DE2508097A1 - Halogen enthaltende, feuerhemmende zusatzstoffe mit verbesserter waermestabilitaet - Google Patents
Halogen enthaltende, feuerhemmende zusatzstoffe mit verbesserter waermestabilitaetInfo
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Description
Patentanwälte Dipl.-Ing. F. "We rc kv ahn,
Dipl.-Ing. H.Weickmann, Dipl.-Phys. Dr. K. Fincke
H/WE/MY Dipl.-Ing. RA. Weickmann, Dipl.-Chem. B. Huber
8 MÜNCHEN 86, DEN
Case 3181 postfach 86o 820
MÖHLSTRASSE 22, RUFNUMMER 48 39 21/22
■'983921/22;
HOOKER CHEMICALS AND PLASTICS CORP. Niagara Falls, N.Y.14302 / USA
Halogen enthaltende, feuerhemmende Zusatzstoffe mit verbesserter Wärmestabilität
Die Erfindung betrifft halogenierte Derivate von Diels-Alder-Addukten
von Norbornenen und Halocyclopentadienen, die ausgezeichnete feuerhemmende Zusatzstoffe für Polymere sind,
wobei diese Zusatzstoffe sich durch eine überraschend gute Wärmestabilität auszeichnen.
Die Erfindung betrifft neue Zusammensetzungen oder Mittel, die eine unerwartet gute Wärmestabilität besitzen. Die Erfindung
betrifft insbesondere polyhalogenierte Norbornen- oder Norbornadien-Halocyc-Lopentadien-Addukte und Mischungen
davon, die nicht nur sehr wirksame feuerhemmende Zusatzstoffe
für Polymere sind, sondern ebenfalls überraschend beständig sind gegenüber der Zersetzung bei den Polymerverformungstemperaturen.
Es ist bekannt, Monoaddukte von Norbornadien und Hexachlorcyclopentadien
herzustellen. In der US-PS 2 635 977 werden
das entstehende Addukt und seine Verwendung als Insecticid beschrieben. Die Bromierung eines Monoadduktes bei O0C mit
elementarem Brom wird in J.Chem.Soc. 3669 (i960) beschrieben.
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Die Bromierung bei 65°C in Anwesenheit von ultraviolettem Licht wird in der GB-PS 692 546 und in der US-PS 2 676 131
beschrieben. In der GB-PS 692 546 wird ebenfalls die Chlorierung des Monoadduktes beschrieben. Verschiedene andere Wege
für die Herstellung von Dichlorderivaten des Monoadduktes von Norbornadien und Hexachlorcyclopentadien werden in der Literatur
beschrieben, vergl. beispielsweise US-Patentschriften 2 911 411 und 2 804 420 und GB-PS 714 688.
Es ist ebenfalls bekannt, das Monoaddukt von Norbornen und Hexachlorcyclopentadien herzustellen und das Addukt in Anwesenheit
von Licht zu monohalogenieren, vergl. Cristol et al, J.Org.Chem., 29, 1279 (1964). Verschiedene andere Synthesen
von Monochlorderivaten und ihre Verwendung als Insecticide
werden in der US-PS Z 635 979 und Gazz. Chem. Ital., 85, 1118
(1955) beschrieben.
Obgleich in der Literatur die Herstellung von Mono- und Dihalogenderivaten
der Monoaddukte von hexahalogeniertem Cyclopentadien und Norbornen oder Norbornadien und ihre Verwendung
als Insecticide beschrieben werden, werden in der Literatur keine verschiedenen anderen polyhalogenierten Derivate
beschrieben noch die Verwendung dieser Verbindungen als feuerhemmende Zusatzstoffe zu üblicherweise entzündbaren Polymeren.
In der Literatur werden ebenfalls keine Chlor-Brom-Derivate der Monoaddukte von Norbornenen (und Norbornadienen)
und halogenierten Cyclopentadienen beschrieben.
Es ist bekannt, Formkörper aus polymerisierten Monomeren durch Erwärmen derselben auf Temperaturen von ungefähr 204°C(400 F)
unter Druck in Formpressen herzustellen oder extrudierte Gegenstände herzustellen, indem man die erwärmten Polymeren
unter Druck durch eine geeignete Extrudierdüse preßt. Es ist weiterhin bekannt, den extrudierten oder geformten Gegenständen
einen bestimmten Grad an Feuerbeständigkeit zu verleihen, indem man in die extrudierbare oder formbare Masse verschiedene
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organische und anorganische Substanzen einarbeitet. Viele organische Zusatzstoffe, die für diesen Zweck vorgeschlagen
wurden, enthalten labiles Halogen, das sich unter den Ver- , formungsbedingungen zersetzt, eine Verfärbung verursacht
und andere Arten von physikalischem Abbau hervorruft. Beispielsweise sind chlorierte Paraffine wie "chlorowaxe"
relativ wirksam als feuerhemmende Zusatzstoffe und relativ billig, und sie werden vielfach verwendet. Diese Verbindungen
zersetzen sich jedoch unter den Verformungsbeding^igen,
was eine Verfärbung der Formkörper mit sich bringt, und somit ist ihr Gebrauch bei vielen Verformungsanwendungen begrenzt.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, neue polymere Massen mit verbesserter Feuerbeständigkeit und verbesserter
Wärmestabilität zu schaffen. Der vorliegenden Erfindung liegt weiterhin die Aufgabe zugrunde, neue wärmestabile,
feuerhemmende polymere Massen zu schaffen, die sich bei den Verformungsbedingungen nicht verfärben.
Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, neue feuerbeständige oder feuerfeste polymere Massen zu schaffen,
die sich bei den Polymerverformungstemperatüren, d.h.
bei ungefähr 204 bis 316°C (400 bis 6000F), nicht zersetzen.
Gegenstand der Erfindung sind Massen, die üblicherweise entflammbare
Polymere und eine wirksame feuerhemmende Menge einer Verbindung der Formel
enthalten, worin
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X ein Halogenatom wie ein Fluor-, Brom- oder Chloratom bedeutet,
Y ein Fluoratom, ein Chloratom, ein Bromatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, eine Alkyloxygruppe,
worin die Alkylgruppe 1 bis 10 Kohlenstoffatome enthält, eine Halogenalkylgruppe oder eine Haloalkyloxygruppe,
worin die Alkylgruppen 1 bis 10 Kohlenstoffatome enthalten
und Halo- Fluor, Chlor oder Brom ist, bedeutet,
η einen durchschnittlichen Wert von 0 bis 6, bevorzugt von 0 bis 2, besitzt und
m einen durchschnittlichen Wert von 0 bis 6, bevorzugt von 0 bis 4, besitzt und die Gesamtsumme von η + m 1 bis 6,
bevorzugt 1 bis 4, beträgt.
Alle diese Verbindungen können durch Umsetzung eines Norbornens oder Norbornadiens mit einem Halocyclopentadien der Formel
X X
X
hergestellt werden, worin
X und Y die oben gegebenen Definitionen besitzen, und anschließender Umsetzung des entstehenden Addukts mit
einem Halogenierungsmittel wie Sulfurylchlorid, Sulfurylbromid,
Chlor, Brom, Mischungen davon u.a. Wie es im folgenden näher erläutert wird, ist es manchmal vorteilhaft, diese Halogenierung
in Anwesenheit von Licht oder einem Halogenierungskatalysator, der freie Radikale bildet, herzustellen und das halogenierte
Norbornen-Halocyclopentadien-Addukt der obigen Formel zu gewinnen.
