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DE2326536A1 - Verfahren und vorrichtung fuer das giessen von gegenstaenden - Google Patents

Verfahren und vorrichtung fuer das giessen von gegenstaenden

Info

Publication number
DE2326536A1
DE2326536A1 DE19732326536 DE2326536A DE2326536A1 DE 2326536 A1 DE2326536 A1 DE 2326536A1 DE 19732326536 DE19732326536 DE 19732326536 DE 2326536 A DE2326536 A DE 2326536A DE 2326536 A1 DE2326536 A1 DE 2326536A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
plastic material
temperature
mold
extension
mold cavity
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19732326536
Other languages
English (en)
Inventor
Donald Humpherson
Jack Lendymore Riley
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Imperial Metal Industries Kynoch Ltd
Original Assignee
Imperial Metal Industries Kynoch Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Imperial Metal Industries Kynoch Ltd filed Critical Imperial Metal Industries Kynoch Ltd
Publication of DE2326536A1 publication Critical patent/DE2326536A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C45/00Injection moulding, i.e. forcing the required volume of moulding material through a nozzle into a closed mould; Apparatus therefor
    • B29C45/17Component parts, details or accessories; Auxiliary operations
    • B29C45/46Means for plasticising or homogenising the moulding material or forcing it into the mould
    • B29C45/56Means for plasticising or homogenising the moulding material or forcing it into the mould using mould parts movable during or after injection, e.g. injection-compression moulding
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C45/00Injection moulding, i.e. forcing the required volume of moulding material through a nozzle into a closed mould; Apparatus therefor
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C45/00Injection moulding, i.e. forcing the required volume of moulding material through a nozzle into a closed mould; Apparatus therefor
    • B29C45/17Component parts, details or accessories; Auxiliary operations
    • B29C45/26Moulds

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)

Description

. PATEKITANWÄLTööC-RO TlEDTSCE - BüHLBKl© ° ¥
TEL. (0311) 53SS53-56 TELEX: 524845 tipat CABLE ADDRESS: Garmaniapatent München *^ *9j *5 ß K ^ β
Ν» , &» **J> &, %J *J \1 Kf
24. Mal 197 3 B 5416
Imperial Metal Industries (Kynoch) Limited Birmingham, Großbritannien
Verfahren und Vorrichtung für das Gießen von Gegenständen
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung für das Gießen von Gegenständen, die aus einem kristallinen, synthetischen Kunststoffmaterial bestehen.
Erfindungsgemäß besteht ein Verfahren für das
Gießen eines Gegenstands aus synthetischem Kunststoffmaterial darin, daß man eine Menge Kunststoffmaterial bei einer
a> Temperatur bis auf 300C oberhalb der kristallinen ο
<° Schmelztemperatur dieses Materials in den geschmolzenen o Zustand.bringt und diese Menge mechanisch in den Hohlraum ο einer Gießform preßt, die sich auf einer Temperatur unter-
-* halb der kristallinen Schmelztemperatur befindet, wodurch
das Kunststoffmaterial bei Berührung mit den Oberflächen
Deutsche Bank (München) Kto. 51/61070 Dresdner Bank (München) Kto. 3939844 Postscheck (München) Kto. 67043-804
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des Gießformhohlraums abgeschreckt wird und an wenigstens einem Teil der Oberflächen das Formhohlraums im Kunststoffmaterial eine Molekularorientierung herbeigeführt wird, so daß die Zugfestigkeit des Kunststoffmaterials in Richtung der Molekularorientierung um wenigstens 80 % erhöht wird.
Vorteilhaft ist das synthetische Kunststoffmateria"
ein kristallines Polyolefinp'olymeres .
Ferner' umfaßt die Erfindung ein Verfahren für das Gießen einer Schrotpatronenhülse aus einem kristallinen Polyolefin-Kunststoffmaterial und besteht darins daß man eine Menge Kunststoffmaterial in einen geschmolzenen Zustand bringt bei einer Temperatur, die bis zu 30 C oberhalb der kristallinen Schmelztemperatur dieses Kunststoffmaterials liegt, daß man eine Gießform verwendet, die einen Formhohlraum aufweist, der einen Basisabschnitt und einen Wandabschnitt hat, und daß man mechanisch die Kunststoffmenge in den Formhohlraum preßt9 und zwar anfänglich durch den Basisabschnitt des Hohlraums, wobei sich die Gießform auf einer Temperatur befindet, die niedriger als die kristalline Schmelztemperatur ist, wodurch das Kunststoffmaterial bei Berührung mit den Oberflächen des Formhohlraums abgeschreckt oder abgekühlt wird und eine Molekularorientierung im Kunststoffmaterial zumindest am Wandabschnitt des Formhohlraums" induziert wird, um die Zugfestigkeit des Kunststoffmaterials in Richtung der molekularen Orientierung um wenigstens 80 % zu erhöhen.
