DE2644197A1 - Verfahren und mittel zur bekaempfung der diarrhoe bei monogastrischen tieren und neugeborenen wiederkaeuern - Google Patents
Verfahren und mittel zur bekaempfung der diarrhoe bei monogastrischen tieren und neugeborenen wiederkaeuernInfo
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Description
Patentanwälte Dipl.-Ing. fl. Weickiäann, Dipl.-Phys. Dr. K. Fincke
Dipl.-Ing. R A.Weickmann, Dipl.-Chem. B. Huber
8 MÜNCHEN 86, DEN
POSTFACH 860 820
MÖHLSTRASSE 22, RUFNUMMER 98 39 21/22
Case 973-166 HtM/Sm
Arizona Feeds
4650 North Highway Drive, Tucson, Arizona 85703,USA
4650 North Highway Drive, Tucson, Arizona 85703,USA
Verfahren und Mittel zur Bekämpfung der Diarrhöe bei monogastrischen
Tieren und neugeborenen Wiederkäuern.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und ein Mitteil zur Verminderung
des Auftretens und zur Behandlung von Diarrhöe bzw. Durchfall bei monogastrxschen Tieren bzw. Nichtv/iederkäuern
und neugeborenen Wiederkäuern.
Neugeborene Schweine werden im allgemeinen während etwa 20 bis 30 Tagen von der Muttersau gesäugt, wonach sie ein Gewicht
von etwa 7 kg (15 pounds) aufweisen. Die Ferkel werden dann von der Muttersau entfernt, in Gemeinschaftsboxen überführt
und dort mit einem Trockenfutter versorgt. Diese Trennung der Ferkel von der Muttersau und ihre überführung in die Gemeinschaftsboxen
führt zu Belastungen der Ferkel, so daß es nicht
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BAD
ungewöhnlich ist, wenn 50 % der Ferkel 2 oder 3 Tage nach der überführung in diese Gemeinschaftsboxen an Durchfall
oder Diarrhöe leiden.
Es ist weiterhin nicht ungewöhnlich, daß von den 50 % an Diarrhöe
leidenden Ferkeln 1/5 oder 20 % ohne Behandlung sterben. Etwa 20 % der an Diarrhöe leidenden Ferkel erholen sich ohne merklichen
Gewichtsverlust, während die anderen 60 % der an Diarrhöe
leidenden Ferkel durch die schnelle Entwässerung einen starken Gewichtsverlust erleiden, der durch längere Fütter^zeit und
zusätzliches Futter ausgeglichen werden muß.
Durch den Tod von etwa 10 % sämtlicher von der Muttersau entfernten
Ferkel und des erheblichen Gewichtsverlusts, den 30 % der von der Muttersau entfernten Ferkel erleiden, ergibt sich
ein erheblicher wirtschaftlicher Verlust.
Weitere Tiere, die an Diarrhöe leiden, sind die neugeborenen
Wiederkäuer. Die in der Milchwirtschaft häufigste Todesursache von neugeborenen Kälbern ist der Durchfall oder die Diarrhöe.
Millionen von Milchkälbern (im Unterschied zu Fleischkälbern) werden jedes Jahr geboren, und es wird geschätzt, daß 50 % dieser
neugeborenen Kälber an Diarrhöe leiden, kurz nachdem man sie von der Mutterkuh entfernt hat, d. h. nachdem die Zuführung
des Kolostrums oder "der ersten Milch" bzw. der Muttermilch unterbrochen wird.
Von dem an Diarrhöe leidenden Kälbern sterben gewöhnlich 40 %,
während die anderen 60 %, die sich erholen, im allgemeinen schwach und unterernährt sind, wobei sie bis zu 1 oder 2 Monaten
im Wachstum zurück sind. Es ist daher ohne weiteres ersichtlich, daß das häufige Auftreten der Diarrhöe bei neugeborenen
Milchkälbern erhebliche Kosten und Schwierigkeiten in der Milchindustrie verursacht.