Überraschenderweise wurde gefunden, daß diese Produkte wirksame feuerhemmende Zusatzstoffe sind, die, wenn sie zu übli-
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cherweise entflammbaren oder entzündbaren Polymeren zugegeben werden, feuerbeständige oder feuerfeste Polymermassen ergeben,
die sich durch eine ausgezeichnete Stabilität auszeichnen, , bei den Temperaturen der üblichen Polymerverformungsverfahren.
Ein bevorzugter erfindungsgemäßer Zusatzstoffe ist das dibromierte
Derivat des Norbornen-Hexachlorcyclopentadien-Adduktes der Struktur
Diese Verbindung, 6,7-Dibrom-1,2,3,4,10,10-hexachlor-i,4,4a,5,
6,7,8,8a-octyhydro-1,4:5,8-dimethanonaphthalin, wird durch
Bromierung des Monoadduktes von Norbornadien und Hexachlorcyclopentadien
bei ungefähr O0C mit elementarem Brom erhalten. Nach der Isolierung des rohen dibromierten Derivats kann es
weiter durch Umkristallisation aus einem geeigneten Lösungsmittel
wie Chloroform gereinigt werden. Der gereinigte Zusatzstoff schmilzt bei ungefähr 173 bis 1760C. Durch die Zugabe
einer wirksamen Menge des Produktes dieser Umsetzung zu einem üblicherweise entzündbaren Polymer, erhält man eine
Polymermasse, die nicht nur feuerbeständig bzw. feuerfest ist, sondern die ebenfalls bei üblichen Verformungstemperaturen
wie bei 2C4bis 316° C (400 bis 6000F) überraschend stabil ist.
Die Erfindung betrifft ebenfalls die Verwendung von zuvor unbekannten
Halogenderivaten der Formel
X —
5O9F377QT1 9
worin X und Y die oben gegebenen Definitionen besitzen, η
einen durchschnittlichen Wert von O bis 6 besitzt, in einen
durchschnittlichen Wert von O bis 6 besitzt, die Gesamtsumme von η + m 2 bis 6 beträgt, mit dem Proviso, daß, wenn die Gesamtsumme
von η + m ungefähr 2 beträgt, m ungefähr 1 und η ungefähr 1 sind.
Solche neuen Verbindungen werden beispielsweise erhalten, indem man das Addukt von Norbornen oder Norbornadien und von
halogeniertem Cyclopentadien bildet und anschließend das Addukt in einem geeigneten Lösungsmittel, beispielsweise
Tetrachlorkohlenstoff, löst. Chlor, Brom oder Mischungen davon (die in einem geeigneten Lösungsmittel wie Tetrachlorkohlenstoff
gelöst sein können) werden dann zu der entstehenden Lösung des Addukts gegeben. Die Reaktionslösung kann
mit einer geeigneten Quelle für Wellenenergie wie Sonnenlicht, ultraviolettes Licht oder Glühlicht bestrahlt werden, um die
Umsetzung zu erleichtern. Andere chemische Initiatoren für freie Radikale, wie sie im folgenden beschrieben werden, können
nützlich sein, um die Umsetzung zu aktivieren. Das Lösungsmittel wird von der Masse abgestreift, wobei als Rückstand
ein öliges Produkt zurückbleibt, welches als ein chlor-bromiertes Norbornen-halogeniertes Cyclopentadien-Addukt identifiziert
wird.
Gegenstand der Erfindung sind ebenfalls bis heute unbekannte tetrachlorierte Derivate der Formel
Cl
worin X und Y die oben gegebenen Definitionen besitzen.
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Die neue Verbindung wird erhalten, indem man das Norbornenhalogenierte
Cyclopentadien-Addukt in einem geeigneten Lösungsmittel,
beispielsweise Tetrachlorkohlenstoff, löst und Chlorgas in die Lösung einbläst, die mit einer geeigneten
Quelle von Wellenenergie, beispielsweise mit ultraviolettem Licht, bestrahlt wird. Die Zugabe von Chlor wird weitergeführt,
bis das abströmende Gas praktisch frei von Chlorwasserstoff ist, im allgemeinen während ungefähr 4 bis ungefähr
24 Stunden. Nach dem Spülen der Reaktionsmasse mit einem Inertgas, beispielsweise Stickstoff, wird das Lösungsmittel
von der Masse abgestreift und es bleibt ein Rückstand zurück, der die neue Verbindung, das 6,6,7,7-Tetrachlorderivat
des Norbornen-halogenierten Cyclopentadien-Addukts
der obigen Formel, enthält. Dieses Reaktionsprodukt kann entweder direkt oder nach der Reinigung durch übliche Maßnahmen,
beispielsweise durch Umkristallisation, verwendet werden als feuerhemmender Zusatzstoff für üblicherweise entzündbare
bzw. entflammbare Polymere.
Halogenierte Cyclopentadiene, die für die Herstellung der oben beschriebenen Addukte geeignet sind, umfassen Hexahalocyclopentadiene
wie Hexachlorcyclopentadien, Hexafluorcyclopentadien
und Hexabromcyclopentadien,· Monoalkyl-pentahalocyclopentadiene
wie 1-Methyl-pentachlorcyclopentadien, 1-Äthylpentabromcyclopentadien,
1-Hexyl-pentafluorcyclopentadien, 1-Decyl-pentachlorcyclopentadien, Dialkyl-tetrahalocyclopentadiene
wie 1,i-Dimethyl-tetrachlorcyclopentadien, 1,1-Dibutyl-tetrachlorcyclopentadien,
1-Methyl-, 1-Hexyl-tetrabromcyclopentadien,
1,1-Dinonyl-tetrafluorcyclopentadien,
1,1-Didecyl-tetrachlorcyclopentadien, Alkoxy-halocyclopentadiene
wie 1-Methoxy-pentachlor- und 1,1-Dimethoxy-tetrachlorcyclopentadien,
1-Hexoxy-pentabrom-, 1-Hexoxy-i-octoxy-tetrabrom
cyclopentadien, 1-Decoxy-pentachlor- und 1,1-Didecoxy-tetrachlorcyclopentadien,
1-Äthoxy-pentafluor- und 1-Äthoxy-,
1-Butoxy-tetrachlorcyclopentadien, Monohaloalkyl-halocyclo-
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pentadiene wie 1-Chlormethyl-pentachlorcyclopentadien, 1,1-Bis-(chlor-methyl)-tetrachlorcyclopentadien,
1-Bromäthylpentabromcyclopentadien, 1, 1-Bis-(brom-hexyl)--tetrachlorcyclopentadien,
i-Fluordecyl-pentafluorcyclopentadien, 1,1-'
Bis-(fluor-decyl)-tetrafluorcyclopentadien, 1-Chlormethyl-,
i-Brompropyl-tetrabromcyclopentadien. Das bevorzugte HaIocyclopentadien
ist Hexachlorcyclopentadien.
