DE2337170C3 - Vorrichtung zur Herstellung einer aus gekräuselten Glasseidensträngen bestehenden Matte - Google Patents
Vorrichtung zur Herstellung einer aus gekräuselten Glasseidensträngen bestehenden MatteInfo
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Description
Aus der US-PS 29 00 700 ist ein Verfahren zur Herstellung einer textlien Fasermatte bekannt, bei dem Fadenstränge,
insbesondere Glasseidenstränge, mit hoher Geschwindigkeit gegen eine Auffangfläche geschleudert
werden. Beim Aufprallen der Strange auf der Auffangfläche tritt eine Kräuselung der Stränge ein und die
einzelnen Stränge verschlingen sich unter Bildung einer textlien Matte. Für die Zuführung und Besqhleunigung
der Fadenstränge werden bei diesem bekannten Verfahren mehrere in Arbeitsrichtung hintereinander angeordnete
Walzenpaare verwendet. Jedem Walzenpaar sind eine oder mehrere Spinneinrichtungen zur Erzeugung
der Fadenstränge zugeordnet. Diese Vorrichtung mit mehreren Zuführ- und Beschleunigungseinrichtungen
ist aber relativ aufwendig, so daß der Wunsch nach einer einfacheren Vorrichtung mit einem geringeren
Raumbedarf zur Herstellung einer aus gekräuselten Glasseidensträngen bestehenden Matte vorhanden ist.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung dieser Art ist gekennzeichnet durch Mittel mit denen eine Vielzahl von
Glasseidenslrängen parallel ausgerichtet zwischen zwei schnellaufenden endlosen Förderbändern eingelegt
wird; Mittel zur schnellen Vorwärtsbewegung der Glasseidenstränge in paralleler Anordnung zwischen
den Förderbändern; Mittel zum Umlenken der Förderbänder in entgegengesetzter Richtung, so daß die parallel
angeordneten Glasseidenstränge geradlinig ausgestoßen werden, und eine Auffangfläche in etwa 2,5 bis
15 cm Abstand von der Ausstoßungsstelie, deren Flächennormale etwa in Richtung der Bewegung der Glasseidenstränge
liegt.
Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung lassen sich Matten aus Glasseidensträngen herstellen, bei denen
die gekräuselten Stränge sehr fest miteinander verbunden und nach mehreren Richtungen hin ineinander verschlungen
sind. Durch die Zuführung einer Vielzahl von Glasseidensträngen in paralleler Anordnung durch
zwei schnellaufende Förderbänder und durch die An ordnung der Auffangfläche in enger Nachbarschaft zur
Ausstoßungsstelie wird bei geringem Raumbedarf eine maximale Ausnutzung der kinetischen Energie der beschleunigten Stränge für deren Kräuselung en sieht
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist eine in horizontaler Ebene sich hin- und herbewegende rotierende Auffangfläche vorgesehen.
Eine andere bevorzugte Ausführungsform der Erfin dung besitzt Mittel zum Hin- und Herbewegen der die
Glasseidenstränge ausstoßenden Mittel quer zu einer in horizontaler Ebene sich bewegenden Auffangfläche.
Diesen beiden bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung ist gemeinsam, daß sie eine besonders gleichmäßige
Verteilung der ausgestoßenen Glasseidenstränge auf einer größeren Auffangfläche ermöglichen.
Die Erfindung wird zum besseren Verständnis im folgenden an Hand der Zeichnung beschrieben. In der
Zeichnung zeigt
Fig.] eine Vorrichtung für die Herstellung von
Matten der erfindungsgemäßen Art auf der Flache eines rotierenden Drehdorns in Seitenansicht,
F i g. 2 die Vorrichtung nach F i g. 1 in perspektivischer Ansicht,
F i g. 3 einen Ausschnitt einer mit der Vorrichtung
nich F i g. 1 und 2 hergestellten Glasfasermatte im Querschnitt,
F i g. 4 in perspektivischer Seitenansicht eine Vorrichtung für die erfindungsgemäße Herstellung eines
Glasfaserbands und
F i g. 5 eine Vorrichtung für die erfindungsgemäße Herstellung einer Glasfasermatte mit Hilfe eines Förderbands.
