DE2258045A1 - Verankerungssystem - Google Patents
VerankerungssystemInfo
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- B63—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
- B63B—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; EQUIPMENT FOR SHIPPING
- B63B21/00—Tying-up; Shifting, towing, or pushing equipment; Anchoring
- B63B21/50—Anchoring arrangements or methods for special vessels, e.g. for floating drilling platforms or dredgers
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- Ocean & Marine Engineering (AREA)
- Measurement Of Velocity Or Position Using Acoustic Or Ultrasonic Waves (AREA)
- Load-Engaging Elements For Cranes (AREA)
Description
■' * Patentanwalt ..-.--. . .-, -- " .: " _ .,
4 |d ü s s e I d ο r f 1 · Schadowplatz. 9
Ir
.Düsseldorf, 24. Nov. 1972
Westinghouse Electric'Corp.
Pittsburgh, Pa., V. St. A.
Pittsburgh, Pa., V. St. A.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich allgemein auf .Verankerungssysteme, insbesondere auf ein Verankerungssystern.für geringe Gewichte,
mit dessen Hilfe als Navigationshilfen dienende Bojen festgelegt
werden, die wiederholt angeschlossen und wieder abgetrennt
werden müssen.
Die Benutzer von Wasserwegen für Reise und Handel"müssen die örtliche Topographie des. Bodens des betreffenden Gewässers genau
kennen. Daher werden als Navigationshilfen Bojen in schiffbaren Flüssen, Seen und Küstengewässern genau ausgelegt; um den Schiffsverkehr
zu führen, vor Gefahren zu schützen und die Schiffsbesatzung über ihre jeweilige Lage aufzuklären.
In vielen Gebieten müssen die Bojen mit Rücksicht auf die Wetterbedingungen
und Wartungsprobleme zusammen mit ihren Verankerungsseilen und aus Betonblöcken gebildeten Ankern, die mehrere tausend
Kilogramm wiegen können, jährlich neu ausgelegt bzw. eingeholt
werden. Diese wiederholt und in erheblichem umfang auftretenden
Vorgänge bedingen erhebliche Schiffsarbeitszeiten sowie erhebliche
Material- und Arbeitskosten, Für jede Boje muß, jedesmal
wenn sie ausgelegt bzw. angeschlossen wird, eine genaue Navigations
lage bestimmt werden, und auch dieser gesamte Vorgang ist
WJ 32D
Telefon (02 WJ 32D8?# 'iM&^v^tMe Custopaf
teuer und zeitraubend.
In Anbetracht der Einführung von Bojenkonstruktionen mit geringem Gewicht wäre es wünschenswert, wenn das Auslegen der Bojen von
einem verhältnismäßig kleinen Hilfsboot (Tender) aus vorgenommen
werden könnte, jedoch bleibt weiterhin das Problem der Handhabung des massiven Betonblock-Ankers bestehen.
Insofern wäre es günstig, wenn der massive Betonblock-Anker nur einmal ausgelegt werden müßte, ohne ihn dann wiederholt einholen
und erneut positionieren und auslegen zu müssen. Eine Möglichkeit, dieses Ziel zu erreichen, würde darin bestehen, die Ankerleine von
dem Ankerblock aus zu einem an der Wasseroberfläche schwimmenden Körper verlaufen zu lassen und die leichte Boje periodisch an den
Schwimmkörper anzuschließen bzw. von diesem abzutrennen. Viele Ankerleinen, die durch das Wasser hindurch zu entsprechenden Oberflächenbojen
verlaufep, sind jedoch äußerst störend, da sie für die Schiffahrt eine mögliche Gefahrenquelle bilden.