In Bezug auf monogastrische Tiere oder nicht wiederkäuende
Tiere wird die Erfindung anhand von der Muttersau entwöhnten
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Ferkeln erläutert, wobei es sich jedoch versteht, daß die Erfindung
auch auf andere neugeborene monogastrische Tiere angewandt werden kann, die Belastungen mit sich bringenden Einflüssen
unterliegen, die Durchfall oder Diarrhöe verursachen, beispielsweise
Menschen.
Wie bereits erwähnt, werden die Ferkel mit einem Alter von etwa 1 Monat von der Muttersau entfernt, worauf sie in Gemeinschaftsboxen überführt und dort mit einer trockenen Futtermischung aufgezogen
werden.
Derzeit leiden etwa 50 % der jungen Ferkel nach 2 oder 3 Tagen an Diarrhöe. Von den Ferkeln, die von Diarrhöe befallen sind,
erholen sich einige ohne Behandlung und ohne einen merklichen Gewichtsverlust, während eine merkliche Anzahl der Tiere stirbt
und eine noch größere Anzahl der Tiere einen großen Gewichtsverlust zeigt, bevor sich die Tiere wieder erholen.
Es wurde nunmehr gefunden, daß das Auftreten der Diarrhöe oder
des Durchfalls bei solchen frisch von der Muttersau entfernten Ferkeln und anderen monogastrischen Tieren bzw. Nichtwiederkauern
in starkem Ausmaß vermindert und in vielen Fällen praktisch beseitigt werden kann, wenn man den Tieren eine tägliche Ration
von vorgelatinierter oder vorgequollener Stärke zuführt. Bei frisch von der Muttersau entwöhnten Ferkeln beträgt die Menge
etwa 5 g, wobei das Material vorzugsweise in Pastenform verabreicht
wird.
Die erfindungsgemäß eingesetzte vorgelatinierte oder vorgequollene
Stärke ist eine reine, stark raffinierte Maisstärke, die mit Wasser vorgelatiniert oder vorgequollen, entwässert und
zu einem weißen, feinkörnigen Feststoff mit gleichmäßiger Teilchengröße
und mit einem Feuchtigkeitsgehalt von etwa 3,5 bis etwa 8,0 % pulverisiert worden ist. Das Wasseraufnahmevermögen
dieser vorgelatinierten Stärke beträgt mehr als 15:1.
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Erfindungsgemäß wurde die vorgelatinierte oder vorgequollene
Stärke mit Erfolg an frisch von der Muttersau entwöhnte Ferkel verabreicht, indem man sie mit einer ausreichenden Menge Wasser
zu einer viskosen Paste verarbeitet,einen weichen Gummi-,
schlauch in die Luftröhre und die Speiseröhre des Tieres einführt und dann die entsprechende Menge der vorgelatinierten
Stärkepaste durch den Schlauch preßt. Es wurden Untersuchungen durchgeführt, um die Wirksamkeit der vorgelatinierten Stärkepaste
in Bezug auf das Auftreten der Diarrhöe bei von der Muttersau entwöhnten Ferkeln und in Bezug auf die Behandlung von
an Diarrhöe leidenden Ferkeln unter Verwendung des gleichen Präparats
und der gleichen Methode zu bestimmen.
Eine Gruppe von frisch von der Muttersau entwöhnten Mastferkeln mit einem Alter von 20 Tagen und einem Gewicht zwischen etwa 5,9
und 6,8 kg (13 und 15 pounds) werden in Stahlkäfige überführt
und mit 16 % Protein enthaltenden, nicht mit Arzneimittel versetzten Futterpellets ad libitum versorgt. Wasser wird ebenfalls
in der gewünschten Menge verabreicht.
Am ersten Tag wird jedes Ferkel in eine der folgenden Gruppen eingeteilt:
(a) Kontrollgruppe: keine vorgelatinierte Stärke,
(b) 1,0 g vorgelatinierte Stärke täglich und
(c) 5,0 g vorgelatinierte Stärke täglich.
