DE2252233A1 - Kontinuierlich arbeitende presse - Google Patents
Kontinuierlich arbeitende presseInfo
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- B30B—PRESSES IN GENERAL
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- B30B9/02—Presses specially adapted for particular purposes for squeezing-out liquid from liquid-containing material, e.g. juice from fruits, oil from oil-containing material
- B30B9/22—Presses specially adapted for particular purposes for squeezing-out liquid from liquid-containing material, e.g. juice from fruits, oil from oil-containing material using a flexible member, e.g. diaphragm, urged by fluid pressure
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Description
UP-RIGHTj INC., 1013 Pardee Street, Berkeley, Kalifornien
(V.St.A.)
Kontinuierlich arbeitende Presse
Die Erfindung betrifft eine kontinuierlich arbeitende Presse.
Bei der Veißweinkelterei wird die aus zerquetschten Trauben bestehende Maische zur Gewinnung des Safts
bzw. Mosts sofort' abgepreßt. Bei der Rotxveinkelterei
wird der restliche V/ein, aus der nach dem Ablaufen des gegorenen Weins in der aus den nassen Beerenhülsen
und -kernen bestehenden, im Gärbottich verbleibenden Haische ausgepreßt. Das Abpressen der
Maische wird seit jeder so vorgenommen, daß eine Teilmenge der Maische in einen Behälter eingebracht
und dann der Saft abgepreßt wird. Diese Art des Abpressens von Teilmengen hat den Vorteil,
daß der Preßvorgang sich leicht dahingehend über-
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wachen läßt, daß die Hülsen und Kerne nicht so stark gepreßt v/erden, daß sie die in ihnen
enthaltenen Bitterstoffe freigeben. Diese Art des Fressens ist aber an sich langsam, so daß der
Durchsatz gering ist. Das Pressen jeder Teilmenge muß jedesmal vollständig durchgeführt
und der aus Kernen, Hülsen und dergleichen bestehende Tresterkuchen dem Behälter entnommen
werden, bevor eine weitere Teilmenge bearbeitet werden kann.
Man hat deshalb kontinuierlich arbeitende Weinpressen entwickelt, denen die Maische an einem
Ende der Presse laufend zugeführt, der Saft von den Kernen und Hülsen abgepreßt und der Tresterkuchen
am anderen Pressenende laufend entfernt wird. Soweit diesseits bekannt, werden bei
allen bisher entwickelten kontinuierlich arbeitenden Weinpressen die gemaischten Trauben mittels
einer ständig umlaufenden Schnecke an einem zylindrischen Sieb entlang gefördert, wobei der
Saft aus der an das Sieb angedrückten Maische durch die Maschen oder Löcher des Siebs austritt.
Da die Schnecke in direkter Berührung mit den zerquetschten Trauben steht, wird den Trauben relativ
zum Sieb sowohl eine Dreh- als auch eine Längsbe-*-
wegung erteilt Infolgedessen läßt es sich nicht verhindern, daß die Kerne und Hülsen reibende Berührung
mit den Kanten der Sieböffnungen, wodurch in den Kernen und Hülsen enthaltene, verhältnismäßig
bittere Säfte freigegeben werden, was die
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— "A —.
Qualität des abgepreßten Safts herabsetzt.
Während also beim Pressen von Teilmengen ein
qualitativ guter Saft bei geringem Durchsatz erhalten wird, ist beim kontinuierlichen Pressen bei
höherem Durchsatz der Saft von geringerer Qualität.
Durch die Erfindung soll nun eine Presse geschaffen werden, die die Vorteile beider Abpreßverfahren
vereinigt, d.h. den höheren Durchsatz einer kontinuierlich arbeitenden Presse und die
bessere Saftqualität einer Teilmengen nacheinander verarbeitenden Presse.
Die Arbeitsweise der erfindungsgemäßen Presse beruht
auf dem' Prinzip der Per ist alt ik. In der Natur wird die Peristaltik dadurch bewirkt, daß ein poröses
Rohr oder Schlauch langsam einen sich wellenartig fortpflanzenden, nach innen gerichteten Druck
auf eine im Rohr befindliche halbflüssige Hasse ausübt und diese dabei entlang dem Rohr fortbewegt,
wobei Flüssigkeit durch die Poren des Rohrs langsam nach außen austritt. Wenn die Masse das Ende des
Rohrs erreicht hat, ist sie praktisch trocken. Die , hierbei auftretende Wirkung des Zusammenpressens
der Trester und des Abpressens der Flüssigkeit entspricht also der Wirkung, die für eine V/einpresse
oder für irgendeine andere Presse zum Trennen von Flüssigkeiten und Feststoffen, beispielsweise den
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festen Bestandteilen von Früchten, Gemüse, Schlamm, Dünger, Papierfasern und Textilfasern erwünscht ist.
