DE2600383C3 - Analyseverfahren und -vorrichtung zur Bestimmung wenigstens einer primären und einer sekundären Aminosäure in einem Flüssigkeitsprobenstrom - Google Patents
Analyseverfahren und -vorrichtung zur Bestimmung wenigstens einer primären und einer sekundären Aminosäure in einem FlüssigkeitsprobenstromInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Analyseverfahren nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 und eine Vorrichtung
nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 7.
Primäre und sekundäre Aminosäuren, die aus einer einzigen chromatografischen Trennsäule ausgewaschen werden, lassen sich mit Hilfe von Fluoreszenz quantitativ ermitteln. Eine entsprechende Anordnung ist in einem Aufsatz von Felix und Terkelsenmit dem Titel »Total Fluorometric Amino Acid Analysis using
Primäre und sekundäre Aminosäuren, die aus einer einzigen chromatografischen Trennsäule ausgewaschen werden, lassen sich mit Hilfe von Fluoreszenz quantitativ ermitteln. Eine entsprechende Anordnung ist in einem Aufsatz von Felix und Terkelsenmit dem Titel »Total Fluorometric Amino Acid Analysis using
ίο Fluorescamine« (»Fiuorometrische Aminosäuren-Gesamtanalyse
unter Verwendung von Fluorescamin«) in Archives of Biochemistry and Biophysics, Vol. 15, Nr. 1,
Juli 1973, beschrieben. Die gleiche Anordnung ist auch in
einem weiteren Aufsatz der gleichen Verfasser mit dem
)5 Titel »Determination of Hydoxyproline in Fluorometric Amino Acid Analysis with Fluorescamine« (»Bestimmung
von Hydroxyprolin in der fluorometrischen Aminosäurenanalyse mit Fluorescamin«) in Analytical
Biochemistry, Vol.56, Nr.2, Dezember 1973, Seite 610,
4(i beschrieben. Bei den durch die Verfasser beschriebenen
Versuchen wurden Standardaminosäurengemische vermittels Stp.ndardpufferlösungen aus chromatografischen
Trennsäulen ausgewaschen. Das Fluorescamin wurde der Lösung zugesetzt, bevor diese einem Fluoreszenz-
■r> messer zugeführt wurde. Wenn der Probenstrom eine
sekundäre Aminosäure enthält, wird ein Oxidationsmittel, nämlich N-Chlorosuccinimid (abgekürzt: NCS) vor
Reaktion mit dem Fluorescamin zugeseizt. Durch dieses Oxidationsmittel wird die sekundäre Aminosäure
)» umgewandelt, so daß sie nach Reaktion mit dem
Fluorescamin vermittels des Fluoreszenzmessers anzeig- und meßbar ist.
Die sekundären Aminosäuren wie z. B. Prolin und 4-Hydroxy-Prolin in dem nacheinander eluierten Pro-
">">
benstrom müssen in eine andere Form umgewandelt werden, um durch Reaktion mit herkömmlichen Fluoreszenzmitteln
wie z. B. Fluorescamin oder O-Phthalaldehyd,
anzeig- und meßbar gemacht zu werden. Eine Umwandlungstechnik besteht darin, diese mit einem
«> Oxidationsmittel, nämlich N-Chlorosuccinimid zur
Reaktion zu bringen, wie in den vorgenannten beiden Aufsätzen dargestellt ist. Das Oxidationsmittel wirkt
sich jedoch bekanntlich nachteilig auf die quantitative Anzeige der primären Aminosäuren im Probenstrom
i' > aus. Aus diesem Grunde wird das Oxidationsmittel dem
Probenstrom erst dann zugesetzt, wenn dieser die sekundäre Aminosäure führt, wobei das Oxidationsmittel
in diesem Zeitpunkt »impulsartig« in den Proben-
strom eingespritzt wird.