Die Adduktbildungsstufe wird bevorzugt durch Umsetzung in
flüssiger Phase durchgeführt. Obgleich die Reaktionsteilnehmer
direkt vermischt werden können, wird die Umsetzung bevorzugt in Anwesenheit eines Lösungsmittels ausgeführt.
Das Lösungsmittel kann in überschüssiger Menge über die stöchiometrischen Anteile von beiden Reaktionsteilnehmern
verwendet werden, oder man kann ein Lösungsmittel verwenden, das gegenüber den Reaktionsteilnehmern und dem Reaktionsprodukt inert ist. Bevorzugt sollte das Lösungsmittel über
ungefähr 900C sieden. Geeignete, nicht-reaktive Lösungsmittel
sind Toluol, Xylol, Nitrobenzol, Methyleyelohexan, Perchloräthylen,
Acetylentetrachlorid u.a.
Die Reaktionsteilnehmer können in verschiedenen Anteilen verwendet
werden. Wenn die Reaktionsteilnehmer ein Halocyclopentadien und ein Norbornen sind, ist es bevorzugt, ein molares
Verhältnis von 1:1 zu verwenden, aber ein Überschuß von beispielsweise 20% von jedem Reaktionsteilnehmer kann verwendet
werden. Wenn die Reaktionsteilnehmer ein Halocyclopentadien und ein Norbornadien sind, ist es bevorzugt, mindestens
ungefähr■100% Überschuß an Norbornadien zu verwenden,-um
maximale Ausbeuten zu erhalten.
Die Temperatur, die bei der Adduktbildungsstufe verwendet wird, kann im Bereich von ungefähr 75 bis ungefähr 2000C
liegen, obgleich Temperaturen außerhalb dieses Bereichs ver-
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wendet werden können. Bevorzugt wird die Adduktbildungsreaktion
bei ungefähr 85 bis ungefähr 17O0C erfolgen. Die Zeit, die erforderlich ist, daß die Adduktbildungsreaktion ,
im wesentlichen bis zur Vervollständigung abläuft, kann variieren, entsprechend der Reaktivität des Halocyclopentadiens,
der Anwesenheit oder Abwesenheit eines Lösungsmittels, der Temperatur der Umsetzung usw. Im allgemeinen ist eine
Reaktionszeit zwischen ungefähr 5 und 100 Stunden ausreichend, bevorzugt von ungefähr 10 bis 48 Stunden.
Die Umsetzung wird bevorzugt und zweckdienlich unter Atmosphärendruckbedingungen
durchgeführt, obgleich überatmosphärische
Drucke verwendet werden können und gelegentlich bevorzugt sein können, insbesondere wenn die Reaktionsteilnehmer
eine niedrige Reaktivität und/oder hohe Flüchtigkeit aufweisen. Im allgemeinen wird, wenn superatmosphärischer Druck
verwendet wird, der autogene Druck ausreichen, obgleich Drucke von 1,1 bis 100 atm. oder höher verwendet werden können.
Nach Beendigung der Adduktbildungsstufe kann das Lösungsmittel,
sofern vorhanden, entfernt werden, beispielsweise durch Destillation, und das Adduktprodukt kann gereinigt
werden, beispielsweise durch Destillation, Umkristallisation
oder beides. Alternativ kann das rohe Addukt direkt halogeniert werden, vor oder nach der Entfernung des Lösungsmittels,
sofern dies vorhanden ist. Wird jedoch ein Lösungsmittel (z.B. Toluol) bei der Adduktbildungsstufe verwendet,
das gegenüber Halogen reaktiv ist, sollte es vor der Halogenierung des Adduktes entfernt werden. Insbesondere wenn das
Lösungsmittel für die Adduktbildung von Hexachlorcyclopentadien im Überschuß, verglichen mit dem letzteren, verwendet
wird, sollte es vor der Bromierung entfernt werden, da berichtet wurde, daß es bei der Umsetzung mit Brom toxische
Verbindungen ergibt [J.A.C.S. 83, 1516 (1961)].
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■- ίο -
Die zweite oder Halogenierungsstufe des Verfahrens wird
bevorzugt ebenfalls als Reaktion in flüssiger Phase durchgeführt. Die verwendete Temperatur liegt im Bereich von ungefähr
-20° bis ungefähr 1500C. Bevorzugt liegt die Reaktionstemperatur im Bereich von ungefähr -10 bis ungefähr 1000C. "
Die Zeit, die erforderlich ist, kann beachtlich variieren, entsprechend dem gewünschten Halogenierungsgrad. Im allgemeinen
werden von einigen Minuten bis ungefähr 24 Stunden erforderlich sein, obgleich diese Zeit variieren kann, entsprechend
der Reaktionstemperatur, der Geschwindigkeit, mit der das Halogenierungsmittel in die Reaktionslösung eingeleitet
wird, der Menge der Reaktionsteilnehmer, der Anwesenheit, Art und Menge des Katalysators, der Reaktivität des Substrats
und ähnlichen Variablen.
Das Lösungsmittel, das bei dieser Stufe verwendet wird, sollte ein solches sein, das gegenüber den Reaktionsteilnehmern und
dem Reaktionsprodukt inert ist. Typische Lösungsmittel, die verwendet werden können, sind chlorierte aliphatische Verbindungen
mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen wie Tetrachlorkohlenstoff, Chloroform u.a.
Wenn die Reaktionsteilnehmer bei der Adduktbildung ein HaIocyciopentadien
und ein Norbornadien sind, wird das entstehende Addukt durch Additionsreaktion unter Verwendung von
Halogenierungsreagentien wie Chlor, Brom oder Mischungen davon wie Bromchlorid halogeniert. Dies kann über einen ionischen
oder freien Radikal-Mechanismus ablaufen. Anschließend an die Halogenaddition an das Addukt von Halocyclopentadien
und Norbornadien kann eine weitere Halogenierung erreicht werden über den Weg einer freien Radikal-Substitution, wie
es in dem folgenden Abschnitt näher erläutert wird, der die freie Radikalhalogensubstitution des Addukts aus Norbornen
und einem Halocyclopentadien betrifft.
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Wenn die Reaktionsteilnehmer für die Adduktbildung ein HaIocyclopentadien
und ein Norbornen sind, wird das entstehende
Addukt durch Substitutionsreaktion halogeniert, wobei man ein Halogensubstitutionsmittel für freie Radikale verwendet.'
Halogenierungsmittel, die freie Radikale liefern und die bei diesem Verfahren verwendet werden können, sind bekannt. Von
den Chlorierungsmitteln, die freie Radikale liefern und die verwendet werden können, sind die folgenden typische Beispiele:
Chlor, t-Butylhypochlorit, Sulfurylchlorid, Chlormonoxid,
Trichlormethansulfonylchlorid, Trichlormethansulfenylchlorid, N-Chlorsuccinimid," Phosphorpentachlorid, Jodbenzol-dichlorid,
Kupfer(II)-chlorid, N-Chlorsulfonamid, N-Chlordimethylamin-Schwefelsäure-Essigsäure-Eisen(II)-sulfat.
