DE2522681C2 - Vorrichtung zur Montage von spiralförmig gebogenen Rohren zur Herstellung von rotationssymmetrischen Bauteilen - Google Patents
Vorrichtung zur Montage von spiralförmig gebogenen Rohren zur Herstellung von rotationssymmetrischen BauteilenInfo
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Description
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Montagevorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Bei der Montagevorrichtung nach dem Hauptpatent werden die einzelnen Rohre nach dem Biegen auf einem
Montagekern angeordnet und durch eine Drahtwicklung zusammengehalten, die mit Hilfe von Lötfeldern
fixiert wird, woraufhin die einzelnen Rohre im gebündelten und zusammengespannten Zustand an
ihren nach außen zeigenden Kanten abschnittsweise miteinander verbunden und zwar vorzugsweise ver- so
schweißt werden und zu diesem Zweck die Drahtbandage vorher ebenfalls abschnittsweise entfernt wird.
Erfindungsgemäß soll bei einer Vorrichtung der beanspruchten Art der für die Festlegung der
gebündelten Rohre verwendete Draht so ausgebildet werden, daß die Gefahr, daß er an den Stellen stärkerer
Krümmung des herzustellenden Bauteils von nachfolgenden Drahtwindungen aus seinem Verbund herausgedrückt
wird und/oder in Richtung des kleineren Bauteil-Durchmessers abrollt, verringert wird.
Dies wird erfindungsgemäß durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale erreicht.
Während mit einem kreisrunden Draht, der aus Gründen einer ausreichenden Anpassungsfähigkeit
einen verhältnismäßig kleinen Durchmesser haben muü, t>5
vor allem bei einer divergierenden Raumform des herzustellenden Bauteils vor allem an der Stelle größter
Steigung die Gefahr besteht, daß dort während des Wickelvorgangs eine einzelne Drahtwindung unter der
Kraft der nachfolgenden Drahtwindungen herausgedrückt wird und dann die gesamte Drahtbandage
zusammenbricht und wieder reu aufgebracht werden muß, sind bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung die
unter Zugspannung gewickelten Drahtwindungen infolge des profilierten Drahtquerschnitts auch an den
Stellen größter Steigung gegen Rollbewegungen und ein Herausdrücken durch Nachbarwindungen gesichert
so daß eine gleichförmig genaue, satte Anpressung des Rohrbündels an den Montagekern gewährleistet wird
und sich die Drahtbandage wesentlich einfacher und rascher als bisher aufbringen läßt
Zweckmäßigerweise hat der Draht die im Anspruch 2 gekennzeichnete Querschnittsform, wodurch mit einem
einfachen Drahtprofil ohne scharfe Kanten eine flächige Anlage der Drahtwindungen einerseits auf dem
Rohrbündel und andererseits seitlich an den Nachbarwindungen erzieit wird, wobei in diesem Fall die
Drahtbandage durch Lötfelder fixiert wird.
Um jedoch auf eine nachträgliche Fixierung durch Lötfelder verzichten zu können und statt dessen eine
gegenseitige, formschlüssige Verklammerung der Drahtwindungen zu erreichen, weist der Profildraht
gemäß Anspruch 3 in besonders bevorzugter Weise ein Doppel-U-Profil auf. In diesem Falle empfiehlt es sich,
das Doppel-U-Profil auf die im Anspruch 4 gekennzeichnet? Weise auszubilden, um ein leichtgängiges
Wickeln ohne Verkanten des Drahtes und zusätzlich zu der axialen Verklammerung auch eine Selbsthemmung
der Drahtwindungen in Radialrichtung zu erreichen und dadurch die Belastbarkeit der Drahtbandage beträchtlich
zu erhöhen. Gemäß Anspruch 5 sind die Schenkel des Doppel-U-Profils vorzugsweise schräg gerichtet, so
daß in Radialrichtung auch eine formschlüssige Verklammerung erzielt und daher die Verbundfestigkeit der
Drahtbandage weiter erhöht wird.
Die Erfindung wird nunmehr anhand eines Ausführungsbeispieles in Verbindung mit den Zeichnungen
näher erläutert Es zeigt
F i g. 1 ein Ausführungsbeispiel der Erfindung einschließlich einer Wickelvorrichtung; und
Fig.2 bis 4 verschiedene Querschnittsformen des
Profildrahts.