Ein Nachteil dieses Vorgehens ist darin zu sehen, daß
die impulsartige Oxidationsmittelabgabe zu einer plötzlichen Durchsatzsteigerung durch d?n Fluoreszenzmesser
führt Dadurch wird nämlich wiederum eine erhebliche Basislinienverlagerung in den aufgezeichneten
Chromatogrammen hervorgerufer·, wie im einzelnen
aus den vorgenannten Aufsätzen ersichtlich ist Zum Ausgleich dieser Basislinienverlagerungen sind komplizierte
elektronische Schaltungen erforderlich. Die Basislinienverlagerungen selbst führen zu einer Verfälschung
des Analyseergebnisses, indem auch die Impulsdauer bei der Eichung nicht einwandfrei berücksichtigt
werden kann. Das gleiche Problem ergibt sich bei anderen fluor ometrischen Meßvorrichtungen, bei
denen ein Oxidationsmittel während des Vorhandenseins nur einer sekundären Aminosäure impulsartig
eingeführt wird.
Es ist bereits bekannt, am Detektor eine chromatografischen
Trenneinrichtung, mit der die Trennung von Gasmischungen, insbesondere Kohlenwasserstoffmischungen,
bezweckt wird, einen konstanten Durchsatz aufrechtzuerhalten, indem der schwankende Ausgangsgasstrom
aus einer Trennsäule in der Ausgangsleitung durch die Zugabe einer Hilfsgasströmung über ein
Ventil, eine Hilfssäule sowie Hilfsleitungen zu einer konstanten Gasströmung in der zu einem Detektor
führenden Leitung ergänzt wird. Das Problem der Basislinienverlagerungen, das bei einer Bestimmung
wenigstens einer primären und einer sekundären Aminosäure auftritt, bei der nur während des Vorhandenseins
der sekundären Aminosäure ein flüssiges Oxidationsmittel zugesetzt wird, besteht bei dieser
bekannten Einrichtung nicht
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Analyse verfahren und eine Vorrichtung der eingangs
genannten Gattung zu schaffen, bei denen das Auftreten von Basislinienverlagerungen vermieden ist.
Ein diese Aufgabe lösendes Verfahren besteht erfindungsgemäß aus den in dem kennzeichnenden Teil
des Patentanspruchs 1 angegebenen Maßnahmen.
Möglichkeiten zur vorteilhaften weiteren Ausgestaltung dieses Verfahrens sind in den Ansprüchen 2 bis 6
angegeben.
Eine die Erfindungsaufgabe lösende Vorrichtung weist erfindungsgemäß die in dem kennzeichnenden
Teil des Patentanspruchs 7 genannten Merkmale auf.
Eine solche Vorrichtung läßt sich durch das in dem Patentanspruch 8 gekennzeichnete Merkmal vorteilhaft
weiter ausgestalten.
Das Verfahren und die Vorrichtung nach der Erfindung ermöglichen die Vermeidung von Basislinienverlagerungen
in der Fluoreszenzanzeige in einer bestimmten Reihenfolge auftretender primärer und
sekundärer Aminosäuren, bei denen nur sie sekundäre Aminosäure mit einem Oxidationsmittel versetzt wird,
um sie durch Reaktion mit dem Fluoreszenzmittel anzeigbar zu machen.
Da der Probenstrom den Detektoi in einem gleichmäßigen Durchsatz durchsetzt, werden Basislinienverlagerungen
vermieden. Auf der Abstromseite der vorbestimmten Stelle wird ein Detektorreagenz
zugesetzt, das an dieser Stelle quantitativ mit primärer und sekundärer Aminosäure reagiert und diese anzeigbar
macht. Zum Zwecke der Fluoreszenzmessung ist eine Quelle für ein fluoreszenzerregendes Mittel auf der
Abstromseite des Schaltventils mit der Probenleitung
verbunden.