Die natürliche Peristaltik geht an sich langsam vor sich und ist in ihrer Leistung durch den
Durchmesser des porösen Rohrs beschränkt. Um einen größeren Durchsatz zu ermöglichen wird das
Prinzip der Peristaltik bei der vorliegenden Erfindung gewissermaßen umgekehrt, indem anstelle eines
auf die in ihm enthaltene Masse zu deren Komprimierung und Weiterförderung einen nach innen gerichteten
Druck ausübenden porösen Rohrs ein starres durchlässiges Rohr und ein innerhalb dieses Rohrs angeordnetes
flexibles rohrförmiges Glied verwendet wird. Die halbflüssige Masse befindet sich dabei
in einem zwischen dem starren Rohr und dem inneren Glied vorhandenen Ringraum. Das Abpressen wird
durch das rohrförmige Glied bewirkt, in dem sich wellenförmig fortpflanzende ring- oder schraubenlinienförmige
Bewegungen erzeugt werden, die in Verbindung mit dem von der in den Ringraum eintretenden
Kasse ausgeübten Druck ein Fördern der Masse entlang dem porösen Rohr bewirken, wobei die
Flüssigkeit durch die Durchlässe des Rohrs gedrückt wird. Durch diese Anordnung wird die Leistung der
Presse erheblich erhöht, da der zwischen dem äuße- ren Rohr und dem inneren Glied liegende Ringraum bei
einer vorgegebenen Dicke der zu behandelnden Materialschicht eine viel größere Arbeitsfläche hat.
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Bei einer Traubenpresse wird als äußeres Rohr vorzugsweise ein aus Stangen bestehendes rostartiges,
zylindrisches Sieb verwendet, dessen sich in Längsrichtung des Siebs erstreckende.
Stangen zwischen sich Längsschlitze aufweisen, deren Breite etwas kleiner als der Durchmesser
eines Beerenkerns ist. Die zu fördernde Masse bewegt sich in Längsrichtung der Presse, ohne
daß ihr eine Drehbewegung erteilt wird. Die Kerne, Hülsen und anderen festen Bestandteile
bewegen sich also in Richtung der Schlitze, so daß sie keinem Abrieb ausgesetzt sind, wie. dies
bei einer Bewegung der Kerne und Hülsen quer zu den Schlitzen, der Fall sein würde.
Mehrere Ausführungsformen der Erfindung werden
nachfolgend anhand der Zeichnung beschrieben. In der Zeichnung zeigt bzw. zeigen:
Fig. Λ einen Längsschnitt durch eine
erste Ausführungsform einer erfindungsgemaßen Presse;
Fig. 2 einen Schnitt 2-2 der Fig. 1; Fig. 3 einen Schnitt 3-3 der Fig. 1;
Fig. 4· einen .in größerem Maßstab gezeigten
Schnitt durch die bei der Presse nach' Fig. 1 verwende^
te biegsame Hülle;
Fig. 5 einen in größerem Maßstab gezeigten Aufriß, eines Teils der bei der
Presse nach Fig. 1 verwendeben Hülle;
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Fig. 6 einen Längsschnitt durch eine zweite Ausführungsform einer
erfindungsgemäßen Presse;
Fig. 7 einen Teilschnitt, der die Art des Zusammenbaus von Teilen der
in Fig. 6 gezeigten Presse zeigt;
Fig. 8, Einzeldarstellungen des "bei der 9, 10 PresGe nach Fig. 6 verwendeten Siebs
und 11 und der biegsamen Hülle, aus denen das Zustandekommen der pulsierenden Bewegung ersichtlich ist;
Fig. 12a Längsschnitte durch eine dritte Aus-
und 12b führungsform in zwei verschiedenen
Betriebsstellungen; und
Fig. 13 eine in größerem Haßstab gezeigte
Schnittansicht der druckausübenden
Glieder der in den Fig. 12a und b gezeigten Presse.
Die Presse weist eine rohrförmige senkrecht angeordnete
Säule 10 auf, die aus einem oberen Abschnitt 11 aus ungelochtem Material und einem mit Durchlässen
versehenen unteren Abschnitt 12 besteht. Im oberen Abschnitt befindet sich eine Beschickungsöffnung
13 für die abzupressende Maische. Über ein
Rohr 15 ist ein Kohlensäure enthaltender Druckbehälter
14- mit dem Inneren des oberen Abschnitts der
Presse verbunden.
Der mit Durchlässen versehene untere Abschnitt besteht
aus einer Vielzahl von mit Abstand voneinander
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_ Ό —
angeordneten Stangen 17 von rechteckigem oder
quadratischem Querschnitt, die einen senkrecht stehenden zylindrischen Siebrost 16 "bilden. Die
z\tfischen den Stangen vorhandenen senkrechten Schlitze
18 haben eine.Breite, die etwas kleiner als der Durchmesser eines Beerenkerns ist. Die Stangen 17
werden durch den Siebrost umgebende Ringe 19 in ihren
Stellung gehalten.
Am unteren Ende des Siebrosts 16 ist eine ringförmige Auffangschale 20 vorgesehen, die mit einer
oder mehreren Abzugsleitungen 21 versehen ist.
Falls gewünscht, können aber auch zwischen den oberen und unteren Enden der Stangen eine oder
mehrere weitere ringförmige Auffangschalen 22 an der Außenseite des mit Abzugsleitungen 23 versehenen
Siebrosts vorgesehen sein.
An der unteren Auffangschale 20 ist ein sich bis oberhalb des Siebrosts erstreckendes zylindrisches
Gehäuse ?A befestigt, dessen oberes Ende mit dem oberen Abschnitt 11 der Presse verbunden ist. Das
Gehäuse ist liiftdicht abgedichtet, damit keine Luft
mit dem durch den Siebrost hxndurchtretenden Saft in Berührung kommen kann. Die Säule 10 ist durch
Füße 26 auf einer Plattform 27 abgestützt.