Sämtliche Ferkel werden auf das Auftreten der Diarrhöe beobachtet,
worauf die an Diarrhöe leidenden Ferkel unmittelbar aus der Untersuchung entfernt werden.
Die erhaltenen Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle I zusammengestellt.
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- a
Gramm vorgelatinierte Stärke pro Tag
0 1 ,0
Anzahl der Ferkel 5 5
Anzahl der an Diarrhöe leidenden Ferkel 5 2 Zeit bis zum Auftreten der
Diarrhöe (Stunden) 36,0 48,0
Diarrhöe (Stunden) 36,0 48,0
Der Zeitraum, vom Einbringen der Ferkel in die Käfige bis zum Auftreten der Diarrhöe.
Wie aus den in der obigen Tabelle angegebenen Ergebnissen zu erkennen ist, leiden nach Ablauf von 3 6 Stunden sämtliche untersuchten
Kontrollferkel an Diarrhöe. 40 % der mit 1 g vorgelatinierter
Stärke täglich versorgten Ferkel zeigen nach einer Untersuchungszeit von 48 Stunden Diarrhöe, während durch die
Verabreichung von 5 g vorgelatxnierter Stärke pro Tag das Auftreten der Diarrhöe vollständig verhindert wird.
Es wird eine weitere Untersuchung durchgeführt, um die Wirkung der vorgelatinierten Stärke auf die Bekämpfung und die Behandlung
der Diarrhöe zu zeigen.
Zu diesem Zwecke werden 20 frisch von der Muttersau entwöhnte Mastferkel unmittelbar nach dem Zeitpunkt aussortiert, nachdem
die Diarrhöe aufgetreten ist.
Acht der Ferkel werden als Kontrolltiere bezeichnet und werden ad libitum mit dem Futter und dem Wasser versorgt, ohne daß irgendein
spezielles Arzneimittel gegeben wird.
Die restlichen zwölf Ferkel behandelt man täglich mit 5 g vorgelatinierter
Stärke in Pastenform, wobei die Stärke einmal täglich
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verabreicht wird. Die zwölf behandelten Ferkel erholen sich bei einer durchschnittlichen Behandlungszeit von 2 Tagen oder 48 Stunden
vollständig.
Nachdem die acht Kontrollferkel während 48 Stunden nicht behandelt
wurden, versorgt man jedes Ferkel täglich mit 5 g vorgelatinierter
Stärke in Pastenform, bis die Tiere sich vollständig erholt haben. Die Kontrollferkel, denen erst 48 Stunden nach
dem Auftreten der Diarrhöe die vorgelatinierte Stärke verabreicht wurde, benötigen im allgemeinen drei Tage oder drei Dosierungen,
bevor sie sich vollständig erholen.
Somit ist eindeutig zu erkennen, daß die an frisch von der Muttersau
entwöhnte Ferkel in einer Menge von etwa 5 g pro Tag verabreichte vorgelatinierte Stärke eine drastische Verminderung
des Auftretens der Diarrhöe verursacht und, falls eine Diarrhöe
auftritt, innerhalb weniger Tag zu deren Beseitigung führt, bevor ein merklicher Gewichtsverlust eintritt.
Hinsichtlich der neu geborenen Wiederkäuer wird die Erfindung unter Bezugnahme auf frisch geborene Milchkälber erläutert, wobei
es sich jedoch versteht, daß die Erfindung in gleicher Weise auch auf andere neugeborene Wiederkäuer angewandt werden kann.
Wie dem Milchwirtschaftsfachmann geläufig ist, beläßt man ein neugeborenes Milchkalb normalerweise etwa 12 Stunden bei der
Mutterkuh, damit das Kalb die Kolostrum-Milch, die häufig auch als "erste Milch" bezeichnet wird, aufnehmen kann, da diese
Milch Antikörper enthält, die das neugeborene Tier gegen Erkrankungen
und Krankheiten, einschließlich der erwähnten Diarrhöe, schützen.