Das Verfahren und die Vorrichtung nach der Erfindung werden im nachfolgenden der Einfachheit
halber anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels erläutert
Fig. 1 ist eine schematische Darstellung einer zur
Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeigneten Vorrichtung und
F i g. 2 zeigt zwei vermittels einer derartigen Vorrichtung erhaltene Chromatogramme von primären und
ι υ sekundären Aminosäuren aus einer einzigen, fortlaufend
ausgewaschenen Probe, wobei die Chromatogramme keine Basislinienverlagerung zeigen.
sekundäre Aminosäure in bekannter Reihenfolge in dem
is Flüssigprobenstrom, wobei die Anzeigbarkeit der
primären Aminosäure durch Reaktion mit einem
der sekundären Aminosäure durch Reaktion mit dem gleichen Reagenz verbessert ist Zur Anzeige wird eine
fluorometrische Messung ausgeführt
Ein übliches Gemisch von primären und sekundären Aminosäuren mit Standardpufferlösungen wird unter
konstantem Druck einer chromatografischen Trennsäule U zugeführt so daß sich ein vorbestimmter
: "ι Durchsatz durch die Trennsäule ergibt Die Aminosäuren
werden in einer bestimmten Reihenfolge aus der Säule eluiert und bilden einen Probenstrom, der in
einem konstanten Durchsatz die zu einem herkömmlichen Fluorometer 13 führende Probenleitung 12
so durchsetzt Das Fluorometer 13 ist mit einem Aufzeichnungsgerät 14 gekoppelt In der Probenleitung befinden
sich Verzögerungsglieder in der Form von Verzögerungsschlangen 16 und 18, vermittels welcher eine
ausreichend hohe Verweilzeit vorgegeben wird. Eine r. Quelle 19 eines unter Druck stehenden Umsetzreagenz
für die sekundäre Aminosäure und eine Quelle 20 eines unter Druck stehenden inerten, flüssigen Verdünnungsmittels,
wie z. B. Wasser, sind an ein gemeinsames Schaltventil 21 angeschlossen, das seinerseits an einer
M) ausgewählten Stelle 22 mit der ProbenUitung 12
verbunden ist
Das Schaltventil 21 führt in einer ersten Stellung nur
Flüssigkeit von der Quelle 19, und in einer zweiten Stellung nur Flüssigkeit von der Quelle 20 zu. Vermittels
4'. einer hier nicht dargestellten äußeren Stellvorrichtung,
die entweder von Hand oder auch selbsttätig betätigbar ist, kann abwechselnd Flüssigkeit von Quelle 19 oder
Quelle 20 in die Probenleitung 12 zugeführt werden.
Die Umschaltung zwischen den beiden Quellen 19 in und 20 kann auch durch jede andere, äquivalent
arbeitende Ventilvorrichtung, wie z. B. getrennte, synchron geschaltete Absperrventile mit zusammengeschalteter
Auslaßseite, erfolgen.
Die Quellen 19 und 20 werden auf genau gleichem r> Überdruck gehalten, so daß durch das Schaltventil 21
stets der gleiche Flüssigkeitsdurchsatz abgegeben wird, unabhängig davon, ob Flüssigkeit von Quelle 19 oder
Quelle 20 zugeführt wird Die Einstellung eines gleichen Überdrucks kann beispielsweise vermittels von einer
<<<> gemeinsamen Quelle geliefertem Gas erfolgen. Andererseits
läßt sich der Überdruck auch durch eine beiden Quellen gemeinsame Pumpe erzeugen.
Ein fluoreszenzerregendeF Reagenz wird durch einen
Vie'weg-Schieber 17 in gleichförmigem Durchsatz in h>
die Probenleitung 12 eingeführt. Zur Auirechterhaltung eines gleichförmigen Durchsatzes kann auch hier wie
oben beschrieben ein geregelter, gleichförmiger Überdruck dienen. Wenn das fluoreszenzerregende Mittel
einen alkalischen pH-Wert zur Anzeige erforderlich macht, wie z. B. Fluorescamin, wird eine alkalische
Pufferlösung über den Vierweg-Schieber 17 in gleichförmigem Durchsatz von einer Quelle 24 einer unter
Druck stehenden Pufferlösung zugeführt.