Wie man aus Fig. 1 bzw. 2 ersieht, wird eine Vielzahl
von Glasseidensträngen 13 über eine Aultragwalze 11 zugeführt, die in einem ein geeignetes Schmiermittel
enthaltenden Behälter 12 gelagert ist und aus. diesem die Glasseidenstränge mit einer Schmiermittel
schicht versieht. Die Auftragwalze 11 ist an einen Trä
gerarm 35 anmontiert, mit dem ein vermöge der Schlitze 37 und 38 und der Bolzen 39 bzw. 40 vertikal verstellbarer
Seitenarm 36 verbunden ist. Am unteren Ende des Seitenarms 36 befindet sich ein Gleitschuh 15.
Unmittelbar über diesem ist in einem Winkel zu seiner Längsachse ein Fadentrenner 14 angeordnet.
Ferner gehören zu der Vorrichtung nach F i g. 1 und 2 die Rollen 16 und 17 mit ihren durch einen nicht gezeigten
Motor angetriebenen Achsen 18 bzw. 19. Auf der Rolle 16 läuft ein Riemen 21 und auf der Rolle 17
ein Riemen 20. Die Spannung der Riemen kann mit Hilfe der mit Schlitzen 26 und 27 und entsprechenden
Stellschrauben oder Bolzen 28 bzw. 29 reguliert wer den. Mit dem Riemen 21 in Verbindung steht ein Luftschuh
30 mit einer Luftleitung 31 und einer Luftverteilerdüse 32. Die Riemen 21 und 20 umlaufen festste
hende Stifte 22 und 23, wonach der Riemen 20 übei eine Spannrolle 50 geleitet wird. Unterhalb der Stift«
22 und 23 ist ein Drehdorn oder eine drehbare Klemm hülse 24 auf einer von einem Motor 34 angetriebenei
Achse 25 gelagert. Der Motor 34 ist auf einem Tisch 3;
mit vertikal verstellbaren Füßen 46, 47, 48 und 49 gela gert und kann hierdurch auf eine gewünschte Höhe ein
gestellt werden. Der Drehdorn oder die drehban Klemmhülse 24 ist auf ihrer Oberfläche zu dem Zwccl
mit Erhebungen 41 versehen, daß sich die Stränge bes ser darauf aufbringen lassen und die fertige Glasseiden
strangmatte sich leichter davon lösen läßt.
<f
Fig.3 läßt an einem im Vertikalschnin gezeigten
Muster einer mit der Vorrichtung nach Fig.! und 2
Hergestellten Matte 52 die Orientierung der gekräuselten Stränge erkennen. Aus dieser Darstellung ersieht
man, daß die Stränge in der Matte direkt ineinander
verschlungen sind und daß die Stränge 13 vermöge ih-,«r
hohen Geschwindigkeit in beträchtlicher Tiefe in die auf dem langsam rotierenden Drehdorn sich bildende
Matte eindringen. Dies führt infolge der hohen Trägheitskräfie zur Kräuselung der Fasern in der sich
bildenden Matte und ergibt eine Matter.struktur vom Aussehen einer Nadelmatte, obwohl nicht genadelt
wird.
Fig.4 zeigt eine Vorrichtung zur Herstellung eines
endlosen Glasfaserbands. In dieser Vorrichtung wird eine Vielzahl von Glasseidensträngen b3 unter einem
porösen Gleitschuh 74 hinweggeführt und hierbei mit einem geeigneten Schmiermittel versehen, das dem
Gleitschuh durch die Leitung 83 zugeführt wird. Die Stränge laufen dann auf einen Riemen 69 auf, der auf
einer um die Antriebsachse 65 rotierende Riemenscheibe
64 aufliegt Ferner ist eine Riemenscheibe 65 mit einer Antriebsachse 67 angeordnet. Die Achsen 66 und
67 werden von einem nicht gezeigten Motor angetrieben. Auf die Riemenscheibe 65 ist ein Riemen 68 aufge- 2s
legt. Zunächst auf dem Riemen 69 und dann zwischen den Riemen 68 und 69 und den Spannrollen 70 und 71
hindurch werden Stränge 63 in gerader Linie abwärts /u den feststehenden Kippzapfen 72 und 73 hin befördert.
