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Anlage zur Herstellung von Spanplatten, Faserplatten und dergl.
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Anlage zur Herstellung von Spanplatten,
Faserplatten und dergl., bestehend aus Streustation mit einer oder mehreren Streumaschinen
und Einrichtung zum Auftrennen des kontinuierlich gestreuten Kuchens in Matten,
Vorpresse, Plattenpresse, vorzugsweise Mehretagenplattenpresse, mit Besohick- und
Entleereinrichtung sowie aus Streustation und Beschickeinrichtung Uber die Vorpresse
verbindender Förderbandanordnung aus mittels hin- und herfahrender Ubergabenase
gekoppelten Förderbändern.
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Bei (aus der Praxis) bekannten Anlagen der beschriebenen Gattung besteht
die Förderbandanordnung aus drei Förderbändern, dem
Streuband, dem
Beschleunigungsband und dem Ubergabeband. Das Streuband ist unter der Streustation
hergefUhrt und wird mit konstanter Geschwindigkeit angetrieben, wenn diese auch
unter Umständen stufenweise umschaltbar ist. Das an das Streuband in der beschriebenen
Weise angeschlossene Beschleunigungsband kann nach Aufnahme einer vom Streuband
abgegebenen Matte mit gegenüber der Geschwindigkeit des Streubandes erheblich erhöhter
Geschwindigkeit angetrieben werden und stellt so einen funktionsnotwendigen Abstand
zwischen aufeinanderfolgenden Matten her. Das angeschlossene Ubergabeband gibt diese
Matte an die Beschickeinrichtung ab. Die Vorpresse ist bei den bekannten Anlagen
entweder eine kontinuierlich arbeitende, stationär angeordnete Vorpresse oder eine
taktweise arbeitende Vorpresse, die beim Preßvorgang mit der zu pressenden Matte
mitfährt und folglich hin- und herbewegt wird. Die Vorpresse ist bei den bekannten
Anlagen dem Streuband zugeordnet, sie könnte grundsätzlich auch dem Übergabeband
zugeordnet sein.
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Das alles hat sich an sich bewährt, ist Jedoch im Gesamtaufbau, insbes.
fördertechnisch und steueruisstechnisch, so aufwendig, daß nur bei Anlagen mit großen
Fertigungskapazitäten der Aufwand gerechtfertigt ist.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anlage der beschriebenen
Gattung in bezug auf den fördertechnischen Aufwand sowie in steuerungstechnischer
Hinsicht zu vereinfachen.
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Die Erfindung betrifft eine Anlage zur Herstellung von Spanplatten,
Faserplatten und dergl., bestehend aus Streustation
mit einer oder
mehreren Streumaschinen und Einrichtung zum Auftrennen des kontinuierlich gestreuten
Gutes in Matten, Vorpresse, Plattenpresse, vorzugsweise Mehretagenplattenpresse,
mit Beschick- und Entleereinrichtung sowie aus Streustation und Beschickeinrichtung
über die Vorpresse verbindender Förderbandanordnung aus mittels hin- und herfahrender
Ubergabenase gekoppelten Förderbändern. Die Erfindung besteht: darin, daß die Förderbandanordnung
lediglich aus einem kontinuierlich (mit konstanter Geschwindigkeit) angetriebenen
Streuband mit hin- und herbewegter Ubergabenase und einem Beschleunigungsband besteht
und der Antrieb der Ubergabenase so ausgelegt ist, daß während eines großen Teiles
der von der Plattenpresse vorgegebenen Taktzeit keine Matte auf der Ubergabestelle
zwischen Streuband und Beschleunigungsband aufliegt, und daß das Beschleunigungsband
durch die als Taktpresse arbeitende stationär angeordnete Vorpresse gefUhrt sowie
während der Vorpressung eines Kuchens angehalten ist. Das Beschleunigungsband kann
im übrigen mit stationärer Ubergabenase an Beschicktabletts einer mit Etagenbeschickkorb
ausgerüsteten Beschickeinrichtung angeschossen sein. Es besteht aber auch die Möglichkeit,
die Anordnung so zu treffen, daß das Beschleunigungsband im übrigen mit hin- und
herfahrender Ubergabenase in die Plattenpresse einfahrbar ist.
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Die Erfindung nutzt die Tatsache, daß bei einer Anlage des beschriebenen
Aufbaus der Antrieb der Ubergabenase so ausgelegt werden kann, daß während eines
großen Teiles der Taktzeit eine Matte sich an der beschriebenen Ubergabestelle nicht
befindet,
so daß nur während eines kleinen Teils der Taktzeit Streuband
und Beschleunigungsband zum Ubergeben einer Matte synchron laufen müssen. Somit
kann das Beschleunigungsband während eines großen Teils der Taktzeit für andere
fördertechnische Aufgaben eingesetzt werden. Es ist zu diesem Zweck durch die als
Taktpresse ausgeführte stationäre Vorpresse geführt und dient zur Beschickung und
Entleerung der Vorpresse, wobei die beschriebene Kinematik es zuläßt, daß das Beschleunigungsband
ohne weiteres während der Vorpreßarbeit angehalten werden kann.
