali/Schwefel-Batterien oder -Zellen, die einen verbesserten
Massentransport der Reaktionsteilnehmer und eine bessere Ladung erlauben oder begünstigen, so daß
sowohl die Energieausnützung als auch die Leistung erhöht wird. In der in der US-PS angegebenen Batterie
ist ein ionenleitender Festelektrolyt zwischen einem ersten Reaktionsteilnehmer in einem Behälter und
einem zweiten Reaktionsteilnehmer in einem weiteren
Behälter untergebracht Die Elektrode für einen der Reaktionsteilnehmer umfaßt eine Schicht eines porösen
leitenden Materials, wobei eine Oberfläche im Kontakt
mit einer Seite des Festelektrolyten und die andere Oberfläche im Kontakt mit einem struktureil integrierten
elektrisch leitenden Bauteil steht, welches für seinen Reaktionsteilnehmer durchlässig ist und elektrisch mit
dem äußeren Stromkreis verbunden ist Ein offenes Volumen liegt zwischen dem strukturell integrierten
leitenden Bauteil und der Behälterwand vor, um die freie ι ο Strömung und Vermischung der Reaktionsteilnehmer
zu erlauben. Die Reaktionsteilnehmer strömen auch leicht durch das leitende Bauteil in die Schicht des
porösen leitenden Materials. Das leitende Bauteil liefert die Elektronen an das poröse leitende Material, welches
wiederum die Elektronen zu oder von den Reaktionspartnern transportiert
Die in der vorstehend aufgeführten älteren DE-OS angegebene Verbesserung umfaßt die Gestaltung der
kathodischen Reaktionszone der Batterie in der Weise, daß eine Mehrzahl von Kanälen und/oder Hohlräumen
innerhalb der Zone vorliegt die frei von porösen leitenden Elektroden sind und die dadurch zur Erzielung
einer freien Strömung der geschmolzenen kathodischen Reaktionsteilnehmer während des Betriebes der Batterie
geeignet sind. Diese Strömung ergibt sich aufgrund der freien Konvektion innerhalb der Kanäle und/oder
Hohlräume und aufgrund der Dochtwirkung auf den kathodischen Reaktionsteilnehmer innerhalb des leitenden
porösen Materials.
In den DE-OS 26 03 374 und 26 22 404 sind jewel's Wege zur Erhöhung des Massentransportes der
Reaktionsteilnehmer in derartigen Batterien vorgeschlagen, so daß die Leistung der Batterie oder Zelle
und im bestimmten Ausmaß die Ladungs-/Entladungs-Wirksamkeit erhöht werden. Jede dieser Modifizierungen
befaßt sich jedoch mit dem Dampftransport von Schwefel, um diesen Zweck zu erreichen, so daß
infolgedessen entweder äußere Heizeinrichtungen oder spezielle Zellgestaltungen notwendig sind.
In der DE-OS 17 71 148 ist eine Einzelbrennstoffzelle beschrieben, bei der das geschmolzene Natrium und der
kathodische Reaktionsteilnehmer von äußeren Lagern zugeführt werden.
Die bisherigen Gestaltungen oder Verfahren, wie sie in der vorstehenden US-PS und den DE-OS !7 71 148,
26 03 374, 26 03 404 und 26 22 404 aufgeführt sind, sind sämtliche wirksam, um die Verteilung der Reaktionsteilnehmer
sowohl während der Entladung als auch während der Ladung zu begünstigen. Jedoch ist es selbst
mit diesen verbesserten Gestaltungen oder Verfahren schwierig, Batterien oder Zellen in hohem Ausmaß
wieder aufzuladen.
In DE-OS 26 49 660 ist eine Batterie oder Zelle vorgeschlagen, bei der eine Elektrode eingesetzt wird,
die bevorzugt durch Polysulfid benetzt w ird. Infolgedessen
zeigt die Zelle eine hohe Wirksamkeit bei der Ladung. Die Anwendung einer derartigen, durch
Polysulfid benetzbaren Elektrode ergibt jedoch, obwohl die Ladungwirksamkeit erhöht wird, eine merkliche
Elektrodenpolarisierung und eine etwas gesenkte Wirksamkeit bei der Entladung.
In der DE-OS 26 49 659 ist eine Batterie vorgeschlagen, worin jede Zelle zwei getrennte Elektroden enthält,
wovon die eine vorzugsweise durch Polysulfid benetzt wird und /um Betrieb bei der Ladung geeignet ist und
die ändert vorzugsweise durch Schwefel benetzt wird
und zum Betrieb b^i der Entladung geeignet ist. Obwohl
diese Batterien oder Zellen wirksam zur Erhöhung der Energieausnützung sowohl bei der Ladung als auch bei
der Entladung sind, ist die Zellkonstruktion aufgrund
der Anwendung der beiden getrennten Elektroden kompliziert
Die Aufgabe der Erfindung besteht in einer Batterie oder Zelle, die eine erhöhte Wirksamkeit sowohl bei der
Ladung als auch der Entladung zeigt
Die Batterie gemäß der vorliegenden Erfindung erhöht in gleicher Weise wie die Batterie mit den
zweifachen Elektroden gemäß der DE-OS 26 49 659 die Wirksamkeit sowohl bei der Ladung als auch bei der
Entladung. Jedoch erfordert im Gegensatz zu der anderen Batterie die verbesserte Batterie gemäß der
vorliegenden Erfindung keine Konstruktion von Einzelzellen.die
zwei getrennte Elektroden enthalten.
