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DE2632811A1 - Verfahren zur reinigung von fluessigkeiten - Google Patents

Verfahren zur reinigung von fluessigkeiten

Info

Publication number
DE2632811A1
DE2632811A1 DE19762632811 DE2632811A DE2632811A1 DE 2632811 A1 DE2632811 A1 DE 2632811A1 DE 19762632811 DE19762632811 DE 19762632811 DE 2632811 A DE2632811 A DE 2632811A DE 2632811 A1 DE2632811 A1 DE 2632811A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gas
pressure
liquid
air
deodorisation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19762632811
Other languages
English (en)
Inventor
Ulrich Dr Geffarth
Johannes Dr Werneburg
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Priority to DE19762632811 priority Critical patent/DE2632811A1/de
Publication of DE2632811A1 publication Critical patent/DE2632811A1/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F1/00Treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F1/20Treatment of water, waste water, or sewage by degassing, i.e. liberation of dissolved gases
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D19/00Degasification of liquids
    • B01D19/0005Degasification of liquids with one or more auxiliary substances

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Hydrology & Water Resources (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)
  • Gas Separation By Absorption (AREA)

Description

  • Verfahren zur Reinigung von Flüssigkeiten
  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Reinigung von Flüssigkeiten, insbesondere zur Entfernung von Geruchsstoffen in Abwässern.
  • Bei vielen Produktionsverfahren fallen Prozeßflüssigkeiten an, die schädliche Stoffe enthalten, die aus der Flüssigkeit wegen ihrer Giftigkeit, oft auch allein ihres Geruches wegen, entfernt werden müssen, ehe die Flüssigkeit weiterverwendet oder als Abwasser abgegeben werden kann. Solche aus Abwässern zu entfernenden Substanzen sind beispielsweise chlorierte Kohlenwasserstoffe. In vielen Fällen sind die Mengen der schädlichen Stoffe im Vergleich zur Flüssigkeitsmenge verschwindend klein.
  • Wenn chemische Reaktionen zur Ausscheidung dieser Stoffe nicht in Frage kommen, weil durch die Reagenzien die Flüssigkeit erneut belastet wird, werden die unerwünschten Stoffe aus der Flüssigkeit im wesentlichen durch Destillation oder durch Begasung entfernt. Beide Verfahren sind durch einen hohen Aufwand gekennzeichnet. Wenn die zu reinigenden Flüssigkeitsmengen sehr groß sind, ist im ersten Falle eine große Wärmemenge, im zweiten Falle eine große Luftmenge nötig, weil die Menge des zu entfernenden Stoffes je Volumeneinheit in der Gasphase über der Flüssigkeit nur einen Bruchteil von der Flüssigkeit beträgt. Bei einer Reinigung einer Flüssigkeit nach dem zweiten Verfahren wird in der Regel mit Luft begast. Die Luft kann aber nach der Begasung auch nicht in die freie Atmosphäre abgelassen werden, da der unerwünschte Stoff aus der flüssigen Phase sonst auch zu Umweltbelastungen führt. Diese Luft muß weiter behandelt werden, häufig ist eine Verbrennung oder Wäsche erforderlich. Erschwerend kommt das Sammeln und Transportieren der großen Gasmengen hinzu.
  • Aufgabe war es daher, nach Verbesserungen zu suchen, um den Aufwand bei der Reinigung von Flüssigkeiten zu senken. Das Verfahren sollte insbesondere zur Entfernung von Geruchsstoffen aus Abwässern geeignet sein, wobei wegen der großen anfallenden Mengen den Energiekosten besondere Bedeutung zukam.
  • Diese Aufgabe wurde dadurch gelöst, daß die Flüssigkeit in einem zu Begasungszwecken geeigneten Apparat mit einem eingeleiteten Gas in innigen Kontakt kommt, wobei das Kennzeichen der Erfindung darin besteht, daß im Apparat ein Druck unter 1 bar aufrechterhalten wird.
  • Als Apparat, der für Begasungszwecke geeignet ist, kommt hauptsächlich eine mit Füllkörpern gefüllte Kolonne oder eine Glockenbodenkolonne in Frage; Flüssigkeits- und Gastrom sind einander entgegengesetzt.
  • Damit soll jedoch nicht gesagt sein, daß der innige Kontakt zwischen Gas und Flüssigkeit nur in Rieseltürmen erreicht werden kann. Es kann ausreichend sein, wenn in einem Behälter bei vermindertem Druck die Flüssigkeit geschlagen oder versprüht wird.
  • Der entscheidende Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens ist die Reduzierung der nachzureinigenden Gasmasse. Es hat sich gezeigt, daß sich relativ schnell (im Sekundenbereich) näherungsweise ein stationärer Zustand einstellt. Bei Abwässern haben sich innerhalb weniger Sekunden die Geruchsstoffe näherungsweise entsprechend den thermodynamischen Daten auf Flüssigkeits- und Gasphase verteilt.
  • Ein besonders bevorzugter Druckbereich liegt zwischen 50 und 250 mbar. Als Pumpen sind Dampfstrahlpumpen gut geeignet.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren ist besonders geeignet zur Entfernung von Geruchsstoffen aus Abwässern.
