DE2332018C2 - Seilführungsklotz für ein Abseilgerät - Google Patents
Seilführungsklotz für ein AbseilgerätInfo
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- B66D—CAPSTANS; WINCHES; TACKLES, e.g. PULLEY BLOCKS; HOISTS
- B66D3/00—Portable or mobile lifting or hauling appliances
- B66D3/04—Pulley blocks or like devices in which force is applied to a rope, cable, or chain which passes over one or more pulleys, e.g. to obtain mechanical advantage
- B66D3/06—Pulley blocks or like devices in which force is applied to a rope, cable, or chain which passes over one or more pulleys, e.g. to obtain mechanical advantage with more than one pulley
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Description
Die Erfindung betrifft einen Seilführungsklotz der im
nahegelegenen Flansch der Abseilrolle übergreift und mit einem ersten Begrenzungsteil einen Anschlag
bildet, dadurch gekennzeichnet, daß dem ersten Begrenzungsteil (202) gegenüberlie-
Umschlingungen geführt ist, das bei Angreifen einer io Oberbegriff des Patentanspruches 1 genannten Ar-^.
Zugkraft an seinem einen Ende die Abseilrolle frei Ein derartiger Seilführungsklotz ist aus der DE-OS
mitdreht und bei Angreifen einer Zugkraft an sei- 20 64 761 bekanntgeworden. Dabei ist zwar auf einer
nem anderen Ende durch Reibung auf der Außenfiä- Seite der Abseilrolle ein als Begrenzungsteil für eine
ehe der blockierten Abseilrolle abgebremst wird. Verschiebung der Seilschlingen wirkender Anschlag
wobei der Seilführungsldotz dem der Grundplatte 15 vorgesehen; dieser Anschlag kann jedoch nicht gewährleisten,
daß nicht an gerade diesem Anschlag die Seilschlingen bei einer axialen Verschiebung aufeinander
aufklettern. Ein weiteres Problem bei derartigen Abseil-
. roilen besteht dabei, daß sich bei momentaner I^cke-
gend ein zweiter Begrenzungsteil (203) angeordnat 20 rung des Seils die Lage der Seilschlingen auf der Abseilist
der mit cten ersten Begrenzungsteil (202) durch rolle verändert oder daß gar eine Umschlingung sich
ein Brückentej? (201) verbunden ist und daß der der- löst
art gebildete Seilführungsklotz (200) die Seilschlei- Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Abseilgerät
fen auf der Abseilrolle (3,121) übergreift der eingangs genannten Art derart weiter zu verbes-
2. Seilführungsklotz nach Anspruch 1, dadurch ge- 25 sern, daß mit erhöhter Sicherheit ein Aufklettern bekennzeichnet,
daß nachbarter Seilschlingen aufeinander verhindert wird, der Abstand (a\) zwischen Brückenteil (201) und Au- Dies soll in beiden axialen Richtungen entlang der Abßenfläche
der Abseilrolle (3,121) an der Stelle (A1), seilrichtung gewährleistet sein.