An den Kippzapfen 72 und 73 werden die Riemen
68 und 69 scharf in die entgegengesetzte Richtung umgelenkt
und kehreij auf die Riemenscheiben 65 bzw. 66
zurück. Unter den Kippzapfen 72 und 73 befindet sich
eine durch den Motor 80 über die Achse 79 angetriebene und mit hoher Geschwindigkeit rotierende Sammel-
oder Auffangfläche 76. Ein Vorrats- oder Sammelbehälter 77 nimmt das von der Sammelfläche 76 abfallende
Produkt auf. Die beschriebene Vorrichtung ist in einem Gestell 78 eingebaut
F 1 g. 5 zeigt in einer weiteren Ausführungsform der
Erfindung eine Vorrichtung zur Herstellung einer endlosen Glasfasermatte auf einem Förderband. In der
Vorrichtung nach Fig.5 werden Glasseidenstränge 100 über den feststehenden Stift 101 auf einen Riemen
102 geleitet Eire Riemenscheibe 104 mit einer durch einen nicht gezeigten Motor angetriebenen Achse 105
trägt einen Riemen 106, der andererseits auf der durch eine gemeinsame Achse 114 mit der Riemenscheibe 108
verbundenen kleineren Riemenscheibe 107 aufliegt. Ein weiterer Riemen 109 umläuft die Riemerscheibe 108
und den feststehenden Stift 110. Auch der Riemen 102 umläuft die Riemenscheibe 108 und zwar auf dem Riemen
109. Der Umkehrpunkt ist für ihn der feststehende Stift 111. Wie bereits gesagt, rotiert die Riemenscheibe
107 um die Achse 114. um die sich auch die Riemenscheibe 108 dreht Das mit den Riemen 102 und 109
verbundene Trägerelement 115 ist mittels eines nicht dargestellten Auflagers auf der Außenseite der Achse
seitwärts beweglich angeordnet. Durch eine am einen Ende auf dem die Vorrichtung tragenden Rahmen und <
>° am anderen Ende auf der durch einen Motor 120 über eine Achse 119 angetriebenen Scheibe 118 angebrachte
Kurbelschwinge 117 kann der gesamte Rahmen, der zu diesem Zweck mit dem Auflager für die Achse 114 beweglich
verbunden ist, in eine Hin- und Herbewegung (>5
versetzt werden. Der Glasseidenstrang 100 wird, zwischen den Riemen 102 und 109 herangeführt, nach dem
Durchgang durch die feststehenden Stifte HO und 111 zur Bildung einer Matte in gerader Linie auf eine Fläche
125 geschlossen. Als Fläche geeignet ist hierbei ein endloses Band, beispielsweise ein Kettenförderer, der
um eine mittels einer Nockenwelle 127 mit einem nicht dargestellten Motor verbundene Achse 126 rotiert.