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Arbeitet man so, so kann die stationäre Vorpresse ohne weiteres als
schwere Vorpresse ausgeführt werden, um eine so weit gehende Vorpressung der vorzupressenden
Matten durchzuführen, daß diese die nachgeschalteten Manipulationen ohne Jeden Schaden
überstehen und sogar verhältnismäßig rauh manipuliert werden können.
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Je nach dem "Leimt' mit dem das Gut, aus dem die Spanplatten, Faserplatten
und dergl. aufgebaut werden, ausgerüstet ist, erfolgt die Vorpressung als kalte
Vorpressung oder auch als warme Vorpressung.
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Die erreichten Vorteile sind in der beachtlichen Vereinfachung einer
erfindungsgemäßen Anlage gegenüber den eingangs behandelten zu sehen. Die Förderbandanordnung
besitzt nur noch zwei Förderbänder, was eine beachtliche steuerungstechnische Vereinfachung
zur Folge hat. Eine mitbewegte, als Taktpresse arbeitende Vorpresse ist nicht mehr
erforderlich. Allerdings sollte bei einer erfindungsgemäßen Anlage der Streuvorgang
so geführt werden, daß das Streuband sich mit nicht zu großer Geschwindigkeit bewegt.
Das macht die erfindungsgemäße Anlage besonders
geeignet für mittlere
Kapazitäten, die beispielsweise bei cQjOO cm3 pro 22 Stunden oder sogar darunter
liegen.
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Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel
darstellenden Zeichnung ausführlicher erläutert. Es zeigen in schematischer Darstellung
Fig. 1 die Ansicht einer erfindungsgemäßen Anlage zur Herstellung von Spanplatten,
Faserplatten und dergl., Fig. 2 einen Ausschnitt aus dem Gegenstand nach Fig. 1
in anderen Funkt ionsstellungen.
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Die in den Fig. dargestellte Anlage dient zur Herstellung von Spanplatten,
Faserplatten und dergl. Sie besteht in ihrem grundsätzlichen Aufbau zunächst aus
einer Streustation mit im Ausführungsbeispiel mehreren Streumaschinen 1 und einer
Einrichtung 2 zum Auftrennen des kontinuierlich gestreuten Kuchens in Matten 3,
einer Vorpresse 4 und einer Plattenpresse 5, die im Ausführungsbeispiel nach bevorzugter
Ausführungsform als Mehretagenplattenpresse ausgebildet ist. Zur Mehretagenplattenpresse
gehören übliche Besohick- und Entleereinrichtungen 6 bzw.7. Im übrigen sind Streustation
1 und Beschickeinrichtung 6 über die Vorpresse 4 mittels einer Förderbandanordnung
8,9,10 verbunden, die aus zwei Förderbändern 8,9 besteht, die mittels hin- und herfahrender
Übergabenase 10 gekoppelt sind. Und zwar besteht die Förderbandanordnung 8,9,10
lediglich
aus kontinuierlich angetriebenen Streuband 8, dem die
hin-und herbewegte Ubergabenase 10 zukommt und dem Beschleunigungsband 9. Der Antrieb
der Ubergabenase 10 ist so ausgelegt, daß während eines großen Teils der von der
Plattenpresse 5 vorgegebenen Taktzeit keine Matte 3 auf der Ubergabestelle zwischen
Streuband 8 und Beschleunigungsband 9 aufliegt. Das macht die Fig. 1 deutlich. Man
erkennt fernerhin, daß das Beschleunigungsband 9 durch die als Taktpresse arbeitende
stationäre Vorpresse 4 hindurchgeführt und während der Vorpressung eines Kuchens
angehalten ist. Im übrigen ist das Beschleunigungsband 9 im Ausführungsbeispiel
mit einer stationären uebergabe~ nase 11 an Beschicktabletts 12 der Beschickeinrichtung
6 angeschlossen, die in einem Beschickkerb übereinander angeordnet sind. Befindet
sich auf Jedem Beschicktablett 12 eine vorgepreßte Matte 3, so werden alle Etagen
der Mehretagenplatten presse gleichzeitig beschickt, während gleichzeitig auch die
fertiggepreßten Platten der Entleereiririchtung '7 zugeführt werden. Das ist bekannte
Technik und bedarf im einzelnen nicht der Erläuterung.
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In Fig. 2 ist der Zustand dargestellt worden, bei dem vom Streuband
8 eine Matte 3 dem Beschleuniiingsband 9 zugeftthrt wird.
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Sogleich nach Übergabe der Matte 3 wird das Beschleunigungsband 9
beschleunigt, wobei gleichzeitig die Matte 3 der Vorpresse 4 zugeführt wird.