an der das mit einer Person oder Last belastete Seil Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die im
(6) bei blockierter Abseilrolle (3) zum ersten Mal in 30 Kennzeichen des Patentanspruches 1 angegebenen
denjiaum zwischen Seilführungsklotz (200) und Au- Maßnahmen gelöst. Die Erfindung betrifft ferner ver-
ßenfläche der Abseilrolle (3,121) hineinläuft,
der Abstand (a2) zwischen Brückenteil (201) und Außenfläche
der Abseilrolle (3, 121; an der Stelle (A1), an der das mit einer Person oder Last belastete Seil
(6) bei blockierter Abseilrolle (3) zu, η ersten Mal den Raum zwischen Seilführungsklotz (200) und Außenfläche
der Abseilrolle (3,121) verläßt, der Abstand fa) zwischen Brückenteil (201) und Au-
schiedene vorteilhafte Weiterbildungen.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung der Abseilrolle ist gewährleistet, daß auch auf der Abseilrolle
eventuell als Folge von Verschmutzungen unterschiedliche Reibungskräfte und dadurch hervorgerufene Verschiebungen
der die Abseilrolle umschlingenden Seilschlingen nicht mehr zu einer Verschlingung oder zu
einem Aufklettern der Schlingen führen kann. Ein
ßenfläche der Abseilrolle (3, 121) an der Stelle (A}), 40 Hochklettern einer Seilschlinge auf r'ie benachbarte
an der das mit einer Person oder Last belastete Seil Seilschlinge, wie etwa beim Hochziehen einer Person,
(6) bei blockierter Abseilrolle (3) zum zweiten Mal in ist ebenfalls ausgeschlossen. Dasselbe gilt beim Hoch-
den Raum zwischen Brückenteil (201) und Außenfiä- ziehen in unbelastetem Zustand, sowie bei schnellen und
ehe der Abseilrolle (3,121) hineinläuft und plötzlichen Lastwechseln, wie sie etwa zu Beginn des
der Abstand (a4) zwischen dem Brückenteil (201) und 45 Abseilvorgangs bei schlagartigem Angreifen der Last
Außenfläche der Abseilrolle (3, 121) an der Stelle möglich sind. Dadurch, daß die beiden Begrenzungsteile
(Aa). an der das mit einer Person oder Last belastete
Seil (6) bei blockierter Abseilrolle (3,121) zum zweiten
Mal den Raum zwischen Brückenteil (201) und der Außenfläche der Abseilrolle (3,121) verläßt,
zueinander mindestens eine der folgenden Bezie-
hungen aufweisen:
a\ kleiner als a2,
a3 größer als a4,
a3 größer als ai, und
/J4 kleiner als a2.
a3 größer als a4,
a3 größer als ai, und
/J4 kleiner als a2.
3. Seilführungsklotz nach Anspruch 1, dadurch ge-
und der sie verbindende Brückenteil einen in seinen Dimensionen — gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung
— sorgfältig abgestimmten Käfig zum Umgreifen der Seilschlingen auf der Abseilrolle bilden, ist auch bei
einer Lockerung oder unsachgemäßer Handhabung ausgeschlossen, daß eine Veränderung der Seilschlingen
auf der Abseilrolle eintritt, die zu Betriebsunsicherheiten führen könnte. In jedem Fall werden die Seilschlingen
bei der Belastung in ihre gewünschte Lage zurückgedrückt.
Die Erfindung ist auch nicht nahegelegt durch ein Abseilgerät wie es in der US-PS 8 64 689 dargestellt ist.
Dort ist zwar ein Seilführungsklotz'
. . . _ o "orgesehen; er dient
kennzeichnet daß die einander zugekehrten Seiten- 60 jedoch dazu, den Zulauf und den Abjauf des Seils bezügflachen
(210, 211) der Begrenzungsteile (202, 203) lieh der in der Abseilrolle vorgesehenen Rillen genau zu
definieren, enthält jedoch keine Anregungen zur Lösung der oben genannten Aufgabe, die von einem Abseilgerät
mit einer Abseilrolle, welche eine glatte zylin-
4. Seilführungsklotz nach Anspruch !,dadurch ge- 65 drische Oberfläche aufweist ausgeht,
kennzeichnet daß der Abstand der Außenseiten der Nach der vorteilhaften Weiterbildung, die in An-
beiden Begrenzungsteile (202,203) etwas kleiner als spruch 2 definiert ist, erhält die Innenfläche des Brükder
Abstand der Innenseiten der beiden an der Ab- kenteils, die die Außenfläche der Abseilrolle gegenüber-
gegenüber einer Umfangslinie (212) der Abseilrolle
(3) der Lage der Seilschlingen (240, 241) auf dieser
angepaßt, schräg verlaufen.