In der Ausführungsform der Erfindung nach F i g. 1 und 2 werden Glasseidenstränge 13, von einer nicht gezeigten
Spinneinrichtung her zugeführt, über eine Auftragwalze 11 geleitet und hierbei mit einem geeigneten
Schmiermittel, beispielsweise einem Aminosilan, beschichtet Neben diesem sind als Schmiermittel für die
Fäden alle einschlägig bekannten Stoffe und Wasser geeignet. Von der Auftragwalze il kommend, laufen
die Stränge 13 über den Fadentrenner 14, der leicht winklig zum Gleitschuh 15 angeordnet ist und den
Strängen eine solche Straffheit gibt, daß sie beim Umlauten des Gleitschuhs 15 getrennt bleiben Die Glasseidenstränge
werden dann von dem die Rolle 16 umlaufenden Riemen 21 auf dessen Unterseite und danach
von dem die Rolle 17 umlaufenden Riemen 20 auf dessen Außenseite aufgenommen. Die Riemen 21 und 20
umlaufen dann mit den in getrennter Anordnung zwischen ihnen eingelegten Glasseidensträngen die Rolle
17. Hierbei gelangen sie abwärts zu den feststehenden Stiften 22 und 23. An diesem Punkt weiden die parallel
!aufenden Stränge 13 mit hoher Geschwindigkeit nach unten geworfen, bis sie auf die Fläche 41 der rotierenden
Klemmhülse 24 auftreffen. Beim Auftreffen auf die Fläche 41 wird jeder Strang auf eine Länge von 2,5 cm
etwa zwei bis vier Mal öfter scharf geknickt. Man zahlt die Knicke, indem man zunächst die geknickte Lange
des Strangs im gestreckten Zustand mißt und danach ;m entspannten Fadenzustand die innerhalb der gemessenen
Stranglänge eingetretenen Knickungen zählt. Die Strange 13 haben, wenn sie zwischen die Stifte 22
und 23 hindurch ins Freie treten Geschwindigkeiten zwischen 1524 und 6096 m in der Minute. Die Klemmhiilse
24 rotiert mit einer Umfangsgeschwindigkeit von etwa 152 bis 457 m in der Minute. Man führt die Ablagerung
der Stränge auf die Klemmhülse 24 durch, bis sich darauf eine Matte von der gewünschten Stärke gebildet
hat. Wenn dies erreicht ist, wird die Matte von der Klemmhülse herunter genommen, wonach diese erneut
eingesetzt werden kann. Der mit der Klemmhülse 24 verbundene Motor 34 versetzt diese nicht allein in
eine rotierende, sondern horizontal, mit einer Geschwindigkeit von 0,91 bis 9,1 m in der Minute, auch in
eine hin- und hergehende Bewegung. Hierdurch können sich die Stränge über die gesamte Fläche der langsam
rotierenden Klemmhülse 24 hinweg zu einer Matte aufbauen. Dies gewährleistet sowohl in der Breite al<
auch in der Höhe über die gesamte Fläche 41 dei Klemmhülse 24 hinweg eine gleichmäßige Ablagerung
der Stränge. Auf der Klemmhülse 24 entstehen hicrbe aus gekräuselten Glasfasern bestehende ringförmig!
bzw. krengelförmige Wickelkörper.
In der Vorrichtung nach F i g. 4 werden die Glassei
denstränge 63 über die untere Seite des Gleitschuhe 7< zugeführt, auf dessen Oberfläche durch den Schlaue!
83 ein für Glasfasern geeignetes Schmiermittel, bei spielsweise ein Aminosilan. aufgetragen ist, und zwi
sehen den die Rollen 64 und 65 umlaufenden Riemen 6 bzw. 68 weitergeleitet. Die getrennt voneinander i
Parallele zwischen die Riemen 68 und 69 eingelegte Stränge werden mit diesen zwischen Spannrollen 7
und 71 hindurch nach unten geleitet. Die Spannrolle 70 und 71 haben die Aufgabe, die Riemen flach zu pie
sen und hierdurch zu bewirken, daß die Glasseidei
stränge zwischen den Riemen ihre Lage nicht verändern. Die Riemen 68 und 69 laufen auf ihrem Abwärtsweg
zwischen die beiden parallel gelagerten feststehenden Stifte 72 und 73 hindurch und nehmen hier eine
scharfe Wendung nach oben, wobei die Stränge 63 senkrecht nach unten auf ein rotierendes Rad 76 geworfen
werden. Das Rad 76 dreht sich mit einer Geschwindigkeit von 15 bis 30 m in der Minute. Die Stränge
63 werden hierbei mit zwei bis vier oder einer noch größeren Zahl von scharfen Knicken auf eine Länge
von 2,5 cm rasch gekräuselt. Das sich bildende Band fällt infolge seiner Schwerkraft vom Rad 76 ab und in
den Sammelbehälter 77 hinein. Man erhält ein Glasfaserband oder -kabel, in dem die Fasern infolge der
zahlreichen Knicke, die sich an den parallel ausgerichteten Strängen beim Auftreffen auf dem Rad 76 bilden,
in dünner Schicht dicht ineinander verschlungen sind.