Als Beispiele für Bromierungsmittel, die freie Radikale liefern
und die bei dem Verfahren verwendet werden können, seien die folgenden erwähnt: Brom, N-Bromsuccinimid, Sulfurylbromid,
Bromtrichlormethan, t-Butylhypobromit, Tri chlorine thansulfonylbromid,
Brom-Chlor-Mischungen.
Der Ausdruck "Halogensubstituierungsmittel, das freie Radikale
liefert" bedeutet irgendein Halogenierungsmittel, das in der Lage ist, eine Halogensubstitution bei freien Radikalbedingungen
zu bewirken. Eine Diskussion dieser Art von Halogenierungsreaktionen wird in "Free Radical Chemistry",
E.S. Hyser, Herausgeber, veröffentlicht von Marcel Dekker, New York, 1969 beschrieben, insbesondere für die Chlorierung,
vergl. Band I, Kapitel 3, von M.L.Poutsma, und für die
Bromierung, vergl. Band II, Kapitel 2, von W.A. Thaler.
Bevorzugte Halogensubstitutionsmittel, die freie Radikale liefern, sind Chlor, Brom, Sulfurylchlorid, Sulfurylbromid
und Mischungen davon wegen ihrer allgemeinen Wirksamkeit, Verfügbarkeit und relativ niedrigen Kosten.
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Im Falle von Substitutionsreaktionen können Mischungen aus Brom und Chlor verwendet werden, um organische Verbindungen
zu bromieren und um die Menge an relativ teurem Brom zu beschränken.
Halogenierte Produkte, die unter Verwendung von Mischungen aus Brom und Chlor erhalten werden, sind im wesentlichen
bromierte Derivate, enthalten aber auf jeden Fall einen gewissen Anteil an gemischten halogenierten Derivaten,
d.h. die Produkte enthalten Brom- und Chlorsubstituenten.
Die Menge an verwendetem Halogenierungsmittel hängt von der
Menge an Halogen ab, die in dem Endprodukt gewünscht ist. Im allgemeinen ist ein Molverhältnis von ungefähr 1 bis
ungefähr 15 Mol Halogenierungsmittel/Mol Addukt zufriedenstellend.
Das Reaktionsprodukt der Halogenierungsstufe kann eine Mischung
aus halogenierten Verbindungen sein mit einem Durchschnitt zwischen ungefähr 2 und 6 Halogenatomen an dem Norbornenteil
des Adduktes. Solch ein gemischtes Reaktionsprodukt kann von dem Lösungsmittel beispielsweise durch eine einfache
Destillation des Lösungsmittels abgetrennt werden. Die entstehende Mischung aus halogeniertem Addukt mit einem durchschnittlichen
Halogengehalt entsprechend der obigen Formeln kann direkt als Feuerfestmachmittel ohne weitere Reinigung
verwendet werden. Alternativ kann die Mischung in ihre Bestandteile nach bekannten Trennverfahren wie Vakuumdestillation,
fraktionierte Kristallisation u.a. getrennt werden, und die getrennten Verbindungen mit zwischen ungefähr 2 und
6 Halogenatomen an dem Norbornenteil können als feuerhemmende Zusatzstoffe verwendet werden.
Sowohl bei der Substitutions- oder auch bei der Additionsreaktion kann die Halogenierungsstufe in Anwesenheit einer
katalytischen Menge eines Halogenierungskatalysators durchgeführt werden. Typische Katalysatoren, die für diese Stufe
geeignet sind, umfassen Sonnenlicht, Glühlichtlampenlicht, UV-
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Licht, organische Peroxide, die sich unter Bildung freier Radikale bei den Reaktionsbedingungen zersetzen, wie
Benzoylperoxide, Laurylperoxid, 2-Äthyl-hexyl-peroxydicarbonat,
Methyläthylketon-peroxid, Azoverbindungen wie Azo-bisisobutyronitril,
2,2'-Azo-bis-(2,4-dimethylvalero)-nitril. Bevorzugt wird eine Quelle für Wellenenergie, beispielsweise
Sonnenlicht, Glühlicht oder ultraviolettes Licht, verwendet, um die Halogenierung des Adduktes zu katalysieren.
Die halogenierten Norbornen-Polyhalocyclopentadien-Addukte,
die oben beschrieben sind, sind wertvolle feuerhemmende Zusatzstoffe für üblicherweise entflammbare bzw. entzündbare
Polymere, beispielsweise für Thermoplasten wie Polyäthylen, Polypropylen, Polystyrol, hochschlagfestes Polystyrol (eine
Pfropfmischung aus Polystyrol und Polybutadien-Interpolymer),
Nylon, Polyester, Polyacrylate und Pfropfcopolymere aus
Polybutadien, Styrol und Acrylnitril (im allgemeinen als "ABS"-Harze bezeichnet), wärmehärtbare Harze wie Phenolharze,
Epoxyharze, ungesättigte Polyester, Amino-Formaldehydharze u.a., Elastomere oder Kautschuke wie Polyurethane oder Styrol-Butadienkautschuke
(SBR) und ähnliche. Diese Verbindungen können ebenfalls verwendet werden, um Polymeren, Copolymeren und
Harzen mit hohem Molekulargewicht Feuerbeständigkeitseigenschaften zu verleihen, beispielsweise jenen, die in der US-PS
3 403 036 beschrieben werden.
Die feuerhemmenden Zusatzverbindungen werden wünschenswerterweise
den üblicherweise entflammbaren polymeren Materialien in einer wirksamen feuerhemmenden Menge einverleibt. Im allgemeinen
werden die Verbindungen in einer Menge von ungefähr 2 bis ungefähr 50 Gew.%, bezogen auf die polymere Masse, und
wünschenswerterweise von ungefähr 5 bis ungefähr 40 Gew.%, bevorzugt von ungefähr 10 bis ungefähr 35 Gew.%, bezogen auf
die polymere Masse, mit der Masse vermischt. Verbesserte Feuerbeständigkeit und andere wünschenswerte Eigenschaften
können erreicht werden, indem man andere Adjuvantien wie
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Metallverbindungen wie Antimon-, Zinn-, Zink-, Eisen-, Wismut- und Arsenverbindungen, beispielsweise Antimonoxid,
Zinkoxid, Eisenoxid und Arsensulfid, im allgemeinen in einer Menge von ungefähr 1 bis ungefähr 30 Gew.% und bevorzugt von
ungefähr 2 bis 25 Gew.%, bezogen auf die polymere Masse, zugibt. Die bevorzugten Metallverbindungen sind Zinkoxid,
Eisenoxid und Antimonoxid.
Andere Adjuvantien wie Weichmacher, Entformungsmittel bzw. Formschmiermittel, Schmiermittel, Füllstoffe, Farbstoffe
und Pigmente können ebenfalls mitverwendet werden.