Gegenstand der Erfindung ist somit eine Alkali/ Schwefel-Batterie oder -Zelle der eingangs beschriebenen
Art, die gekennzeichnet ist durch
1. eine oder mehrere Zellen nach A bis C für die Entladung,
2. eine oder mehrere Zellen nach A bis C für die Ladung, wobei die positive Elektrode in der (den)
Entladungsze!le(n) aus Graphitfilz, Graphitschaum, porösem Graphit glasartigem Kohlenstoffschaum,
pyroliytischem Graphitfilz, pyrolytischem Graphitschaum, versteiftem Graphitfilz oder Materialien,
die hiermit bedeckt oder überzogen sind, besteht und der Kontaktwinkel mit dem geschmolzenen
Schwefel kleiner ist als der mit geschmolzenem Polysulfid und die positive Elektrode in der (den)
Ladungszelle(n) aus porösem, leitfähigein Graphit oder porösem Metall besteht, welche mindestens
teilweise mit einem Oxid oder einem Sulfid der Metalle Zinn, Blei, Antimon, Wismut oder mit
Aluminiumoxid, Molybdändisulfid, Chromtrioxid, Kobaltoxid, mit Antimonpentoxid dotiertem Zinnoxid,
mit Lithium dotiertem Nickeloxid, mit Titan dotiertem Eisenoxid oder mit Tantal dotiertem
Titanoxid überzogen sind, und der Kontaktwinkel mit den geschmolzenen Polysulfiden kleiner ist als
der mit dem geschmolzenen Schwefel,
3. Einrichtungen zum Transport des kathodischen Reaktions teilnehmers zwischen der Lagerungszone
und der Ladungs- und Entladungszelle und
Einrichtungen zum'Transport des Alkalimetalls von der Ladungszelle zu der Entladungszelle.
Einrichtungen zum'Transport des Alkalimetalls von der Ladungszelle zu der Entladungszelle.
Die Erfindung wird nachfolgend im einzelnen in Verbindung mit den Zeichnungen erläutert, worin die
F i g. 1 und 7 schematische Diagramme von Batterien gemäß der Erfindung, die
Fig. 2, 4, 5 und 6 verschiedene Zellgestaltungen, die
für Zellen in den Ladungs- und Entladungszonen der Batterie gemäß der Erfindung brauchbar sind, und
F i g. 3 einen Querschnitt der F i g. 2 entlang der Linie 3-3 derselben
darstellen.
Die Schwierigkeiten bei der Wiederaufladung entstehen deshalb, weil im völlig entladenen Zustand die
Polysulfidschmeize einphasig ist, die Aktivität des Schwefels in der Schmelze wesentlich niedriger als 1 ist
falls die Molfraktion an Schwefel etwa 0,60 beträgt und den Wert 1 erreicht, wenn die Molfraktion 0,72 beträgt,
also die Stelle, bei der das Polysulfid mit Schwefel gesättigt ist. Wenn die Zelle wieder geladen wird, wird
momentan elementarer Schwefel an den Oberflächen der Elektrode in der Nachbarschaft des festen
keramischen Elektrolyts gebildet. Da Schwefel nicht leitend ist, gibt die Anwesenheit des elementaren
Schwefels an der Elektrode Schwierigkeiten bei der Fortführung des Wiederaufladungsvorgangs. Wenn
jedoch die Molfraktion des Schwefels in der Schmelze zwischen etwa 0,60 und etwa 0,72 liegt, d. h. im
einphasigen Bereich, zeigt der sich an der Oberfläche der Elektrode bildende Schwefel eine Tendenz zur
unmittelbaren Reaktion mit der Polysulfidschmelze in der Nachbarschaft derselben und bildet ein zweites
Polysulfid, worin das Molarverhältnis von Schwefel zu Alkalimetall größer als 3:2 ist. Dieser Vorgang
schreitet fort, bis das Molarverhältnis von Schwefel zu Alkalimetall etwa 5,2 :2 beträgt. Dies ist die Stelle, wo
die Molfraktion des Schwefels etwa 0.72 beträgt und die Spannung bei offener Schaltung konstant wird.
Wenn die Ladung der Zelle fortgesetzt wird, reagiert das mit Schwefel gesättigte Polysulfid nicht mehr
weiterhin mit dem an der Elektrode abgeschiedenen elementaren Schwefel unter Bildung eines Polysulfide
mit einem größeren Molverhältnis von Schwefel zu Alkalimetall. Es wird somit, wenn der Ladungsvorgang
fortschreitet, der kathodische Reaktionsteilnehmer zweiphasig. Eine Phase besteht aus elementarem
Schwefel und die andere besteht aus mit Schwefel gesättigtem Alkalipolysulfid, worin das Molarverhältnis
von Schwefel zu Alkalimetall etwa 5,2 :2 beträgt, wobei die Molfraktion des Schwefels in der kathodischen
Reaktionszone kontinuierlich ansteigt, wenn der Wiederaufladungsvorgang fortschreitet. Es ist genau
dieser Bereich des Wiederaufladungsvorgangs, wo wesentliche Schwierigkeiten aufgrund der Bildung
großer Mengen an nichtleitendem elementarem Schwefel auf den porösen Elektrodenoberflächen auftreten.