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- 3 - , . 2326538 ,
Vorteilhaft wird erfindungsgemäß die Gießform
kontinuierlich gekühlt, um sie auf einer Temperatur unterhalb des kristallinen Schmelzpunkts zu halten.
Vorzugsweise ist das kristalline Polyolefinpolymeres ein hochdichtes Polyäthylen . .
Zweckmäßig wird ferner die Kunststoffmaterialmenge
auf eine Temperatur bis zu 5 bis 15°C oberhalb ihrer kristallinen Schmelztemperatur vorbereitet, vorzugsweise inbesondere bei einer Temperatur von 5° oberhalb dieser Schmelztemperatur.
Die Erfindung liefert einen Gegenstand, der aus
synthetischem Kunststoffmaterial besteht und in der
Weise hergestellt wird, daß man eine Menge aus Kunststoffmaterial in den geschmolzenen Zustand bringt, und zwar
bei einer Temperatur bis zu 300C oberhalb der kristallinen
Schmelztemperatur dieses Materials, daß man mechanisch diese. Kunststoffmaterialmenge in den Hohlraum einer Gießform
preßt, die sich auf einer Temperatur unterhalb der kristallinen Schmelztemperatur befindet, wodurch das Kunststoffmaterial durch Berührung mit den Oberflächen des Formhohlraums abgekühlt oder abgeschreckt w,ird und eine Mo lekular orientierung im Kunststoffmaterial an zumindest einigen Abschnitten der
Oberfläche des Formhohlraums induziert, wird, um die Zugfestigkeit des Kunststoffmaterials in Richtung der Molekularorientierung um mindestens 80 % zu erhöhen.
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Die Erfindung ist insbesondere anwendbar bei der Herstellung von Schrotpatronenhülsen, die in der Weise hergestellt werden, daß man eine Menge an Kunststoffmaterial in einen geschmolzenen Zustand bringts und zwar bei einer Temperatur bis zu 300C oberhalb der kristallinen Schmelztemperatur des Kunststoffmaterials, daß man eine Gießform verwendet, die einen Formhoh'lraum besitzt, welcher einen Basisabschnitt und einen Wandabschnitt hat, und daß man mechanisch die Kunststoffmaterialmenge in den Formhohlraum preßt, und zwar anfänglich durch deren Basisabschnitt; die Gießform befindet sich dabei bei einer Temperatur unterhalb der kristallinen Schmelztemperatur, wodurch das Kunststoffmaterial bei Berührung mit den Oberflächen des Formhohlraums abgeschreckt wird und sich eine Molekularorientierung im Kunststoffmaterial zumindest im Wandabschnitt des Formhohlraums ergibt, um die Zugfestigkeit des Kunststoffmaterials in Richtung der Orientierung um mindestens 80 % zu erhöhen.
Vorzugsweise ist das Kunststoffmaterial ein hochdichtes Polyäthylen, das bei einer Temperatur von 5 C oberhalb seiner kristallinen Schmelztemperatur vorbereitet wird und dessen Zugfestigkeit auf halbem Wege entlang dem Wandabschnitt etwa
Wandabschnitts beträgt.
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dem Wandabschnitt etwa 984- kg/cm in Richtung der Länge des
Schließlich liefert die Erfindung eine Gießform ■für das Gießen von Gegenständen aus synthetischem Kunststoffmaterial; die Gießform besteht aus einem Gießförmkörper,
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in diesem untergebrachten Kühlkanälen s einem durch den Körper umgrenzten Formhohlraum3 einer an dem Körper vorge= sehenen Verlängerungs die einen Innenraum umgrenzt9 der zum Formhohlraum offen ist3 Temperaturüberwachungskanälen in der Verlängerungs einer Platte3 einer Vertiefung in der Platte 5 in die eine Einspritzdüse einer Spritsgießmaschine paßt, einem auf der- Platte vorgesehenen Vorsprungs der die= selbe Länge wie die Verlängerung hat und als Gleitsitz für die Verlängerung dient» und einem durch die Platte und den Vorsprung gehenden Kanals der eine Verbindung von der Vertiefung zum Formhohlraum über das Innere oder den Innenraum der Verlängerung herstellt.
Vorteilhaft besitzt die Gießform eine Ejektorstange innerhalb des Formhohlraums9 eine Hülses die sich um die Ejektorstange erstreckt und einen Formkern bildets sowie eine Verlängerung an der Ejektorstanges die mit Gleitsitz in den durch die Platte gehenden Kanal paßt»
Die Erfindung liefert ferner ein Verfahren für die Spritzgießverarbeitung von synthetischem Kunststoffmaterial unter Verwendung der vorgenannten Gießform; dieses Verfahren besteht darin3 daß man die Temperatur des Gießformkörpers auf einer Temperatur unterhalb der kristallinen Schmelztemperatur des Kunststoffmaterials hält, die Einspritzdüse einer Spritzgießmaschine in die Vertiefung der Platte einsetzts den Vorsprung in der Verlängerung des
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Gießformkörpers erfaßt und dabei den Innenraum der Verlängerung offenhält, dann eine Menge an synthetischem Kunststoffmaterial bei einer Temperatur von bis zu 30 C oberhalb der kristallinen Schmelztemperatur aus der Einspritzdüse durch den Kanal in der Platte in den Innenraum einspritzt , eine zeitlang so verweilts damit das Material in dem Kanal sich teilweise verfestigen kann, dann die Einspritzdüse von der Vertiefung abzieht und die Spritzgießform verschließt indem man den Vorsprung voll in den Innenraum einschiebt und dadurch mechanisch das Kunststoffmaterial in den Hohlraum der Form einpreßts wobei sich eine Molekularorientierung im Kunststoffmaterial nahesu mindestens einem-Teil der Oberfläche des Formhohlraums ergibt9 so daß die Zugfestigkeit des Kunststoffmaterials in Richtung der Molekularorientierung um zumindest 80 % erhöht wird.
Die Erfindung wird im folgenden anhand schematischer Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
Fig. 1 ist ein Querschnitt durch eine Gießform
für eine Schrotpatronenhülse im voll geöffneten Zustand der Form;
Fig. 2 ist ein der Fig„ I entsprechender Schnitt, der die teilweise geschlossene Form zeigt;
Fig. 3 ist ein der Fig. 1 entsprechender Schnitt, der die Form nach, dem völligen Schließen
verdeutlicht. 3Q9650/031u
Gemäß Fig. 1 ist eine Gießform 1 vorgesehen„ die einen Körper 2 besitzt, der mit Kühlkanälen (nicht gezeigt) versehen ist, die mit einem kontinuierlichen Kühlwasserstrom versorgt werden ο Der Gießformkörper 2-besitzt einen Formhohlraum 39 der allgemein zylindrisch ist und einen Basis= abschnitt 4 und einen Wandabschnitt 5 hat. An dem dem Wandabsclmitt 5 abgewandten Ende des Basisabschnitts 4 ist der For-mhohlraum mit einer radial nach außen weisenden Vertiefung 6 versehen,- durch die der Rand einer Schrotpatronenhülse gegossen werden kann.
Der Gießformkörper 2 besitzt ferner eine rohrförmige Verlängerung 7, die zum Basisabschnitt 4 des Formhohlraums 3 offen ist und von diesem Abschnitt wegweist. Das Innere
8 der rohrförmigen Verlängerung 7 ist zylindrisch und geht in die Vertiefung 6 über. Die rohrförmige Verlängerung ist mit Temperaturüberwachungskanälen (nicht gezeigt) versehen und kann thermisch von dem gekühlten Gießformkörper 2 isoliert sein, indem sie unter Zwischenschaltung eines Isolierrings
9 an diesem angebracht wird, der gestrichelt angedeutet ist.