Nach etwa 12 Stunden wird das Kalb normalerweise von der Kuh
entfernt und die letztere wieder in die Herde überführt. In gewissen Fällen, nämlich wenn die Kuh das Kalb nicht säugt, wird
das Kalb mit "gesammelter" erster Milch von anderen Kühen versorgt.
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Wie bereits erwähnt, tritt, nachdem das ein Tage alte Kalb von 3er Mutterkuh entfernt wird, in etwa 50 % der Fälle Diarrhöe
)der Durchfall auf. Dies hat zur Folge, daß das Tier große Mengen Körperflüssigkeit verliert, so daß im allgemeinen etwa 40 %
der befallenen Tiere verenden. Die anderen 60 % erholen sich nach und nach ohne Behandlung, sind jedoch aufgrund ihres schlechten
Zustandes unterernährt und verlieren etwa 1 oder 2 Monate in ihrer Entwicklung.
Es hat sich nunmehr gezeigt, daß das Auftreten der Diarrhöe
bei solchen neugeborenen Milchkälbern stark vermindert und in gewissen Fällen im wesentlichen beseitigt werden kann, indem man
an die Tiere eine wäßrige Mischung verfüttert, die etwa 30 g vorgelatinierte oder vorgequollene Maisstärke in 1 1 eines flüssigen
Futters, beispielsweise Vollmilch oder ein sog. Milchersatzprodukt, enthält.
Nach der Unterbrechung mit der Versorgung mit Kolostrum oder mit der ersten Milch versorgt man das Kalb mindestens während der
ersten beiden Fütterungsvorgänge (während eines Tages) mit der wäßrigen Mischung. Für dieses erste Verfüttern der Mischung verwendet
man normalerweise einen Gummisauger und eine Saugflasche (oder eine ähnliche Einrichtung).
Es hat sich ferner gezeigt, daß es für die Gesundheit des Tieres und zur wesentlichen Beseitigung des Auftretens der Diarrhöe
günstig ist, das Kalb während der ersten beiden Tage (d. h. während insgesamt vier Fütterungsvorgängen) nach dem Absetzen der
Kolostrummilch, mit einem vollständigen Futterersatz zu versorgen, der eine wäßrige Mischung umfaßt, die sowohl die oben erwähnte,
vorgelatinierte Stärke enthaltende wäßrige Mischung als auch verschiedene Vitamine, Mineralstoffe, Proteine und Energiequellen
enthält, die für den Wiederkäuer physiologisch günstig sind.
Die Zusammensetzung eines solchen trockenen Beifutters, das von
der Firma Arizona Feeds, Tucson, Arizona, USA unter der Bezeichnung "Calf Booster" vertrieben wird, und das in einer Menge von
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30 g pro Liter der wäßrigen Mischung mit einem flüssigen Trägermaterial
vermischt wird (2 ounces per quart , enthält vorzugsweise die folgenden Bestandteile, bezogen auf das Trockengewicht
:
Tabelle II | Bestandteile | Gewichtsprozent |
(Trockenbasis) | ||
vorgelatinierte Stärke | 55,00 | |
Cerelose | 12,00 | |
TrockenmiIchprodukt | 20,00 | |
Trockenei | 5,75 | |
Natriumphosphat | 2,00 | |
Salz | 1 ,00 | |
Calciumlactat | 1,00 | |
Kaliumchlorid | 1 ,00 | |
Vitaminvormischung | 2,00 | |
Spurenmineralien in Form von | ||
Chelatkomplexen (Wiederkäuer) | 0,25 | |
100,00
Die bevorzugten Spurenmineralien in Form von Chelatkomplexen sind von der Firma Arizona Feeds, Tucson, Arizona unter der
Bezeichnung "CTM Chelated Trace Minerals (Ruminant)" erhältlich.