  • Die Aufnahmefähigkeit des Waschgases für die aus der Flüssigkeit zu entfernenden Stoffe hängt nicht davon ab, wie das Gas zusammengesetzt ist. Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich daher auch oft in andere Prozesse vorteilhaft einbinden, bei denen Gasmassen anfallen, die ohnehin verbrannt werden müssen, was zu einer weiteren Kostensenkung führen kann.
  • An einer Pilotanlage ist das erfindungsgemäße Verfahren beschrieben. Das Schema ist in einer Zeichnung dargestellt.
  • Der Waschsäule 1, einem 500 mm langen Glasrohr, das mit verschiedenen Füllkörpern gefüllt werden und auch gegen eine Glockenbodenkolonne aus Glas mit drei, fünf oder auch acht Böden ausgetauscht werden kann, wird das beladene Abwasser bei 2 über das Ventil 3 und einen Mengenmesser 4 zugeführt. Die gewünschte Temperatur T3 kann über einen beheizten oder gekühlten Wärmetauscher 5 eingestellt werden. Ein entsprechender Wärmetauscher 6 sorgt für die Einstellung der gewünschten Temperatur T1 des am unteren Ende der Waschsäule bei 7 eintretenden Waschgases, dessen Menge über das Ventil 8 geregelt und über den Mengenmesser 9 gemessen wird. Das aus der Waschsäule ablaufende gereinigte Wasser wird in einem Fußgefäß 10 gesammelt und über das standgeregelte Ventil 11 und den Mengenmesser 12 abgeführt. Zur Förderung dient eine Flüssigkeitspumpe 13. Das Waschgas wird über die Gaspumpe 14 entweder über den Mengenmesser 15 als beladenes Abgas bei 16 abgeführt oder als Teilstrom über das druckgeregelte Ventil 17 wieder vor die Pumpe geleitet, um den durch Einstellung der Druckregelung 18 gewählten Betriebsdruck der Versuchsanlage aufrecht zu erhalten. Vor und hinter der Waschsäule 1 sind Probenahme-Möglichkeiten zur Prüfung der Wirksamkeit der Versuchsanlage bei den verschiedenen Betriebsbedingungen.
  • Mit dieser Pilotanlage läßt sich zeigen, daß ein einmaliger Durchgang des beladenen Abwassers und der Begasungsluft ausreicht.
  • Mit dieser Pilotanlage wurde beladenes Abwasser gereinigt.
  • Es enthielt Chloropren, 1,2-Dichloräthan Toluol und Vinylcyclohexen, typische Produkte in den Abwässern bei der Kautschukherstellungb Bei einem Betriebsdruck der Anlage von 200 mbar und bei einer Betriebstemperatur von 250C sind die Restgehalte nach der Reinigung: Chloropren 6 %, 1,2-Dichloräthan 62 %, Toluol 15 %, Vinylcyclohexen 7 %.
  • Für 1 m3 Abwasser werden 1,42 m3 Gas (Luft) unter Normalbedingungen benötigt. Durch Verlängerung der Austausch-Säule oder/und Vergrößerung der Gasmenge läßt sich natürlich der Reinigungsgrad weiter verbessern.
  • Wird in der Anlage ein Betriebsdruck von 73 mbar aufrecht erhalten, betragen die Restgehalte: Chloropren 6 %, 1,2-Dichloräthan 37 %, Toluol 8 %, Vinylcyclohexen 4 %. Für 1 m3 Abwasser werden nur Q,49 m3 Luft unter Normalbedingungen benötigt Dagegen betragen die Restgehalte bei einem Betriebsdruck von 1020 mbar (Vergleichsbeispiel): 12 % Chloropren, 64 % 1,2-Dichloräthan, 11 % Toluol, 19 % Vinylcyclohexen. Für 3 1 m3 Abwasser werden 7,43 m3 Luft unter Normalbedingungen benötigt.
  • In dem aus der Waschsäule austretenden Gas sind die aus der Flüssigkeit zu entfernenden Stoffe angereichert. Natürlich enthält dieses Gas auch Wasserdampf entsprechend dem Dampfdruck bei der Betriebstemperatur. Bei der erforderlichen Begasung des Wassers ist die Zeit für den Stoffaustausch außerordentlich gering und für die Auslegung des Reaktionsbehälters bedeutungslos.
  • Beim Komprimieren des Gases muß natürlich neben der Kompressionswärme auch die Kondensationswärme des Wasserdampfes abgeführt werden. Der wirtschaftliche Gesamtaufwand dieses Verfahrens ist bei gleichem Reinigungserfolg durch die wesentlich kleiner anfallenden Gasmengen trotzdem erheblich geringer als bei einer Begasung unter Normal- oder sogar Überdruck.
  • Die notwendige Luftmenge ist von der Zusammensetzung der zu reinigenden Flüssigkeit, der Anfangskonzentration und dem gewünschten Reinigungsgrad abhängig. Es sind Vorversuche notwendig, um die erforderliche Gasmenge für einen bestimmten Reinigungsgrad festlegen zu können.
  • Diese Versuche können bei Normaldruck durchgeführt werden.
  • Die erforderliche Gasmenge für die Betriebsapparatur errechnet sich dann einfach im Verhältnis des gewählten Betriebsdruckes zum Normaldruck.
  • Zweckmäßigerweise stellt man für einige typische Verunreinigungen Kurvenblätter auf, in denen die Gleichgewichtszustände zwischen beladener Flüssigkeit und Begasungsluft bei verschiedenen Konzentrationen in der Flüssigkeit aufgetragen sind. Damit lassen sich dann bei der Temperatur des Abwassers im Reaktionsbehälter die Dampfdrücke und daraus die Austauschverhältnisse in der Luft ablesen. So ist es einfach möglich, für einen bestimmten Entgasungsgrad die Begasungsbedingungen festzustellen.
  • L e e r s e i t e