Der Gießformkörper 2 ist mit einer Ejektorstange
10 versehen, die sich in den Formhohlraum 3 erstreckt und innerhalb dieses Hohlraums mit einer Hülse 11 versehen ist, die einen Gießformkern bilden soll und die Innenoberfläche der Schrotpatronenhülse definieren soll. Die Hülse 11 besitzt einen Kopfabschnitt 12 mit stumpfkegelförmigex1 Gestalt;
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von der Spitze dieses Kopfabschnitts steht die Ejektorstange 10 vor, die im Durchmesser vermindert ist und eine zylindrische axiale Verlängerung 13 liefert, wodurch die herkömmliche Innengestalt des Schrotpatronengehäuses zusammen mit einem Zünderhohlraum gegossen werden kann. Die Hülse besitzt ferner einen Wandabschnitt 14, der sich an den Kopfabschnitt 12 anschließt und sich in Richtung auf den Kopfabschnitt verjüngt. Hierdurch verjüngt sich der Wandabschnitt 5 der Gießform 3 von dem Basisabschnitt 4 weg und liefert in der herzustellenden Schrotpatronenhülse eine sich konisch verjüngende Wand. Die Ejektorstange 10 ist mit einer Einrichtung (nicht gezeigt) für das Verschieben durch den Basisabschnitt 4 des Formhohlraums 3 und die rohrförmige Verlängerung 7 versehen, um die gegossene Schrotpatronenhülse auszustoßen.
Die Gießform 1 ist ferner mit einer Platte 16 versehen, die in Fig..1 in der Offenstellung gezeigt ist. Die Platte 16 besteht aus einer Kreisplatte 17, die auf einer Oberseite in der Mitte mit einer teilsphärischen Vertiefung 18 versehen ist, in die die Spritzdüse 19 einer Spritzgießmaschine (nicht gezeigt) paßt. Der Vertiefung 18 gegenüber ist die Platte mit einem zylindrischen Vorsprung 20 versehen, der dieselbe Länge wie die rohrförmige Verlängerung 7 hat und mit Gleitsitz in das Innere 8 dieser Verlängerung paßt. Durch die Platte 16 und den Vorsprung 20 ist ein zylindrischer Kanal 21 gebohrt, der in die Basis der Vertiefung 18 öffnet. Der Kanal 21 liegt koaxial mit der Ejektorstange
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und kann die Verlängerung 13 mit Gleitsitz aufnehmen, wenn sich der Vorsprung 20 innerhalb der rohrförmigen Verlängerung 7 befindet. Der zylindrische Vorsprung 20 kann ein Rohr •22 aus Isoliermaterial (gestrichelt dargestellt) eingebettet aufweisen, um jegliche Wärmeübertragung zwischen der rohrförmigen Verlängerung 7 und dem Vorsprung 20 auf ein Minimum zu reduzieren. Der Vorsprung 20 kann gegen den Gießformkörper 2 abgedichtet sein, um die Basisoberfläche der Schrotpatronenhülse und deren Rand zu begrenzen. Die Platte 16 ist mit nicht gezeigten Füllkanälen versehen.
Beim Einsatz wird der Gießformkörper 2 mit einem konstanten Kühlwasserstrom durch seine Kühlkanäle versorgt, um ihn auf einer Temperatur unterhalb der kristallinen Schmelztemperatur des zu verformenden Polymeres zu halten. Die gewählte Temperatur kann z.B; Raumtemperatur, 10°C oder 00C sein. Die röhrförmige Verlängerung 7 wird bei einer Temperatur gehalten, die maximal bis zu 300C oberhalb der kristallinen Schmelztemperatur des Polymeren liegt. Die Platte 16 befindet sich auf einer Temperatur unterhalb der kristallinen Schmelztemperatur des Polymeres.
Für das Spritzgießen einer Schrotpatronenhülse werden die Gießformteile teilweise geschlossen, wie dies in Fig. 2 gezeigt ist, so daß der Vorsprung 20 gerade eben in die röhrförmige Verlängerung 7 eingesetzt ist und die Spritzdüse 19 von der Vertiefung 18 aufgenommen ist. Es wird dann geschmolzenes Polymeres aus der Düse 19 in die Gießform
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eingespritzt, wobei das eingespritzte Polymeres grundsätzlich in der rohrförmigen Verlängerung 7 liegt, die normalerweise bei einer Temperatur gehalten wird, die nicht größer als diejenige des Polymeren ist. Es wird die für das Gießen der Hülse korrekte Polymermenge eingespritzt.