liegt und mit dieser und den Innenflächen der Begrenzungsteile die bereits erwähnte Kammer bildet, eine
spezifische Form, die optimal an die Silhouette der an dieser Stelle anliegenden Teile der Seilschlingen angepaßt
ist; der praktischen Ermittlung dieser Form lag die Erkenntnis zugrunde, daß es die Elastizität des verwendeten
Seiles bedingt, daß die auf das Seil in seiner Längsrichtung einwirkenden, durch die angehängte Last
bedingten Kräfte, ferner die auf das Seil durch benachbarte Seilschlingsn ausgeübten Kräfte, sowie die in
Richtung einer Verschiebung auf der Außenfläche der Abseilrolle während des Abseilvorgangs einwirkenden
Kräfte und die Reibung an den Innenflächen des Seilführungsklotzes
zu unterschiedlichen Querschnittsverformungen des Seiles entlang seiner Auflagefläche führen
und daß die Festlegung der Seilschlingen durch eine kammerartige Führung, wie sie durch den bereits im
vorgehend beschriebenen Seilführungsklotz gegeben ist, noch verbessert werden kann, wenn sie diesen Querschnittsveränderungen
angepaßt ist. Es ergibt sich dabei noch der Vorteil, daß das Seil leicht eingefädelt werden
kann und in entspanntem Zustand zwischen Brüekeniei!
und Abseiirolie etwas eingeklemmt ist; da die F^rm der
zwischen Brückenteil und Außenfläche der Abr-eilrolle
gebildeten Kammer der Silhouette der Seilschlingen in belastetem Zustand angepaßt ist, gegenüber der sich im
entspannten Zustand eine,-wenn auch geringe, Aufweitung des äußeren Durchmessers der auf der Außenfläche
der Abseilrolle aufliegenden Seilschlingen ergibt.
Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß die einander zugekehrten Seitenflächen
der Begrenzungsteile gegenüber einer Umfangslinie der Abseilrolle, der Lage der Seilschlingen auf dieser
angepaßt, schräg verlaufen.
Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß der Abstand der Außenseite der
beiden Begrenzungsteile etwas kleiner als der Abstand der Innenseiten der beiden an der Abseilrolle vorgesehenen
Flansche ist und sich die Begrenzungsteile in den zwischen den beiden Flanschen gebildeten Raum hineinerstrecken.
Es ergibt sich damit eine geschlossene Ausbildung der gesamten Führung der Seilschlingen.
Die Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben. F-s stellt dar
F i g. 1 eine Seitenansicht eines Abseilgeräts unter Verwendung eines Ausführungsbeispiels:
F i g. 2a, 2b, 2c eine Draufsicht, ein»; Vorderansicht
bzw. eine perspektivische Ansicht des in Fig. 1 verwendeten Ausführungsbeispiels;
F i g. 3a und 3b Querschnitte entlang den Linien IHa-IHa und IIIö-IlIZ» durch cen Seilführungsklotz nach
F i g. 2a mit eingelegten Seilschlingen.
Fig. 1 zeigt das Abseilgerät mit dem Seilführungsklotz 200. Das Abseilgerät wird gebildet durch eine
Grundplatte 1, an der in einer (nicht gezeigten) öffnung ein Bolzen 12 befestigt ist, auf dem eine Abseilrolle 3
drehbar gelagert ist. Die Lagerung erfolgt derart (nicht gezeigt), daß sich die Abseilrolle in einer Drehrichtung
auf den Bolzen 12 frei dreht, in der anderen Drehrichtung jedoch blockiert ist. Eine derartige Lagerung erfolgt
unter Verwendung eines (nicht gezeigten) durch einen Klemmrollenfreilauf gebildeten Reibungsgesperres.
Die Abseilrolle 3 ist auf dem Bolzen 12 mit Hilfe einer Schraubenmutter 3 befestigt. Sie wird gebildet
durch einen zylindrischen Körper 121, der zwei Flansche 122 und 123 aufweist. Mit 2'Λ Umschlingungen ist
um die Außenfläche des zylindrischen Teils 121 der Abseilrolle 3 ein Seil 6 herumgiiegt.