In der Vorrichtung nach F i g. 5 werden die parallel ausgerichteten Stränge 100 auf den über den feststehenden
Stift 101 gleitenden Riemen 102 geleitet und zwischen diesem und dem Riemen 109 beim Umlaufen
der Rolle 108 nach oben mitgeführt. Überdies werden die Stränge, um sie voneinander getrennt und parallel
ausgerichtet zu halten, über einen nicht gezeigten Leitschuh von geeigneter Form geführt. Die Stränge umlaufen
/wischen den beiden Riemen die Rolle 108 und erreichen die feststehenden Führungsstifte 110 und 111.
Hier werden der Riemen 102 zur Rückkehr nach dem feststehenden Stift 101 und der Riemen 109 zur Rückkehr
auf die Rolle 108 umgelenkt Die Stränge 100 werden mit hoher Geschwindigkeit senkrecht nach unten
ins Freie geworfen. Während dieses Vorgangs wird der Motor 120 zum Laufen gebracht, worauf die Achse 119
die Scheibe 118 in Drehung und diese wiederum eine Kurbelschwinge 117 in eine Hin- und Herbewegung
versetzt. Die Kurbelschwinge bewegt die gesamte Vorrichtung zuerst nach links und dann nach rechts. Dies
läßt auch die feststehenden Stifte 110 und 111 über der
Ablagefläche 125 hin- und hergehen, so daß die Stränge auf dem mit Hilfe der Achse 126 und der Nockenwelle
127 von einem zweiten Motor mit geringer Geschwindigkeit bewegten Band 125 über dessen ganzer Breite
abgelegt werden. Wenn daher die Stränge von den Riemen 102 und 109 senkrecht nach unten auf die Ablagefläche
125 geworfen werden, sammeln sie sich horizontal in zwei Ebenen an, nämlich in der Querrichtung und
in der Längsrichtung des durch die Rotation der Achse 126 horizontal bewegten Bandes 125.
In der Regel gibt man den Riemenscheiben Umfangsgeschwindigkeiten von 1524 bis 6096 m in der Minute, bevorzugt 2438 bis 4267 m in der Minute. Dies
entspricht einer Fadenausstoßgeschwindigkeit von ebenfalls 1524 bis 6096 m, bevorzugt 2438 bis 4267 m in
der Minute. Um den Strängen eine höchstmögliche Zahl von Kräuselknicken zu geben, bringt man die
Sammeiflächen möglichst nahe an die Fadenausstoßstelle heran. Man läßt dabei zwischen der Sammelfläche und der Ausstoßstelle jedoch soviel Raum, daß sich
ein Faserkörper von genügender Stärke bilden kann. Innerhalb des erfindungsgemäßen Abstands der Auffangfläche von der Ausstoßstelle von etwa 2.5 bis 15
cm, ist ein Abstand von 2.6 bis 10,1 cm bevorzugt.
Wichtig ist. daß die Stränge vor ihrem Auftreffen auf die Flächen keine nennenswerte Wellenbewegung ausführen. Durch die Verwendung von Aufwickel vorrichtungen, die beim Aufnehmen des Wickelkörpers gegenüber der Fadenausstoßstelle vertikal verstellt werden
können, läßt sich leicht eine maximale Kräuselung bewirken und die Stärke des Wickelkörpers leicht variieren.