Innerhalb des oberen Pressenabschnitts ist koaxial zu diesem Abschnitt ein nach oben konisch zulaufender-Bauteil
23 mittels drei sich durch den oberen Ab-
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schnitt hindurcherstreckenden Rohrabschnitten 29,
30 und 31 befestigt. An dem unteren Mantel 32 dieses Bauteils ist das obere Ende einer flexiblen
Hülle 33 mittels eines Halterings 34- abgedichtet
befestigt, der die Hülle gegen eine Drehung oder Längsverschiebung relativ zum Siebrost 16 sichert.
In ähnlicher Weise ist das untere Ende der Hülle 33 durch einen Haltering 36 an einem fest auf der
Plattform 27 angeordneten, ringförmigen Stützteil 37 befestigt, der mit einem Abflußrohr 53 versehen
ist.
Die flexible Hülle 33 besteht vorzugsweise aus drei elastomeren Schichten 41, 42, 4-3. In der
mittleren Schicht 42 sind verhältnismäßig unelastische
Fäden 44 eingebettet, die sich in Längsrichtung der Hülle erstrecken und ein Strecken
der Hülle von oben nach unten verhindern, aber ein Strecken in Umfangsrichtung zulassen.
Innerhalb der Hülle ist koaxial zum Siebrost 16 ein hohler Gewindekörper 45 aus poliertem Metall
angeordnet, dessen Schraubengewinde 46 sich vom oberen zum unteren Ende des Körpers erstreckt. Vie aus
Fig. 1 ersichtlich, ist das Gewinde vorzugsweise konisch ausgebildet, und zwar derart, daß
der Radius des Gewindekopfes 47 konstant ist, während sich der Radius des Gewindegrunds nach unten vergrößert,
no daß der schraubenlinienförmige Raum zwi-
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sehen Gehäuaekörper und Siebrost nach unten allmählich
enger wird.
Der Gewindekörper 45 ist oben durch eine Platte 49
geschlossen. An eine innerhalb des Körpers angeordnete zylindrische Leitwand 5^ ist unten ein
Zuflußrohr 52 angeschlossen, daß sich nach oben durch
die Platte 49 hindurch bis zu einem am inneren Ende des Rohrabschnitts 29 angeordneten Drehgelenk
53 erstreckt. Die Platte 49 ist mit mehreren Auslaßöffnungen 54 versehen, die in den zwischen
Leitwand und Gewindekörper vorhandenen Ringraum führen.
Die Hülle 33 hat einen 'Innenradius, der relativ zu dem kleinsten Radius des Gewindegrunds genügend
klein ist, um sicherzustellen, daß die Hülle, wenn sie über den Gewindekörper gezogen ist, in den Gewindegrund
eintreten und sich dessen Form anpassen wird. Wenn der Radius der Hülle zu groß ist, .wird
die Hülle sich nicht der Form des Gewindes anpassen, und wenn er zu klein ist, wird eine zu große Reibung zwischen Hülle 33 und dem Gewinde des Körpers
45 vorhanden sein.
Der Gewindekörper 45 wird durch einen Motor 55 über ein Getriebe 56 und eine Antriebswelle 57 angetrieben.
Die beschriebene Presse kann sowohl mit aufeinander
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folgend eingeführten Teilmengen kontinuierlich oder mit kontinuierlicher Zuführung des Preßguts
arbeiten. Beispielsweise kann beim Pressen einer Teilmenge über den Rohrabschnitt 30 unter
Druck stehende gasförmige Kohlensäure in den konischen Bauteil eingeführt werden, wodurch
sich das obere Ende der flexiblen Hülle nach außen bis an die Innenwand des oberen Pressenabschnitts
11 ausdehnt, wie dies in Fig. 1 durch eine gestrichelte Linie" angedeutet ist. Darauf
füllt man Maische oben in die Presse durch die öffnung 13 ein und läßt sie sich absetzen. Der
Vorlaufmost setzt sich dann am Boden ab, während die Beerenhülsen und -kerne, die etwa 10 % der
Maische ausmachen, nach oben schwimmen. Nach dem Absetzen wird der Druck im konischen Bauteil verringert,
so daß sich die Hülle 33 zusammenzieht und der Vorlaufmost r an der Hülle 33 vorbei
und durch die Schlitze des Siebrosts in die Auffangschale 22 abfließen kann.
Wenn der Flüssigkeitsstand im oberen Abschnitt absinkt, gleiten die festen Bestandteile an der
konischen Fläche des Bauteils 28 entlang in den Ringraura zwischen der flexiblen Hülle und dem
oberen Abschnitt. Falls sich in diesem Ringraum Brücken aus dem festen Material bilden, kann über
die Leitung I5 gasförmige Kohlensäure eingeführt werden, um das Material nach unten zu drücken.
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~ 11 _
Wenn die festen Bestandteile der Maische bis zum Siebrost abgesunken sind, wird der Motor 55 eingeschaltet,
um den Gewindekörper mit niedriger Geschwindigkeit au drehen. Über den Rohrabschnitt
und das Zuflußrohr 52 ist vorher Wasser oder eine
andere als Schmiermittel wirkende Flüssigkeit in den von der Leitwand 51 innen begrenzten, ringförmigen
Kühlraum eingeführt. Diese Flüssigkeit steigt innerhalb des konischen Bauteils bis zur
Höhe des RohrabSchnitts 31 auf, der als Überlaufleitung
dient. Ein Teil des oberhalb des Gewindekörpers befindlichen V/assers gelangt bei der Drehung
des Gewindekörpers zwischen diesen Körper und die Hülle 33, wirkt als Schmiermittel und übt auch
eine gewisse Kühlwirkung aus und läuft dann aus dem Abflußrohr 53 ab.
