DE2537918C3 - Vorrichtung zur Abweisung von Eis von im Wasser vertikal stehenden Säulen, Pfeilern o.dgl. von in eisgefährdeten Seegebieten fest angeordneten oder schwimmenden Bauwerken - Google Patents
Vorrichtung zur Abweisung von Eis von im Wasser vertikal stehenden Säulen, Pfeilern o.dgl. von in eisgefährdeten Seegebieten fest angeordneten oder schwimmenden BauwerkenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Abweisung von Eis von im Wasser vertikal stehenden Säulen,
Pfeilern od. dgl., von in eisgefährdeten Seegebieten fest angeordneten oder schwimmenden Bauwerken, bestehend
aus einem an den einzelnen Säulen angeordneten in unterschiedliche Höhenlagen einstellbaren und im
Betriebszustand in der Vertikalen beweglichen Ab-• weiserkörper mit das Eis nach unten oder oben hin
abweisenden Leitflächen.
Die Säulen von in eisgefährdeten Seegebieten- wie arktischen Gewässern, feststehend angeordneten Bauwerken,
wie z. B. auf Pfählen oder Säulen gesetzte Piers,
ι« oder schwimmenden Bauwerken, wie z. B. halbtauchende
Bohrinseln, sind oftmals von driftenden Eisschollen bedroht und müssen aus diesem Grunde so konstruiert
sein, daß sie starke horizontal wirkende Druckkräfte aufnehmen können, was zu besonders schwerfälligen
ι=, und teuren Konstruktionen führt. Hinzu kommt, daß in
offenem Seegebiet operierende, schwimmende Bauwerke so konstruiert und ausgelegt sind, daß ein Einsatz in
eisgefährdeten Seegebieten, wie arktischen Gewässern, nicht möglich ist.
Es ist bekannt, im Umfangbereich der Säulen eine Masse in in Säulenlängsrichtung verlaufende Schwingungen
zu versetzen, um die Säulen von in eisgefährdeten Seegebieten angeordneten Bauwerken eisfrei zu
halten. Hierfür sind verschiedene Konstruktionen vorgeschlagen worden, um an den Säulen eines
Bauwerkes angeordnete Ringkörper in längs zur Säulenachse hin- und hergehende Schwingungen zu
versetzen, wobei die hierfür erforderlichen technischen Mittel außenseitig angebracht sind, die aus hydraulisch-
oder druckluftbetriebenen, um den Umfang der einzelnen Säulen angeordneten Arbeitszylindern, die
mit der Säule des Bauwerks fest verbunden sind und deren Kolbenstangen an den Ringkörper angeschlossen
sind, oder aus im Ringkörper angeordneten Arbeitszy-
ls lindern, deren Kolbenstangen mit aus dem Umfang des
Ringkörpers herausschwenkbaren Brecharmen verbunden sind, wobei die Gesamtanordnung so getroffen ist,
daß das Eis von unten beaufschlagt und gebrochen wird, oder aus einer Konstruktion bestehen, deren Brecharme
das Eis seitlich beaufschlagen, wobei jedoch vorausgesetzt ist, daß um die Säule im Bereich des Ringkörpers
eine eisfreie Zone vorhanden ist, da sonst die Brecharme keine Schwenkbewegungen ausüben können.
Während bei einigen bekannten Konstruktionen keine in Schwingungen versetzte Masse zur Bewegung der an den einzelnen Säulen angeordneten Ringkörper verwendet werden, wird bei einer weiteren bekannten Ausführungsform der Ringkörper mittels Arbeitszylindern in Schwingungen versetzt. In denjenigen Fällen, in
Während bei einigen bekannten Konstruktionen keine in Schwingungen versetzte Masse zur Bewegung der an den einzelnen Säulen angeordneten Ringkörper verwendet werden, wird bei einer weiteren bekannten Ausführungsform der Ringkörper mittels Arbeitszylindern in Schwingungen versetzt. In denjenigen Fällen, in
5" denen die technischen Antriebsmittel für die Ringkörper
außerhalb der Säulen des Bauwerkes bzw. außerhalb des Ringkörpers angeordnet sind, sind diese
Konstruktionen sehr störanfällig, denn die außen liegenden Antriebsmittel frieren leicht ein und sind nur
mit einem hohen Zeitaufwand und zusätzlichen technischen Mitteln enteisbar.