Tatsächlich ist es äußerst schwierig, ohne irgendeine Modifikation dieser Art von Zelle eine Wiederaufladung
zu irgendeinem großen Ausmaß über die Stelle hinaus zu erreichen, bei der das Polysulfid mit Schwefel
gesättigt ist, so daß die Abscheidung des elementaren Schwefels einen Begrenzungseffekt auf die Wiederaufladbarkeit
hat.
Die Erfindung liefert jedoch eine Batterie, die eine erhöhte Wirksamkeit sowohl bei der Ladung als auch
der Entladung ergibt, da sie getrennte Entladungs- und Ladungszonen enthält, wobei die Entladungszone eine
oder mehrere Zellen, die eine Elektrode umfassen, welche bevorzugt durch geschmolzenen Schwefel
benetzt wird, und die Ladungszone eine oder mehrere Zellen, die eine Elektrode umfassen, die bevorzugt
durch geschmolzene Polysulfidsalze des Alkalimetalls benetzt wird, enthalten.
Obwohl die Zellen, die zur Anwendung in den verbesserten Batterien gemäß der Erfindung geeignet
sind, eine Anzahl unterschiedlicher Gestaltungen besitzen können, von denen einige in den vorstehend
aufgeführten Literaturstellen angegeben sind, umfaßt eine bevorzugte Gestaltung (1) einen Behälter, der
vorzugsweise rohrförmig ist, (2) einen Festelektrolyt,
der vorzugsweise rohrförmig ist und der innerhalb des
Behälters so angebracht ist, daß eine anodische Reaktionszone innerhalb des Elektrolyts und eine
kathodische Reaktionszone zwischen dem Elektrolyt und dem Behälter erzeugt wird, (3) ein geschmolzenes
Alkalimetall als anodischen Reaktionsteilnehmer in der anodischen Reaktionszone in elektrischem Kontakt mit
einem äußeren elektrischen Stromkreis, (4) einen kathodischen Reaktionsteilnehmer, der aus (a) einer
einphasigen Masse aus geschmolzenen Polysulfidsalzen des anodischen Reaktionsteilnehmers und (b) einer
zweiphasigen Masse aus geschmolzenem Schwefel und mit geschmolzenem Schwefel gesättigten Polysulfidsalzen
des Alkalimetalls gewählt ist, und (5) eine Elektrode, die innerhalb der kathodischen Reaktionszone angebracht
ist, die mindestens teilweise mit dem kathodischen Reaktionsteilnehmer gefüllt ist und in elektrischem
Kontakt mit dem Festelektrolyten und dem äußeren Stromkreis steht. Solche Zellen, die vorzugsweise
rohrförmig oder zylindrisch sind, bilden somit kathodische Reaktionszonen, welche vollständig den
Festelektrolyten umrunden.
Unter den zahlreichen Materialien, die bevorzugt durch Polysulfidsalze benetzbar sind und für die positive
Elektrode in den Ladungszellen geeignet sind, ist ein bevorzugtes Metall zur Anwendung im Rahmen der
Erfindung rostfreier Stahl. Der in Helium bei 318°C durch geschmolzenes NajS4 auf rostfreiem Stahl
gebildete Kontaktwinkel beträgt 0 bis 5°, während der durch Schwefel auf rostfreiem Stahl gebildete Kontaktwinkel
etwa 25° beträgt. Diese Kontaktwinkel verbleiben unabhängig von der Stärke der Oxidschicht auf dem
rostfreien Stahl, d. h., der unbehandelte rostfreie Stahl
kann abgeschliffen werden, um altes Oxid zu entfernen, kann in heißer Salpetersäure oxidiert werden, in HCl
geätzt werden und in Luft bei 800°C oxidiert werden. In sämtlichen Fällen wird der Stahl bevorzugt durch das
Natriumpolysulfid benetzt.
Vorzugsweise ist die positive Elektrode der Entladungszelle
in der kathodischen Reaktionszone so untergebracht, daß der Bereich eine Mehrzahl von
Kanälen oder Hohlräumen, die frei von dem porösen leitenden Material sind, aufweist. Vorteilhaft ist die
Vorrichtung im Schwerefeld mit der Entladungszelle oben, der Ladungszelle unten und der Lagerungszone
zwischen den beiden Zellen orientiert
Die Einrichtung zum Transport des kathodischen Reaktionsteilnehmers ist bevorzugt zur Begünstigung
des Transportes der kathodischen Reaktionsteilnehmer durch freie Konvektion ausgebildet
In einer speziellen Ausgestaltung enthalten sowohl die Entladungszelle als auch die Ladungszelle kathodische
und anodische Verteilungsreservoire. Vorteilhaft ist die Lagerungszone so eingerichtet daß sie bei einer
Temperatur oberhalb der Temperatur der Entladungszelle während der Entladung der Batterie und unterhalb
der Temperatur der Ladungszelle während der Ladung der Batterie gehalten wird. Günstigerweise enthält die
Batterie Einrichtungen zur Isolierung der Entladungsso oder Ladungszelle gegenüber der Lagerungszone, wenn
iiie betreifcinjcn Zellen in Beirieb sind. !r. zlr.zr
speziellen Gestaltung enthält die Einrichtung zum Transport des kathodischen Reaktionsteilnehmers
Pumpeinrichtungen.