Bei der Drehung des Gewindekörpers in der Hülle wird dieser eine kontinuierliche Folge von nach
unten vorrückenden wellenförmigen Bewegungen erteilt, durch die die halbflüssige Masse zwischen Siebrost
und Hülle nach unten gedrückt wird. Da die Hülle an beiden Enden gegen-Drehung gesichert ist, wird
die Drehbewegung des Gewindekörpers nicht auf die Masse übertragen. Auf die Masse wirkt lediglich
eine abwärts gerichtete Kraft ein. Die Beerenhülen
und -kerne werden daher nur in Längsrichtung der Stangen 17 "und der zwischen ihnen befindlichen
Schlitze bewegt. Es findet also keine Bewe-
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gung quer zu diesen Schlitzen statt, bei der eine schädliche Abriebwirkung auf die festen
Bestandteile ausgeübt werden würde.
In dem oberen Bereich des schraubenlinienförmigen Baums wird die Hasse nur verhältnismäßig geringfügig
gepreßt, so daß der hier durch den Siebrost hindurch in die Ablaufschale 22 gelangende Saft
noch von Vorlaufqualität ist. Die genaue Höhenlage der Schale 22 hängt von der Ansicht des
V/inzers ab, bis zu welcher Pressung der Saft noch als Vorlaufmost angesehen werden kann. Wenn
die Masse durch die langsame Wellenbewegung der Hülle weiter zusammengedrückt wird, wird der
Preßmost durch den Siebrost gedrückt und fließt nach unten in die untere Preßmostauffangschale.
Falls gewünscht, könnte zum Trennen des Preßmosts in eine höhere und niedrigere Qualität zwischen
den Auffangschalen 20 und 22 noch eine weitere Auffangschale angeordnet werden.
Wenn die Hasse das untere Ende der Hülle erreicht, besteht sie aus einem verhältnismäßig trockenen
Tresterkuchen aus Beerenhülsen und -kernen, der aus dem Ringraum zwischen dem unteren Ende der
Hülle 33 und dem unteren Ende der Säule 10 austritt.
Nachdem eine Teilmenge auf diese Weise behandelt
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worden ist, werden die oben genannten Vorgänge wiederholt.
Bei vollständig kontinuierlichem Betrieb wird Maische durch die Beschickungsöffnung 13 in einer
gewünschten Weise eingeführt.
Dabei kann der Gasdruck im konischen Bauteil zum Aufblähen der Hülle auf einen gewünschten Wert
eingestellt und der Flüssigkeitsspiegel im oberen Pressenabschnitt auf einer bestimmten Höhe gehalten
werden. Bei einem hohen Flüssigkeitsstand reicht das Gewicht der Flüssigkeit aus, um diese
an der aufgeblähten Hülle vorbei in den unteren Pressenabschnitt zu drücken. Innei'halb des konischen
Bauteils kann der Gasdruck auch so eingestellt werden, daß die Hülle auf dem Gewindekörper
teilweise aufgebläht wird, um eine sanftere Pressung zu erzielen und gleichzeitig die zwischen
Hülle und Gewindekörper vorhandene Reibung herabzusetzen.
Aufgrund der sachten, dem Material keine Drehbewegung erteilenden Arbeitsweise der Presse
wird ein größerer Anteil des Safts aua hochwertigem Vorlaufmost bestehen. Auch wird der Preßmost
von besserer Qualität sein^ da durch die das
Material nicht drehende Arbeitsweise Abrieb
den Hülsen und Kernen vermieden wird.
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Lediglich als Beispiel sei hier erwähnt, daß bei einem Prototyp der beschriebenen Presse
der obere Absetzabschnitt der Presse und der Siebrost einen Innendurchmesser von 40,6 cm
haben. Der Rost besteht aus 8 mm Stangen mit quadratischem Querschnitt. Die Hülle 33 besteht
aus drei Schichten von Material von 50 Durometer Härte, wobei als mittlere Schicht
ein Reifencordmaterial, d.h. bahnförmiges Material aus nicht vulkanisiertem Gummi mit eingebetteten
parallelen Fäden,verwendet wird, die in der nach ihrer Bildung vulkanisierten Hülle
in Längsrichtung der Hülle angeordnet sind. Das Schraubengewinde 46 hat 10 Wipdungen mit einer
Steigung von 5 cm. Die Breite des Ringraums zwischen dem Siebrost und der Hülle verringert
sich von 2,5 cm am oberen Ende bis auf 6,25 mm
am unteren Ende, so daß das Verdichtungsverhältnis 4 : 1 ist. Der Durchmesser der Hülle beträgt
35t6 cm und läßt sich beim Aufziehen der Hülle
auf den Gewindekörper oder beim Aufblähen durch Luft bis auf 40 cm,also um 14 %% erweitern. Vorzugsweise ist der maximale Abstand zwischen dem
Rost und der schraubenlinienförmig erweiterten Hülle etwa 1,6 mm. Ein größerer Abstand kann die
peristaltische Wirkung verringern und ein kleinerer Abstand kann zu einem Pestsetzen oder Zerquetschen
von Beerenkernen führen, obwohl die Gefahr eines Zerquetschens von Kernen durch die Nach-
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giebigkeit.der Hülle 33 stark herabgesetzt wird.