Bei derjenigen Ausführungsform, bei der die einzelnen Ringkörper an den Säulen mittels Arbeitszylindern
in Schwingungen versetzt werden, sind die Arbeitszylin-
(Ό der fest an den Säulen angeschlossen, mit der Folge, daß
die Reaktionskräfte als Vertikalkräfte sich in der Säule auswirken, die somit in Schwingungen versetzt wird,
was sich bei schwimmenden Halbtauchern als besonders nachteilig auswirkt, zumal sich die Schwingungen im
«s gesamten System, d. h. im gesamten Bauwerk, fortsetzen.
Auch bei fest angeordneten Bauwerken ergeben sich Nachteile insofern, als daß entweder zusätzliche
Bodenverankerungen vorgenommen werden müssen
oder daß das Bauwerk sich aus den Verankerungen löst
Besonders ungünstige Schwingungsverhältnisse treten bei hoher Driftgeschwindigkeit des Eises auf. Die
Bruchstücke müssen nämlich so rasch nacheinander abgebrochen werden, daß die ungebrochene Eisdecke
den Ringkörper nicht wesentlich berühren kann. Die Frequenz seiner vertikalen Schwingung muß also hoch
sein. Da die Reaktionskräfte mit dem Quadrat der Frequenz wachsen, ergibt sich bei einer hohen Eisdrift,
die ohnehin für ein festes oder schwimmendes, am Ort zu fixierendes Bauwerk unangenehm ist, eine hohe
Schwingungsbelastung. Daß derartige Belastungen nicht zu unterschätzen sind, zeigt bereits die Größe der
erforderlichen periodischen Vertikalkraft bei arktischem Eis von etva ! m Dicke: Sie beträgt in ihrer
Schwingungsamplitude weit über 100 Tonnen. Außerdem kann driftendes Eis, das seitlich gegen die
Kolbenstangen der Arbeitszylinder drückt, zu einer Beschädigung der Antriebseinrichtungen für die Abweiserkörper
führen.
Hinzu kommt noch, daß bei der bekannten Einrichtung der Kraftangriff auf das Eis von unten nach oben
erfolgt, wofür eine große Kraft erforderlich ist, da für das Eisbrechen das Eis angehoben werden muß. Eis aus
dem Wasser heben erfordert einen größeren Kraftaufwand, als wenn Eis untergetaucht wird, da in diesem
Falle nur der Restaul trieb überwunden werden muß, beim Heben aber entsprechend dem Auftauchen die
Kraft bis zum vollen Gewicht wächst. Der Energieverbrauch bei höheren Frequenzen der erzwungenen Auf-
und Abbewegung des Abweiserkörpers ist bei der bekannten Einrichtung sehr groß, was darauf zurückzuführen
ist, daß das Brechen des Eises durch Beaufschlagung des Eises von unten her erfolgt, so daß gleichzeitig
auch eine Beaufschlagung der Wassermassen erfolgt, die somit mitschwingen.
Darüber hinaus ist es auch bei eisabweisenden Einrichtungen bekannt, die Abweiserkörper in ihrer
Höhe zu verstellen, um den höchsten Wirkungsgrad des Abweiserkörpers zu erreichen.