In einer speziellen Ausführungsform sind die Ladungszellen so eingerichtet, daß ein kontinuierlicher
niedriger Ladungsstrom durch die Elektrode aus rostfreiem Stahl während der Entladung der Batterie
aufrechterhalten wird.
Wenn die Ladungselektrode der verbesserten Batterien gemäß der Erfindung aus einem Material wie
rostfreiem Stahl gebildet ist, welches eine geringe Korrodierung bei der Entladung zeigt, wenn das
Natrium/Schwefel-Verhältnis im Polysulfid innerhalb eines bestimmten Bereiches liegt, selbst wenn es nicht in
Gebrauch ist und die Ladungszone nicht während der Entladung, wie nachfolgend abgehandelt abgeschaltet
ist ist es günstig, einen kontinuierlichen niedrigen
Ladungsstrom (sogenannter Sickerladungsstrom) durch diese Elektrode selbst während der Entladung der
Batterie oder der Zelle aufrechtzuhalten. Es besteht keine spezielle Begrenzung hinsichtlich der Sickerladungsstromdichte,
jedoch beträgt ein günstiger Strom 1 % weniger der Entladungsstromstärke.
F i g. 2 zeigt einen vollständigen senkrechten Querschnitt einer Zelle, die erläuternd für die rohrförmige
Art ist, welche zur Anwendung in den Entladungs- und Ladungszonen der verbesserten Batterie gemäß der
Erfindung bevorzugt wird. Die Zelle wird nachfolgend als Zelle zur Anwendung in der Entladungszone
beschrieben. Fig.3 ist ein Querschnitt der Zelle der F i g. 2 entlang der Linie 3-3. Die F i g. 4,5 und 6 zeigen
in gebrochenen Ansichten die unteren senkrechten Schnitte der Zellen ähnlich gemäß F i g. 2, jedoch zur
Einrichtung in der Ladungszone der Batterie geeignet. Zu dem Ausmaß, daß ein Teil oder ein Material, das in
jeder Figur gezeigt wird, gleich wie dasjenige der F i g. 1 ist, wird es mit der gleichen, in F i g. 1 angegebenen
Bezugsziffer bezeichnet.
Die in F i g. 2 gezeigte Zelle umfaßt einen rohrförmigen Behälter 6, der in elektrischem Kontakt mit einem
äußeren Stromkreis über den Elektrodenleiter 8 sein kann, einen rohrförmigen Festelektrolyten 10, welcher
innerhalb des rohrförmigen Behälters 6 so angebracht ist, daß eine anodische Reaktionszone innerhalb des
rohrförmigen Festelektrolyten erzeugt wird, die ein geschmolzenes Alkalimetall als Reaktionsteilnehmer
der Anode 12 enthält, das in elektrischem Kontakt über den Leiter 14 zu einem äußeren Stromkreis steht, eine
kathodische Reaktionszone zwischen dem Festelektrolyten 10 und dem rohrförmigen Behälter 6, einen
geschmolzenen kathodischen Reaktionsteilnehmer 16 und eine poröse Elektrode 18, die innerhalb der
kathodischen Reaktionszone untergebracht ist
Die Fig.2 und ihr Querschnitt in Fig.3 sind
erläuternd für die Art der Zelle entsprechend der DE-OS 26 03 404, wobei eine poröse Elektrode 18
innerhalb der kathodischen Reaktionszone so angebracht ist, daß diese Reaktionszone eine Mehrzahl von
Kanälen oder Hohlräumen enthält, die frei von dem porösen leitenden Material sind und welche in
Kombination mit dem porösen leitenden Material zur Erzielung einer freien Strömung innerhalb der kathodisehen
Reaktionszone des kathodischen Reaktionsteilnehmers während des Betriebes der Batterie oder Zelle
geeignet sind.
Gemäß der F i g. 2 sind zusätzlich zu den vorstehend aufgeführten Merkmalen als Zelle zur Anwendung in
der Entladungszone Einlaßeinrichtungen 20 zur Strömung des kathodischen Reaktionsteilnehmers in die
kathodische Reaktionszone, Auslaßeinrichtung 22 zur Strömung des kathodischen Reaktionsteilnehmers aus
der kathodischen Reaktionszone heraus und Einlaßeinrichtungen 24 zur Strömung des anodischen Reaktionsteilnehmers 12 in die anodische Reaktionszone vorhanden.