Die Bestandteile, die in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen enthalten sind, können nach irgendeinem der vielen bekannten
Verfahren vermischt werden. Die Zusatzstoffe können in das Polymer eingearbeitet werden oder in dessen Vorstufe
bzw. Vorstufen, während die letzteren in einem geeigneten Lösungsmittel gelöst sind. Dieses Verfahren ist besonders geeignet,
wenn die Zusatzstoffe während des Polymerherstellungsverfahrens eingearbeitet werden sollen. Wenn das Polymer anschließend
aus dem Lösungsmittel gewonnen wird, sind die Zusatzstoffe mit dem Polymer gut vermischt. Die Zusatzstoffe
können mit dem Polymer in feinverteiltem Zustand vermischt werden und die Mischung kann trocken vermischt werden, so
daß eine innige Mischung erhalten wird, wenn verformt, vermählen oder extrudiert wird. Alternativ können die Zusatzstoffe
mit dem Polymer in geschmolzenem Zustand bei Temperaturen vermischt werden, die vom Schmelzpunkt bis gerade unterhalb
der Zersetzungstemperatur der polymeren Masse reichen.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung. In den Beispielen
wie auch in der Beschreibung und den Ansprüchen sind alle Teile und Prozentgehalte durch das Gewicht und Temperaturen
in 0C ausgedrückt, sofern nicht anders angegeben. Die
Eigenschaften der polymeren Massen werden entsprechend Standard American Society for Testing Materials (ASTM), Testverfahren
ASTM D 635-72, untersucht.
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In einigen der Beispiele wird ein modifizierter ASTM D 635-72-Test
verwendet, wobei eine zylindrische Probe, ungefähr 150 mm lang χ 8 mm Durchmesser, anstelle des üblichen 127 mm
langen χ 12,7 mm breiten Stabs verwendet wird, und wobei die Anzahl der untersuchten Proben geringer ist als die minimale
Anzahl der Proben, die durch das ASTM-Verfahren vorbeschrieben wird.
Die Eigenschaften der verformten polymeren Massen werden ebenfalls nach dem Oxygen Index gemäß dem Testverfahren ASTM
D 2863-70 und/oder dem Underwriters Laboratory Test-Verfahren 94 geprüft.
Herstellung des Monoadduktes aus Norbornadien und Hexachlorcyclopentadien
Eine Lösung aus 273 Teilen Hexachlorcyclopentadien und 92,2 Teilen Norbornadien wird langsam im Verlauf von 1 Stunde zu
276,4 Teilen Norbornadien unter Rückflußbedingungen in Stickstoff atmosphäre gegeben. Die Mischung wird bei Rückflußtemoeratur
(87 bis 107°) unter Stickstoffatmosphäre während
97,5 Stunden gehalten. Der Überschuß an Norbornadien wird durch Destillation bei Atmosphärendruck entfernt. Das restliche
Produkt wird zweimal destilliert, wobei man 285,3 Teile des Monoadduktes erhält. Die weitere Reinigung erfolgt durch
Umkristallisation aus Äthanol und Entfärbung mit Kohle. Das gereinigte Produkt, 1,2,3,4,10,10-Hexachlor-i,4,4a,5,8,8ahexahydro-1,4:5,8-dimethanonaphthalin,
schmilzt bei 105 bis 107°.
Beispiel 1B
Bromierung des Adduktes
Bromierung des Adduktes
Ein Teil, 490,5 Teile, des Adduktes, hergestellt wie in Teil A oben beschrieben, wird in 1024 Teilen Tetrachlorkohlenstoff
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gelöst. Zu der gekühlten Lösung fügt man im Verlauf von 20 Minuten eine Lösung aus 217,2 Teilen Brom in 352 Teilen
Tetrachlorkohlenstoff. Während der Zugabe wird die Reaktions-
o '
temperatur bei 0 bis 2 gehalten. Die Reaktionsmischung wird dann ungefähr 16 Stunden ohne weitere Temperaturkontrolle stehengelassen.
Der ausgefallene weiße Niederschlag wird abfiltriert, mit 100 Teilen Tetrachlorkohlenstoff gewaschen, wobei
man 580,7 Teile Feststoff erhält, der durch Umkristallisation aus Chloroform und Behandlung mit Kohle zur Entfärbung
gereinigt wird. Das so erhaltene Produkt ist 6,7-Dibrom-1,2,3,4,10,10-hexachlor-i,4,4a,5,6,7,8,8a-octahydro-1,4:5,8-dimethanonaphthalin,
Fp. 173 bis 176°.
Herstellung des Monoadduktes von Norbornen und Hexachlorcyclopentadien
Eine Mischung aus 312 Teilen Norbornen und 885,6 Teilen Hexachlorcyclopentadien
wird am Rückflußkühler erwärmt. Die Mischung wird dann von 124 bis 150° während einer Zeit von
90 Minuten erwärmt und bei ungefähr 150° während ungefähr 18 Stunden anschließend gehalten. Die Masse wird auf Umgebungstemperatur
abkühlen gelassen. Das entstehende Rohaddukt wird durch Destillation im Vakuum gereinigt. Man erhält so
1041,7 Teile 1,2,3,4,10,10-Hexachlor-i,4,4a,5,6,7,8,8a-octahydro-1,4:5,8-dimethanonaphthalin,
Kp. 139 bis 141° bei 0,2 mm Quecksilber. Das Destillat verfestigt sich beim Abkühlen.
Bromierung des Monoadduktes von Teil A mit Bromchlorid
Eine Lösung aus 179 Teilen Brom und 78 Teilen Chlor in ungefähr 288 Teilen Tetrachlorkohlenstoff wird tropfenweise zu
einer Lösung aus 309 Teilen des Addukts, hergestellt wie in Teil A oben beschrieben, gelöst in ungefähr 1072 Teilen Tetra-
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chlorkohlenstoff, zugegeben, während die Lösung mit einer
200 Watt-Glühlampe bestrahlt wird. Die Mischung wird dann gerührt und während ungefähr 1,5 Stunden nach der Zugabe des,
Halogenierungsmittels bestrahlt, und dann wird das Lösungsmittel teilweise abgestreift, um überschüssiges Halogenierungsmittel
zu entfernen. Die Reaktionsmasse wird in frischem Tetrachlorkohlenstoff gelöst und mit 5%igem wäßrigem Natriumbicarbonat
und dann mit Wasser gewaschen. Die hellgelbe Lösung wird über wasserfreiem Magnesiumsulfat getrocknet und dann
mit Kohle zum Entfärben behandelt. Die farblose Lösung wird dann zu einem teilweise kristallinen Öl konzentriert. Durch
Elementaranalyse wird festgestellt, daß dieses Produkt (437 Teile) eine Mischung aus bromierten Derivaten von Norbornen-Hexachlorcyclopentadien-Addukt
mit einer durchschnittlichen Formel von C12HgBr. cClg ist.
Herstellung von 1,2,3,4,6,6,7,7,10,10-DeCaChIOr-I,4,4a,5,6,7,
8,8a-octahydro-1,4:5,8-dimethanonaphthalin
Ein Addukt aus Norbornen und Hexachlorcyclopentadien wird wie in Beispiel 2A beschrieben hergestellt. Eine Lösung aus 80 Teilen
dieses Adduktes in 640 Teilen Tetrachlorkohlenstoff wird hergestellt. Chlorgas (139 Teile) wird die Lösung während einer
Zeit von 4 Stunden eingeleitet, während die Lösung mit einer Quecksilberbogenlampe (Westinghouse H5KA) bestrahlt wird. Anschließend
wird das Lösungsmittel entfernt und 122,8 Teile farbloser Feststoffwerden erhalten. Dieser wird aus Hexan
umkristallisiert. Das umkristallisierte Produkt schmilzt bei 185,5 bis 191,5°. Das kernmagnetische Resonanzspektrum und
die Elementaranalyse des Produktes bestätigen, daß die Verbindung 1,2,3,4,6,7,7,10,10-Decachlor-i,4,4a,5,6,7,8,8a-octahydro-1,4:5,8-dimethanonaphthalin
ist.