Die erwähnte Lagerung der Abseilrolle 3 auf dem Bolzen 12 erfolgt nun derart, daß diese blockiert ist,
wenn an dem Ende 6' eine Person oder Last angehängt ist Soll das Seil 6 bewegt werden, muß also die durch
eine am Ende 6' angehängte Last oder Person bewirkte Kraft groß genug sein, um die durch Gleiten des Seils 6
auf der feststehenden Abseilrolle 3 entstehende Reibungskraft zu überwinden; auf diese Weise erfolgt eine
Abbremsung der Person oder Last während des Abseil-Vorganges,
die bewirkt, daß die Geschwindigkeit des Abseilvorganges durch eine wesentlich geringere Kraft,
die am anderen Ende 6" dagegenhält, kontrolliert und auch angehalten werden kann. In der anderen Drehrichtung
dreht jedoch die Abseilrolle 3 frei mit, so daß das Ende 6', an dem beim Abseilvorgang eine Person oder
Last befestigt ist, nach Beendigung des Abseilvorgangs sehr leicht, & h. ohne daß die beschriebene Reibungskraft
zu überwinden wäre, wieder hochjezogen werden kann, wenn man am Ende 6" zieht. Das Seil 6 nimmt
dann die Abseilrolle 3 in Drehrichtung der Abseilrolle 3 mit.
Die Verwendung dieses Absei!geräi<_3 kann auf die
verschiedensten Arten erfolgen. Das Abseilgerät kann z. B. mit Hilfe eines Karabinerhakens, der in die Öffnung
15 an der Oberseite der Grundplatte 1 eingehängt ist. an der Stelle befestigt werden, von der eine Person oder
Last abzuseilen ist.
Soweit das Abseilgerät bis jetzt beschrieben worden ist, ist es aus der DE-OS 20 64 761 bekannt. Die Zuführung
des Seils 6 auf die Abseilrolle 3 erfolgt bei der Anordnung nach der DE-OS 20 64 761 mit Hilfe von
Seilführungsringen; in dem Ausführungsbeispiel nach F i g. 1 erfolgt sie von einer Seite (Führung des Endes 6')
durch einen (nicht gezeigten) Seilführungsring, am anderen 6" durch einen Führungsbügel 100, der der Übersichtlichkeit
der Darstellung halber nur in gestrichelten Linien eingezeichnet ist und der durch zwei Bügel 8 und
9 gebildet wird, die über Stege 10 und 11 miteinander
verbunden sind, so daß sich zwischen den Bügeln 8 und 9
und den Stegen 10 und 11 eine Öffnung bildet, durch die das Ende 6' vom Umfang der Abseilrolle 3 her nach
außer, geführt ist. Die Ausgestaltung dieses Führungsbügels und seine Befestigung an der Grundplatte 1 mit
Hilfe von Bolzen 13 und 14, sowie die sich daraus ergebenden Vorteile und Verwendungsmöglichkeiten sind
Gegenstand der Anmeldung P 22 31 844.1 vom 29. Juni 1972 desselben Anmelders.
Der Seilführungsklotz 200 entspricht dem Seilführungsklotz 13 (dort als Seilführungsteil bezeichnet) der
DE-OS 20 64 761. Seine Ausbildung, die Gegenstand der vorliegenden Anmeldung ist. ist im einzelnen in den
F i g. 2a bis 2c dargestellt. Er besteht aus dem Brückenteil 201 und den beiden Begrenzungsteilen 202 und 203.
Er ist rr;<>
Hilfe von Schrauben 204, die in mit Innengewinde versehene Bohrungen 205 und 206 eingreifen, an
der Grundplatte 1 befestigt.
