DE2454908A1 - Fluessige farbstoffzuberietungen von reaktivfarbstoffen - Google Patents
Fluessige farbstoffzuberietungen von reaktivfarbstoffenInfo
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Description
HOECHST AKTIENGESELLSCHAFT
Aktenzeichen: P 24 54 Qη8.4-43 - HOE 74/F 348
Neue Seite 1
In der Patentanmeldung P Zk 17 255.2 (Patent )
werden flüssige wäßrige Färbepräparationen von Reaktivfarbstoffen,
die mindestens eine faserreaktive Gruppe und mindestens zwei Sulfogruppen enthalten,vorgeschlagen; diese
Färbepräparationen enthalten die Farbstoffe in einer Konzentration von 5 bis 35 Gew.£ sowie 1 bis 5 Gew.-# an Puffersubstanzen,
die zu keiner die Farbausbeute mindernden chemischen Reaktion mit der Reaktivgruppe fähig sind, und besitzen einen
pH zwischen 3 und 7.
Die Färbepräparationen betreffen auch Farbstoffe, die eine ß-Sulfatoäthylsulfonyl-Gruppe
als Reaktivgruppe enthalten.
In Weiterbildung des Erfindungsgedankens der Patentanmeldung
P 2k 17 255.2 (des Patentes ) wurde nun gefunden,
daß insbesondere auch Färbepräparationen die dort genannten vorteilhaften Eigenschaften besitzen, die als Farbstoffe ein
Gemisch der beiden Farbstoffe der nachstehend beschriebenen Formeln (i) und (ll) enthalten.
./1a 609 8 3 9/0979
(HOE 74/F 348)
Zur Eingabe vom 22. Juni 1976
Seite 1 a
somit
Die vorliegende Erfindung betrifft flüssige, wäßrige Färbepräpara·
tionen mit zwei Reaktivfarbstoffen, die in Form der freien
Säure der Formel (I)
CH„
HO3SO-CH2-CH2-O2S
OH
t>soiH
(D
und der Formel (II) HO3SO-CH2-CH2-O2S
OCH
(II)
entsprechen. Diese Färbepräparation sind dadurch gekennzeichnet,
daß sie die genannten Farbstoffe, bevorzugt als deren Alkali-, insbesondere Natriumsalze, im molaren Verhältnis von 1:8 bis 8:1,
./2
609839/0979
bevorzugt von 1:4 bis 4:1, insbesondere im molaren Verhältnis von
1:2 bis 2:1 in wässriger Lösung in einer Gesamtkonzentration von 5 bis 35 Gevi.%i vorzugsweise 15 bis 30 Gew.%, bezogen auf
die Reinfarbstoffe der Formel (I) und (II), enthalten, einen
pH-Wert zwischen 3 und 7j vorteilhaft zwischen 5,5 und 6,8
aufweisen und zusätzlich 1-5 Gew.% an Puffersubstanzen enthalten.
Diese Farbstoffe der Formel (I) und (II) sind aus den Beispielen 1 und 2 der DT-OS 1 150 163 bekannt.
Wasserlösliche Reaktivfarbstoffe v/erden nach ihrer Synthese in
üblicher Weise so isoliert, daß sie aus der wäßrigen Reaktionslösung ausgesalzen werden, das ausgefallene Salz-Farbstoff-Gemisch
abgesaugt wird und der erhaltene Preßkuchen getrocknet wird. Eine andere technisch übliche Methode, den gelösten, in der Regel
leicht wasserlöslichen Farbstoff aus der Syntheselösung zu isolieren, ist die direkte Trocknung, beispielsweise die Sprühtrocknung
der Herstellungslösung.
Für die gewünschte färberische Anwendung wird das salzhaltige
Farbstoffpulver in der Regel noch anschließend an das Trocknen durch Zumischen von neutralen anorganischen Salzen, wie beispielsweise
Natriumsulfat, auf einen bestimmten Farbstoffgehalt ein- ·
gestellt.