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Beispiel 4
Herstellung eines Brom-Chlor-Derivats des Monoadduktes
von Norbornen und Hexachlorcyclopentadien , ·
Eine Lösung aus 72,3 Teilen Brom und 29 Teilen Chlor in 160 Teilen Tetrachlorkohlenstoff wird langsam während ungefähr
3,75 Stunden zu einer Lösung aus 100,5 Teilen 1,2,3*4,10,10-Hexachlor-1,4,4a,5,6,7,8,8a-octahydro-1,4:5,8-dimethanonaphthalin,
gelöst in 640 Teilen Tetrachlorkohlenstoff, gegeben, während die letztere Lösung mit einer 200 Watt-Glühlichtlampe
bestrahlt wird. Nach Beendigung der Zugabe der Lösung wird die Reaktionsmischung ungefähr 2 weitere Stunden
bestrahlt und dann ohne Bestrahlung ungefähr 16 Stunden stehengelassen. Das Lösungsmittel wird von der Reaktionsmischung
abgestreift, wobei man 151,5 Teile eines hellgelben Öls erhält, welches durch Elementaranalyse bestimmt wird, eine
Mischung aus den brom-chlorierten Derivaten von Norbornen-Hexachlorcyclopentadien-Addukt
mit einer durchschnittlichen Formel von CLpHy cBr., 5017 zu sein.
Herstellung von 1,2,3,4,6,6,7,7,10,10-Decachlor-i,4,4a,5,6,7,
8,8a-octahydro-1,4:5,8-dimethanonaphthalin
Ein Addukt von Hexachlorcyclopentadien und- Norbornadien wird
wie in Beispiel 1A beschrieben hergestellt. Eine Lösung aus 78 Teilen Addukt in 640 Teilen Tetrachlorkohlenstoff wird
hergestellt. Die Lösung wird mit einer 200 Watt-Quecksilberbogenlampe bestrahlt, während 139 Teile Chlor im Verlauf von
4 Stunden eingeleitet werden. Die Reaktionstemperatur wird bei 500C gehalten. Die Reaktionsmischung wird eine weitere
Stunde gerührt. Anschließend wird das Lösungsmittel durch Destillation bei vermindertem Druck entfernt, man erhält 118,8
Teile eines farblosen Feststoffs. Der Feststoff wird zweimal aus Hexan umkristallisiert. Das umkristallisierte Produkt
schmilzt bei 191 bis 1930C. Das kernmagnetische Resonanzspek-
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trum bestätigt, daß die Verbindung 1,2,3,4,6,6,7,7,10,10-Decachlor-1,4,4a,5,6,7,8,8a-octahydro-1,4:5,8-dimethanonaphthaj-in
ist.
Beispiel 6
Eine Formmasse wird aus 80 Teilen Nylon-66-Harz, 14 Teilen
des Produktes von Beispiel 1B und 6 Teilen Zinkoxid hergestellt. Der Formling wird unter Verwendung eines modifizierten
ASTM D-635-72-Verfahrens geprüft, und man stellt fest, daß er innerhalb von 32 Sekunden ohne Nachglühen selbstlöschend
ist. Die Masse besitzt einen Sauerstoffindex (ASTM D-2863-70) von 30.
Eine Formmasse wird hergestellt, indem man 80 Teile PoIyäthylenterephthalat,
15 Teilen des Produktes von Beispiel 1B und 5 Teile Antimonoxid vermischt. Die Masse wird unter Verwendung
eines modifizierten ASTM D-635-72-Verfahrens geprüft, und man stellt fest, daß sie innerhalb von 3 Sekunden
selbstlöschend ist mit einem Nachglühen von 1 Sekunde.
Die folgenden Materialien werden in einer Dampfmühle bei 50 bis 70° vermischt bzw. compoundiert, wobei man einen Kautschuk
mit guter Verträglichkeit erhält:
5,0 Teile SBR (Ameripol 1500), ein Styrol-Butadien-Kautschuk,
eine Mischung aus 20 Teilen Ruß und 5 Teilen Mobisol-Öl,
eine Mischung aus 1 Teil Stearinsäure, 1,5 Teilen Zinkoxid und 7,5 Teilen Antimonoxid,
15 Teile des Produktes von Beispiel 1B,
eine Mischung aus 1 Teil Schwefel und 0,6 Teilen Härtungsmittel (Santecure).
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Der Kautschuk wird bei 138°C (2800F) zu 0,3 cm (1/8 inch)
Stäben verformt, die dann entsprechend dem modifizierten ASTM D-635-72-Verfahren geprüft werden; sie sind innerhalb
von 10 Sekunden selbstlöschend. Die Masse zeigt einen Sauerstoff index von 26,5.
Eine Mischung aus 50 Teilen eines im Handel erhältlichen Epoxyharzes (Ciba Arnoldite 6010, Batch No. 3649), 15 Teile
Antimonoxid und 30 Teile des Produktes von Beispiel 1B oben
wird zu einer Paste vermählen. Zu dieser Paste gibt man eine Mischung aus 50 Teilen des gleichen Epoxyharzes und 12 Teilen
Diäthylentriamin und die entstehende Mischung wird gehärtet. Die gehärtete Epoxyharzmasse ist innerhalb von 1 Sekunde
selbstlöschend und zeigt ein Nachglühen von 4 Sekunden (gemäß dem modifizierten ASTM D-2863-72-Verfahren). Die Harzmasse
besitzt einen Sauerstoffindex (ASTM D-2863-70) von 33,5 und eine VE-O-Bewertung entsprechend dem Underwriters Laboratories
Test-Verfahren 94.
20 Teile einer 3:1-Mischung des Produktes von Beispiel 1B oben
und Antimonoxid werden mit 80 Teilen Polystyrol (Lustrex HF77) vermischt. Bei der Prüfung entsprechend dem modifizierten
ASTM-D-635-72-Verfahren ist die Masse innerhalb von 3 Sekunden selbstlöschend mit einer Sekunde Nachglühen. Die Masse
ffiigt einen Sauerstoffindex von 23,7 (ASTM D-2863-70) und eine
VE-II-Bewertung entsprechend dem Underwriters Laboratories Test-Verfahren
94.