Bei allen bekannten Vorrichtungen zur Abweisung von Eis sind die Abweiserkörper in der Vertikalen nicht
nachgiebig aufgehängt, so daß auftretende Schwingungen während des Betriebes der Eisabweiser auf die
Säulen der Bauwerke übertragen werden.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung zur Abweisung von Eis von im Wasser
vertikal stehenden Säulen, Pfeilern od. dgl. von in eisgefährdeten Seegebieten fest angeordneten oder
schwimmenden Bauwerken zu schaffen, mit der nicht nur das Eis im Bereich der Säulen gebrochen wird,
sondern die darüber hinaus auch ein Fernhalten von Schwingungen ermöglicht, und zwar von solchen
Schwingungen, die sich bei der Einwirkung von Vertikalkräften in der Säule auswirken, die sonst in
Schwingungen versetzt wird, was sich bei schwimmenden Halbtauchern als besonders nachteilig auswirkt,
zumal sich derartige Schwingungen im gesamten System, d. h. im gesamten Bauwerk, fortsetzen.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine Vorrichtung zur Abweisung von Eis von im Wasser vertikal stehenden
Säulen, Pfeilern od. dgl. von in eisgefährdeten Seegebieten fest angeordneten oder schwimmenden Bauwerken
gemäß der eingangs beschriebenen Art vorgeschlagen, die erfindungsgemäß in der Weise ausgebildet ist, daß
der Abweiserkörper im Betriebszustand in der Vertikalen frei beweglich und nachgiebig an dem die Säulen
tragenden Bauwerk aufgehängt und mit einer vertikale Schwingungen erzeugenden Einrich:ung versehen ist.
Die die vertikalen Schwingungen erzeugende Einrichtung ist als Antrieb mit Unwucht ausgebildet und in dem
Abweiserkörper angeordnet.
s Eine derart ausgebildete Vorrichtung zur Abweisung
von Ss ermöglicht den Schutz der Säulen von in eisgefährdeten Seegebieten fest angeordneten oder
schwimmenden Bauwerken vor den horizontalen Druckkräften des Eises. Diese horizontalen, auf die
ίο Säulen gerichteten Druckkräfte des Eises werden durch
die im Bereich der Säulen in Schwingung versetzten Massen verkleinert bzw. unschädlich gemacht, so daß
eine Beschädigung der Säulen nicht mehr gegeben ist und aufwendige Konstruktionen der Säulen, wie
Materialverstärkungen u. dgl., somit entfallen. Durch die
Erzeugung eines senkrecht im Bereich der Säulen schwingenden Druckes ist es möglich, diesen Druck dort
auf das Eis einwirken zu lassen, wo das Eis sich auf die Säulen zubewegt. Insbesondere schwimmende Bauwerke,
wie Bohrinseln, die mit derart ausgebildeten eisabweisenden Vorrichtungen versehen sind, sind
sowohl in eisungefährdeten als auch in eisgefährdeten Seegebieten einsetzbar, ohne daß eine kostspielige
Umrüstung erforderlich ist. Lediglich ein Hochfahren des Abweiserkörpers ist erforderlich, wenn ein Einsatz
in eisfreien Seegebieten vorgesehen ist. Auch das Nachrüsten von Bauwerken mit der eisabweisenden
Vorrichtung ist ebenfalls ohne hohen Kostenaufwand möglich.
Dadurch, daß bei der eisabweisenden Vorrichtung der Abweiserkörper im Betriebszustand federnd bzw. in der
Vertikalen nachgiebig aufgehängt ist, und daß die Bewegungen des Abweiserkörpers in der Vertikalen
nicht durch einen Stellantrieb mit linearer Verschiebeis einrichtung, sondern durch einen Antrieb mit Unwucht
und somit einen Schwingungen erzeugenden Antrieb aufweist, der in den Abweiserkörper integriert ist, ist
gewährleistet, daß keine Schwingungen auf die Säulen des Bauwerkes und somit auch keine Schwingungen auf
das Bauwerk selbst übertragen werden. Durch die Anordnung der Schwingungserzeugenden Einrichtung
in dem Abweiserkörper sind die schwingungserzeugenden Einrichtungen keinen äußeren Einflüssen ausgesetzt.
Die schwingungserzeugenden Einrichtungen beruhen auf dem Prinzip der Kraftwirkung rotierender
oder hin- und hergehender Massen, so daß keine Reaktionskräfte des gegenüber der Säule vertikal frei
beweglichen Abweiserkörpers auf die Säule übertragen werden.
so Zur vertikalen Lagerung der nachgiebig an den
Säulen des Bauwerkes aufgehängten Abweiserkörper sind diese mit hydraulischen oder pneumatischen
Einrichtungen, wie Luftfeder, Windkessel od. dgl. verbunden.
ss Die vertikale Schwingungen erzeugende Vorrichtung in dem Abweiserkörper ist dabei derart angeordnet, daß
die Resultierende der schwingungserzeugenden Kr2fte, die Resultierende der vom Eis vertikal nach oben auf
den Abweiserkörper wirkenden Reaktionskräfte und
hu der Schwerpunkt des Abweiserkörpers etwa senkrecht
übereinanderliegen.
Der Abweiserkörper besteht aus einem Hohlzylinder und weist im Ruhezustand eine der Wasser- bzw.
Eisfl^:he zugekehrte, konisch sich nach unten verjün-
i>s gende Leitfläche auf. Der als Hohlzylinder ausgebildete
Abweiserkörper kann darüber hinaus eine äußere Mantelfläche mit einer von oben nach unten bis
oberhalb der Wasseroberfläche konisch sich nach außen
erweiternden Leitfläche und mit einer sich hieran anschließenden konisch sich nach unten verjüngenden
Leitfläche aufweisen.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung besteht der Abweiserkörper aus einem Hohlzylinder mit einem s
geringen Außendurchmesser, der an seinem unteren Ende in eine unterhalb der Wasseroberfläche liegende,
ringartige Erweiterung übergeht, die mit einer konisch sich von der Hohlzylindermantelfläche zum Außenumfang
der ringartigen Erweiterung erstreckenden Leitflä- m ehe versehen ist, und der an seinem oberen Ende die
vertikale Schwingungen erzeugende Einrichtung trägt.
In der Zeichnung ist eine Vorrichtung zur Abweisung von Eis für senkrecht im Wasser stehende Säulen von in
eisgefährdeten Seegebieten fest angeordneten oder is
schwimmenden Bauwerken beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt
F i g. 1 eine Eisabweiservorrichtung mit vertikal schwingendem Abweiserkörper, teils in Ansicht, teils in
einem senkrechten Schnitt,
Fig. 2 einen waagerechten Schnitt gemäß Linie H-II in F i g. 1 und
Fig.3 eine weitere Ausführungsform einer Vorrichtung
zur Abweisung von Eis, teils in Ansicht, teils in einem senkrechten Schnitt. 2 s
In den F i g. 1 bis 3 ist mit 100 die Säule eines in einem eisgefährdeten Seegebiet angeordneten, in der Zeichnung
nicht dargestellten Bauwerkes bezeichnet. Die Wasseroberfläche ist in F i g. 1 und 3 bei 50 und die
Eisdecke bei 55 angedeutet. Der von der Eisdecke 55 auf -<o die Säule 100 ausgeübte horizontale Druck erfolgt in
Pfeilrichtung K
An der Säule 100 ist ein ringartiger Abweiserkörper 10 in Säulenlängsrichtung verschieblich gehalten und
nachgiebig gelagert. Dieser Abweiserkörper 10 kann als -^
Vollring oder auch als Teilring ausgebildet sein. Die Führung des Abweiserkörpers 10 auf der Säule 100
erfolgt mittels bei 11 in Fi g. 1 angedeuteten Gleit- und
Führungsschienen, d. h. mittels Einrichtungen, die ein Gleiten des Abweiserkörpers 10 ohne große Reibungswiderstände
ermöglichen. Wie die Ausführungsform gemäß Fig. 3 zeigt, ist der Abweiserkörper 10 als
Hohlzylinder ausgebildet und weist einen geringen Außendurchmesser auf.