Die Fig.4 und 5, die, wie nachfolgend ausgeführt,
Zellen umfassen, welche zur Anwendung in der Ladungszone geeignet sind, umfassen jeweils Elektrodengestaltungen,
wo die poröse Elektrode 18 auf einen Bereich benachbart zum Festelektrolyten 10 begrenzt
ist Die poröse Elektrode 18 ist als Filz in der F i g. 4 und
als perforiertes Metallblech mit öffnungen 26 in der F ig. 5 dargestellt
Die F i g. 6 zeigt eine Zellgestaltung, wo zusätzlich zu
einer auf einen Bereich benachbart zum Festelektrolyten 10 begrenzten porösen Elektrode 18 ein zweites
leitendes Elektrodenmaterial 18' angebracht ist, welches porös sein kann oder nicht. In der gezeigten
Ausführungsform ist die poröse Elektrode 18 ein perforiertes Metallblech und das Elektrodenmaterial 18'
ist ein fester Zylinder aus einem Metall, das so angebracht ist, daß ein kathodischer Reaktionsteilnehmer
um dieses am Boden und am Oberteil der kathodischen Reaktionszone strömen kann. Das Material
18' kann auch porös oder perforiert sein, um die Strömung der Reaktionsteilnehmer zu erlauben. In
jedem Fall erzeugt jedoch die Anbringung der Materialien 18 und 18', wie gezeigt, keine senkrechten
Kanäle in der Zelle, so daß ein Kamineffekt erzeugt wird, wodurch die freie konvektive Strömung der
Reaktionsteilnehmer erhöht wird. Das Elektrodenmaterial 18' und die poröse Elektrode 18 sind selbstverständlich
elektrisch, beispielsweise über Drähte 28 verbunden.
Die Fig.4, 5 und 6 enthalten zusätzlich zu den
vorstehend abgehandelten Merkmalen als Zellen zur Anwendung in der Ladungszone Einlaßeinrichtungen 30
zur Strömung des kathodischen Reaktionsteilnehmers in die kathodische Reaktionszone und Auslaßeinrichtungen
32 zur Strömung des kathodischen Reaktionsteilnehmers aus der kathodischen Reaktionszone
heraus.
Die schematische Ansicht nach F i g. 1 zeigt den Teil der verschiedenen Zonen in einer bevorzugten Ausführungsform
der Batterie gemäß der Erfindung. Bei dieser bevorzugten Ausführungsfcrm ist die Batterie im
Schwerefeld mit der Entladungszone oben, der Ladungszone am Boden und der Lagerungszone zwischen
den beiden Zonen orientiert. Diese Anordnung der Zonen begünstigt die natürliche freie Konvektion des
kathodischen Reaktionspartners. Wie vorstehend ausgeführt, enthält die Vorrichtung Einrichtungen 2 zur
Strömung der kathodischen Reaktionsteilnehmer zwischen der Lagerungszone und den Ladungs- und
Entladungszonen. Gemäß der Erfindung müssen die Einrichtungen 2 zum Transport des kathodischen
Reaktionsteilnehmers mindestens eine langgestreckte Leitung zwischen der Lagerungszone und der Entladungszone
und mindestens eine langgestreckte Leitung zwischen der Lagerungszone und der Ladungszone
enthalten. Die in F i g. 1 schematisch gezeigte Vorrichtung umfaßt zwei Leitungen 2a und 2b zwischen der
Lagerungszone und der Entladungszone und zwei Leitungen 2c und 2t/ zwischen der Lagerungszone und
der Ladungszone. Die Anwendung dieses Paares von Leitungen und ihre Unterbringung innerhalb der
Batterie begünstigt die freie Konvektion, wie nachfolgend abgehandelt Die Anwendung von Leitungen mit
langgestreckten Abschnitten erhöht auch die freie Konvektion aufgrund des erhöhten Druckdifferentials
infolge des Kamineffektes, welcher durch erhöhte senkrechte Abstände erzielt wird.
Im theoretisch voll geladenen Zustand können die Lagerungszone sowie die kathodischen Reaktionszonen
sämtlicher Zellen sowohl in den Entladungs- als auch Ladungszonen der Batterie mit Schwefel gefüllt sein.
Die Zellen sind in der Entladungszone durch eine geeignete Schaltung zum Betrieb im Entladungsvorgang
eingerichtet Während der Entladung wird somit Porysulfid in jeder der kathodischen Reaktionszonen
der Entladungszellen gebildet Da dieses Material schwerer als Schwefel ist, zeigt es eine Neigung zum
Absinken und Herausströmen aus der Entladungszelle
durch den Auslaß 22. Das schwerere Polysulfid aus sämtlichen Entladungszellen wird in der Entladungszelle
gesammelt und strömt durch die Leitung 2b zu der Lagerungszone, wie angezeigt. Das Polysulfid sammelt
sich, da es dichter als Schwefel ist, am Boden der Lagerungszone an und preßt den Schwefel durch die
Leitung 2a zu der Entladungszone, wo der Schwefel auf den kathodischen Reaktionszonen der Entladungszellen
über Einlasse 20 verteilt wird. Dieser Vorgang schreitet durch freie Konvektion fort, bis die Lagerungszone
vollständig mit Polysulfid gefüllt ist.
Während des Ladungsvorgangs der Batterie gemäß der Erfindung werden die Leitungen 2c und 2d zur
Ladungszone, die vorzugsweise während des Entladungsvorgangs geschlossen wurden, geöffnet Das
Polysulfid strömt dann vorn Boden der Lagerungszone durch die Leitung 2c zur Ladungszone, wo es in den
unteren Teil der kathodischen Reaktionszone der Ladungszellen durch den Einlaß 30 eintritt. Wenn sich
die Zellen aufladen, wird Schwefel darin gebildet, steigt zum Oberteil der Zellen an, da er deutlich leichter als
Polysulfid ist, geht aus den Auslässen 32 heraus, wird durch die Leitung 2dgesammelt und strömt durch diese
zurück zur Lagerungszone. Dieses Verfahren schreitet fort, bis die Lagerungszone erneut mit Schwefel gefüllt
ist.