Eine Mischung aus 69,5 Teilen Polypropylen (Avisum 1014), 20 Teilen des Produktes von Beispiel 1B, 10 Teilen Antimonoxid,
1 Teil Zinkstearat und 0,5 Teilen eines modifizierten Dibutyl-
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zinnmaleat-Stabilisators (Thermolite 24) wird heiß vermählen,
bis sie homogen ist, zu Bahnen bzw. Folien verarbeitet und in einer Wiley-Mühle vermählen. Die vermahlene Mischung wird
durch Spritzgießen bei 2040C (40O0F) unter Verwendung eines
28,3 g (1 ounce) Spritzkolbens verformt, wobei man Stabformlinge
mit den Dimensionen 12,7 x 1,27 x 0,2 cm (5x1/2x1/8 inches) erhielt. Die Masse wurde geprüft (ASTM D-635-72) und man
stellte fest, daß sie innerhalb von 11 Sekunden selbstlöschend ist, ein Nachglühen von 10 Sekunden zeigt und einen
Sauerstoffindex von 25 besitzt.
Eine Formmasse wird hergestellt aus einer Mischung von 75 Teilen ABS (Blendex 101), 17 Teilen des Produktes von Beispiel 1B,
7 Teilen Antimonoxid, 0,5 Teilen Thermolite 24-Stabilisator (ein im Handel erhältlicher Dibutylzinnmaleat-Stabilisator)
und 1 Teil Zinkstearat. Bei der Prüfung gemäß dem ASTM D-635-72-Verfahren
ist die Masse innerhalb von 5 Sekunden selbstlöschend und zeigt ein Nachglühen von 2 Sekunden. Die Masse
zeigt einen Sauerstoffindex (ASTM-2863-70) von 30,1.
Das Produkt von Beispiel 1B besitzt eine wesentlich verbesserte
thermische Stabilität, wenn es im Vergleich mit anderen feuerhemmenden Zusatzstoffen in thermoplastischen Massen bei den
Verformungstemperaturen geprüft wird.
Massen aus 83 Teilen hochschlagfestern Polystyrol (Styron 492),
14,17 Teilen feuerheramendem Zusatzstoff und 2,83 Teilen Antimonoxid
werden auf einer Zwei-Walzen-Farrel-Mühle vermählen,
zerrieben und in einem Ofen mit zirkulierender Luft bei 800C
2 Stunden getrocknet und dann bei verschiedenen Temperaturen in einer Arburg Allrounder 2003-Spritzgußverformungsvorrichtung
verformt.
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Zu Anfang wurde eine Schmelztemperatur von 2210C (43O°F)
ausgewählt und gehalten,während 5 bis 10 Probenmuster spritzgußverformt
wurden. Anschließend wurden die Schmelztemperaturen mit 11 bis 12,250C (20 Ms 25°F)-Inkrementen erhöht,
wobei die Schmelze jeweils die Gleichgewichtstemperaturen
in 10 bis 15 Minuten erreichen konnte. Die Temperaturen wurden mit einem Nadelspitzenpyrometer gemessen. Bei jeder der Temperaturen
wurden verschiedene Proben genommen und mit den vorherigen Proben verglichen, und zwar im Hinblick auf die Verfärbung,
Streifenbildung und andere Zeichen für den Abbau.
Auf diese Weise wurde die thermische Stabilität des Produktes von Beispiel 1B mit der von Dechlorane 602, einem im Handel
erhältlichen feuerhemmenden Zusatzstoff für Styrole verglichen. Es wurde festgestellt, daß das Produkt von Beispiel 1B
thermisch stabil bis zu ZJk0C (5250F) in den obigen Massen
ist, während Massen, die Dechlorane 602 enthalten, eine Zersetzung bei ungefähr 254 bis 2570C (490 bis 4950F) zeigten.
Eine Formmischung aus 75 Teilen ABS (Blendex 101), 20,83 Teilen des Produktes von Beispiel 2B und 4,17 Teilen Antimonoxid
wurde hergestellt und untersucht. Man stellte fest , daß die Masse selbstlöschend ist, wenn sie entsprechend dem ASTM D-635-72-Verfahren
geprüft wird,und einen Sauerstoffindex von 29 aufweist (entsprechend dem Verfahren von ASTM D-2863-70)
und daß sie eine VE-0-Bewertung zeigt entsprechend dem Test UL-94.
Eine Formmischung aus 83 Teilen hochschlagfestern Polystyrol
(Styron 492), 14,17 Teilen des Produktes von Beispiel 2B und 2,83 Teilen Antimonoxid wird hergestellt und geprüft. Man
stellt fest, daß die Masse selbstlöschend ist, wenn sie entsprechend dem ASTM D-635-72-Verfahren untersucht wird. Die Mi-
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-Mischung besitzt einen Sauerstoffindex 23 (ASTM D-2863-70)
und eine VE-1-Bwertung (entsprechend dem Test UL-94).
Eine verformte Mischung, hergestellt aus 85,0 Teilen Polystyrol (Lustrex HF 77), 11,25 Teilen des Produktes von Beispiel
2B und 3,75 Teilen Antimonoxid, ist selbstlöschend, wenn sie entsprechend dem ASTM D-635-72-Verfahren geprüft wird. Die
Masse zeigt einen Sauerstoffindex von 23 (ASTM D-2863-70) und
eine VE-II-Bewertung (entsprechend dem UL-94-Test).
Eine verformte Mischung, hergestellt aus 60 Teilen Polypropylen, 27 Teilen des Produktes von Beispiel 2B und 13 Teilen
Antimonoxid, ist selbstlöschend, wenn sie entsprechend dem ASTM D-635-72-Verfahren geprüft wird. Die Masse zeigt einen
Sauerstoffindex von 23 (ASTM D-2863-70) und eine VE-II-Bewertung (entsprechend dem UL-94-Test).
Eine verforrate Masse wird aus 69,5 Teilen Polyäthylen (DYNH-1),
20 Teilen des Produktes von Beispiel'1B und 10 Teilen Antimonoxid
hergestellt. Wenn sie entsprechend dem modifizierten ASTM D-635-72-Verfahren geprüft wird, ist die Masse innerhalb
von 8 Sekunden selbstlöschend und zeigt ein Nachglühen von 6 Sekunden. Die Masse besitzt einen Sauerstoffindex von 26,5.
Eine Formmasse wird aus 80 Teilen hochschlagfestern Polystyrol
(Dylene-957), 15 Teilen des Produktes von Beispiel . 3 und 5 Teilen Antimonoxid hergestellt. Wenn sie entsprechend dem
modifizierten ASTM-D-635-72-Verfahren geprüft wird, ist die Masse innerhalb von 17 Sekunden selbstlöschend mit
einem Nachglühen von 13 Sekunden. Die Masse besitzt einen Sauerstoffindex von 24,0.
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Beispiel 20
Eine Formmasse wird aus 69,5 Teilen eines Copolymeren von
Propylen und Äthylen (Profax-7823) und 30 Teilen einer zuvor,
hergestellten Mischung aus 20 Teilen des Produktes von Beispiel 1B und 10 Teilen Antimonoxid hergestellt. Die Masse
ist selbstlösehend, wenn sie entsprechend einem modifizierten
ASTM D-635-72-Testverfahren geprüft wird.