Der Abweiserkörper 10 weist einen der Wasser- bzw. Eisfläche zugekehrten konisch sich nach unten verjüngenden
Abschnitt 13 auf. Dieser Abschnitt 13 ist derart an dem Abweiserkörper 10 ausgebildet, daß die
Konizität des Abschnittes 13 etwas oberhalb der Wasseroberfläche 50 beginnt, wie dies in Fig. 1
dargestellt ist. Die Außenmantelfläche des Abweiserkörpers 10 kann parallel zur Säule 10 verlaufend
ausgebildet sein; es besteht jedoch auch die Möglichkeit, die Mantelfläche des Abweiserkörpers 10 als konisch
sich nach unten zum Abschnitt 13 nach außen erweiternden Fläche 12 auszubilden.
Um den Abweiserkörper 10 in senkrechte Schwingungen versetzen zu können, ist in dem Abweiserkörper
eine in an sich bekannter Weise ausgebildete Schwingungserzeugungseinrichtung 20 angeordnet, die beispielsweise
als Antrieb mit Unwucht ausgebildet ist. Die Schwingungsbewegung des Abweiserkörpers 10 erfolgt
in Pfeilrichtung X. Die Anordnung der schwingungser zeugenden Einrichtung 20 in dem Abweiserkörper 10 ist
derart, daß die Resultierende YX der schwingungserzeugenden
Kräfte, die Resultierende Yl des vom Eis senkrecht nach oben auf den Ringkörper 10 wirkenden
Kräfte und der Schwerpunkt 15 des Abweiserkörpers 10 senkrecht übereinanderliegen. Die schwingungserz^ugende
Einrichtung 20 besteht, wie dies aus Fig. 2 ersichtlich ist, aus zwei rotierenden Rädern 20a, 206.
Für die frei bewegliche und nachgiebige Aufhängung des Abweiserkörpers 10 an der Säule des Bauwerkes isi
der Abweiserkörper 10 über ein Seil 31 mit einer Winde 30 verbunden, und zwar unter Zwischenschaltung einer
elastischen Verbindung 35, die aus einem hydraulischen oder pneumatischen System besteht. Mit dieser
Einrichtung ist auch gleichzeitig die jeweilige Höhenlage des Abweiserkörpers 10 einstellbar.
Während mittels des auf- und abschwingenden Abweiserkörpers 10 das ankommende Eis 55 von oben
beaufschlagt wird, ist es mittels der in F i g. 3 gezeigter Ausführungsform möglich, auch das Eis 55 von unter
mittels des Abweiserkörpers zu beaufschlagen. Um dies zu erreichen, ist der Abweiserkörper 10 in seinem
unterhalb der Wasseroberfläche 50 liegenden Bereich mit einer auskragenden, ringartigen Erweiterung Ii
versehen, die mit einer sich von der Außenmantelfläche des Abweiserkörpers 10 nach außen verlaufender
konischen Fläche 19 versehen ist.