Jedoch kann auch ein größerer Abstand von beispielsweise 3,2 mm für eine weiche Pressung
wünschenswert sein, wenn man den Gewindekörper etwas schneller dreht.
Maische besteht in der Regel" aus etwa 50 % freiem
Saft, 4-0 % Fruchtfleisch (Pulpe) und 10 % Hülsen ' und Kernen. Durch eine 4- : 1 Pressung der Pulpe
sowie der Hülsen und Kerne wird also ein verhältnismäßig trockener Tresterkuchen erhalten, der
noch genügend Feuchtigkeit enthält, um aus der Presse leicht austreten zu können. Der Gewindekörper wird über das Untersetzungsgetriebe mit
3,5 Umdrehungen/Minute angetrieben. Da 10 Wendungen vorhanden sind wird das am oberen Ende der Hülle
in den Ringraum eintretende Material bis zu seinem Austreten aus der Presse etwa 3 Minuten gepreßt.
Etwa eine Tonne Maische kann bei kontinuierlichem Betrieb abgepreßt werden.
Wie bereits erwähnt, wird' das Material in dem schraubenlinienförmigen Raum zwischen Siebrost
und Hülle allmählich verdichtet, da es in einem stetig kleiner werdenden Raum hineingedrückt wird
Diese Verdichtung findet auch dann statt, wenn, wie im vorliegenden Fall, das Preßgut sich in Längsrichtung
der Presse mit der gleichen Geschwindigkeit bewegt, mit der die Schraubbewegungen in Längsrich- '
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tung vorrücken. Bei einigen Materialien kann Jedoch von der Hülle und/oder dem Siebrost etwas
Material mitgenommen werden, so daß es zwischen den Gewindeköpfen der Hülle und dem Rost zusammengedrückt
wird. Das so zusammengedrückte Material wird dann von der nächsten Schraubbewegung weiter
durch die Presse gefördert werden. Ein solches Verdichten zwischen den Gewindeköpfen und dem Rost
tritt nicht nur bei einem Gewindekörper mit konischem Gewinde auf, sondern kann auch
dann auftreten, wenn der schraubenlinienförmige Raum zwischen Hülle und Siebrost über seine ganze
Länge gleich ausgebildet ist.
Bei der bevorzugten senkrechten Anordnung der Presse ist eine leichte Beschickung der Presse
mit dem Preßgut möglich, das sich gleichmäßig in dem zwischen Hülle und Rost vorhandenen Ringraum
verteilt. Der Saft kann durch Schwerkraft entlang des ganzen Rostumfanges ablaufen. Die
Schwerkraft unterstützt auch die Abwärtsbewegung des Preßguts. Das Verdichten und Fördern des Preßguts
wird aber in der Hauptsache von dem sich drehenden Gewindekörper bewirkt, so daß die Wirkung
der Presse nicht von ihrer senkrecht!« Abordnung abhängt, sondern, solange die Hülle das
jeweilige Preßgut durch die Presse fördern kann auch dann eintritt, wenn der Gewindekörper geneigt
oder waagerecht angeordnet ist.
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Diese !Presse weist eine senkrechte Säule 65
auf, die im wesentlichen in der gleichen Weise wie bei der ersten Ausführungsform einen oberen
Abschnitt 66 aus ungeloehtem Material, einen unteren Siebabschnitt in Form eines aus Stangen bestehenden
Hosts 6? und einen die Presse auf der Plattform 69 abstützenden Bodenabschnitt 68 hat·
Ein den Siebabschnitt umgebendes Gehäuse ?0 ist mit einer den Vorlaufmost aufnehmenden oberen
Kammer 71 und einer den Preßmost aufnehmenden
unteren Kammer 72 versehen, Unterhalb der Säule ist eine Auffangschale 75 für den aus der Presse
austretenden Tresterkuchen befestigt, der durch
eine Schnecke 74- abgeführt wird*
Innerhalb des oberen Pressenabschnitts 66 ist ein mittels sich durch diesen Abschnitt der
Presse erstreckenden Rohren 76 abgestützter nach oben konisch zugespitzter Bauteil 75 vorgesehen,
an dessen sich an den Konus anschließenden Hantelteil
77 das obere Ende der flexiblen Hülle 78 abgedichtet befestigt ist, die sich entlang der
ganzen Länge des Siebrosts 67 nach unten erstreckt*
Bas Innere der Hülle 78 ist in vier flüssigkeitsdicht ausgebildete 'Querkammern 81, 82, 83, 84 unterteilt.
Vier Rohre, von denen drei Rohre 85, 86, in der Zeichnung im einzelnen dargestellt sind, er-
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strecken sich Innerhalb der Hülle durch den Bodenabschnitt 68 nach oben. Die Rohre sind
ο ■'
um 90 zueinander versetzt, so daß das vierte
in Fig. 6 rechts gezeigte Rohr 88 dem Rohr 86 diametral gegenüberliegt. Die Rohre sind entlang
ihrer ganzen Länge mit Außengewinde versehen und auf sie aufgeschraubte Muttern 89
halten die die Kammern begrenzenden Zwischenwände 90, 91, 92, 93, 94 in ihren Stellungen,
wobei die obere Wand 94, wie in Fig· 7 gezeigt,
aus oberen und unteren parallelen Platten 94· a
und 94 b besteht, deren äußere Kanten zur Bildung einer Ringnut abgeschrägt sind. Beim Einbau
der Wand 94 werden die Muttern 89 an den Rohren 85 bis 88 auf die gleiche Höhe eingestellt und
dann die Platte 94 b auf diesen Muttern von oben in Stellung gebracht. Um die Hülle 78 herum wird
dann ein Haltering 95 gelegt, darauf die Platte 94 a über die Rohre 85 bis 88 geschoben und durch
Muttern 89 an die Platte 94 b angedrückt, wodurch der Ring 95 die Hülle 78 fest erfaßt und diese
dichtend in der von den beiden Platten gebildeten Ringnut festlegt. Die anderen Trennwände werden
dann in der gleichen Weise eingebaut. Von der oberen Zwischenwand 94 erstreckt sich ein mit
Lochungen versehener Zylinder 96 nach oben in den
konischen Bauteil 75 hinein.