Diese herkömmlichen Pulvereinstellungen von Reaktivfarbstoffen
weisen aber eine Reihe von Nachteilen auf, die sich insbesondere aus der Staubentwicklung solcher pulverförmigen Färbepräparate
ergeben, wenn mit ihnen gearbeitet wird, wie beim Ab- und Umfüllen, beim Wägen und Dosieren oder beim Ansetzen der Färbeflotten oder
Druckpasten. Hierbei stellt diese Staubentwicklung nicht nur eine
Belästigung für die Arbeitskräfte im Produktions- oder Anwendungsbetrieb dar, sondern sie kann darüberhinaus in der Färberei oder
Druckerei infolge des Absetzens des Farbstoffstaubes zu unangenehmen stippigen Anfärbungen ungefärbter oder bereits gefärbter
Ware führen. Andererseits besteht bei der Entstaubung von pulver—
förmigen Farbstoffen mit den gebräuchlichen Entstaubungsmitteln
auf Mineralölbasis immer die Gefahr öliger Abscheidungen beim
6 0 9839/0979- ■■■
Färben und Drucken, was zu fleckigen und deshalb unbrauchbaren
Färbungen und Drucken führt. Weiterhin sind mit solchen pulverförmigen
Farbstoffen oft die in der Technik erstrebenswerten Rationalisierungsmaßnahmen3 wie beispielsweise kontinuierliche
Färbeverfahren oder automatische Dosier- und Wägeeinrichtungen, nicht durchführbar.
Diese Nachteile, die auch für die obengenannten pulverförmigen Farbstoffe
der Formel (I) und (II) bzw. deren Mischungen gelten, werden durch die erfindungsgemäßen flüssigen FarbstoffZubereitungen beider
Farbstoffe der Formeln (I) und (II) völlig vermieden. Darüberhinaus ergeben sich für die neuen Zubereitungen sowohl beim Farbstoffhersteller
als auch beim Farbstoffanwender dadurch Vorteile gegenüber den pulverförmigen Farbstoffeinstellungen, daß die Salzbelastung
der Abwässer entscheidend verringert wird.
Die neuen flüssigen Färbezubereitungen, die die beiden Farbstoffe der Formeln (I) und (II) enthalten, werden nämlich in erfindungsgemäßer
Weise so hergestellt, daß man die bei der Synthese anfallenden«, geklärten Farbstofflösungen direkt verwendet
und sie, falls erwünscht, da vorteilhaft, entweder durch Aufkonzentriere^
beispielsweise durch Abdestillieren eines Teils des Wassers unter Vakuum, oder vorteilhaft durch Zusatz eines getrockneten,
beispielsweise sprühgetrockneten Anteils derselben, bei der Synthese erhaltenen und geklärten Farbstofflösungen auf den gewünschten
höheren Farbstoffgehalt einstellt, wobei in allen Fällen
zu dieser Farbstofflösung noch Puffersubstanzen zugesetzt werden. Die Farbstofflösungen der Einzelfarbstoffe können hierbei zu jedem
beliebigen Zeitpunkt nach der Synthese miteinander vermischt werden, Weiterhin ist es möglich, beide Farbstoffe in einem Reaktionsansatz
herzustellen, indem man 2 Mol der Kupplungskomponente mit insgesamt 2 Mol beider Diazokomponenten im gewünschten molaren Verhältnis
gleichzeitig oder nacheinander umsetzt. Beide Anilin-Derivate können auch in Mischung diazotiert werden.
Zur Herstellung solcher erfindungsgemäßer Färbezubereitungen mit bis zu 35 Gew.-% Gesamtfarbstoff ist es vorteilhaft, von wäßrigen,
geklärten Farbstofflösungen auszugehen, deren Gehalt an inerten Salzen^, wie beispielsweise Natriumsulfat oder Natriumchlorid,
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möglichst niedrig ist und unter 50 Gew.-% des Farbstoffgehalts
dieser bei der Synthese anfallenden Farbstofflösungen liegt. Bei
der Herstellung von Färbepräparationen, die einen geringeren Farbstoffgehalt
besitzen, wie solchen mit bis zu 15 Gew.-5S Farbstoff, sollte der Inertsalzgehalt der Ausgangslösungen niedriger als
deren Farbstoffgehalt sein. In der Regel liegt der Inertsalzgehalt
der bei der Synthese anfallenden wäßrigen Farbstofflösungen unter
diesen Grenzen. Um auch die Lösungen des Reaktivfarbstoffes mit
der ß-Sulfatoäthylsulfonylgruppe, die durch Veresterung der
ß-Hydroxyäthylsulfonylgruppe mit konzentrierter Schwefelsäure
erhalten wurde, den Inertsalzgehalt unter diesen Grenzen zu halten, kann der zur Bildung dieser Schwefelsäure-halbestergruppe erforder- '
liehe Schwefelsäureüberschuß nicht mit Natronlauge oder anderen Reagentien, die zu leicht löslichen Inertsalzen führen, neutralisiert
werden. Es empfiehlt sich hier vielmehr, den Schwefelsäureüberschuß mit Calciumcarbonat zu neutralisieren und die Farbstofflösung
durch Filtration vom schwerlöslichen Calciumsulfat zu trennen. Diese Verfahrensweise wird unter anderem in den DT-OS 1 955 849,
Beispiel 1,DT-OS 2 049 664, Beispiel 1, und DT-OS 2 060 08l,
Beispiel 2, beschrieben.