Aufgabe vorliegender Erfindung ist es daher, ein preiswertes, leicht bedienbares und robustes Verankerungssystem zu schaffen, das
es gestattet, leichte Bojen wiederholt mit hoher Genauigkeit verankern zu können, ohne die Ankerleinen im Wasser lassen zu müssen.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist ein Verankerungssystem mit einem mittels eines Ankerseils, an dessen oberem Ende eine zu verankernde
Vorrichtung wie eine Boje leichten Gewichts befestigbar ist, auf den Grund eines Gewässers absenkbaren Anker erfindungsgemäß
dadurch gekennzeichnet, daß der Anker erste Verriegelungsflächen
aufweist und lösbar mit einer am Gewässergrund fixierten, mit den Verriegelungsflächen des Ankers zusammenwirkenden zweite Verriegelungsflächen aufweisenden Halterung verbindbar und längs des
Ankerseils ein Gewicht zur Entkopplung der ersten und der zweiten Verriegelungsflächen voneinander und damit zur Freigabe und zum
anschließenden Einholen des Ankers absenkbar ist.
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Erfindungsgemäß weist das Verankerungssysjbem eine Ankerstation
bzw. eine Halterung auf/ die auf den Grund des jeweiligen Gewässers
gebracht und dann vorzugsweise während ihrer gesamten Lebensdauer in dieser Lage belassen wird. Durch das Wasser hindurch
wird der Anker abgesenkt, mit der er mittels der zusammenwirkenden Verriegelungsflächen gekoppelt werden kann. Soll der Anker
eingeholt werden, so kann längs der Ankerleine.ein Gewicht abgesenkt
werden, das so ausgestaltet ist, daß die zusammenwirkenden Verriegelungsflächen entkoppelt werden und sich der Anker somit
an die Oberfläche zurückholen läßt.
Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen-·-."
in Verbindung mit der zugehörigen Zeichnung erläutert. In der Zeichnung zeigen: . .
Fig. l die für die Erfindung in situ maßgeblichen Ver
hältnisse;
Fig. 2 perspektivisch eine Teilansicht der Ankersta
tion bzw. Halterung der Fig. 1;
Fig. 3 eine etwas abweichende Ausführung einer Hal
terung, wie sie mit Fig. 2 gezeigt ist;
Fig. 4 die Vorderansicht eines Ankers, wie er in Fig.
1 gezeigt ist;
Fig. 5 eine Seitenansicht des Ankers der Fig. 4;
Fig. 6-8 ' einzelne bei der Einführung des Ankers der
Fig. 4 bzw. 5 in die Halterung der Fig. 2 bis zur endgültigen Verriegelung durchlaufene Phasen;
Fig. 9 eine Ausführungsform eines Rückgewinnungsge
wichtes, mit dessen Hilfe der Anker aus seiner Lage entsprechend Fig. 8 befreit und wieder eingeholt
werden kann;
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Fig. 10 die beim Einholen des Ankers der Fig. 8 mit dem
Rückgewinnungsgewicht der Fig. 9 auftretenden Verhältnisse;
Fig. 11-14 das Auslegen bzw. Anschließen und das spätere
Einholen einer abgewandelten Ausführungsform eines Ankers;
Fig. 15 eine weiter abgewandelte Ausfuhrungsform eines
Verankerungssystems nach der Erfindung;
Fig. 16 - 19 das Festlegen bzw. Einholen eines Ankers eines
weiter abgewandelten Verankerungssystems der
Erfindung; und
Fig. 20 eine weitere Ausführungsform eines Ankers nach
der Erfindung, der ohne die Zuhilfenahme einer Feder bedienbar ist.
Im einzelnen zeigt Fig. 1 eine Ausführungsform des Verankerungssystems nach der Erfindung, wobei ein Anker am Gewässergrund festgelegt
wird. Auf dem Bett 12 ist zuvor eine Ankerstation inform einer Halterung IO genau positioniert und fixiert worden. Der
Anker 14 wird von einem kleinen Hilfs- oder Verlegeschiff 16 aus
mittels eines flexiblen Kabels wie dem Ankerseil 18 abgelassen.
Wie nachstehend noch weiter ins einzelne gehend erläutert, weisen der Anker und die zugehörige Halterung zusammenwirkende Verriegelungsflächen
auf, mit deren Hilfe der Anker bei weiterem Absenken lösbar an die Halterung 10 angeschlossen werden kann. In einigen
Fällen ist das Bett 12 vom Verlegeschiff 16 aus sichtbar, so daß der Anker 14 unter optischer Kontrolle zu der Halterung 10 hin
abgesenkt werden kann. Wird in unruhigen Gewässern oder Gewässern gearbeitet, die verhältnismäßig, beispielsweise bis zu 30 m und
mehr, tief sind, so sollte eine Einrichtung vorgesehen sein, um den anfänglichen Kontakt zwischen Halterung und Anker herbeizuführen.