Entsprechend dem vorgeschlagenen Analyseverfahren werden die in bekannter Reihenfolge in der
Flüssigprobe enthaltenen primären und sekundären Aminosäuren kontinuierlich zur Anzeige gebracht,
wobei Basislinienverlagerungen im aufgezeichneten Chromatogramm vermieden werden. Ein Gemisch aus
primären und sekundären Aminosäuren wird in konstantem Durchsatz in bestimmter Reihenfolge aus
der chrornatografischen Trennsäule 11 eluieri. Bei
einem Standardaminosäurengemisch stellen die primären Aminosäuren die ersten vier eluierten Aminosäuren
dar. Während des Durchgangs dieser Aminosäuren durch die Stelle 22 der Probenleitung 12 fließt inertes,
flüssiges Verdünnungsmittel in konstantem Durchsatz durch das Schaltventil 21 in die Probenleitung 12 zu. Der
konstante Zufluß wird dabei wie oben beschrieben vermittels eines konstanten Überdrucks aufrecht
erhalten. Der Probenstrom wird dann am Vierweg-Schieber 17 vermittels einer von der Quelle 24
zugeführten Pufferlösung (wie z. B. Lithiumborat) auf einen alkalischen pH-Wert eingestellt, wenn ein solches
für die Wirkung des fluoreszenzerregenden Mittels erforderlich ist Das letztere, wie z. B. Fluorescamin,
wird durch den Vierweg-Schieber 17 kontinuierlich von der Quelle 23 aus in die Probenleitung 12 eingeführt. Die
Verzögerungsschlange 18 führt zu einer ausreichend hohen Verweilzeit, während welcher die Reaktion
zwischen den Aminosäuren und dem Fluorescamin erfolgen kann. Anschließend durchläuft der Probenstrom
das Fluorometer 13, wobei das Meßergebnis vermittels des Aufzeichnungsgeräts 14 aufgezeichnet
wird.
Unmittelbar vor dem Eintreten der ersten sekundären Aminosäure, typischerweise Prolin, in den Probenstrom
wird das Schaltventil 2i betätigt und schaltet damit von
dem Verdünnungsmittel aus Quelle 20 auf das Oxidationsmittel aus Quelle 19, um. Dabei tritt anstelle
des flüssigen Verdünnungsmittelzusatzes der Zusatz an Oxidationsmittel.
Die Verzögerungsschlange 16 gibt eine ausreichend lange Verweilzeit vor, während welcher Prolin mit dem
von der Quelle 19 gelieferten Oxidationsmittel oxidieren
kann. Nach dem Durchgang der sekundären Aminosäure Prolin wird das Schaltventil 21 wiederum in sei/>»
Anfangsstellung zurückgeschaltet, so daß die Zufuhr an Oxidationsmittel, wie z. B. N-Chlorosuccinimid, unterbrochen
und die Zufuhr an inertem, flüssigem Verdünnungsmittel wieder aufgenommen wird. In
jedem Falle wird der Meßbereich des Fluorometers 13 in einem gleichförmigen Durchsatz von Flüssigkeit
durchsetzt, so daß sich demzufolge auch keine Basislinienverlagerung im aufgezeichneten Chromatogramm
ergibt
Das erfindungsgemäße Analyseverfahren ist anwendbar
auf Flüssigprobenströme jeder Art, die wenigstens zwei Substanzen enthalten, wobei die Anzeigbarkeit der
ersten Substanz durch Reaktion mit einem Umsetzreagenz behindert, und die Anzeigbarkeit der zweiten
Substanz durch Reaktion mit dem gleichen Umsetzreagenz verbessert ist Insbesondere ist das Verfahren
anwendbar auf andere fluorometrische Meßanordnungen zur quantitativen Ermittlung von primären und
sekundären Aminosäuren, auch wenn bei diesen andere fluoreszenzerregende Mittel, wie z. B. O-Phthalaldehyd
und andere Oxidations- oder Umsetzmittel, verwendet werden. Bei einigen Anordnungen kann auf die
Verwendung von Pufferlösung von der Quelle 24 verzichtet werden.