Geeignete Einrichtungen zur Verteilung des kathodischen Reaktionsteilnehmers aus den Leitungen 2a und
2c zu den Einlaßeinrichtungen 20 und 30 der Entladungs- bzw. Ladungszellen und den Auslaßeinrichtungen
22 und 32 der Entladungs- bzw. Ladungszellen zu den Leitungen 2b und 2d ergeben sich für den Fachmann
als selbstverständlich. Eine bevorzugte Maßnahme umfaßt die Anwendung von oberen und unteren
Verteilungsreservoirs sowohl in den Entladungs- als auch Ladungszonen. Falls derartige Einrichtungen
angewandt werden, sind das obere Verteilungsreservoir in der Entladungszone und das untere Verteilungsreservoir
in der Ladungszone so eingerichtet, daß sie (i) den kythodischen Reaktionsteilnehmer aus den Leitungen
2a bzw. 2c aufnehmen und (ii) den auf diese Weise erhaltenen Reaktionsteilnehmer in die Zellen durch die
Einlaßeinrichtungen 20 und 30 fördern. Das untere Verteilungsreservoir in der Entladungszone und das
obere Verteilungsreservoir in der Ladungszone sind so eingerichtet, daß sie (i) den kathodischen Reaktionsteilnehmer
aus den Zellen durch die Auslässe 22 unü 32 aufnehmen und (ii) den Reaktionsteilnehmer durch die
Leitungen 2£>und 2c/zur Lagerungszone fördern.
Es werden beträchtlich hohe Konvektivgeschwindigkeiten in der Vorrichtung gemäß der Erfindung
aufgrund des vorstehend aufgeführten Kamineffektes erzieit Auch die Bildung von Schwefeldampf erhöht den
konvektiven Massentransport. Die Vorteile der freien Strömung für den Massentransport werden jedoch
hauptsächlich erreicht, wenn die Batterie im zweiphasigen
Bereich betrieben wird. Die freie Konvektion zwischen den Entladungs- und Ladungszonen und der
Lagerungszone hängt von den Unterschiedlichkeiten der Dichte des Schwefels und der Alkalipolysulfide ab.
Die Batterie arbeitet deswegen sehr wirksam im zweiphasigen Bereich der Ladung oder Entladung.
Dieser Bereich umfaßt etwa 60 Prozent (60%) der Kapazität und hat eine flache (konstante) Spannungskurve. Somit kann bei bestimmten Anwendungen, bei
denen eine volle Kapazität nicht erforderlich ist, wo jedoch eine hohe Ladungs-Entladungs-Wirksamkeit
günstig ist, der Betrieb gemäß der Vorrichtung vorzugsweise auf den zweiphasigen Bereich begrenzt
werden.
Die verschiedenen Polysulfidsalze des einphasigen Bereiches haben sämtlich praktisch die gleiche Dichte.
Deshalb ist die freie Konvektion nicht so wirksam als Maßnahme für den Massentransport im einphasigen
Bereich. Beispielsweise während des Entladungsvorgangs, wenn das gesamte Polysulfid in der Lagerungszone
aus Na2Ss_2 besteht, hört, selbst wenn der
Reaktionsteilnehmer in den einzelnen Zellen uei Entladungszone zu Na2S3 fortschreitet, die freie Konvektion
praktisch auf, da diese Polysulfidsalze praktisch die gleiche Dichte besitzen. Um deshalb die Strömung in
diesem einphasigen Bereich aufrechtzuerhalten, ist es notwendig, die Lagerungszone auf eine größere
Temperatur als diejenige der Entladungszqne zu erhitzen.
Das Problem der verringerten konvektiven Strömung ist nicht so akut bei der Ladung, da, ganz gleich, wie der
Zustand der Polysulfidsalze ist, Schwefel während der Ladung gebildet wird und, da Schwefel leichter als
sämtliche Polysulfide ist, ansteigt Infolgedessen kann eine erhöhte Wirksamkeit erzielt werden, indem die
Lagerungszone bei einer Temperatur unterhalb derjenigen der Ladungszone gehalten wird. Dies kann
entweder durch Abkühlung der Lagerungszone oder durch Nichtabkühlung der Zellen der Ladungszone
soweit, wie es normalerweise erfolgen würde, erfolgen.
Wie jeder Fachmann einsieht, ist es notwendig, das bei der Ladung gebildete Alkalimetall zu den Zellen der
Entladungszone zurückzuführen. Dies kann mittels der Leitung 4 erreicht werden, durch die das Alkalimetall
strömt, wenn die Zelle geladen wird. Es ist auch selbstverständlich, daß äquivalente Mengen des Alkalimetalls
zur Umsetzung mit dem Schwefel erforderlich sind. Das nicht in den einzelnen Zellen enthaltene
Alkalimetall kann natürlich in irgendwelchen geeigneten Lagerungszonen oder selbst in den Transporteinrichtungen
4 gelagert sein.