In der Vorrichtung nach F i g. 1 und 2 ist die Fläche
41 des die gekräuselten Stränge aufnehmenden Organs. d. h. des Drehdorns oder der Klemmhülse, mit einer
Vielzahl von glatten Erhebungen von unregelmäßiger
Form versehen. Diese Erhebungen haben die Wirkung, daß die aus den gekräuselten Strängen bestehenden
Wickelkörper sich vermöge ihrer Trägheitskraft ohne Gleiten, d. h. ohne abzurutschen, auf der Fläche des
Drehdorns oder der Klemmhülse bilden können. Es hat sich gezeigt, daß Aufwickelorgane mit ebener Oberfläche
bei uer Herstellung von Wickelkörpern von beträchtlicher Stärke nicht allein das Aufwickeln, sondern
auch das Herunternehmen des Wickelkörpers von seiner Unterlage erschweren. Auf Aufwickeiorganen mit
gerippten und zwischen den Rippen mit feinen Zahnungen versehenen Flächen 41 von der in F i g. 1 und 2
gezeigten Art lassen sich die Wickelkörper ohne Schwierigkeit herstellen. Wenn für den beschriebenen
Zweck die Fläche des Aufwickelorgans auch mit Erhebunge.i versehen worden ist, so kann man ebenso gut
auch eine perforierte Fläche verwenden.
In der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung nach F i g. 1 und 2 werden für die Herstellung von runden
Wickelkörpern aus gekräuselten Strängen Metallflächen verwendet. Flächen aus rostfreiem Stahl haben
sich als besonders geeignet erwiesen. In der Ausfüh rungsform nach F i g. 4, nach der aus einer Vielzahl von
getrennt liegenden parallelen Strängen 63 ein endloses Glasfaserband hergestellt wird, haben sich Gummiräder
als besonders brauchbar erwiesen. Jedoch kann man auch hier Metall oder andere Stoffe, beispielsweise
Graphit, verwenden. In der Vorrichtung nach F i g. 5 kann die Sammelfläche 125 ein endloses Band aus glattem
Gewebe oder dünnem Metall sein. Diese Ausführungsform der Sammelfläche kann mit Vorteil in konventionellen
Vorrichtungen zur Herstellung von Matten verwendet werden.
Die mit der Vorrichtung nach der Erfindung hergestellten Produkte haben einen guten inneren Verbund
und bei größerer Stärke, d. h. bei Stärken von 3,2 mm und darüber, das Aussehen von Nadelmatten. Sie lassen
sich nur schwer auseinanderziehen, weil die auf die Ablagefläche geworfenen Stränge, bei der Kräuselung in
beträchtlicher Tiefe in die bereits angesammelte Fasermasse eindringen und sich nach allen Richtungen ineinander
verschlingen.
Den mit der Vorrichtung nach der Erfindung hergestellten gekräuselten Produkten wohnt eine beträchtliche
potentielle Energie inne, die vernichtet werden muß, damit die Kräuselung der Fasern dauerhaft wird.
Zu diesem Zweck erwärmt man die Produkte in einer Heizzone auf eine Temperatur, bei der die Glasfasern
physikalisch entspannt werden und die Kräuselung fixiert wird. Eine hierfür typische Arbeitsweise besteht
darin, daß man das Glas solange auf eine Temperatur von 427 bis 7600C oder eine höhere Temperatur erwärmt bis die physikalische Entspannung der gekräu-
selten Fasern eingetreten ist Im allgemeinen braucht das Glas nicht auf seinen Erweichungspunkt erwärmt
zu werden. Die Behandlungszeit hängt von der Temperatur ab. Je hoher die in der Heizrone verwendete
Temperatur, desto kürzer die für die physikalische Ent-
6s spannung und im Zusammenhang hiermit für die Fixierung der Kräuselung benötigte Zeit Beispielsweise bedarf es im Temperaturbereich von 427 bis 649° C einer
Behandlungszeit von 1 bis 15 Minuten und darüber. Die
verwendeten Heizmittel können von verschiedener Form und Art sein. Geeignet sind beispielsweise Strahlungsheizer,
Gasofen und Heißluftkammern.