Claims (4)

  1. Patentansprüche 9 Verfahren zur Reinigung von Flüssigkeiten, wobei die Flüssigkeit in einem zu Begasungszwecken geeigneten Apparat mit einem eingeleiteten Gas in innigen Kontakt kommt, dadurch gekennzeichnet, daß im Apparat ein Druck unter 1 bar aufrechterhalten wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Apparat ein Druck zwischen 50 und 250 mbar aufrechterhalten wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß für die Begasung ein bereits mit anderen Schadstoffen beladenes Gas verwendet wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das aus dem Apparat abgepumpte Gas von einer Dampfstrahlpumpe verdichtet wird.
DE19762632811 1976-07-21 1976-07-21 Verfahren zur reinigung von fluessigkeiten Pending DE2632811A1 (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2438627A1 (fr) * 1978-10-10 1980-05-09 Gen Electric Procede de purification d'eau polluee
EP0236791A1 (de) * 1986-02-27 1987-09-16 Siemens Aktiengesellschaft Einrichtung zum Messen von in Wasser gelösten Gasen
WO1994004266A1 (en) * 1992-08-20 1994-03-03 University Of Newcastle Upon Tyne Separation of aqueous and organic components

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US4745795A (en) * 1986-02-27 1988-05-24 Kraftwerk Union Aktiengesellschaft Apparatus for measuring gases dissolved in water
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