Nach einer Verweilzei.t von wenigen Sekunden, während der sich- das in dem Kanal 21 der kalten Platte befindende Polymeres zum Teil verfestigen kann, wird die Düse 19 zurückgezogen und wird die Gießform vollständig geschlossen, wie dies in Fig. 3 dargestellt ist. Beim vollständigen Schließen der Gießform wird das geschmolzene Polymeres aus der rohrförmigen Verlängerung 7 in den relativ kalten Gießformkörper 2 gepreßt, der sich auf einer Temperatur unterhalb der" kristallinen-Schmelztemperatur befindet. Dadurch wird das Polymeres mit einer mit dem Einpressen zunehmenden Geschwindigkeit abgeschreckt und entlang dem Wandabschnitt 5 des Formhohlraums gekühlt, wobei das Polymeres in Längsrichtung der Gießform molekular orientiert wird. Im Basisabschnitt 4 des Formhohlraums 3 findet weniger Orientierung statt, da dort das Polymeres langsamer abkühlt und nicht in einem solchen Ausmaß verdrängt wird; in diesem Bereich der fertigen Patronenhülse ist an keiner Stelle eine molekulare Orientierung in dem Ausmaß gefordert, wie sie für den Wandabschnitt benötigt wird. Beim Schließen der Gießform kommt die Verlängerung 13 mit dem Kanal 21 der Platte 16 in Arbeitsberührung j so daß eine Dichtung erreicht wird, womit höhere Drücke auf das in der Gießform befindliche Polymeres ausge-
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übt werden können, wobei der verfestigte Polymerstopfen im Kanal 21 ausgestoßen wird. Dies ist in Fig. 3 verdeutlicht. Ist die Gießform vollkommen geschlossen, wird das Polymeres im Wandabschnitt 5 des Formhohlraums .3 sehr schnell verfestigt, während die Verfestigung des Polymeres im Basisabschnitt U durch die kalte Ejektorstange 10 und deren Verlängerung-13 sowie durch die relativ kalte Endfläche des.-sich damit in Berührung befindenden Vorsprungs 20 bewirkt wird. Somit ist eine vollständige Patronenhülse geformt, die mit einem Rand versehen ist, der durch die Vertiefung 6 gebildet wird.
~v Nach einem typischen Beispiel wird der Gießformkörper 2 bei einer Temperatur von 10°C, die rohrförmige Verlängerung 7 und die Kante 16 bei einer Temperatur von 100C und die Temperatur des durch die Düse 19 eingespritzten Polymeres auf 135 C gehalten. Unter diesen Bedingungen, wird eine Patronenhülse aus hochdichtem Polyäthylen mit einer kristallinen Schmelztemperatur von 1300C hergestellt, bei der die Zugfestigkeit auf halber Länge entlang dem Wandabschnitt etwa 981 kg/cm in Richtung der Länge des Wandabschnitts beträgt. Eine solche Patronenhülse läßt sich günstig mit herkömmlichen durch Spritzgießen hergestellten Patronenhülsen vergleichen, d.h. mit solchen, bei denen keine wesentliche Molekularorientierung stattfindet; es wird nämlich durch die Erfindung die Zugfestigkeit der Hülsenwand in Richtung der Molekularorientierung, d.h. entlang der Hülsenlänge um drei- bis vierfache erhöht. Bei diesem spezifischen Beispiel lag die Temperatur des Polyäthy-
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lens 5°C oberhalb seiner kristallinen Schmelztemperatur. Bei Verwendung einer Polymertemperatur von 300C oberhalb der kristallinen Schmelztemperatur dieses Polymeres, d.lr. bei Verwendung eines Polyäthylens unter Anwendung einer
Temperatur von 1600C wurde eine Zugfestigkeitserhöhung von 80 % erreicht. Vorzugsweise liegt die Temperatur des Polymeres zwischen 5 und 15° oberhalb seiner kristallinen Schmelztemperatur.
Zur Vervollständigung des Spritzgießvorgangs
werden die Gießformteile in.die aus Fig. 1 ersichtliche
Lage geöffnet und wird die Ejektorstange 13 betätigt, um die geformte Hülse aus dem Gießformkörper 2 auszustoßen.
Die Vorbeschreibung erfolgte anhand des Spritzgießens von Kunststoffschrotpatronenhülsen; für den Fachmann ist es jedoch klar, daß die Erfindung auch beim Spritzgießen anderer Gegenstände aus synthetischem Kunststoffmaterial angewendet werden kann, insbesondere dann, wenn das Material kristalliner Natur ist und es erwünscht ist, daß in Teilen des Gegenstands eine Molekularorientierung herbeigeführt wird, um die Festigkeit zu erhöhen.