Die bei der Synthese anfallenden Farbstofflösungen der Einzelfarbstoffe
der Formel (I) und (II} oder deren Mischungen enthalten zwischen 5 und 15 Gew.-% Einzelfarbstoff bzw. Gesamtfarbstoff und
können durch Zusatz von getrocknetem Farbstoff oder durch Abdestillieren von Wasser im Vakuum bis auf einen Farbstoffgehalt von ca.
30 bis 35 Gew.% gebracht werden.
Beim Farbstoffproduzenten entfallen also die sehr stark salzhaltigen,
teilweise salzgesättigten Mutterlaugen, und auch beim Farbstoffanwender wird der Salzgehalt der Abwasser beträchtlich
reduziert, weil die zum Einstellen von Farbstoffpulvern eingesetzten
Salzmengen bei der Herstellung der erfindungsgemäßen Flüssigeinstellen entfallen.
Für die erfindungsgemäßen Färbepräparate sind alle diejenigen Puffersubstanzen geeignet, die zu keiner, insbesondere die Farb-
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ausbeute mindernden chemischen Reaktion mit der ß-Sulfatoäthylsulfonylgruppe
oder deren Vinylsulfonyl-Analogon fähig sind, wie beispielsweise Natrium- und Kaliumacetat, Natrium- und Kaliumoxalat,
die sauren Natrium- und Kaliumsalze der Phosphorsäure, Mischungen der verschiedenen Natrium- oder Kaliumsalze der Phosphorsäure sowie
Natriumborat. Bevorzugt sind hiervon Natriumborat, Dinatriumhydrogenphosphat und Natriumdihydrogenphosphat zu nennen.
Der Mechanismus der Reaktion von Reaktivfarbstoffen des obengenannten
Typs mit Cellulosefasern ist allgemein bekannt. Die Ausbildung der kovalenten Bindung zxvischen dem Pasersubstrat und dem Farbstoffmolekül
gemäß der Reaktion (*!) des unten angegebenen Schemas
nach überführung der ß-Sulfatoäthylsulfonylgruppe in die .
Vinylsulfongruppe in Gegenwart von alkalisch wirkenden Agentien gemäß Reaktion (1) bedingt die bekannten guten Echtheitseigenschaften
von Färbungen und Drucken mit Reaktivfarbstoffen.
Es ist weiterhin von der Anwendung der Reaktivfarbstoffe mit der ß-Sulfatoäthylsulfonylgruppe her bekannt, daß sich diese Reaktivgruppe
wie auch in Form ihrer Vinylsulfony!gruppe mit Wasser,
nicht nur in Gegenwart von Alkalien, sondern auch im sauren Bereich, in eine Konkurrenzreaktion zur eigentlichen Färbereaktion
(4) gemäß (2) oder (3) des Schemas zu der mit dem Fasersubstrat nur reaktionsträgen ß-Hydroxy.Mthylsulfony !gruppe umsetzt.
Schema:
F-SO2-CH2-CH2-O-CeIl.
(D
F-SO2-CH2-CH2-O-SO H
(2)
F-SO2-CH2-CH2-OH
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(Ί) +Cell.-OH
F-SO2-CH=CH2 (3)
worin P den Rest eines Farbstoffmoleküls bedeutet und Cell.-OH für die Cellulose steht.
Die Hydrolyse (2) und die Addition von V/asser (3) sind unter Färbebedingungen praktisch nicht umkehrbar und mindern somit die
Farbausbeute.
Aus diesem Grunde wird bei der Fabrikation wasserlöslicher Reaktivfarbstoffe
in aller Regel so verfahren, daß die anfangs erwähnte Abtrennung und Trocknung der Reaktivfarbstoffe aus der Syntheselösung
auch zeitlich unmittelbar an die Synthese vorgenommen wird, um aus den oben erwähnten Gründen Färbestärkeverluste zu vermeiden.