Wie vorstehend ausgeführt, kann es auch günstig sein,
eine niedrige Ladung oder Sickerladung auf der Elektrode der Ladungszone während der Entladung
aufrechtzuerhalten, falls die Elektrode, die dem korrodierenden Angriff durch bestimmte Polysulfide
unterliegt, beispielsweise aus rostfreiem Stahl ist. Eine Alternative hierzu liegt darin, die Zellen der Ladungszone
voll mit Schwefel während der Entladung zu halten. Dies ist möglich, da die Batterie so gestaltet werden
kann, daß die Ladungs- oder Entladungszone der Batterie von der Lagerungszone unabhängig davon
isoliert werden kann, ob die Batterie im Ladungs- oder Entladungsvorgang läuft. Eine dritte Alternative zur
Vermeidung dieses Korrosionsproblems, welches sehr akut bei rostfreiem Stahl ist, besteht darin, eine
Verbindungsleitung zwischen der Lagerungszone und
" den Zellen der Ladungszone zu schaffen. Falls dies
erfolgt, reagiert absinkendes Na2S3, das Polysulfid,
welches den rostfreien Stahl korrodiert, chemisch mit dem aufsteigenden Schwefel unter Bildung von Na2S5 in
der Verbindungsleitung, und die Ladungszellen kommen niemals in Kontakt mit korrodierendem Na2S*
In speziellen Fällen kann es notwendig oder günstig sein, Pumpeinrichtungen in den Einrichtungen zum
Transport des kathodischen Reaktionsteilnehmers einzuschließea Es kann auch günstig sein, Pumpeinrichtungen
zur Unterstützung einer Batterie anzuwenden, bei der die freie konvektive Strömung so weit als möglich
ausgenützt wird. Die Fig.7 zeigt eine ähnliche
schematische Ansicht wie Fig. 1, worin Pumpen enthalten sind. Die Anzahl und die Stelle der Pumpen ist
nicht kritisch, kann jedoch von der gewünschten Strömung oder der Orientierung der verschiedenen
Zonen abhängen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
1. Alkali/Schwefel-Batterie oder -Zelle, bestehend
aus
(A) einer oder mehreren anodischen Reaktionszonen (negative Elektrode),
(B) einer oder mehreren kathodischen Reaktionszonen mit
(1) wenn die Zelle oder Batterie mindestens teilweise entladen ist, (i) einer einphasigen
Masse aus geschmolzenen Alkalipolysulfiden oder (ii) einer zweiphasigen Masse aus
geschmolzenem Schwefel und mit geschmolzenem Schwefel gesättigten Alkalipolysulfiden und
(2) einer porösen positiven Elektrode in Kontakt mit dem kathodischen Reaktionsteilnehmer,
(C) einem oder mehreren alkaliionenleitenden Festelektrolyten,
(D) einer oder mehreren Lagerungszonen für den kathodischen Reaktionsteilnehmer.
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
US05/653,856 US3994745A (en) | 1976-01-30 | 1976-01-30 | Secondary battery with separate charge and discharge zones |
Publications (3)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE2649564A1 DE2649564A1 (de) | 1977-12-15 |
DE2649564B2 true DE2649564B2 (de) | 1981-02-12 |
DE2649564C3 DE2649564C3 (de) | 1981-10-08 |
Family
ID=24622556
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE2649564A Expired DE2649564C3 (de) | 1976-01-30 | 1976-10-29 | Alkali/Schwefel-Batterie oder -Zelle |
Country Status (6)
Country | Link |
---|---|
US (1) | US3994745A (de) |
JP (1) | JPS5295031A (de) |
CA (1) | CA1073041A (de) |
DE (1) | DE2649564C3 (de) |
FR (1) | FR2339964A1 (de) |
GB (1) | GB1569113A (de) |
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE3507697A1 (de) * | 1985-03-05 | 1986-09-11 | Brown, Boveri & Cie Ag, 6800 Mannheim | Elektrochemische speicherzelle |
Families Citing this family (14)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
FR2332623A1 (fr) * | 1975-11-20 | 1977-06-17 | Comp Generale Electricite | Generateur electrochimique sodium-soufre |
US4112203A (en) * | 1976-07-06 | 1978-09-05 | The Dow Chemical Company | Alkali metal/sulfur battery |
US4104448A (en) * | 1976-10-08 | 1978-08-01 | British Railways Board | Alkali metal-sulphur cells |
GB1540869A (en) * | 1976-12-20 | 1979-02-14 | Chloride Silent Power Ltd | Electrode structures |
DE3145112A1 (de) * | 1981-11-13 | 1983-05-26 | Brown, Boveri & Cie Ag, 6800 Mannheim | "elektrochemische speicherzelle" |
US4456631A (en) * | 1983-04-19 | 1984-06-26 | Ford Motor Company | Electronically conductive lithia doped oxide ceramics for use in sodium sulfur batteries |
US4456664A (en) * | 1983-04-19 | 1984-06-26 | Ford Motor Company | Electronically conductive magnesia doped oxide ceramics for use in sodium sulfur batteries |