Das Produkt von Beispiel 1B wird auf die Feuerteständigkeit
im Vergleich mit Dechlorane 604 untersucht, einem im Handel erhältlichen feuerhemmenden Zusatzstoff, in Massen aus hochschlagfestem
Polystyrol. Formmassen werden aus 78 Teilen hochfestem Polystyrol (Styron 492) und 22 Teilen einer zuvor
hergestellten Mischung aus 14,66 Teilen des feuerhemmenden
Zusatzstoffes und 7,33 Teilen Antimonoxid hergestellt. Die Massen werden entsprechend dem Underwriters Laboratory Test-Verfahren
94 geprüft. Die Masse, die das Produkt von Beispiel 1B enthält, wird als VE-O bewertet und ist besser als
die Masse, die Dechlorane 604 enthält.
Eine polymere Formmasse wird aus ABS-Harz und dem feuerhemmenden Zusatzstoff von Beispiel 1B hergestellt. Die thermische
Stabilität der Masse wird im Vergleich mit Massen geprüft, die aus ABS-Harz und im Handel erhältlichen feuerhemmenden
Zusatzstoffen hergestellt wurden. In jedem Fall werden die Formmassen hergestellt, indem man 80 Teile ABS-Harz
(Blendex 101) mit 20 Teilen einer zuvor hergestellten Mischung aus 15 Teilen feuerhemmendem Zusatzstoff und 5 Teilen
Antimonoxid gut vermischt. Die Massen werden bei einer Temperatur von 2320C (4500F) gehalten und die Zeit, zu der eine
Verfärbung auftritt, wird notiert. Man erhält die folgenden Ergebnisse:
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Polymere Masse, die Zusatzstoff Verfärbungszeit
enthält Minuten
Produkt von Beispiel 1B 18
Dechlorane 604 12
Citex BC 26 3 bis 6
Eine Formmasse wird aus 73 Teilen hochschlagfestem Polystyrol (Dylene-957) und 27 Teilen des Produktes von Beispiel 1B
hergestellt. Die Formmasse ist selbstlöschend innerhalb von 11 Sekunden und zeigt kein Nachglühen, wenn sie entsprechend
einem modifizierten ASTM D-635-72-Testverfahren geprüft wird, und besitzt einen Sauerstoffindex von 28 (ASTM-2863-70).
Eine Formmasse wird aus 80 Teilen hochschlagfestern Polystyrol
(Dylene-957), 5 Teilen Antimonoxid und 15 Teilen des Produktes von Beispiel 4 hergestellt. Die Formmasse ist innerhalb von
2 Sekunden selbstlöschend, mit einem Nachglühen von 11 Sekunden, wenn sie entsprechend dem modifizierten ASTM D-635-72-Testverfahren
geprüft wird, und besitzt einen Sauerstoffindex von 26 (ASTM-2863-70).
Bestimmte der bevorzugten erfindungsgemäßen Verbindungen werden
in Einzelheiten in der deutschen Patentschrift
(Patentanmeldung , Case 3458) beschrieben.
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Claims (26)
1. Feuerbeständige polymere Masse, dadurch gekennzeichnet, daß sie ein Polymer und eine wirksame feuerhemmende Menge
einer Verbindung der Formel
enthält, worin
X ein Halogenatom wie ein Fluor-, Chlor- oder Bromatom bedeutet,
die Gruppen Y unabhängig voneinander ein Fluor-, Chlor-, Bromatom, eine Alkyigruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen,
eine Alkyloxygruppe, worin die Alkyigruppe 1 bis 10 Kohlenstoffatome enthält, eine Halogenalkyl- oder Halogenalkyloxygruppe
bedeuten, worin die Alkylgruppen 1 bis 10 Kohlenstoffatome enthalten und das Halogen Fluor, Brom oder Chlor
ist,
η einen durchschnittlichen Wert von 0 bis 6 besitzt und
m einen durchschnittlichen Wert von 0 bis 6 besitzt,
und die Gesamtsumme von η + m einen durchschnittlichen Wert von 1 bis 6 besitzt.
2. Masse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Polymer Polypropylen ist.
3· Masse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Polymer Polystyrol ist.
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4. Masse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Polymer ein Copolymer aus Acrylnitril, Styrol und Polybutadien
ist.
5. Masse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Polymer Polyäthylenterephthalat ist.
6. Masse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dai3 das Polymer Nylon ist.
7. Masse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Polymer Epoxyharz ist.
8. Masse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Polymer Styrol-Butadien-Kautschuk ist.
9· Masse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daw
das Polymer hochschlagfestes Polystyrol ist.
10. Masse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Polymer Polyäthylen ist.
11. Masse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Polymer ein Copolymer aus Äthylen und Propylen ist.
12. Masse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
η einen durchschnittlichen Wert von ungefähr O "bis ungefähr
besitzt, m einen durchschnittlichen Wert von 0 bis ungefähr
besitzt und daß die Gesamtsumme von η + m ungefähr 1 bis ungefähr 4 beträgt.
13· Masse nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß
X und Y Chlor bedeuten.
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14. Masse nach Anspruch 13» dadurch gekennzeichnet, daß
η ungefähr 2 und m O bedeuten.
15. Masse nach Anspruch 13» dadurch gekennzeichnet, daß' η einen durchschnittlichen Wert von ungefähr 1,5 und m einen
durchschnittlichen Wert von ungefähr O besitzen.
16. Masse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gesamtsumme von η + m ungefähr 2 bis 6 beträgt, mit dem
Proviso, daß, wenn die Gesamtsumme von η + m ungefähr 2 beträgt ,mungefähr 1 und η ungefähr 1 sind.
17· Masse nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß
η einen durchschnittlichen Wert von ungefähr 1,5 und m einen durchschnittlichen Wert von ungefähr 1 besitzen.
18. Masse nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß
η O und m ungefähr 4 bedeuten.
19· Masse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Verbindung in einer Menge von ungefähr 2 bis ungefähr 50 Gew.%, bezogen auf das Gewicht der polymeren Masse, vorhanden
ist.
20. Masse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Verbindung in einer Menge von ungefähr 10 bis ungefähr 35 Gew.%, bezogen auf das Gewicht der polymeren Masse, vorhanden
ist.
21. Masse nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß sie ungefähr 1 bis ungefähr 30 Gew.% Antimonoxid enthält,
bezogen auf das Gewicht der polymeren Masse.
22. Masse nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß
die Verbindung in einer Menge von ungefähr 2 bis ungefähr 50 Gew.%, bezogen auf die polymere Masse, vorhanden ist.
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23· Masse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie ungefähr 1 bis ungefähr 30 Gew.% einer Metallverbindung
enthält, bezogen auf das Gewicht der polymeren Masse, wobei das Metall Antimon, Eisen, Zink, Wismut und/oder Arsen sein
kann.
24. Masse nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß
sie ungefähr 1 bis ungefähr 30 Gew.% Antimonoxid, bezogen auf
das Gewicht der polymeren Masse, enthält.
25. Masse nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß
sie ungefähr 1 bis ungefähr 30 Gew.?6 Zinkoxid, bezogen auf
das Gewicht der polymeren Masse, enthält.
26. Feuerbeständige polymere Masse, dadurch gekennzeichnet, daß sie zwischen ungefähr 20 und 97 Gew.% hochschlagfestes
Polystyrol, ungefähr 2 bis ungefähr 50 Gew.% einer Verbindung
der Formel
Ci
ei
ei
und ungefähr 1 bis ungefähr 30 Gew.% Antimonoxid enthält.
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