Das Rohr 85 ist innerhalb der Kammer 84 mit Öffnungen versehen. In gleicher Weise sind die Rohre 86,
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87, 88 mit in die Kammern 83» 82 und 81 führenden
Öffnungen versehen. Die Rohre 85 "bis 88 sind mit den Zylindern 97, 98, 99 und 100 einer Vier-Kolben
Pumpe 101 verbunden. Die Kurbelstange jedes Kolbens ist gegenüber der Kurbelstange des ihm
benachbarten Kolbens um 90° Kurbelwinkel versetzt, wie aus Fig. 6 rechts ersichtlich ist.
Die Kammern 81 bis 84-, die Rohre 85 bis 88 und die Zylinder der Pumpe sind mit hydraulischer
Flüssigkeit ζ. B. Wasser oder öl gefüllt. Fig. 8
zeigt die Presse, wenn sich die Kolben der Pumpe 101 in den in Fig. 6 gezeigten Stellungen befinden.
Der Kolben im Zylinder 97 hat sich ganz nach links bewegt und Flüssigkeit in die Kammer 84 gedrückt,
wodurch die flexible Hülle sich nach außen in Berührung mit dem Siebrost 67 ausgebaucht hat. Der
Kolben im Zylinder 98 bewegt sich nach links und beginnt Flüssigkeit in die Kammer 83 zu drücken,
die die Hülle in Richtung des Pfeils (Fig. 8) ausbaucht. Der Kolben im Zylinder 99 hat sich vollständig
nach rechts bewegt, so daß Flüssigkeit aus der Kammer 82 entleert worden ist und die Hülle
hier ihre ursprüngliche nicht ausgebauchte Stellung eingenommen hat. Der Kolben im Zylinder 100
bewegt sich nach rechts, so daß Flüssigkeit aus der Kammer 81 austritt,und sich die Hülle hier aus
ihrer voll ausgebauchten Stellung in Richtung des Pfeils zurückbewegt.
Die Fig. 9, 10 und 11 entsprechenden der Fig. 8,
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zeigen aber die Hüllenabschnitte in den Stellungen,
die von ihrem jeweils nach einer 90 Drehung der Pumpe 101 während eines Arbeitsspiels eingenommen
werden. Während beispielsweise in Fig. 8 der obere Abschnitt der Hülle voll ausgebaucht ist und sich
bis zum Siebrost erstreckt, hat sich in Fig. 9 nach einem Viertel des Arbeitsspiels die Ausbauchung
des oberen Hüllenabschnitts verringert, der in Fig. 10 wieder seine ursprüngliche nicht
ausgebauchte Stellung einnimmt, bevor er wie in Fig. 11 gezeigt, sich wieder auszuwölben beginnt.
Wie aus den Fig. 8 bis 11 ersichtlich ist bewegt sich die volle Auswölbung während eines Arbeitsspiels
entlang der Hülle nach unten.
Beim Betrieb der Presse wird der obere Pressenabschnitt mit Maische beschickt, wobei der
Vorlaufmost durch den Siebrost in die Kammer 71 abfließt und die Pulpe sich innerhalb des Ringraums
zwischen Hülle 78 und Siebrost nach unten bewegt. Die sich langsam drehende Pumpe erzeugt
sich wiederholende Abwärtsbewegungen von ringförmigen Auswölbungen in der Hülle, die ein ständiges
Kneten der Pulpe unter Herausdrücken des Mosts bewirken, wobei der Most zwischen den Stangen des
Siebrosts in die Kammer 72 austritt. Dabei bildet sich ein ständig trockner werdender Tresterkuchen,
der aus dem unteren Ende der Presse in die Schale 73 fällt und von der Schnecke 74- ausgetragen wird.
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«. 21 -
Unter Druck stehende Flüssigkeit kann in das Innere des konischen Bauteils 75 über die Rohre
76 eingeführt werden« Diese flüssigkeit tritt durch die Bohrungen des Zylinders 96 hindurch
und wölbt das obere Ende der Hülle 78 nach außen in Richtung auf den oberen Pressenabschnitt
66 aus, um eiie weiter oben in Verbindung
mit der vorhergehenden Ausfuhrungsform beschriebene
Wirkung zu erreichen.
Die in diesen Figuren dargestellte Presse weist ebenfalls eine senkrechte Säule 110 auf, die im
wesentlichen den in den beiden vorherbeschriebenen Ausführungsformen vorhandenen Säulen entspricht
und wie diese einen ungelochten oberen Abschnitt 111, einen unteren Siebabschnitt 112 in Form
eines aus Stangen bestehenden Rosts und ferner ein Gehäuse zur Aufnahme des Vorlaufmosts hat.