F i g. 1 zeigt die Montagevorrichtung in Form eines Montagekerns 27, der in seiner Außenkontur der
Innenkontur des fertigen Bauteils entspricht Der Antrieb des um seine vertikal angeordnete Längsachse
drehbaren Montagekerns 27 erfolgt durch einen Elektromotor 22. Gesteuert wird die gesamte Vorrichtung
über ein Steuerpult 26.
Auf dem Montagekern 27 ist eine obere Fixierscheibe 28 mit Schlitzen 28a zum Einhängen fertig gebogener
Rohre 3 befestigt Unten am Montagekern 27 ist für die Rohre 3 eine untere Fixierscheibe 29 mit Schlitzen 29a
vorgesehen, die am Montagekern 27 drehbar gelagert ist und mittels eines Exzenters 30 in Umfangsrichtung
angezogen wird, wodurch die einzelnen Rohre 3 festgezogen werden. Im festgezogenen Zustand wird
dann mit Hilfe einer Wickelvorrichtung 140 auf die gebündelten Rohre 3 senkrecht zur Längsachse des
Montagekerns 27 eine Drahtwicklung 31 aufgebracht, die erforderlichenfalls durch mehrere Lötfelder 32
gesichert wird. Im Falle einer leitung ist der Draht 31 verkupfert und während des Wickelvorgangs wird im
Bereich der Lötfelder 32 zwischen die gebündelten Rohre 3 und den darüber gewickelten Draht 31 eine
Aluminium- oder Messingfolie eingelegt, um Verunrei-
nigungen der Rohre 3 durch das Flußmittel beim Löten
zu vermeiden.
Nach Fertigstellung der Drahtbandage wird diese von der unteren Fixierscheibe 29 her abschnittsweise wieder
entfernt, und die auf diese Weise freigelegten Abschnitte der Rohre 3 werden an ihren nach außen zeigenden
benachbarten Kanten schrittweise miteinander verbunden, etwa verschweißt, wobei die Wickelspannung im
restlichen Teil der Drahtbandage entweder durch die Lötfelder 32 oder durch Abwickeln des Drahtes 31 unter
Zugspannung aufrechterhalten bleibt
Die Wickelvorrichtung 140 enthält einen Träger 182,
der an einer parallel zur Längsachse des Montagekerns 27 angeordneten Säule 170 längsverschieblich geführt
ist Am unteren Ende der Säule 170 befindet sich eine Vorratsspule 142, auf die der zum Bewickeln dienende
Draht 31 mit zunächst noch kreisförmigem Querschnitt aufgewickelt ist Von dort läuft der Draht 31 über eine
drehbar am Träger 182 gelagerte Führungsrolle 144 zu einer Profileinrichtung in Form eines Profilwalzenpaares
146, wo er in die erwünschte Querschnittsform gebracht wird. Die Wickelspannung des bei Drehung
des Montagekerns 27 von der Vorratsspule 142 abgewickelten und durch die Profilwalzen 146 gezogenen
Drahtes 31 läßt sich durch Änderung des Walzenspalts der Profilwalzen 146 und ggf. noch
zusätzlich durch Abbremsung der Vorratsspule 142 mit Hilfe einer Einstellmutter 168 regulieren und wird durch
einen in Zuführrichtung hinter den Profilwalzen 146 am Träger 182 befindlichen Drahtzugmesser 148 mit
Umlenkrollen 166 überwacht.
Der Profildraht 31, der vom verjüngten zum erweiterten Ende des Montagekerns 27 hin auf die
gebündelten Rohre 3 gewickelt wird, wird der Wickelstelle in einer jeweils senkrecht zur Längsachse
des Montagekerns 27 verlaufenden Ebene zugeführt also in Horizontalrichtung bei vertikaler Anordnung der
Längsachse des Montagekerns 27. Zu diesem Zweck wird der Träger 182 während des Wickelvorgangs
kontinuierlich auf der Säule 170 verschoben, und diese Verschiebung wird mit Hilfe einer auf Abweichungen
der Drahtzuführung gegenüber der Horizontalen ansprechenden Meßeinrichtung in Form einer Wasserwaage
150 gesteuert die über kleine Seilrollen 152 auf den Profildraht 31 zwischen der Wickelstelle und dem
Drahtzugmesser 148 gesetzt ist und mit diesem über einen einerseits an der Wasserwaage 150 und
andererseits am Drahtzugmesser 148 angelenkten Arm 172 verbunden ist.