Die Vitaminvormischung enthält eine Mischung aus Vitaminen
und Mineralstoffen, die eine diätetische Bedeutung auf die Gesundheit des Wiederkäuers haben. Man kann eine solche Vitaminvormischung
von der Firma Hoffman-Taff Ine. unter der Bezeichnung
"Ruminant Vitamin Pre-mix" erhalten, wobei diese Mischung vorzugsweise Vitamin A-Palmitat, D-aktiviertes Tiersterin
(Quelle für Vitamin D), (X -Tocopherylacetat, Riboflavinergänzung,
Niacin, d-Pantothensäure, Vitamin B12-Ergänzung und Cholinchlorid (Vitamin B-Komplex) enthält.
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Die Ergebnisse von zwei typischen Untersuchungen von ein Tage alten Holsteinbullen und Jungkuhkälbern unter Verwendung von
Kontrollkälbern sind in der folgenden Tabelle III zusammengestellt, wobei Kälber mit einer vorgelatinierte Stärke enthaltenden
wäßrigen Mischung und Kälber mit einer wäßrigen Mischung, die das oben beschriebene trockene Beifutter enthält, versorgt
wurden.
Die Kontrolltiere wurden am ersten Tag jeweils zweimal mit Kolostrummilch oder erster Milch versorgt, worauf während der
restlichen Untersuchung die übliche Nichtkolostrummilch verabreicht wurde.
Die mit der vorgelatinierte Stärke enthaltenden wäßrigen Mischung gefütterten Kälber wurden jeweils am ersten Tag, ebenso wie die
Kontrollkälber, zweimal mit Kolostrummilch versorgt, und dann wurde während des zweiten und dritten Tages in die ersten vier
verabreichten Futtermischungen, die keine Kolostrummilch enthalten, 30 g vorgelatinierte Stärke eingemischt.
Die Kälber wurden jeweils um 5 Uhr früh und um 15:30 Uhr gefüttert,
Wenn man bei den Kontrollkälbern das Auftreten der Diarrhöe beobachtet,
versetzt man die keine Kolostrummilch enthaltene Futtermischung mit jeweils 113,4 g des Beifutters "Calf Booster", bis
die Diarrhöe nicht mehr festzustellen ist.
Wenn die mit vorgelatinierter Stärke oder dem Beifutter "Calf Booster" versorgten Kälber das Auftreten von Diarrhöe zeigen,
werden sie mit dem Routinefutter versorgt, bis die vorgeschriebene Zeitdauer abgelaufen ist, worauf man bei jeder Futterzugabe
113,4 g (4 ounces) des Beifutters "Calf Booster" zusetzt, ebenso wie im Fall der Kontrollkälber, die an Diarrhöe leiden.
Die erhaltenen Ergebnisse sind in den folgenden Tabellen III und IV zusammengestellt.
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30 g vorgelatinierte Stärke
Kbntrolltiere behandelte Tiere
Anzahl der Kälber 4
Anzahl der an Diarrhöe leidenden Kälber 4 Zeit bis zum Auftreten der Diarrhöe
(Stunden)1 24
Schwere des Diarrhoebefalls 3,8
Anzahl der an Diarrhöe leidenden und gegen Diarrhöe bekämpften Kälber 4
Anzahl der auf die Behandlung ansprechenden Kälber 4 Dauer der Diarrhöe 78
4 1
84 2,0
1 48
Von dem Zeitpunkt der Geburt der Kälber bis zum ersten Auftreten der Diarrhöe.
: O = fester Stuhl, 1 = pastenartig fester Stuhl, 2 = pastenförmiger
Stuhl, 3 = pastenförmig wäßriger Stuhl, 4 = wäßriger Stuhl.
Nachdem das Auftreten der Diarrhöe festgestellt wurde, wurden
113,4 g (4 ounces) des Beifutters "Calf Booster" pro Fütterung
verabreicht, bis die Diarrhöe nicht mehr beobachtet werden konnte.
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a" n-
56,7 g (2 ounces) des Beifutters "Calf Booster", das 3 0,8 g vorgelatinierte Stärke enthält.