Das Verfahren und die Vorrichtung nach der Erfindung sind im nachfolgenden anhand eines praktischen
Ausführungsbeispiels noch weiter veranschaulicht
Eine das in F i g. 2 dargestellte Standardeichgemisch von neun Aminosäuren enthaltende Probe wurde durch
eine chromatografische Trennsäule Ii mit den Abmessungen
2 mm χ 30 cm durchgeleitet, die mit Kationenaustauscherharz gefüllt war. Die Elution des Probenstroms
erfolgte mit einer Pufferlösung, die 0,2 η Natriumzitrat enthielt, einen pH-Wert 3,25 aufwies und
unter Druck durch die Säule durchgeleitet wurde. Es stellte sich ein konstanter Probenstromdurchsatz von
6 ml/h ein. Zu diesem Zweck stand die Säule unter einem Luftdruck von 28 at, der von einer Druckluftquelle
geliefert wurde. Wie in F i g. 2 dargestellt, bestanden die ersten vier aus der Säule eluierten Aminosäuren aus
den primären Aminosäuren, nämlich Aspartinsäure, Threonin, Serin und Glutaminsäure. Das in der Quelle 20
unter einem Druck von 7 at stehende Verdünnungsmittel Wasser wird während dieser Eluieningsphase in
einem Durchsatz von 6 ml/h durch das Schaltventil 21 in die Probenleitung 12 zugeführt Unmittelbar vor
Ankunft der sekundären Aminosäure Prolin an der Stelle 22 wurde das Schaltventil 21 umgeschaltet,
wodurch die Wasserzufuhr aus Quelle 20 gesperrt und statt dessen Oxidationsmittel von Quelle 19 zugeführt
wurde, wobei es sich um eine Lösung 10~3 Mol
N-Chlorosuccinimid in Wasser handelte. Dieser Umschaltzeitpunkt ist mit »START« in der Zeitachse
(Abszizze) des Chromatogramms von Fig.2 bezeichnet
Die Quelle 19 stand dabei unter dem gleichen Überdruck wie das Wasser, so daß sich der gleiche
Durchsatz von 6 ml/h ergab. Die Verzögerungsschlange 16 hatte eine Länge von ca. 3 m, so daß sich angenähert
eine Verweilzeit von 30 Sekunden ergab, die zur Oxidation der sekundären Aminosäuren ausreichte. Die
Verzögerungsschlange 18 hatte eine Länge von etwa 9 m und lieferte die gleiche Verweilzeit für die Reaktion
von Fluorescamin und Aminosäuren.
Das in der Quelle 23 unter einem Druck von 3,5 al stehende fluoreszenzerregende Mittel wurde in einem
Durchsatz von 3 ml/h zugesetzt und bestand aus Fluorescamin in einer Konzentration von 30 mg aul
100 ml Azeton.