Die Fig.2 bis 4 zeigen drei verschiedene Querschnittsformen
des Profildrahtes 31 nach dem Durchlaufen der Profilwalzen 146. Gemäß Fig.2 hat der
Profildraht 31 einen im wesentlichen quadratischen Querschnitt 154, so daß die einzelnen Drahtwindungen
auf ihrer Unterseite eine glatte An'iagefläche bilden, mit
der sie an das darunterliegende Rohrbündel angepreßt werden, und sich in seitlicher Richtung ebenfalls
glattflächig aneinander abstützen. Um Verschiebungen
ίο der einzelnen Drahtwindungen nach dem Wickeln zu
vermeiden, empfiehlt sich in diesem Fall eine Fixierung der Drahtbandage durch die Lötfelder 32. Das
quadratische Profil 154 ist an den Ecken 156 abgerundet, um ein leichtgängiges Wickeln zu ermöglichen und eine
Beschädigung der zwischen der Drahtwicklung und den gebündelten Rohren beim Wickeln eingelegten Schutzfolie
zu vermeiden.
Fig.3 zeigt ein Doppel-U-Profil 158 mit einem
Mittelschenkel 160 und entgegengesetzt gerichteten, freien Schenkeln 162 und 164, die beim Wickeln in
entsprechende Ausnehmungen 161, 163 der Nachbarwindungen eingreifen. Im Hinblick auf ein leichtgängi
ges Wickeln sind die freien Schenkel 162, 164 und die Ausnehmungen 161, 163 konisch verjüngt ausgebildet,
jedoch mit einem Neigungswinkel, der unterhalb des Haftreibungswinkels liegt so daß die gegenseitige
Verkiammerung der Drahtwindungen bei Einwirkung seitlicher Zugkräfte nicht verloren geht. Infolge des
formschlüssigen gegenseitigen Eingriffs benachbarter Drahtwindungen kann bei dieser Profilform auf die
nachträgliche Fixierung der Drahtbandage durch Lötfelder verzichtet werden.
Gemäß Fig.4 hat der Draht 31 ein verschobenes
Doppel-U-Profil 174 mit freien Schenkeln 176,178 und einem Mittelsteg 180, die parallel schräg gerichtet sind
und in deren dazwischenliegende Ausnehmungen 177, 179 die freien Schenkel 178 bzw. 176 der entsprechenden
Nachbarwindung eingreifen. Durch die Schräglage der Profilschenkel 176, 178 wird neben der seitlichen
Verklammerung auch ein radialer Formschluß zwischen den einzelnen Drahtwindungen erreicht und die
Festigkeit der Drahtwicklung erhöht, wie dies für ein ähnliches Profil an sich bekannt ist, das allerdings nicht
zur Herstellung einer abnehmbaren Drahtbandage zu Montagezwecken, sondern zum Aufbau einer integralen,
aus durchgehend miteinander verlöteten oder verschweißten Drahtwindungen bestehenden Außenwand
einer Raketenbrennkammer dient
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Vorrichtung zur Montage von spiralförmig gebogenen Rohren zur Herstellung von rotationssymmetrischen
Bauteilen, mit einem der Innenkontür des fertigen Bauteils entsprechenden Montagekern
zum Bündeln der einzelnen Rohre, an dessen einer Stirnseite die vorderen Enden der Rohre
gehaltert sind und an dessen anderer Stirnseite eine Befestigungsscheibe für die hinteren Enden der
Rohre vorgesehen ist, die gegenüber dem Montagekern drehbar ist, sowie mit einer auf die Rohre
vorübergehend aufgebrachten Drahtwicklung zur Fixierung der Rohre nach Patent 24 62 131, dadurch
gekennzeichnet, daß der Draht der Drahtwicklung ein Profildraht (31) mit nicht-kreisförmigem
Querschnitt (154,158,174) ist
2. Vorrichtung nach Ansppich 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Profildraht (31) eine viereckige, vorzugsweise quadratische, an den Ecken (156)
abgerundete Querschnittsform (154) aufweist
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Profildraht (31) im Querschnitt ein
Doppel-U-Profil (158, 174) mit nebeneinanderliegenden,
entgegengesetzt gerichteten U-Profilabschnitten aufweist und die einzelnen Drahtwindungen
mit ihren Profilabschnitten beim Bewickeln des Rohrbündels (3) formschlüssig ineinander greifen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die freien U-Profilschenkel (162, 164)
mit einem Neigungswinkel unterhalb des Haftreibungswinkels konisch verjüngt ausgebildet sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der mittlere und die beiden
freien Schenkel (176,178,180) des Doppel-U-Profils
(174) parallel schräg gerichtet sind.
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