Eine Möglichkeit, einen solchen Kontakt zu bewirken, wo die
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Ankerstation nicht sichtbar ist, besteht ötwa im Einsatz einer
Unterwasser-Fernsehkamera oder eines Echolots 20 hoher Auflösung, vorzugsweise eines Typs, der das Gebiet abtastet und periodisch
akustische Energie mit extrem schmaler Strahlbreite ausstrahlt, um dann die reflektierte akustische Energie zu empfangen und auf
einer Wiedergabevorrichtung wie einer Kathodenstrahlröhre aufzuzeichnen.
Um das Auffinden der Halterung und eine genaue Kopplung des Ankers damit zu erleichtern, sind die Halterung 10 und der
Anker 14 vorzugsweise mit leicht identifizierbaren Schall-Targets 24 bzw. 25 ausgestattet.
Wie mit Fig. 2 gezeigt, weist die Halterung 10 einen Sockel 30 mit
einem Gewicht auf, das ausreicht, die Halterung in aufrechter Lage
zu halten. Als Material für den Sockel 30 kommt etwa Beton infrage.
Von dem Sockel 30 aus ragen nach oben mehrere Beine 32, die zusammen mit einer Platte 34 zur Abstützung eines Trichterkopfes 36
dienen, an dessen Unterseite sich ein Verriegelungselement in Form
einer horizontalen Verriegelungsplatte 40 mit einer zentral darin angeordneten öffnung 41 befindet.
Da das Verlegungsschiff 16 sich der Halterung 10 aus jeder Richtung
nähern kann, erstreckt sich das Schall-Target 24 Vorzugsweise
über den ganzen Umfang der Halterung. Entsprechend einem'Ausführungsbeispiel
hat das Schall-Target 24 daher die Form eines töroidartigen
Rings mit darin eingeschlossenen Lufträumen, der um den
oberen Bereich des Trichterkopfes 36 herum angeordnet ist.
Der Trichterkopf 36 dient zur Zentrierung des Ankers und zur Führung
desselben zu der Verriegelungsplatte 40. Eine weitere Ausführungsfoirm,
die den Trichterkopf 36 nicht hat, ist mit Fig. 3 gezeigt, und hier ist einfach nur eine auf einer Sockelplätte 45
aufruhende Verriegelungsplatte 44 mit einer zentrischen öffnung gezeigt. Es sind zahlreiche weitere Ausführungsformen möglieh, um
den Anker und die Halterung mit voneinander entkoppelbaren>
zusammenwirkenden Verriegelungsf lachen auszustatten.
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Eine mögliche Ausfuhrungsform eines Ankers ist mit Fig. 4 wiedergegeben,
die eine Vorderansicht dieses Ankers zeigt. Fig. 5 gibt eine Seitenansicht des gleichen Ankers wieder. Der Anker weist
einen mittleren Teil auf, der aus den langgestreckten Körpern 50, 51 aufgebaut ist, die mittels Bolzen 53 miteinander verbunden,
jedoch über diese im Abstand voneinander gehalten sind» ■
Der Anker 14 hat mehrere vorragende Teile wie die Flügel 56 und 57,
die mit dem die langgestreckten Körper 50, 51 aufweisenden mittleren Teil des Ankers über den unteren Bolzen 53 schwenkbar verbunden
sind. Die Flügel 56, 57 v/erden durch eine Blattfeder 60 oder eine sonstige geeignete Feder gespreizt gehalten. Die Blattfeder
60 i3t mit dem Anker mittels des mittleren Bolzens 53 verbunden und greift mit ihren äußeren Enden an den Stellen 62, 63 an den
Flügeln 56, 57 an. Die Flügel 56, 57 haben jeweils Verriegelungsflächen 67 und 68, die an der Unterseite der Verriegelungsplatte
40 befindlichen Verriegelungsfläche angreifen, sobald der Anker durch die öffnung 41 geführt worden ist.