JPH0215579A (ja) * | 1988-07-01 | 1990-01-19 | Hitachi Ltd | Na−S電池とその運転方法、使用方法及びその製造方法 |
US5578393A (en) * | 1995-03-10 | 1996-11-26 | United States Advanced Battery Consortium | Thermal contact sheet for high temperature batteries |
US6093504A (en) * | 1996-12-03 | 2000-07-25 | Bliesner; Wayne Thomas | Electro-chemical-thermal rechargeable energy storage cell (ECT cell) |
US6383360B1 (en) * | 1997-11-24 | 2002-05-07 | Wayne Thomas Bliesner | Electrode and method for use in an electrolysis cell |
JP3827980B2 (ja) * | 2001-09-21 | 2006-09-27 | 本田技研工業株式会社 | ハイブリッド車両の制御装置 |
US9972857B2 (en) * | 2009-04-01 | 2018-05-15 | Basf Se | Method for storing and transporting electrochemical energy |
US11316199B2 (en) * | 2018-01-16 | 2022-04-26 | International Business Machines Corporation | Rechargeable metal halide battery |
Family Cites Families (6)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
GB1137079A (en) * | 1965-10-22 | 1968-12-18 | Ford Motor Co | Batteries |
US3533848A (en) * | 1967-04-20 | 1970-10-13 | Gen Electric | Sodium-sulfur fuel cell units |
FR2119117A5 (de) * | 1970-12-21 | 1972-08-04 | Comp Generale Electricite | |
US3672994A (en) * | 1971-01-04 | 1972-06-27 | Gen Electric | Sodium-sulfur cell with third electrode |
US3740268A (en) * | 1972-01-17 | 1973-06-19 | Gen Electric | Method of charging sodium-sulfur cell |
US3749603A (en) * | 1972-04-17 | 1973-07-31 | Dow Chemical Co | Alkali metal/sulfur battery having a cathodic current collector coated with molybdenum disulfide |
-
1976
- 1976-01-30 US US05/653,856 patent/US3994745A/en not_active Expired - Lifetime
- 1976-10-18 CA CA263,564A patent/CA1073041A/en not_active Expired
- 1976-10-21 JP JP12558676A patent/JPS5295031A/ja active Granted
- 1976-10-22 FR FR7632007A patent/FR2339964A1/fr active Granted
- 1976-10-29 GB GB45053/76A patent/GB1569113A/en not_active Expired
- 1976-10-29 DE DE2649564A patent/DE2649564C3/de not_active Expired
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE3507697A1 (de) * | 1985-03-05 | 1986-09-11 | Brown, Boveri & Cie Ag, 6800 Mannheim | Elektrochemische speicherzelle |
Also Published As
Publication number | Publication date |
---|---|
FR2339964B1 (de) | 1978-12-15 |
FR2339964A1 (fr) | 1977-08-26 |
JPS5728461B2 (de) | 1982-06-16 |
GB1569113A (en) | 1980-06-11 |
DE2649564A1 (de) | 1977-12-15 |
CA1073041A (en) | 1980-03-04 |
DE2649564C3 (de) | 1981-10-08 |
US3994745A (en) | 1976-11-30 |
JPS5295031A (en) | 1977-08-10 |
Similar Documents
Publication | Publication Date | Title |
---|---|---|
DE2649810C3 (de) | Alkali-Schwefelbatterie oder -zelle | |
DE2603404C3 (de) | Alkalimetall/Schwefel-Akkumulator mit einer anodischen und einer kathodischen Reaktionszone und einem alkaliionenleitenden Festelektrolyten | |
DE2649564C3 (de) | Alkali/Schwefel-Batterie oder -Zelle | |
DE2649660C3 (de) | Alkali/Schwefel-Batterie oder -zelle | |
DE69211322T2 (de) | Verbesserte energiespeichereinrichtung | |
DE1671738C2 (de) | Galvanische Zelle | |
DE2731197A1 (de) | Akkumulatorzelle | |
DE2635900C3 (de) | Alkali/Schwefel-Batterie oder -Zelle | |
DE2649659C3 (de) | Alkali-Schwefelbatterie oder -zelle | |
DE3036807C2 (de) | Elektrochemisches Element mit hoher Energiedichte | |
DE2513649A1 (de) | Festelektrolyt-batterie, insbesondere fuer die speicherung elektrischer energie | |
DE3033117A1 (de) | Elektrochemische speicherzelle | |
DE2622332C2 (de) | Verfahren zum Betrieb einer Alkali/Schwefel-Zelle und Alkali/Schwefel-Zelle zur Durchführung des Verfahrens | |
DE2622404A1 (de) | Natrium-schwefel-batterie oder -zelle mit verbesserter amperestunden-kapazitaet | |
CH631578A5 (de) | Batterie oder zelle. | |
DE19502594A1 (de) | Elektrochemische Zelle | |
DE2746529C2 (de) | Elektrochemischer Schwefel-Natriumgenerator | |
EP0079582B1 (de) | Elektrochemische Speicherzelle | |
EP0193768B1 (de) | Elektrochemische Speicherzelle | |
DE3022449A1 (de) | Elektrochemische speicherzelle | |
DE2942653C2 (de) | ||
DE2653966C3 (de) | Elektrochemische Speicherzelle oder -Batterie auf Basis von Alkalimetall und Schwefel | |
WO1985005738A1 (en) | Lead battery | |
EP0077538B1 (de) | Elektrochemische Speicherzelle | |
DE2207129C3 (de) | Galvanische Energieumwandlungseinrichtung mit einem ionisch leitenden Festelektrolyten |
Legal Events
Date | Code | Title | Description |
---|---|---|---|
OD | Request for examination | ||
C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |