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Signalgenerator-System
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Die Erfindung betrifft ein Signalgenerator-System zur Erzeugung eines
Bezugssignals in einem phasenstarren Rückführsystem, welches dann, wenn es mit dem
Pilotton kombiniert wird, ein Steuersignal hervorruft, um die 2hasenreinheit zu
erhalten, insbesondere für einen Stereoempfänger zum Empfang eines zusammengesetzten
Stereosignals, welches einen Pilotton enthält, wobei ein phasenstarres Rückführsystem
vorhanden ist, welches derart ausgebildet ist, daß es den Pilotton aufnimmt und
ein Stereo-Dekodiersignal erzeugt und weiterhin die Phasenreinheit des zusammengesetzten
Signals erhält, wodurch die Information für den linken und den rechten Kanal jeweils
abgeleitet wird, nach Patent . ... ...
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(deutsche Patentanmeldung P 25 13 228.9).
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Bei der herkömmlichen FM-#ertragung wird ein 19-kHz-Unterträgersignal
zusammen mit den die Information enthaltenden Stereosignalen in bekannter Weise
übertragen. Dieses Pilot-Unterträgersignal wird mit der halben Frequenz des ursprünglichen
Unterträgersignals übertragen und auf der Empfangsseite in der Stereo-Dekodiereinrichtung
dazu verwendet, das Untertragersignal mit der exakten Frequenz und Phase in bezug
auf das unterdrückte Trägersignal zu reproduzieren, welches auf der Sendeseite verwendet
wird.
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Herkömmliche Empfängersysteme verwenden normalerweise ein phasenstarres
Rückführsystem, welches auf den 19-kHz-Pilotton des Unterträgersignals zur Erzeugung
des 38-kHz-Unterträger-Stereosignals anspricht, welches dazu dient, die Information
für den linken und den rechten Stereokanal wiederzugeben und weiterhin dazu, ein
19-kHz-Signal zu erzeugen, welches mit dem 19-kHz-Pilottonsignal derart multipliziert
wird, daß der Empfänger auf den 19-kHz-Pilotton verriegelt wird, um die Phasenreinheit
zu erhalten.
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Bei herkömmlichen Systemen ist das 19-kHz-Signal, welches in der phasenstarren
Rückführschleife erzeugt wird und welches einem Phasendetektor zugeführt wird, um
mit dem 19-kHz-Pilottonsignal multipliziert zu werden, eine Rechteckwelle.
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Somit enthält das erzeugte 19-kHz-Signal alle ungeraden Harmonischen.
Somit können irgendwelche Eingangssignalkomponenten von der Sendestation, welche
in der Nähe der ungeraden Harmonischen dieses 19-kHz-Signals liegen, Niederfrequenz-Ausgangssignale
des Phasendetektors hervorrufen. Solche niederfrequenten Ausgangssignale können
eine Modulation der Phase des Ausgangssignals von dem spannungsgesteuerten Oszillator
des phasenstarren Rückführsystems bewirken, was sich als Phasenstörung auswirken
kann.
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Bisher sind bei der normalen Stereoübertragung keine Signale mit kritischen
Frequenzen verwendet worden, beispielsweise mit der dritten Harmonischen des 19-kHz-Pilottonsignals.
I,unmehr verwenden jedoch VHF-i?N-Sender, welche in der Bundesrepublik Deutschland
das Straßenverkehrs-Informationssystem betätigen, eine 57-Miz4lodulation, welche
zusätzlich zu dem normalen Stereoübertragungsprogramminhalt vorhanden ist. Dieses
57-kHz=Signal ist mit einer Frequenz im 50-Mz-Bereich amplitudenmoduliert und gibt
den geographischen Bereich an, welcher durch die Verkehrsinformation angesprochen
ist, für welchen das ausgestrahlte Signal bestimmt ist. Dieses Signal wird zusätzlich
mit 125 Hz während der ubertragung der Verkehrsinformation amplitudenmoduliert.
. Dieses System ermöglicht es einem Fahrer, einen Sender zu identifizieren, welcher
denjenigen Bereich versorgt, in welchem er sich befindet, und es wird dadurch auch
die Verwendung eines automatisch umschaltenden Empfängers ermöglicht, der nur während
der Übertragung der Verkehrs information aktiviert wird. Das Identifikationssignal
ist genau die dritte Harmonische des gegenwärtig in Stereoübertragungssystemen verwendeten
19-kHz-ilotunterträgers. Dieses Signal wird exakt in Phase mit dem 19-kHz-Pilotton
übertragen und würde in einem idealen Stereoempfängersystem keine Probleme hervorrufen.
In der Praxis verursacht dieses Identifikationssignal jedoch im Empfänger in der
phasenstarren Rückführung Probleme bei den gegenwärtig vorhandenen Stereo-Dekodiereinrichtungen.
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Im idealen System sind der Pilotton und das vom spannungsgesteuerten
Oszillator abgeleitete 19-kHz-Signal mit einem Phasenunterschied von 900 vorhanden,
wodurch kein Ausgangssignal vom Phasendetektor erzeugt wird, um Abstimmfehler zu
korrigieren. Somit würde das Straßenverkehrs-Informationssignal, welches mit dem
Stereo-Pilotton in Phase ist, und eine dritte Harmonische des vom spannungsgesteuerten
Oszillator abgeleiteten Signals, welches mit der Grundfrequenz in
Phase
ist, ebenfalls eine Phasenverschiebung von 900 aufweisen und kein P#usgan#ssignal
vom Phasendetektor hervorrufen. Bei praktischen Empfängersystemen treten jedoch
Dhasenverschiedungen im Zwischenfrequenzteil auf, und dies kann dazu führen, daß
der spannungsgesteuerte Oszillator des Stereoe#npfängers falsch abgestimmt wird.
Dies führt zu dem Ergebnis, daß die ideale Phasenbeziehung zwischen der dritten
ttarmonischen des erzeugten 19-kHz-Signals und dem 57-kHz-Identifikationssignai
verloren geht, so daß doch ein Ausgangssignal vomt Phasendetektor hervorgerufen
wird. Dieses Ausgangssignal wird durch die Niederfrequenz-Modulation des Straßeninfor.nationssi¢,nals
moduliert, und die dadurch hervorgerufenen Phasenschwankun#en beim spannungsgesteuerten
Oszillator erzeugen eine hörbare Interferenz sowie eine Verzerrung im Stereo empfänger.
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Aufgabe der Erfindung ist es, ein Stereo-Dekodiersystem zu schaffen,
welches gegenüber Eingangssignalen der dritten Harmonischen der Pilottonfrequenz
unempfindlich ist.
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Zur Lösung dieser Aufgabe dienen insbesondere die im Patentbegehren
niedergelegten Merkmale.
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Gemäß der Erfindung wird somit ein System zur Erzeugung von Dekodiersignalen
mit mehreren Pegeln geschaffen, welche im phasenstarren Ruckführteil einer Stereo-Dekodiereinrichtung
verwendet werden, wobei im wesentlichen keine dritte Harmonische vorhanden ist.
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Das System zur Erzeugung von 19-kHz-Signalen, die im phasenstarren
Rückführsystem von Stereoempfängern verwendet werden sollen, weist einen spannungsgesteuerten
Oszillator, ein Schieberegister und eine Signalkombinierschaltung auf. Der Oszillator
liefert ein Ausgangssignal, dessen Frequenz ein vorgegebenes Vielfaches der Frequenz
des 19-kHz-Pilotton-Unterträgersignale ist, welches gegenwärtig in Stereoübertragungssystemen
verwendet
wird. Das Schieberegister, welches mit der Ausgangsklemme des Oszillators verbunden
ist, teilt das Oszillator-Ausgangsfrequenzsignal durch ein zweites vorgegebenes
Vielfaches, um an dessen Ausgangsklemmen Ausgangssignale mit einer festen Phasenbeziehung
zu liefern. Die Signalkombinierschaltung spricht auf ausgewählte Ausgangssignale
von dem Schieberegister an, um das 19-kHz-Signal zu liefern, welches in der phasenstarren
Rückführschleife verwendet werden soll, und dieses Signal enthält keine dritte Harmonische.
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Die Erfindung wird nachfolgend beispielsweise anhand der Zeichnung
beschrieben; in dieser zeigen: Fig. 1 ein Blockdiagramm eines stereophonischen Empfängers,
in welchem der Dekodier-Signalgenerator gemäß der Erfindung verwendet werden könnte,
Fig. 2 Wellenformen, welche zur Veranschaulichung einer Technik zur Unterdrückung
einer dritten Harmonischen dienen, Fig. 3 ein Blockdiagramm eines Teiles eines erfindungsgemäßen
Dekodier-Signalgenerators, Fig. 4 Wellenformen, welche zum Verständnis der Arbeitsweise
der Schaltung gemäß Fig. 3 dienen, Fig. 5 weitere Wellenformen, welche zum Verständnis
der Arbeitsweise der Schaltung gemäß Fig. 3 dienen, Fig. 6 weitere Wellenformen,
welche ebenfalls zum Verständnis der Arbeitsweise der Schaltung gemäß Fig. 3 dienen,
Fig. 7 weitere Wellenformen, welche zum Verständnis der Arbeitsweise eines der in
der Fig. 3 dargestellten Gatter dienen, um eine gewünschte Dekodier-Wellenform zu
erreichen, Fig. 8 weitere Wellenformen, welche zum Verständnis der Arbeitsweise
des anderen Gatters der Fig. 3 dienen, welches eine weitere gewünschte Wellenform
liefert,
Fig. 9 weitere Jellenformen, welche zum Yerst#ndnis der
Arbeitsweise der Gatter gemllß Fig. 9 in einer anderen Betriebsart der Schaltung
dienen, welche eine gewünschte Dekodier-Wellenform liefert, Fig.10 weitere Wellenformen,
welche zum Verständnis der Arbeitsweise des Gatters gemäß Fig. 3 in der zweiten
Betriebsart der Schaltung dienen, welche eine gewünschte Dekodier-Wellenform liefert,
Fig.11 ein Blockdiagramm des Signalgenerators gemaß Fig.3, welche gemäß einer bevorzugten
Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes abgewandelt wurde, um ein 19-kHz-Ausgangssignal
zu liefern, welches keine dritte Harmonische enthält, Fig.12 einen Vervielfacher,
welcher derart ausgebildet ist, daß er die erzeugte Wellenform aufnimmt, und Fig.13
Wellenformen, welche zum Verständnis der Arbeitsweise der Schaltung gemäß Fig. 11
dienen.
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In der Fig. 1 ist ein bekannter Stereoempfänger dargestellt.
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Das frequenzmodulierte übertragene Signal wird von der Antenne 10
aufgenommen und der Eingangsstufe 12 zugeführt, welche einen HI?-Verstärker, einen
Konverter, einen ZF-Verstärker und einen Begrenzer aufweist, die grundsätzlich bekannter
Art sein können. Das Ausgangssignal von der Schaltung 12 wird dann einer Demodulatorschaltung
14 zugeführt, in welcher das 19-kHz-Pilot-Unterträger3ignal von dem zusammengesetzten
Stereosignal getrennt wird, wobei das letztere der Demodulatorschaltung 16 zugeführt
wird.
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Das 19-kHz-Pilotsignal von dem Demodulator 14 wird der phasenstarren
Schleife 18 bzw. .Snalyseschaltung 18 des Empfängers zugeführt, und zwar direkt
dem Phasendetektor 22. Dieses Signal wird auch einem Hilfsphasendetektor 32 zugeführt.
Der 19-kHz-Pilotton wird gemäß der nachfolgenden Beschreibung dazu verwendet, ein
lokal erzeugtes 38-kHz-Signal hervorzurufen, welches der Demodulatorschaltung 16
zugeführt wird.
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Der Demodulator 16 erzeugt in Reaktion auf das 38-kHz-Stereo-Dekodiersignal
und das angelegte zusammengesetzte Stereosignal jeweils ein linkes und ein rechtes
Stereo-NF-Signal, und diese Signale werden jeweils durch einen Verstärker 17 bzw.
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20 verstirkt und einem lautsprecher 19 bzw. 21 zugeführt.
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Die Analyseschaltung bzw. phasenstarre Schleife 18 mit dem Phasendetektor
22, die auch ein (nicht dargestelltes) Tiefnaßfilter aufweisen kann, enthält weiterhin
einen Gleichstromverstärker 24 und eine Schaltung 29, die einen spannungsgesbeuerten
oder einen stromgesteuerten Oszillator 26, einen Frequenzteiler 28 sowie einen Frequenzteiler
30 aufweist, der eine Eingangsklemme 27 hat, welche mit der Ausgangsklemme des Frequenz
teilers 28 verbunden ist, und weist weiterhin eine Ausgangsklemme auf, die direkt
mit dem Phasendetektor 22 verbunden ist. Eine weitere Ausgangsklemme des Frequenzteilers
30 ist an den Phasendetektor 32 geführt, welcher einen Ausgang hat, der mit dem
Stereoschalter 34 verbunden ist.
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Gemäß der Erläuterung in der Hauptanmeldung hat das 38-kHz-Stereo-Dekodiersignal,
welches am Ausgang des Frequenzteilers 28 abgeleitet wird, die halbe Frequenz des
76-kHz-Signals, welches durch den Oszillator 26 erzeugt wird. Weiterhin teilt der
Teiler 30 die 38-kHz-Rechteckwelle vom Teiler 28 durch einen Faktor 2 und liefert
die zwei 19-kHz-Ausgangssignale an den entsprechenden Ausgängen, welche eine Phasenverschiebung
von 900 gegeneinander haben.
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Das 38-kHz-Stereo-Dekodiersignal, welches mit dieser bekannten Schaltung
erzeugt wird, und zwar mit Hilfe des Frequenzteilers 28, ist ein Rechtecksignal,
welches keine zweite oder höhere gerade Harmonische enthält, welches jedoch eine
unerwünschte dritte Harmonische enthält. In gleicher Weise weist das 19-kHz-Rechteck-Ausgangssignal
vom Frequenzteiler 30, welches den beiden Phasendetektoren 22 und 32 zugeführt wird,
eine Rechteckform auf, und es enthält ebenfalls eine dritte unerwünschte Harmonische.
Somit besteht die Gefahr, daß die dritte Harmonische des erzeugten 19-kHz-Signals
gemäß den obigen Ausführungen zu einer Wechselwirkung mit dem 57-kHz-Verkehrsinformationssignal
kommen könnte, um ein unerwünschtes Ausgangssignal von dem Phasendetektor 22 hervorzurufen,
so daß eine hörbare Störung und Verzerrung in den Stereosignalen auftreten kann.
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Anhand der Fig. 2 bis 11 werden eine Methode und ein System zur Unterdrückung
von dritten Harmonischen aus den 38-kHz-Stereo-Dekodiersignalen erläutert, welche
lokal erzeugt werden. Anhand der Fig. 2 der Hauptanmeldung wird eine Technik erläutert,
welche dazu dient, dritte Harmonische zu eliminieren, welche einen Rechteck-Wellenimpuls
aufweisen. Das Rechtecksignal 50, welches die Grundkomponenten 54 und die dritten
Harmonischen 56 ebenso wie höhere Harmonische aufweist, welche nicht dargestellt
sind, kann zu dem Rechtecksignal 60 addiert werden, welches Grundkomponenten 62
und eine dritte Harmonische 64 enthält. Wenn das Rechtecksignal 60 in bezug auf
das Rechtecksignal 50 um 600 verschoben wird, so lassen sich dessen dritte Harmonische
nach einer Summierung in der Weise verwenden, daß die dritte Harmonische aus der
Wellenform eliminiert wird, welche sich daraus ergibt und welche mehrere Pegel aufweist.
Diese gegenphasigen Ausgangssignale von dem Binärteiler 72 werden dem Schieberegister
74 zugeführt, welches als Johnson-Zähler geschaltet ist, der grundsätzlich bekannt
ist. Das Schieberegister 74 liefert zwölf mögliche Ausgangssignale,
wie
es in der Fig. 4 dargestellt ist, und zwar als Wellenformen 100 bis 122. Insbesondere
sind die Wellenformen 102 bis 122 jeweils die Komplemente der Wellenformen 100 bis
120.
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Durch Auswahl geeigneter Kombinationen von Ausgangssignalen aus dem
Schieberegister 74, welche entsprechenden Eingängen der exklusiven ODER-Gatter 84
und 86 zugeführt werden, werden am Ausgang dieser Gatter jeweils 38-kHz-Ausgangssignale
erzeugt, die keine dritte Harmonische der Grundfrequenz enthalten und auch keine
höheren Harmonischen. Diejenigen Wellenformen, welche dabei eine Rolle spielen und
welche erzeugt werden, wenn diese Summierung stattfindet, sind in der Fig.5 dargestellt.
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Eine alternative Technik zur Erzeugung von Schaltwellenformen, welche
von dritten Harmonischen frei sind, besteht darin, zwei asymmetrische Impulse mit
einem Pulstastverhältnis von 33 1/3 ffi zu erzeugen, welche gegeneinander eine Phasenverschiebung
von 1800 aufweisen. Diese Signale sind frei von dritten Harmonischen, sie haben
jedoch in Phase befindliche harmonische Komponenten, welche dadurch eliminiert werden,
daß die zwei Wellenformen voneinander subtrahiert werden.
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Die durch diese Subtraktion erzeugten Wellenformen und die dabei beteiligten
Wellenformen sind in der Fig. 6 dargestellt.
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Wie es in der Hauptanmeldung beschrieben ist, erzeugt das System gemäß
Fig. 3 38-kHz-Stereo-Dekodiersignale, die zur Demodulation des empfangenen FM-Signals
zu verwenden sind, um jeweils für den linken und den rechten Niederfrequenzkanal
eine Information für den Zuhörer zu erzeugen. Die Ausführungsform gemäß Fig. 5 könnte
anstelle des Blocks 29 der Fig. 1 verwendet werden. Der Oszillator 70 erzeugt eine
Frequenz von 228 kHz an seinem Ausgang, welche dem Gleichstromverstärker
24
an der Klemme 71 zugeführt wird, um durch dessen Ausgangssignal gesteuert zu werden.
Das 228-kHz-Ausgangssignal liefert ein Treibersignal an den Eingang des Binärteilers
72, der komplementäre Ausgangssignale liefert, und zwar über die Leitungen 73 und
75, und zwar mit einer Impulsfolgefrequenz von 114 kHz. Diese gegenphasigen Ausgangssignale
vom Binärteiler 72 werden dem Schieberegister 74 zugeführt, welches als Johnson-Zähler
geschaltet ist, der grundsätzlich bekannt ist. Das Schieberegister 74 liefert gemäß
Fig. 5 zwölf mögliche Ausgangssignale als Wellenformen 100 bis 122. Insbesondere
die Wellenformen 102 bis 122 sind jeweils komplementäre Wellenformen zu den Wellenformen
100 bis 120.
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Durch Auswahl geeigneter Kombinationen von Ausgangssignalen (100 bis
122) vom Schieberegister 74 an die entsprechenden Eingänge der exklusiven ODER-Gatter
84 und 86 werden 38-kHz-Ausgangssignale am Ausgang dieser Gatter jeweils abgeleitet,
welche von dritten Harmonischen der Grundfrequenz frei sind, wobei auch keine geraden
und keine höheren Harmonischen in diesen Signalen enthalten sind. Die Fig. 7 bis
10 veranschaulichen beispielsweise mögliche Paare von Ausgangssignalen vom Schieberegister
74, welche durch die exklusiven ODER-Gatter 84 und 86 kombiniert werden könnten,
um 38-kHz-Signale zu erzeugen.
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Die Ausgangssignale 140 und 142, welche jeweils an den Ausgängen der
Gatter 84 und 86 auftreten, werden in ihrer Phase um 600 gegeneinander verschoben
und können gemäß Fig. 5 so miteinander kombiniert werden, daß die Wellenform 144
entsteht. Weiterhin stellen die Wellenformen 146 und 148 zwei 38-kHz-Rechteckwellen
von 33 1/3 % dar, welche um 1800 in der Phase verschoben sind und welche gemäß Fig.
6 miteinander kombiniert werden können, um ein 38 -kHz -Signal als Wellenform 150
zu erzeugen, welche von dritten Harmonischen frei ist.
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Das System gemäß Fig. 3 läßt sich leicht abwandeln, um 19-kHz-Signale
zu erzeugen, welche dazu verwendet werden können, dem Phasendetektor 22 zugeführt
zu werden und welche keine dritte Harmonische enthalten. Diese 19-kHz-Signale können
dazu verwendet werden, mögliche Phasenstörungen aufgrund des 57-kHz-Straßenverkehrs-Informationssignals
zu vermeiden, wie es oben bereits diskutiert wurde. Durch eine Modifikation des
Systems nach Fig. 3 würde der Frequenzteiler 30 gemäß Fig.1 ebenfalls ersetzt.
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In der Fig. 11 ist das abgewandelte System gemaß Fig.3 veranschaulicht,
indem dieselben Bezugszahlen zur Bezeichnung gleicher Bauteile verwendet werden.
In ähnlicher Weise, wie es für die Erzeugung der 33-kHz-Stereo-Dekodiersignale beschrieben
wurde, werden die Wellenformen 100 und 108 den Eingängen des NAND-Gatters 90 zugeführt,
und die Wellenformen 102, 110 werden den Eingängen des NAND-Gatters 91 zugeführt,
um jeweils die Wellenformen 94 bzw.
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95 zu erzeugen (Fig. 13), und zwar an den Ausgängen 92 und 93. Wie
es in der Fig. 13 veranschaulicht ist, treten die Wellenformen 94 und 95 mit einer
Impulsfolgefrequenz von 19 kHz auf, haben jedoch gegeneinander eine Phasenverschiebung
von 1800. Die Wellenformen 94 und 95 werden gemäß Fig.6 miteinander kombiniert,
um ein 19-kHz-Modulationssignal mit mehreren Pegeln zu erzeugen, welches keine dritte
Harmonische enthält. In ähnlicher Weise können zwei 19-kHz-Signale mit einem Impulstastverhältnis
von 50 « und einer Phasenverschiebung von 600 gegeneinander in der Weise summiert
werden, daß ein 19-kHz-Signal mit mehreren Pegeln entsteht. Indem dieses Signal
mit mehreren Pegeln als 19-kHz-Ru#ckführsignal für den Phasendetektor 22 verwendet
wird, wird an dem Ausgang des Phasendetektors 22 kein Ausgangssignal erzeugt, welches
eine dritte Harmonische des 19-kHz-Signals enthält.
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Folglich ist die phasenstarre Schleife 18 des beschriebenen
Stereoempfängersystems
gegen das 57-kHz-Signal nicht empfindlich, welches dazu verwendet wird, eine Straßenverkehrsinformation
zu liefern, wie es oben erläutert ist.
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In der Fig. 12 ist eine bevorzugte Ausführungsform des Phasendetektors
22 veranschaulicht, der eine Multiplizierstufe 180 und ein Tiefpaßfilter 182 enthält.
Die Multiplizierstufe 180 ist im wesentlichen ein als Transistorzerhacker arbeitender
Phasendetektor, welcher die Transistoren 184 und 186 aufweist und derart ausgebildet
ist, daß er die 19-kHz-Ausgangssignale von den NAND-Gattern 90 und 91 jeweils aufnimmt.
Die Transistoren 184 und 186 werden in Reaktion auf das Anlegen der Wellenformen
94 und 95 derart in den leitenden Zustand versetzt, daß das angelegte Signal vom
FM-Detektor und der Vorverstärkerstufe 14, welches das 57-kHz-Straßenverkehrssignal
enthalten kann, mit der oben beschriebenen Modulationsfunktion (Wellenform 96) derart
multipliziert wird, daß die 57-kHz-Komponente des angelegten Signals kein Ausgangssignal
vom Phasendetektor der phasenstarren Schleife erzeugt. Folglich tritt im Oszillator
70 keine Phasenveränderung aufgrund des Straßenverkehrssignals auf und es kommt
zu keiner Wechselwirkung, die andernfalls entstehen könnte.
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Es wurde somit oben ein System für einen Stereoempfänger beschrieben,
welches dazu dient, dritte Harmonische eines 38-kHz-Signals und eines 19-kHz-Signals
zu eliminieren, wobei es sich um intern erzeugte Stereo-Dekodiersignale handelt,
die zur Dekodierung von Stereosignalen verwendet werden, und zwar jeweils in dem
phasenstarren Rückführteil des Stereoempfängers.
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Die intern erzeugten 19-kHz-Signale werden dazu verwendet, ein Ausgangssignal
an den Stereoempfänger zu liefern, und zwar ein Ausgangssignal der unterdrückten
Unterträgerfrequenz mit der exakten Phase in bezug auf das übertragene Signal. Darüber
hinaus bewirken die intern erzeugten 19-kHz-Signale, welche keine dritte Harmonische
enthalten, kein Ausgangssignal, welches
am Ausgang des Phasendetektorteils
des phasenstarren Rückführsystems der Stereo-Dekodiereinrichtung in Reaktion auf
eine dritte Harmonische erzeugt wurde, die dem Phasendetektor zugeführt werden könnte.
Somit werden Phasenstörun gen und Interferenzen beim spannungsgesteuerten Oszillator
eliminiert.
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- Patentansprüche -
L e e r s e i t e