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Claims (3)

Patentansprüche
1.1 Verfahren für das Gießen eines Gegenstands aus
Synthetischem Kunststoffmaterial, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Menge an Kunststoffmaterial bei einer Temperatur von bis zu 30°C oberhalb der kristallinen Schmelztemperatur dieses Materials in den geschmolzenen Zustand bringt und mechanisch in den Hohlraum einer Gießform einspritzt, die bei einer Temperatur gehalten wird, die niedriger als . die kristalline Schmelztemperatur des Kunststoffmaterials ist, wobei dieses Material durch Berührung mit den Oberflächen des Formhohlraums abgeschreckt und im Kunststoffmaterial neben zu mindestens einem Teil der Oberflächen des Formhohlraums eine Molekularorientierung hervorgerufen wird, um die Zugfestigkeit des Kunststoffmaterials in Richtung der Molekularorientierung um mindestens 80 % zu erhöhen.
2. Verfahren nach Anspruch 1 zum Gießen einer Schrotpatronenhülse aus einem kristallinen Polyolefinkunststoffmaterial, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Gießform mit einem Formhohlraum verwendet, die einen Basisabschnitt, und einen Wandabschnitt hat, wobei man das Kunststoffmaterial am Beginn durch den Basisabschnitt einpreßt. '
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kunststoffmaterialmenge bei einer Temperatur von 5 bis 15°C oberhalb seiner kristallinen Schmelztemperatur gebracht wird.
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4. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Gießform kontinuierlich gekühlt wird, um sie auf einer Temperatur unterhalb der kristallinen^Schmelztemperatur zu halten.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das synthe-. tische Kunststoffmaterial ein kristallines Polyolefxnpolymeres ist.
6. Verfahren nach Anspruch 5 , dadurch gekennzeichnet, daß das kristalline Polyolefxnpolymeres hochdichtes Polyäthylen ist - -■
7. Verfahren nach Anspruch 6 zur Herstellung einer Schrotpatronenhülse, dadurch gekennzeichnet, daß die Kunststoff materialmenge auf eine Temperatur von 50C oberhalb ihrer kristallinen Schmelztemperatur gebracht und die Zugfestigkeit in der Mitte des Wandabschnitts auf etwa 984 kg/cm in Richtung der Länge des Wandabschnitts erhöht wird.
8. Vorrichtung ZUir Durchführung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden'Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Gießformkörper (2), in diesem vorgesehene Kühlkanäle, durch einen durch den Gießformkörper umgrenzten Formhohlraum (3),· eine an dem Gießformkörper vorgesehene Verlängerung (7>, die einen Innenraum begrenzt, der zum Formhohlraum offen ist, durch in der Verlängerung
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untergebrachte Temperatursteuerkanäle, durch eine Platte (16), eine in der Platte vorgesehene Vertiefung (18), in die eine Einspritzdüse einer Spritzgießmaschine paßt, durch einen an der Platte vorgesehenen Vorsprung (20), der dieselbe Länge wie die Verlängerung (7) hat und mit Gleitsitz in diese paßt, wobei sich durch die Platte und den Vorsprung ein Kanal (21) erstreckt, der eine Verbindung von der Vertiefung zum Formhohlraum über den tnnenraum der Verlängerung herstellt.
9. Vorrichtung nach Änspuch 8, gekennzeichnet durch eine Ejektorstange (10), die sich innerhalb des Formhohlraums befindet, durch eine die Ejektorstange umgebende Hülse (11),, die einen Gießformkern bildet, und durch eine an der Ejektorstange vorgesehene Verlängerung (13), die mit Gleitsitz in den sich durch die Platte erstreckenden Kanal (21) paßt.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß man den Gießformkörper (2) auf einer Temperatur unterhalb der kristallinen Schmelztemperatur, des Kunststoffmaterials hält, daß man eine Einspritzdüse (19) einer Spritzgießmaschine in die Vertiefung (18) der Platte (16) einsetzt, den Vorsprung (20) mit der Verlängerung (11) des Gießformkörpers (2) in Arbeitsberührung bringt und dabei den Innenraum der Verlängerung offenhält, dann eine Menge an synthetischem Kunststoffmaterxal bei einer Temperatur von bis zu 300C oberhalb der kristallinen.Schmelztemperatur aus der Einspritzdüse durch den Kanal (21) der Platte in den
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Innenraum (8) einspritzt, eine zeitlang so verweilt, damit sich das Material im Kanal teilverfestigen kann, dann die
Einspritzdüse von der Vertiefung wegnimmt und die Gießform dadurch schließt, daß man.den Vorsprung vollständig in den Innenraum der Verlängerung einschiebt und dadurch mechanisch die Kunststoffmenge in den Formhohlraum (3) einpreßt.-
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fr
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GB (1) GB1433136A (de)
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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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IT987811B (it) 1975-03-20
FR2185493A1 (de) 1974-01-04
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