DE2350370A1 - Verfahren zum herstellen eines schmiedeteils aus stahl - Google Patents
Verfahren zum herstellen eines schmiedeteils aus stahlInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C21—METALLURGY OF IRON
- C21D—MODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
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Description
VOL-KSW AGEKWESK
Aktiengesellschaft
5180 Wolfsburg
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Unsere Zeichen: K 1583
1702-pt-hu-sa
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H. 10.73
Verfahren zum Herstellen eines Schmiedeteils aus Stahl
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines
'Schmiedeteils aus Stahl, wobei beispielsweise an eine Kurbelwelle
für einen Kraftfahrzeugmotor gedacht ist.
Es ist bekannt, derartige Teile aus Kohlenstoffstahl zu schmieden
und nach dem Schmieden normalzuglühen, wodurch jedoch nur verhältnismäßig niedrige Streckgrenzen im Material des Teils
erzielt werden können. Zum anderen ist es auch bekannt, zur Erzielung einer höheren Streckgrenze das Teil nach dem Erkalten
zu vergüten, also auf eine Austenitisierungstemperatur von
860 bis 880° 0 zu erhitzen, in Öl oder Wasser abzuschrecken und auf die gewünschte Festigkeit anzulassen.
Während das zuerst genannte Verfahren des Hörmalglühens.also
häufig nicht die gewünschten Festigkeitswerte bringt, besitzt das an zweiter Stelle genannte Verfahren des Vergütens den
Nachteil eines erhöhten Fertigungs- und Energieaufwands, insbesondere
im Hinblick auf die erforderlich* erneute Erhitzung nach der ersten Abkühlung.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,.©in Verfahren der
eingangs genannten Art zu schaffen, das einerseits eine höher-
liegende Streckgrenze als das Normalglühen garantiert, andererseits
aber den erheblichen Mehraufwand beim Vergüten vermeidet. Das diese Aufgabe lösende erfindungsgemäße Verfahren
ist dadurch gekennzeichnet, daß ein mit 0,05 - 0,15 # Vanadium oder Niob mikrolegierter, im übrigen unlegierter Kohlenstoff-Mangan-Stahl
mit einem Kohlenstoffgehalt von mindestens 0,2 i» im Temperaturbereich 900 - 1280° C bei Vanadiumzusatz
bzw. 1250 - 1280° C bei Niobzusatz geschmiedet und das Teil
- vorzugsweise einzeln - in Luft mit zumindest ungefähr Raumtemperatur abgekühlt wird.
Die Erfindung vermeidet also eine erneute Erhitzung des Schmiedeteils
nach Abkühlung, indem unmittelbar aus der Schmiedehitze heraus eine gesteuerte Abkühlung an der Luft erfolgt.
!Diese Abkühlung, zu der das Teil beispielsweise einzeln aufgehängt oder in anderer Weise einzeln gelagert ist, ergibt eine
perlitische Gefügeausbildung. Die beim Vergüten erforderliche Erhitzung (Austenitisierung), das Abschrecken und Anlassen
entfallen, wodurch eine erhebliche Ersparnis an Fertigungsaufwand und Energiebedarf eintritt.
Die Mikrolegierungsausätze bewirken über eine Ausscheidungshärtung
eine höhere Streckgrenze, als sie beim Normalglühen anderer Werkstoffe auftritt', ohne daß dadurch die Zugfestigkeit.
des Materials des Teils nennenswert geändert wird. Dies ist wichtig für die Möglichkeit einer spanabhebenden Bearbeitung
dee Schmiedeteils. Wie sich gezeigt hat, können nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren hergestellte Schmiedeteile mit denselben Werkzeugen spanabhebend bearbeitet werden wie Schmiede
teile, zu deren Herstellung Vergütungsstähle benutzt werden.
Es ist zweckmäßig, die Abkühlung in einer Luftströmung vorzunehmen,
die in einfacher Weise dadurch erzielt werden kann,
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daß das Werkstück von der Schmiedepresse beispielsweise freischwebend zu einem Ablageplatz transportiert wird, wobei natürlich
die Entfernung hinreichend groß sein muß. Bereits bei einer solchen, verfahrensmäßig denkbar einfachen Abkühlung
tritt die zur Erhöhung der Streckgrenze ohne nennenswerte Beeinflussung
der Zugfestigkeit erforderliche Ausscheidungshärtung
auf. - .
Figur 1 zeigt in einem Diagramm den Verlauf der Streckgrenze s
über der Austenitisierungstemperatur t für einen normalgeglühten Stahl C 53 (Kurve a) und nach dem erfindungsgemäßen Verfahren
behandelte Werkstoffe, und zwar Kurve b bei Niobzusatz und Kurve c bei Vanadiumzusatz,
Während die Kurve a im gesamten Temperaturbereich unterhalb 50 Einheiten für die Streckgrenze s verläuft, zeigt die Kurve b
zwischen etwa 1150 und 1280° C und die Kurve c zwischen etwa
1250 und 1280° C einen starken Anstieg; jenseits von etwa
1280° C tritt dagegen wieder ein starker Abfall der Streckgrenze
s ein. Während das hier verwendete Material mit Hiöbzusatz
(Kurve b) eine genaue Einhaltung der SehmiedeteiEperatur
zur Erhöhung der Streckgrenze s erfordert, bietet der Vanadiumzusätz
(Kurve c) die Möglichkeit, auch bei schwankender Schmiedetemperatur eine Erhöhung der Streckgrenze zu erzielen.-
Daß die Erhöhung der Streckgrenze bei dem erfindungsgemäßen
Verfahren nicht mit störender Erhöhung der Zugfestigkeit verbunden
ist, zeigt Figur 2, in der die Abhängigkeit des Streckgrenzenverhältnisses S, also des Quotienten aus Streckgrenze
und Zugfestigkeit, von der Austenitisierungstemperatur e aufgetragen
ist. Die Kurven a, b und c entsprechen der jeweils gleich bezeichneten Kurve in Fig. 1. .
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Claims (1)
- 235037QANSPRUCHVerfahren zum Herstellen eines Schmiedeteils aus Stahl, dadurch gekennzeichnet, daß ein mit 0,05 - 0,15 Ί° Vanadium oder Niob mikrolegierter, im übrigen unlegierter Kohlenstoff-Mangan-Stahl mit einem Kohlenstoffgehalt von mindestens 0,2 $ im Temperaturbereich 900 - 1280° C bei Vanadiumzusatz bzw. 1250 - 1280° C bei Niobzusatz geschmiedet und das Teil in Luft mit zumindest ungefähr Raumtemperatur abgekühlt wird.509816/0530
Priority Applications (2)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE19732350370 DE2350370A1 (de) | 1973-10-08 | 1973-10-08 | Verfahren zum herstellen eines schmiedeteils aus stahl |
BR831374A BR7408313A (pt) | 1973-10-08 | 1974-10-07 | Processo aperfeicoado para fabricacao de uma peca forjada de aco |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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DE19732350370 DE2350370A1 (de) | 1973-10-08 | 1973-10-08 | Verfahren zum herstellen eines schmiedeteils aus stahl |
Publications (1)
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DE2350370A1 true DE2350370A1 (de) | 1975-04-17 |
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Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Country Status (2)
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DE (1) | DE2350370A1 (de) |
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1973
- 1973-10-08 DE DE19732350370 patent/DE2350370A1/de active Pending
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