Nach Durchgang des Prolins wurde an dem in F i g. 2 mit »STOP« bezeichneten Zeitpunkt das Schaltventil 21
wiederum betätigt und die Zufuhr von NCS von dei Quelle 19 unterbrochen und gleichzeitig wiederum
Wasser von der Quelle 20 im gleichen Durchsatz wie zuvor zugeführt Die übrigen, in der Reihenfolge
eluierten Aminosäuren waren entsprechend Fig.2 Glyzin, Alanin, Zystin und Valin. Die beiden dargestellten
Chromatogramme wurden gleichzeitig aufgezeichnet, wobei die obere Kurve mit den größerer
Amplitudenausschlägen mit einer Empfindlichkeit vor 0—10 mV, und die untere Kurve mit einer Empfindlich
keit von 0—100 mV für das angelegte Signal aufgenommen worden ist Beide Kurven wurden ausgehend vor
ein und demselben Signal aufgezeichnet
Claims (8)
1. Analyseverfahren zur Bestimmung wenigstens einer primären und einer sekundären Aminosäure in
bekannter Reihenfolge nacheinander in einem sich ständig mit im wesentlichen gleichförmiger Geschwindigkeit
zu einer Detektorzone fortbewegenden Flüssigkeitsprobenstrom, wobei durch Reaktion
mit einem Oxidationsmittel, das dem Probenstrom erst dann, wenn dieser die sekundäre Aminosäure
führt, zugesetzt wird, die Anzeigbarkeit der primären
Aminosäure herabgesetzt und die der sekundären Aminosäure gefördert wird, dadurch gekennzeichnet,
daß dem in dem Strömungsweg (12) befindlichen Probenstrom ein inerter flüssiger Verdünnungsmittelstrom in einem vorbestimmten
Durchsatz zugesetzt wird, solange der Probenstrom keine sekundären Aminosäuren enthält, und daß der
Verdünnungsmittelstrom bei Auftreten der sekundären Aminosäuren an einer bestimmten Stelle (22) des
Strömungswegs unterbrochen und gleichzeitig das flüssige Oxidationsmittel mit dem gleichen Durchsatz
an der Stelle (22) wie der Verdünnungsmittelstrom zugesetzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß dem Probenstrom auf der Abstromsei-Ie der bestimmten Stelle (22) kontinuierlich ein
quantitativ mit der primären und der sekundären Aminosäure in dem Probenstrom reagierendes, die
Aminosäuren erkennbar machendes Detektorreagenz zugesetzt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Detektorreagenz ein fluoreszenzerregendes
Reagenz eingesetzt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die primäre und sekundäre Aminosäure
durch aufeinanderfolgende Elution aus einer chromatographischen Trennsäule (11) hintereinander
in den Probenstrom eingeführt werden.
5. Verfahren nach Anspiiich 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zufuhr von inertem Verdünnungsmittelstrom und Oxidationsmittel durch ein Ventil
oder miteinander gekoppelte, synchron schaltbare Ventile (21) gesteuert wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zufuhr von Oxidationsmittel
unterbrochen und die Zufuhr von inertem Verdünnungsmittel wiederaufgenommen wird, wenn der
Probenstrom an der bestimmten Stelle (22) wiederum die primäre Aminosäure enthält.
7. Vorrichtung zur Bestimmung wenigstens einer primären und einer sekundären Aminosäure in
bekannter Reihenfolge nacheinander in einem sich Händig mit im wesentlichen gleichförmiger Geschwindigkeit
zu einer Detektorzone fortbewegenden Flüssigkeitsprobenstrom, mit einem Behälter
mit Flüssigkeitsproben, der die in bekannter Folge abzugebende primäre und sekundäre Aminosäure
enthält, einer unter vorbestimmtem Druck stehenden Quelle eines flüssigen Oxidationsmittels, das
dazu dient, die Anzeigbarkeit der sekundären Aminosäure zu verbessern, einer Detektorvorrichtung
und einer den Flüssigkeitsprobenbehälter mit dem Detektor verbindenden Probenleitung sowie
einem Schaltventil zum abwechselnden Verbinden jeweils eines zweier Zuströmwege mit der Probenleitung,
dadurch gekennzeichnet, daß der andere Zuströmweg des Schaltventils (21) an eine Quelle
(20) eines inerten flüssigen Verdünnungsmittels angeschlossen ist, die unter dem gleichen vorbestimmten
Druck steht wie die Quelle (19) des flüssigen Oxidationsmittels, und daß der Abströmweg
des Schaltventils (21) an einer Stelle (22) zwischen dem Behälter (11) und der Detektorvorrichtung
(13) in die Probenleitung mündet, so daß dieser abwechselnd und synchron gesteuert flüssiges
Verdünnungsmittel oder Oxidationsmittel zuführbar ist
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch eine auf der Abstromseite des Schaltventils
(21) an die Probenleitung (12) angeschlossene Quelle (23) für zur Detektoranzeige der primären und
der sekundären Aminosäure dienendes Detektorreagenz.
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1976
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