Kontroll tiere |
behandelte Tiere |
5 | 5 |
5 | 2 |
)1 43,2 | 140,0 |
2,1 | 0,4 |
Anzahl der Kälber
Anzahl der an Diarrhöe leidenden Kälber
Zeit bis zum Auftreten der Diarrhöe (Stunden)
2
Stärke des Diarrhoebefalls
Stärke des Diarrhoebefalls
Anzahl der an Diarrhöe erkrankten und gegen
Diarrhöe behandelten Tiere 5 2
Anzahl der auf die Behandlung ansprechenden
Kälber 5 2
Dauer der Diarrhöe 52,4 18,0
Von dem Zeitpunkt der Geburt der Kälber bis zum ersten Auftreten der Diarrhöe.
0 = fester Stuhl, 1 = pastenartig fester Stuhl, 2 = pastenform!
ger Stuhl, 3 = pastenförmig wäßriger Stuhl, 4 = wäßriger Stuhl.
Nachdem das Auftreten der Diarrhöe festgestellt wurde, wurden
113,4 g (4 ounces) des Beifutters "Calf Booster" pro Fütterung
verabreicht, bis die Diarrhöe nicht mehr beobachtet werden konnte·
Die oben erwähnten Untersuchungen, bei denen vorgelatinierte oder vorgequollene Stärke und das Beifutter "Calf Booster" der Firma
Arizona Feeds in dem Futter von neugeborenen Milchkälbern verwendet wird, zeigen eine merkliche Verminderung des Auftretens
der Diarrhöe und auch eine starke Zunahme der Zeit bis zum Auftreten
der Diarrhöe oder des Durchfalls. Weiterhin wird die Schwere
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- ι
des Diarrhoebefalls, die entweder am Höhepunkt des Durchfalls
oder an der durchschnittlichen Stuhlzusammensetzung beim Beginn der Diarrhöe oder an den Kontrolltieren beobachtet wird, bei
der Verwendung jeweils der Zubereitungen stark vermindert.
Die Menge der 56,7 g (2 ounces) des Beifutters "Calf Booster"
pro Futtermahlzeit ist derart ausgewählt, daß das Material etwa 30 g vorgelatinierte Stärke enthält, damit die Ergebnisse der
Verwendung von vorgelatinierter Stärke sowohl mit und ohne zusätzliche Vitamine und Mineralstoffe verglichen werden können.
Vergleicht man die Ergebnisse der beiden Untersuchungen, so ist ersichtlich, daß das Beifutter "Calf Booster", mit seiner Kombination
aus vorgelatinierter Stärke und Nährstoffen wirksamer ist als die alleine verwendete vorgelatinierte Stärke in Bezug
auf die Zeit bis zum Auftreten der Diarrhöe, in Bezug auf die Verminderung der Stärke des Diarrhoebefalls und in Bezug auf die
Verkürzung der Rekonvaleszenzzeit bei der anschließenden Behandlung der Diarrhöe.
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Claims (1)
- abdei—e— Stärke in die Flüssigkeit einmischt, die bei der ersten Fütterung nach der Unterbrechung der Fütterung jjvit Kolostrummilch an die Tiere verabreicht wird.9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß man dem Tier nach dem Füttern mit Kakis trummilch mindestens zwei Futtermahlzeiten verabreicht^die vorgelatinierte Stärke enthalten.10. Verfahren nach An-öpruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß man als Flüssigkeit Nichtkolostrummilch verwendet.11. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das TJ.Mittel zur Verminderung des Auftretens und zur Behandlung von Diarrhöe bei monogastrischen Tieren und neugeborenen Wiederkäuern, gekennzeichnet durch einen Gehalt an einer wirksamen Menge vorgelatinierter Stärke.Mittel nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Mittel vorgelatinierte Maisstärke enthält.Mittel nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß es in Form einer viskosen Paste oder in Form einer Mischung mit einem flüssigen Futterprodukt vorliegt.geanctert 7098 19/0894
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