Die in F i g. 1 gezeigte Winde für die Höhenlagenein stellung des Abweiserkörpers 10 kann auch zusätzlich
für das Hochfahren des Abweiserkörpers bei Nichtge brauch verwendet werden. Im hochgezogenen Zustand
ist der Abweiserkörper 10 mittels einer in det Zeichnung nicht dargestellten Einrichtung arretierbar.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Vorrichtung zur Abweisung von Eis von im Wasser vertikal stehenden Säulen, Pfeilern od. dgl.,
von in eisgefährdeten Seegebieten fest angeordneten oder schwimmenden Bauwerken, bestehend aus
einem an den einzelnen Säulen angeordneten, in unterschiedlichen Höhenlagen einstellbaren und im
Betriebszustand in der Vertikalen beweglichen Abweiserkörper mit das Eis nach unten oder nach
oben hin abweisenden Leitflächen, dadurch gekennzeichnet, daß der Abweiserkörper (10)
im Betriebszustand in der Vertikalen frei beweglich und nachgiebig an dem die Säulen tragenden
Bauwerk aufgehängt und mit einer vertikale Schwingungen erzeugenden Einrichtung (20) versehen
ist
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die vertikale Schwingungen erzeugende
Einrichtung (20) als Antrieb mit Unwucht ausgebildet und in dem Abweiserkörper (10)
angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Abweiserkörper (10) zu
seiner vertikalen Lagerung mit einer hydraulischen oder pneumatischen Einrichtung (35), wie Luftfeder,
Windkessel od. dgl., verbunden ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die vertikale Schwingungen
erzeugende Einrichtung (20) in dem Abweiserkörper (10) derart angeordnet ist, daß die Resultierende
(Yi) der schwingungserzeugenden Kräfte, die
Resultierende (Y 2) der vom Eis vertikal nach oben auf den Abweiserkörper (10) wirkenden Reaktionskräfte und der Schwerpunkt (15) des Abweiserkörpers
(10) etwa senkrecht übereinanderliegen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Abweiserkörper (10) aus
einem Hohlzylinder besteht, der im Ruhezustand eine der Wasser- bzw. Eisfläche (50; 55) zugekehrte,
konisch sich nach unten verjüngende Leitfläche (13) aufweist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Abweiserkörper (10) aus
einem Hohlzylinder besteht, dessen äußere Mantelfläche eine von oben nach unten bis oberhalb der
Wasseroberfläche konisch sich nach außen erweiternde Leitfläche (12) und eine sich hieran
anschließende konisch sich nach unten verjüngende Leitfläche (13) aufweist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Abweiserkörper (10) aus
einem Hohlzylinder mit einem geringen Außendurchmesser besteht, der an seinem unteren Ende in
eine unterhalb der Wasseroberfläche (50) liegende ringartige Erweiterung übergeht, die mit einer
konisch sich von der Hohlzylindermantelfläche zum Außenumfang der ringartigen Erweiterung erstrekkenden
Leitfläche (19) versehen ist, und der an seinem oberen Ende die vertikale Schwingungen
erzeugende Einrichtung (20) trägt.
Priority Applications (3)
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---|---|---|---|
DE19752537918 DE2537918C3 (de) | 1975-08-26 | 1975-08-26 | Vorrichtung zur Abweisung von Eis von im Wasser vertikal stehenden Säulen, Pfeilern o.dgl. von in eisgefährdeten Seegebieten fest angeordneten oder schwimmenden Bauwerken |
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US05/717,135 US4063428A (en) | 1975-08-26 | 1976-08-24 | Method of deflecting ice at upright columns submerged in water of stationary or floating structures in marine areas in which the occurence of ice may be expected, and ice deflector assembly therefor |
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Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE19752537918 DE2537918C3 (de) | 1975-08-26 | 1975-08-26 | Vorrichtung zur Abweisung von Eis von im Wasser vertikal stehenden Säulen, Pfeilern o.dgl. von in eisgefährdeten Seegebieten fest angeordneten oder schwimmenden Bauwerken |
Publications (3)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE2537918A1 DE2537918A1 (de) | 1977-03-10 |
DE2537918B2 DE2537918B2 (de) | 1977-08-04 |
DE2537918C3 true DE2537918C3 (de) | 1978-03-23 |
Family
ID=5954868
Family Applications (1)
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Families Citing this family (5)
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FI822158L (fi) * | 1982-06-15 | 1983-12-16 | Waertsilae Oy Ab | Borrningsplattform |
CN106120832A (zh) * | 2016-08-15 | 2016-11-16 | 合肥学院 | 一种具有抗冰结构的海上大直径桩基础 |
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Also Published As
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