Wenn der Anker 14 durch das Wasser abgesenkt wird, so läßt er sich auf dem Bildschirm des Echolots leicht feststellen, indem
das Target 25 vorgesehen wird, das einfach von einem an seinen beiden Enden durch Kappen abgeschlossenen Rohr gebildet sein kann.
Nach dem Eintritt des Ankers 14 in den Auffang-Trichterkopf 36 (Fig. 2) gelangt der Anker bei weiterem Absenken gerade über die
öffnung 41. Die Abmessungen sind so getroffen, daß der Durchmesser
D der öffnung 41 kleiner als der Abstand zwischen den äußeren Ecken
70 und 71 der Flügel 56 und 57 ist.
Der erste Kontakt des Ankers mit der Verriegelungsplatte 40 ist mit Fig. 6 veranschaulicht. Bei weiterer Absenkung des Ankers nach
diesem anfänglichen Kontakt entsprechend Fig. 6 werden die Flügel 56 und 57 zu dem Mittelkörper hin zusammengedrückt, bis die Ecken
70, 71 durch die öffnung 41 passen. Dieser Zustand ist mit Fig. wiedergegeben. Wird der Anker weiter abgesenkt, so gelangen die
Verriegelungaschultern 67, 68 auf die Unterseite der Verriegelungsplatte
40, worauf die Flügel unter der Wirkung der Blattfeder 60
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wieder eine gespreizte Lage annehmen, so daß es zur gegenseitigen Verriegelung kommt. Die zu verankernde Vorrichtung wird an das
Änkerseil 18 angeschlossen und ist so an der Ankerstation (Halterung 10) festgelegt/ da die sich' im gespreizten Zustand befindenden
Flügel sich nicht durch die Öffnung 41 in der Verriegelungsplatte 40 hindurch bewegen können.
Soll der Anker eingeholt werden, so muß er von der Halterung abgetrennt
werden können, ohne daß dazu etwa ein Taucher herangezogen werden müßte. Um diese Entkopplung verwirklichen zu können, ist
erfindungsgemäß ein Rückgewinnungsgewicht vorgesehen, für das
Fig. 9 ein Beispiel wiedergibt. Das Rückgewinnungsgewicht 74 hat
zwei Hälften 74a und 74b, die gelenkig miteinander verbunden sind, so daß sie sich um das Ankerseil 18 herum schließen lassen, das
dann in einen Kanal 77 verläuft. Das Rückgewinnungsgewicht 74 weist einen konischen Mündungsbereich 79 auf, der die Flügel des
Ankers umschließt, so daß diese sich zusammenziehen und es zu einer Entriegelung kommt.
Hat das Rückgewinnungsgewicht 74 das Ankerseil 18 noch an der
Wasseroberfläche umschlossen, so kann es frei - durch das Ankerseil 18 geführt - abwärtsfallen, oder aber es kann statt dessen
auch mit Hilfe eines weiteren Seils abgesenkt werden, das an ösen 81 angeschlossen ist, die sich an der Oberseite des Rückgewinnungsgewichts 74 befinden.
Der Rückgewinnungsvorgang ist mit Fig. 10 dargestellt, wo das Rückgewinnungsgewicht 74 längs des AnkerseiIs 18 abgesenkt worden
ist und der Mündungsbereich 79 die Flügel 56 und 57vzur Ankermitte
hin zusammengedrückt hat. Der Abstand zwischen den äußeren Ecken 70 und 71 ist jetzt geringer als der Durchmesser der Öffnung 41,
so daß bei Ausübung einer entsprechenden Zugkraft auf das Ankerseil
18 der Anker aus der. Halterung herausgezogen werden kann.