Um so überraschender war es deshalb festzustellen, daß neutrale bis schwach saure wäßrige, gepufferte Lösungen, die beide Reaktivfarbstoffe
(I) und (II) enthalten, über längere Zeit ohne Farbstärkeverlust haltbar sind. Erfindungsgemäße wäßrige Lösungen mit
Farbstoffen der Formel (I) und (II) liefern auch nach mehrmonatiger,
beispielsweise 6-monatiger Lagerung bei Raumtemperatur oder mehrwöchiger, beispielsweise bei 8-wöchiger Lagerung bei 50 C
Färbungen und Drucke unveränderter Färbstärke.
Die erfindungsgemäßen Färbepräparate eignen sich in der für
Reaktivfarbstoffe üblichen und allgemein bekannnten Weise nach Verdünnen mit Masser und gegebenenfalls nach Zusatz üblicher
Färbehilfsmittel oder entsprechend nach Zugabe von in der Druckerei
üblichen Verdickungsmitteln und gegebenenfalls Druckereihilfsmitteln
zum Färben und Bedrucken von Fasermaterialien aus Wolle, Seide, Polyamid und natürlicher oder regenerierter Cellulose oder von
Fasermischungen, die eine oder mehrere der genannten Faserart enthalten.
Die nachstehenden Beispiele dienen zur Erläuterung der Erfindung..
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Beispiel 1
& κ
100 Gewichtsteile einer wäßrigen, geklärten Farbstofflösung des
Farbstoffes der obigen Formel (I) mit einem pH-Wert von 5»8 und
einem Farbstoffgehalt von 12 Gew.% und 72,7 Gewichtsteile einer
wäßrigen, geklärten Farbstofflösung des Farbstoffes der obigen
Formel (II) mit einem pH-Wert von 5,7 und einem Färbstoffgehalt
von 13 Gew.-JS, die in üblicher Weise bei der Synthese der Farbstoffe
durch Diazotieren und Kuppeln entsprechender Ausgangsverbindungen erhalten wurden, wurden vereinigt und unter Rühren und
Erwärmen auf 8O0C mit 27 Gewichtsteilen eines trockenen Farbstoffpulvers
des Farbstoffes (I) mit 77 Gew.% Färbstoffgehalt und mit
31,5 Gewichtsteilen eines trockenen Farbstoffpulvers des Farbstoffs der Formel (II) mit 55 Gew.-% Farbstoffgehalt, die durch Sprühtrocknung
anderer Teile derselben geklärten Farbstofflösungen erhalten wurden, versetzt. Die so erhaltenen 231,2 Gewichtsteile einer
14,8 Gew.-5» Reinfarbstoff der Formel (I) und 10,7 Gew.-% Reinfarbstoff
der Formel (II), zusammen also 25,5 Gew.-% Reinfarbstoff enthaltenden wäßrigen Lösung mit einem pH-Wert von 5»8 ergaben nach
Abkühlung und Zusatz von 5 Gewichtsteilen Dinatriumhydrogenphosphat
eine wäßrige Färbepräparation, die einen Gesamtreinfarbstoffgehalt von 25 Gew.-55 und einen pH-Wert von 6,2 aufwies.
Mit 2 Gewichtsteilen dieser pH-stabilisierten Lösung wurden jeweils
Färbebäder, Klotzflotten und Druckpasten in bekannter und üblicher Weise hergestellt, die, in der für Reaktivfarbstoffe üblichen
Weise auf Baumwolle appliziert und fixiert, gelbe Färbungen und Drucke ergaben, die genauso farbstark waren wie diejenigen, die unter
entsprechender Verwendung gleichkonzentrierter Färbebäder, Klotzflotten oder Druckpasten mit einem Gemisch aus je 1 Gewichtsteil
einer 29 Gew.% Reinfarbstoff (I) und 21 Gew.-55 Reinfarbstoff (II)
enthaltenden Pulvereinstellung hergestellt wurden.
Diese Farbstärke der Drucke und Färbungen wurde unverändert erhalten,
wenn die oben angegebene neue wäßrige Präparation 3 Monate lang bei 200C im geschlossenen Gefäß aufbewahrt wurde.