Die Innenflächen 210 und 211 der beiden Begrenzungsteile 201 bzw. 203 verlaufen gegenüber einer Umfangslinie
212 entlang des Umfangs der Abseilrolle 3, die in Fig. 2a strichpunKtiert angedeutet ist, schräg und
entsprechen damit dem Lauf des Seils 6 entlang seiner Auflage an der Außenfläche des zylindrischen Bereiches
121 der Abseilrolle 3. Wie aus Fig. 2c zu ersehen, sind die Stirnflächen 221 bzw. 222 der Begrenzungsteile 201
bzw. 203 konkav ausgebildet. Die Ausbildung ist derart, daß der Mittelpunkt de* Krümmung in der Achse der
Abseilrolle 3 liegt. Sie bilden also mit der Außenfläche des zylindrischen Bereiches 121 der Abseilrolle 3 kon-
zentrische Flächen und liegen, wie aus Fig. 1 zu ersehen,
der Außenfläche des zylindrischen Bereiches 121 gegenüber und an dieser in einem so geringen Abstand
an. daß ein Hindurchgleiten des Seiles 6 ausgeschlossen ist. i
Wie aus Fig. I zu ersehen, bilden die Innenflächen
210 und 211 der beiden Begrenzungsteile 202 und 203, sowie die Innenfläche 231 des Brückenteils 201 mit der
Außenfläche des zylindrischen Bereiches 121 der Abseilrolle 3 eine kammerförmige Ausnehmung, in der die
beiden Seilschlingen 240 und 241 des Seiles 6 geführt sind. Dadurch wird die Lage dieser Seilschlingen 240,
241 auf der Außenfläche des zylindrischen Bereiches 121 der Abseilrolle 3 genau definiert. Die Innenflächen
210 bzw. 211 wirken einer Verschiebung der beiden Seilschlingen in Richtung auf die Grundplatte 1 (während
des Abseilvorganges bei belastetem Ende 6') und in entgegengesetzter Richtung (beim Hochziehen des Endes
6' durch Kraftanwendung am Ende 6") entgegen. Die Innenfläche 231 des Brückenteils 201 verhindert ein
Aufklettern des Seils 6 bzw. der Seilschlingen 240 und 241 selbst unter extremsten Bedingungen, wie sie durch
wechselnde Belastung, durch Lockerung bei der Handhabung,
beim Transport o. dgl. entstehen können.
Die Innenfläche 231 ist nun besonders ausgebildet, w ie das aus den F i g. 2a, 2b. 2c und 3a. 3b zu ersehen ist.
Sie ist nämlich nicht konzentrisch zur Achse der Abseilrolle 3, sondern weist vielmehr eine Krümmung auf, die
der Verformung der Querschnitte der beiden Seilschlingen 240 und 241 in dem kammerartigen Bereich ange- jo
paßt ist. der durch den Brückenteil 201 und die beiden Begrenzungsteile 202 und 203 gebildet wird.
Um diese Krümmung zu verdeutlichen, müssen die Abstände βι. a2, a3 und a4. wie sie in den F i g. 3a und 3b
eingezeichnet sind und die Stellen A\. Ai. Ai und A4, wie
sie in F i g. 2a eingezeichnet sind, zunächst definiert werden. Geht man davon aus, daß ein Abseilvorgang stattfindet
und daß am Ende 6' des Seiis 6 eine Person oder Last angehängt ist. die abgeseilt wird, dann gleitet das
Seil 6 in Richtung der eingezeichneten Pfeile 6a auf der blockierten Abseilrolle 3. An der Stelle At gleitet es nun
zum ersten Mal in den kammerförmigen Raum zwischen den Innenflächen 210, 211 und 231 des Seilführungsklotzes
200 und der Außenfläche des zylindrischen Bereiches 121 der Abseilrolle 3 hinein: an der Stelle -4·
gleitet das Seil 6 zum ersten Mal aus diesem Raum wieder heraus. Der hier zwischen den Innenflächen des
Brückenteils 201 und der Außenfläche der Abseilrolle 3 hindurchgehende Teil des Seils 6 ist ein Stück der in
F i g. 1 mit 241 bezeichneten Seilschlinge.
An der Stelle A, gleitet das Seil 6 zum zweiten Mal in
diesen Raum hinein; es läuft zum zweiten Mal aus diesem Raum an der Stelle Ai heraus. Der Teil des Seils 6
zwischen den Stellen A-, und A1 ist ein Stück der Seilschlinge
240(vgl. Fig. I).
Die Abstände zwischen der Innenfläche 231 an diesen Steilen A) bis At und der Außenfläche der Abseilrolle 3
sind mit a-,, at, ai und a* bezeichnet.
Die Krümmung der Innenfläche 231 des Brückenteils 201 ist nun dadurch definiert, daß
Begrenzungsteile 202 und 203. der Innenfläche 231 des Brückenteils 201 und der zylindrischen Außenfläche des
Bereiches 121 der Abseilrolle 3 entspricht der Verformung der Querschnitte der Schlingen 240 und 241 in
diesem Raum bei Belastung, so daß auf diese Weise eine optimale Führung erreicht ist.