Soweit angebracht, können Gewichte verwendet werden, um eine positive
bzw. formschlüssig* Kopplung zu unterstützen, indem zu dem Gewicht
des Ankers noch weiteres Gewicht hinzugefügt wird. So könnte
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beispielsweise das Rückgewinnungsgewicht 74 weiter als Zuführgewicht
dienen, so daß Fig. IO gleichzeitig eine Phase bei der Verlegung des Ankers wiedergeben würde, bei der das Rückgewinnungsgewicht 74 und der Anker 14 als Einheit zugeführt worden sind und
der Anker durch die Öffnung 41 in die Verriegelungsplatte 40 eingeführt wird. Wird das Rückgewinnungsgewicht 74 als Zuführgewicht
eingesetzt, so enthält es vorzugsweise ein zu seiner Auffindung oder Identifizierung geeignetes Schall-Target 84 (analog
den Targets 24, 25 der Fig. 1).
Dieses Schall-Target - ebenso wie die übrigen, zuvor erläuterten Schall-Targets - kann passiv oder aber auch aktiv, etwa als akustischer
Transponder ausgebildet sein, der bestimmte Signale aussendet, so daß das Echolot die Einheit leicht identifizieren kann.
In der bisherigen Beschreibung sind die Verriegelungsflächen der
Halterung an der mit einer Öffnung ausgestatteten\ferriegelungsplatte
vorgesehen. Es sind jedoch zahlreiche andere Ausführungsmöglichkeiten für miteinander zusammenwirkende Verriegelungsflächen bzw. Verriegelungseinrichtungen möglich. Eine solche weitere
Ausführungsform ist mit Fig. 11 veranschaulicht.
Die hier mit 88 bezeichnete Halterung weist keine mit einer Öffnung
versehene Verriegelungsplatte, sondern statt dessen einen pilzartigen Ansatz 90 auf, der mit dem hier mit 94 bezeichneten
Anker zusammenarbeitet. Der Anker 94 weist zwei Flügel 96 und 97 auf, die um einen Zapfen 98 schwenkbar sind. Der Flügel 96 hat
einen oberen Bereich 100 und einen unteren Bereich 101 und in gleicher Weise hat der Flügel 97 einen oberen Bereich 103 und einen
unteren Bereich 104. Die beiden unteren Bereiche 101 und 104 bilden eine Klaue, mit deren Hilfe der pilzartige Ansatz 90 umfaßt
werden kann. Eine Feder 106 sorgt dafür, daß die oberen Bereiche 100 und 103 auseinandergedrückt werden, so daß sie die Klaue zu
schließen suchen»
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—■ Q mm
Der Anker 94 kann abgesenkt werden, so daß die Enden der unteren
Bereiche 101 und 104 an der Außenfläche des pilzartigen Ansatzes 90 angreifen, so daß durch weiteres Absenken unter der Einwirkung
der Schwerkraft die Klaue gegen die Wirkung der Feder 106 in ihre geöffnete Lage gedrängt wird. In etwas abgewandelter Form kann das
Verfahren, wie das mit Fig. 11 veranschaulicht ist, in der Weise eingesetzt werden, daß ein Montagegewicht 110 mit einem konischen
Maul 113 zugeführt wird, das die oberen Bereiche 100 und 103 zusammendrückt, so daß die Klaue öffnet. Dieser Aufbau wird, wie
in Fig. 12 gezeigt, so weit abgesenkt, daß die unteren Bereiche 101 und 104 den pilzartigen Ansatz 90 umschließen. Da^ Montagegewicht
wird dann, wie mit Fig. 13 angedeutet, zur Wasseroberfläche zurückgezogen, so daß die Feder 106 die oberen Bereiche
100 und 103 auseinanderdrängt und die unteren Bereiche in Kontakt mit dem pilzartigen Ansatz 90 bringt.
Soll der Anker eingeholt werden, so wird das Montagegewicht 110
längs des Ankerseils abgesenkt, so daß sein konisches Maul die oberen Bereiche lOQund 103 des Ankers gegen die Wirkung der Feder
106 zusammendrückt, so daß die unteren Bereiche 101 und 104 sich von dem pilzartigen Ansatz 90 lösen. Anker und Montagegewicht
werden dann gemeinsam - wie mit Fig. 14 gezeigt - zur Oberfläche
zurückgeholt.
Bei den mit Fig. 4 und 11 gezeigten Ankern ist das Kontaktgebiet der Verriegelungsflächen eine Funktion der Dicke der Flügelkörper.