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100 Gewichtsteile einer wäßrigen, geklärten Farbstofflösung des
Farbstoffs der Formel (I) mit einem pH-Wert von 5j8 und einem Farbstoffgehalt
von 12 Gew.-? und 100 Gewichtsteile einer wäßrigen, geklärten Farbstofflösung des Farbstoffs der Formel (II) mit einem
pH^-Wert von 5,6 und einem Farbstoffgehalt von 13 Gew.-$, die in
üblicher Weise bei der Synthese der Farbstoffe durch Diazotieren Und Kuppeln entsprechender Ausgangsverbindungen erhalten wurden,
wurden vereinigt und unter Rühren und Erwärmen auf 80 C mit 27 Gewichtsteilen eines trockenen Farbstoffpulvers des Farbstoffs der
Formel (I) mit 77 Gew.-Jg Farbstoffgehalt und Hj>
Gewichtsteilen eines trockenen Färbstoffpulvers durch Sprühtrocknung anderer Teile
derselben geklärten Farbstofflösungen erhalten.wurden, versetzt,
pie so erhaltenen 270 Gewichtsteile einer insgesamt 25,5 Gew.-%
Reinfarbstoffe enthaltenden wäßrigen Farbstofflösung mit einem
pH-Wert von 5>8 ergaben nach Abkühlung und Zusatz von 6 Gewichtsteilen Dinatriumhydrogenphosphat eine wäßrige Färbepräparation,
die einen Reinfarbstoffgehalt von insgesamt 25 Gew.-% und einen
pH^Wert von 6,2 aufwies.
Mit 2 Gewichtsteilen dieser pH-stabilisierten Lösung wurden
jeweils Färbebäder, Klotzflotten und Druckpasten in bekannter und üblicher Weise hergestellt, die, in der für Reaktivfarbstoffe
üblichen Weise auf Baumwolle appliziert und fixiert, gelbe Färbungen und Drucke ergaben, die genauso farbstark waren wie
diejenigen, die unter entsprechender Verwendung gleichkonzentrierter Färbebäder, Klotzflotten oder Druckpasten mit je 1 Gewichtsteil
einer 29 Gew.5& Reinfarbstoff (I) und einer 21 Gew.-? Reinfarbstoff
(IJ) enthaltenden Pulvereinstellung hergestellt wurden.
Diese Farbstärke der Drucke und Färbungen wurde unverändert erhalten,
wenn die obenangegebene neue wäßrige Präparation 6 Wochen Jang bei 50 C im geschlossenen Gefäß aufbewahrt wurde.
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200 Gewichtsteile einer wäßrigen, geklärten Farbstofflösung des
Farbstoffs.der Formel (I) mit einem pH-Wert von 5,8 und einem
Farbstoff gehalt von 12 Gew.-Jf und 131J Oewichtsteile einer wäßrigen
geklärten Farbstofflösung des Farbstoffs der Formel (II) mit einem
pH-Wert von 5,7 und einem Färbstoffgehalt von 13 Gew.-^, die in
üblicher Weise bei der Synthese der Farbstoffe durch Diazotieren und Kuppeln entsprechender Ausgangsverbindungen erhalten wurden,
wurden vereinigt und mit *l Gewichtsteilen Dinatriumhydrogenphosphat
versetzt. Von dieser Farbstofflösung wurden unter Rühren bei βθ C
und unter Vakuum von 18 Torr 172 Gewichtsteile V/asser abdestilliert
l66 Gewichtsteile einer wäßrigen Färbepräparation wurden erhalten,
die einen Reinfarbstoffgehalt von 25 Gew.-% und einen pH-Wert von
6,0 bei 200C aufwies.
Mit 2 Gewichtsteilen dieser Lösung wurden jeweils Färbebäder, Klotzflotten und Druckpasten in bekannter und üblicher Weise
hergestellt, die, in der für Reaktivfarbstoffe üblichen Weise auf Baumwolle appliziert und fixiert, gelbe Färbungen 'und Drucke
ergaben, die genauso farbstark waren wie diejenigen, die unter entsprechender Verwendung gleichkonzentrierter Färbebäder, Klotzflotten
oder Druckpasten mit 1 Gewichtsteil einer 29 Gevi.%
Reinfarbstoff (I) und 21 Gew.-% Reinfarbstoff (II) enthaltenden Pulvereinstellung hergestellt wurden.·
Diese Farbstärke der Drucke und Färbungen wurde unverändert erhalten,
wenn die oben angegebene neue wäßrige Präparation 6 Wochen lang bei 20 C in geschlossenen Gefäß aufbewahrt wurde.