Auch hier ist koaxial innerhalb der Säule ein oben konisch zugespitzter Bauteil 115 angeordnet,
an dem das obere Ende einer flexiblen Hülle Unbefestigt ist.
Der die wellenförmigen Bewegungen der elastischen
Hülle erzeugende Mechanismus besteht bei dieser Ausführungsform aus einer Anzahl von Stahlringen 116,
die abwechselnd mit Ringen '117 aus Gummi oder ande-
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rem geeigneten elastomeren Material haftend verbunden sind, über den Außenumfang des so gebildeten
Ringstapels ist die elastische Hülle gestreckt. Die unteren und oberen Gummiringe stehen
mit Platten 118 und 119 in Berührung, die mit mittleren öffnungen versehen sind, durch die sich
eine Kolbenstange 120 erstreckt. Das obere Ende der Kolbenstange 120 wird durch eine auf die
Stange aufgeschraubte Mutter 121 in Anlage an der Platte 119 gehalten. Das untere Ende der Kolbenstange
120 ist mit einem erweiterten den Kolben
bildenden Kopfteil 122 versehen, der in einem an der Unterseite der Platte 118 befestigten
Zylinder 123 angeordnet ist. Der Zylinder 123 ist mittels Streben 125 am Bodenteil 124 der Säule
110 abgestützt. Das Innere des Zylinders 123 ist über eine Leitung 126 mit einer Pumpe 121^ verbunden.
Ein biegsamer Schlauch 128 erstreckt sich durch die Platte 118 und durch den Ringstapel
nach oben durch die Platte II9 hindurch, an der er durch ein Fitting 129 festgelegt ist. Durch den
Schlauch 128 kann ein Druckmittel in den unterhalb des Konus liegenden Raum eingeführt werden, das
durch öffnungen I30 eines Zylinders I3I hindurchtritt
und das obere Ende der Hülle 114 (wie in
Fig. 12b gezeigt), nach außen an den ungelochten oberen Abschnitt 111 der Säule andrückt, wenn dies
erforderlich ist.
Im Betrieb wird der obere Abschnitt der Presse mit
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Maische "beschickt, wobei der Vorlaufmost durch
den oberen Abschnitt des Siebrosts abläuft und die Pulpe durch Schwerkraft und/oder Gasdruck am
Konus vorbei in den zwischen Hülle 114- und Siebrost 112 befindlichen Ringraum absinkt.
Die mit niedriger Geschwindigkeit angetriebene Pumpe 127 drückt dann hydraulische Flüssigkeit
in den Zylinder 123, um die Kolbenstange 120
nach unten zu drücken, wobei die Gummiringe 117 zwischen den Stahlringen zusammengepreßt werden.
Die äußeren Umf.angs abschnitte der Gummiringe
werden dabei nach außen gedrückt oder ausgewölbt unter Streckung der sie umgebenden elastischen
Hülle, in der eine Reihe von nach außen vorstehenden ringförmigen Kuppen 129 gebildet werden (siehe
Fig. 12b und 13). Da die Stahlringe sich beim Zusammendrücken nicht nach außen ausdehnen, werden
zwischen Siebrost und Hülle eine Reihe von zwischen den Kuppen liegenden ringförmigen Taschen
130 gebildet. Beim Vergleich der Figuren·12-a
und 12b läßt sich ersehen, daß sich beim Zusammendrücken der Gummiringe die waagerechten Mittellinien
der Ringe abwärts bewegen. Durch die Verdichtungswirkung wird also sowohl der Saft nach außen als
auch die Pulpe nach unten gedrückt. Die oberen Ringe bewegen sich dabei bei jedem Arbeitsspiel
um eine größere Strecke nach unten als die unteren Ringe, wodurch die Verdichtung des Tresterkuchans
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bei der Abwärtsbewegung der Pulpe vergrößert wird.
Nachdem die Kolbenstange ihre unterste Stellung erreicht hat und sich wieder aufwärts bewegt,
kehren die Gummiringe in ihren nicht zusammengepreßten Zustand zurück und der zwischen Siebrost
und Hülle vorhandene Ringraum füllt sich wieder mit von oben eintretender Pulpe. Das Arbeitsspiel
beginnt dann von neuem. Der am Boden der Presse austretende trockene Tresterkuchen kann dann in
eine nicht gezeigte untere Schale absinken und aus dieser abgezogen werden.
Der oberste Gummiring kann, falls erwünscht, aus einem Material von geringerer Durometerhärte bestehen
als die anderen Gummiringe. Dieser Gummiring wird also vor den anderen Ringen und in
einem größeren Maße als diese nach außen gedrückt und liegt dann dichtend am Siebrost an, so daß
beim Preßvorgang keine Pulpe an ihm vorbei nach oben gedrückt werden kann.
Ferner kann durch Verwendung von Gummiringen, deren Durometerhärte sich von Ring zu Ring nach
unten erhöht, die peristaltische Wirkung erhöht werden.
In den Fig. 12a, 12b und 13 erstreckt sich die flexible Hülle von Konus bis zur unteren Platte
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118 und umgibt die elastomeren Ringe Hülle 114 kann sich aber auch nur bis zur oberen
Platte 119 erstrecken und an dieser befestigt werden. Bei einer solchen Anordnung stehen die
elastomeren Ringe 117 und die Stahlringe 116 in direkter Berührung mit dem Preßgut und bilden
eine Fortsetzung der Hülle. Die Ringe arbeiten dann in der gleichen Weise wie die Hülle und
bilden beim Zusammendrücken eine Reihe von nach außen vorspringenden Kuppen.