Mit Fig. 15 ist eine abgewandelte Verriegelungsfläche gezeigt, bei der die Verriegelungsfläche der Halterung von einem kugelförmigen
Ansatz 120 gebildet ist, während die greifenden Bereiche der Flügel 123 und 124 als im wesentlichen schüsseiförmige Bereiche
126 bzw. 127 ausgebildet sind, so daß sich verhältnismäßig große Verriegelungsflächen ergeben.
Bei den zuvor beschriebenen Ankern sind die Federn so ausgebildet,
daß die Flügelteile oberhalb des Drehpunkts auseinandergedrückt werden. Bei dem mit Fig. 16 wiedergegebenen Anker 130 kreuzen
Flügelbereiche 132, 134 einander mittels eines Schwenkzapfens 136»
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wobei sie im Verhältnis zueinander durch eine oberhalb des Schwenkzapfens
136 angeordnete Feder 139 vorgespannt sind. Dieser Anker kann der Halterung 88 in Verbindung mit einem Gewicht 142 zugeführt
werden, der die oberen Teile der Flügeibereiche 132» 134 auseinanderdrängt, so daß die unteren Teile dan pilzartigen Ansatz
90 entsprechend Fig. 17 umgreifen können.
Bei Entfernung des Gewichtes 142 kommen die oberen Teile der Flügelkörper unter der Wirkung der Feder wieder zusammen, so daß
es zu der angestrebten Verriegelung zwischen Anker und Halterung entsprechend Fig. 18 kommt.
Entsprechend Fig. 19 ist das Gewicht an dem Ankerseil herabgelassen
worden, um die Verriegelung zwischen Anker und Halterung wieder aufzuheben, und der gelöste Anker sowie das Gewicht 142
können dann gemeinsam zur Wasseroberfläche geholt werden.
Mit den vorstehenden Ausführungen sind verschiedene konstruktive Einzelheiten des Verankerungssystems nach der Erfindung erläutert
worden, und es versteht sich, daß zahlreiche Abwandlungen davon möglich sind, ohne den eigentlichen Grundgedanken der Erfindung
zu verlassen.
Beispielsweise sind verschiedene Ausführungsformen des Ankers möglich, bei denen eine Feder fehlt. Eine solche AusfUhrungsform
ist mit Fig. 20 wiedergegeben, die einen Anker 150 mit Flügelteilen
153 und 154 zeigt. Die Flügelteile 153 und 154 sind mittels eines Schwenkzapfens 156 gelenkig verbunden. Das Gewicht der
Flügelteile, das symbolisch mit den Pfeilen w angedeutet ist, greift an den entsprechenden Schwerpunkten an und übt so entsprechende
Drehmomente um den Schwenkzapfen 156 aus. Die Flügelteile 153 und 154 werden jedoch an einer vollkommenen Verdrehung um
den Schwenkzapfen 156 durch untere Stirnflächen 159 und 160 der Flügelteile 153 bzw. 154 gehindert, die aneinander anschlagen, se
daß die Flügelteile des Ankers 150 die gezeigte Lage annehmen. Wenn die Flügelteile an einer Verriegelungsplatte 16-3 angreifen
und durch die zugehörige Öffnung 164 hindurchgeführt werden, so
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läßt die dabei auftretende Hebelwirkung die Flügelteile aufeinander
zu wandern, bis die Verriegelungsflächen 167, 168 die öffnung.
164 passiert haben, worauf die Flügelteile sich erneut in die
veranschaulichte Relativlage bewegen und die gewünschte Verriegelung bewirken. Soll der Anker eingeholt werden, so kann wieder ein Rückgewinnungsgewicht längs des Ankerseils 170 herabgelassen werden, um die Flügelteile ähnlich Fig. 10 zusammenzubringen.
veranschaulichte Relativlage bewegen und die gewünschte Verriegelung bewirken. Soll der Anker eingeholt werden, so kann wieder ein Rückgewinnungsgewicht längs des Ankerseils 170 herabgelassen werden, um die Flügelteile ähnlich Fig. 10 zusammenzubringen.