Die unterschiedlichen Querschnitte ergeben sich durch das Einwirken von Reibungskräften zwischen Seil
und Abseilrolle, Reibungskräften an den Berührungsflächen zwischen den beiden Seilschlingen 240 und 241,
Reibungskräften zwischen den Seilschlingen 240 und 241 und den Seitenflächen 210 bzw. 211 und den daraus
resultierenden unterschiedlichen Querschnittsbelastungen des elastischen Seils entlang des Umfangs der Abseilrolle
3 und insbesondere entlang des Bereiches, über den sie in dem Seilführungsklotz 200 geführt sind.
Ist das Seil unbelastet und wird es z. B. gelockert, hat
das Seil die Tendenz, kreisförmigen Querschnitt anzunehmen,
ist also dann insoweit auch, da die Ausbildung dieses kammerförmigen Raums nicht kreisförmigem
Querschnitt des Seils 6 in diesem Raum entspricht, insoweit in diesem Raum eingeklemmt. Diese bei Betrieb
leicht zu überwindende und bei Belastung verschwindende Klemmung sichert gegen eine Lockerung des
Seils 6 bei irgendwelcher Handhabung und stellt insoweit noch eine Verbesserung der eingangs beschriebenen
Führung der beiden Schlingen 240 und 241 zwischen dem Brückenteil und den Begrenzungsteilen einerseits
und der Außenfläche der Abseilrolle andererseits dar.
Um diese Wirkungen, die auf die besondere Ausbildung der Innenflächen 231 des Brückenteils 201 zurückgehen,
zumindest teilweise zu erreichen, reicht es auch aus, wenn nur eine der oben genannten Beziehungen
zwischen den Abständen a\, ai. aj. a4 eingehalten wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
a-: kleiner als ai,
aι größer als ax.
as größer als a. und
ai kleiner als a>
ai kleiner als a>
60
65
Die sich daraus ergebende Form des kammerartigen Raumes zwischen den Innenflächen 210 und 211 der
Claims (1)
1. Seilführungsklotz für ein Abseilgerät zum Abseilen
von Personen oder Lasten, das eine an einer Grundplatte befestigte, beidseitig mit Flanschen versehene
Abseilrolle aufweist, die in einer Drehrichtung frei drehbar und in der anderen Drehrichtung
blockiert ist rnd über die ein Seil mit mindestens 1V2
seilrolle vorgesehenen Flansche (122, 123) ist und sich die Begrenzungsteile (202,203) in den zwischen
den beiden Flanschen (121, 222) gebildeten Raum hineinerstrecken.
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE19732332018 DE2332018C2 (de) | 1973-06-23 | 1973-06-23 | Seilführungsklotz für ein Abseilgerät |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE19732332018 DE2332018C2 (de) | 1973-06-23 | 1973-06-23 | Seilführungsklotz für ein Abseilgerät |
Publications (2)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE2332018A1 DE2332018A1 (de) | 1975-01-23 |
DE2332018C2 true DE2332018C2 (de) | 1984-10-18 |
Family
ID=5884893
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE19732332018 Expired DE2332018C2 (de) | 1973-06-23 | 1973-06-23 | Seilführungsklotz für ein Abseilgerät |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE2332018C2 (de) |
Families Citing this family (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE4315952C2 (de) * | 1993-05-12 | 1997-05-07 | Anton Staltmeir | Abseil- und Aufseilgerät |
EP2609963A1 (de) * | 2011-12-29 | 2013-07-03 | Cresto AB | Abseilvorrichtung mit Direktantriebszentrifugalbremse |
Family Cites Families (4)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
US697736A (en) * | 1901-11-25 | 1902-04-15 | John T Mahar | Fire-escape. |
US864689A (en) * | 1907-02-07 | 1907-08-27 | William C Baird | Fire-escape. |
US963409A (en) * | 1909-05-15 | 1910-07-05 | Marion F Welch | Fire-escape. |
DE2064761C3 (de) * | 1970-12-31 | 1974-04-18 | Otto 8112 Bad-Kohlgrub Brda | Abseilgerät mit Laufseil zum Abseilen von Personen oder Lasten |
-
1973
- 1973-06-23 DE DE19732332018 patent/DE2332018C2/de not_active Expired
Also Published As
Publication number | Publication date |
---|---|
DE2332018A1 (de) | 1975-01-23 |
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Legal Events
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