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Claims (12)
1.1 Kontinuierlich arbeitende Presse, gekennzeichnet durch ein langgestrecktes Siebrohr (16j
67; 112); eine koaxial innerhalb des Siebrohrs angeordnete, ringförmige flexible Hülle (33 ϊ 78;
114), die gegen Drehung gesichert ist; und Einrichtungen (45; 101; 120), die zum Pressen des
zwischen Siebrohr und Hülle eingeführten Preßguts fortlaufend nacheinander nebeneinanderliegende
Umfangsabschnitte der Hülle in Richtung auf das Siebrohr nach außen ausdehnen, um fortschreitend
am Außenumfang der Hülle entlang sich um diese vollständig herum erstreckende, zur We iterförderung
und Pressung des Preßguts dienende Kuppen zu bilden.
2. Presse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Siebrohr (16; 67; 112) eine Anzahl von
engen sich neben der Hülle (33» 78; 114) in Längsrichtung des Rohrs erstreckenden Schlitzen (18)
aufweist.
3. Presse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in die flexible Hülle (33i 78; 114)
eine Anzahl von sich in Längsrichtung der Hülle erstreckenden, verhältnismäßig wenig dehnbaren
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Cordfäden eingebettet ist.
4. Presse nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtungen zum fortlaufenden Ausdehnen von Hüllenabschnitten
einen mit Schraubengewinde versehenen, koaxial innerhalb der Hülle (33) angeordneten Gewindekörper
(45) aufweisen, über den die Hülle in gestrecktem Zustand gezogen, und daß ein den Körper .
(45) innerhalb der Hülle drehender Antrieb (55-57) vorgesehen ist.
5. Presse nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch Druckmittel zwischen den Gewindekörper (45) und
die Hülle (33) einführende Einrichtungen (29, 51 54).
6. Presse nach einem der Ansprüche 4 oder 5» dadurch gekennzeichnet, daß die Breite des zwischen
Gewindegrund (48) und Siebrohr (16) vorhandene schraubenlinienförmige Raums sich fortlaufend vom
Preßguteinführungsende dieses Raums zum Austrittsende
verringert.
7. Presse nach einem der Ansprüche 1 bis 3» dadurch
gekennzeichnet, daß die Einrichtungen zum fortlaufenden Ausdehnen von Hüllenabschnitten
eine Anzahl von das Innere der Hülle (73) in Querrichtung in flüssigkeitsdichte Kammern (81-84) unterteilende
Vorrichtungen (90-95) und Druckmittel in diese Kammern einführende und aus diesen abziehende
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Vorrichtungen (85-86, 101) aufweisen.
8. Presse nach einem der Ansprüche 1 bis 3» dadurch
'gekennzeichnet, daß die Einrichtungen zum fortlaufenden Ausdehnen von Hüllenabschnitten
einen koaxial in der Hülle (114) angeordneten und von dieser eng umfaßten oder einen Teil der
Hülle bildenden Stapel von Ringen, der aus abwechselnd angeordneten Ringen (116, 118, 119) aus
nicht zusammendrückbaren Material und aus Ringen (117) aus elastomeren Material besteht, und ferner
Vorrichtungen (120, 122, 126, 127) aufweisen, die den Stapel wiederholt zusammenpressen und
dabei die äußeren Umfangsabscbnitte der elastomeren Ringe (117) nacheinander kuppenfb'rmig nach außen
in Richtung auf den Siebrost auswölben.
9. Presse nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Härte der elastomeren Ringe (117)
vom Guteinführungsende zum Austrittsende zunimmt.
10. Presse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß anschließend an das
Eintrittsende des Siebrohrs (16; 67; 112) ein aus ungelochtem Material bestehender, zur Aufnahme
des Preßguts dienender Pressenabschnitt (11; 65»
111) vorgesehen ist, der mit einem das Preßgut zu dem zwischen Hülle und Siebrohr befindlichen
Ringraixm führenden Leitkörper (28, 75» 115) versehen
ist, an dem das eine Ende der Hülle befestigt
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ist; und daß um das Siebrohr herum Auffangmittel (2O1 22; 7I, 72) für durch dieses Rohr hindurch-,
tretende Flüssigkeit vorgesehen ist.
11. Presse nach Anspruch 10,-dadurch gekennzeichnet,
daß die Auffangmittel (20,. 22; 71, 72)
gegenüber der Außenatmosphäre abgedichtet sind und aus mehreren übereinander angeordneten Schalen
oder Kammern bestehen.
12. Presse nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß der Leitkörper (23, 75, 113) mit Einrichtungen (JO, 76, 128) zum Zu- und Abführen von
Druckmittel versehen und in einem solchen Abstand vom Siebrohr und vom ungelochten Pressenabschnitt
(11; 65; 111) angeordnet ist, daß das am Leitkörper befestigte Ende der Hülle durch in den
Leitkörper eingeführtes Druckmittel zur Anlage an, der Innenwand des ungelochten Pressenabschnitts
gebracht werden kann.
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Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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EP0097894A1 (de) * | 1982-06-29 | 1984-01-11 | Josef Willmes GmbH | Presse zum Auspressen von flüssigkeitshaltigen Stoffen |
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