Man kann die mit Hilfe der Vorrichtung nach der Erfindung hergestellten Matten aus gekräuselten Glasseidensträngen
für eine Reihe von Zwecken verwenden, beispielsweise zur Verstärkung von Thermoplasten
in Filtervorrichtungen, als Isolierstoffe, für Gewebe und als Textilgarne. Man kann sie hierbei auch zusammen
mit den für Glas geeigneten konventionellen Schmiermitteln, Schlichten und Bindemitteln verwenden.
Beispielsweise kann man sie beim Einsatz als Isoliermittel zusammen mit gebräuchlichen Phenolformaldehydharzen
als Bindemittel verwenden. Geeignet sind die in den US-PS 32 15 535 und 29 90 307 beschriebenen
Bindemittel. Bei ihrem Einsatz auf dem Textilgebiet kann man jedes bekannte Textilschlichtemittel verwenden,
beispielsweise die in der US-PS 31 67 468 beschriebenen Schlichtemittel. Verschiedene Latexstoffe
und Resorcinformaldehydharz sind geeignet, wenn das gekräuselte Produkt zum Verstärken von Gummi verwendet
werden soll. Bindemittel dieser Art sind in dei US-PS 35 33 830 beschrieben. Zur Verstärkung vor
Harzen können Bindemittel und Schlichten mannigfacher Art verwendet werden. Es kann sich als zweckmä
ßig erweisen, zusammen mit den Bindemitteln unc Schlichten allgemein gebräuchliche Kupplungsmittel zi
verwenden. Genannt seien organische Siliciumverbin düngen, beispielsweise Vinyltrichlorsilan, Gamma-ami
nopropyltriäthoxysilan und ähnliche Verbindungen Ferner kann man auch kationische Weichmacher, anti
statische Mittel und andere bekannte Glasfaseradditiv< verwenden, um die Eigenschaften der Massen aus ge
kräuselten Glasfasern nach der Erfindung für eine be stimmte Verwendung zu verstärken.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
- *" ; * Patentansprüche:ν,ν 1. Vorrichtung zur Herstellung einer aus gekräu-■ ^selten Glasseidensträngen bestehenden Matte, ge- kennzeichnet durch Mittel (11 bis 15; 74; 101) mit denen eine Vielzahl von Glasseidensträngen (13; 63; 100) parallel ausgerichtet zwischen zwei schnellaufenden endlosen Förderbändern (20, £1; 68,69; 102,109) eingelegt wird; Mittel (16,17; 64.65; 108) zur schnellen Vorwärtsbewegung der Glasseidenstränge in paralleler Anordnung zwischen den Förderbändern; Mittel (22,23; 72, 73; 110,111) zum Umlenken der Förderbänder in entgegengesetzter Richtung, so daß die parallel angeordneten Glasseidenstränge geradlinig ausgestoßen werden, und eine Auffangfläche (24; 76; 125) in etwa 23 bis 15 cm Abstand von der Ausstoßungsstelle, deren Flächennormale etwa in Richtung der Bewegung der Glasseidenstränge liegt
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine in horizontaler Ebene sich hin- und herbewegende rotierende Auffangfläche (24).
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Mittel (117, 118) zum Hin- und Herbewegen der die Glasseidenstränge ausstoßenden Mittel (110, 111) quer zu einer in horizontaler Ebene sich bewegenden Auffangfläche (125).
Applications Claiming Priority (2)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
US27495172A | 1972-07-25 | 1972-07-25 | |
US27495172 | 1972-07-25 |
Publications (3)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE2337170A1 DE2337170A1 (de) | 1974-02-07 |
DE2337170B2 DE2337170B2 (de) | 1976-03-25 |
DE2337170C3 true DE2337170C3 (de) | 1976-11-11 |
Family
ID=
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