Patentansprüche;
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Claims (12)
- Patentansprüche ;./Verankerungssystem mit einem mittels eines Ankerseils, an dessen oberem Ende eine zu verankernde Vorrichtung befestigbar ist, auf den Grund eines Gewässers absenkbaren Anker, dadurch gekennzeichnet, daß der Anker (14; 94? 130) erste Verriegelungsflächen aufweist und lösbar mit einer am Gewässergrund fixierten, mit den Verriegelungsflächen des Ankers zusammenwirkenden, zweite Verriegelungsflächen aufweisenden Halterung (10; 88) verbindbar und längs des Ankerseils (18; 170) ein 'Gewicht zur Entkopplung der ersten und zweiten Verriegelungsflächen voneinander und damit zur Freigabe und zum anschließenden Einholen des Ankers absenkbar ist.
- 2. Verankerungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anker eine Mehrzahl beweglicher vorragender Teile mit Verriegelungsbereichen für den wechselweisen Angriff an Verriegelungsflächen der Halterung aufweist und das Ankerseil den Anker in die anfängliche Berührung mit den Verriegelungsflächen der Halterung führt und daß die Verriegelungsflächen der Halterung und des Ankers so ausgebildet und angeordnet sind, daß ein weiteres Absenken des Ankers nach der anfänglichen Berührung die gegenseitige Verriegelung bewirkt.
- 3. Verankerungssystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beweglichen vorstehenden Teile des Ankers als Flügel (56, 57; 96, 97) mit den entsprechenden Verriegelungsflächen ausgebildet sind.
- 4. Verankerungssystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß es eine Feder aufweist, die mit den beweglichen vorspringenden Teilen verbunden ist, um diese in eine erste Lage vorzuspannen, und daß ein weiteres Absenken des Ankers eine Verschiebung der vorspringenden Teile gegen die Vorspannungswirkung der Feder in eine zweite Lage bewirkt, worauf die vorspringenden Teile nach der gegenseitigen Verriegelung in ihre erste Lage zurückkehren.309823/0335
- 5. Verankeru'ngssystem nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewicht so ausgebildet und angeordnet ist, daß die beweglichen vorspringenden Teile des Ankers bei seiner Absenkung berührt und aus der Verriegelung mit der Halterung herausgeschwenkt werden.
- 6. Verankerungssystem nach Anspruch 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewicht einen inneren Kanal (77) für den Einschluß des Ankerseils (18) und e.^rsn konischen Mündungsbereich (79) zur Erfassung und Verschiebung der Flügelteile aufweist.
- 7. Verankerungssystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewicht aus mindestens zwei Hälften (74a, 74b) zusammengesetzt ist, die voneinander entfernbar sind, um das Ankerseil (18) zu umschließen, und nach Einschluß des Ankerseils (18) im Verhältnis zueinander fixiert werden können.
- 8. Verankerungssystem nach einem oder mehreren der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelungsflächen der Halterung (10) eine Verriegelungsplatte (40) mit einer darin vorgesehenen Öffnung (41) aufweisen, durch die ein Teil des Ankers eingeführt wird.
- 9. Verankerungssystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß es einen mit der Halterung (10) verbundenen konischen Körper zur Erfassung des Ankers und zu dessen Führung zu der Öffnung (41) hin aufweist.
- 10. Verankerungssystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelungsfläche der Halterung an einem von der Halterung aus vorspringenden Ansatz vorgesehen ist, an dem die beweglichen vorspringenden Teile des Ankers angreifen.309823/0 335
- 11. Verankerungssystem nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelungsflächen der vorspringenden Teile von schüsseiförmigen Bereichen (126* 127) gebildet sind.
- 12. Verankerungssystem nach einem der Ansprüche 1-11, dadurch gekennzeichnet, daß es mindestens ein erstes leicht identifizierbares Target (25), das mit dem Anker (14) verbunden ist, und mindestens ein zweites leicht identifizierbares Target (24) zur Identifizierung der Lage der Halterung aufweist.KN/me 3309823/0335Lee τ seife
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