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Beispiel
H M
100 Gewichtsteile einer wäßrigen, geklärten Parbstofflöusng des Farbstoffs der Formel (I) mit einem pH-Wert von 5»8 und einem
Farbstoff gehalt von 12 Gew.-5& und 100 Gewicht st eile einer
wäßrigen, geklärten Farbstofflösung des Farbstoffs der Formel (I) mit einem pH-Wert von 5,7 und einem Farbstoff gehalt von 13 Gew.-5S5
■die in üblicher Weise bei der Synthese der Farbstoffe durch
Diazotieren und Kuppeln entsprechender Ausgangsverbindungen erhalten wurden, wurden vereinigt und unter Rühren und Erwärmen auf
80°C mit 27 Gewichtsteilen eines trockenen Farbstoffpulvers des
Farbstoffs der Formel (I) mit 77 Gew. -% Färbst off gehalt und kj>
Gewichtsteilen eines trockenen Farbstoffpulvers des Farbstoffs der
Formel (II) mit 55 Gew.-5S Farbstoffgehalt, die durch Sprühtrocknung
anderer Teile derselben geklärten Farbstofflösungen erhalten wurden,
versetzt. Die so erhaltenen 270 Gewichtsteile einer insgesamt 25,5 Gew.-/S Reinfarbstoffe enthaltenden wäßrigen Lösung mit einem
pH-Wert von 5j8 ergaben nach Abkühlung und Zusatz von 6 Gewichtsteilen Natriumborat eine wäßrige FärSepräparation, die eine Reinfarbstoff
gehalt von insgesamt 25 Gew.-? und einen pH-Wert von 6,0 aufwies.
Mit 2 Gewichtsteilen dieser pH-stabilisierten Lösung wurden
jeweils Färbebäder, Klotzflotten und Druckpasten in bekannter und üblicher Weise hergestellt, die, in der für Reaktivfarbstoffe
üblichen Weise auf Baumwolle appliziert und fixiert, gelbe Färbungen und Drucke ergaben, die genauso farbstark waren wie
diejenigen, die unter entsprechender Verwendung gleichkonzentrierter
Färbebäder, Klotzflotten oder Druckpasten mit 2 Gewichtsteilen
einer je 25 Gew.? Reinfarbstoff der beiden Farbstoffe (I) und (II)
enthaltenden Pulvereinstellung hergestellt wurden.
Diese Farbstärke der Drucke und Färbungen wurde unverändert erhalten,
wenn die oben angegebene neue wäßrige Präparation 3 Monate lang bei 200C im geschlossenen Gefäß aufbewahrt wurde.
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Claims (1)
1. Flüssige, wäßrige Färbepräparationen von Reaktivfarbstoffen, gekennzeichnet durch einen Gehalt an insgesamt 5 bis 35 Gevr.-% der,
in Form der freien Säuren, den Formeln (I) und (II)
HO SO-CH2-CHjJ-O2S' T 0H NHWS03H ·· (D
CH3
-N=N
H0_S0-CHo-CHo-0oS I
? * * * OCH
entsprechenden beiden Farbstoffe, durch einen Gehalt an 1 bis 5 Gew.-# Puffersubstanzen, die zu keiner chemischen und die Farbausbeute
mindernden Reaktion mit der Reaktivgruppe fähig sind, sowie durch einen pH-Wert von 3 bis 7.
2, Verwendung der Färbepräparate nach Anspruch 1 zum Färben und Bedrucken von Fasermaterialien aus Wolle, Seide, Polyamid und
natürlicher oder regenerierter Cellulose oder von Fasermischungen, die eine oder mehrere der genannten Faserarten enthalten.
natürlicher oder regenerierter Cellulose oder von Fasermischungen, die eine oder mehrere der genannten Faserarten enthalten.
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CS757699A CS187490B2 (en) | 1974-11-20 | 1975-11-13 | Liquid aqueous dyeing agents for reactive dyes |
CH1486975A CH576511A5 (de) | 1974-11-20 | 1975-11-17 | |
IN2195/CAL/75A IN143982B (de) | 1974-11-20 | 1975-11-17 | |
IT29403/75A IT1054400B (it) | 1974-11-20 | 1975-11-18 | Preparazioni liquide di coloranti reattivi |
US05/632,919 US4078884A (en) | 1974-11-20 | 1975-11-18 | Liquid preparations of reactive dyestuffs |
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